to action - Vom Verb zur Handlung 2018
to action - Vom Verb zur Handlung
2018
Major 2018

Katharina Karras

 katharina.karras@gmx.net

Mentorat: Andrea Wolfensberger

diverse Techniken und Formate

Den Ausgangspunkt dieser Arbeit bildet die Verblist von Richard Serra aus dem Jahr 1967. Meinen skulpturalen Handlungen liegen die Verben zu Grunde, die Serra vor 50 Jahren zusammentrug und auf von ihm gesammelte Materialien anwendete. In regelmäßigen Abständen ziehe ich ein Verb per Zufall aus der Urne. Eine kurze Zeitspanne, eine halbe Stunde bis maximal zwei Tage, stelle ich mir für die Verkörperung eines gezogenen Begriffes zur Verfügung. Dabei zählen ein direkt durch das Verb ausgelöstes Bild im Kopf und ein verfügbares Material, dessen Möglichkeiten ich während des Bearbeitungsprozesses ausreize. Dementsprechend stellen die einzelnen Arbeiten dreidimensionale Skizzen dar. Nicht eine perfekte, sondern eine prägnante und handlungsorientierte Ausführung ohne langes Planen ist entscheidend. Eine allumfassende Inkarnation des Wortes ist nicht angestrebt und nicht möglich. Sprache wird zurück in Materie überführt. Die Übersetzung eines jeweiligen Handlungsverbs in meine Muttersprache bietet meist mehrere Ausdrucks- und Deutungsvarianten. Ich lasse mich von spezifischen Assoziationen leiten, die in manchem Fall erst durch eine Kette von mehrdeutigen Übersetzungen ausgelöst werden. Dabei ist es mir willkommen, eine anfängliche Idee innerhalb des Handlungsprozesses abzulegen und durch eine dem neuen Moment entsprungene adäquatere Idee zu ersetzen.

In ihrem Ursprung beabsichtigen die Arbeiten scheinbar keine inhaltlichen Bezüge zueinander. Im Laufe des fortschreitend angewandten Rituals zeigt sich, dass die skulpturalen Handlungen einerseits von mir erlebte Geschehnisse der jeweils vorangegangenen Tage aufgreifen, und dass formale, thematische und methodische Dialoge zwischen den Skizzen enstehen. Sie zeigen unbewusste Auseinandersetzungen und geben irrationalen Zusammenhängen eine materialisierte Erscheinung. 


NOCTURNE 2017
NOCTURNE
2017

Fabian Unternaehrer

Kontakt:

Mentorat:Esther van der Bie

Technik: Digitale Raw-Aufnahmen, per Computer Schwarz-Weiss gewandelt sowie mit analogem Korn versehen. Präsentiert als A2 Prints per Tintenstrahl K3-Druck.


Fabian Unternaehrer gestaltete eine fotografische Serie bestehend aus 21 Bildern. Thematisch handeln die Bilder u.a. von «Stille». Seit Ende 2015 wurde dafür ein ganzes Impressions-konglomerat gesammelt.
Aus über 3`500 Fotografien, welche innerhalb der letzten zwei Jahre im Zusammenhang und in der Auseinandersetzung des Todes eines geliebten Menschen enstanden, musste ein Leitmotif erkannt und definiert werden. Einordnen Es handelt sich bei der Bilderserie um eine atmosphärische Reise. Der rote Faden, in diesem Fall und den Umständen entsprechend, ein etwas melancholisches Gewebe, sollte subtil und nicht etwa pathetisch zu einem Gesamtbild geflochten werden. Selektion In verschiedenen Arbeitsgängen und mittels diversen Kriterien, Kontrasten oder Nennern, wie etwa „Licht, Dunkel, Präsenz, Absenz, Traum, Gegenwärtigkeit, Dur, Moll...“ wurden die verschiedenen Bilder stets aufs Neue zusammengerückt und mit der Zeit verdichtet. Es war eine Suche nach Kippmomenten und einem gegenseitigen, sich nach und nach herauskristallisierenden Resonanzraum. Das Ziel war mitunter eine zeitlose Stimmungspartitur, welche nun den Kern dieser Arbeit bildet - denn „Zeit“ ist hierbei kaum präsent, es scheint fast, als würde dabei die gesamte Existenz in Stille getaucht, als schweige sie in Gedenken. Anordnen Die Suche nach der richtigen Kombination bildete den finalen Arbeitsschritt. Die Bilderserie besteht aus Haupt- und Nebensätzen, Scharnierbildern, kleineren Kapiteln und dies führt dazu, dass sich dazwischen neue Räume und damit Bedeutungen eröffnen. Schlussendlich fand sich eine Art Raster oder Mosaik, ein Zusammenspiel aus 21 Fotografien. Zum Titel „Nocturnes“ sind in der Musik (Chopin, Field, Satié, Rachmaninow etc.) sowie auch in der Malerei (als Tonalismus) bekannt, beide umschreiben atmosphärische wie poetische Nachtlandschaften. Die Mentorin und HKB Dozentin Esther van der Bie leistete dabei wertvolle Unterstützung, daraus eine Selektion zu treffen, die Bilder ästhetisch wie symbolisch ein- sowie anzuordnen.


16 mm 2017
16 mm
2017

Rachel von Dach
Kontakt: 


Mentor: René Hagi

Technik: Mapping auf Filminstallation,UV-Flachbettdruck auf selbsthergestelltem 16mm Film

Format: 16mm Filmloop à 30 Sekunden



Die Idee der Herstellung eines projizierbaren Filmstreifens ohne Verwendung einer Kamera oder eines Zelluloidfilms steht zu Beginn des gestalterischen Prozesses. Mit Lasercutter und Flachbettdrucker wird der Versuch unternommen das Medium Film zu rekonstruieren. Diverse Techniken werden erprobt, um digitale Bildabfolgen auf einen analogen Träger aufzuzeichnen und diesen abspielen zu können. Es entsteht ist ein hybrides Material an der Schnittstelle zwischen Zelluloidstreifen und digitalen Medien auf welchem inhaltlich das Medium selbst zur Botschaft wird. Die Installation zeigt die Filmrolle, die sich durch die Spulen des Projektors schlängelt. Der Zelluloidstreifen wird durch die Projektion sichtbar vergrössert und als Loop abgespielt. In einem komplementären Dualismus treffen Handwerk und Hightech, Bewegung und Immobilität, Licht und Schatten im Raum aufeinander. 


5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr 5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr 5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr 2017
5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr 5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr 5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr
2017

Mara Ryser

MentorInnen Praxis:
Jacqueline Baum, Manuel Schüpfer
Mentorin Theorie:
Maren Polte

Medium:
Audio-Video-Installation
Dauer:
6min 33sek, Loop

Die Videoinstallation 

5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr
5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr
5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr

zeigt drei verschiedene Ausschnitte aus einer einzigen Filmsequenz. Die Filmaufnahme ist mir einer fixen Kameraeinstellung gedreht worden. Die Tonspur wurde synchron dazu aufgenommen.

In der Arbeit wird die Raum-Zeit-Einheit eines Momentes aufgelöst, wodurch die Aspekte Raum und Zeit neu erfahrbar werden. Aus der Dekonstruktion eines Bildes entstehen gleichzeitige Welten, in denen sich je ein neues Raum-Zeit-Gefüge bildet.
Durch die Nebeneinanderstellung wird die Privilegierung eines Ereignisses gegenüber einem anderen abgeschafft.
Mit der mehrfachen Betrachtung einer einzigartigen Zeitspanne aus scheinbar unterschiedlichen Perspektiven weitet sich der Moment aus. Es vollzieht sich eine Verräumlichung von Zeit. Das Geschehen entfaltet sich nicht nur als Entwicklung einer linearen Geschichte, sondern auch als gleich-zeitige Vielzahl eines einzigen Ereignisses.

Kontakt:E-Mail


AKT 3 2017
AKT 3
2017

Anna Jaun und Yvonne Siegenthaler


Akt III ist ein transdisziplinäres Projekt, in welchem sich die beiden Disziplinen Modedesign und Malerei vereinen. Die beiden Künstlerinnen und Kunstvermittlerinnen schöpfen aus ihren jeweiligen Erfahrungen und Hintergründen, Yvonne aus dem Modedesign und Anna aus der Malerei. Untersucht wird das Zusammenspiel von Malerei und Kleid in einer dritten Disziplin, der Performance. In einem Wechselspiel ist der Stoff anwesend als Kleid und wird gleichzeitig zur Leinwand. Der Körper, die Bewegung und der Kragen als Code, lassen die Leinwand als Kleid erkennen. Mit Pinsel und Farbe wird der Stoff bemalt und durch diesen Eingriff zum Malgrund. Die Malerin reagiert auf das Vorhandene und dessen Trägerin. So wechseln sich die Akteurinnen ab und eine gegenseitige Abhängigkeit von Mode und Malerei entsteht. Es ist eine Bildfläche die in Bewegung ist. Das Bild fliesst stetig ineinander und übereinander - der Betrachter sieht mal mehr Kleid, dann wieder Leinwand. Nicht Anna hat die Entscheidung welchen Teil der Leinwand sie bemalt, sondern dessen Trägerin Yvonne, da sie das Kleid, welches in der Performance zur Leinwand wird, nach ihrem Empfinden umhängt und so eine andere Fläche für die Malerei zur Verfügung stellt. Anna greift als Malerin in das Kleid ein, indem Sie dieses als Leinwand nutzt. Yvonne greift wiederum in das Bild ein, indem sie es als Kleid nutzt, es umhängt und neu formt. Das gegenseitige Eingreifen benötigt Vertrauen und wird zu einem Frage- Antwort Spiel der beiden Künstlerinnen. Die Leinwand, ein Stoff, ist das verbindende Element dieser beiden Disziplinen und wird in der Malerei sowie in der Mode zur Gestaltungsfläche. Die Anwendung ist jedoch unterschiedlich. In der konventionellen Malerei wird der Stoff auf einen Keilrahmen gespannt und verliert so die Bewegung, seine weichen Eigenschaften und die Anpassungsfähigkeit. In der Mode steht der Stoff immer dem Körper gegenüber, er wird zur Hülle, zur zweiten Haut, zu einer Erweiterung des Körpers. Er kann den Körper deformieren, unterstützen, betonen oder verstecken. In der Mode wird der Stoff zur Gestaltungsfläche, die zwischen Träger und Betrachter vermittelt. In Schrift und Bild versuchen Anna und Yvonne in dem gemeinsamen Projekt ihre Eindrücke und Vorstellungen einander mitzuteilen. Dazu kommunizieren sie sowohl über Briefe als auch über das gemeinsam gesammelte Bildmaterial. Dabei wird ein neuer Spannungsbogen zwischen beiden Disziplinen geschaffen. Die gemeinsame Arbeit fordert es, sich auf die gegenüberliegende Position einzulassen und sich seiner Eigenen sehr bewusst zu sein. Es ist eine Auseinandersetzung mit dem Wir, dem Du, dem Ich und dem gemeinsamen Akt.


BUNDLE - COIL - CLAD 2017
BUNDLE - COIL - CLAD
2017

Marlies Aryani Råegg
Mentorin Praxis: Dorothea Schürze
Mentor Praxis: Christian Höfliger
Mentorin Theorie: Yvonne Schweizer

Medium: Video
Grösse: 3 heilige Videoperformance
Dauer: 5:21 min
Material: Studio-Setting
Anzahl: eine Serie von 3 Videos

Zutaten: Tuch, Kletterseil, Wetsuit, leerer Raum, Licht, Kamera, Körper.
Die dreiteilige Videoperformance zeigt das Resultat eines abgesteckten Experimentierfeldes, in welchem mit einem Material zusammen körperliche Bewegungen und deren Grenzen erprobt werden. Routinierte Handlung mit Material lässt bestimmte Bewegungen entstehen, die durch gezieltes Framing erzählt werden. Von der Kamerafrau zur Performerin wechselt die Autorin dieser Arbeit ihre Rolle und geht der Frage nach, inwiefern das Framing der Kamera als Erzählinstanz dienen kann und schliesslich die Videoperformance konstituiert.
BUNDLE – COIL – CLAD zeigt drei Handlungen, die mit alltäglichen Abläufen assoziiert werden. Der formale Rahmen fällt zusammen mit dem Inhalt. Durch die Doppelperspektive werden die simplen Handlungen hervorgehoben, Neugier für Bewegung geweckt und der menschliche Körper mit seinen möglichen Bewegungsradien zelebriert. Ein weiterer Aspekt, der als Aussage dieser Arbeit erwähnt werden muss, ist die Wertschätzung gegenüber der Vorbereitung. Die Vorbereitung für eine Handlung ist genauso wichtig, wie diese selbst. 

Kontakt: E-Mail


CONCRETE PIC NYC 2017
CONCRETE PIC NYC
2017

Tina Odermatt

Mentorat: Josef Loretan und Jacqueline Baum


1 Monat in New York City

5 Picknick Sets

10 kg Beton

9 Stunden Kochen

6 Begegnungen


Die Arbeit „Concrete Pic Nyc“ unterteilt sich in zwei Hauptphasen; das Erstellen von Geschirr aus Beton und seine Verwendung in den Strassen von New York City. Die Picknicks wurden fortlaufend auf Instagram dokumentiert. 

Das Concrete Pic Nyc Set besteht aus einem Löffel, einem Becher und einer Schale aus Beton, dazu eine Tasche genäht aus einer Leuchtweste. Die Tasche ist multifunktional, sie dient zum Schutz des Geschirrs und als Sitzfläche. Es wurden fünf Sets erstellt. Von den fünf Sets sind drei Sets und ein Löffel in New York geblieben.


Der Dialog in der Kunstvermittlung 2017
Der Dialog in der Kunstvermittlung
2017

Kathrin Zurschmitten

Kontakt:


Minor Kunstvermittlung


Mentorin: Maren Polte 

Semesterkurs für Studierende und Mitarbeitende der Hochschule der Künste Bern eine Zusammenarbeit von Marcel Beer und Kathrin Zurschmitten


Im Zentrum des Kurses stand der Dialog im engeren Sinne als Kommunikationsform ebenso wie im weiteren Sinne als dialogische Haltung und Arbeitsweise. Der Kurs war eine Versuchsanordnung, bei der uns die Frage beschäftigte, wie wir in einer Gruppe gleichberechtigt, partizipierend zusammen sein und gemeinsam Neues entwickeln können und wie uns der Dialog dabei unterstützt. Ausgangspunkt / Kursbeschreibung Mit sieben Studierenden aus unterschiedlichen Fachbereichen sowie zwei Sekretariatsmitarbeitenden trafen wir uns zwölf Mal für jeweils zwei Stunden. Die ersten sieben Treffen wechselten wir ab zwischen Dialoggespräch und individuellem freien Malen ohne Vorgaben. Ab dem siebten Treffen schliesslich verbanden wir die beiden Tätigkeiten und malten in kleinen Gruppen sowie mit der gesamten Gruppe an einem Bild. Dabei spielte die künstlerische Qualität eine untergeordnete Rolle. Das Malen mit Gouachefarben stellte eine unkomplizierte Möglichkeit für kollaboratives Arbeiten im kleinen Rahmen mit einfachen Mitteln dar. Es war ein Versuch, die Ideen des Dialogs in eine kreative Gruppentätigkeit zu übertragen, um die dialogischen Fähigkeiten in der experimentellen Zusammenarbeit zu erproben. Im Fokus standen das Üben von Präsenz und achtsames Wahrnehmen der eigenen Prozesse, der Prozesse der Anderen sowie der Gruppenprozesse. Am Ende unserer Treffen führten wir eine Reflexionsrunde durch, in der alle ihre Erfahrungen und Beobachtungen mitteilen konnten. Wir verstanden den Dialog nicht im alltäglichen Sinn, sondern in Anlehnung an die Ideen des amerikanischen Quantenphysikers David Bohm, der unter Dialog den « freien Sinnfluss, der unter uns, durch uns hindurch und zwischen uns fliesst ». Im Gegensatz zu Diskussionen, Debatten oder Disputten, wo Meinungen gegenüber gestellt werden, hinterfragt der Dialog Wertvorstellungen, Annahmen und Denkmuster, um das alle Gruppenmitglieder Verbindende zu finden. 


Devotio 2017
Devotio
2017

Nora Bratschi
Kontakt: 

Praxismentoren: Cécile Hummel, Stefan Sulzer
Theoriementor: Andi Schoon


Religion ist der Umgang mit dem transzendenten Gott, der in einer übersinnlichen Wirklichkeit existiert und sich der sinnlichen Wahrnehmung entzieht. Das Überirdische vollzieht sich auf einer abstrakten und unfassbaren Ebene. Religion wird aber erst durch die sinnliche Darstellung erfahrbar. Die Manifestation des Übernatürlichen im Materiellen deckt die Sehnsucht sich dem Glauben auch materiell und visuell zu versichern. Sonst verliert sich das religiöse Gefühl in Unbestimmtheit. Wenn sich das Heilige in einem Gegenstand offenbart, bleibt dieser er selbst und wird gleichzeitig in eine andere Wahrnehmungsebene transferiert. Er wird das Unfassbare an sich. Ist diese heilige Aura nun eine Eigenschaft des Objektes oder wird sie im Auge des Betrachters gebildet? Der Wandel von Wahrnehmung findet nicht nur in der Religion, sondern auch im Kunstkontext statt. In beiden Fällen wird eine gewisse Ehrfurcht oder ein Andachtsmoment erzeugt. Die Kunst ist seit jeher Bestandteil des religiösen Kults und wird selbst Gegenstand religiöser Verehrung. Wie die Religion bietet auch die Kunst den Menschen mögliche Wahrheiten und Alternativen. Der Akt der Kunst gleicht einem religiösen Ritual. Beides sind Handlungen, die Körper und Geist vereinen und ein anderes Bewusstsein generieren.


Double 2017
Double
2017

Nicolas Wirth

Mentorin Praxis: Andrea Wolfensberger
Mentorin Theorie: Katrin Weilenmann

12 Malereien, Öl/Gouache auf Leinwand, diverse Formate
Nussbaum-Anrichte, 100 x 220 x 40 cm
Gerahmtes Filmstill, 18 x 30 cm

Die Arbeit setzt sich malerisch und installativ mit meiner verstorbenen Grossmutter auseinander. Um mich vom allzu intimen Thema abzugrenzen, wähle ich ein Double für meine Grossmutter. Anstelle von Fotografien meiner Grossmutter nutze ich Filmmaterial der Schauspielerin Elizabeth Taylor aus «The Sandpiper» für die malerische Annäherung. Elizabeth Taylor sowie ihre Figur im Film weisen Parallelen zum Leben meiner Grossmutter Mitte der 1960er-Jahre auf.
Installativ fliesst der Ort, an dem die Malereien entstehen, das Haus meiner Grossmutter, in die Arbeit mit ein. Ein Objekt des Ortes, an dem meine Grossmutter ihr ganzes Leben verbracht hat, wird als Artefakt, als Body-Double, zusammen mit den Malereien präsentiert.
Der praktische Teil wird begleitet von einer kunstgeschichtlichen Arbeit. Sie setzt sich mit dem Filmbild in der Malerei auseinander. Anhand dreier Positionen – Andy Warhol, 1960er-Jahre; Kathe Burkhart, 1980er-Jahre; Judith Eisler, 2010er-Jahre – wird untersucht, wie Filmbilder, am Beispiel von Elizabeth Taylor, malerisch umgesetzt werden können. Es wird die These aufgestellt, dass die Einzelperson Taylor in den drei Oeuvres zur Projektionsfläche für ganz unterschiedliche Themen wird.


Echo 2017
Echo
2017

Mara Schenk und Sofie Hänni
Kontakt Mara: mara.schenk@gmail.com 
Kontakt Sofie: 


Praxismentorierende: Rita de Nigris, Christoph Stähli Weisbrod, Ursula Jakob
Theoriementorin: Dr. des. Yvonne Schweizer

2.80 m x 1.40 m 50
Keramikteller Kobalt-Salzlösung auf Langenthaler-Rohlingen


Essen als repetitiver Moment in unserem Alltag steht neben der Nahrungsaufnahme in Zusammenhang mit weiteren wichtigen Bedürfnissen wie Dialog, sozialem Austausch, Kreativität und Erinnerung. Was bleibt übrig? Welches Bild würde dieser Akt zeichnen? Die Arbeit Echo basiert auf der Grundidee der Fixierung dieses flüchtigen, sich jeden Tag in Variationen wiederholenden Moments. Industriell gefertigte Langenthaler-Teller wurden im Rohzustand begessen. Der Essensakt setzte sich als Rest ab und bildete farbabweisende und farbsaugende Stellen, die durch eine Salzlösung in ein bildgebendes Verfahren umgewandelt wurden. Die Essensmomente zeichneten individuelle Spuren auf ihre genormten Träger. In der Transformation liegt die Ambivalenz, dass das eigentliche Material zerstört wurde und sich das Bild in der Leerstelle manifestiert. Es wird zum Zeugen sämtlicher vorhergehender Materialien, Prozesse und Momente. Sie haben sich in ihm abgelagert.


Eine virtuelle Ausstellung 2017
Eine virtuelle Ausstellung
2017

Anja Dietrich und Janick Sommer
Minor Medienbasierte Vermittlung

Anja: 
Janick:

Mentorat: Moritz Keller (HyperWerk / Virtual Valley), Alexa Kusber (MuDA), Carol Baumgartner (Photoforum Pasquart)

Jedes künstlerische und vermittlerische Medium muss erlernt, die Nutzungsmöglichkeiten dadurch erkannt und angeeignet werden. So ist das Ziel der künstlerisch-vermittlerischen Minor-Arbeit Erweiterte Bildwelten, einen persönlichen und kreativen Zugang zu den uns vorher noch unbekannten Techniken und Methoden innerhalb der Virtual Reality (VR) zu schaffen. Im Rahmen der Arbeit wurden unterschiedliche VR-Kreativitäts-Tools (Tilt Brush, Medium, Unreal Engine 4) erforscht und genutzt. Daraus resultiert eine virtuelle Ausstellung, welche mit vier real existierenden Malereien von Janick Sommer in einer klassischen Ausstellungssituation, dem Withe Cube, startet. Hinter jeder Malerei befindet sich ein, in Unreal gestalteter und mit Tilt Brush oder Medium ergänzter, virtuell begehbarer Raum, der auf das Werk reagiert und es weiterführt. Die eigenen Interpretationen der Malereien werden dem/der BetrachterIn genommen, indem Janick und Anja sie in der erweiterten Bilddimension selber erschaffen; die Malereien werden virtuell erweitert. Jeder der vier Räume spricht dazu jeweils ein, die Kunstvermittlung betreffendes Themenfeld an und wirft Fragen dazu auf.

Wie sind diese neuartigen Tools zukünftig für die zeitgenössische Kunst und Kunstvermittlung einsetzbar? Was sind deren Bedeutung und Position in der jüngsten Kunstgeschichte und was sind die Auswirkungen für künstlerische Entwicklungen? Gibt es neue kuratorische Strategien? So nehmen wir im Rahmen unserer Arbeit einerseits die Rolle des/der KünstlerIn, sowie des/der KunstvermittlerIn, als auch der Forschenden ein. 

Durch die intensive Beschäftigung mit VR und einer erkenntnisbasierten Arbeitsstrategie haben wir uns Gedanken zur Verwendung von VR in Lehrinstitutionen und Museen, Ausstellungräumen und Kulturinstitutionen gemacht. Diese Erkenntnisse wurden in einem Leitfaden festgehalten. Die konzipierte, virtuelle Ausstellung ist ein Vorschlag, wie ein rein virtuelles Ausstellungskonzept aussehen könnte und wo und wie diese potenziell unendlich grosse Ausstellungsfläche in Kunst, Kunstvermittlung und Kunstpädagogik eingesetzt werden könnte. Die Ausstellung, sowie die einzelnen Elemente und Räume behalten stets ihren Experimentcharakter.


ES® 2017
ES®
2017

Alexandra Uehlinger  
Praxis Mentorin: Theres Roth-Hunkeler
Theorie Mentor: Thomas Strässle
 
Medium: Push-Mitteilungen

ES® ist ein fiktives Gerät der nahen Zukunft. Es kommuniziert via App mit dem Besitzenden und schickt je nach Messung passende Ratschläge, Informationen, Optimierungsvorschläge und Befehle.

Die Arbeit baut auf einer intensiven Recherche zu den gesellschaftlichen Phänomenen der Selbsthilfeliteratur, Selbstvermessung und Selbstoptimierung auf. Entstanden ist eine Textarbeit mit mehreren Protagonisten.

Kontakt: E-Mail
Download App: goodbarber.espro


Euphorbia pulcherrima 2017
Euphorbia pulcherrima
2017

Nadja Kuenzli

Theorie Mentorin: Esther Jungo
Praxis Mentorin: Andrea Wolfensberger 

Installation mit Pflanzen (Euphorbia pulcherrima) und einer Zeichnung (Bleistift auf Papier), Grösse variabel.

Basierend auf den umfassenden Erkenntnissen über die Pflanze Weihnachtsstern und deren exemplarische Stellvertreterrolle in der Diskussion über das Verhältnis zwischen Mensch und Natur entsteht eine Installation im vermittelnden Kontext. Im Zentrum steht dabei die Kritik an der Züchtung von einem pompösen, kräftigen Strauch aus den tropischen und trockenen Wäldern Mexikos hin zu einem dekorativen, nicht lebensfähigen Krüppel für beheizte Wohnzimmer unserer westlichen Welt, involviert und gesteuert durch kapitalistische Marketingstrategien. 
Die Installation zeigt auf, wie die Pflanze zum Konsumobjekt mutiert ist und jährlich, gleich nach Weihnachten Tausende davon entsorgt werden, egal in welchem Zustand sie sich befinden. An ihre natürliche, kräftige Form erinnern nur noch zärtliche Annäherungen mit Bleistift. 

Der Betrachter wird dazu angehalten, ein vermeintlich wohlbekanntes Konsumgut, das sich als Tradition im wahrsten Sinne des Wortes verkauft, zu reflektieren als auch seinen Umgang mit der Natur und sein dazu in Zusammenhang stehendes Konsumverhalten zu überdenken. 

Kontakt: E-MailWebsite
Dokumentation PDF


Füllen 2017
Füllen
2017

Elisa Schiltknecht und Barla Pelican


Ein Experiment.


Wir öffnen einen Raum für alle - alle die Lust haben kreativ aktiv zu sein. Was wird sich ergeben? Wo gibt es Grenzen? Entstehen Konflikte? Farben und Pinsel stellen wir zur Verfügung. Es kommen Menschen von verschiedenen Tätigkeiten und Altersstufen, mit verschiedenen Interessen, Fähigkeiten und kulturellen Kapitalen. Die Wände werden immer voller. Berührungspunkte werden unumgänglich. Ein interessanter Akt entsteht. Wie wirken die Beteiligten aufeinander ein? Wie kann man etwas Vorhandenes weiterführen, ohne es zu rekonstruieren? Entsteht durch Eingreifen eine Abwertung oder eine Aufwertung des bereits Vorhandenen? Eine Interaktion von Selbstüberwindung und Kompromissen entsteht. Wunderbare Momente und ein Gemeinschaftswerk sind Resultat dieses Wagnisses. Wir selbst haben aus diesem Projekt wertvolle Erkenntnisse gezogen und viele Fragen bleiben noch zu beantworten. Wie definiert sich unsere Rolle in diesem Projekt? Was sind unsere ästhetischen Ansprüche? Ist es überhaupt legitim, in diesem Rahmen ästhetische Ansprüche zu haben? Wie und wann greifen wir selbst künstlerisch ein? Uns ging es bei diesem Projekt nicht um eine komplett bemalte Wand, sondern um eine Aktion und den Austausch mit den Mitwirkenden. 


Link zur Cabane B


Ganz privat in aller Öffentlichkeit – Momente der Versunkenheit 2017
Ganz privat in aller Öffentlichkeit – Momente der Versunkenheit
2017

Nermina Serifovic
Kontakt: 

Praxismentorinnen: Esther van der Bie und Cécile Hummel
Theoriementorin: Maren Polte



Die Fotoserie repräsentiert die Bar im Allgemeinen, in ihrem gesamten Gefüge als Ort der Begegnung und der vordefinierten Entspannung, in der die Zeit keine bedeutende Rolle mehr spielt. 

Im Fokus der Aufnahmen steht der Mensch. Die Fotografien zeigen die Besucher der Bar in ihrem natürlichen Verhalten und in einem unbeobachteten Zustand der Versunkenheit, der das private Moment im öffentlichen Raum darstellt. Es entsteht eine intime Stimmung, die einen Gegensatz zum öffentlichen Raum bildet. Das komplexe Verhältnis zwischen dem Innen- und Aussengeschehen, zwischen privaten und öffentlichen sowie anonymen und intimen Augenblicken charakterisiert die Bar und begründet mein besonderes Interesse an der Bar.

 

Die Fotografien wurden mit einer digitalen Spiegelreflexkamera aufgenommen. Das Endprodukt besteht aus 11 Digitaldrucken von 42 x 62 cm Grösse, die auf weissen Leichtschaumstoffplatten aufgezogen wurden. Die Fotografien sind in einer freien Anordnung ausgestellt. Dies soll die Vernetzung im Barraum und die heterogene Verteilung der Menschen in der Bar widerspiegeln.


GET INVOLVED 2017
GET INVOLVED
2017

Atelier Rohling, Kulturzentrum Progr, Zimmer 109

Eva Rekade

Mentorat: Karoline Schreiber und Diego Roveroni

Das Atelier Rohling ist ein Künstlerkollektiv von behinderten und nichtbehinderten Künstlerinnen und Künstlern. Es wurde 2012 von Sophie Brunner gegründet und ist noch ein junges, sich ständig weiter entwickelndes Konstrukt. 
Im Rahmen meiner Masterthesis verlagerte ich mein künstlerisches Schaffen in die Räumlichkeiten und Strukturen des Atelier Rohling – und zwar nicht in der Rolle der Kunstvermittlerin sondern derjenigen der Kunstschaffenden. Ich habe mich auf Rohling ein­gelassen um so den Eigenschaften, Qualitäten und auch Schwierigkeiten dieses Künstlerkollektivs auf die Spur zu kommen.
Meine Erfahrungen habe ich schriftlich und zeichnerisch dokumentiert. 

Das entstandene Buch lässt die Lesenden teilhaben an den Gedanken und Fragen, die mich im Laufe dieser Erfahrung beschäftigten. Es erzählt von der teilweise widersprüchlichen Realität der «Outsider-Künstlerinnen und Künstler». GET INVOLVED ist aber auch ein Portrait des Künstlerkollektivs und bietet Einblick in das Schaffen der einzelnen Künstlerinnen und Künstler. 

In der theoretischen  Arbeit konnte ich mich vertieft mit Fragen, die sich mir im Laufe dieser  Erfahrung stellten, auseinandersetzen. Was bedeutet Inklusion generell und was bedeutet sie für ein Künstlerkollektiv? In welchem Verhältnis steht der Begriff zur Kunst und zur Kunstgeschichte? Ist nicht jede Form der Unterstützung von Künstlerinnen und Künstler mit Behinderung auch eine Bevormundung oder ein Eingriff in deren Werk?

Kontakt: E-Mail, Web
http://neu.rohling209.org

Bilder (Fotografie: Nicole Hametner)
Bild 1: Cover (Schrift: Clemens Wild)
Bild 2: Seiten 10,11 (Text: Eva Rekade, Zeichnung: Clemens Wild)
Bild 3: Seiten 22,23 (Text und Zeichnung: Eva Rekade)
Bild 4: Seiten 34,35 (Skulptur: Heinz Lauener)
Bild 5: Seiten 44, 45 (Zeichnung: Marco Glauser)


Im Wald 2017
Im Wald
2017

Luca Egger
Kontakt: 

Mentorat: Karoline Schreiber

Technik: Schwarzer Kugelschreiber auf Papier

Unentdeckte Orte stellen in der heutigen Zeit eher eine Seltenheit dar. Die Entdeckung eines solchen Ortes bildet die Grundlage für diese zeichnerische Arbeit, wobei die Erfahrung des Vor-Ort-Zeichnens zum Konzept gehört. Die Zeichnungen des alten Steinbruchs im Ostermundiger-Wald sollen die Stimmungen und Eindrücke des Erlebten darstellen und interpretieren. Durch den feinen Strich des Kugelschreibers entsteht eine organische Struktur, die teilweise aus der Imagination stammt und die Wirklichkeit erweitert. Gleichzeitig soll durch gezielt eingesetzten Leerraum Platz für die Vorstellung des Betrachters entstehen. Durch den vom Menschen bearbeiteten Stein und den natürlichen Pflanzenformen entsteht ein starker Kontrast, der durch die zeichnerische Textur jedoch zu verwischen scheint.


Inside Observer 2017
Inside Observer
2017

Philipp Studer
Kontakt: 

Praxismentorat: Anna-Lydia Florin und Stefan Sulzer

Theoriementorat: Dr. Florian Werner

Videoinstallation (2 Videos auf Stellwände projiziert)

Dauer: 8.57 Minuten und 8.36 Minuten

Die Beziehungen zwischen Mensch und Tier sind heute so vielfältig wie unterschiedlich. Wir errichten Zäune, um die Tiere vor unbedachten Handlungen von Menschen zu schützen oder auch, um unbedachte Menschen vor Tieren abzuschirmen. Im Zoo werden Zäune und Glasscheiben zu Leerräumen zwischen Mensch und Tier. Zu Zwischenräumen, die Distanz ermöglichen. Wir beobachten Zootiere. Und wenn sie für uns auch keinen weiteren Nutzen haben, so dienen sie doch der Unterhaltung, dem Spektakel. Drehen wir diese Perspektive aber einmal um. Beobachten wir die Beobachtenden. Was unterscheidet nun den Besuch eines Zoos vom Anschauen eines Dokumentarfilms über Tiere in der Serengeti? Wir betrachten die Tiere, erwarten uns aber eine gewisse Interaktion, dem Distanzhalter Gehege zum Trotz. Blicken die Tiere nicht zurück, versuchen wir oft die Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen. Werden wir dadurch aber vom unbeteiligten, passiven Betrachter zum aktiven Besucher? Quasi zu einem Gegenüber des Tieres?

Um die Beobachtungen zu machen, wurde die Filmkamera in den Zoos so positioniert, dass für die anderen Besucher nicht ersichtlich war, was oder wer  genau im Bild war. Es wurde nach Plätzen gesucht, an denen die Kamera vordergründig auf die im Gehege befindlichen Tiere gerichtet werden konnte, heimlich aber die Menschen auf der anderen Seite der Zäune oder Glasscheiben gefilmt wurden. Aus den Aufnahmen entstanden zwei Videos, die auf zwei Stellwände projiziert werden. Die Videos sollen sich ergänzen und das eine Bild auf das andere reagieren. Dadurch, dass beide Videos nicht gleich lange dauern und die Clips in Loops abgespielt werden, verschieben sich die anfangs  gesteuerten Bildkombinationen aleatorisch.


Kleinlützel revisited 2017
Kleinlützel revisited
2017

Eva Allemann
Kontakt:

Minor Forschung


Mentorinnen: 

Cécile Hummel und Annika Hossain


Ein Dorf aus den multiperspektivischen Ansichten seiner Bewohner

Das künstlerische Forschungsprojekt macht das Dorf Kleinlützel zum Gegenstand der Recherche. Mich fasziniert fast Vergessenes: übersehene Orte, ein verschwundener Flurname, das zugeschüttete «Dych», vergangenes Gewerbe und Netzwerke. Wie hat sich der Dorfkern in den letzten 80 Jahren verändert? Und wie kann diese Entwicklung anhand von alltäglichen Lebensgeschichten beschrieben werden?
Das Forschungsprojekt ist ein Versuch, die Vergangenheit des Dorfes durch subjektive Wahrnehmungen aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen und zu rekonstruieren.


konstellation #5 Die Ordnung der Brote oder Was kann ich wissen? 2017
konstellation #5 Die Ordnung der Brote oder Was kann ich wissen?
2017

Maria Nur Beglerbegovic
Kontakt: 

Praxismentorin: Daniela Keiser, Tine Melzer
Theoriementorin: Maren Polte

„Die Brote in der Auslage sind paarweise angeordnet, die Hausbesitzer haben ihre Hecken in Apfel- und Birnenform geschnitten und einer Schaufensterpuppe ist die Perücke vom Kopf gefallen.

Sammeln ist eine Tätigkeit für Liebhaber und der Versuch, nichts zu verlieren. Meine Handyfotos halten Momente fest und bringen Ordnung in die Welt und in die Dinge, die mich umgeben. Sie sind Erinnerungen, Erscheinungen, wunderliche Begegnungen und kuriose Schätze. Was auf dem Bild ist, ist auch auf der Welt: nebenbei Gemachtes, eine schnelle Antwort oder eine sorgfältig durchdachte Anordnung. 

Nichts davon gehört mir, alles war schon da.“ 

Die praktische Bachelorarbeit konstellation #5 besteht aus zwei Teilen:

Zum einen aus einer Anordnung von sechs Fotografien aus meiner Handyfotosammlung, die auf MDF-Platten aufgezogen und so installiert wurden, dass sie meinen Standpunkt als Bild-Sammlerin und den Standpunkt des Betrachters vom Bild im Raum verbinden. 

Zum anderen liegen in der Vitrine vier Handyfotobücher, die als Notiz- und Tagebuch verstanden werden können. Obendrauf liegt „Die Ordnung der Brote“, ein Buch, welches für diese Präsentation zusammengestellt wurde und eine Auswahl aller bisherigen Bilder beinhaltet. 

Die einleitenden Worte des Buches sind hier zu Beginn wiedergegeben.


Kunst in der Praxis 2017
Kunst in der Praxis
2017

Anicia Gerber

Praxismentorin: Karoline Schreiber
Theoriementorin: Judith Bühling 

Technik: Öl auf MDF Holz
Grösse: 21,5 x 27,5 cm
Serie bestehend aus 8 Bildern

«Kunst in der Praxis» untersucht die Hausarztpraxis als halböffentlichen Raum und den Umgang mit Kunst innerhalb dieser. Durch bewusstes Aufräumen der Bildvorlagen in der Malerei wird meine forschende Bestandsaufnahme visualisiert. Es wird gezeigt, welche Rolle Bilder und insbesondere deren Auswahl im Alltag spielen. Diese Übersetzung in die fgurative Malerei macht kuratorische Gesten von Laien ebenso sichtbar wie ein verbreitetes Kunstverständnis. Das Thema Bild wird in einer unkonventionellen Weise behandelt und vermittelt.

Kontakt: E-Mail


Landshades 2017
Landshades
2017

Annette Brand
Email: 


Mentorin: Patricia Schneider

Technik: Siebdruck auf Papier 

Format: 780 x 565 mm 


In Landshades werden die subjektiven Aspekte der Landschaft untersucht. Die Auseinandersetzung erfolgt dabei einerseits über das direkte Erleben und Bereisen des Schweizer Aplenraumes, sowie über das Aufgreifen der bestehenden Landeskarten als subjektive und abstrahierte Aufzeichnungen. Die Karten sind so bearbeitet, dass sich die vorhandenen Strukturen mit frei hinzugefügten Linien und Flächen überlagern. Skizzen, übergrosse Hautabdrücke, Linien, die einmal das Profil eines Panoramas, ein andermal die Struktur von Felsen und Steinen wiedergeben, greifen ineinander und führen die Farb- und Formsprache der Karten weiter. Schatten von Menschen sind bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Sämtliche Relationen werden aufgehoben und es gelten keine Massstäbe mehr. Berglandschaften sind herausfordernd: Macht und Ohnmacht, Faszination und Schrecken können sehr schnell ineinander übergehen. In Landshades gehen die Karten als Expeditionsgrundlage bis zur Befragung des eigenen Verhältnisses zu einem bestimmten Gebiet. Inwiefern bedingen sich Erinnerung und Gegenwart, Realität und Fiktion gegenseitig? Was machen Menschen in der Landschaft und was macht die Landschaft mit den Menschen?


LEITSYSTEME 2017
LEITSYSTEME
2017

Mira Buck
Kontakt:


Eine experimentelle Raumuntersuchung

Mentorate: Iver Ohm und Daniela Keiser

In dieser Arbeit habe ich durch lineare Zeichnungen die Strukturen im öffentlichen Raum nachgezeichnet, um diese durch eine Abstraktion wahrzunehmen und dadurch die Raumgestaltungen isoliert zu betrachten. LEITSYSTEME ist eine Momentaufnahme meiner Überlegungen zu Fragen der Gestaltung von öffentlichem Raum und die Wechselwirkungen mit den Menschen die sich darin bewegen. Ich habe einen Film präsentiert, bei dem ich im Bild eine Abfolge der Zeichnungen zeige und die Tonebene ein Gespräch ist, die meine Überlegungen zur Raumgestaltung in einem Dialog verdichten.


Nur weil ich schwarz bin 2017
Nur weil ich schwarz bin
2017

Thushany Iyampillai
Kontakt: 

Praxismentorin: Cécile Hummel
Theoriementorin: Priska Gisler

6:25, 6:44, Video Loops, zwei 32 Zoll Monitore sechs Publikationen, Bildersammlung, unterschiedliche Grössen  


Als meine Kollegin und ich im Bus eine Kleinigkeit assen, beschimpfte uns eine ältere Dame, dass solch respektloses Verhalten bei schwarzen Leuten normal sei. Mir war schon immer bewusst, dass Menschen Vorurteile gegenüber Dunkelhäutigen haben, aber bis zu diesem Zeitpunkt war ich noch nie direkt damit konfrontiert worden oder hatte die bisher an mich gerichteten Aussagen nie als Vorurteil wahrgenommen. Aber seit diesem Ereignis hatte ich plötzlich das Gefühl Wahnvorstellungen zu haben, jeder Blick, der mir zugeworfen wurde, schien damit zu tun zu haben, dass ich dunkelhäutig bin. Jedes Getuschel und Kichern um mich herum war, weil ich dunkelhäutig bin. In meiner Arbeit «Nur weil ich schwarz bin» werden die Vorurteile, mit denen sich dunkelhäutige Menschen täglich auseinandersetzen, thematisiert. Zwei Diashows mit gesammelten Bildern aus dem Alltag zeigen die Sichtweise des Vorurteilhabers. Im Zentrum der theoretischen Arbeit steht die Analyse der Fokusgruppengespräche, die ich mit sechs Jugendlichen aus Somalia, Eritrea und Äthiopien im Alter von 17 und 18 Jahren durchführte, um aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen zu erkunden, welche Vorurteile sie in ihrem Alltag erleben.


permanent siegen 2017
permanent siegen
2017

Tina Z'Rotz



75 X 45 X 25 Gips, Farbe, Birnbaum. Besteht aus zwei skulpturalen Elementen und einem Holzgestell.

Mentorat: Aldo Mozzini


Bäume begleiten mich seit meiner frühen Kindheit, sie nähren meine Phantasie, lassen mich verweilen und innehalten. Sie haben in ‚permanent siegen’ die Form von fragmentarischen Wesen angenommen. Sanft geschwungen, zum Teil in sich verkeilt oder sich gegenseitig zärtlich sorgsam haltend - der Natur entlehnt ruhen die zwei Objekte in sich.


post city 2017
post city
2017

Agathe Mauron

Ohne Titel, 2016, Digitalfotografie, Inkjet auf Foto-Papier, 160 x 118 cm 
Mentorat: Andi Schoon

Die zeitgenössische Architektur Rio de Janeiros dient als Experimentierfeld für futuristische Sphären und Visionen globaler Küstenstädte. Im Fokus stehen Solarenergie, Klimaerwärmung, Cityscape, City-Aesthetik, Lifestyle und digitale Vernetzungen. 

Kontakt: E-Mail


Spielraum 2017
Spielraum
2017

Dominique Nadiya Liniger 

Praxismentorin: Karoline Schreiber
Theoriementorin: Patricia Schneider

Schwarze Tusche mit Pinsel auf Papier gezeichnet, 9 Bilder (70cm x 100cm)    

Das Zeichnen mit Tusche und Feder begleitet mich seit über einem Jahrzehnt. Es ist eine sehr persönliche Ausdrucksweise zwischen Verdichtung, Wiederholung und Ornament, welche sich in unzähligen Skizzenbücher wiederfindet. 
In einem Selbstversuch erkunde ich die idealen Bedingungen, unter welchen sich mein zeichnerisches Potential am besten entfaltet. Welchen Raum brauche ich, um zu zeichnen?
Es sollte ein geschützter Raum sein, in dem nicht geurteilt wird – einer, in dem ich suchen, scheitern, spielen und mäandrieren kann. 
Dort verlasse ich das Kleinteilige und Introvertierte meiner Buchzeichnungen und finde zu einer neuen Bildsprache. Die grosszügigen Pinsellinien fordern den ganzen Körper, mehr Platz, Geschwindigkeit und Kraft.
Diese Beobachtungen begleiten meine theoretische Auseinandersetzung, in welcher ich untersuche, warum wir den Gestaltungsunterricht nicht als Möglichkeit sehen, den Kindern und Jugendlichen Raum zu geben, ihnen mehr Platz zu lassen um eigene Ausdrucksform zu finden und eigenen Interessen nachzugehen. Hier verbirgt sich viel Potential, nicht nur auf der Gestaltungsebene, sondern auch im Hinblick auf die Entwicklung der Lernenden.

Kontakt: E-Mail, Web





Strassenpoesie 2017
Strassenpoesie
2017

Elia Huber
Kontakt: elijah.hubba@gmail.com

Mentorat Praxis: Andrea Wolfensberger, Esther Maria Jungo Mentorat 
Theorie: Esther Maria Jungo


Technik: Video Installation, 3 Video Loops (Dauer: 10.09 min, 18.31 min, 14.17 min)


Strassenpoesie ist eine Installation, die sich mit dem Trieb des Unterwegsseins befasst. Als Ausgangspunk diente die Suche, nach der Essenz, dem Konzentrat meiner persönlichen Art, unterwegs zu sein. Dabei wurde die kollektive Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nicht miteinbezogen. Die Pfade, die Wege und die Strassen die wir heute gehen, wurden schon gegangen und werden noch weiterhin begangen. Selten passiert es, dass ein neuer Weg entsteht. Meist gelten Wege, für ein einzelnes Individuum als neu und unerkundet. Für die kollektive Erinnerung sind diese jedoch schon alt und bekannt. Jeder geht sein Weg, bestehend aus unendlichen Kombinationen, von erkundeten und etablierten Wegen. So wie sich die Videoloops immer zu Neuem kombinieren und überlagern.


TABLE RONDE 2017
TABLE RONDE
2017

Sarah Glaisen
Kontakt: 


Installation avec son et projection vidéo Tissu, tables basses, plateau en bois, moteur, roulettes, spiner, micros, enceintes, carte son, amplificateurs, ventilateurs, caméra vidéo, trépied, vidéo projecteur, dedolights.

Mentor: Esther Maria Jungo

Remerciements à : Laurent Dechanez, Joëlle Glaisen, Marc Glaisen, Nicole Haefliger, Nicolas Python.


Placée au centre de l’espace, une haute table ronde recouverte d’une longue nappe blanche touchant le sol tourne sur elle-même dans un mouvement circulaire continu. Le drapé formé par la nappe blanche se meut inlassablement, balayant le sol de façon subtile et aérienne. Ce mouvement circulaire se poursuit sur l’un des murs de l’espace tel un dédoublement de la table ronde. Ces deux réalités, l’une tangible et matérielle, la seconde immatérielle, sont enveloppées par un grondement sonore. TABLE RONDE fait référence au lieu et au réceptacle d’une possible médiation autour de laquelle se réunissent plusieurs personnes. Pourtant, le grondement sonore provenant de la table entrave toute écoute réciproque attentive. Le mouvement circulaire, le déploiement de la nappe blanche et la hauteur inhabituelle de la table ronde tiennent à distance les spectateurs qui voudraient s’en rapprocher.


Three Dangerous Bridges Ahead 2017
Three Dangerous Bridges Ahead
2017

Fabian Unternaehrer

Theoriementorin: Maren Polte
Praxismentor: Thomas Seelig

Technik: Öl auf MDF Holz
Grösse: 21,5 x 27,5 cm
Serie bestehend aus 8 Bildern

Eine Fotografie ist das Sichtbarmachen einer Idee, eines Gedankens oder einer Emotion. Eine Fotografie kann eine Aussage über verschiedene Sprachgrenzen hinaus transportieren. Die fotografischen Aussagen wiederum können, wie Haupt- und Nebensätze in der Literatur, aneinandergefügt werden zu einem poetischen, mehrschichtigen Essay, in der Folge zu einem Buch. Im künstlerischen Fotobuch werden Fotografien somit nicht bloss lose aneinandergereiht, zu einem Katalog oder zu einem Portfolio, sondern diese werden zu einer neuen und eigenen, schlussendlich haptischen Gesamtaussage geordnet. Ein, spätestens ab diesem Zeitpunkt, künstlerisches Werk mit einem Spannungsbogen, einer Einleitung, einem Mittelteil sowie einem Abschluss. Triviale, wenn auch technisch brisante Abbilder werden dabei weggelassen, überwunden oder als visuelle Satzzeichen verwendet, um die Sinnbilder und damit Metaphern in den Vordergrund zu stellen, diese zu einer schlüssigen Kette zu verweben.

Während sich der theoretische Teil dieser Masterthesis auf das Fotokunstbuch und dessen Relevanz bezieht, zielt der praktische Teil darauf ab, die neu gewonnen Erkenntnisse umzusetzen.

Kontakt: Website
Feature 


tightrope (Zeichnung) 2017
tightrope (Zeichnung)
2017

Kathrin Zurschmitten
Videoinstallation mit Minibeamer, Loop 

Praxismentorin: Daniela Keiser, Karoline Schreiber Theoriementor: Francesco Micieli 
Masterarbeit im Studiengang Art Education 

Linien sammeln, Linien suchen, Linien denken, Linien fühlen, Linien ziehen. Linien beobachten und befragen, was sie zu sagen haben. 
In einer unaufgeregten und breit angelegten Suche, die über Umwege führte wurde Zeichnung im Alltag und das Phänomen der Linie erkundet. Dabei entstand eine umfassende Sammlung an experimentellen Zeichnungen und Textfragmenten. 
In einer Videoinstallation wurde schliesslich der Frage nachgegangen, wie weit der zeichnerische Akt reduziert werden kann: die reine Bewegung des Balancierens macht eine imaginierte Linie sichtbar. Das Zeichnen, wird hier zum sprichwörtlichen Balanceakt und zum ephemeren Konzept, das sich nicht nur auf Papier, sondern auch in Zeit und Raum äussern kann. 
In der Wechselwirkung zwischen Realität und unwirklichem Raum steht das Zeichnen als Eingang in einen wundersamen Ort. 

Kontakt: E-Mail
Thesis als PDF


We, the Art Workers or: how to start a microrevolution? 6.—9. Juni 2017 2017
We, the Art Workers or: how to start a microrevolution? 6.—9. Juni 2017
2017



Konzept und Organisation: 
Gila Kolb, Carina Herring, Helena Schmidt


Vom 6. bis 9. Juni 2017 findet an der HKB Bern das Netzwerkmodul für Studierende der Masterstudiengänge Art Education statt. Intention der Veranstaltung ist es, sich hochschulübergreifend zu vernetzen und sich über aktuelle Fragen und Bedingungen der Kunstvermittlung auszutauschen. Dazu gehören Theorie und Praxis, Formate und Inhalte genauso wie aktuelle Arbeitsbedingungen von Kunstvermittler_innen. 2017 lautet das Thema der Netzwerkwoche: „We, the Art Workers or: how to start a microrevolution?”.

 

Der Titel ist gleichermaßen Frage und Statement: Inwieweit hat sich im Feld der Kunstvermittlung der von verschiedenen Stellen geforderte Paradigmenwechsel von der Reproduktion zur Produktion von Wissen niedergeschlagen? Ist Kunstvermittlung Arbeit? Wer sind „wir“, welche Strategien verfolgen „wir“, und wie können „wir“ uns organisieren? Was meint eigentlich: Kunstvermttlung? Welchen Bedingungen unterliegt sie? Wessen Kunstvermittlung ist es? Was wird wem vermittelt? Welche Ziele werden und wurden von VermittlerInnen und von Institutionen verfolgt und warum?

 

Vor diesem Hintergrund eröffnet die diesjährige Netzwerkwoche einen Dialog, um die Potenziale der Kunstvermittlung für die Unterrichtspraxis an Schule und Museum herauszuarbeiten. Unterschiedliche Formate, um diese Fragen multiperspektivisch zu bearbeiten, werden vorgeschlagen und erprobt: Am Dienstag beginnt das Netzwerkmodul mit vier Workshopgruppen (Helena Björk, Danja Erni & Jun.-Prof. Dr. Nanna Lüth, Dr. Annika Hossain, Konstanze Schütze). The Art Educator’s Talk LIVE am Dienstag Abend (eröffnet ein Forum, um grundlegende Fragestellungen der Kunstvermittlung miteinander zu diskutieren. Diese Diskussionen werden am Mittwochnachmittag beim Art Educator’s Tea fortgesetzt, der Raum für selbstorganisierten Austausch bietet. Am Mittwochabend vertieft der Vortrag des Forschungsmittwochs von Prof. Dr. María Acaso die Diskussion, unter anderem mit der Figur der „microrevolutions“, die KunstvermittlerInnen in ihrem täglichen Handeln produzieren können. Nach einem Workshoptag am Donnerstag führt der Freitag die unterschiedlichen Perspektiven in einer Manifesto Session zusammen.


Wie bunt ist der Regenbogen? 2017
Wie bunt ist der Regenbogen?
2017

Rebecca Noser 
Kontakt: 


Minor Forschung


Mentorat:

Annika Hossain, Stephan Hartmann, Christopher Ritter

Zum Problem der Rot-Grün-Sehschwäche bei der Betrachtung von Malerei

Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde nach einer Möglichkeit gesucht, Personen mit einer Rot-Grün-Sehschwäche beim Unterscheiden von einzelnen Farben in der Betrachtung von Malerei zu unterstützen. Dabei wurde von der Annahme ausgegangen, dass Betroffene durch gezieltes Einsetzen des Nachbildeffekts Problemfarben satter und differenzierter wahrnehmen können. Probandinnen und Probanden wurden dazu aufgefordert, eine Online-Testung durchzuführen. Dabei wurden ihnen nacheinander 10 Malereien gezeigt. Durch das Betrachten einer Farbfläche über 1:30 Minuten wurde ein Nachbild generiert, woraufhin die Probandinnen und Probanden wieder die Malerei betrachten sollten. Das Nachbild legte sich wie eine Art natürlicher Farbfilter über die Malerei, wodurch bestimmte Farbtöne intensiviert werden und die Farbwahrnehmung differenter werden sollten. Im Rahmen der Forschungsarbeit sollte ausserdem abgeklärt werden, ob das Interesse der Betroffenen an Malerei geringer ist als jenes von Normalsichtigen und ob Bedarf an einer entsprechenden Vermittlung vorhanden ist. Mithilfe eines Online-Fragebogens wurden sowohl Personen mit Rot-Grün-Sehschwäche, als auch Normalsichtige über ihr Interesse an Malerei und Museen befragt, wodurch ein Vergleich zwischen den beiden Gruppen gezogen werden konnte. Um das Verhältnis der Betroffenen zur Malerei und ihren Bezug zu Museen individueller zu ergründen, wurden zudem Gespräche mit rot-grün-seh-schwachen Personen geführt, transkribiert und auf ebendiese Punkte hin untersucht. Bisherige Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Verbesserung der Farbwahrnehmung durch den Nachbildeffekt erreicht werden kann. Daher wurden bereits Farbbrillen angefertigt, um eine Anwendung des Effekts weiter zu optimieren und zu erforschen. Auch wenn viele der Betroffenen sich selbst nicht als kunstinteressiert beschrieben haben, wären die meisten einem Vermittlungsprogramm zugeneigt. In Anbetracht dessen, dass 8–9% aller Männer und 0.5–0-8% aller Frauen von einer Rot-Grün-Schwäche betroffen sind, wäre es spannend und sinnvoll, sich auch im Museum mit der Thematik zu befassen.


Wild·nis, die 2017
Wild·nis, die
2017

Anna-Lena Schroers

Praxismentor: Nicolas Vermot-Petit-Outhenin
Theoriementorin: Luzia Hürzeler 

«Wild·nis, die» beschäftigt sich mit der Frage, welche Vorstellungen von Natur und Kultur in Zoos widerspiegelt werden. Dabei rückt das Zeigen an sich ins Zentrum der Arbeit. Inszenierte Landschaften, befinden sich nicht nur in den Gehegen, sondern auch in den Besucherbereichen. Dazu gehören exotische Pflanzen, grosse Steinbrocken oder Zäune aus moosbewachsenen Ästen. 
Wie wird ein Bild von Natur und Wildnis generiert und wie wird dieses vermittelt? Zentraler Bestandteil der Arbeit sind fünf Gespräche. Mit einem Anthropologen über die Begriffe Natur und Kultur, mit einer Zoopädagogin über das Affenhaus im Zoo Basel, mit einem Bauleiter über das Wolfsgehege im Tierpark Dählhölzli, mit einer Tierpräpatarotin über Dioramen und mit dem Leiter Edukation über den Zoo Zürich im Allgemeinen.

Kontakt:E-Mail


17751 – 407 – 43 Bilder 2016
17751 – 407 – 43 Bilder
2016

Simone Hofmann
Fotografien, analog und digital
Digitalprints auf Papier


Theorie Mentorin: Ruth Kunz
Praxis Mentor: Matthias Gabi

Mein gesamter persönlicher Fotofundus war Ausgangslage dieser Master-Thesis. Das Suchen – ohne genau zu wissen, nach was – spielte als treibende Kraft, insbesondere zu Beginn, eine wichtige Rolle. Die insgesamt 17751 Bilder wurden gesichtet und geordnet, um anschliessend für eine künstlerische Arbeit fruchtbar gemacht zu werden. In einem mehrstufigen Prozess erfolgte schliesslich eine Auswahl von 407 Bildern, welche wiederum als Bilderpool für die finale Auswahl dienten und ergänzend zu den Fotografien an der Wand in einem Buch ebenfalls in der Ausstellung präsent waren. 
In meiner theoretischen Vertiefung habe ich mich mit dem Thema der Bildkombinatorik und des hyperimages auseinandergesetzt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse waren sehr wichtig für die letzte Phase der praktischen Arbeit – der Entwicklung des ausgestellten Bildgefüges «43 Bilder 1995–2015». Das präsentierte Gefüge kann als eine mögliche Selektion beziehungsweise Konstellation verstanden werden.

Theorie Dokumentation Master Thesis

Kontakt: E-Mail


20 – Drawings in a few acts 2016
20 – Drawings in a few acts
2016

Alexandrea Cottier

Mentorat: Cynthia Gavranic, Alena Nawrotzki, Andi Schoon
 

Im Rahmen der Ausstellung 20 - An Exhibition in Three Acts im Migros Museum sind Zeichnungshefte entstanden. Darin wurden die ausgestellten Werke in technischer Manier abgebildet und in fremde Situationen platziert. Die Besucher_innen konnten damit die einzelnen Seiten auf spielerische Weisezeichnend und schreibend ergänzen. Schlussendlich ist eine Sammlung solcher Hefte entstanden, in welchen die verschiedenen Rezeptionsansätze der Besucher_innen sichtbar wurden und im Verlauf der Ausstellung stets weiterbearbeitet werden konnten.

Kontakt: E-Mail


312.7m3 HKB 2016
312.7m3 HKB
2016

Lea-Nina Fischer 
312.7m3 HKB
Duft Nr. 64029.09 
Geosmine
Maceal

Cis-3 hexenyl
Salicylate

dpg; Dipropylenglycole 

Intervention Kamin
Nebelmaschine Heavy Fog Liquid 
2 min. mit Intervall 
Flatscreen 
SD - Video 2.24 min / loop 

Zusammenarbeit Andreas Wilhelm, Parfümeur.
Theorie Mentorat: Andi Schoon

Praxis Mentorat: Marta Kwiatkowski 

17.2m3 Bümpliz 
Sechs Kunstschaffende untersuchen 17.2m3 an vier Orten in Bümpliz und filtern diese zu einem kollektiven Duft-Konzentrat.
Ein olfaktorischer Perspektivenwechsel. 
Das Kunstprojekt untersucht unser Raumerleben. 
Schaffen Düfte neue Zugänge zu bekannten Orten? Wie verorten wir Duft? 
Während der Dauer des Stadtfestes Bern
(19. - 21. August 2016) können an drei Standorten
auf dem Festgelände unterschiedliche Interpretationen erlebt werden. 

Lea-Nina Fischer 
In Zusammenarbeit: Tamara Hauser, Selina Hofer, Salima Hänni, Stefanie Janssen, Esther Tellenbach und Andreas Wilhelm, Parfümeur.
Kuratiert von Marta Kwiatkowski. 

Kontakt: Mail


Briefmarken-Sammlung 2016
Briefmarken-Sammlung
2016

Rachel von Dach

Theorie Tutor: Andi Schoon
Praxis Mentorin: Tine Melzer

Technik: Collage, Cyanotypie

Kontakt: E-Mail

Verschickt werden in einer Mailart-Aktion Einsteckkarten mit zusammengestellten Briefmarken aus einer Kindheits- Sammlung. Deren Empfänger werden aufgefordert, eine von mehreren beigelegten Fragen in Briefmarkensprache zu beantworten. Der somit entstandene Satz wird als Antwort an den Absender zurückgeschickt und im 1/1 Format, im Rahmen einer Briefmarke, als Collage vereint. Jegliche Informationen zu ihren Herkunftsländern werden dabei verwischt und weggeschnitten. Neu aufgeladen tritt das Material unter einer gemeinsamen Identität auf, das Land Tandamien. Dieses Land, das keines ist, versucht sich durch Briefmarken, die keine mehr sind, zu legitimieren. 


carioca 2016
carioca
2016

Agathe Mauron
Mentorat: Andi Schoon

Es ist unmöglich, die Copacabana oder Rio de Janeiro mitsamt Einwohnern als Monumentalprojekt in einem Kunstraum unterzubringen. Möglich ist hingegen, eine Imagination des real Erlebten in künstlerisch abstrakter Form zu vermitteln. Die Stadt wird anhand einer Fotografiesequenz von monochromen Hausfassaden fragmentarisch dargestellt (Rauminstallation).

Ohne Titel, 2016, Digitalfotografie I/II, ink jet auf Foto-Papier, 1.10 x 0.80 m
Ohne Titel, 2016, Rauminstallation fotografische Sequenz, ink jet auf Foto-Papier

Kontakt: E-Mail


Chronicles of the Coast 2016
Chronicles of the Coast
2016

Sein Bouquin, Rachel von Dach

Mentorat: Stefan Sulzer, Dominique Lämmli
 

Chronicles of the Coast ist ein Workshop auf den Spuren der Chettiars, einer Händler­gemeinschaft aus Südindien. Der vierwöchige Workshop wird durch das Srishti Institut für Kunst, Design und Technologie veranstaltet. Das Projekt wird, im Rahmen eines Minor-Projektes im Master of Art Education an der Hochschule der Künste Bern, im Teamteaching mit Dozierenden der Srishti realisiert.

Gemeinsam mit Studierenden der Srishti erkunden und entdecken wir Räume der Chettiars in der Region Tamil Nadu. Durch Notizen, Zeichnungen, gesammelte Objekte und digitale Medien werden Situationen festgehalten und Erfahrungen sichtbar gemacht. Wir experimentieren mit verschiedenen Recherchemethoden und dokumentieren unsere Reise. Aus dem Angesammelten erarbeiten wir  ein künstlerisches Projekt.

Die Webseite www.chroniclesofthecoast.com versammelt Handlungsanweisungen zu Mapping und dokumentiert das Projekt Chronicles of the Coast.

Mehr zum Projekt

Plakat

Dokumentation

www.chroniclesofthecoast.com

Mitwirkende Institution: www.srishti.ac.in

Kontakt: E-Mail Selin E-Mail Rachel


Construction d'une médiation dialogique 2016
Construction d'une médiation dialogique
2016

Sarah Glaisen

Mentorin: Annika Hossain

Ort: Migros Museum für Gegenwartskunst

Ce projet de médiation repose sur la question de la relation entre un objet d’art et le «spectateur». Dans un contexte muséal, quel peut être le sens d’un objet d’art pour le «spectateur» ? Comment un objet d’art peut-il faire sens pour le «spectateur» ? Quel rôle donner au médiateur-trice afin qu’une relation personnelle, directe, ouverte et spontanée puisse s’effectuer entre un objet d’art et le «spectateur» ? Cette réflexion a conduit à envisager le rôle du médiateur-trice au sens premier du terme, c’est-à-dire sans lui attribuer une fonction de transmission spécifique, mais en le considérant, avant tout, comme un accompagnant, un troisième acteur dans cette relation triangulaire. Son rôle est, dans ce cas, d’accompagner, de soutenir et de permettre l’effectuation d’une mise en relation personnelle entre l’œuvre et le «spectateur». Afin de répondre concrètement à ces questions, il est apparu important de tenter, au moyen d’une forme spécifique de médiation, d’approfondir cette relation. C’est ainsi que fut conçu un scénario spécifique, basé sur l’expérience directe de l’objet d’art avec le moins d’interférence possible et la prise en compte des réalités propres du «spectateur».

Un scénario a ainsi été élaboré et expérimenté en janvier 2017 au sein du Migros Museum für Gegenwartkunst à Zürich avec trois enfants de 6, 9 et 10 ans. Les enfants ont découvert individuellement l'œuvre Principles Of Admitting (2009) de Karla Black, accompagnés par la médiatrice qui les filmait. À la fin de la visite, toujours dans l’espace d’exposition et sans regarder l’œuvre, les enfants ont dessiné le parcours qu’ils ont effectué ainsi que l’œuvre. Une brève discussion s’en est suivie. Puis, le lendemain de la visite, les enfants ont retrouvé individuellement la médiatrice avec laquelle ils ont parlé de leurs expériences respectives.

L’ensemble du processus a été enregistré (images & son). Les discussions entre les enfants et la médiatrice ont été retranscrites.

Kontakt: E-Mail


Das sei ich 2016
Das sei ich
2016

Eva Allemann
Mentorat: Brigitte Lustenberger und Annika Hossain

„Von dem Stimulus, den man sieht, rekonstruiert jeder sein eigenes Bild. Also etwa das Foto von einem Kind, das über den Sand läuft. Wir haben wohl alle ein solches Foto. Jeder verbindet einen anderen Strand damit. Man sieht nicht, man erkennt wieder.“

Diese Aussage von Christian Boltanski und 700 Fotografien aus der Sammlung meines Grossvaters bilden den Ausgangspunkt meiner Arbeit. Um zu überprüfen, wie ähnlich die Bildmotive unserer persönlichen Fotoarchive sind, habe ich gute Freunde und Bekannte angeschrieben, mir einen Einblick zu gewähren. 28 Personen verschickte ich per Mail Fotos aus der Sammlung meines Grossvaters und erhielt im Gegenzug Fotos aus ihrer Sammlung. Die Auswahl sollte assoziativ getroffen werden. „An welches Foto aus Deiner Sammlung denkst Du, wenn du meines siehst?“ Zusätzlich erhielt ich schriftliche Angaben zum Kontext der Fotografie, zahlreiche persönliche Geschichten und Anekdoten. 

Die zurückerhaltenen Fotos zeigen Porträts, Familienfeste, Ferienaufnahmen, kirchliche Anlässe und Tischgesellschaften. In der Installation werden die Bilder isoliert von ihrem Kontext gezeigt. Mit vier Beamern werden sie auf zwei Wänden projiziert. Die zufällige Wiedergabe lässt Kombinationen und Narrative entstehen. Innerhalb dieser kollektiven Bildkultur konfrontiere ich den Betrachter mit seiner eigenen Bildwelt. Er überspielt die Motive der Fotografien intuitiv mit seinen eigenen Erinnerungen. Dadurch wird die Installation für jede und jeden individuell erfahrbar.
Aus den retournierten Texten wurden die persönlichsten Stellen herausgefiltert und spielerisch zu neuen Kombinationen zusammengesetzt und zu sieben Textheften gebunden. 

Kontakt: E-Mail


Der Krebs 2016
Der Krebs
2016

Pia Zühlke
Mentorat: Josef Loretan
Eine künstlerische Auseinandersetzung

„Krankheit ist die Nachtseite des Lebens, eine eher lästige Staatsbürgerschaft. Jeder, der geboren wird, besitzt zwei Staatsbürgerschaften, eine im Reich der Gesunden und eine im Reich der Kranken. Und wenn wir alle es auch vorziehen, nur den guten Ruf zu benutzen, ist früher oder später doch jeder von uns gezwungen, wenigstens für eine Weile, sich als Bürger jenes anderen Ortes auszuweisen.“ Susan Sontag, Krankheit als Metapher
Dieses Zitat bezieht sich zwar nicht spezifisch auf die Krankheit „Krebs“, formuliert jedoch schön die Haltung der Gesellschaft gegenüber dem Thema. Zwar schon lange nicht mehr ein Tabu in der Medizin und der Forschung, jedoch immer noch stark ignoriert,durch Angst daran zu erkranken, in der Bevölkerung.
Mein Arbeit entspringt dieser verzerrten Wahrnehmung gegenüber dieser Krankheit, welche in der Zwischenzeit bis zu 50% aller Fälle geheilt werden kann. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die meisten Menschen schon nicht wissen, was Krebs genau ist.

These
Durch meine Eltern, welche beide studierte Pharmazeuten sind, wurde ich schon früh von den Begriffen „Sensibilisierung“, „Prävention“ und „Vorsorge“ besonders geprägt. Die Wahrnehmungsforschung definiert die „Sensibilisierung“ als eine Steigerung der Reaktionsbereitschaft auf (sinnliche) Reize. Es handelt sich hierbei also um einen psychischen Prozess, wobei beim Menschen Signalreize wiederholt dargeboten werden, und die Reaktion, sei sie negativ oder positiv, verstärkt wird. 
In der Pharmaindustrie ist das Ziel der „Sensibilisierung“ meist eine Vorsorgereaktion der Bevölkerung, um präventive Massnahmen durchführen zu können (siehe Abb.;. Leider lassen sich jedoch sehr wenige Menschen im Rahmen der Sensibilisierungskampagnen für Krebs behandeln.
Meine These geht davon aus, dass im Rahmen des Krankheitbildes Krebs nicht genügend positive Reize vorhanden sind. Visuelles Material unterstützt bekanntlich die Verständlichkeit eines komplexen Inhaltes. Lösen diese Visualisierungen noch zusätzlich positive Reize aus, wären Betrachter/-innen vielleicht eher bereit, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen


dísplay, plót, páint, displáy 2016
dísplay, plót, páint, displáy
2016

Janick Sommer

Mentorat Theorie: Hans Rudolf Reust
Mentorat Praxis: Urs Aeschbach, Albrecht Schnider


Kontakt: E-Mail

Webseite


Die malerische Arbeit dísplay, plót,páint, displáy geht von Bildmitteilungen aus, welche dem Menschen im 21. Jahrhundert auf Smartphone zugesendet werden. Die so erhaltenen Bilder müssen als Interaktionspotential und nicht als Bild im kunsthistorischen Sinn gelesen werden. In der Malerei dieser Bildmitteilungen wird der Kontext weg von einem Geben/Erhalten von Bildmitteilungen zu einer Kontemplation des malerischen Potentials der Bilder verschoben.
Entstanden ist in der Malerei eine Reihe von Einzelbildern, welche in sich Bildhaftigkeit und Abstraktion verhandeln, wie auch den Anspruch stellen, eine malerische Erfindung zu sein. Das gemalte Bild unterscheidet sich in seiner Inhaltlichkeit grundsätzlich von einer Bildmitteilung. Jeglicher Kontext von Erklärung, unmittelbarer Lebenssituation und Betroffenheit wird aus dem Bild entfernt, sobald das Bild auf der Leinwand erscheint.

An der Wand hängen nun also keine Mitteilungen, sondern Bilder. Die Bearbeitung des Ursprungsmaterials ist so geschehen, dass das gemalte Bild ohne sein Ursprungsmaterial völlig kontextentleert als Malerei zu lesen ist. Diese Malerei hat die Aufgabe, die Frage nach dem Kontext auszulöschen und als Erfindung dazustehen.

Dokumentation / Theoriearbeit


Dorfstrasse 74 2016
Dorfstrasse 74
2016

Eva Allemann

Mentorat Praxis: Ursula Jakob, Michael Mischler
Mentorat Theorie: Theres Roth-Hunkeler
Technik: Installation, Künstlerbuch, 2-Kanal-Audioinstallation (Dauer: 25min 30sek, geloopt)

Am 17. Oktober 1992 fällt in Kleinlützel der erste Schnee. Und am 29. Januar 2004 ruft Moritz Allemann um 11:00 Uhr Grittli Schenk an. Noch am gleichen Tag schaltet er den zweiten Tank der Ölheizung ein und am nächsten Morgen bei -3 Grad füllt er Wasser nach.


Ausgangspunkt dieser Arbeit sind Postbüchlein, Ansichts- und Grusskarten, Quittungen, Notizzettel, Kalender, Schulbücher, Fotografien und Listen, die mein verstorbener Grossvater hinterlassen hat. Moritz Allemann lebte im selben Haus wie ich in einer eigenen Wohnung.


In einer ersten Aufarbeitung des vorgefundenen Materials ist ein Künstlerbuch entstanden, das seinem willkürlichen Ansammeln entgegenwirkt. Die Installation als weitere Auseinandersetzung beleuchtet einerseits das universelle Phänomen der subjektiven Projektionsfläche: Isoliert von ihrem Ursprungsort stossen die Alltagsobjekte Moritz Allemanns auch bei Menschen, die ihn gar nicht gekannt haben, individuelle Erinnerungsprozesse an. Andererseits drückt die Unmittelbarkeit der auditiven Ebene meine persönliche Faszination an der Sammlung aus. Ü̈ber die gesprochenen Listen rekonstruiere ich das Leben meines Grossvaters und imitiere die räumlichen Gegebenheiten, um den Besucher die Stimmung im Haus an der Dorfstrasse 74 spüren zu lassen.

Link zum Künstlerbuch

Link Audio
Theoriearbeit


Eine Bibel 2016
Eine Bibel
2016

Nora Bratschi

Mentorat: Andrea Wolfensberger, Romy Troxler

Jakob richtete an dem Ort, wo Gott mit ihm geredet hatte, ein Steinmal, einen Gedenkstein, auf. Darüber schüttete er ein Trankopfer und goss Öl darauf. (Genises 35.14 )

Wenn du ein neues Haus baust, sollst du um die Dachterrasse eine Brüstung ziehen. Du sollst nicht dadurch, dass jemand herunterfällt, Blutschuld auf dein Haus legen.(Deuteronomium, 22.8)

Da zerrissen sie ihre Gewänder, begannen laut zu klagen und streuten sich Staub auf das Haupt. (1. Makkabäer, 4.39)

Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit: eine Zeit zum Steinewerfen / und eine Zeit zum Steinesammeln. (Kohelet 3.1/5)

Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, (Joel 2.13)

Von ihrer Schlechtigkeit zeugen heute noch rauchendes Ödland und Pflanzen, die zur Unzeit Früchte tragen, und eine Salzsäule ragt als Denkmal einer ungläubigen Seele empor. (Weisheit 10.7)

Es war etwa um die sechste Stunde, als eine Finsternis über das ganze Land hereinbrach. Sie dauerte bis zur neunten Stunde. Die Sonne verdunkelte sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei, (Lukas 23.44/45)

Eine Frau soll sich still und in aller Unterordnung belehren lassen. Dass eine Frau lehrt, erlaube ich nicht, auch nicht, dass sie über ihren Mann herrscht; sie soll sich still verhalten. Denn zuerst wurde Adam erschaffen, danach Eva. Und nicht Adam wurde verführt, sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat das Gebot. Sie wird aber dadurch gerettet werden, dass sie Kinder zur Welt bringt, wenn sie in Glaube, Liebe und Heiligkeit ein besonnenes Leben führt.  (Timotheusbrief 2.11-15)

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Eine Bibel PDF


Fundstücke - Eine Alltagsserie 2016
Fundstücke - Eine Alltagsserie
2016

Andrea Beckel
Mentorin Praxis: Esther van der Bie
Mentorin Theorie: Anne Krauter Kellein

Ein Auto rast vorbei. 
Eine Dose steht da, eine Stimme ertönt. 
Eine Frau isst sitzend Schokolade.
Ein Mann schreit, eine Frau schreit.
Aus einem alten Telefonhörer spricht jemand.
Kakteen stehen im Raum. 
Eine Giesskanne giesst.
Ein Selfie macht ein Selfie.

Das Leben wahrnehmen durch bewusstes Innehalten in einer schnelllebigen Zeit, banale Dinge, Momente, Interaktionen im Alltag beobachten und ihnen Aufmerksamkeit schenken. Dies war der Ausgangspunkt für meine Master-Thesis. Seit zwei Jahren halte ich Augenblicke im Alltag, die mich auf irgend eine Art und Weise berühren, schriftlich fest. Es sind alltägliche Momente, die nicht völlig abnormal sind, aber dennoch solche, die auf eine banale Weise irgendwie irritieren, skurril sind, einen Witz in sich bergen oder mich nachdenklich stimmen und dadurch meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Für meine Masterarbeit habe ich aus meiner Notizsammlung die Fundstücke ausgesucht, welche auf unterschiedliche Weise eine Absurdität in sich tragen. Das was mich berührt hat, das Absurde oder Witzige, schäle ich heraus und bringe es in einer künstlerischen Arbeit auf den Punkt. Dabei werden die ursprünglichen Situationen abstrahiert, verändert, ergänzt. Es sind Objekte, Installationen und Projektionen entstanden, die dieses von mir erlebte Moment vermitteln sollen. Durch die Inszenierung dieser banalen Alltäglichkeiten erhalten diese eine Präsenz und stehen plötzlich im Mittelpunkt.

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GEMEINSAMER TRENNER 2016
GEMEINSAMER TRENNER
2016

Annette Brand und Anna Jaun

Mentorin HKB: Romy Troxler
Mentorinnen im Museum: Alena Nawrotzki, Cynthia Gavranic
Material: Set à 12 Postkarten mit Bild und Textseite 
Durchführung: Während «20 An Exhibition in Three Acts» 15.10.2016–05.02.2017 und nach der Ausstellung

Es ist das dynamische Spannungsfeld zwischen Werk und BetrachterIn, das Zusammenspiel von Wort und Bild, das Annette Brand und Anna Jaun nutzen, um die Kunstwerke zu reflektieren. Ihren intuitiven Zugang legen sie als Kartensammlung offen. Fragen und Irritationen werden weder beantwortet noch aufgelöst, sondern als spannendes Moment weitergegeben. Die Karten laden dazu ein, ohne „richtig“ und „falsch“ über Kunst nachzudenken, Diskussionen zu eröffnen, Fragen zu stellen und Assoziationen zu teilen.

Projektbeschrieb und Vorgehen

Die Exponate sind sowohl gemeinsamer Ausgangspunkt wie auch gemeinsamer Trenner der beiden Künstlerinnen und Kunstvermittlerinnen Annette Brand und Anna Jaun. In Bild und Text nehmen sie Bezug auf die ausgestellten Arbeiten und vermitteln Kunst von Kunst aus. Zu Beginn der Ausstellung wurden erste Eindrücke als Skizzen und Textfragmente festgehalten. Um intuitiv und unvoreingenommen auf die Werke reagieren zu können wurde zunächst auf eine vertiefte Recherche verzichtet. 

In einer ersten Phase wurde unabhängig voneinander gearbeitet um die Reaktionen auf die Exponate in Malerei, resp. Text festzuhalten. Ausgehend von der eigenen künstlerischen Tätigkeit wurden Themen, Stimmungen, Formen, Farben usw. aufgenommen und in der jeweiligen Sprache neu umgesetzt. Da die ausgestellten Werke in ihrer Entstehungszeit und Technik sehr unterschiedlich sind, entstand eine Vielfalt an Malereien und Wortkombinationen. In einem spielerischen und lockeren Austausch wurde anschliessend Wort und Bild zusammengeführt. Die intuitiven Reflexionen führen in ihrer Kombination zu einem produktiven Dazwischen. Gerade in diesen sich neu öffnenden, irritierenden wie auch poetischen Zwischenräumen liegt der vermittlerische Wert des Projektes.

Die Umsetzung der Wort-Bild-Kombinationen als Postkartenset lässt die BesucherInnen an diesem intuitiven und spielerischen Zugang teilhaben. Einerseits wird der Aspekt des Sammelns aufgegriffen, andererseits können die Karten auch unabhängig voneinander genutzt werden. Die BesucherInnen entscheiden selbst, ob eine Karte so belassen oder ergänzt, aufbewahrt oder verschickt wird.

Karten- Set

Das Set beinhaltet zwölf A6 Karten und ist an der Rezeption des Migros Museums erhältlich. Die Platzierung an einem Durchgangsort ermöglicht es, die Besucher vor sowie auch nach dem Museumsbesuch auf die Karten aufmerksam zu machen. In der Ausstellung sind die Karten auf spielerische Weise als eine Art Ratespiel einsetzbar. Werden die Karten nach dem Museumsbesuch erworben, dienen sie als Erinnerungsstütze und dienen als Anregung, sich weiter mit den Werken auseinanderzusetzen. Die Gestaltung der Karten macht es möglich, sich eigenständig über die Werke zu informieren und einen erweiterten Einblick in die Sammlung des Migros Museums zu erhalten.

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Heimatbüro 2016
Heimatbüro
2016

Janine Strasser
Mentorierende: Jacqueline Baum und Guy Jost

Audiospur 1: Antworten auf Frage «Was bedeutet Heimat für dich?», 10:09 min
Audiospur 2: Zusammenschnitt Interviewpassagen, 15:11 min
Fotoprojektion: Porträts Teilnehmende Heimatbüro

Das Forschungsprojekt Heimatbüro zeigt eine Zusammenstellung verschiedener subjektiver Vorstellungen von Heimat im Berner Stadtteil 6. Das Heimatbüro ist ein Ort des Austauschs und des Sammelns von Assoziationen, Gedanken und Bildern zum Begriff Heimat. Das Büro war im April 2016 an sechs unterschiedlichen Tagen für die AnwohnerInnen des Stadtteils geöffnet. Pro Person wurde eine Stunde Zeit für die Gespräche und das sorgfältige Fotografieren eingeplant. Ein Teil der Befragung fand in der Schule Schwabgut Bethlehem statt, wo sich 15 Jugendliche zum Thema geäussert haben. Die Schülerinnen und Schüler wurden nicht fotografiert. Alle Gespräche wurden digital aufgezeichnet und wörtlich transkribiert. Durch das qualitative Ordnen der Interviewpassagen entstand ein dichtes Kategoriensystem, welches in der Theoriearbeit sichtbar gemacht wird. Daraus können Erkenntnisse für eine Kunstvermittlung gewonnen werden, welche die kulturelle Vielfalt in den Fokus rückt. Parallel entstand der Blog heimatbuero.tumblr.com, der für alle öffentlich zugänglich ist. Es ist ein virtueller Raum, in dem Assoziationen zum Thema Heimat gesammelt werden.

Audio

Projektblog
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Héliotropisme 2016
Héliotropisme
2016

Agathe Mauron

Mentorat: Patricia Schneider
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Héliotropisme besteht aus Lichtexperimenten im Innern eines Aluminiumquaders. Minimale Kamerabewegungen und extreme Nahaufnahmen lösen überraschende Licht-, Schatten-und Farbreflektionen aus. Bewegt sich der Betrachter vor den auf Aluminiumplatten gedruckten Fotografien, so entsteht eine filmische Sequenz von abstrakt-geometrischen Lichtwandlungen. Die visuelle Wahrnehmung wird fliessend erweitert, der Raum öffnet sich.

«Ohne Titel I-III», 2016, Digitalfotografie, UV-Inkjet auf Aluminium,
29,7 x 42,0 cm


I ate everything No. 2 2016
I ate everything No. 2
2016

Anna Jaun
Aquarellfarbe auf ungrundierter Baumwolle
10 Projizierte Portraits

Beamer
170 x 145 cm

Theorie Tutor: Francesco Micielli
Praxis Mentorin: Karoline Schreiber
Kontakt: E-Mail-Adresse

Bachelorarbeit im Studiengang Vermittlung in Kunst und Design

Ausgehend von einer malerischen Auseinandersetzung mit dem Gesicht, zeigt vorliegende Arbeit insgesamt 11 Porträts, wovon 10 in einem Loop auf eine einzige Original- Malerei projiziert werden und somit zu einem einzigen, sich ständig verändernden Porträt verschmelzen. Wie der Titel «I ate everything No. 2» andeutet, findet hier eine malerische Verdauung verschiedener malerischer Bildsprachen statt, wobei Deformierung und Aufösung des Gesichts meine malerischen Untersuchungen geprägt haben. Aquarellmalerei impliziert Irreversibilität und Transparenz– es besteht also keine zweite oder dritte Chance für ein Bild und jede Pinselbewegung bleibt sichtbar. 


Mikado 2016
Mikado
2016

Pamela Gardi
Oona Siegenthaler

Mentorat Praxis: Urs Gehbauer und Josef Loretan
Mentorat Theorie:

«Mikado» ist aus der theoretischen und praktischen Auseinandersetzung mit Kontrolle und Kontrollabgabe entstanden. Durch Zufall haben wir entdeckt, dass sich in Zuckerwasser getränktes Papier durch den Trocknungsprozess in eine stabile Form bringen last. Den Formungsprozess galt es zu kontrollieren. Entstanden sind neun raumhohe säulenartige Skulpturen.
 
Mit dem Beginn der Ausstellung wird die bislang ausgeübte Kontrolle abgegeben. Der Instalation wird Wasser zugefügt, welches die Stabilität der Zuckerpapierskulpturen angreift. Es wird ein sich jedweder Kontrolle entziehender Prozess in Gang gesetzt. Die nicht vorhersehbare Veränderung birgt ein Risiko.
 
Die Zerstörung und Erschaffung der Installation fallen in der Transformation zusammen.


PixElysée 2016
PixElysée
2016

Ina Unger-Harsch
Mentorat: Ruth Kunz

Das Forschungsprojekt PixElysée ist Teil von zwei Forschungsarbeiten, die einen gemeinsamen Ausgangspunkt hatten: zwei Kunstvermittlungsprojekte, bei denen Jugendliche einer Schulklasse und eine Kunstinstitution kooperieren.
Folgende Frage stand im Zentrum: welche Faktoren sind bestimmend, um bei Jugendlichen das Interesse für Kunst und Kultur zu wecken?
 
PixElysée:
In einer Zeitspanne von vier Monaten erarbeitete das Fotografie Museum l’Elysée in Lausanne mit einer Schulklasse eine Augmented Reality Applikation.
Da die Jugendlichen den Inhalt selber herstellen konnten, erhofften sich die Initianten, das Interesse der Jugendlichen für die Ausstellung von Steeve Iuncker und ganz allgemein für das Musée de l’Elysée zu wecken. Aus dieser Zielsetzung heraus ergab sich eine Unterfrage für diese Forschungsarbeit: kann bei den Jugendlichen durch Einsatz der AR-Technologie die Motivation bzw. das Interesse für das Museum gesteigert werden?
 
Forschungsmethode:
Das Kunstvermittlungsprojekt wurde mit einem qualitativ orientierten Forschungsansatz untersucht und analysiert. Dabei wurden unterschiedliche Methoden angewendet und in ein Zusammenspiel gebracht.
Das Vermittlungsgeschehen wurde in Form Teilnehmender Beobachtung beschrieben: das heisst, es wurden Beobachtungsprotokolle zur Situation am jeweiligen Ort, Museum oder Schule, angefertigt und sowohl mit Tonaufnahmen von Diskussionen unter den Schülern/innen als auch Dialogen zwischen Jugendlichen, Lehrperson und Kunstvermittler während des Unterrichts ergänzt. Parallel dazu wurden Leitfaden-Interviews mit dem Kunstvermittler und den Lehrpersonen geführt und durch fokussierte Gruppen-Interviews mit den Jugendlichen ergänzt oder kontrastiert.
Die Interviews wurden in einem ersten Schritt inhaltsanalytisch ausgewertet und mit den Ergebnissen aus den zusätzlich erhobenen Daten trianguliert.
 
Ausstellung:
Im Ausstellungsraum werden Passagen aus den Interviews der Jugendlichen in auditiver Form präsentiert und mit an die Wand projizierten Text-fragmenten aus den Äusserungen der Hauptakteure (Kunstvermittler, Lehrpersonen) kontrastiert.
Diese künstlerische Form soll die Präsenz der Jugendlichen betonen. Die Vielstimmigkeit ist der Versuch, Einsicht in das Projekt mit seinen Widersprüchen, seiner Problematik und den daraus resultierenden Fragen aufzuzeigen.

Link zum Film
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Punctum 2016
Punctum
2016

Yasmin Mattich

Technik: Oel auf Baumwolle
Mentorin Praxis: Karoline Schreiber
Mentorin Theorie: Anne Krauter

Grösse: Diverse Formate
Bild 1: O.T. (Kleines Fenster): 31 x 19 cm
Bild 2: O.T. (Tassen): 75 x 60 cm
Bild 3: O.T. (Palmen): 60 x 100 cm
Bild 4: O.T. (Hund am Strand): 81 x 100 cm
Bild 5: O.T. (Hostel): 50 x 40 cm
Bild 6: O.T. (Atelier bleu): 50 x 40 cm
Bild 7: O.T. (Milano Centrale): 40 x 50 cm
Bild 8: O.T. (Ausblick): 75 x 60 cm
Bild 9: O.T. (Gelbes Haus): 75 x 60 cm
Bild 10: O.T. (Licht): 75 x 60 cm
Bild 11: O.T. (Möwenstrand): 81 x 100 cm
Bild 12: O.T. (Wohnblock): 75 x 60 cm
Bild 13: O.T. (Haus noir): 75 x 60 cm
Bild 14: O.T. (Tür): 50 x 40 cm
Bild 15: O.T. (Landschaft noir): 75 x 60 cm
Bild 16: O.T. (Wasserboot): 75 x 60 cm

Photography in Painting – Painting in Photography: Die Masterarbeit untersucht das komplexe Wechselverhältnis von Malerei und Fotografie. Ein persönliches Bildarchiv analoger Fotografien, welche im Alltag und auf Reisen mit einer Einwegkamera entstanden sind, bilden Ausgangspunkt und Impuls für die praktische Arbeit. Die Suche nach dem Spektakulären im Unspektakulären und der bewusste Akt des Fotografierens ist dabei für den Entstehungsprozess der Foto entscheidend: Durch die begrenzte Anzahl Bilder der Einwegkamera erhält jede Fotografie den Status des Unikats. Mit den Mitteln der Malerei wird nach einer Neuformulierung des «Punctums» und nach Möglichkeiten einer Auflösung der fotorealistischen Grenzen gesucht. 
 
Die theoretische Arbeit nähert sich dem Wechselverhältnis von Fotografie – Malerei auf der forschend-kunstwissenschaftlichen Ebene an. Sie beschäftigt sich mit Themenfeldern, die in einer engen Relation zur künstlerischen Praxis stehen. Vom «Fotografischen» in der Malerei, über das «Subjektive» in der Fotografie bis hin zu den «Leerstellen» als spannungserzeugende Gestaltungsmittel werden verschiedene Aspekte beider Medien beleuchtet. Das Verständnis von Fotografie und Malerei als zwei gegensätzlichen Partnern und die Untersuchung ihrer medienspezifischen Eigenschaften bilden dabei den Hauptuntersuchungsgegenstand. 
 
Im vermittelnden Teil wird der eigene Umgang mit Fotos mit weiteren Umgangs-, bzw. Bildformen und die kunsthistorische Funktion der Fotografie mit einem aktuellen Blick auf die zeitgenössische Malerei erweitert: In Künstlergesprächen werden sechs ausgewählte Maler/innen zur Funktion der Fotografie und zur (physischen) Rolle der fotografischen Vorlage befragt. Die Interviews bieten die Grundlage für einen Dialog, der die Vielzahl unterschiedlicher künstlerischer Intentionen in Bezug auf die Arbeit mit fotografischem Material und das wechselseitige Verhältnis von Malerei und Fotografie im heutigen (digitalen) Zeitalter in den Fokus rückt.

Kontakt: Mail
Website


Späte Lichter, fern. 2016
Späte Lichter, fern.
2016

Anna Spirig
Technik: Text und Video
Texte gelesen von: Pauline Jacob

Bildlegende:
Bild 1: Buch "Späte Lichter fern", 2016, Elf Texte
Bild 2: Buchansicht, Titel, 2016
Bild 3: Buchansicht, Text "bergen", 2016
Bild 4: Karussell, 2016, Videostill, 8 Minuten, Schlieren
Bild 5: Wand, 2016, Videostill, 12 Minuten, Schlieren
Bild 6: Halle, 2016, Videostill, 19 Minuten, Schlieren


Theorie Tutorin: Theres Roth-Hunkeler
Praxis Mentorinnen: Theres Roth-Hunkeler, Jacqueline Baum

Ich erinnere mich an Stimmungen, konstruiere schreibend eine Jetzt-Vergangenheit. Es entstehen Textfragmente, die lose zusammenhängen. Zum einen sind es Bilder aus meiner Kindheit, die mich geprägt haben, zum anderen Sequenzen, Begegnungen und Wiederholungen, die kurze Zeit zurückliegen. Verbindend ist Luft, Licht, Duft, Wind. Das Geschriebene ist das Aufbewahrte. Meine Faszination für die Sprache liegt in ihrer klärenden Funktion und der Möglichkeit mit ihr Imaginationen sichtbar zu machen. Die Sprache grenzt ein, aber sie schärft in ihrer Genauigkeit auch ein verschwommenes Bild.

Die Bildaufnahmen, die parallel zu den Texten laufen, habe ich unabhängig entwickelt. Sie haben keine illustrierende Funktion, engen nicht ein und lösen dadurch Assoziationen aus. In einer vertrauten Umgebung gehe ich umher, finde unverhofft Schauplätze, die durch den Ausschnitt keinen Hinweis auf bestimmte Stellen geben. Es ermöglicht die Orte weiterzudenken.
Bezeichnend für die Langzeitbeobachtungen ist das beiläufige Entstehen und das Aufzeichnen einer realen Dauer. Die Auswahl ist eine Versuchsanordnung. Die Suche nach Orten - da, die Suche nach besonderen Lichtverhältnissen könnte weitergehen.

Links zu zwei Texten:
Herbstspiele, Text aus "Späte Lichter fern", 2016
Drüben, Text aus "Späte Lichter fern", 2016

Audio
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Stehen stille Dinge oder schweben sie? 2016
Stehen stille Dinge oder schweben sie?
2016

Rebecca Noser


Mentorat Praxis: Daniela Keiser und Theres Roth-Hunkeler
Mentorat Theorie: Theres Roth-Hunkeler
Kontakt: E-Mail

Die Arbeit «Stehen stille Dinge oder schweben sie?» entstand aus einer prozessorientierten Versuchsreihe, die sich mit dem Rhein und seiner Schwebstoff-Fracht beschäftigt. Nahezu alle Versuche führte ich auf einer bestimmten Sandbank bei Vaduz durch. Mit diesem mir vertrauten Ort verbinde ich ein Gefühl von Ruhe, Innehalten und Stillstand. In meinen Versuchen habe ich nach den Schwebstoffen gesucht, die der Rhein transportiert, aber auch nach verborgenen Bildern, die im Betrachter, am Fluss stehend, auftauchen, während nichts zu passieren scheint. Die Schwebstoffe habe ich aus dem Fluss gefiltert und sie als Material für weitere Versuche verwendet.
Der Titel hat sich im Rahmen meiner Versuchsreihe ergeben. Er bezieht sich auf das Gefühl von Stillstand, das im Beobachter paradoxerweise durch das Fliessen des Wassers ausgelöst wird. Gleichzeitig offenbart der Titel, dass auch in dieser Ruhe nichts stehenbleibt, sondern vieles geschieht: Der Fluss fliesst stetig, wie die Zeit, transportiert Frachten und Schwemmmaterial. Materielle und immaterielle Schwebstoffe bewegen sich durch das Wasser und durch die Stille. Es liegt am Betrachter, sich diesen schwebenden Bildern hinzugeben und sie einzufangen. In meiner Arbeit experimentiere ich mit solchen Stoffen, zeige Materialien, Bilder und Sätze, wobei auch die Sätze ein Destillat aus Begriffen sind, vom Fluss angeschwemmt.


Tauschen & Teilen 2016
Tauschen & Teilen
2016

Matthias Egger, in Zusammenarbeit mit Anna Marcus

Mentorin Praxis: Jacqueline Baum
Mentorin Theorie: Maren Polte

Das Ressourcen-Vermittlungs-Büro (RVB) beschäftigt sich mit dem Tauschen & Teilen von materiellen und immateriellen Ressourcen und wurde gemeinsam mit Anna Marcus vor einem Jahr konzipiert. Diese Masterthesis, erneut in Zusammenarbeit mit Anna Marcus entstanden, knüpft an unser letztjähriges Projekt an. Wir wollten einerseits einen Schritt zurück machen, um Bedürfnissen und Motivationen für einen Ressourcentausch nachzuspüren. Andererseits sollte das Tauschen & Teilen aus seiner virtuellen Umgebung herausgelöst werden und in Aktion treten. 


In einem ersten Schritt wurde anlässlich des Tausch-Essens mit zehn Personen das Thema Tauschen & Teilen diskutiert, befragt und praktiziert. Der Abend führte uns zu der Frage: Wie sehen individuelle Wünsche und Bedürfnisse aus?
Der zweite Schritt, das Wunsch- und Bedürfnisbuch, ist eine Sammlung von 99 Wünschen und Bedürfnissen von ebenso vielen Personen, die wir auf der Strasse, in unserem Umfeld, bei Schulhäusern und Altenheimen oder auch im Bundeshaus angesprochen und befragt haben.
In unserer Abschlussausstellung an der Hochschule der Künste Bern wurde als dritter Schritt ein Ort für Tausch- & Teil-Aktivitäten geschaffen, die Tauschbude. Zusammengebaut aus geschenkten und getauschten Materialien diente sie als Begegnungsstätte und Ort des Austauschs.

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Textension 2016
Textension
2016

Annette Brand

Praxismentorin: Daniela Keiser
Theoriementorin: Theres Roth-Hunkeler
Installation: 72 Bücher, 20 Teppiche, 20 Sitzkissen
Internetseite

Textension ist eine zweiteilige Arbeit. Der Kern der ersten Phase bildete eine Reihe von Textexperimenten. Dabei ging es um den Versuch gemeinsam zu lesen und zu schreiben, um den Versuch, sich mit, zu und in Büchern auszutauschen. Zwanzig Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer setzten sich während mehreren Wochen mit verschiedensten Büchern und Texten auseinander. Dabei wurde gelesen, geschrieben und besprochen, aber auch gesammelt, gezeichnet und collagiert.
Als gemeinsame Grundlage und Inspirationsquelle diente die Textension-Bibliothek. Diese setzt sich aus Büchern zusammen, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern beigetragen und regelmässig ausgetauscht und weitergereicht wurden.
 
In der zweiten Phase waren die Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer nicht mehr aktiv beteiligt. Ausgehend von der Textension-Bibliothek und den entstandenen Texten wurde eine eigenständige künstlerische Arbeit entwickelt. Die Installation aus Büchern, Teppichen und Sitzkissen thematisiert die Nähe von Text und Textur. Sie ist begehbar und soll dazu einladen in den Büchern zu blättern, zu lesen und sich von der eigenen Neugier leiten zu lassen.


Über Material 2016
Über Material
2016

Tina Z'Rotz

Mentorat: Jacqueline Baum, Annika Hossain
Durchführung: Dezember bis Januar 2016/17

Vielen Dank an:
Anna, Bea, Fredi, Nicole, Romana, Sarah und Markus Medialab HKB

Vermittlung einer zeitgenössischen Skulptur 
Ausgangspunkt ist eine „Reibung“ zwischen mir als Betrachterin und einem Werk. Das Migros Museum für Gegen­wartskunst feiert sein 20­jähriges Beste­ hen. Gezeigt wird die abstrakte Skulptur „Principles of Admitting“ von Karla Black. In der Werklegende steht: Gips, Farb­pulver, Papier und Selbstbräunungsspray, Kreide, Abdeckstift, 20 x 2770 x 1025 cm. Ich nehme den Umstand als Anlass zur Thematik: Wie vermittle ich Kunst die sich mir nicht erschliesst? 


Kunst von Kunst aus? 
Was könnte das heissen: Kunstvermitt­lung von Kunst aus denken? Material zeigt sich stofflich, elektronisch, bildhaft, gedanklich, sprachlich oder gegen­ständlich. Das Kunstwerk als Erkenntnis bedeutet nicht bloss Information, sondern es wird auch im Erarbeiten einer Haltung durch aktive Beteiligung erfahrbar. Bilden heisst somit integrieren von Denken, Wollen und Fühlen. 


Skulptur ist eine Frage 
Ich lade sechs Personen zu einer geführten Gruppendiskussion, dem "Sokrates-Dialog" ein. Es sind sechs unterschiedliche Menschen zwischen 25 - 70 Jahren, sie diskutieren über die Frage: KANN SKULPTUR EINE FRAGE SEIN? Von der Arbeit Principles of Admitting mache ich Videoaufnahmen. In der Postproduktion unterlege ich die Videobilder mit dem Ton von Auszügen aus der Gruppendiskussion. Das Ergebnis wird auf dem Museums-Server dem interessierten Publikum zugänglich gemacht.


Rolle der Vermittlerin 
Ich trete als Vermittlerin nicht direkt vor ein Publikum. Eine künstlerische Arbeit soll zur Vermittlung dienen. Ich generiere verschiedene Ideen zur Vermittlung des Werkes. Mein Ansatz ist: «Kunst als Forschung».




Projekt: Ausstellung 20 – An Exhibition in Three Acts, Karla Black, Principles of Admitting, 9. Dez. 2016 bis 5. Feb. 2017 im Migros Museum für Gegenwartskunst in Zusammenarbeit mit der Hochschule der Künste Bern MA Art Education

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  Question
think
order
play Question


Verdutzte Kühe im kühlen Weiss bei Davos 2016
Verdutzte Kühe im kühlen Weiss bei Davos
2016

Yvonne Siegenthaler
Mentorat: Ursula Jakob und Theres Roth-Hunkeler

Im Rahmen meines Majorprojekts beschäftige ich mich mit dem Zusammenhang zwischen Bild und Text am Beispiel von Zeitungsbildern mit deren Bildlegenden. Es geht mir dabei um die Kombination von Bild und Text als Symbiose, darum, was entsteht, wenn Bild und Text aufeinandertreffen. Automatisch überfliegt man bei einem Pressebild auch die dazugehörige Bildlegende und oft entscheidet gerade dieser kurze Moment ob man den dazugehörigen Artikel liest oder nicht. Die Fotos sind auf einen Blick erfassbar, während man sich für den Fliesstext die Zeit nehmen muss um ihn zu lesen. Die Bildlegende steht dazwischen: Sie ist schnell überflogen und vermittelt uns Informationen die womöglich nicht einfach so auf dem Bild erkennbar sind. Die Bildlegende kann unseren visuellen Eindruck widerlegen, unterstreichen oder einfach nur bestätigen, sie kann das Foto kontextualisieren und schafft so etwas ganz Anderes als wenn wir ein Foto alleine betrachten oder die Legende alleine lesen würden. Diese Symbiose und ihre Wirkung will ich kritisch und ironisch hinterfragen und beleuchten. Mit meinen neu gesetzten Bild-Textkombinationen suche ich nach einer Kompatibilität zwischen Text und Bild die erst durch den Betrachter (und dessen Reaktion) eine Wirklichkeit erhält. Es sind aber auch die Bilder ohne Bildlegenden oder die Bildlegenden ohne die Bilder, die die Wirkung dieser Symbiose verdeutlichen: Isoliert können sowohl Bild als auch Bildlegende komplett die Bedeutung verändern oder sogar lächerlich wirken, manchmal scheint es fast als könnten sie nicht ohne einander.    

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Wahrnehmen und wahr nehmen. 2016
Wahrnehmen und wahr nehmen.
2016

Pamela Gardi
Mentorat: Urs Gehbauer und Alena Nawrotzki

Und wie siehst du? Die Frage, wie blinde Menschen visuelle Kunst wahrnehmen können, motivierte mich dazu, unterschiedliche Zugänge über andere Sinne als das Sehen zu entwickeln. In der Zusammenarbeit mit dem Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich setzte ich mir zum Ziel, das abstraktes Bild Akt und Adler von Georg Baselitz für Blinde Menschen erfahrbar zu machen. Über Interviews mit blinden und sehenden Personen war es möglich, einen Überblick über die Ansprüche an eine Vermittlung einer abstrakten Malerei zu gewinnen. Gemeinsam mit meinen Interviewpartnern entwickelte ich kleine Vermittlungsformate, welche zum Ziel haben, sowohl blinde, als auch sehende Personen für ihre eigene Wahrnehmung zu sensibilisieren. Diese wurden dann über sich wiederholende Interviews getestet und reflektiert.

Teil 1
Museumsbesucher beschreiben mündlich und direkt vor der Malerei Akt und Adler im Migros Museum in Zürich ihre Wahrnehmung dieses Bildes. Über ein Audioaufnahmegerät werden diese Beschreibungen aufgezeichnet, es entsteht eine Bibliothek von unterschiedlichsten Bildbeschreibungen und unterschiedlichen Wahrnehmungen. Ziel der verschiedenen Bildbeschreibungen ist es, dass eine blinde Person über die unterschiedlich ausführlichen Beschreibungen eine detailliertere Vorstellung von der Malerei bekommt.
Die Bildbeschreibungen werden von blinden Personen angehört und beurteilt.  Über einen Fragebogen soll die Qualität der Bildbeschreibungen und die Idee dieses Vermittlungsformats geprüft werden.
 
Teil 2
Sehenden Menschen, welche die Malerei Akt und Adler nicht kennen, wird die Bibliothek der Audio-Bildbeschreibungen zur Verfügung gestellt. Ihre Aufgabe ist es, das über die Tonaufnahmen gewonnene „innere Bild“ in eine Malerei zu übersetzen.
In Interviews werden die Tonaufnahmen und die Malerei reflektiert. Die Personen haben die Möglichkeit, die Bildbeschreibungen mit der Malerei von Baselitz zu vergleichen und somit mögliche Probleme der Bildbeschreibung ausfindig zu machen.
 
Teil 3

Eine Materialauswahl wird in kleinen Stoffsäcken als Tasterlebnis erfahrbar gemacht. Über Fragen zur Wahrnehmung dieser Materialien, wird die tastende Person gezwungen, sich auf ihre Wahrnehmung zu konzentrieren. Den Materialien sollen Farben, Assoziationen und Adjekive  zugeordnet werden. Diese Zuordnung eröffnet eine Diskussion zum Thema Haptik und zur persönlichen Wahrnehmung.

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Windklänge 2016
Windklänge
2016

Rebecca Noser
Mentorat: Andrea Wolfensberger
Aluminiumrohre, Holz, Wind

Ziel dieser Arbeit ist es, den Wind sinnlich erfahrbar machen beziehungsweise die Erfahrung von Wind für einen anderen Sinn zu transformieren. Der Wind soll als klare Klänge für den Hörsinn wahrnehmbar werden. Dazu wurden in einem forschenden Prozess vier flötenähnliche Rohre entwickelt, die Klänge erzeugen, wenn der Wind hinein weht.

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Wir essen heute eine Kuh! 2016
Wir essen heute eine Kuh!
2016

Katharina Karras

Mentorat: Mauro Schönenberger und Tobias Steiner (Captns & Partner),  Bernhard Probst (Lernnetz AG)

Das Ziel des Projektes ist die Förderung des Bewusstseins für unseren Fleischkonsum. Es richtet sich sowohl an Kinder als auch an Erwachsene. 
Die aus meinem Bachelor-Abschluss im Bereich Industriedesign hervorgegangenen Lehrmittel der Wendetiere sollen eine Anwendung auf dem realen Markt finden. Ein Crowdfunding auf «wemakeit» dient einerseits, um die Finanzierung und den Absatz einer ersten Kleinserie der Wendetiere abzuwickeln, andererseits um eine Schnittstelle zwischen Designerin/Produzentin und Anwendern/Kunden zu bilden. Die Kampagne ermöglichte die Kommunikation über die Plattform und ihr angeschlossene Kanäle. Neben den Wendetieren konnten weitere Produkte und Dienstleistungen (Workshops) getestet werden, die sich dem Ziel der Vermittlung bewussten Umgangs mit Fleischprodukten verpflichten.

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Wohnbilder 2016
Wohnbilder
2016

Laura Zarotti

Video Loop 8min25sec, 7min25sec, 8min30sec
Audio Loop 46min09sec 

Mentorat Theorie: Priska Gisler 
Mentorat Praxis: Olivia Heussler 

Die Frage nach der Bedeutung der Wohnung als Zuhause bildet den Anfang der Arbeit ‚Wohnbilder’. Ich lud alle meine 168 Nachbarwohnungen im Erismannhof in Zürich zu einem gegenseitigen Wohnungsbesuch, einem narrativen Interview und der fotografischen Dokumentation des eigenen Wohnraums ein. Vierzehn Parteien nahmen an dem Projekt teil. Diese Gruppe ist in Alter, Geschlecht und Wohnform sehr divers. Die Transkriptionen der narrativen Interviews wurden in der schriftlichen Arbeit analysiert und interpretiert.
Die Installation der Arbeit ‹Wohnbilder› zeigt Ausschnitte von Wohnungen im Erismannhof in Zürich. Die Fotografien wurden von den Teilnehmenden des Projekts gemacht und werden in einem kleinen Raum an drei Wände projiziert. Diese drei Video Loops sind mit einer Audiospur unterlegt. Die Bewohner_innen sprechen über ihre Vorstellungen vom Wohnen, über ihre Ansprüche an das Zuhause und vom Leben in dieser fast hundertjährigen Arbeitersiedlung.

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Zwischen Sicherheit und Zögern – eine zeichnerische Suche 2016
Zwischen Sicherheit und Zögern – eine zeichnerische Suche
2016

Srimauli Manurung
Tusche auf Papier, 240 x 379 cm
Theorie Mentorin: Annina Schneller
Praxis Mentorin: Karoline Schreiber

Mit Pinsel und Tusche gehe ich auf die Suche und damit auf eine zeichnerische Reise ins Unbekannte. Hände und Augen suchen und hinterlassen dabei Spuren auf dem Papier. Die Spuren verdichten sich allmählich zu Gebilden, die an Landschaften und Wolken erinnern, obschon sie aus Pinselstrichen bestehen, die keine Figuration im Sinn hatten. Neues wie Altbekanntes, Unerklärliches und Überraschendes begegnen mir beim Zeichnen.

Das Auftauchen aus dem scheinbaren Nichts interessiert mich. Kann Etwas entstehen, ohne dass nach etwas Bestimmtem gesucht wird? Wohin führt mich die zeichnerisch-malerische Suche ohne konkretes Ziel?

«ohne Titel 2» ist das letzte Bild, das aus einer Reihe von diversen Versuchsanordnungen hervorging. Es entstand am Boden, wodurch sich der Entstehungsprozess nur bedingt überblicken und voraussehen liess.

Kontakt: E-Mail
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«Wir malen uns die Welt, wie sie uns gefällt» 2016
«Wir malen uns die Welt, wie sie uns gefällt»
2016

Mira Buck

Mentorinnen HKB: Jacqueline Baum, Annika Hossain
Dank für die Unterstützung an: Kreativasyl, www.kreativasyl.ch
Mortaza Shahed und die Filmproduktion Coupedoil

Zusammen mit 6 Personen, die in die Schweiz geflüchtet sind und hier versuchen Fuss zu fassen, haben wir in einer Projektwoche eigene Entwürfe von Weltkarten kreiert. Diese Projektwoche fand in einem Raum im Kulturzentrum Progr statt und es ging einerseits darum, soziale Kontakte zu fördern und anderseits sollten die Teilnehmer die Möglichkeit haben das Interesse an der künstlerischen Gestaltung zu wecken oder zu vertiefen. Dieses Projekt war für mich ein Versuch mein soziales Engagement mit der kunstvermittelnden Praxis zu verbinden, dabei die Möglichkeiten auszuloten und in Erfahrung zu bringen, ob ein solches Angebot auf Interesse stösst.

Den Rückmeldungen der Beteiligten zufolge, sei dieses Angebot interessant, biete Abwechslung und Raum sich zu entspannen. Die meisten wünschen sich weiterhin einen solchen sozial und gestalterischen Austausch. Weitere Projekte in dieser Art sind in Planung.

Kontakt: E-Mail


„Soll ganz in meine Hände passen“ 2016
„Soll ganz in meine Hände passen“
2016

Flurina Affentranger


Mentorat: Ruth Kunz und Jacqueline Baum

Bewegt von Beobachtungen, wie Hände Material berühren, es halten und formen, widmet sich die Forschungsarbeit der Bedeutung der haptischen Wahrnehmung im plastischen Gestaltungsprozess. Wie spielen die Hände mit einer im Entstehen begriffenen Plastik zusammen? In welcher Weise ist das fortwährende „In-Bewegung-Sein“ der Hände an der Formung beteiligt? 
Für die Arbeit wurde ein Forschungssetting entwickelt, das visuelle Methoden der Datenerhebung mit sprachlichen kombiniert. Die videografischen Aufzeichnungen einer Actionkamera, die während des Gestaltungsprozesses auf der Stirn getragen wurde, machen beobachtbar, was sich im Prozess ereignet. Sie vermitteln dem Betrachter den Blick auf die arbeitenden Hände und das Werkstück, wie ihn auch die gestaltende Person selbst erlebt. Aus einem Seifenblock entsteht in subtraktivem Vorgehen ein abstrakter, organisch geformter Körper. Texte, die unmittelbar nach der plastischen Arbeit von den Teilnehmenden verfasst wurden, formulieren aus reflexiver Perspektive eine Innensicht auf den erlebten Gestaltungsprozess.
Die  Auswertung der Daten orientiert sich an hermeneutischen und qualitativ-empirischen Methoden. Sie bringt jene Aussensicht, die sich in den videografischen Aufzeichnungen zeigt in einen Dialog mit der Innensicht, die sich in den Texten formuliert. Aus diesem Dialog entsteht ein Spannungsfeld, dem für die Erkenntnisgewinnung fruchtbare Momente entwachsen. Der entstehende Körper beginnt sich im Prozess langsam in die Hände einzupassen. Diesem engen Kontakt zwischen Werkstück und Händen und der  Wahrnehmung der konvexen und konkaven Formtendenzen entspringt ein responsives Handeln der Hände, das den Formprozess zu leiten beginnt. Es wird ein leiblicher Bezug zum Werkstück beobachtbar, der für den plastischen Gestaltungsprozess von relevanter Bedeutung ist. 

Kontakt: E-Mail


6min 27sek, 400m 2015
6min 27sek, 400m
2015

Mara Ryser
Technik: Videoinstallation mit Ton, Loop

Dauer: 6 Minuten 33 Sekunden 
Mentorat: Jacqueline Baum

Die Videoinstallation 6min 27sek, 400m ist aus zehn verschiedenen Ausschnitten einer einzigen Filmsequenz montiert. Die Filmaufnahme ist mit einer fixen Kameraeinstellung gedreht worden und dauert sechs Minuten und siebenundzwanzig Sekunden. Die Tonspur wurde synchron dazu aufgenommen.

In der Arbeit 6min 27sek, 400m wird die Raum-Zeit-Einheit aufgelöst, wodurch die Aspekte Zeit und Raum neu erfahrbar werden und ein neues Raum-Zeit-Gefüge bilden.


AILES D’ALCYONE 2015
AILES D’ALCYONE
2015

Séquences d’une architecture imaginaire



Agathe Mauron

Praxis Mentorin: Andrea Wolfensberger
Theorie Mentor: Andi Schoon
  
Légendes: 

1. Filmexperiment I, Monumentalprojektion im Loop, 00:01:16

2. Ohne Titel, Digitalfotografie, Inkjet auf Photo-Papier, 118 x 78 cm

3. Ohne Titel, 2015, Acryl/ Pigmente auf Papier, 118 x 78 cm

Ailes d’Alcyone ist aus der Faszination für ein Gebäude entstanden, dessen Wahrnehmung sich unter wechselnden Lichtverhältnissen und verschiedenen Perspektiven in Licht und Schatten, Vergangenheit und Zukunft, Fiktion und Traum vewandelt hat. Die Architekturfotografie führte zu experimentellen Filmaufnahmen, der Filmprozess zu einer Reise durch Zeit und Raum. Dabei wurde erforscht, wie urbane Architektur sensoriell wahrgenommen wird und welche Assoziationen sie auszulösen vermag.

Kontakt: E-Mail


Are you my partner? 2015
Are you my partner?
2015

Marlies Aryani Rüegg

Mentorin: Doro Schürch

Video-Performance: 2:14min
Technik: Videokamera
Video ohne Schnitt
Performerin: Marlies Aryani Rüegg
Kamera: Christian Höfliger

Als MA Art Education Studentin bewege ich mich mit dem gewählten Y - Modul für mein Minorprojekt in einem neuen Feld: 
Performancekunst.
Mich interessiert das Erreichen einer Ästhetik im Bild und in der Ausführung.
Ich lasse mich leiten von meiner Neugier für Bewegung über das Medium Körper. Wie komme ich zu einem Ausdruck? Wie beeinflussen Kameraführung, Schnitt, Licht und Ton performative Handlungen? Wie setze ich diese Parameter ein für die Dokumentation; im Wissen, dass diese massgeblich die Video Performance mitformen?
 Ausschnitte aus dem Prozess: Standbilder aus Skizzenvideos. Von der Bewegung mit einem am Körper gebundenen Tuch, welches die Bewegungsfreiheit einschränkt, zum kleineren Tuch, zum Terraband, zum Seil. Die Performance « Are you my partner? « zeigt das Aufnehmen eines 50m Seil.
Bändigt das Seil mich oder ich das Seil? Wir es zum Partner in dieser Performance?

Kontakt: E-Mail


Bätzi 2015
Bätzi
2015

Susan Steiger

Medium: Video 23’

Mentorat: Maria Iorio und Raphael Cuomo

Der Rote Faden meiner Video Arbeit bildet der Ort Seelisberg. Das kleine Bergdorf durchlebte im letzten Jahrhundert viele religiöse und gesellschaftliche Wandlungen. Ab den 1930ern wurden junge Männer durch propagandistische Vorführungen als Missionare angeworben. Einige Jahrzehnte später errichtete der Maharishi Maheshi Yogi Guru sein Imperium im einstigen Grand Hotel Sonnenberg. Und seit Neustem muss die katholische Gemeinde Pfarrer aus Afrika anstellen. Im Video ‚Bätzi' werden die Perspektiven dieser Ereignisse miteinander non-linear verknüpft. Nach einer intensiven Recherchephase im letzten Semester, bin ich im Moment auf der Suche nach einer geeigneten Erzälstruktur. In ‚Bätzi‘ habe ich erstmals mit dem recherchierten Material experimentiert.

1. Video Still: Pfarrer Chidi aus Nigeria in Seelisberg, Reporter SRF 2008
Gesprochener Text: Missionar der Bethlehem Gesellschaft Immensee, der 30 Jahre in Sambia als Priester arbeitete, sagt:                                                                                                                      «Dann hiess es ja jetzt tu ich dich dorthin als Vikar zu diesem Pfarrer, der ein weisser war. […]Ich hatte ein bestimmtes Gebiet mit etwa zehn aussen Zentren. Selbstständig. Ich musste ja vom Vorherigen (die Arbeit) übernehmen. […] So habe ich eigentlich keine Mission gegründet, sondern eine übernommen.»

2. Video Still: Photographie, Kirche in Rhodesien, 1966, Archiv der Bethlehem Gesellschaft
Untertitel zum Bild: Memorandum der Behörden Seelisberg an den schweizerischen Bundesrat in Bern, bezüglich des Verkaufs des Hotel Sonnenbergs an die Maharishi Gesellschaft, 1971, Privatsammlung:                                                                                                                                    «Die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen, ist der neue Besitzer einmal da, wächst das Bedürfnis nach Expansion und das Bedürfnis wird immer Wirklichkeit. Weil man weiss, dass leider nicht alle den verlockenden Angeboten widerstehen können.»

3. Video Still: Photographie, Beerdigung eines Paters, Rhodesien, 1968, Archiv Missionsgesellschaft Bethlehem
Gesprochener Text: Tagesschau SRF 1980, Maharishis in Seelisberg, die Reporterin spricht:        
«So etwas Weltfremdes passt aber nicht in das urchige, urner Bergdorf Seelisberg»

4. Video Stil: Photographie, Hochhaus in Salisbury, Rhodesien, 1965, Archiv der Bethlehem Gesellschaft
Gesprochener Text: Tagesschau SRF 1980, Maharishis in Seelisberg, ein Einwohner von Seelisberg spricht:                                                                                                                                                «Der Kampf war schon immer, weil es einfach etwas Fremdes ist. Und weil sie einfach einen Haufen Geld haben und sie uns die Heimat ringsum aufkaufen. Diese Häuser aufkaufen. Und weil sie einfach immer die sind, die am meisten Geld haben, wenn es etwas zum Kaufen gibt.»

Kontakt: E-Mail-Adresse


BEETlehem 2015
BEETlehem
2015

— Dein Garten bei der Kirche



Janine Strasser 

Mentorat: Urs Gehbauer
Jahr: 2015 (Sommer)
 

Das Ziel des Projekts BEEThlehem ist es, den Grünstreifen zwischen dem Kirchengebäude und der Tramhaltestelle in Bern Bethlehem künstlerisch zu beleben. Anstelle eines geschlossenen Kunstwerks wird ein Ort des Austauschs für die AnwohnerInnen geschaffen. Ein Werk, welches sich also erst durch die beteiligten Personen formt.
Bern Bethlehem ist geprägt durch das Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und sozialen Schichten. Viele haben nicht die Möglichkeit, sich in einem Garten zu betätigen. Ein Gemeinschaftsgartenprojekt bietet sich demzufolge an, in diesem Quartier durchgeführt zu werden.

Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit der evangelisch-reformierten Kirche Bern Bethlehem und Stadtgrün Bern entstanden.

Plakat
Dokumentation

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Website


COLLECTIVE ASSOCIATION 2015
COLLECTIVE ASSOCIATION
2015

Carol Baumgartner

Mentorat: Michael Flückiger und Bernhard Probst

COLLECTIVE ASSOCIATION ist eine interaktive Webapplikation und wird in der medialen Kunstvermittlung eingesetzt. Die Anwendung fordert das Publikum auf, Assoziationen zu ausgewählten Abschlussarbeiten über eine integrierte Bildersuche hochzuladen. Die Assoziationen werden gesammelt und durch einen Algorithmus zu einem kollektiven Bild zusammengeführt, welches in die Ausstellung zurückprojiziert wird. Als Belohnung für die Teilnahme erhalten die BenutzerInnen Zugang zum Archiv aller hochgeladenen Bilder. Die BenutzerInnen vermitteln also untereinander, indem sie sich verschiedene Zugänge zu den Werken anbieten und so die Vielfältigkeit der Rezeption aufzeigen.

Kontakt: E-Mail
Webseite 

Links zur Applikation: http://collective-association.net/?ca=anicia und http://collective-association.net/?ca=eliane


Comment please 2015
Comment please
2015

Im Gespräch durch die Ausstellung «Comment, please» bei sic! Raum für Kunst in Luzern. Simone HofmannMentorat: Eva-Maria Knüsel, Julia Jost Jahr: 2015 

Ein Versuch ausgehend von der eigenen Rolle, der Vermittlerin als «Kommentatorin», die unterschiedlichen Facetten des Kommentierens zu hinterfragen. 
Inwiefern beeinflusst vermitteltes Wissen den Blick des Betrachters? Wie weit sprechen die ausgestellten Arbeiten für sich? Und was ergibt sich im Dialog zwischen Vermittlerin, Publikum und Werk?

Ausgehend vom Ausstellungstitel «Comment, please» sollten die Besucherinnen und Besucher nicht im «klassischen Sinne», sondern vielmehr in einem gemeinsamen Rundgang mit regem Austausch in der Gruppe durch die Ausstellung geleitet werden. Dabei dienten die eigenen Erwartungen an die Kunstvermittlung und die Rezeption von Kunst als Ausgangspunkt für die Konzipierung der «Gespräche durch die Ausstellung». Es galt auszuloten, wie viel Erklärung die jeweiligen Werke beziehungsweise die Betrachter und Betrachterinnen bedürfen.


Basierend auf dem angeeigneten Wissen wurde die Idee, ein grober Ablauf und eine Art Fragenkatalog für die Rundgänge entwickelt. Dieses Wissen setzte sich aus Informationen zu den Künstlerpositionen, den ausgestellten Werken, theoretischen Ansätzen zum Thema des Kommentars in der Kunst, zur Kommentarbedürftigkeit von Kunst und aus dem Feld der Vermittlung zusammen. Damit eine vertiefte Besprechung möglich ist, wurden für die Rundgänge vier Arbeiten ausgewählt. Nach einer kurzen Begrüssung wurden die Anwesenden über das Konzept aufgeklärt und auf die Zurückhaltung der Vermittlerin hingewiesen. Gleichzeitig wurden sie dazu aufgerufen, jederzeit Fragen zu stellen, um an gewünschte Informationen heranzukommen. Auf diese Weise sollten Gespräche ausgehend von den individuellen Assoziationen und Eindrücken der Betrachterinnen und Betrachter angeregt werden. 

PlakatKontakt:
E-MailWebsite sic!


Das Schwarz brachte mir das Licht* 2015
Das Schwarz brachte mir das Licht*
2015

* Pierre Soulages

Melanie Hirt



Mentorat Praxis: Andrea Wolfensberger
Mentorat TheorieAnne Kellein Krauter

Graphitpulver auf Papier, 
0.70 x 3.40 m, 0.71 x 3.30 m,
1.00 x 3.50 m, 1.10 x 3.30 m, 
1.28 x 3.00 m, 1.28 x 3.00 m, 
1.50 x 2.90 m, 1.50 x 3.60 m, 
2.30 x 3.10 m, 0.64 x 2.10 m, 
1.00 x 0.66 x 1.30 m.

Die Installation ist Teil einer Reihe von Arbeiten, die aus einer Experimentierphase entstanden sind. Zentral in diesen Versuchen sind die taktil und visuell-räumlichen Möglichkeiten der Materialien Graphit und Papier und die Körperlichkeit des Arbeitens wie Reiben und Wischen.

Die Installation ist aufgrund der Hängung in einem stetigen Wandel. Zusätzlich wird deren Erscheinungsbild durch die Anwesenheit des Betrachters und seiner Bewegung im Raum beeinflusst. Der Betrachter nimmt das raumteilende Werk aktiv wahr und befindet sich unmittelbar in einem Erfahrungsprozess.

Zitate von Besuchenden:
"Als Betrachterin kann ich meiner Fantasie Raum geben. Ich gebe dieser Arbeit durch das Betrachten Inhalt." Elisabeth

"Ich sehe in einen Kosmos aus Staub. Ich bewege mich, aber es fühlt sich an wie Stillstand, denn alles um mich dreht." Helena

"Davor und dazwischen zu stehen erinnert an Stonehenge: gewaltig gross. […] Der Betrachter ist ganz klein, unbedeutend oder irrelevant. Die Dinger drehen sich weg von mir. Obwohl ich es weiss, frage ich mich was für Leute dieses Stonehenge gebaut haben und wozu." Matthias

"Die Elemente in der Mitte wirken kraftvoll und gleichzeitig zerbrechlich – kleine Löcher lassen Licht durchscheinen. Sie bewegen sich leicht und tanzen einen fast unsichtbaren Tanz." Kathrin

"Durch den Luftzug drehen sich die Bahnen so, dass einmal eine Wand entsteht – später wieder Wege, die sich öffnen.“ Margrit


Der fotografische Roadtrip 2015
Der fotografische Roadtrip
2015

Fabian Unternährer
Mentorat: Nadine Wietlisbach, Direktorin des Photoforum Pasquart

„Because in the end, you won't remember the time you spent working in the office or mowing your lawn. Climb that goddamn mountain.“
Jack Kerouac



Konzept:
Die Idee war das Gestalten eines fotografischen Workshops, welcher darauf abzielte, die eigene Sprache und damit jeweilige Autorenschaft ausfindigzumachen sowie zu fördern.

Ausschreibung:
Bewerben konnten sich Amateure, Studierende wie auch Profis mit einem Portfolio à 15 Bildern und anhand eines Arbeitsvorhabens. Ein Grundverständnis für fotografische Geräte sowie das persönliche Erscheinen an den geplanten Gruppentreffen wurde vorausgesetzt.

Bild: „Austausch und Dialog während dem Workshop im Photopasquart.“

Plakat zum Projekt

Videolink

Bilderblog zum Workshopverlauf

Website

Kontakt: 
E-Mail
+41 78 672 50 10

Mitwirkende Institution:
www.photoforumpasquart.ch/


Die Geradenstücke 2015
Die Geradenstücke
2015

Aldir Polimeris

Praxis Mentorat: Michael Mischel, Theres Roth-Hunkeler
Theorie Mentorat: Theres Roth-Hunkeler

Videoinstallation 
Dauer: Variabel 
HD-Digital-Video 
2 x Stereo Audio 

und

«Abschluss/Texte» 
Heft, 56 Seiten, geheftet Digitaldruck, farbig 

«Wir alle wissen, Objektivität ist eine urreichbare Tugend. Aber warum haben wir die alte Gewohntheit beibehalten zwei, drei Schritte rückwärts zu gehen,
um uns, am Kinn kratzend, die Sache von Weitem Anzuschauen? Die Sache von Weitem ist nicht dieselbe wie jene von Nahem.» 
(Peinliche Rede in «Abschluss/Texte», S. 11- 12) 

Aldir Polymeris’ Abschlussarbeit ist mehrteilig. „Die Geradenstücke“ ist ein Videoinstallation. Auf einer weissen Wand in einem dunklen Raum werden Gebäude(-teile) projiziert. Diese wurden von einem vorbeifahrenden Auto aus gefilmt und später frame-by-frame maskiert und freigestellt. Die Fenster, Türen, Bäume und Hochhäuser fliegen durch die Leinwand, der maskierende Rahmen fliegt mit, aber zittert leicht. Ein Video dauert nur einige Sekunden. Mehrmals aneinandergereiht macht sich ein, dem Bild inhärenter Rhythmus bemerkbar. Polymeris beschliesst, diesen Rhythmus durch Schlagzeuggeräusche zu unterstreichen. Jedoch sind sowohl die Sicht auf die „dargestellte Sache“ wie auch der Ton durch die Distanz gestört. Bäume ziehen vor dem maskierten Hochhaus und stören die Sicht. Die Fenster reflektieren die Gebäude der gegenüberliegenden Strassenseite, der Ton schwindet, die Qualität wird mangelhaft.


Der andere Teil der Arbeit sind Texte in verschiedenen Formaten. Es gibt Texte, die über frühere Arbeiten sprechen. Es gibt Texte, die die Kunst beschimpfen, und solche, die das Geschumpfene revidieren. Illustriert und gelayoutet vom Autor selbst, stets zu Ihren Diensten. Auf 14 hochwertige glossy 115g/qm-leichte A3-Blätter gedruckt, zu einem 56-seitigen Heft gebunden, bzw. geheftet. Erstmals in einer Auflage von 21 erschienen. Zweite Auflage in Vorbereitung. Danke und liebe 

Kontakt: E-Mail
Website


Die interkulturellen Sommerwochen - Swiss Art Education meets Bosnia 2015
Die interkulturellen Sommerwochen - Swiss Art Education meets Bosnia
2015

Yasmin Mattich



Mentorat: Ursula Jakob 
Jahr: 2015 (16. Juli - 17. August)
 

Ein interkulturelles Projekt zwischen der Schweiz und Bosnien mit Unterstützung der freiwilligen Organisationen IKJF und Narko-Ne und in Zusammenarbeit mit der Hochschule der Künste Bern

Die «Interkulturellen Sommerwochen» ist ein interkulturelle Projekt zur Jugendförderung zwischen der Schweiz und Bosnien-Herzgowina. Eine Gruppe von sechs Schweizer Studenten der Kunsthochschulen Zürich, Bern und der PH Luzern reisten für vier Wochen in die mittelbosnische Kleinstadt Novi Travnik, um gemeinsam mit fünfzehn freiwilligen Jugendlichen aus der Stadt und Umgebung kreative Freizeitangebote für die Kinder (5-12 Jahre) zu gestalten. Durch das Anleiten der Jugendlichen wurden zum Thema «Express your identity - me and my environment» verschiedene Workshops in den Bereichen Kunst, Experiment und Sport erarbeitet und realisiert. Bei der Durchführung der Workshops nahmen wir Schweizer Studenten vor allem die Funktion als Mentoren ein und unterstützen die Jugendlichen als Experten mit pädagogischem und künstlerischem Hintergrund bei der Konzeption und Realisation der Workshops. Durch die Einführung in grundlegende Organisationskonzepte wurden die bosnischen Jugendlichen in ihren Kompetenzen als verantwortungsbewusste Vermittler geschult. Gleichzeitig sollte anhand eigener künstlerischer Projekte neue Zugänge für einen experimentiellen Umgang mit alltäglichen Medien geschaffen werden.
Während dem ganzen Projekt stand dabei eine Vermittlung im Fokus, die nicht nur den Spagat zwischen den beiden Kulturen zu meistern versuchte, sondern vor allem auch als Mittel zur Förderung von Team- und Führungskompetenzen der Jugendlichen in Einsatz kam.

Innerhalb der ganzen Projektdauer erfolgte im gesamten eine Vermittlung auf verschiedenen Meta-Ebenen: 

a) Vermittlung von künstlerischen Inhalten
Die Vermittlung von künstlerischen Inhalten bezieht sich einerseits auf die Kinder-Workshops und die somit verbundenen sprachlichen Barrieren, andererseits aber auch auf die Art und Weise, wie die eigenen, von der Ausbildung mitgebrachten «Visionen» von künstlerischen Ansätzen, den Jugendlichen auf eine lustvolle Art und Weise vermittelt werden konnten. Um die Jugendliche für einen offenen Umgang mit experimentielleren Herangehensweisen und künstlerischen Techniken begeistern zu können, war es wichtig, diese auch für die Volunteers erfahrbar zu machen. Das freie Nachmittagsprogramm wurde deshalb von einem - eigens für die Jugendlichen konzipierten - Workshops dominiert, in denen selbstständig eigene künstlerische Projekte umgesetzt wurden.
Im Umgang mit Medien Film, Fotografie, Land-Art und Zeichnung setzten sich die Jugendlichen zum Thema «Express your identity - me and my environment» mit ungewohnten Arten der Beobachtung und Freizeitbeschäftigung auseinander. Um den Volunteers einen leichteren Zugang zu experimentiellen Ansätzen zu ermöglichen, wurde Wert darauf gelegt, die Projekte in Bezug zu den Volunteers und ihrer Umgebung zu setzen. Aktuelle jugendspezifische Themen, wie beispielsweise das Selfie, aber auch vertraute Medientools, wurden dabei neu interpretiert und in die Projekte miteinbezogen.
Durch die Projekte lernten die Jugendlichen auf eine vielfältige Art und Weise, ihre Stadt und nahe Umwelt zu beobachten und zu dokumentieren: Es wurden Kurzfilme über die Thematik der persönlichen Hobbies gedreht, mit ungewohnten fotografischen Perspektiven experimentiert oder sich in der Stadt mit der Handykamera auf die Suche nach unterschiedlichen Arten von Logos und Schrifttypen gemacht. Neben dem Ziel einer Sensibilisierung der eigenen Beobachtungsweise, sollte den Jugendlichen gleichzeitig neue Zugänge zu alltäglich verwendeten Medien, wie beispielsweise das Handy, geschaffen werden. 

b) Vermittlung von Organisationskonzepten und pädagogischen Visionen
Während den Kinder-Workshops übernahmen hauptsächlich die Jugendlichen die Leitung durch das Programm. Damit wurde das Ziel verfolgt, die Volunteers in ihren Team- und Führungskompetenzen zu fördern. Die Nachmittage wurden hauptsächlich dazu genutzt, um die Volunteers in grundlegende didaktische Organisationskonzepte einzuführen (Timetable, Zeitmanagement, thematische Kontinuität etc.). Als Personen mit vorwiegend pädagogischem und/oder künstlerischem Hintergrund nahmen wir Studenten gezielt die Position als Mentoren ein: Mit verschiedenen Inputs versuchten wir die Jugendlichen in Bezug auf Vermittlungsfragen zu schulen und sie bezüglich eines sinnstiftenden Aufbaus innerhalb der  einzelnen Kinder-Workshops zu sensibilisieren. Dabei bildete die gemeinsame Reflexion einen wesentlichen Bestandteil: Jeweils im Anschluss der Kinderworkshops erfolgte in Kleingruppen eine Diskussion und Auswertung der gesammelten Beobachtungen und Erfolge, bwz. Misserfolge.
Im fortschreitenden Ablauf der interkulturellen Sommerwochen gewannen die Volunteers in ihrer Funktion als Leiter der Kinder-Workshops kontinuierlich an Sicherheit und Routine. Aufgrund ihrer stetig wachsenden Sammlung an Erfahrungen und Formen von Vergleichsmöglichkeiten erkannten die Jugendlichen vermehrt die Wichtigkeit von inhaltlichen Zusammenhängen und das Sicherstellen einer gewissen Kontinuität innerhalb der einzelnen Workshop-Teile.

c) Vermittlung zwischen unterschiedlichen Kulturen und Interessen 
Während des Projekts stiess ich als Vermittlerin immer wieder auf kulturelle Hürden, seien es sprachliche Barrieren oder persönliche Interessensdifferenzen der Jugendlichen, sowie innerhalb unseren studentischen CH-Teams. Aus diesen Gründen war es wichtig, nicht nur den interkulturellen Austausch zwischen mir und den bosnischen Jugendlichen zu fördern, sondern auch innerhalb unserer schweizerischen Gruppe eine intensive Kommunikationskultur zu pflegen, in der jegliche Form von Meinungsaustausch Platz fand. Die Fähigkeit, Kompromisse einzugehen und die Kompetenz, im Team Entscheidungen zu fällen und nach Lösungen zu suchen, ist nur eines meiner vielen persönlichen Lernfazite dieses Projekts. 

Ausgewählte Bibliografie 

  • MaryAnn F. Kohl, Die Kunst-Ideen-Kiste für Kinder. Kreativ experimentieren mit neuen Techniken. Mühlheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr 2005. 
  • Fiona Danks, Werkstatt Natur. 101 Ideen zum Spielen Gestalten und Werken. Aarau: AT-Verlag 2010. 
  • Ute & Tilman Michalski, Kreatives Gestalten. Malen, Zeichnen, Drucken, Filzen. Ravensburg: Ravensburger Buchverlag Otto Maier 2005. 

Kontakt: E-Mail
Links:
Website IKJF 
Dokumentation (Blog) 


Ein Ver­mittlungs­konzept für die Deutsche Bibliothek in Freiburg 2015
Ein Ver­mittlungs­konzept für die Deutsche Bibliothek in Freiburg
2015



Aline Roux



Mentorat Praxis: Alice Kohli
Mentorat Theorie: Ruth Kunz

Im Rahmen der Masterarbeit wurde ein angewandtes Vermittlungskonzept für die Deutsche Bibliothek in Freiburg erarbeitet. Dieses Projekt zeigt Möglichkeiten auf, wie mit bescheidenen Mitteln ein Moment der Vermittlung zwischen Institution und Bibliotheksbesucher realisiert werden kann. 

Mobile szenografische Interventionen aus Papier werden mit freien Informationen aus dem Internet bespielt und ermöglichen dem Besucher eine zusätzliche Inhaltsebene, die über den blossen Bücherverleih hinausgeht. Mittels Kurzinfos, QR-Codes und einem Blog gelangt der Besucher zu weiterführenden Inhalten oder kann selbst Inhalte generieren.

Ziel des Projektes ist, dass die Bibliothek das Konzept zukünftig selbstständig weiterführen und szenografische Interventionen zu unterschiedlichen Themenkreisen ausarbeiten kann. 

Kontakt: E-Mail
Website


Entlanglaufen 2015
Entlanglaufen
2015

Eliane Hürlimann

Theorie Mentorat: Ruth Kunz
Praxis Mentorat: Beat Frank
Technik: Tusche auf Papier
150 x 135 cm, 50 x 230 cm, 159 x 232 cm, 159 x 464 cm, 135 x 456 cm

Entlanglaufen. Die innere Dynamik des Fliessens bezieht sich auf das Zeichnen und Schreiben gleichermassen. Durch das Dahingehen wird eine neue Dimension eröffnet. 

Die Tusche vermengt sich mit Wasser und dehnt sich aus. Die Deckungsungleichheit von ursprünglich gesetzter Zeichnung und ihrer zeitlichen Verschiebung führt zur erweiterten Denkweise. Die Gesetzmässigkeiten im Bild sind vorhanden und das Zeichnen bildet neue Sachen aus, die unvorhersehbar sind. Erst im Werden nimmt das Bild Gestalt an. 

Das Gedachte wird umgewandelt in eine äussere Form. Im Prozess einer geschriebenen, gesprochenen oder gezeichneten Anordnung von gegenwärtigen Gedanken entstehen Reibungen, die ein weiterführendes Tun ermöglichen. 


Es krabbelt, summt und fliegt … 2015
Es krabbelt, summt und fliegt …
2015

Eine Projektwoche an der Primarschule Linde Biel

Flurina Affentranger

Mentorat: Jacqueline Baum, Ruth Kunz
Jahr: 2015 
 

Die Primarschule Linde Biel realisierte vom 4.-8. Mai 2015 unter dem Themenkomplex «Kunst» eine stufenübergreifende Projektwoche. «Es krabbelt, summt und fliegt... Wir entdecken die Welt der Insekten mit Farbe, Draht und Papier» war eine Ergänzung zu den Projekten, welche von den Klassen- und Fachlehrpersonen der Schule Linde durchgeführt wurden. 
Die Welt der Insekten bildete den thematischen Kern dieses Projektangebotes. Diesem Ansatz liegt die konzeptionelle Idee zugrunde, den Zugang zum Gestalten in der unmittelbaren Lebenswelt zu finden. Ausgehend von Präparaten, gesammelten lebenden Insekten, Fotografien und Illustrationen entwickelten die Schülerinnen und Schüler aus dem Wechselspiel von Anschauung und Vorstellung eine Bilderwelt zum Thema. 

Die handwerklich-technischen Schwerpunkte lagen in einfachen druckgrafischen Verfahren, zeichnerischen Umsetzungen und plastischem Arbeiten mit Draht und Recyclingmaterialien. Das Schulzimmer wurde zur Werkstatt, in der ein methodischer Balanceakt zwischen aufgabengeleitetem Arbeiten und Ansätze ästhetischer Forschung erprobt wurde.

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Essen im öffentlichen Raum 2015
Essen im öffentlichen Raum
2015

Laura Grubenmann, Luca Pitsch, Anna-Lena Schroers
Mentorat: Polania Felipe

Am 19., 20. und am 21. Juli 2016 wurde an unterschiedlichen öffentlichen Orten in Bern ein langer, festlich gedeckter Tisch mit Speisen und Getränken positioniert. Ohne Ankündigung und Bewilligung wurde die Szene in Kürze auf- und nach dem Essen wieder abgebaut. Passanten und Passantinnen die zufällig vorbei gingen, wurden eingeladen Platz zu nehmen und gemeinsam Abend zu essen.
Die ausgewählten Plätze zeichnen sich dadurch aus, dass sie zum Verweilen geplant sind, aber nur selten dazu genutzt werden. Indizien wie Bänke, kleine Plattformen oder nicht privatisierter, verkehrsfreier Raum kennzeichnen sie. Es sind Orte die keine klare Funktion haben. Oftmals sind sie nur spärlich beleuchtet oder von starkem Verkehr umgeben.
Für die aufgedeckten Speisen sowie das Grilligut, wurden grösstenteils nicht mehr verkäufliche Produkte verwendet, die von zwei Grossflialen und vom Berner Samstagsmarkt bezogen werden konnten. Die Abendessen konnten den Passanten und Passantinnen dadurch kostenlos offeriert werden.
Die Gastfreundschaft, die Nutzung von öffentlichen nicht benutzen Plätzen und der Akt des gemeinsamen Essens standen somit als Themen im Zentrum dieser Arbeit.


Facetten der Aufmerksamkeit 2015
Facetten der Aufmerksamkeit
2015

Barbara Born

Mentorat Praxis: Karoline Schreiber
Mentorat Theorie: Ruth Kunz

Technik: Tusche auf Papier

Wie gehen Besuchende durch eine Kunstausstellung?
Wie betrachten sie die Werke? Was sagt ihre Körperhaltung aus? Wie beginnen sie das Gespräch über ein ausgestelltes Kunstwerk? Welchen Bezug haben sie zur visuellen Kultur? Wie verhalten sie sich im Kontext von Vermittlungsformaten?



Für meine Masterarbeit ging ich von einem Phänomen aus, das ich bei mir selber festgestellt  hatte: bisher war ich nämlich mindestens so sehr an den Besuchern in Ausstellungen wie an den Exponaten selber interessiert gewesen.
Während mehreren Monaten beobachtete ich Besucher in Ausstellungsräumen zu zeitgenössicher Kunst in der Region Bern. Die vor Ort gesammelten Skizzen und Notizen, wurden zusammen mit meinen Bildern aus der Erinnerung im Atelier zu einer Zeichnung verdichtet, welche ein spezifisches Verhalten auf ein bestimmtes Kunstwerk oder die Ausstellung (das Ausstellungs-Vermittlungsformat) generell ausdrückt.

Meine Zeichnungen bewegen sich zwischen Malerei und Comics. Sie fungieren einerseits als Reportagenbilder und Porträts und nehmen andererseits eine Vermittlungsfunktion zwischen Kunst und Betrachter ein, da sie einen für den Moment des Kunst-Betrachtens sensibilisieren. Welchem Aspekt des Werkes schenken sie ihre Aufmerksamkeit zuerst? Und wie drückt sich die jeweilige Aufmerksamkeit überhaupt aus?

Im Gegensatz zum praktischen Teil, wo das körperliche Verhalten und die Mimik der Besucher gestalterisch vermittelt werden, liegt der Fokus im schriftlichen Teil der Thesis auf ihren verbalen Äusserungen. Was sagen die Leute und wie sagen sie es? Welche Erkenntnisse bezüglich ihres Verhältnisses zur Ausstellung, zu einzelnen Werken oder zur Kunst sind daraus zu gewinnen?

Kontakt: E-Mail


Festland 2015
Festland
2015

Publikation, 416 Seiten, 170x283cm, Fadenbindung, Leineneinband

Anna-Lena Schroers in Zusammenarbeit mit Stefanie Halbeisen

Mentorat: Daniela Keiser

Kontakt: E-Mail-Adresse

Während durch die Schengen-Verträge die Grenzen innerhalb Europas durchlässiger wurden, wird die Aussengrenze zementiert. Eine scharfe Linie zeichnet sich ab und umschliesst ein Gebiet, das auch als Festung Europa betitelt wird.
Auf der Suche nach der eigenen Position, entschliessen wir uns zu einer geografischen Raumerfassung. Zu Hause, in mitten dieser Festung unternehmen wir eine Reise. Dorthin wo die Verträge aufhören und das vermeintliche Aussen beginnt. Auf einem virtuellen Spaziergang folgen wir der geografischen und politischen Aussengrenze des Schengen-Gebietes in ihrer gesamten Länge. Startpunkt unserer Reise ist der von unserem Zuhause nächst gelegene Punkt auf der Grenzlinie - ein Parkplatz in einem Aussenbezirk Genuas.
Als Transportmittel benutzen wir Google-Earth. Unsere Aussicht beschränkt sich auf die 17 Zoll unserer Laptopbildschirme. Alle 50 km lassen wir das Google-Street-View Männchen auf die Erde fallen. Nach drei Schritten vorwärts oder zurück richten wir in der 360° Rundumsicht, die das Programm zur Verfügung stellt, den Blick weg von Europa, hinaus in die Ferne. Screenshot.
Hin und wieder unternehmen wir einen Abstecher vom eigentlichen Weg und erlauben uns eine Pause auf einer nahe gelegenen Insel. Wir treffen auf Orte der perfekten Idylle, der Sehnsüchte und der Utopien. Orte, die zugleich Wirklichkeit und ihre eigenen Metaphern zu sein scheinen. Von dort blicken wir zurück in Richtung der grossen politischen Schengen-Insel.


Finde die Kreativwerkstatt, Stationenrätsel, Werkstatt und Luftballonaktion 2015
Finde die Kreativwerkstatt, Stationenrätsel, Werkstatt und Luftballonaktion
2015

Anicia Gerber
Mentorat: Maren Polte und Jacqueline Baum

Im Rahmen des Stadtfestes Bern 2016, welches in Bümpliz-Bethlehem ausgetragen wurde, öffnete die HKB für das interessierte Publikum ihre Türen. In enger Zusammenarbeit mit der internen Abteilung für Kommunikation wurde ein zweitägiges attraktives Programm mit dem Projekttitel Finde die Kreativwerkstatt konzipiert. Ein Stationenrätsel mit neun Posten führte die Besucher an die HKB. Am Samstag arbeiteten Kinder und Erwachsene in der Kreativwerkstatt durchgehend an einer gemeinsamen Fantasiestadt. Am Sonntag wurde die gestaltete Stadt von den Kindern abgebaut, zerlegt, auf Postkarten geklebt und an Luftballons gemeinsam in den Himmel steigen gelassen. 

Kontakt: E-Mail


FISTCURATOR 2015
FISTCURATOR
2015

Lisa Kirschenbühler

Mentorat: Daniela Mittelholzer und Andi Schoon

Der Fistcurator wurde anlässlich der Ausstellung Place Fist Here Bro! von Beni Bischof (14. Februar - 21. Juni 2015) im Kunstmuseum St. Gallen ins Leben gerufen. Er ist dort im Rahmen eines Vermittlungsprojektes zur Ausstellung bezüglich der Master-Thesis entstanden. Der Fistcurator ist eine fiktive Person, ursprünglich ein Annäherungsversuch an Beni Bischofs Kunst und ein Klärungsversuch des Feldes zwischen Kunst Vermitteln, Kuratieren und Betrachten.

Die Arbeitsmethode des Künstlers ist zentrale Ausgangslage für das entstandene Projekt. Sie ist das Vermittlungsanliegen und gehört zum Konzept. Mit der Zeit hat der Fistcurator begonnen, die Arbeitsmethode nicht nur zu vermitteln, sondern sie sich selber anzueignen. Daran angelehnt startete der Fistcurator über die Ausstellungsdauer hinweg drei spielerische Interventionen. An einer davon kann hier vor Ort mitgemacht werden.

Der Fistcurator hat während der letzten vier Monate Kontakte geknüpft und begonnen, sich von Beni Bischof und dem Kunstmuseum St. Gallen zu emanzipieren. Auch nach der Ausstellung von Beni Bischof wird er weiterhin sein Unwesen treiben.

Kontakt: E-Mail

Der Fistcurator stellt sich vor
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Theorie/Doku


Fleische 2015
Fleische
2015

Livia Künzi


Mentorat Praxis: Urs Aeschbach
Mentorat Theorie: Markus Stegmann

Malerei, Gouache auf Hartfaserplatten

Eine malerische Auseinandersetzung mit dem Material Fleisch ist Ausgangspunkt dieser Bachelorarbeit. Fleisch; als Nahrungsmittel und Konsumprodukt, sowie als Baustoff meines eigenen Körpers und aller Lebewesen.
Durch Besuche im Schlachthof, Metzgereien sowie einer Fleischverarbeitungsfabrik und die schlussendliche Umsetzung in die vier entstanden Bilder, entstand eine Auseinandersetzung mit der eigenen Positionierung und Betrachtung. Was ist Fleisch? Was ist das Abbild von Fleisch? Wo ist das Leben im Fleisch und wo liegt das Lebendige in der Malerei?

Die Theoriearbeit behandelt den unterschiedlichen Umgang mit Fleisch, anhand von zwei Gemälden von Lovis Corinth und Jenny Saville. Die eigene Untersuchung des «geistigen» in der Malerei ist Ausgangspunkt des Vergleiches.



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Fliessende Formen 2015
Fliessende Formen
2015


Nadja Künzli


Theorie Mentorin: Maren Polte
Praxis Mentorin: Andrea Wolfensberger

Material: Polyurethan, 190 cm x 190 cm x 146 cm.

Ausgehend vom Thema Wasser mit seinen vielen faszinierenden Facetten stand am Anfang der Arbeit eine Reihe von Experimenten mit verschiedenen, fliessenden und formgebenden Materialien. Dabei stellte sich Zinn als besonders inspirierender Werkstoff heraus.
Ein kleines, durch Giessen entstandenes Zinnobjekt sollte in eine andere Grösse transferiert werden. Beim Eruieren des geeigneten Materials sowie der Umsetzungsmöglichkeiten zeigten sich vielfältige, aber auch eingrenzende Aspekte mit Auswirkungen auf die Form und deren Wahrnehmung.

So wurde durch wochenlanges, manuelles Erarbeiten eine Skulptur geschaffen, die auf einer in Sekunden zufällig entstandenen Form basiert.

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Webseite
Dokumentation


form follows function 2015
form follows function
2015

Laura Zarotti

Mentorat: Catherina Ziessler
Jahr: 2015 
 

Das Projekt ‹form follows function› lässt sich als eine gestalterische Intervention im Aussenraum des Bundesasylzentrums Juch in Zürich Altstetten beschreiben.

Die Gestaltung wird funktional verstanden, da die VermittlerInnen das Bedürfnis der BewohnerInnen nach mehr Raum und Rückzugsmöglichkeiten thematisieren.

Sie wollen mit einem praktischen, handwerklichen Ansatz beispielhafte Arbeit leisten, die in den Zentrumsalltag integriert werden kann.

Der Aussenraum des Zentrums wird am Auffahrtswochenende (15.-17.5.2015) und vier nachfolgenden Einzeltagen (20.5/28.5/30.5/5.7) von den VermittlerInnen und den BewohnerInnen in gemeinsamer Arbeit bespielt und bewohnbar gemacht.

Plakat
Konzept


Homogene Flächen 2015
Homogene Flächen
2015

Alexandra Uehlinger


Praxis Mentorin: Patricia Schneider
Theorie Mentorin: Maren Polte

Technik: Tiefdruck und Texte
Grösse: sieben Abzüge à 6.5 x 8.5cm

Als Ausgangslage meiner Arbeit diente der Fehler. In einer definierten Versuchsanordnung wurden technische Fehler bewusst provoziert und untersucht. Die unterschiedlichen Versuchsreihen wurden im Tiefdruck durchgeführt, da dieser eine kleine Fehlertoleranz hat. In einer dialogischen Ebene habe ich mich theoretisch mit dem Thema auseinandergesetzt. Dieser Dialog findet zwischen mir und dem Fehler statt.

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I Gatti di Roma 2015
I Gatti di Roma
2015

Eva Rekade

Mentorat: Karoline Schreiber

Kontakt: E-Mail-Adresse

«Es war viel zu heiss, als der Tiger und ich in Rom aus dem Zug stiegen. Hechelnd versuchte er, seine Körpertemperatur herunter zu kühlen. Noch bevor ich mich orientieren konnte, drohte er auf der stickigen Strasse vor dem Bahnhof zu kollabieren. Um weiteres Übel zu verhindern, beschloss ich, ein Taxi direkt zum Hotel zu nehmen.
Unser Hotel lag gleich beim Pantheon und nur einige hundert Meter entfernt von der Ausgrabungsstätte und dem Katzenasyl beim Largo di Torre Argentina. Ich wollte in der römischen Katzenkolonie für eine Geschichte recherchieren, und mein Kater, der Tiger, hatte angeboten, mich dabei zu unterstützen.»

I Gatti die Roma ist ein Reisebericht in Form eines Bilderbuches. Mit unaufgeregter, etwas lakonischer Sprache erzählt die Autorin, Eva Rekade, von ihrer Reise nach Rom in Begleitung ihres Katers. Dazu entstanden sind 17 Zeichnungen, die dieses Abenteuer auch visuell beschreiben.

Originalillustrationen: Filzstift und Lackstift auf Karton

Format des Buches: 297 x 210mm / 34 Seiten / Hardcover


ihres Weges 2015
ihres Weges
2015

Kathrin Fröhlin

Mentorat: Johannes M. Hedinger, Hugo Ryser, Annika Hossain

eine urbane Bildergeschichte

Ein verlorener Ort, der ambivalente Gefühle auslöst und an welchem sich gesellschaftliche und kulturelle Widersprüche einer urbanen Situation manifestieren, nahm ich als Ausgangspunkt für eine Recherche über öffentlichen Raum und Orte der informellen Bildung.
Eine Passage im Ostring in Bern machte ich für einen Monat zu „meinem Atelier“. Nach einer ersten Zeit des Beobachtens und der Auseinandersetzung mit den Benutzerinnen und Benutzer und mit den vorgefundenen Codes und visuellen Spuren entstanden verschiedene „Urban Interventions“. Diese künstlerischen Setzungen sollten als kleine Eingriffe in die Alltagswelt zum kurzen Innehalten einladen und die Möglichkeit bieten, den Ort anders wahrzunehmen. Als Künstlerin und Vermittlerin hinterliess auch ich temporäre Spuren. Dabei nahm ich Bezug auf die Graffitifragmente, welche von der Geschichte des Durchgangs als legaler Ort für Sprayer zeugt und auf die Schilder „Wege zu Klee“, welche den Weg zum nahegelegenen Zentrum Paul Klee weisen. In dieser interessanten Situation des Aufeinandertreffens von Pop- und Hochkultur siedelte ich meine Interventionen an.

Die gemachten Erfahrungen erzähle ich in der urbanen Bildergeschichte „ihres Weges“ einer Installation mit Video und Audioslideshow.

Theorie 

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iLankai இலங்கை [Ilaṅgeii] 2015
iLankai இலங்கை [Ilaṅgeii]
2015

Mira Buck

Videoinstallation, 17min, geloopt

Mentorat Praxis: Marina Belobrovaja, Markus Fehlmann, Daniela Keiser

Mentorat Theorie: Andi Schoon

In meiner Bachelor-Thesis beschäftigte ich mich mit Sri Lanka und der Rezeption der dortigen aktuellen gesell­schaftspolitischen Ereignisse in den westlichen Medien. Dabei geht es mir um den stigmatisierenden westlichen Blick, der die vom Bürgerkrieg betroffene Bevölkerung zu Unmündigen erklärt.
Meine Videocollage enthält Video- und Tonaufnahmen, die ich in Chavakacheri/Sri Lanka gemacht habe, sowie Found-Footage-Bilder aus dem Nachrichtenarchiv des SRF und besteht aus drei Erzählebenen: Im Mittelpunkt der Videocollage stehen die Portraits. Dabei erzählen Kanaga, Sugarithiks, Lavan und Janini ihre Ge­schichten eines besonderen Ortes. Zu sehen sind einzig die Untertitel welche ihre Tamilischen Worte ins Deutsche übersetzen.
Die Aufnahmen des Hinterhofes, sind mit zwei Off-Stimmen unterlegt, die zwei unterschiedliche Perspektiven meiner Auseinandersetzung darstellen. Der erste, narrative Part wird von Elisabeth Caesar in Hochdeutsch und der zweite, lyrische von mir selbst in Berndeutsch gelesen.
Die von mir eingebauten Nachrichtenbilder zeigen Aus­schnitte die symbolisch für die westliche Berichterstattung steht.


Im Sektionssaal 2015
Im Sektionssaal
2015

Fabian Unternährer

Mentorat: Anna-Lydia Florin

Technik: Leica M 246 Digital Schwarz-Weiss
 

«Im Sektionssaal» ist ein Buchprojekt, das im Rahmen eines Auftrages des anatomischen Instituts der Universität Bern entstanden ist. Es ist eine Zusammenarbeit mit dem Kurator und Autor Dr. phil. hist. Andreas Schwab. Die Texte entstanden aus Interviews mit den im Sektionssaal anwesenden Ärztinnen und Ärzten und den Studierenden. Die Interviewfragen drehen sich um die erste Sektion, die Beziehung zu den Leichen und die Bedeutung der Körperspende. Andreas Schwab hat die Interviews geführt und die Texte zusammengefasst. Fabian Unternährer hat das Bildmaterial dazu geliefert. Gemeinsam ordneten sie die Zitate den jeweiligen Bildern zu und entwickelten eine Chronologie.

Website
Kontakt: E-Mail-Adresse


Im Treppenhaus 2015
Im Treppenhaus
2015

Anicia Gerber

Praxis Mentorin: Karoline Schreiber
Theorie Mentorin: Anne Krauter


Technik: Ölkreide auf Aquarellpapier
Grösse: 50 cm x 65 cm

Ich zeichne Pflanzenarrangements, die ich in Treppenhäusern verschiedener Bieler Mehrfamilienhäusern vorgefunden habe. Einerseits interessieren mich Licht und Raum, andererseits spüre ich mit meinen Zeichnungen beiläufigen Stillleben im halböffentlichen Raum unserer Zeit nach.

Die theoretische Arbeit setzt sich mit dem spezifischen Raum dieser Pflanzen auseinander und beleuchtet den Designaspekt, welche diese Topfpflanzen mit sich bringen. 

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Inszenierte Archive / Das arme Bild 2015
Inszenierte Archive / Das arme Bild
2015

Helena Schmidt

Mentorat Praxis: Stefan Sulzer
Mentorat Theorie: Jacqueline Baum

15 Bild-Text-Paare
Digitaldruck gerahmt

Die Faszination am Sammeln und archivarischen Arbeiten in der Kunst und die durch das Internet wieder aufgekommene Aktualität von Archiven in zeitgenössischen Werken bilden den Impuls für die theoretische Arbeit zum Thema «Inszenierte Archive». Ausgehend von der Recherche in der wissenschaftlichen Arbeit wurde ein Online-Materialpool (helenaschmidt.com) angelegt, in dem kollektiv Inhalte zum Thema «Das arme Bild» gesammelt wurden. Neben dem Bildarchiv entstand auch eine Textsammlung. Die ausgestellte Arbeit zeigt eine Setzung ausgewählter Bilder und Textfragmente aus dem erstellten Archiv — die gezeigten Kombinationen basieren größtenteils auf einem Zufallsgenerator.

Theoriearbeit/Doku
Link zur Bildersammlung

Kontakt: E-Mail


Kap 2015
Kap
2015

Laura Straub

Praxis Mentorat: Andrea Wolfensberger, Karin Lehmann
Theorie Mentorat: Maren Polte

Materialen:
Drei Skulpturen aus Stoff und PUR-Giessharz.
Eine Skulptur aus Styropor und Stoff.

Im Vordergrund der Fragestellung «in welchen Beziehungen der Mensch zum Raum steht und wie diese Verhältnisse sich durch ein Objekt im Raum verändern» entwickelt sich eine skulpturale Arbeit, welche sich während eines längeren Arbeitsprozesses in situ entwickelte.
«Kap» ist der Versuch einer rauminstallativen Anordnung von unterschiedlichen Objekten, welche den Besucher auf verschiedene Arten in seiner Raumwahrnehmung beeinflussen soll, indem er atmosphärisch umfangen, wie auch emotional und physisch involvieret wird.

Kontakt: E-Mail
Webseite


LA SERRE 2015
LA SERRE
2015

Création d’un espace d’art à Fétigny

Jodie Zbinden

Mentorat: Alain Jenzer

LA SERRE est née de l’envie de créer un espace d’art au coeur du village de Fétigny, 900 habitants. Ce lieu particulier –du fait de sa forme de serre en verre de10m2  et de sa visibilité totale grâce à sa place au centre du village – est destiné à exposer de jeunes artistes de la scène contemporaine suisse. Ainsi, LA SERRE permet à l’art de se frayer un chemin là où il n’est d’ordinaire que peu présent, souvent de par le relatif éloignement des pôles culturels urbains. 
Cette incursion artistique qu’est LA SERRE – grâce à sa proximité, sa simplicité, sa convivialité et à l’organisation d’un brunch en présence de l’artiste – cherche à ouvrir un nouveau territoire de rencontre entre art et public. 
Chaque artiste élabore une proposition artistique inédite pensée pour le lieu de LA SERRE, qu’il vient réaliser dans le village même de Fétigny. Un échange mutuel se crée dans lequel l’artiste profite du réseau social villageois afin d’avoir accès à des ressources humaines et matérielles, permettant de ce fait un dialogue et une collaboration directs entre lui et les habitants.

Le travail théorique reprend quant à lui chaque étape de création de ce lieu, tout en détaillant les principes chers au projet, les réflexions, les décisions et les rencontres faites tout au long de sa réalisation. 

Doku
Fotodoku

Kontakt: Website
www.laserre.ch


Langweilig ist — das Kissen auf meinem Bett 2015
Langweilig ist — das Kissen auf meinem Bett
2015

Marlies Rüegg
Mentorat: Stefan Sulzer

Technik: Olympus OM 20 1987

Material: Analoge Fotografien gescannt und geplottet
Grösse: 109x72cm coated paper
Kontakt: E-Mail

Ist das hier, das Langweiligste, was ich heute gesehen habe?

Ausgehend von der analogen Filmrolle, die 24 Bildern Platz bietet, entstand die Idee an 24 Tagen jeweils eine einzige Aufnahme zu machen vom langweiligsten Gegenstand, welcher mir an diesem Tag begegnet. Die persönliche Betrachtungsweise und das Moment des one chance - one shot für ein Bild sind leitende, konzeptionelle Gedanken dieser Arbeit. Was umgibt uns, was langweilig ist? Wird das Objekt nicht gerade deshalb spannend, weil die Aufmerksamkeit darauf gerichtet wird?

Formale und inhaltliche Kongruenz ist unerwünscht, denn eine fotografische Arbeit zum Thema Langeweile muss nicht langweilig sein. Aus der Sammlung der 24 Bilder wurden 5 ausgewählt.


Lid-Schlag 2015
Lid-Schlag
2015

Linda Costales

Mentorat: Jacqueline Baum
Technik: (4K) Video, Einkanalprojektion, 3min. 20sek. im Loop, ohne Ton

Die Art und Weise wie die Kamera unseren Blick führt, bestimmt nicht nur unsere Wahrnehmung, sondern trägt viel mehr zum Verständnis über den gezeigten Inhalt bei. Wir blicken auf das andere, und das andere blickt auf uns, dabei treten wir unmittelbar in einen Dialog. Egal in welchem Kontext diese Art des Dialoges stattfindet, eines ist dem Blick immer inhärent – der Affekt. In der Theoriearbeit wird versucht aufzuzeigen, wie durch das Phänomen des Blickes im Video- und Ausstellungsraum die Rezeption des/der Betrachters/in beeinflusst werden kann.


Die Videoarbeit «Lid-Schlag» thematisiert die visuelle und körperliche Wahrnehmung anhand des Blickes, den sich zwei Protagonistinnen gegenseitig zuwerfen. Obwohl sie sich anblicken sehen sie sich nicht – blind vor lauter Nähe. Bei jedem unwillkürlichen Schlag (Blinzeln) wird diese Intimität durch eine aggressive, gewaltsame Berührung des anderen Auges durchbrochen. Das Auge schützt sich einerseits selbst durch den Augenaufschlag und „verletzt“ zugleich das Gegenüberliegende. Es findet ein intimer und gewaltsamer Dialog statt, dessen sich keiner zu entziehen vermag. 

Kontakt: E-Mail


Lucys Köder 2015
Lucys Köder
2015

Anna Spirig und Srimauli Manurung

Mentorat: Sara Smidt (Kunstmuseum Thun)
Jahr: 2015 (21. Juni – 16. August )
 

Ihre Gedanken zu Anderssons Werken


Das Projekt «Lucys Köder» wurde in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Thun entwickelt. Es hat vom 21. Juni bis am 16. August 2015 stattgefunden und  Bezug auf die Einzelausstellung «Legende» von Christian Andersson genommen. In seinen Werken beschäftigt er sich mit Themen wie: Wahrnehmungsmuster hinterfragen, Gewohnheiten durchbrechen oder andere Blickwinkel aufzeigen.

Die Idee des Projektes ist es, Gedankenspickel von MuseumsbesucherInnen auf weissen Stoffstücken zu sammeln. Diese werden am Geländer, das am Kunstmuseum vorbei führt, befestigt und so für alle sichtbar gemacht. Installiert sind zudem auch gelbe Informationsbänder. Daneben werden auf Papiertaschen gedruckte Gedanken im Museumsshop verteilt und so in Umlauf gebracht. 
Die Installation wie auch die Taschen dienen als Köder. Sie sollen neugierig machen, die Leute zum Lesen verleiten, in die Ausstellung locken oder zum Schreiben eines eigenen Gedankens anregen.

Uns interessieren Vermittlungsformen, die auf eine andere Art stattfinden als im frontalen Dialog mit den Museumsbesucherinnen und den Vorbeigehenden. Wie kann ein Dialog entstehen, bei dem die Beteiligten nicht zwingend direkt, auf gewohnte Weise miteinander kommunizieren?

Plakat

Kontakt:

E-Mail Anna Spirig
E-Mail Srimauli Manurung
Website


Möglichkeiten 2015
Möglichkeiten
2015

Nora Bratschi
Mentorat: Romy Troxler, Albrecht Schnider

Ausgehend von Berg-und Waldbücher wurden neue Bildgefüge zusammengesetzt. Andere Landschaften, Erzählungen und Sichtweisen entstehen. Das Bildmaterial wurde zerschnitten, übereinandergelegt und zu neuen Konstellationen verarbeitet. Diese schweben zwischen Illusion und Desillusion. Die Naturlandschaften werden durch Brüche irritiert und aufgelöst. Die Kopierränder verweisen auf die Herkunft der Bilder.
Es sind Möglichkeiten, die Bilder sind nicht fixiert, die Schichten liegen lose aufeinander. Die Bildwelten sind nicht von Dauer und existieren nur, wenn sie ausgelegt werden. Der perfekte Moment wird unwichtig.

Kontakt: E-Mail-Adresse


Nous et La Passerelle 2015
Nous et La Passerelle
2015

Ina Unger-Harsch 

Mentorat: Valérin Bertin (La Passerelle)
Jahr: 2015 (Juni)
 

Gemeinsam fotografieren, malen, zeichnen, experimentieren ... – im Fokus dieses Workshops stand die Zusammenarbeit. Von März bis Juni 2015 traf ich mich einmal pro Woche mit der Schulklasse Eureka in der heilpädagogischen Schule La Passerelle der Institution de Lavigny, Kanton Waadt.

Der Titel „Nous et La Passerelle“ war der Leitfaden des Workshops und Ausgangspunkt für die einzelnen Themen. Ziel des Workshops sollte die Förderung der Zusammenarbeit sein, da es innerhalb dieser Klasse stark an Gruppendynamik fehlte. Es sollten gemeinsame Endprodukte entstehen, die auf ihre Weise über die Personen oder den Ort erzählen. Mir war es dabei wichtig, den TeilnehmerInnen viel Spielraum in der gestalterischen Arbeit einzuräumen. Zum Abschluss des Workshops wurde gemeinsam mit den TeilnehmerInnen eine Ausstellung organisiert.

Plakat

Kontakt:
Website


Oberland 2015
Oberland
2015

Karin Buser


Praxis Mentorat: Karoline Schreiber

Theorie Mentorat: Markus Stegmann
 
Serie à 4 Werke.
Acryl auf Leinwand, je 190cm x 160cm.

Ausgehend von Beobachtungen in der Region Gstaad, entwickelte sich die Arbeit Oberland. Zentrales Thema ist das Spannungsfeld zwischen der Berglandschaft, deren Bewirtschaftung und touristischen Nutzung.
 
Die Bergwelt und speziell das Abbild der Berge evoziert beim Betrachten innere Bilder, die emotional konnotiert sind. In die Berge wird die Sehnsucht nach Ursprünglichem, der unberührten Natur und gleichzeitig einer Distanz zum urbanen Alltag projiziert.
 
Oberland versucht durch die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen Bildern zu brechen. Es entstehen collageartige Malereien. Bilder der Webcams werden mit schwarzen grafischen Flächen kombiniert. Letztere beziehen sich auf Grundflächen von überbauten Parzellen im Dorf.

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Ohne Titel, 2016, Zeichnung auf Fotografie 2015
Ohne Titel, 2016, Zeichnung auf Fotografie
2015

Selin Bourquin
Mentorat: Karoline Schreiber und Ursula Jakob
Zeichnung auf Fotografie

Ausgangslage dieser Arbeit ist ein Fotoalbum aus dem 19. Jahrhundert, das eine Sammlung von sogenannten Fotovisitkarten, eine Daguerreotypie und eine kleinformatige Fotografie enthält. Das Alter hat sichtbare Spuren auf den Fotografien hinterlassen; mich interessieren gerade diese „Fehler“: Flecken, Kratzer und Verfärbungen aller Art, die sich wie ein Art Vorhang zwischen das „Abbild“ von damals und den Blick von heute legen.

Jede dieser Fotografien habe ich zeichnerisch überarbeitet. Die Fotokarten wie auch meine Zeichnungen zeigen mehrheitlich Einzelporträts. Die Fotografien im Album dienen mir also als Zeichnungsunterlage und als Inspiration gleichermassen. Die gezeichneten Figuren sind Menschen aus meinem persönlichen und beruflichen Umfeld. So unterschiedlich die Materialität der Fotokarten beschaffen ist, so vielseitig habe ich auch auf die bestehenden Bilder reagiert. Mal sind es die Zeichnungen, welche die Fotografie in den Hintergrund rücken lassen, mal verschränken sich Zeichnung und Fotografie. Einige Zeichnungen sind in die Fotografien geprägt worden, diese sind erst erkennbar, wenn das Licht im richtigen Winkel darauf fällt und durch Reflektion die Prägung sichtbar macht.

Die gewählte Präsentationsform ist eine Hängung im Raum, welche das Bild als Einzelnes sowie auch die Sammlung als Ganzes sichtbar machen soll, wobei die Hängung der Bild-Reihenfolge des Albums entspricht. Die Aufhängung an Fäden, die es den Objekten erlaubt, sich um die eigene Achse zu drehen, lässt die Sammlung zu einer beweglichen Installation werden.

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Piazzetta 2015
Piazzetta
2015

Juliette Uzor

Praxis Mentorin: Daniela Keiser, Urs Gehbauer
Theorie Mentor: Hans Ruedi Reust

Technik: Polystyrol, Acrylfarbe 

In meiner Arbeit habe ich mich mit den Definitionen und Vorstellungen eines Platzes auseinandergesetzt. Ich fragte mich, was ein Platz genau ist, welche Funktion er heutzutage hat, inwiefern sich die Funktion oder der Ort des Platzes vielleicht verschoben hat, was die Bedingungen für einen Platz sind, was einen Platz ausmacht, welche Plätze es überhaupt gibt.

Auf einem Platz kann man sich treffen oder in Ruhe alleine sein, man kann verschiedene Richtungen und Wege einschlagen oder sich auf den Boden setzen und verweilen, ohne gegen ein Recht zu verstossen. Ich dachte mir: auf dem Platz äussert man sich als Teil einer Gesellschaft. Ein Platz hat mit Öffentlichkeit zu tun, er bietet eine „Plattform“ und ich verstehe ihn als eine Art Möglichkeit, als potentiellen Ausgangspunkt, vielleicht sogar als eine Aufforderung. Zum Beispiel, um etwas zu tun. Der Platz zeigt auch eine Struktur und Ordnung an, er dient der Orientierung. Von einem Platz aus kann man die sich verändernde Umgebung beobachten und gleichzeitig mitten drin sein. Für mich hatte ein öffentlicher Platz auch etwas Zeitloses. Der Platz bleibt zwar immer am selben Ort, doch durch die Veränderung der Umgebung verschiebt er sich ständig und nimmt wieder Neues auf.

Für meine Installation war es mir wichtig, den Platz weder durch ein Objekt noch durch eine Handlung „aufzuheben“, sondern ihn nur Platz sein zu lassen. Dem Wort „Platz“ haftet etwas sehr Privilegiertes an: Es hat keinen Platz mehr! - Wir haben zu wenig Platz! - Es braucht mehr Platz! Obwohl es davon überall sehr viel gibt.

Polystyrol wird hauptsächlich im Bau verwendet und garantiert eine sichere Isolation, sei es gegen Kälte oder auch gegen Schall. Dieser leblose Isolationsstoff ist ein künstliches Material. Der Materialtransfer bringt ein neuer wichtiger Aspekt mit, der Anblick des Platzes verwandelt sich in eine reine Projektionsfläche, ist eigentlich nur "Platzhalter". 

Dokumentation als PDF


Poems for Space °1 2015
Poems for Space °1
2015

Kathrin Zurschmitten
Mentorat: Karoline Schreiber

Die Idee eines modularen, erweiterbaren Systems aus Zeichnungen in unregelmässigen Formaten, mit denen verschiedene Kompositionen im Raum geschaffen werden können.

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Politische Räume 2015
Politische Räume
2015

Anicia Gerber

Serie, bestehend aus 8 Bildern
Öl auf Malkarton
18 x 24 cm

Mentorat: Karoline Schreiber

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Die 8–teilige Serie kleinformatiger Malereien zeigt repräsentative Räume, in denen sich hohe Politiker zu offiziellen Zusammenkünften und Gesprächen treffen.


Prototype/Guide digital 2015
Prototype/Guide digital
2015

Claire Magnin

Mentor théorie: Sylvia Breitling
Mentor pratique: Sylvia Breitling, Hugo Ryser

Mon travaille théorique s’intéresse à la situation du musée suisse de la marionnette et à la manière de transmettre aux visiteurs des informations facilitant la compréhension de la richesse du patrimoine culturel des marionnettes. Nous relevons comment les outils multimédia s’intègrent dans les politiques de médiation muséales d’aujourd’hui et nous nous intéressons aussi à l’intérêt des jeunes pour le multimédia et à la manière dont les institutions culturelles peuvent attiser la sympathie des jeunes par le biais de ces outils.

Ces différents éléments permettent d’établir les avantages certains pour le musée suisse de la marionnette d’utiliser un guide digital plutôt qu’un guide-audio. Les marionnettes ont été créées pour être jouées dans le cadre d’une pièce de théâtre ou lors d’une cérémonie. Lorsqu’elles sont présentées dans un musée, le visiteur découvre leur forme physique et esthétique. Mais il ne peut percevoir ce qu’elles dégagent lorsqu’elles sont animées, ni le contexte dans lequel elles ont évolué. Ce contexte, que nous abordons, touche à la notion de transmission de patrimoine immatériel. La compréhension des visiteurs pour ces contextes est grandement simplifiée lorsqu’il visionne une vidéo ou si d’autres photos ou textes complètent l’explication. Mon travail pratique a consisté dans la réalisation d’un prototype de guide multimédia pour le musée suisse de la marionnette de Fribourg.

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Prozess und Passion 2015
Prozess und Passion
2015

Laura Berweger-Neininger

Mentorat Praxis: Urs Gehbauer

Mentorat Theorie: Theres Roth-Hunkeler 

Am Anfang meiner Arbeit standen Fundstücke verschiedener Materialien im Zentrum. Ein verrostetes Heizungsrohr aus dem Keller, eine haarige Fusselrolle oder eingetrockneter Lack waren Ausgangspunkt für Experimente. Mein Interesse lag darin, die Materialien kennenzulernen und herauszufinden, was man damit machen kann. Nach Wochen des Experimentierens, entschied ich mich dazu, mit dem Material Stahl weiterzuarbeiten.
In der Theoriearbeit reflektierte ich meine künstlerische Arbeit mit dem Fokus auf den Prozess. Während der kritischen Auseinandersetzung mit der gängigen Kunstbetrachtung fiel mir auf, dass der Schwerpunkt oft auf dem ausgestellten Endprodukt liegt. Ich begann mich vertieft mit den Begrifflichkeiten des Prozesses in der bildenden Kunst zu beschäftigen. Gleichzeitig versuchte ich meinen Prozess und die gefällten Entscheidungen während der Bachelorar- beit, bewusst wahrzunehmen und in Form von Text zu reflektieren.

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Räume, Grenzen, Settings – der Stadtraum als Labor der Kunstvermittlung 2015
Räume, Grenzen, Settings – der Stadtraum als Labor der Kunstvermittlung
2015

Situationen der Kunstvermittlung sind stark von ihren Settings geprägt. Ob in der Schule oder im Museum, in der Galerie oder dem Off-Space, all diese Orte sind von sozialen und hierarchischen Strukturen bestimmt, die sich auf das Lehren wie Lernen auswirken und häufig als gesetzt gelten. Das Lernen mit und über Kunst kann also auch als situiertes Lernen verstanden werden, als Lernen, das in enger Beziehung zu den Orten steht, an denen es stattfindet. Um die klar definierten institutionellen Voraussetzungen in Schulen und Museen – die oft nur wenig mit dem eigentlichen Lebensraum von Kindern und Jugendlichen gemein haben – zu überwinden, begeben wir uns während der CH-Netzwerkwoche in den Stadtraum: die Stadt als sozialer Raum, an dem unterschiedliche Interessen konfliktreich aufeinandertreffen und verhandelt werden; die Stadt als Bildungsraum, der sich im Handeln seiner Subjekte konstituiert.


Separating Fact From Fiction 2015
Separating Fact From Fiction
2015

Alexandra Uehlinger
Mentorat: Julia Jost

Zur Ausstellung Water under the Bridge von Vittorio Brodmann in der Kunsthalle Bern habe ich ein Vermittlungsprojekt konzipiert, das sich an ein reguläres Kunsthallenpublikum richtete. Dabei interessierte mich die Herausforderung, ein künstlerisches Vermittlungsprojekt für Erwachsene zu gestalten, das anregt, anspruchsvoll ist, einen Mehrwert generiert, sich nicht aufdrängt, nicht didaktisch daher kommt und mit der Erwartungshaltung der Besucher spielt. Ich habe einen Text geschrieben, der im Eingangsbereich der Kunsthalle aufliegt. Der Besucher entscheidet, ob er den Text nehmen und ihn lesen will oder nicht. Am Ende der Publikation wird auf die Website https://vpvb.org/ verwiesen. Es handelt sich um eine Plattform, die den Besuchern die Möglichkeit bietet, sich auszutauschen, sich zu informieren und kreativ zu werden.

Textauszug


Sie schweigt, er lächelt, du drehst dich ab. 2015
Sie schweigt, er lächelt, du drehst dich ab.
2015

Anna-Lena Rusch und Lea Götschi

Mentorat: Daniela Keiser, Jacqueline Baum, Stefan Sulzer

Videoinstallation (32 Minuten), 8 Familien, 21 gesprochene Texte

Stimme: Malte Homfeldt

Die Arbeit «Sie schweigt, er lächelt, du drehst dich ab.» untersucht mit Bild und Ton die Inszenierung von Familien. Unser Interesse liegt auf der Inszenierung der Familie. Einerseits geht es uns um die Selbstdarstellung von Familien nach aussen und andererseits um die idealisierte Darstellung von Familien,wie sie zum Beispiel im Fernsehen vorkommt. Unsere Videoarbeit besteht aus Bild und Ton, die unabhängig voneinander generiert beziehungsweise gesammelt wurden. In der Bildebene zeigen wir Familien aus einer dokumentarischen Perspektive: Wir besuchten acht Familien in ihrem Zuhause, um Familienfotos zu machen. Während des Fotografierens hielten wir mit einer Videokamera die Szenerie fest. Diese Videoaufnahmen machen in unserer Bildebene die Selbstdarstellung der Familien sichtbar: Wie verhalten sich die Familienmitglieder während dem Fototermin? Wie inszenieren sie sich für die Fotografien? Für die Tonebene haben wir Alltagsszenen von Familien in zeitgenössischen Filmen und Serien gesucht und dazu Handlungsbeschriebe geschrieben: Wie bewegen sich die Familienmitglieder im Raum, wie verhalten sie sich untereinander? Somit soll die Frage in den Raum gestellt werden: Wie entsteht das Bild einer Familie? Die Verbindung und Überlagerung der Handlungsbeschriebe mit den entstandenen Aufnahmen soll ein irritierendes und entfremdendes Gefühl auslösen.

Link zum Video

Kontakt:
E-Mail Anna-Lena Rusch
E-Mail Lea Götschi


Spuren der Erinnerung / Traces de la mémoire 2015
Spuren der Erinnerung / Traces de la mémoire
2015

Mara Ryser
Mentorat: Sarah Stocker

«Welche Erinnerungen wecken die Arbeiten der Zeichnungsserie Soft Facts von Tina Schulz?» Auf den Blog www.spuren-der-erinnerung.tumblr.com werden persönlichen Erinnerungen in Form von Texten oder Bildern hochgeladen, wodurch eine persönliche, kognitive und emotionale Auseinandersetzung mit der Arbeit angeregt wird. Das Projekt erprobt das Werkzeug der Social Media, indem die hermetisch abgeschlossene Ausstellung in die virtuelle Welt geöffnet wird. Unter dem Titel Spuren der Erinnerung neu gelegt / Traces de la mémoire réorganisées werden am Sommerfest des CentrePasquArt bei einer Aktion die gesammelten Beiträge neu präsentiert. 
Das Projekt bezieht sich auf die Zeichnungsserie Soft Facts aus der Einzelausstellung der deutschen Künstlerin Tina Schulz, die vom 2. Juli bis zum 28. August 2016 im Kunsthaus CentrePasquArt Biel stattfand.

Kontakt: E-Mail


Stage Maxi-Beaux-Arts 2015
Stage Maxi-Beaux-Arts
2015

Dominique Nadiya Liniger & Sabine Zenger

Mentorat: Martine Wolhauser (Maxi Beaux Arts)
Jahr: 2015 (Juni)
 

Im Rahmen dieses einwöchigen Kurses der Maxi-Beaux-Arts in Fribourg, haben sich die Jugendlichen mit dem Gestalten und Entwerfen von Logos, Flyern und Poster auseinandergesetzt. Durch das Einführen in Gestaltungsgrundlagen von Schrift und Bild sowie das Besprechen von Wirkung und Zweck, wurde den Jugendlichen Basistechniken vermittelt um eigene Konzepte und Ideen umzusetzen und diese auch kritisch zu reflektieren.
Ein wichtiges Anliegen war uns, den Jugendlichen ein Raum zu bieten, in dem das Umsetzten von eigenen Ideen gefördert und Eigeninitiative und Experimentierfreude geweckt werden sollte.

Maxi-Beaux-Arts
Der Verein Maxi-Beaux-Arts in Fribourg bietet eine vielfältige Palette an gestalterischen Kursen für Jugendliche an. Diese Kurse finden wöchentlich, ausserhalb der regulären Schulzeit statt und richten sich an Sekundar- und Mittelschüler aus dem Raum Fribourg. Zur Zeit werden die sieben Ateliers Bijouterie, Keramik, Schneiderei, Animationsfilm, Druckgrafik, Malen und Zeichnen sowie Fotografie angeboten. Das Kennenlernen von verschiedenen gestalterischen und künstlerischen Herangehensweisen, wird dabei als zentrale Aufgabe der Ateliers verstanden.
Neu bieten die Maxi-Beaux-Arts einwöchige Atelierkurse während den Sommerferien an.
Wir erhielten die Möglichkeit, im Rahmen dieser «stage d›été» eigenständig ein Kursangebot vom Konzept bis zur Durchführung zu erarbeiten. Dabei wurden in einem ersten Schritt verschiedene Kursangebote zusammengestellt und in Zusammenarbeit mit den Maxi-Beaux-Arts jenes ausgewählt, welches das bereits bestehende Atelier-Angebot optimal ergänzte.
Die Ateliers werden zum grössten Teil in französischer Kurssprache angeboten. So war es uns ein weiteres Anliegen, nebst dem Gestalten eines möglichst lehrreichen Kurses, ein Angebot in deutscher Kurssprache anzubieten.

Stage «Logo, Flyer, Poster»
Mittels verschiedenen Kurzübungen erarbeiteten wir Themen zur Schriftgestaltung und widmeten uns dem Layout von Bild und Text. Zusätzlich wurde in die gängigen Adobeprogramme eingeführt.
Die KursteilnehmerInnen lernten so Aspekte der Kombination Schrift und Bild, Leserlichkeit, Inhalt und Wirkung kritisch zu reflektieren. Ergänzend wurden theoretische Inputs zur Logo-, Flyer-, und Postergestaltung erteilt um den Lernenden ein möglichst breites Gefäss an Methoden und Gestaltungsgrundlagen bereitzustellen. Aufbauend auf die vermittelten handwerklichen und gestalterischen Kompetenzen, konnten die Kursteilnehmer an ihren eigenen Ideen und Projekten arbeiten und wurden dabei individuell von uns begleitet. Dies war aufgrund der kleinen Gruppe optimal umsetzbar. Dem individuellen Arbeiten wurde ein Grossteil der zur Verfügung stehenden Zeit gewidmet. Das regelmässige Präsentieren und Besprechen der Arbeiten im Plenum diente dabei der Weiterentwicklung und Reflexion der eigenen Arbeiten.

Reflexion
Unser Anliegen, ein Kursangebot in deutscher Sprache zu entwickeln, konnte nur in theoretischer Hinsicht erfüllt werden. Insgesamt haben sich drei Jugendliche aus der Stadt Fribourg für unseren Kurs eingeschrieben und alle hatten Französisch als Muttersprache. Für uns war dies insofern herausfordernd, da sich sprachliche Barrieren, vor allem beim Vermitteln von theoretischen Grundlagen, zeigten. So konnten wir nicht immer die korrekten Fachbegriffe finden und mussten uns zum Teil mit „Händen und Füssen“ weiterhelfen. Dennoch konnten wir gut in der Gruppe Kommunizieren und es herrschte allgemein ein sehr offenes und engagiertes Arbeitsklima. Die Lernenden haben die offene Unterrichtsform und die Möglichkeit individuell an eigenen Projekten arbeiten zu können sehr geschätzt und konnten so, gemäss eigenen Angaben, auch viel lernen und mitnehmen. Wir als Vermittlerinnen haben dadurch ebenfalls viele spannende Eindrücke und Erkenntnisse aus dieser Woche gewonnen.
Die Zusammenarbeit mit den Maxi-Beaux-Arts war ebenfalls sehr spannend. Da die „stage d›été“ relativ neu sind und sich noch in der Aufbauphase befinden, erhielten wir neben der Möglichkeit sehr eigenständig eine Woche zu gestalten auch kleine Einblicke in die Arbeitsweise des Vereins.

Plakat
Konzept


Täppeli 2015
Täppeli
2015

Nadja Künzli

Installation
Gips, Draht, Kreide
260 cm x 235 cm

Mentorin:
Daniela Keiser

Ausgangslage dieser Arbeit war ein kleiner Geräteschuh. Fasziniert von diesem Körper, dessen kulturelle Herkunft und Ursprung nicht zu Orten waren, ging ich diesem modellierend nach. Durch handwerkliches Machen und Akkumulieren untersuchte ich eine Gruppe einzelner Körper. Dabei liess ich Materie und Körperlichkeit für sich sprechen und hinterfrage durch mein Tun, ob Kunst ein Erkenntnismittel sein kann und was für mich die Rolle des Produzenten bedeutet.

Kontakt: E-Mail-Adresse
Webseite


UNA Ressourcen-Vermittlungs-Büro 2015
UNA Ressourcen-Vermittlungs-Büro
2015

Matthias Egger (in Zusammenarbeit mit Anna Marcus im Rahmen des UNA Festivals Bern)

 

Mentorat: Ursula Jakob und Jacqueline Baum

Jahr: 2015 (August)

„Unsere Vision ist, die bereits vorhandenen kreativen Kapazitäten und vielseitigen Potenziale im Raum Bern zu koppeln um weitere Synergien zu erschaffen. Zusammen (una, lat. zusammen, gemeinsam, gleichzeitig) wollen wir Neues entstehen lassen. Wir bieten die Möglichkeit, das Festival von Anfang an aktiv mitzugestalten. Es ist uns ein Anliegen, Alternativen zur bestehenden individualisierten Konsumgesellschaft aufzuzeigen und dieser mit vereinten Kräften entgegenzuwirken.” UNA Vision, 2015, Website, https://www.unafestival.ch/vision/, zuletzt geöffnet am 21.9.2015.

Ziel des Ressourcen-Vermittlungs-Büros ist es, die zentralen UNA Anliegen, verankert in Leitlinien und der einleitenden UNA Vision, als Vermittlungswerkzeug zu repräsentieren und zu unterstützen. Ressourcen (Material, Räume, Wissen und Fertigkeiten) werden gesammelt und in einer Kartei erfasst, um sie Form von Listen zugänglich und nutzbar zu machen. Ein Rollmöbel verkörpert und fasst das RVB analog und dient als Werbe- und Informationsplattform an UNA Anlässen, während ein Online Tool die digitale Einspeisung von Ressourcen und die Sichtung der Listen über die UNA Website ermöglicht.

Das sich formierende UNA Festival mit seiner offenen und partizipativen Ausrichtung ist Experimentierfeld für das RVB, dass die gemeinschaftliche Vernetzung zur Erschliessung neuer Räume und Möglichkeiten anstrebt. Im Vorfeld des Festivals wurde das RVB an UNA Anlässen vorgestellt und erste Ressourcen gesammelt. In Zusammenarbeit mit dem UNA wurde die digitale Ressourcen-Austauschplattform (www.unafestival.ch/ressourcen/) realisiert und aufgeschaltet. Während dem UNA Festival war das RVB Rollbüro vor Ort präsent und schloss sich dem Infostand an. Wir informierten und tauschten uns mit BesucherInnen aus oder betätigten uns für das RVB, indem wir beispielsweise Taschen und T-Shirts mit UNA- und RVB Motiven bedruckten. Die Ressourcenlisten wurden dem UNA Ok zur Verfügung gestellt um Anfragen für Einsätze (Bar, Abbau etc.) am Festival über das RVB zu lancieren.

Kontakt:

E-Mail
Website


Unsere Pilze 2015
Unsere Pilze
2015

15 Texte über Pilze: Lesungen an verschiedenen, ausgewählten Orten in der Ausstellung

Kathrin Zurschmitten


Mentorat Praxis: Theres Roth-Hunkeler, Jacqueline Baum, Andrea Wolfensberger
Mentorat Theorie: Theres Roth-Hunkeler

Pilze werden von den Menschen seit jeher dargestellt und interpretiert. Sie werden in gutem oder schlechtem Licht gezeigt, werden als harmlose Waldbewohner, rettende Helden, als Alchemisten oder zerstörende Ungeheuer inszeniert. Viele Naturvölker verehren Pilze als etwas Heiliges. Auf barocken Stillleben tragen sie eine moralische Botschaft. In der heutigen Wissenschaft hingegen wird der Pilz als System, als intelligenter Organismus verstanden, von dem wir lernen können. Pilze sind weder Pflanzen noch Tiere. Sie bilden ein eigenes Universum. Durch ihr Aussehen, ihre zahlreichen Eigenschaften und Wirkungen regen Pilze die Fantasie an, inspirieren zu Vergleichen, Bildern und Geschichten. 

Die Arbeit « Unsere Pilze » besteht aus fünfzehn kurzen mündlich vorgetragenen Texten. Sie basieren auf einer im Laufe des Arbeitsprozesses angelegten Bildersammlung von Pilzen (Fotografien und Zeichnungen, Metaphern, Geschichten).
Die einzelnen Texte behandeln in poetischer Sprache unterschiedliche Facetten von Pilzen, diesen Erscheinungen der Natur. Anhand von Worten werden Bilder gezeichnet, Stimmungen heraufbeschworen. Eine Annäherung an die Beziehung zwischen Pilzen und Menschen, an das Wesen der Pilze. 

Dokumentation

Kontakt: E-Mail


Von zu nett zu nett in 48 Stunden 2015
Von zu nett zu nett in 48 Stunden
2015

Alexandra Uehlinger

Technik: Text
Mentorin: Theres Roth-Hunkeler
Kontakt: E-Mail-Adresse

«Du bist zu nett. Du bist zu nett hier, du bist zu nett da. Ich bin zu nett. Das habe ich verstanden. Ich bin nur zu nett, nicht schwer von Begriff. Also, ich bin nicht nur nett, sondern zu nett. Irgendetwas an meiner Nettigkeit scheint ein Problem darzustellen, denn ich höre dieses «zu» vor dem nett schon seit Kindesalter.»

In der Geschichte «Von zu nett zu nett in 48 Stunden» geht es um Lena, die ein Problem hat. Sie ist zu nett. Weil sie in ihrer Zu-Nettigkeit die Ursache all ihrer Probleme sieht, beschliesst sie, ihr zu loszuwerden und in Zukunft nur noch nett zu sein. Nett wie sie ist, will sie nicht nur sich selber, sondern gleich allen anderen Zu-Netten helfen und einen Ratgeber schreiben – einen der wirklich hilft. Sie findet, dass die unzähligen Selbsthilfebücher, die es auf dem Markt gibt, allesamt unnütz sind.

Die eigentliche Textarbeit ist das Arbeitsjournal von Lena. Darin schreibt sie kurze Einträge, in denen sie sich Gedanken zum Zu-nett-sein macht, recherchiert und Anekdoten aufschreibt.

In der Arbeit vermische Ich Fiktion und Realität. Lena und alle anderen Personen, die in der Geschichte auftauchen, sind frei erfunden. Die Ratgeber, Artikel und Internetseiten hingegen, auf die sie in ihrer Recherche stösst, gibt es wirklich.


Was tun die Dinge, wenn niemand hinschaut? 2015
Was tun die Dinge, wenn niemand hinschaut?
2015

Mara Ryser

Mentorat Praxis: Jacqueline Baum, Daniela Keiser, Theres Roth-Hunkeler
Mentorat Theorie: Maren Polte

Technik: HD-Videoinstallation mit Ton
Dauer: 24 Stunden

Der Blick aus dem Fenster ist etwas alltägliches und banales. Doch wann hat man sich zum letzten Mal die Zeit genommen, aus dem Fenster zu schauen?

Die Videoinstallation Was tun die Dinge, wenn niemand hinschaut? zeigt einen Fensterausblick, der überall sein kann. Den Fensterausblick über einen ganzen Tag, zusammengesetzt aus jeweils einstündigen Aufnahmen von vierundzwanzig verschiedenen Tagen. 

Man ist eingeladen einen Blick aus dem Fenster zu werfen, genau hinzuschauen, zu verweilen, immer wieder Neues zu entdecken, abzuschweifen in einen „Zwischenraum“, der ereignislos scheint.

Eine Zeit von der nichts erzählt werden kann, soll sichtbar und erlebbar werden. Es ist eine Auseinandersetzung mit der langen Weile und der beiläufig vergehenden, ungenutzten Zeit. Eine Phase in der scheinbar nichts geschieht. Doch es geschieht eben nie nichts.

Kontakt: E-Mail

Dokumentation als PDF
Link Videoausschnitt


Zeichen­vorrats­kammer 2015
Zeichen­vorrats­kammer
2015

— ein Capriccio 



Tamara Hauser

Mentorat: Andrea Wolfensberger, Andi Schoon

Installation angelegt als Setting für unterschiedliche Performances.

Grösse variabel

schwarze Kunststoffformen, gelaserte Holzzeichen, schwarze Kunststoffstäbe, bunte Spielbälle, bunte Kunststoffobjekte, Holzreifen, Holzskulpturen. 

Die begehbare Installation „Zeichenvorratskammer - ein Capriccio„ besteht darin, dass sie einem Modularen System gleich, immer wieder neu zusammen- gestellt werden kann. Die gelegten Spuren wie Bodenzeichnungen und zusammengesteckten hängenden Objekte werden von Musiker_innen in Form einer musikalischen Übersetzung interpretiert. Ein gemeinsam festgelegtes Regelwerk und eine einfache Spielanleitung soll den Interpret_innen grösst mögliche Bewegungsfreiheiten ermöglichen.

Die musikalische Interpretation ist geprägt durch Phänomene wie Heterogenität, Verzerrung der Perspektiven, Spiel im Spiel und Auflösung von Hierarchie. Anders als es bei der Spurenanalyse auf der Suche nach den Fehlern, wird beim Capriccio der absichtliche und lustvolle Regelverstoss und die phantasievolle, spielerische Überschreitung der akademischen Normen angestrebt.

Performer_innen:

Aitor Ucar - Ukulele 
Iulia-Andreea Smeu - Violine 
Francesca Naibo - Gitarre 
Maria Alonso - elektrische Gitarre 
Laura Livers - präpariertes Cello und Computer
Ludovica Bizzari - Perkussion

Dokumentation 

Kontakt: Website


Action! – Ritual nach Drehbuch 2014
Action! – Ritual nach Drehbuch
2014

Carol Baumgartner und Melanie Hirt

Mentorat: Peter Aerni, Gallus Staubli

Ausgehend von der Wechselausstellung «Rituale. Ein Reiseführer zum Leben» im Museum für Kommunikation setzen sich die TeilnehmerInnen und Vermittlerinnen mit der Thematik «Gruppen und Rituale» auseinander. Gemeinsam erfinden wir neue Rituale, welche wir im öffentlichen Raum der Stadt Bern ausführen. Durch die spielerisch-experimentelle Auseinandersetzung erleben die TeilnehmerInnen unmittelbar, welche Dynamik Rituale auslösen. Um eine heterogene Gruppe von StudentInnen für die Teilnahme zu gewinnen, wurde das Projekt an verschiedenen Berner Hochschulen ausgeschrieben. Das Projekt wurde am 28. Juni 2014 mit sechs TeilnehmerInnen durchgeführt. 


Idee / Konzept: Melanie Hirt und Carol Baumgartner
Durchführung: Samstag, 28. Juni 2014 von 10:00 bis 16:00 Uhr

Plakat

Kontakt Melanie Hirt: E-Mail-Adresse
Kontakt Carol Baumgartner: E-Mail-Adresse


An dieser Stelle
 kommt das Herz zu liegen 2014
An dieser Stelle
 kommt das Herz zu liegen
2014

Beat Bucherer


Mentorat: Thomas Dittelbach

Das Fliegen mit dem eigenen Körper stellt eine anthropologische Hürde dar, deren Brennpunkt der Ort ist, an welchem die Erde verlassen wird.
An dieser Stelle kommt das Herz zu liegen stellt Leonardo da Vincis Visionen und Erkenntnisse bezüglich des Fliegens der Flugpraxis des Wingsuit BASE-Jumpers gegenüber.
Die Videoarbeit schöpft aus einem Fundus von vier medialen Dispositionen: auf der einen Seite sind dies Zeichnungen und Zitate von Leonardo, auf der anderen Seite Video- und Audioaufnahmen von zwei Protagonisten des Wingsuitings.
Die Dramaturgie ergibt sich aufgrund der Erörterung der drei Parameter Imagination/Vision, Schwerpunkt/Fokussierung und Bewegung/Geschwindigkeit, welche in beiden Modellen zentral sind und einander gegenübergestellt werden. Die Umsetzung erfolgt sowohl durch die inhaltliche Verdichtung der medialen Komponenten als auch durch die niederschwellig gehaltene, installative Realisation.
Sämtliche typographisch gesetzten Aussagen stellen wörtliche Zitate aus Leonardos Schrifftum dar, vornehmlich aus dem Codex Der Vögel Flug und aus dem Traktat über die Malerei.

Abbildungen: Filmstills aus der Videoarbeit, in chronologischer Reihenfolge

Kontakt: E-Mail-Adresse


Angelus Novus II 2014
Angelus Novus II
2014

Andrea Beckel und Lea-Nina Fischer

Mentorat: Urs Gehbauer

Erarbeitung und Ausführung eines Konzeptes für die Bühnengestaltung des interdisziplinären Musiktheaters Angelus Novus II der Hochschule der Künste Bern in Zusammenarbeit mit dem Komponist Helmut Oehring.

ANGELUS NOVUS II ist eine instrumental-vokale Collage mit Szene auf ein Bild von Paul Klee und Texten von Walter Benjamin und Charles Baudelaire. Die disziplinübergreifende Produktion der Hochschule der Künste Bern wird von dem international renommierten Komponist Helmut Oehring geleitet. Auf Grundlage der Partitur Oehrings wird an der HKB das audio-visuelle Ergebnis mit den Autoren, Studierenden und Lehrenden aus Klassik, Théatre Musical, Bildender Kunst, Musik und Medienkunst erarbeitet und präsentiert.
Wir, vom Fachbereich Gestaltung und Kunst, entwickeln in Zusammenarbeit mit weiteren Studierenden und Dozierenden unseres Fachbereichs, das Bühnenbild.

Plakat


Aus dem Pfefferland 2014
Aus dem Pfefferland
2014

Srimauli Manurung

Mentorin: Cécile Hummel

Technik: Zeichnungen und Texte auf Papier (verschiedene Techniken)

Durch die Auseinandersetzung mit dem Ort Tuk-Tuk (Indonesien) und der Kultur der Toba-Batak entstand eine Vielzahl von kleinformatigen Zeichnungen und Texten auf Papier. Sie sind eine Übersetzung von eigenem Wissen, Recherche, aber auch Erinnerungen und Vorstellungen. Es entstand eine Sammlung in Mappen, welche Personen oder Orten zugeordnet sind, die ich mehr oder weniger gut kenne oder gekannt habe. Dabei handelt es sich nicht nur um eine Dokumentation, oder reine Fiktion, sondern etwas dazwischen.
Für die Präsentation wurden drei der Mappen ausgewählt. Die Auslegung zeigt einen kleinen Einblick in komplexe und auch diffuse Geschichten, deren Erfassung schwierig ist. Es lassen sich Einzelheiten erkennen, die etwas verraten und gleichzeitig neue Fragen aufwerfen.

Kontakt: E-Mail
Webseite


Collective Association 2014
Collective Association
2014

Carol Baumgartner

Mentorat: Bernhard Probst, Hugo Ryser

Minor Digital Storytelling

«Collective Association» ist der Prototyp einer interaktiven Web-Applikation für Mobile Devices im Ausstellungskontext. Die Anwendung fordert die User auf, ihre Assoziationen zu einem Werk als Bild hochzuladen. Diese werden gesammelt und in semitransparenten, überlagerten Ebenen in die Ausstellung zurückprojiziert. Als Belohnung für das Mitmachen erhalten die User Zugang zu allen hochgeladenen Bildern. Die User vermitteln also untereinander, indem sie sich verschiedene visuelle Zugänge zu dem Werk anbieten und so die Vielfältigkeit der Rezeption aufzeigen. 

Anhand eines Papier-Prototypen und eines inszenierten Ausstellungskontexts wurde eine Expertenbefragung mit einem Leitfadeninterview durchgeführt. Die Resultate der Auswertung dienen dazu, die Anwendung weiterzuentwickeln und zu optimieren. Das Projekt soll im Rahmen der Master-Thesis im FS15 realisiert werden.

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Prototyp

Kontakt: E-Mail-Adresse
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Der Amsel gehörend 2014
Der Amsel gehörend
2014

Gisela Stöckli, in Zusammenarbeit mit Martina Maurer

Mentorin Theorie: Ruth Kunz 
Mentorin Praxis: Daniela Keiser

Video / Audio Installation 

Am 17. Februar 2008 wurde vom kosovarischen Parlament die Unabhängigkeit der  Republik Kosovos erklärt. Mit dem Bilden eines neuen Staates geht das Bilden eines neuen, nationalen Bewusstseins einher. 
Das Land befindet sich im Prozess der Nationenbildung. Aus einzelnen - teilweise durchaus kritisch gegenüberstehenden ethnischen Gemeinschaften - soll eine kollektive Identität erschaffen werden. Ein neuer Staat braucht eine neue Flagge. Diese wurde im Kosovo mit dem Tag der Unabhängigkeit eingeführt. Seit sechs Jahren wird also die kosovarische Bevölkerung mit ihrem neuen Hoheitssymbol konfrontiert.

Für die Arbeit 'Der Amsel gehörend' reisten wir im April diesen Jahres  mit einem Feuerzeug, dessen Aufdruck diese neue Flagge ist, in den Kosovo.

Das Sprechen mit der lokalen Bevölkerung über das Feuerzeug - und somit über die Flagge Kosovos - ermöglicht einen vielschichtigen Einblick in den momentanen Zustand des Landes und dessen Bevölkerung. Das Feuerzeug evoziert Fragen über die Bedeutung des Symbols sowie die Haltung gegenüber des Aufdrucks. Dadurch, dass die Gespräche über dieses alltägliche Objekt eingeleitet wurden, konnten auch politische - und teilweise durchaus heikle Themen - diskutiert werden. 

Die Audiospur der Installation spricht über diese Thematik, indem Interviewauszüge selektiv wiedergegeben werden, während die Bildebene assoziativ eine Suche nach der Amsel zeigt. Diese ist der Namensgeber des Landes; der Stamm des Wortes kommt aus dem Serbischen. Kos bedeutet Amsel, Kosovo ist besitzanzeigend, also 'der Amsel gehörend'. Zudem wird mittels Videos über Organisation und Struktur eine Choreografie, welche weder in Raum noch Zeit klar verortbar ist, erfahrbar gemacht. Das Zusammenspiel von Bild- und Audiomaterial ermöglicht den Betrachtenden Zugang zu Themen der Nationen- und Identitätsbildung und dadurch zur aktuellen Thematik des jüngsten Staates Europas.

Im theoretischen Teil der Arbeit werden die Interviews - mit sozialwissenschaftlicher Herangehensweise - aufgearbeitet und analysiert. Das Buch kann als Ergänzung sowie eigenständiges Werk gelesen werden und zeigt, wie im Sprechen über Embleme die Spannung zwischen einer neuen, politisch dringlichen Identität und einer kulturell tief verwurzelten fassbar wird. 

Kontakt: E-Mail-Adresse


Destination Schweiz 2014
Destination Schweiz
2014

Talitha Violetta Gloor


Theorie Tutor: Thomas Strässle
Praxis Mentor: Guy Jost

Fotografie, Timelapse

Das Matterhorn, der unterirdische See St. Léonard, die Maison Cailler, die Staumauer Grande Dixence und der Glacier Express: Sie alle gehören zu den beliebtesten Tourismusattraktionen der Schweiz. Doch kaum ein Schweizer, den ich kenne, hat all diese Orte besichtigt.

Entgegen dem bei uns verbreiteten Trend, weit abseits von touristischen Pfaden und künstlichen Klischees zu reisen, wagte ich es, mich auf exakt diese einzulassen.

Ich habe untersucht, was Touristen hier eigentlich machen, woher sie kommen, was (und von wem) für sie inszeniert wird und wie sich ihr Einfluss auf das Umfeld auswirkt.

Entstanden ist dabei, nebst den Dokumentarfotografien, ein Zeitrafferfilm, der einen mitnimmt auf die Reise zu bizarren Schauplätzen und unvergleichlichen Landschaften.

Link zum Film


Die Inszenierung des Statisten 2014
Die Inszenierung des Statisten
2014

Yasmin Mattich

Praxis Mentorin: Patricia Schneider

Theorie Mentor: Eva Ehninger

Die Suche nach dem «echten» Gesicht
Fotografien sind wie Bühnen. Sie bestehen aus Hauptdarstellern, Statisten, Requisiten und einer Kulisse, in der sich eine Szenerie abspielt.
Ausgehend von einer Sammlung einzelner Fotografien aus dem Familienalbum wird das Scheinwerferlicht nicht auf den Hauptakteur, sondern auf den Statisten im Hintergrund gelenkt.
Mittels der Technik des Siebdrucks wird das Bild dekonstruiert und neu inszeniert. Durch das Verändern des ursprünglichen Ausschnitts und der bewussten Komposition von Farbe und Fläche wird der Fokus verlagert und ein Wechsel der Rollen erfolgt: Der Hauptdarsteller wird zum Statist und der Statist zum Hauptdarsteller.

Serie à 4 Werke.
Siebdruck auf Papier

Bild 1 (Hochzeit): 75.3 x 45 cm
Bild 2 (Silvester):34.6 x 54.8 cm
Bild 3 (Geburtstag): 51 x 49.3 cm
Bild 4 (Schaukelpferd) 65.5 x 22.9 cm

Kommentar: Die Bilder haben in dem Sinn eigentlich keine Namen. Die Titel (Hochzeit, Silvester, etc.) dienen nur als Orientierung.

Website und Kontakt

Theoretischer Teil als PDF


Die Inszenierung des Statisten (1-15) 2014
Die Inszenierung des Statisten (1-15)
2014

Yasmin Mattich

Mentorat: Urs Aeschbach, Karoline Schreiber

Öl auf Leinwand

Die Werkserie «Die Inszenierung des Statisten 1-15» besteht aus 15 kleinformatigen Ölporträts. Die Arbeit setzt sich mit der Thematik vom fotografischen Schnappschuss auseinander. Die Suche nach Abwesenheit, gebündelter Konzentration und aufgeladener Magie innerhalb inszenierter Fotografien bildet dabei den Hauptuntersuchungsgegenstand.

Fotografien sind Spuren unserer eigenen Identitäten. Innerhalb von Millisekunden wird ein flüchtiger Augenblick auf Papier gebannt und für die Nachwelt unvergänglich gemacht. Als Fotografische Abbilder der Wirklichkeit sind sie Träger und Zeugen unseres handelnden Ichs. Dabei nimmt die Fotografie als Werkzeug für die Selbstdarstellung einen essentiellen Platz ein: Ob Selfies, Bilder mit Freunden oder Gruppenfotos - ähnlich wie eine Theaterbühne arrangiert und baut sich der Mensch seine eigene Kulisse auf - und mittendrin dann ER. Vor dem Auge der Kamera präsentiert sich der Mensch bevorzugt, ganz nach dem Frontalitätsprinzip, innerhalb einer Gruppe, integriert und kongruent mit den anderen (1). Die Haltung ist frontal, der Blick direkt in die Kamera gerichtet. Der Posierende maskiert sein Gesicht mit einer konventionellen Uniform. 
Der Moment des Auslösens ist, aus diesem Blickwinkel betrachtet, gleichzeitig immer auch ein Moment der Kontrolle: Er steht in Abhängigkeit des Fotografen, welcher den Ausschnitt bestimmt, aber auch unter der Kontrolle des Abgelichteten, der sich in eine bestimmte Rolle hineingibt. 
Die künstlerischen Arbeit fahndet nach Spuren von Momenten, in denen diese Kontrolle abhanden kommt. Sie interessiert sich für den flüchtigen Augenblick, in der sich die unmaskierte - und ein Stück weit auch unverfälschtere - Identität der fotografierten Person offenbart. Die Suche nach Abwesenheit, gebündelter Konzentration und aufgeladener Magie innerhalb inszenierter Fotografien bildet dabei den Hauptuntersuchungsgegenstand der Arbeit. Das Interesse gilt nicht den Akteuren im Vordergrund, sondern denjenigen Personen, die sich im Gegensatz zu den anderen dem Code der Selbstdarstellung entgegensetzen - sei es, weil sie sich im Moment der Aufnahme nicht im Bild wähnten, von der Kamera überrascht wurden oder als Abseitsstehende die Anstalten unterliessen, für den Fotografen eine spezifische Mimik oder Haltung einzunehmen. Dem präsenten Blick und der kokettierenden Pose der Hauptakteure wird die entrückte und selbstvergesse Haltung des Statisten gegenübergestellt. Durch den neu gesetzten Ausschnitt erfolgt eine Verlagerung: Der ursprüngliche Nebendarsteller transformiert sich zum neuen Hauptakteur. 

Die Bilder zeigen die Porträtierten entrückt, still, manchmal in sich versunken und trotz ihrer Sonntagsrobe, oft mit einer ganz alltäglichen Handlung beschäftigt. Sei es der durchdringende Blick, oder die abwesende und in sich gekehrte Haltung: Allen Bildern gemeinsam ist die eigenartige Intimität, die sie ausstrahlen. 

(1) Pierre Bourdieu, u.a. Luc Boltanski, Eine illegitime Kunst. Soziale Gebrauchsweisen der Fotografie. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt, 2006. 

Kontakt: E-Mail-Adresse
Website

Dokumentation


Digitales Hinterland — Wo ist die Provinz im Netz? 2014
Digitales Hinterland — Wo ist die Provinz im Netz?
2014

Helena Schmidt


Mentorat: Annika Hossain

Begleitprojekt zur Tagung Synkope: Provinz! der Hochschule der Künste Bern im Fachbereich Gestaltung und Kunst 2014

Das Forschungsprojekt Digitales Hinterland sucht nach der Provinz im World Wide Web. Das Internet ist in den letzten Jahren ein bestimmender Teil unseres Lebens geworden. Wenn man es als eigene Region, als geschlossenes Gebiet inmitten der Vielfalt unserer Gesellschaft ansieht, dann stellt sich die Frage, ob man diesen Teil auch in Zentrum und Peripherie, in Mittelpunkt und Hinterland einteilen kann. Provinziell sein kann ein Gebiet, eine Kultur, eine Person, eine Sprache, ein Gedanke, eine Aussage. Warum also nicht auch das Internet? 


Die internationale Tagung des Fachbereichs Gestaltung und Kunst der HKB hat sich 2014 die Provinz zum Thema gesetzt. Die Provinz kennt man als Abseits, als einen Ort, welcher jenseits der urbanen Zentren liegt. Dieses Abseitige hat sich mit dem Aufkommen des Web gewandelt, da man damit aus der und in die Provinz schneller, unmittelbarer und einfacher kommunizieren, sich Dinge anschauen und Informationen einholen kann. Im Internetzeitalter ist es schon fast selbstverständlich, durchgehend und zu jeder Zeit online zu sein, egal, wo man sich gerade befindet. Lässt sich das Internet, das Teil unseres Alltags geworden ist und häufig als Spiegel der Welt bezeichnet wird, in Zentren und Peripherien einteilen? Wenn ja, wo liegt das digitale Hinterland? Löst das Internet die Grenze zwischen Zentrum und Provinz auf? Lässt es neue Provinzen entstehen? Ist Provinz noch Provinz, wenn sich Kunstschaffende dort aufhalten? Ist das Internet als Ganzes eine Provinz?


Die Ergebnisse des Forschungsprojekts wurden auf der internationalen Tagung Synkope: Provinz! – Von Autonomie und Ohnmacht im Abseits in einem Vortrag präsentiert und in einer Publikation festgehalten. 

Plakat zum Projekt

Programm Tagung: Synkope Provinz

Blog zum Projekt

Kontakt: E-Mail-Adresse


ex|is|tiere|n 2014
ex|is|tiere|n
2014

Sabine Zenger

Mentorin: Esther van der Bie

Herkunft
lateinisch ex(s)istere = heraus-, hervortreten, vorhanden sein, zu: sistere = (sich) hinstellen, stellen

Bedeutung
vorhanden sein, da sein, bestehen, leben, sein Auskommen haben

Synonyme
auf der Welt sein, bestehen, da sein, geben, herrschen [vorhanden] sein,vorkommen, wirklich sein; (gehoben) walten, (bildungssprachlich) real sein; (landschaftlich, besonders süddeutsch, österreichisch) haben; (veraltend) obwalten,vorwalten, dahinleben, ein Dasein/Leben führen, sich halten,leben; (gehoben) sein Dasein fristen; (oft abwertend) [dahin]vegetieren

http://www.duden.de/rechtschreibung/existieren

Kontakt: E-Mail


Familiar Faces 2014
Familiar Faces
2014

Nicolas Wirth

Mentorat: Urs Aeschbach

Malereien und Publikation

Im Rahmen meiner Arbeit „Familiar Faces“ sind rund 45 Malereien und Zeichnungen entstanden. Die Motive basieren auf Gesichtern meiner Familie sowie von Menschen,  deren Anblick mir durch Filme und Printmedien vertraut geworden ist – mit denen ich familiar geworden bin.
Alle Arbeiten entstanden nach Bildmaterial: private Photographien, Pressebilder und Screenshots aus dem Netz.

Die Hauptquelle – die privaten Photos – sind im Besitz meiner Grossmutter und zeigen diese zum Teil auch.
Für diese Arbeit wurde ich von der Serie Falcon Crest bzw. deren Hauptfigur inspiriert.
Falcon Crest war neben Dallas und Denver Clan in den 80er Jahren der Quotenknüller schlechthin. In der Serie geht es um eine gealterte Patriarchin, die, um ihr Königreich –  ein Weingut im Napa Valley – zusammenzuhalten, vor keiner Intrige zurückschreckt.

Ich stellte also diese Figur der Patriarchin (gespielt vom Jane Wyman) meiner Grossmutter gegenüber. Davon ausgehend entwickelte ich einzelne Figuren einer eigenen fiktiven Familiengeschichte.
Die angedeuteten Stationen stehen in losem Zusammenhang.

Um auch meinen Fundus an Bildmaterial, den ich für diese Arbeit brauchte, zugänglich zu machen, entschied ich mich für die Gestaltung einer kleiner Publikation.
Im vorhandenen Heftchen verknüpfe ich erstens die Vorlagen und die entstandenen Bilder miteinander und gebe zweitens den Bildern Reihenfolge und Titel, so dass die Geschichte sich zu erzählen beginnt. 


Galerie im Park 2014
Galerie im Park
2014

Neal Byrne Jossen

Mentorat: Simon Lieberherr, Leiter Galerie 3000
Jahr: 2014 (August)
 
www.galerie3000.ch

Die Errichtung eines temporären Kunstraumes im Liebefeld Park (Bern) mit der Möglichkeit für Besucherinnen und Besucher kostenlos etwas zu trinken, das Wetter zu geniessen und Kunst zu sehen.

In diesem Projekt ist es mir ein Anliegen alle abschreckenden oder gar befremdlichen Faktoren eines klassischen Kunstraumes zu entfernen. Die meisten Menschen gehen nicht in Galerien oder Kunstausstellungen, darum geht dieses Kunstprojekt zu den Menschen. Um dies zu ermöglichen, ist die Idee einen relativ gut frequentierten, öffentlichen Ort zu besetzten. Damit soll eine möglichst breite, heterogene Zielgruppe erreicht werden.

Dabei soll nicht durch Aufdringlichkeit die Ruhe der Menschen gestört werden. Im Gegenteil, ich glaube man kann nicht nachhaltig das Interesse der Menschen an etwas wecken, wenn man es ihnen aufzwingt. Ich glaube vielmehr, dass bereits das Besetzten eines Platzes – sogar in einer passiven Weise -  wo nichts besonders passiert bereits die Aufmerksamkeit der Menschen wecken kann. Ich glaube stark an die Neugier der Menschen.

Ein öffentlicher Park ist einer der zwanglosesten öffentlichen Plätze und zieht eine sehr gemischte Zielgruppe an, von Familien, Teenagern, Senioren bis hin zu Touristen oder Randständigen...

Mein Ziel ist es mit diesem Projekt – bei einigen Menschen jedenfalls – bestehende Vorstellungen gegenüber zeitgenössischer Kunst und ihr anhaftende Stereotypen aufzubrechen. Wir werden Kunst zeigen, aber was wir wirklich zeigen ist das dies nichts exklusives an sich hat sondern offen für alle ist.

Kontakt: E-Mail-Adresse


Hinter den Kulissen 2014
Hinter den Kulissen
2014

Carol Baumgartner

Mentorat: Sarah Stocker

Einblick in die Entstehung einer Ausstellung 

Der Workshop «Hinter den Kulissen» zeigt am Beispiel von Roger Hiorns (*1975, Birmingham), wie eine Ausstellung entsteht. Die TeilnehmerInnen betrachten die Ausstellung nicht wie üblich aus der Perspektive des Publikums, sondern versetzen sich in die Rolle von beteiligten Personen. Zur Auswahl stehen Kuration, Kunstvermittlung und Technik. Mit Hilfe von Arbeitsblättern machen sie sich Gedanken über deren Aufgaben und Funktionen. Durch Aufträge, Videoclips, Fragerunden und Diskussionen erfahren die TeilnehmerInnen, wer an der Organisation beteiligt ist und wie die Ausstellung schlussendlich entstanden ist.   
Der Blick hinter die Kulissen stösst auf Interesse. Das liegt daran, dass Museen hermetische Orte sind. Es gibt Türen, die man nicht öffnen kann, Werke, die man nicht berühren darf und man ist unter ständiger Beobachtung des Aufsichtspersonals. Dies führt dazu, dass das Verhalten der BesucherInnen der Institution und der Kunst gegenüber von Distanz geprägt ist. Wenn sich die Institution dazu bereit erklärt die Türen zu öffnen, kann die Neugier des Publikums genutzt werden, um diese Distanzen abzubauen. 
Der Workshop «Hinter den Kulissen» wurde am Nachmittag des 4. Februar 2015 mit fünf Teilnehmerinnen im CentrePasquArt Kunsthaus Biel durchgeführt.

Plakat

Kontakt: E-Mail-Adresse
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Homotopies 2014
Homotopies
2014

Déborah Demierre

Mentorat
: Ursula Jakob, Patricia Schneider 
Technique: Gravure (taille-douce laser), sérigraphie

Dans le monde existe-t-il des endroits qui en rappellent d'autres ? Transposer cette question de coexistence de lieux différents à mon environnement familier m'intéresse. Pour effectuer ce renversement de perspectives, des regards nouveaux sont souhaitables. C'est pourquoi, j'ai travaillé avec des migrants quant à des lieux en Suisse qui évoquent pour eux un endroit, à l'étranger. Nous avons cherché et produit des photographies de lieux d'ici qui évoquent des lieux de là-bas.
A partir de ce matériel, une image nouvelle a été crée, naîssant de la juxtaposition des deux lieux. Cette mise en relation engendre une créolisation, c'est-à-dire que les éléments hétérogènes « s‘intervalorisent » dans le mélange. La gravure permet l'appropriation des photographies et offre la possibilité d'influencer la construction de l'image, en jouant avec les juxtapositions et l'encrage des deux quadrichromies.
J'ai développé une technique utilisant la gravure laser sur aluminium afin de réaliser des clichés, imprimés ensuite comme des aquatintes. Ces plaques sont réutilisées comme support pour restituer certains témoignages issus de la médiation. La relation entre médiation et pratique artistique, ainsi que le passage d'un lieu à l'autre, d'une image à une autre ont engendré le titre de ce projet: Homotopies. Notion mathématique de la topologie algébrique, qui formalise la déformation continue d'un objet à un autre.

Deutsche Version

Mich interessierte die Frage der Koexistenz, die Gleichartigkeiten verschiedene Orte und ihrer Übersetzung in meinem familiären Umfeld. Um einen Perspektivenwechsel zu ermöglichen, habe ich zusammen mit Migranten gearbeitet. Sie haben Orte in der Schweiz gesucht, die an Orte ihrer Heimat erinnern und diese fotografisch festgehalten.
Tiefdrucke wurden aus diesen Fotografien kreiert, die jeweils durch die Überlagerung der beiden Orten erzeugt wurde. Mit dem visuellen Material, das mir geliefert wurde, habe ich die Zusammenstellung von Paaren gemacht. Dabei entsteht eine Kreolisierung, dies ist ein Konzept von Edouard Glissant. Das heisst, dass heterogene Elemente einen Mehrwert durch die Mischung erhalten. Das Ergebnis einer Kreolisiserung ist unvorhersehbar. Das war auch der Fall bei den Tiefdrucken sowie bei dem Vermittlungsteil. 
Die Technik des Tiefdrucks ermöglicht eine Aneignung des Fotografien und des Bildaufbaus durch Überlagerungen, Einfärbung sowie Wischen des zwei Vierfarbendrucks. Eine Materialprobe, um das optimales Material zu finden und die Einstellungen zu bestimmen, war auch Teil dieses Projektes. 
In einem zweiten Schritt wurden die Platten als Träger für Zitate wiederverwendet und siebgedruckt. Dies betont die Beziehung zwischen der Vermittlung und der künstlerischer Arbeit. Beide haben sich bereichert, die Vermittlung bildet den Ansatz des Projektes, liefert das Material. Im Lauf dieser Arbeit wurden ständig Übergänge zwischen beiden Arbeitsfelder gemacht. 


Incertain public 2014
Incertain public
2014

Jodie Zbinden

Mentorat: Karine Tissot


Un projet de médiation culturelle au Centre d’art contemporain d’Yverdon-les-Bains, en collaboration avec la Haute école des arts de Berne, MA Art Education

Ce projet se construit autour de l’idée d’échange, permettant à un public souvent non-initié à la scène artistique de se positionner face à une exposition et aux oeuvres dont elle est constituée. Inviter ce public et lui offrir un espace de parole cherche à lui donner confiance, tant il se sent parfois illégitime face à l’art, pensant qu’il n’a pas les connaissances suffisantes pour pouvoir s’y intéresser, le commenter ou encore donner son avis.

Je viens d’un environnement familial et social peu familier de l’art; les gens ne sont amenés que rarement à fréquenter la scène artistique actuelle et se sentent parfois étranger au milieu de l’art. L’idée est alors de proposer un moment d’échange à cet incertain public: mon entourage, afin de lui faire découvrir qu’il a sa place dans un centre d’art, dans un musée ou dans une galerie, qu’il soit initié ou novice.

Durant un après-midi, les participants sont donc conviés à visiter l’exposition, puis à discuter en groupe de leurs impressions, analyses, questionnements et inspirations spontanées sur les oeuvres présentées. Le débat prend vie, les gens prennent confiance et s’expriment librement. Ils font face à leurs idées et à celles des autres et sont parfois étonnés de la pertinence de leurs propres propos.

Dans un second temps, les participants sont invités à la création écrite autour de l’exposition. Les textes ainsi rédigés sont ensuite retravaillés et donnent naissance au set de table utilisé lors du brunch de finissage de l’exposition. Ainsi, ces « impressions d’incertain public » sont offertes aux participants du brunch, mais aussi aux artistes également présents à ce moment-là. Les textes et commentaires issus de ce moment de partage permettent alors un second niveau de discussion.

Ce workshop a été proposé aux mêmes personnes, sur deux expositions différentes: « Incertains Lieux », une exposition collective et « Le Jardin d’Omar », une exposition monographique de Bernard Voïta. Le workshop figure également aujourd’hui au programme du Centre d’art contemporain d’Yverdon-les-Bains et est ouvert au public.

Poster

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InStabilität 2014
InStabilität
2014

Flurina Affentranger
Mentorat: Josef Loretan

aus der Hand: Gips, siebenteilig, je 14 x 14 x 14 cm
Gegenüber: Styropor, Gips, Acrylfarbe, 100 x 100 X 100 cm

gedreht, gewendet
kein Unten, kein Oben
kein Vorne, kein Hinten
immer im Zwischen
bewegtes Sein
aus der Hand 
durch die Hand
begreifen
ein Gegenüber 
im Raum
stabile Instabilität



Die Arbeit "InStabilität" besteht aus zwei Teilen: "aus der Hand" und "Gegenüber". Sie ist eine Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten einer Form, die sich in Bewegung befindet und für mich nie ganz zu fassen ist. 
Auf der Suche nach dem nicht Festgesetzten schaffe ich Körper, die ich als formulierte Räume begreife. 
Die Form entsteht im Machen. Das Wechselspiel zwischen Intellekt und sinnlich Erfahrenem ist dabei Kern des Prozesses. 


aus der Hand

Gips
siebenteilig, je 14 x 14 x 14 cm

Die Betrachtenden sind eingeladen, die Gipsköper in die Hände zu nehmen. Diese erschliessen sich erst durch die damit entstehende Erfahrung der Spannung zwischen den minimalen Vertiefungen und Erhöhungen, des Gewichts und der feingeschliffenen Oberfläche.


Gegenüber

Styropor, Gips, Acrylfarbe
100 x 100 X 100 cm

Die skulpturale Arbeit tritt in einen Dialog mit dem Raum. Der Körper ruht auf dem Boden – im Stillstand geahnter Bewegung.

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Keeler (CA) 2014
Keeler (CA)
2014

Hannah Raschle

Theorie Tutorin: Maren Polte
Praxis Mentorin: Romy Rüegger

15', Performance

Keeler ist ein Ort in den USA. Es liegt am Ende des Death Valley, am Rande des trockengelegten Owens Lake. Im ausgehenden 19. Jahrhundert war Keeler ein beliebter Ort für Silbergräber. Eine kleine Eisenbahn führte in die Berge, hoch zu den Minen. 1920 wurde in der Ebene ein Aquädukt errichtet, um das Wasser des Sees nach Los Angeles abzupumpen. Es bildeten sich giftige Alkali-Staubstürme und die meisten Bewohner zogen fort.

Während eines Road Trips durch Kalifornien kam ich mit zwei Freunden in Keeler vorbei. Das Benzin war uns ausgegangen und so stoppten wir an einer alten Tankstelle, die nicht mehr in Betrieb schien. Ein Mann mit einem Cowboyhut winkte uns zu, bot uns Hilfe an und offerierte uns ein Bad in seinem Gartenpool. Nach einer Weile trat seine Schwiegermutter Susan aus dem Haus. Sie war in einen blauen Badeanzug gekleidet und hatte die Hände voller Bierdosen. Sie setzte sich zu uns ins Wasser und begann zu erzählen. Der Nachmittag nahm seinen Lauf und wir lernten immer neue Familienmitglieder kennen. Sie und ihre Umgebung begannen mehr und mehr inszeniert zu wirken. Als hätten hier ein paar Schauspieler bloss auf ihr Publikum gewartet.


Mit der Live-Aufführung dieser Nacherzählung werden Zusammenhänge zwischen Identität, Fakt und Fiktion untersucht. Die Dekonstruktion versucht gewisse Erwartungshaltungen offenzulegen, erwartet vom Publikum zugleich volle Aufmerksamkeit und befriedigt doch nicht dessen Bilderlust. 


Die multimediale Performance fand an zwei Tagen im Juli 2014 im Fotostudio an der Fellerstrasse 11 statt. 


Kefir-Pilz 2014
Kefir-Pilz
2014

Kathrin Fröhlin

Mentorat: Catherina Ziessler, Marco Giacomoni

Der gepard14, ein Raum zur künstlerischen Auseinandersetzung und Ort der Begegnung, zeigte die Ausstellung “Mykologismus II”.

Kefir
Pilze wachsen oft unsichtbar unter der Oberfläche. Wenn sie einen Fruchtkörper bilden, tauchen sie an überraschender Stelle auf.

Inspiriert von dieser Wachstumsstruktur verteilte ich im Vorfeld der Ausstellung Kefirpilz an, drei Personen, mit der Bitte, diesen zu züchten und nach 14 Tagen die Hälfte davon weiter zu geben. Im Schneeballprinzip sollten so verschiedenste Menschen auf die Ausstellung aufmerksam gemacht werden.

Zusammen mit dem Pilz erhielten die beschenkten Personen eine Einladung für die Ausstellung im gepard14 und den Auftrag, ihren Kefir zu beobachten und Skizzen, Notizen oder Fotos zu machen. Durch diese Beschäftigung mit dem Pilz waren sie schon vor dem Zusammentreffen in der Ausstellung miteinander verbunden. Das Sich-Einlassen auf den Prozess des Wachstums sollte das Verständnis wecken, für das prozesshafte Arbeiten  der Künstlerinnen und Künstler.

Ausstellung
In der Ausstellung im gepard14 zeichneten die Besucherinnen und Besucher ihre Portion Kefir auf ein Gemeinschaftsbild. Die Pilzkultur wuchs so symbolisch wieder zusammen. Die Zeichnung hing mitten in der Ausstellung, was den Zugang zu den gezeigten Arbeiten der Kunstschaffenden erleichterte. Auf einem Rundgang mit vertiefter Betrachtung, fanden Diskussionen über die gezeigten Künstlerpositionen statt.

Plakat
Flyer
Bild

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Kodacolor Gold 200 2014
Kodacolor Gold 200
2014

Anna-Lena Schroers

Praxis Mentorat: Jacqueline Baum und Theres Roth-Hunkeler
Theorie Mentorat: Maren Polte

Als Ausgangslage für die Installation Kodacolor Gold 200 dienten zwanzig Fotoalben. Die gesammelten und sortierten Fotografien repräsentieren gutbehütete Kindheiten aus den 1990er Jahren. Sie zeigen eine bestimmte Gesellschaftsschicht, deren Wohlstand und deren technischen Standard. 

Ausgewählte Fotografien werden an eine Wand projiziert:  Kinder im Planschbecken, Kinder vor dem Weihnachtsbaum, Kinder auf dem Dreirad, Kinder auf Skis, Kinder beim Wandern – die Motive der Fotografien wiederholen sich, bloss die Protagonisten ändern. Parallel zu den projizierten Bildern sind über Kopfhörer Bildbeschreibungen zu hören. Die Texte sind nüchtern und kurz, sie scheinen das jeweils gezeigte Bild zu beschreiben. Während ähnliche Bilder nacheinander aufleuchten, wiederholen sich mit fast identischem Wortlaut die Sätze. Bei genauem und längerem Zuhören wird klar, dass Ton- und Bildebene nicht immer kongruent sind. Einzelne Bilder bleiben unkommentiert, bei anderen scheint die Beschreibung nicht ganz zu passen. Kleine, feine Unterschiede und Ungereimtheiten lassen die Frage nach der Austauschbarkeit und Individualität der projizierten Fotografien und somit auch der gezeigten Kindheiten aufkommen. 

Gesellschaftliche Strukturen und kollektive Vorstellungen von Kindheit werden in den Fotografien wahrnehmbar und durch die Texte hinterfragt. Kodacolor Gold 200 spielt zugleich mit den Erwartungshaltungen an das Medium Fotografie wie auch mit den Erwartungshaltungen einer bestimmten Gesellschaftsschicht an das familiäre Leben. 

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L.I.Z.A. 2014
L.I.Z.A.
2014

Neal Byrne Jossen

Mentorat: Michael Fluckiger, Andreas Schoon

A video game project in collaboration with the Bern University of the arts.

The Pitch

L.I.Z.A., a war machine from outer-space, crashes on an unknown planet.
Throughout her journey to the heart of this strange entity she will have to adapt to various given situations. Thus gradually losing her belligerent nature.



A Philosophical Tale

This whole adventure is an initiatory journey based on a reflection around speed, power and conditioned behaviours.
At first, the player will be put in a situation where he is reminded of some central codes of traditional gaming such as being focused and fast.
What he doesn’t know yet is that for most of the adventure these skills won’t be needed, or will even in some occasions prevent him from carrying his explorations further.
The player is expected to reclaim some sort of autonomy by breaking the logic the game was suggesting at first. He will have to slow down his pace, take his time. Hopefully he’ll eventually end up forgetting he’s playing a computer game and just enjoy his stroll in a poetic environment.



An Interactive Work Of Art

The development of a computer game involves various art forms such as graphic design, writing and sound editing, all made interactive.
The term video game is no longer sufficient to qualify what this archetype of mixed disciplines has become. That’s why I’d rather call this project an interactive work of art.

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La Mer 2014
La Mer
2014

Fabrice Rossel

Theorie Tutor: Jacqueline Baum, Ruth Kunz

Praxis Mentoren: Jacqueline Baum

Vidéo, HD, couleur, son stéréo, 12'41''

La mer a une particularité visuelle et émotionnelle qui suscite la fiction. Elle demeure aujourd‘hui encore ­empreinte de mystères et d‘inconnu. Les innombrables légendes marines (comme par exemple les sirènes, Cthulhu ou le Hollandais volant) restent et resteront sans doute encore longtemps dans les esprits. 
Tourné à Copenhague et en Hollande, « La Mer » met en relation des paysages marins et une voix : le témoignage fictif d‘un biologiste ayant travaillé au Groenland pour NUNAOIL. 
Alors que la voix se charge de la narration, les paysages, éléments libres du langage cinématographique, apportent nuances, émotions et ambiance. 
La force du paysage filmé est de générer la fiction sans participer à l‘action. « La Mer » explore ainsi un mode de narration singulier, jouant sur le rapport entre le langage parlé et visuel, entre documentaire et fiction, racontant par fragments une histoire qui demeure ouverte et laissant au spectateur son pouvoir d‘interprétation.


Lies mich 2014
Lies mich
2014

Lisa Christ

Theorie Mentorin: Eva Ehninger

Praxis Mentorin: Riikka Tauriainen

Bereits als Kind versuchte ich mir vorzustellen, wie es wäre, mit den Augen einer anderen Person auf die Welt, vor 
allem aber auf mich selbst zu sehen. Die Unvereinbarkeit des Fremdbildes mit dem eigenen sind zentraler Ausgangspunkt dieser Arbeit. 

Die durch Aufforderung entstandenen Personenbeschreibungen werden in einer Performance präsentiert. Durch die Stimmverfälschung und die Form der Texte wird eine künstliche Distanz zwischen der Rolle des Beobachters und jener der beschriebenen Person geschaffen, die sich hier vereinen. 

So wird die Selbstbeobachtung aufgebrochen und öffnet sich dem Publikum. 

Nebst der Performance, die auf Video zu sehen ist, liegen Postkarten auf, die verschiedene Fotografien mit Aussagen aus den Texten verbinden.

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MateOnPaper 2014
MateOnPaper
2014

Ursina Leutenegger

Eine Publikation auf Zeitungspapier, 43x56 cm


Mentorat: Anna Albisetti und Andi Schoon

Ich kreiere einen Ort, wo sich Netzwerke überschneiden können. MateOnPaper soll einen Einblick in die zeitgenössische Zeichnung geben und soll gleichzeitig die Möglichkeit zur Publikation für noch unbekannte KünstlerInnen schaffen. In der Zeitung lass ich Zeichnungen nebeneinander auftauchen, die sich sonst nie begegnen würden. Ich will einen Rahmen schaffen, wo geteilt wird, was sonst nur innerhalb des einen Hochschulkontexts gesehen wird und so einen Raum fürs Zusammenspiel öffnen. So entsteht eine Plattform, die ich pflegen und vergrössern will. Sie wird wachsen und sich verändern. Die Idee ist, für zukünftige Ausgaben weitere Akademien und Kunsthochschulen anzufragen und die Zeichnungen zusammen zu führen. Es wird eine internationale Vernetzung angestrebt. Es beginnt mit Bern und Wien, mit 14 Studienrenden.

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Mehrfarbiger Holzschnitt 2014
Mehrfarbiger Holzschnitt
2014

Dominique Liniger

Mentorat: Ursula Jakob

Technik: Hochdruck / Holzschnitt

Mit den Holzschnitten werden zwei Themen in den Vordergrund gestellt, welche in diesem Medium exemplarisch behandelt werden können: Die Reduktion der Formgebung eines Körpers – in der vorliegenden Arbeit Meeres- (Schalen) Tiere – und die durch das Übereinanderdrucken erzielten Farbwirkungen. Beides, Form und Farbe, ist in
diesem Medium stark reduziert, was die eigentliche Herausforderung darstellt: Was braucht es, wie viel muss weggeschnitten bzw. stehengelassen werden, damit der Körper des Schalentieres in diesem „flachen“ Medium Plastizität erhält und inwiefern unterstützt die auf drei Druckplatten reduzierte Farbgebung diese Form?
Medienspezifisch ist die Tatsache, dass die verschiedenen Ergebnisse auf diese Fragen - also die entstandenen Drucke - nebeneinander gelegt und untereinander verglichen werden können. So entsteht prozesshaft die Form- und Farbgebung und die getroffenen Entscheide werden nachvollziehbar. 

Kontakt: E-Mail


NIE STILLSTAND 2014
NIE STILLSTAND
2014

Flurina Affentranger

Praxis Mentorin: Ursula Jakob
Theorie Mentor: Andi Schoon

Gipsskulptur 
siebenteilig, je 25 x 25 x 25 cm

Aquatinta, überlagert auf Büttenpapier
siebenteilig, je 48 x 48 cm

«Ich folge dem Verlangen, einen Körper als definierten Raum wahrzunehmen. Form, die sich in Bewegung befindet und nie ganz zu fassen ist. Im Spannungsfeld zwischen Intuition und wachsender Systematik begebe ich mich in einen Prozess des Suchens nach dem nicht Festgesetzten.»

Die Gipskörper sind Möglichkeiten einer Form. Ausgehend von einem gemeinsamen geometrischen Grundkörper erschliesst sich der Weg zur Form im Machen. Dabei leiten Spannungsaufbau, ausbalancierte Relationen der einzelnen Bewegungen innerhalb der Form und die Wahrnehmung des Körpers als geschlossenes Ganzes die Formfindung.
Die druckgrafische Arbeit hält die Überlagerung von Schattenwürfen eines einzelnen, bewegten Gipskörpers fest.

Geleitet von Erkenntnisinteresse ist der Prozess Weg zu dieser Setzung und bedeutender Teil der Arbeit zugleich. Der Dokumentation und Reflexion dieses Prozesses liegt das Bedürfnis zugrunde, sich der eigenen Arbeitsweise bewusst zu werden - eine Annäherung im Wechselspiel zwischen Intellekt und sinnlicher Erfahrung.

Dokumentation als PDF
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Ohne steht alles still 2014
Ohne steht alles still
2014

Janine Strasser

Mentorin: Andrea Wolfensberger
Technik: Silikon gegossen, ausgestrichen, gepresst und gelasert.

Der Ausgangspunkt der Arbeit "Ohne steht alles still" ist das Interesse für biologische Abläufe, die sich im menschlichen Körper abspielen, jedoch von aussen nicht sichtbar sind. Es sind Vorgänge, die für uns fremd sind, uns aber bestimmen. Ohne die alles still stehen würde. 
Das Material Silikon wurde gewählt, um diese fremde und uns nur durch künstlich hergestellte Bilder bekannte Welt darzustellen. 
Die Arbeit besteht aus drei hängenden sowie einer liegenden Silikonfläche. Auf der einen Seite sind durch das Pressen des Materials entstandene Formen zu sehen, auf der anderen Seite ein mit einem Laser eingraviertes Muster. Die Flächen sind leicht und fragil, trotzdem sind sie stabil. Durch die freie Hängung wird jede Bewegung des Betrachters ins Material übertragen. Die Objekte dienen als Projektionsfläche und können je nach Interpretation anders gelesen werden.

Kontakt: E-Mail-Adresse
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Payerne autrement 2014
Payerne autrement
2014

Jodie Zbinden

Mentorat: Jacqueline Baum



Des QR-Codes au contenu participatif pour voir la ville de Payerne autrement. Un projet de Digital Storytelling élaboré à la Haute école des arts de Berne, MA Art Education

Ce projet se construit autour de l’idée de voir et vivre la ville de Payerne d’une manière nouvelle, l’appréhender de l’intérieur, à travers le regard vivant de ses habitants. Dans l’idée générale, je propose d’apposer des QR-Codes à divers endroits de la ville, menant à un contenu interactif. Ce contenu est créé par les habitants, visiteurs et/ou flâneurs de Payerne; ce sont des interventions qu’ils proposent eux-même au sujet d’un lieu particulier dans la ville.

En scannant un QR-Code, chacun peut voir les diverses interventions proposées et/ou se rendre sur le site internet de Payerne autrement afin de lui-même créer une contribution pour un lieu qu’il aime et faire ainsi grandir le réseau d’interventions.

Tout type d’intervention est le bienvenu: photographies personnelles, archives marquantes, anecdotes, son, etc. Chaque proposition offre alors un regard personnel et alternatif du lieu dans lequel on se trouve.

Download: Poster

Kontakt: E-Mail-Adresse

Website
Website Projekt


Phase 2 2014
Phase 2
2014

Lea-Nina Fischer

Praxis Mentor: Urs Gehbauer

Theorie Mentor: Andi Schoon

Mit 400 versetzbaren Objekten, welche auf dem Boden stehen, werden während einer Zeitspanne von 4 Wochen Anordnungen in der Werkstrasse an der Hochschule der Künste Bern inszeniert.

Was bedeutet eine Rhythmusverschiebung im Alltag?
Die Konfrontation mit 400 Objekten im Raum schafft eine neue, ungewohnte Situation. Das Wechselspiel von Aktion und Reaktion wird durch die Neuorganisation in der Werkstrasse provoziert.

Die damit erzielte Wirkung verändert die Orientierung am Ort, die Wahrnehmung der eigenen Zeit und Bewegung.
Erwartungen an den Raum werden hinterfragt und herausgefordert.

Phase 1

Phase 2

Standort

Ist das Kunst oder kann das hier weg?

Kontakt: E-Mail Adresse


raum 2014
raum
2014

Kathrin Fröhlin

Mentorat: Albrecht Schnyder
Technik: Öl auf Leinwand
Format: 38x35 cm

E-mail: 

Womit füllt sich ein leerer Raum?
Kann ein leerer Raum zufällig wirken?
Kann ich in einem gemalten Bild nur visuelle Spuren sichtbar machen?
Denkt man beim Betrachten eines Bildes an einen Moment oder an einen Zeitablauf?
Wie fühlt es sich an in einem Übergang zu verweilen?
Wann fängt ein Ort an, eine Geschichte zu erzählen?

Ausgehend von Raumgefühlen ist die Serie „raum“ entstanden. Stimmungen und Situationen, welche mich faszinierten fand ich oft an Nebenschauplätzen - im Zwischengang und Ausgangsbereich eines Museums, im Flur einer Schule, im Raum neben dem Raum. Dabei erforschte ich die malerische Umsetzung des Lichteinfalls, der Lichtreflexion und Spiegelung auf unterschiedlichen Oberflächen. Licht schafft eine momentane Konstellation an einem statischen Ort.


ReAct to Viola 2014
ReAct to Viola
2014

Linda Costales


Mentorat: Magdalena Schindler


Zeichnung, Video, Text, Sprachaufnahmen

«ReAct to Viola» ist ein partizipatives Multimediaprojekt, konzipiert für Besucher/-innen der Ausstellung Bill Viola «Passions» im Kunstmuseum Bern. An drei ausgewählten öffentlichen Führung erhalten die Besucher/-innen, durch einen Kunstvermittler/-in des Museums Einblick in vier Videoarbeiten Bill Violas, was im Anschluss dazu befähigt, subjektive und authentische Eindrücke, Meinungen und Interpretationen abzugeben. Eine temporäre Box im Museum, ausgestattet mit verschiedenen Medien, bildet die Plattform und das Gefäss für diesen vom Besucher gestalteten User-Generated-Content. Anhand dieser Inhalte soll eruiert werden, wie Ausstellungsbesucher/-innen Videokunst mit existentiellen Thematiken rezipieren. 

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Redefluss I 2014
Redefluss I
2014

Carol Baumgartner
Mentorin: Daniela Keiser

Lecture Performance
Video-Loop, 5:50 min, Höhe min. 250 cm

«Redefluss I» beschäftigt sich mit den Parallelen zwischen Fluss und Sprache. Wenn man eine Sprache fliessend sprechen und wie ein Wasserfall reden kann: Kann man dann Sprache auch stauen? Wie klingt eine Rede, die mäandert oder kanalisiert wurde? Wie stottert ein Fluss und wie plätschert die Sprache? Wo ist die Quelle der Rede und wo mündet sie? 
Exemplarisch untersuchte ich Flussabschnitte der Aare, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Aus dieser Recherche entstand ein Video-Loop, welcher einen Flussabschnitt mit verschiedenen Fliessrichtungen und Fliessgeschwindigkeiten zeigt und ein Text über den Redefluss. Rhythmus und Intonation nehmen Bezug auf die Fliessbewegungen des Flusses. Die Auseinandersetzung mit dem Redefluss geschieht also auf drei Ebenen: Visuell durch den Video-Loop, inhaltlich durch den Text und auditiv durch die gesprochene Sprache.

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Reflection 2014
Reflection
2014

Neal Byrne Jossen

Mentorat: Jacqueline Baum und Daniela Keiser
Technik: Animation/Installation
Dimensionen: Veränderlich

E-mail: 
Webseite: nealbyrnejossen.com

Mountains / horizon / reflection
After trying to draw five hundred times the same drawing, I've created tree sequences running at different speeds.
For this particular installation I used two loops, the upper one running at fifteen frames per second and the lower one running at twelve frames per second. Although it might go unnoticed I believe it plays with our perception somehow, making the whole piece a little more dynamic.
The fact of not knowing for sure what result I'll have after spending so much time drawing still thrills me, I always look forward to discovering how chance has helped the work follow its own course.
I'm still pleased with the contrast created by the very rudimentary or primal animation technique combined with the use of beamers.
I also like the openness of the work, shapes are too minimal to be precisely identified but they still echo something familiar, something general and timeless.
Time takes a big part in my work, it's always there in one way or another, trough the whole creation process and in the impressions we get from looking at the exhibited work.
That piece here, I think, has us waiting for the perfect moment: when all the extremities meet. Although it never really happens we keep believing it might. Moments we hope for but never really can harness.


schultheiss- zimmermann.ch 2014
schultheiss- zimmermann.ch
2014

Anna Zimmermann


Mentoren: Bernhard Probst, Daniel Schöneck, Ruth Kunz

Da meine eigenen gestalterischen Projekte oft im Team erarbeitet werden, setze ich mich immer wieder mit der Frage nach unterschiedlichen Möglichkeiten künstlerischer Zusammenarbeit auseinander. 
Als im Rahmen einer solchen Kollaboration die Idee entstand ein webbasiertes Werkzeug zu entwickeln, welches als Ergänzung zur direkten Zusammenarbeit dient, entschied ich mich dazu diesen Gedanken im praktischen Teil meiner Master-Thesis weiterzuverfolgen, zu konkretisieren und umzusetzen. Das Konzept für dieses Werkzeug entwickelte ich anschliessend aus der Struktur und dem Aufbau meiner bisherigen kollaborativen gestalterischen Praxis heraus.
Entstanden ist die Webseite schultheisszimmermann.ch, welche einerseits als Arbeitsinstrument und andererseits als Publikationsmedium funktioniert. Durch die Struktur der Seite werden sowohl Recherche als auch Kontextualisierung der darauf präsentierten Arbeiten sichtbar gemacht.
Im theoretischen Teil der Thesis wurde die Thematik Vermittlung mit Neuen Medien erörtert, um anschliessend einen Vorschlag für den Einsatz einer solchen digitalen Plattformen im Kunstunterricht zu präsentieren.

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Website


Sehnsucht nach Wildnis? 2014
Sehnsucht nach Wildnis?
2014

Ina Harsch

Mentorat: Guy Jost, Jacqueline Baum

Fotografien: 1 x 1,6 m

Der Titel „Sehnsucht nach Wildnis?“ soll als Fragestellung an den Betrachter verstanden werden.
"Ökologisch gesehen ist Wildnis eine Gegend mit ursprünglichen, intakten Ökosystemen, die sich selbst regulieren und sich durch geschlossene Stoffkreisläufe dauerhaft selbst erhalten (...)."
(www.naturphilosophie.org)


Existiert die nach diesen Kriterien definierte ursprüngliche Natur überhaupt noch?
Der Mensch hinterlässt überall auf der Erde seine Spuren und verdrängt damit in rasantem Ausmass die einst unberührte Natur.
Diese Eingriffe des Menschen sind für uns so selbstverständlich geworden, dass wir sie oft gar nicht mehr als solche wahrnehmen.

Website


SHOT REVERSE SHOT 2014
SHOT REVERSE SHOT
2014

Fabienne Schultheiss

Theorie Tutor: Jan Sahli


Praxis Mentorin: Jacqueline Baum

Total War
Videoinstallation, 1-Kanal-Projektion, Englisch, 05:17 min 
Abortion
Videoinstallation, 2-Kanal-Projektion, Englisch, 03:54 min

Die Serie SHOT REVERSE SHOT (Schuss/Gegenschuss) geht der Frage nach, wie aus einem filmischen Dialog ein neuer Erfahrungs- und Wahrnehmungsraum generiert werden kann. 
Bestehende Film-Dialoge dienen als Ausgangslage für eine Neuinszenierung. Ein im Film mit Worten geführter Schusswechsel wird intensiviert und physisch erfahrbar gemacht. Damit thematisiert die Arbeit auch die grundlegenden medialen Bedingungen eines Films.

Theorie

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Skizzen der Gewohnheit 2014
Skizzen der Gewohnheit
2014

Kathrin Fröhlin

Mentorat: Gallus Staubli

Gestalterischer Workshop für Jugendliche in der Ausstellung „Rituale, ein Reiseführer zum Leben“ im Museum für Kommunikation Bern

Auf den Spuren der Kreativitätsförderung
Kreatives Arbeiten setzt eine Offenheit voraus, eine Bereitschaft bekannte „Trampelpfade“ zu verlassen und neue Wege auszuprobieren.

Skizzen der Gewohnheit
Als Vorbereitung für den Museumsbesuch, machten sich die Lernenden dreier Klassen der BFF Bern Gedanken zu ihren Alltagsgewohnheiten. Sie zeichneten ihre Wege auf, welche sie gewöhnlich nehmen, wenn sie zur Schule gehen. Diese visualisierten Skizzen der Gewohnheit dienten als Grundlage für Dialoge und Reflexion.
Wege welche wir immer wieder gehen und Handlungen, die wir immer wieder tun hinterlassen Spuren in der Umwelt und in uns selber. In der Arbeit „a line made by walking“ von Richard Long (1967 Somerset England) ist das eindrücklich zu sehen.

Schachtel der Erkenntnis
Was hebt ein Ritual von einer Gewohnheit ab? Was für einen Stellenwert haben Rituale im Alltag? In der Ausstellung im Museum für Kommunikation befassten sich die Jugendlichen vertieft mit diesen Fragen. Zu einem eigenen Ritual gestalteten sie anschliessend ihre persönliche Schachtel der Erkenntnis.

Plakat

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Skizzenbuch zur Ausstellung Sophie Taeuber-Arp. Heute ist Morgen. 2014
Skizzenbuch zur Ausstellung Sophie Taeuber-Arp. Heute ist Morgen.
2014

Lisa Kirschenbühler

Menorat: Christin Bugarski

Entwicklung und Realisation von Begleitmaterial für Schulklassen der Berufs- und Mittelschule. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Aargauer Kunsthaus Aarau und der Hochschule der Künste Bern. 

Das Skizzenbuch begleitete Schulklassen in 9 Aufgaben, sogenannten Skizzen, durch die Ausstellung. Ergänzt wurde das Buch durch kurze Texte zur Künstlerin, sowie weiterführendes Material zur Nachbereitung. 

Grundlage für die Gestalt des Buches bildete das Thema des Skizzierens und Entwerfens, ein wichtiger Bestandteil in Sophie Taeuber-Arps Werk.

Das Skizzenbuch machte das Werk der Künstlerin, mit seiner Bedeutung und Aktualität, für junge BesucherInnen nachvollziehbar. Es half die Ausstellung zu verstehen, Verbindungen herzustellen und führte hin zu verschiedenen Betrachtungsweisen. Unterschiedliche Papiere und Aufgaben, welche verschiedene Sinne ansprechen, sorgten zudem für eine vielfältige und persönliche Auseinandersetzung mit Sophie Taeuber-Arp und ihrem Werk.

Skizzenbuch Teil A
Skizzenbuch Teil B

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Sommerneige 2014
Sommerneige
2014

Anna Spirig

Mentorin: Jacqueline Baum
Technik: Video

Mit dieser Arbeit soll das Verstreichen der Zeit oder ebenso das Nichtvergehen spürbar werden. Also der Versuch neben der Zeitlichkeit auch ein Gefühl von Zeitlosigkeit zu vermitteln.
Parallel zur Bildersuche im Medium Video habe ich an einer Textebene geschrieben mit dem Ansatz, Worte zu finden, die sich um die Wahrnehmungen Aus der Zeit fallen / In der Zeit sein und In die Zeit zurückfinden kreisen. Der Text dient als Klammer; er bietet dem Betrachter auf einer weiteren Ebene Zugang zu den zwei aus der Sammlung ausgewählten Bildern, ohne dass er beschreibend ist. Im Verlauf nähere ich mich der Bedeutung der Abwesenheit, auch der Abwesenheit von Wörtern. Ich reduziere auf wenige, gezielt gesetzte Worte.

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Spielbasiertes Lernen - die Kunstvermittlung der Zukunft? 2014
Spielbasiertes Lernen - die Kunstvermittlung der Zukunft?
2014

Hans Peter Wyss

Mentorinnen: Judith Mathez, Ruth Kunz

Basierend auf einer sehr breiten Recherche über das Spiel / das Spielen wurden verschiedene Dimensionen untersucht, welche für die Kunst- und Kulturvermittlung relevant sind, wie die Geschichte des Spiels als Kulturtechnik, die Motivationsdimension oder das spielerisch aktive Lernen. Mit Blick auf die technologischen Möglichkeiten des Computerspiels und auf ausgewählte kulturtheoretische Positionen, welche sich mit der Zukunft der Kunstvermittlung befassen, wurde untersucht, inwiefern sich Computergames für die Kunst- und Kulturvermittlung eignen. Anhand von Spielbeispielen wurden Möglichkeiten und Schwierigkeiten beim Einsatz von Computergames in der Kunst- und Kulturvermittlung aufgezeigt und diskutiert.

In Ergänzung zum theoretischen Hauptteil entstanden drei Prototypen von Lerngames, welche durch den Einsatz verschiedener Spielmechaniken erkunden, wie unterschiedliche Lernformen, inhaltliche Ebenen und Vermittlungssituationen für die Kunst- und Kulturvermittlung nutzbar gemacht werden können.

Die Screenshots zeigen zwei der Spielprototypen: «Chamäleon» wo der Lerninhalt integraler Bestandteil des Gameplays wird und «Guernica Shooter», wo versucht wird, die Erfahrungswelt der Games Generation für die Vermittlung schwer zugänglicher Kunstwerke zu nutzen.

Kontakt: E-Mail-Adresse
Link zur Thesis
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Surprise Miniature 2014
Surprise Miniature
2014

Eliane Hürlimann

Mentorat: Annick Haldemann

Ausstellungsprojekt

Die Cabane B in Bümpliz Nord wird als Off-Space die erste Hälfte jedes Jahres von der Kunstachse Bern bespielt und die zweite Hälfte steht sie für Projekte der Hochschule der Künste Bern zur Verfügung. Die Kleinheit des Raumes inspirierte dazu, mit der kleinen Klasse vom Master Art Education eine Ausstellung im kleinen Massstab zu organisieren. 

Das Ausstellungsprojekt Surprise Miniature strebt einen transdiziplinären Austausch zwischen den Bereichen Bildende Kunst, Literarisches Schreiben und Musik an. Acht Studierende des Studiengangs Master in Art Education an der Hochschule der Künste Bern haben eigens für die Ausstellungsthematik konzipierte Kunstwerke ausgestellt. Zu den Werken wurden in Zusammenarbeit mit eingeladenen Schreibenden Wortgebilde kreiert, welche im Ausstellungsraum in unterschiedlicher Form präsent waren.

Durch die Freiheit, die Kunstwerke und die dazugehörigen Texte prozesshaft und ortsspezifisch zu erarbeiten, gab es bei der Ausstellung einen Überraschungseffekt. Bis zum Aufbau war unklar, welche Gestalt die Werke annehmen würden. Die Teilnahme von französisch- und deutschsprachigen Studierenden aus unterschiedlichen Orten der Schweiz und näherem Ausland hat die Vielfalt der kulturellen Hintergründe innerhalb des Systems Hochschule aufgezeigt. 
Ausstellende: Antonia Orha (1988, Biel), Aline Roux (1985, Bern), Neal Byrne Jossen (1985, Bern), Grégory Sugnaux (1989, Fribourg), Carol Baumgartner (1987, Oensingen), Helena Schmidt (1990, Graz, Österreich), Melanie Hirt (1989, Aarau), Jodie Zbinden (1990, Fétigny) und Lisa Kirschenbühler (1989, Herisau). 
Der Flötist Ivan Denes (1989, Bolivien und Schweiz) performte an der Vernissage. In seinen Performances bewegt er sich an der Schnittstelle zwischen Musik und Bildender Kunst (ivandenes.com). In seiner Performance  24 Papierschnitteblüten komprimierte er Stücke, indem er im Vornherein Auszüge auf ein separates Blatt Papier kopierte. Diese Zettel konnte jeder Besuchende am Tag der Vernissage beliebig anordnen, überdecken, mit schwarzen Zetteln Passagen zensieren und einen Titel geben. Ivan Denes spielte anschliessend das vor Ort komponierte Stück.

Plakat


Take a photo from this point of view 2014
Take a photo from this point of view
2014

Eine Raumskizze eines besuchten Ortes:
24. - 27. Juni 2015, Utrecht, Tractieweg  - Nijverheidsweg


Lea-Nina Fischer
Mentorin: Jaqueline Baum
Installation - 4 Videoarbeiten, Fotografien
MA Art Education, Major Arbeit

Als Besucherin eines Ortes bringe ich Eindrücke mit, präsentiere sie, wobei immer nur eine partielle Ansicht wiedergegeben werden kann.
Augenblickseindrücke.
Durch die Auswahl von Foto- und Videomaterial kreiere ich eine Situation, ein Setting - ein neues Raum-Zeit Gefüge. 
Relationen werden rekonstruiert und Geschichten bahnen sich ihre Wege. Durch ein Experimentierfeld von Gegenüberstellungen, Durchbrechungen und Zusammenführungen unterschiedlicher Perspektiven werden konventionelle und lineare Narrationen untergraben.


Take a Walk 2014
Take a Walk
2014

Emilie Lopes Garcia

Mentorat: Jacqueline Baum, Vincent Marbacher

Dates : 28 juin 2014 au 17 août 2014
Lieu : Fribourg (office du tourisme, ville, centre d’art Fri-Art)

Origine du projet:
Ce projet se construit autour de l’envie de valoriser Fri-Art et l’art contemporain auprès d’un public occasionnel ou novice. Cette forme d’art peut aussi être perçue autrement que par le savoir. La promenade audio introduit les questions liées à la déambulation et au chemin. Thématiques qui peuvent être mises en relation avec l’art (se perdre, trouver ses repères, les déplacements, la diversité des points de vue, l’incertitude, etc.) Entre ces différentes réflexions, l’auditeur/promeneur entend des anecdotes quotidiennes artistiques liées au chemin, des descriptions, ou juste les bruits ambiants. La voix s’adresse à lui de manière directe. Le futur visiteur est ainsi mis dans une position active et réflexive qui lui permettra d’aborder l’exposition avec son propre bagage.

Cadre:
Take a Walk (Une promenade audio d’Equilibre à Fri-Art) est un projet de médiation culturelle artistique mené en collaboration avec le Centre Fri-Art et la HKB Bern (Haute école des Arts de Berne). Il est réalisé dans le cadre de mon travail de Master.

De quoi s’agit-t-il concrètement?
D’un mp3 de type « audio-guide » que l’auditeur peut louer à Equilibre et rendre à son arrivée à Fri-Art. Il l’allume dès la sortie de l’Office du Tourisme. Conduit par une voix ainsi que d’un plan du parcours, il se lance dans les rues de la ville. Ce guide l’accompagne tout au long de sa balade pour se terminer devant les portes de Fri-Art. L’auditeur/promeneur devient alors visiteur de l’exposition.

Dossier de Presse

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to picture something 2014
to picture something
2014

Lucie Kunz

Theorie Tutor: Maren Polte
Praxis Mentorin: Daniela Keiser

to picture something: abbilden, darstellen, beschreiben, sich vorstellen, ausmalen

Die Arbeit to picture something untersucht Bilder, die gegen den alltäglichen Bilderstrom ankommen wollen. Entschleunigte Bilder, die den Betrachter in seinen Sehgewohnheiten stören, den Rhythmus seiner Wahrnehmung unterbrechen. Es sind schweigsame, entleerte Bilder, die weder informativ, noch wahrheitsgetreu sind und auch keine spannende Geschichte zu erzählen haben. Obwohl die abgebildeten Orte so vorgefunden wurden, ist ihre Referenz im Bild nicht mehr wichtig. Die Fotografien und das Video haben in keiner Art und Weise einen dokumentarischen Anspruch. Sie machen ihre Flachheit und ihr fehlendes ‚Dahinter’ zum Thema und legen ihre Bildhaftigkeit offen. Es sind Kompositionen von Strukturen, die Formen und Flächen bilden. Es stellt sich die Frage, was wir überhaupt von Bildern verlangen. 

Für die Installation werden die Fotografien auf einen Paravent rückprojiziert. Auf der lichtdurchlässigen Acrylglasscheibe überlagern sich die sich spiegelnde Umgebung, die Projektion und der Betrachter. Eine fast unsichtbare Transformation der Wahrnehmung findet statt.

Kontakt: E-Mail-Adresse


unFASSBAR 2014
unFASSBAR
2014

Janine Strasser


Praxis Mentorin: Daniela Zimmermann 
Theorie Mentorin: Dr. Maren Polte

In der Arbeit «unFASSBAR» wurde Nylonfaden zu Nervenzellen und Nervenbahnen verstrickt und räumlich vernetzt. Wissenschaftliche Denkmodelle, von Forschern häufig zweidimensional dargestellt, werden aus der Abstraktion in die Konkretion transferiert und dadurch fassbar gemacht.

Die räumliche Auseinandersetzung ist aus der theoretisch-reflexiven Annäherung an wissenschaftliche Visualisierungen und früheren Arbeiten im Zusammenhang mit Körperphänomenen entstanden.

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Website


Unter dir die Stadt 2014
Unter dir die Stadt
2014

Laura Zarotti

Mentorat: Ursula Jakob

Aus der Recherche zum Geschehen im Untergrund verschiedener Städte entstand eine Serie aus sechs Holz-drucken.
 
Die Bilder sind in dunklen, düsteren Farben gedruckt. Durch Farbüberlagerungen und dem Einsatz von Transparentweiss wurde eine Ästhetik geschaffen, die diese unsichtbare Welt unter dem Boden der Stadt fassbar macht. Die Bilder sollen die Betrachter anregen Geschichten zu erfinden, sie durch eigene Phantasien auszuweiten.
 
Der Anfang jeder Geschichte ist real. Vorlage für die Drucke sind Fotografien und Filmstills aus Reportagen.

Was daraus entsteht ist den Betrachtenden überlassen.

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Vertuschte Schnappschüsse 2014
Vertuschte Schnappschüsse
2014

Andrea Beckel

Mentorat: Karoline Schreiber

Aufmerksam gehe ich durch den Alltag und sammle merkwürdige Situationen im öffentlichen Raum. Im Fokus stehen meist spezielle Menschen oder einfach Menschen mit einer etwas anderen Lebensgeschichte. Die mit der Handykamera festgehaltenen Schnappschüsse sind unter fotografischem Gesichtspunkt uninteressant, doch als Vorlage für Zeichnungen bestens geeignet. Aus der Sammlung habe ich eine Serie ausgewählt und in das Medium der Tuschezeichnung übersetzt, was mir ermöglicht Details hervorzuheben und Unbedeutendes wegzulassen.

Um die erlebten Momente vollständig wiedergeben zu können, habe ich die Bilder mit Kurztexten ergänzt. Für die Rezipienten, die die Geschichte hinter den dargestellten Momenten interessiert, sind sie in einem kleinen Heft zu nachzulesen.

Kontakt: E-Mail


Wollte dich strahlen sehen 2014
Wollte dich strahlen sehen
2014

Nicolas Wirth

Mentorat Praxis: Urs Aeschbach
Mentorat Theorie: Dr. Eva Ehninger

400 x 80 cm grosse flache Vitrine mit Strandgut 

100 x 140 cm grosser Plot mit gehängten Malereien

45 Sekunden dauernder Brief

Indem er «die Frau der Frauen mit der Insel der Inseln zusammenbringt», steigert der Regisseur Jean-Luc Godard 1963 das Interesse an der Tourismus-Metropole Capri ins schier Unermessliche. Mit Brigitte Bardot dreht er auf Capri den Film Le mépris. Fasziniert von den Filmbildern, reise ich 2014 in Gedanken in die rote Villa Malaparte, auf drei Seiten umgeben vom blauen Golf Neapels, zur gelbblonden Brigitte Bardot – die nie schöner war als in diesem Film.

Malereien und Zeichnungen bilden Ausschnitte des Gesehenen ab. Der Blick auf die BB von 1963 erfolgt mit den Augen aus dem Jahre 2014.
Der Person BB hinter dem perfekten Äusseren nahe zu kommen, fällt schwer. Zwischen uns bleibt Glas. Unter Glas sind Artefakte unserer Begegnung wie Strandgut arrangiert. Und hinter Glas zeige ich einen Brief, präsentiert wie der Trailer zum Film Le mépris.

Eine Antwort, warum das Glas zwischen uns bleibt, gibt die theoretische Arbeit „Weinen um die geraubte Illusion?“, die sich mit der Frage nach der Identität in Godards Film auseinandersetzt.

Alle Malereien, digitalen Kompositionen (Strandgut), Filmstils sowie die Theoriearbeit finden sich in einem Dokument, das als PDF angefordert werden kann.

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"Zwischen" 2013
"Zwischen"
2013

Annina Thomann

Mentorinnen: Irene Schubiger, Ruth Kunz

Die Arbeit „Zwischen" zeigt EIN mögliches Resultat eines spielerischen Prozesses.
Meine Untersuchungen bezogen sich auf die Frage nach dem Umgang mit Materialität. Ich versuchte herauszufinden wo die Materialeigenschaften dem Willen zur Form Grenzen setzten und machte mich auf die Suche nach einer Formsprache. So entstand ein Formvokabular aus Porzellan.
Die Idee, ein weiteres, verbindendes Element hinzuzuziehen begleitete mich schon zu Beginn des Prozesses. So stiess ich auf diverse Gummischlauchverbindungen, welche ein modulares, skulpturales Stecksystem entstehen lassen. Fahrzeuggummischläuche sind in sich nicht formfest, daher sah ich in der Kombination dieser „weichen, schwarzen, vorgefundenen, industriell hergestellter" Kautschukschläuche, mit dem „harten, weissen, handgefertigten" Porzellan (Kaolin), die grösste Spannung.

Während der Arbeit in der Keramikdesignfachklasse, begann mich das Verhältnis zwischen Handwerk und Kunst in der künstlerischen Ausbildung erneut zu interessieren. Daher beschäftigte ich mich in der Theoriearbeit mit zwei unterschiedlichen Ansätzen welche diesem Verhältnis nachgehen und formulierte eigene Gedanken zum Verhältnis von Handwerk und Kunst für den heutigen Kunstunterricht.

Im Laufe des Prozesses rückte der Fahrzeugschlauch als verbindendes Element in ein neues Licht. Ich realisierte, dass ich mich seiner Materialität in gleicher Weise annähern muss, wie ich dies mit dem Porzellan tat. Er besitzt seine eigene Sprache. So trat ich in einen Dialog mit den beiden Materialien, setzte sie in eine Interaktion und plötzlich ergaben sich die Verbindungen auf ganz natürliche Weise. Das Porzellan wird formgebend für den Schlauch, der Schlauch wird formgebend für die Skulpturen.
Während der Arbeit an meiner Master-Thesis, erschuf ich mir ein Formvokabular, welches je nach Raum und Situation immer wieder anderes formuliert werden kann.

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1000 2013
1000
2013

Neal Byrne Jossen

Mentorat: Jacqueline Baum
Daniela Keiser

About my two artworks: «1000» and «beams»


Momentarily my art evolves within themes such as repetition, chance, simplicity and probably many more of which I am not yet conscious.
For my artwork entitled ì1000î I have chosen to repeat the same drawing (an underlined circle) one thousand times using the old ìonion skinî animation technique (drawing one layer after another, always starting off from the last drawing) to create a sequence running at twelve images per second, thus bringing a whole new perception of the drawings. What could have been perceived as flaws or mistakes from one drawing to the other now becomes the hole interest of the work. Combining repetition with rudimentary handmade drawing allows inexactitude, which is the core of this piece. These inexactitudes provide the animation with some sort of autonomy, I have cautiously drawn every frame, always trying my best to reproduce faithfully the last drawing, but in the end I have no control over what the sequence will look like. As if the artwork had been running its own course, independently from my own will.

For the second work, which is not yet titled, I used only two drawings to create an animated sequence. This sequence I now use as raw material, projecting it on pieces of architecture I find appealing. I like the simplicity of the action (laying a beamer on the ground and playing with the angle), an action I can reproduce in many different locations always resulting in something slightly different; repeatability and randomness. I also find interesting the idea of transforming radically a simple drawing into something animated that has the potential of modifying a hole space.

What brings the two works together in my opinion is their flowing, cyclic quality but also there tranquility. There's nothing to insistent about them and there is a nice ambivalence in the way you can stare indefinitely at them as well as you can just keep walking, barely noticing them, just like a fireplace or a fish tank.


Links to the videos:
http://www.nealbyrnejossen.com/#!beams-fr
http://www.nealbyrnejossen.com/#!1000-f

My website
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113 km²  2013
113 km² 
2013

Jodie Zbinden
Mentorat: Urs Aeschbach

Huile sur toile, différents formats





Lawren Harris est transporté par les grands espaces blancs, les pics et les lacs du Canada à la façon des romantiques, Emily Carr s’attache à l’art des populations autochtones peuplant les paysages et forêts du Nord-Ouest, la peinture de Georgia O’Keeffe prend son essor grâce aux couleurs du Nouveau-Mexique et Peter Doig réinterprète son territoire natal du Canada par l’influence d’histoires contemporaines et de pays étrangers dans lesquels il réside.

La spécificité de mon territoire, elle, réside peut-être dans son essence même de modestie un peu quelconque. La région grouille de recoins à moitié utilisés. C’est souvent ce que donnent comme impression les zones agricoles. Zones semi-habitées, semi-exploitées. Une atmosphère légèrement hors temps. Non pas qu’il ne s’y passe rien, mais le rythme visuel change plus lentement: Les évènements sont ici ceux du paysage, des cultures agricoles, des saisons. Le temps semble plus suspendu dans ces espaces tout juste marqués par l'homme et ses objets, bribes de petites histoires.

«The surface is an abstraction of the memory of being in a certain frame of mind under certain weather conditions and in certain places.»
– Peter Doig


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13'401-13'404 2013
13'401-13'404
2013

Lukas Veraguth

Mentorat: Andrea Wolfensberger und Konrad Tobler

Künstlerische Arbeit:
Realisation von ortsbezogenen Interventionen für die Ausstellung „Es geht einfach nicht ohne Raum“ im Alten Loeblager.
Abb. 1:   13'403, Betonklebeband
Abb. 2/3/4: 13'402, Oberflächenschutzfolie
Abb. 5: 13'404, Kohlepapierdurchdruck
Abb. 6/7: 13'401, Text


 
Theoriearbeit:
- Auseinandersetzung mit der Textproduktion von Kunstschaffenden über ihr eigenes Werk.
- Vertiefung der Frage nach dem Minimum an Text zu einer künstlerischen Arbeit.

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26 Liter 2013
26 Liter
2013

Petra Frey

Mentorat Praxis: Andrea Wolfensberger, Josef Loretan
Mentorat Theorie: Thomas Strässle

Der frisch gesammelte Kuhdung wurde auf einer Gipsplatte ausgestrichen, getrocknet und wieder abgelöst. Der Kuhdung stammt vom rätischen Grauvieh des biologischen Bauernhofs, Bindenhaus bei Köniz.

Eine schwebende horizontale Fläche im Raum, leicht gewellt, aufgehängt an mehreren Silkfäden. Die Fläche hängt diagonal etwas in der Ecke auf einer Höhe, die einen Blick auf die archaische Unterseite zulässt. Die Schwerelosigkeit gibt der ganzen Erscheinung etwas Magisches, eine fliegende Papierfläche, ein fliegender Teppich, eine entrückte Landschaft? Die Materialität erinnert an handgeschöpftes Papier. Die Farbigkeit erinnert an Erde, die Oberfläche, die helle Flecken aufweist, lässt Gipsspuren erkennen. Ein leichter Geruch geht von ihr aus, der an Stall erinnert, an getrocknetes Gras. 26 Liter ist eine Mengenangabe, eine Volumenangabe von flüssigem Material, ein Hohlmass. Diese dünne Fläche wurde wohl aus dieser Menge Kuhdung hergestellt. Und sie wurde eindeutig auf eine Gipsplatte gegossen, die die Oberfläche definiert. Und sie erzählt hier nicht von Fläche, sondern von Raum.

Dieses gewellte Blatt aus Kuhdung wird durch die Aufhängung zum Modell, zum Modell einer riesigen Landschaft, auf der die Schneeschmelze stattzufinden scheint.
Es riecht förmlich nach feuchter und kalter Erde, nach Weite, nach einer Hochebene in fernen Landen. Von unten dagegen sieht man Handspuren und die klar erkennbare Materialität von Mist. Die dunkle Farbe und der Geruch strahlen eine Atmosphäre von Wärme und Geborgenheit aus, von Stall oder von Zelt.
Da hat sich eine Welt zu einem Bild formiert, eine Welt der Hirten und der Nomaden. Der Kuhdung erzählt von Ausgesetztheit und Geborgenheit, von Gemeinschaft und Einsamkeit, von Weite und Enge. Doch nichts Pathetisches oder Sehnsuchtsvolles hängt dieser Installation an. Denn durch die klare Form des scharf geschnittenen Rechteckes könnte diese Fläche auch als Materialplatte durchgehen, als zukünftiger Bauwerkstoff von hoher Wertigkeit und Nachhaltigkeit für unsere moderne Bauweise, in der wir uns hier befinden.

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3x3x3 2013
3x3x3
2013

Melanie Hirt

Mentor IKG: Prof. Dr. Peter J. Schneemann 
Mentoren HKB: Andrea Wolfensberger, Hugo Ryser

Zwei Videoprojektionen bespielen zwei Transparentpapierflächen. Ein Spiegel erweitert den Raum. Alle Flächen weisen eine Grösse von 2x3 Meter auf. Projiziert werden geloopte Schwarz-Weiss-Filme ohne Ton. Sie bestehen aus analogen Zeichnungen, die durch Auftragen und Wegnehmen von Kohle entstanden sind.


40 Jahre - Längmuur Spili 2013
40 Jahre - Längmuur Spili
2013

Idee/Konzept: Fabienne Schultheiss, Anna Zimmermann, Fabrice Rossel
Mentoren: Anna Lydia Florin, Jacqueline Baum

40 Jahre Längmuur Spili ist ein dokumentarischer Kurzfilm über den Spielplatz Längmuur in Bern. Er entstand anlässlich des 40-Jahre Jubiläums. Der Film ist ein Portrait über den Ort und seine Besucher. Er soll einen Einblick in das Spiel der Kinder geben und die Atmosphäre des Platzes einfangen. Im Vordergrund stehen dabei die Kinder und ihre Wahrnehmung des Spielplatzes.

Kontakt:
Anna E-Mail Adresse
Fabienne E-Mail Adresse
Fabrice E-Mail Adresse


Webseite: schultheisszimmermann.wordpress.com
Download: Poster


Anagramm Enzyklopädie 2013
Anagramm Enzyklopädie
2013

Carol Baumgartner


Mentorat: Theres Roth-Hunkeler und Daniel Schoeneck

Inspirationen sammeln, Ideen teilen, Arbeiten publizieren – Die Webseite ist eine Plattform für Anagramme aller Art. Sie ermöglicht es unterschiedliche Medien zu vereinigen. Sowohl visuelle als auch akustische Anagramme finden ihren Platz in diesem gemeinsamen Gefäss, das auch die Möglichkeit zur Vernetzung und zur Zusammenarbeit bietet. Die Anagramm Enzyklopädie dient somit nicht nur zum Publizieren meiner eigenen Arbeiten, sondern alle können mir Beiträge rund um das Anagramm senden. Ein Austausch unter Anagrammatikern beginnt, dialogische Texte entstehen, neue Formen des Wortspiels werden erfunden.

Webseite
Kontakt: E-Mail-Adresse


Ask the teacher! 2013
Ask the teacher!
2013

Ana J. Haugwitz

Mentoren: Bernhard Probst, Nadia Bader

Gehe zur Projektwebseite unter:  ichhaueideen.wordpress.com

Gehe zu Video Teaser

Ask the teacher! is a multimedia-based document that discusses the meaning of being digitally literate. Using the means of ICT (Internet and Communications Technologies) it explores some aspects of the chances of ICT use in the education system, the training of their own digital skills by teachers, their strategies to acquire them and to teach them, in other words the process of becoming digitally literate.

It was found that the motivation of many teachers to use ICT is personal enthusiasm for such tools and the objective to motivate their students to learn with engagement. Another result of this exploration is that their practice often is guided by try and error and not by scientific criteria. Scientifically guided projects are also mainly concerned with the use of the equipment and the adaption of software, while the aspects of security and the problematic sides of ICT use are mostly ignored.

The conclusion of the present research is that digital alphabetization, through the pedagogical use of ICT, is still in its beginning phase. Much more research and practice have to be developed in order to prepare and train teachers capable of forming self-motivated, emancipated and democratically participating students who dominate ICT.

Webseite: www.anahaugwitz.com
Kontakt: E-Mail Adresse
Download: Flyer zum Projekt


Augenblicke blicken jetzt 2013
Augenblicke blicken jetzt
2013

Elisa Ferraro

Mentorin: Brigitte Lustenberger

6 analoge Fotografien(Barytpapier auf Aluminium), 51x58 cm

Meine Masterarbeit ist eine Suche nach dem «gewissen Etwas», das eine Porträtfotografie von allen anderen Porträts abhebt und das den Betrachter berührt. Dabei beziehe ich mich vor allem auf Roland Barthes punctum.

Um Menschen im Moment zu fotografieren, indem sie sich selber sind und direkt in die Kamera schauen, habe ich sie in unterschiedlichen Situationen fotografiert: Vor und nach einer Yogastunde und eines Rugby-Spiels und während einer 12-stündigen Technoparty.
Ich fotografierte mir unbekannte Menschen in Istanbul sowie meine Schwester und eine Freundin einen längeren Zeitraum hinweg alle zwei Wochen, um zu testen, ob die Beziehung zwischen mir und den Porträtierten Einfluss auf die Präsenz in der Fotografie hat.
Folgende Fragen beschäftigten mich: Wie muss ich Menschen fotografieren, dass ihre Präsenz später auf der Fotografie spürbar ist? Muss ich die Personen, die ich fotografiere, kennen? Müssen sie entspannt oder völlig erschöpft sein? Braucht es eine lange Belichtungszeit oder arbeite ich besser mit sogenannten Schnappschüssen? Inspiration und Ideen gaben mir die Bilder von Rineke Dijkstra, Richard Avedon, Nadar und August Sander.

Im Ausstellungsprojekt «Passage» zeigte ich während einer Woche meine Fotografien einer breiteren Öffentlichkeit und diskutierte mit den Besuchern die Wirkung meiner Fotografien. Die Gespräche und Kommentare der Besucher hielt ich in Textform fest. Unter www.passage-passage.ch ist mehr zu sehen.

Kontakt: E-Mail Adesse

Dokumentation als PDF


Augmented Reality im Museum 2013
Augmented Reality im Museum
2013

Idee/Konzept: Hans Peter Wyss

Partner: Museum für Kommunikation Bern

Mentoren: Gallus Staubli, MfK
Bernhard Probst, LerNetz AG

Abstract:
Mobile Geräte und neue Technologien verändern nicht nur die Art und Weise wie wir kommunizieren sondern auch wie wir mit unserer Umgebung interagieren. Für die Vermittlung eröffnet sich dadurch eine Vielzahl von Möglichkeiten, Inhalte durch neue Kanäle zu transportieren.

«Augmented Reality» (AR) steht für eine solche neue Technologie, welche ein grosses Potential für die Vermittlung bietet. In diesem Projekt entstand eine Prototyp-App für Android Geräte um sowohl die technologischen als auch die inhaltlichen Fragen zum Einsatz von AR im Museumskontext zu beleuchten.

Augmented Reality (AR)
AR, zu deutsch ‹Erweiterte Realität› wird im Allgemeinen verwendet um Computerprogramme zu beschreiben, welche über eine Kamera ein Bild in der realen Welt erkennen und dieses auf einem Bildschirm ‹live› mit virtuellen Daten überlagern. Auf dem Bildschirm sieht es aus, als würde ein virtuelles Objekt auf dem realen Bild ‹kleben›.
Mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets eignen sich dafür sehr gut weil sie handlich sind, über Kamera und Bildschirm verfügen und weit verbreitet sind.

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: hpwyss.com
Download: Poster


aus 72 mach 87 2013
aus 72 mach 87
2013

Stephanie Winkler

Mentorin Praxis: Karoline Schreiber
Mentorin Theorie: Ruth Kunz

Der Arbeitstitel „aus 72 mach 87“ steht sinnbildlich für die Spuren der Entscheidungen, welche während des Arbeitsprozesses getroffen wurden.

Schwerpunkt der Arbeit ist die zeichnerische Übersetzung der Redewendungen in Zeichnungen. Ausgangsmaterial sind von mir gesammelte alltägliche Redewendungen. In der „wörtlichen“ Übersetzung soll ihr Bildinhalt offengelegt werden und zum Nachdenken über die Absurditäten unserer Sprache anregen. Ziel war es, les- und entzifferbare Bilder zu schaffen, in welchen die Redewendungen für den Betrachter offensichtlich werden. Entstanden ist eine Anzahl ausgearbeiteter Zeichnungen mit Fineliner auf Papier sowie eine Stop-Motion Animation zur Redewendung "Jemandem raucht der Kopf".

Ist mein eigener Schaffensprozess fortwährend von unzähligen Entscheidungen geprägt, geht die Arbeit in der theoretischen Auseinandersetzung in Form eines Essays dem Entscheiden in Bezug auf das Erfahren im zeichnerischen Prozess nach und fragt im Weiteren, was es heisst im schulischen Rahmen nicht nur Räume zu schaffen wo Erfahrungen gemacht werden, sondern diese auch sichtbar und erkennbar werden zu lassen.

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: www.stephaniewinkler.ch


Bewegung im Einzelbild 2013
Bewegung im Einzelbild
2013

Idee/Konzept: Kathrin Fröhlin
Mentoren: Andi Schoon, Martin Möll

In diesem Projekt ging es darum, öffentliche Orte 
in der Stadt Bern im Hinblick auf ihre rhythmische Struktur hin zu untersuchen und über die Musikalität von Einzelbildern zu reflektieren.
Der Fokus lag dabei auf Rhythmen, welche sich in der Bewegung von Menschen manifestieren.
 Die Bewegungsspuren wurden in einer Serie von Schwarz-weiss-Fotografien aufgezeichnet.
Das Arbeitsgerät bestand in einer sehr einfachen Lochkamera, gebaut aus einer Zündholzschachtel.

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Download: Poster


Bleibt alles anders. 2013
Bleibt alles anders.
2013

Idee/Konzept: Christine Müller

Partner: neuer shed im Eisenwerk, Frauenfeld
Gestalterischer Vorkurs der Kunstschule Winterthur

Mentorat: Catherina Ziessler, Christina Von Rotenhan, Ueli Vogt

Schülerinnen und Schüler sollen einen Sinn für Abläufe der Ausstellung, Fragen der Inszenierung und der Vermittlung entwickeln. Künstlerische Prozesse bis zu dem Punkt begleiten, zu dem es zu einer Ausstellung des eigenen Werks kommt - dies war das Hauptziel für die Werkschau 2013 des gestalterischen Vorkurses der Kunstschule Winterthur.
Der Weg ist das Ziel
Die Prozesse der Ausstellungsorganisation vermitteln - dies war ein Hauptziel des Projektes. Die Schülerinnen und Schüler (nachfolgend Teilnehmende) organisierten die Ausstellung unter Aufsicht der Projektleitung mehrheitlich eigenverantwortlich, lernten dabei die verschiedenen Phasen kennen und gestalteten diese aktiv mit. So entstand unter anderem auch eine «Zeichenmaschine», die während der Ausstellung die Wünsche der Besucher entgegennahm und die Zeichnung gleich nach Vollendung «ausspuckte». Die Aufgabenbereiche der einzelnen Phasen wie Textredaktion, Öffentlichkeitsarbeit, Vermittlung, Grafik etc. wurden in «Offices» gegliedert, für die sich die Teilnehmenden frei einschreiben konnten. So haben angehende Vermittlerinnen im «Office Vermittlung» eine partizipative Führung durch die Ausstellung konzipiert und organisiert.

Wann ist gut gut genug?
Ein weiteres wichtiges Element war die «Künstlerische Selbsteinschätzung». Die Teilnehmenden, welche grösstenteils keine Ausstellungserfahrung mitbrachten, mussten die präsentierten Werke selbständig auswählen. Diese Entscheidung warf zahlreiche Fragen auf: Wo gehöre ich hin? Welche Werke zeige ich? Wann ist meine Arbeit «fertig»? Die Teilnehmenden wurden dabei eng begleitet, mit verschiedenen Möglichkeiten der Präsentation und Inszenierungen bekannt gemacht und gelangten im Dialog mit der Projektleitung und Mitschülern zu ihren eigenen Antworten.

Konzept & Format
Den Kern der Ausstellung bildete eine Bibliothek für Ideen und Inspirationen, welche dem Besucher einen vertieften Einblick in die Ideenfindung und Entwurfspraxis der jungen Menschen bot. Davon ausgehend konzipierten die Teilnehmenden fiktive Räume für die ihnen bekannten «Gattungen» wie etwa Grafik, Zeichnen, Malerei, dreidimensionales Gestalten, Video oder Fotografie, in denen sie ihre Werke präsentierten. Kurz vor Eröffnung besuchte zudem ein Kurator die Ausstellung und gab als «professioneller Ausstellungsmacher» sein Feed- back - eine für alle sehr interessante und bereichernde Erfahrung.

Rolle der Projektleitung
Die Projektleitung hat das Projekt im Rahmen des Masterstudiengangs „Art Education“ an der Hochschule der Künste Bern aufgegleist. Als Lehrkraft im 3d Gestalten des gestalterischen Vorkurses der Kunstschule Winterthur, sowie das Engagement im Vorstand des Vereins «neuer shed» boten dazu ideale Voraussetzungen. Der «neue shed» im Eisenwerk in Frauenfeld versteht sich als Labor für zeitgenössisches Kunstschaffen. Projekte und Ausstellungen widmen sich lokalen Phänomenen und Alltäglichkeiten, die im Kunstkontext neu erfahren und reflektiert werden sollen. Neues erfahren bzw. schaffen – dieser Anspruch galt auch für die Werkschau.

Ausgewählte Bibliographie
- Bastl, Beatrix (2000). Ausstellungsplanung oder «Wie komme ich zu einem Ausstellungskonzept?!», http://www.uni- vie.ac.at/igl.geschichte/ws2000-2001/ beatrix_bastl.htm
- Kemp, Wolfgang (1996). Zeitgenössische Kunst und ihre Betrachter, Jahres- ring 43, Köln 1996.

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Download: Poster


blicke ziehen 2013
blicke ziehen
2013

Lisa Kirschenbühler


Mentorat: Jacqueline Baum und Daniela Keiser

Auslöser für die Videoinstallation sind zwei gegensätzliche Eigenschaften, die im Menschen verankert sind. Das Bedürfnis nach Geborgenheit und die Lust am Beobachten. 

Entstanden ist das Video für ein Fenster im Progr, in welchem die Arbeit an vier Abenden beim Überqueren des Waisenhausplatzes zu entdecken war. 


blicke ziehen ist ein Wechselspiel zwischen

beobachten und beobachtet werden
Transparenz und Verhüllung 
Schein und Realität.

https://www.youtube.com/watch?v=HG9PYdGljkM

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Bricolage 2013
Bricolage
2013

Charlotte Coosemans 

Theorie Tutor: Andi Schoon
Praxis Mentorin: Daniela Keiser

Collagieren kann man mit Bildern, Material oder Gegenstän- den. Dingen, die einen umgeben, die gerade vorhanden sind. Collagieren kann man auch Begriffe. So entstehen neue Zusammenhänge.

Während des Arbeitsprozesses dieser Arbeit wurde ein Begriff untersucht: derjenige der Harmlosigkeit. Es wurde danach gesucht, den Begriff möglichst differenziert zu verbildlichen. Folgende Funde wurden dabei gemacht: Dass Harmlosigkeit erst im Kontrast zu etwas nicht-harmlosem deutlich wird, dass Harmlosigkeit aus zahlreichen Facetten besteht und dass etwas rein harmloses deswegen in der Realität nicht existieren kann. Aus diesem Grund wurde bewusst die Spannung zwischen harmlosem und nicht- harmlosem in die Arbeit integriert. 

Die Installation ist eine Collage verschiedener Facetten der Harmlosigkeit. Der Betrachterin, dem Betrachter sei frei, sie nach eigenem Ermessen zu interpretieren. Weitere Facetten sind in der Arbeitsdokumentation versammelt. Da die Installation Teil einer Ausstellung ist, darf die Harmlosigkeit auch im Kontext der bildenden Kunst gesehen werden.


Buchstäblich ins Blaue fahren 2013
Buchstäblich ins Blaue fahren
2013

Carol Quintana Montalvo-Baumgartner


Theorie Tutorin: Dr. Eva Ehninger
Praxis Mentorin: Theres Roth-Hunkeler

Inspiriert durch eine Reise entstanden auf experimentelle Weise kurze Texte. Sie erzählen Geschichten und erzeugen Stimmungen, die nicht mehr viel mit dem tatsächlich Erlebten zu tun haben. Die Buchstaben verselbstständigen sich und werden zum Material dieser Arbeit. Acht, vierzehn, zwanzig Buchstaben – Sie verschieben sich innerhalb der Zeilen zu poetischen, absurden und irritierenden Texten.

Download Dokumentation als PDF

Kontakt: E-Mail Adresse


CO-Labor 2013
CO-Labor
2013

Idee/Konzept: Virginie Halter und Miriam Gallo

Mentoren: ??

Nach einer halbjährigen Planungs- und Konzeptphase hat CO-Labor im ehemaligen Waschsalon
an der Seftigenstrasse 16 in Bern eine einmonatige Zwischennutzung realisiert. Das Konzept beinhaltete vier verschiedene Formate, welche auf die Räumlichkeiten zugeschnitten waren.
Dazu gehörten Einladungen an bestehende Kollektive, die eintägige Aktionen veranstalteten (Eintagsfliegen), Schaufensterbespielungen (Display), eine einwöchige Residenz einer Künstlerin (Artist In) und verschiedene laborartige Kollaborationen zwischen mehreren Künstlern (laborieren).


Das Ziel von CO-Labor ist, eine Plattform zu schaffen, die jungen KünstlerInnen und Kulturschaffenden ermöglicht, ihren Werken Sichtbarkeit zu verleihen, mit verschiedenen Ausstellungsformaten zu experi- mentieren und sich untereinander auszutauschen.
CO-Labor ist ein nomadisches Format, das an verschiedenen Orten leerstehende Räume zwischennutzt und sich durch ortsspezifische, individuell konzipierte Formate manifestiert. Es ist ein nicht kommerzi- eller Freiraum, dessen Nutzung vorwiegend jungen, nicht etablierten Kunst- und Kulturschaffenden of- fen steht. Hier wird ausgestellt, gearbeitet und diskutiert.
Im CO-Labor wird der forschende, prozessorientierte Ansatz grossgeschrieben. Es ist ein Freiraum, in dem Kunst direkt entstehen kann, ohne ständig ein bestimmtes Endprodukt vor Augen haben zu müssen.
CO-Labor ist transdisziplinär angelegt. Wir sind offen für Theater, Literatur, bildende Kunst, Performance und Zwischenräume/Leerstellen, die sich dadurch eröffnen.
CO-Labor bietet Boden für Gespräche und will Synergien nutz- und sichtbar machen, indem es Rah- menbedingungen für Zusammenarbeit und produktive Gegenüberstellungen/Konfrontationen schafft.
Da CO-Labor nicht an eine grosse Institution angebunden ist, hat es die Freiheit flexibel und schnell auf aktuelle Themen und Strömungen der zeitgenössischen Kunstszene zu reagieren. Die Initiatorinnen von CO-Labor kennen die Bedürfnisse der eingeladenen KünstlerInnen aus erster Hand und begleiten sie mit ihrem Know-How aus ihrer eigenen künstlerischen Praxis.

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: www.facebook.com/colabor.bern
Download: Poster


Dazwischen 2013
Dazwischen
2013

Schmidhalter Gina

Praxis Mentorin: Jakob Ursula
Theorie Tutor: Martarelli Corinna

In Bezug auf die theoretische Auseinandersetzung, die «unkonventionelle Wahrnehmungsformen» 1 im Gymnasialunterricht behandelt, entwickelte sich die Bildnerische Arbeit «Dazwischen»:

«Alle Menschen leben im Nebel, ob sie wollen oder nicht.»2 Verwandelt durch Aspekte wie Zeit, ändert sich das Wahrgenommene stets. Was wahr war, entzieht sich dem Blick des Betrachters. Ein zunächst intuitives Interesse für ein Naturerlebnis, wurde in Folge des Bildfindungsprozesses geschärft. Meine Aufmerksamkeit gilt Phänomenen an den Rändern der Wahrnehmung, beziehungsweise dem Bereich wo Unschärfe entsteht. Anders formuliert, die Arbeit bezieht sich auf Darstellungen im Spannungsfeld zwischen dem fixierten und dem aufgelösten Abbild. Es geht darum zu erfahren was «zwischen den Zeilen steht». Zugunsten einer neuen Sichtbarkeit, rückt die unmittelbar abbildende Wiedergabe in den Hintergrund.

Diese Auseinandersetzung führt zu der Infragestellung des Wahrgenommenen als objektive Wirklichkeit, was in der Literatur und der Kunst auf unterschiedliche Art und Weise thematisiert wird. In diesem Sinne wähle ich bewusst einen subjektiven Blick um zu zeigen, dass es Objektivität nicht gibt. Ich fokussiere gewissermassen auf das Unklare. Somit wird Unschärfe und das Offene zum eigentlichen Scharfen.

Bildbeschriftungen:
Bild 1: Fotografie, Analog, Barytpapier, (3x) 40 x 40 cm, 2013
Bild 2: Fotografie, Analog, Barytpapier, (2x) 40 x 24 cm, 2013
Bild 3: Fotografie, Analog, Barytpapier, 40 x 60 cm, 2013

Theoretische Arbeit als PDF

Kontakt: E-Mail Adresse


Delfingrau, Marmor und Fels 2013
Delfingrau, Marmor und Fels
2013

Eliane Hürlimann
Mentorat: Andrea Wolfensberger

Während dem Majorprojekt habe ich seriell an Objekten aus Fimo gearbeitet. Die Objekte haben alle die gleiche Masse, da ich jeweils einen Pack Fimo von 56 Gramm verwendet habe, welcher industriell verpackt wurde. 
Die Objekte erscheinen als künstliche Minerale, Steine oder Felsen. Der Massstab ist bei den Objekten nicht immer gleich. Während einige den Charakter als 1:1-Objekte aufweisen, haben andere Modellgrösse. 
Das künstliche Material Fimo und die natürliche Form des Steins werden in meinen Objekten vereint. Es entsteht eine Irritation des Materials. Die Ambivalenz zwischen falsch und echt, natürlich und unnatürlich und Schein und Sein ist dabei wichtig.
Die Objekte sind so klein, dass sie genau in eine Menschenhand passen. Diese kleine Grösse bewirkt, dass die Objekte niedlich erscheinen. Es sind Miniaturen von etwas real Grösserem, nämlich Steinen. Ähnlich wie bei Bonsai in Bezug zu Bäumen findet eine Ästhetisierung statt.

Ich übernehme mit dem Handlungsablauf, mit der Wiederholung der Geste, die Rolle als «Steinformerin». Die Handlung ist strukturiert und obsessiv. Mit der Repetition eigne ich mir die Steine an. 

Kontakt: E-Mail-Adresse


Die Lücke war nichts, das ich irgendwie wusste 2013
Die Lücke war nichts, das ich irgendwie wusste
2013

Helena Schmidt

Mentorat: Stefan Sulzer und Theres Roth-Hunkeler

Ein Projekt über das Nie-Dagewesene, das Verlorene oder das potentiell Vorhandene

«Lücken füllen» geht aus von der Suche nach der eigenen künstlerischen Arbeit und verwandelt sich in einen demokratischen Pool im Internet, in dem jede und jeder unangemeldet Inhalte auf die beiden Webseiten «Lücken füllen» und «Lückentext» laden kann. Diese sind Sammelstelle für das Material und zugleich Grundlage meiner Recherche. So wird etwas gefüllt und gleichzeitig weiter geöffnet, das sich immer wieder als gar nicht füllbar herausstellt.

Die im Internet gesammelten Bilder und Texte werden in einer Installation zusammengebracht und bilden durch zufällige Wiedergabe ständig neue Kombinationen. 

Video der Installation

Begleittext

Webseite

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Die Seife 2013
Die Seife
2013

Aline Roux

Material: Körperseife

Mentorat: Andrea Wolfensberger

Aline Roux hat das Material Seife als Gegenstand ihrer künstlerischen Auseinandersetzung im Rahmen des Major-Projektes gewählt. Die Seife als alltäglichen Gegenstand übernimmt die zentrale Hauptrolle im Akt der Reinigung, steht in enger Verbindung mit unserer Physis und ist so Ausdruck von Intimität. 

Sie arbeitet mit transparenter und opaker Körperseife. Die anfängliche Verarbeitung des Materials ist stets die gleiche: In einem Topf im Wasserbad wird das harte und trockene Stück Seife zu einer liquiden Masse geschmolzen. Danach schüttet sie die Masse in einem Guss aus oder appliziert sie mit einem Werkzeug zu einer Form. Fast immer färbt sie die Seife ein oder gibt Pigmente dazu.

Das Werk: Seife - ausgegossen, am Boden platziert. Es ist die Abstraktion und Interpretation an unsere eigene Hülle. Das Werk spielt zwischen Bodenmalerei und Körpererinnerung. Die Platzierung am Boden soll die physische Wahrnehmung verdeutlichen - Der Betrachter kann sich um das Werk bewegen, die Seife ist uns ausgeliefert.

«Die Fläche meiner persönlichen Körperoberfläche, auf den Boden ausgegossen, versinnbildlicht den Prozess und die Auseinandersetzung, die ich mit diesem bestimmten Material hatte.»

Aline Roux, Bern
alineroux@gmx.ch

alineroux.blogspot.com

Kontakt: E-Mail-Adresse
Webseite


Druckatelier zu Gast in der Stadtgalerie 2013
Druckatelier zu Gast in der Stadtgalerie
2013

Idee/Konzept: Déborah Demierre

Mentorin HKB : Ursula Jakob

Mentorin Stadtgalerie :
Anna Bürkli

Der Verein für Originalgraphik (VFO) stellte seine Edition Mai 2013 in der Stadtgalerie Bern vor.
In dieser Tiefdruckausstellung wurde ein Raum als Druckatelier eingerichtet, so dass die Technik als roter Faden zwischen den ausgestellten Werken diente. Im Atelier wurden drei unterschiedliche Workshops je nach Alterstufe angeboten. Eine erweiterte Führung sollte das Spektrum von der Radierung bis zur Heliogravur erläutern und das Publikum zu einem offenen Gespräch mit Künstlern einladen.
Die Ausarbeitung der Werkstatt sowie die Konzeption und die Durchführung der Angebote waren Teil dieser Minorarbeit.

Kontakt: E-Mail Adresse
Download: Poster


Equilibrium 2013
Equilibrium
2013

Janine Iten

Praxis Mentor: Stefan Sulzer
Theorie Tutor: Andi Schoon

Ausgehend von einer äusserlichen Betrachtung des Körpers, entwickelte sich die Arbeit im Prozess hin zu einem inneren Körperbild.

Die zweiseitige Videoprojektion zeigt ein persönliches Ikonenbild, ein Wunschbild eines transzendenten, immerwährenden Körpers im Gleichgewicht. Der Ton schafft das Gegenstück zum Bild, ein Dialog zwischen zwei Polen.

Äquilibration ist die Aufhebung des inneren Spannungszustandes eines Organismus durch Anpassung an seine Umwelt.
Eine andere Möglichkeit mit der inneren Spannung umzugehen ist, die Fähigkeit der Akzeptanz dieser Kognitiven Dissonanz. Negative Capability bezeichnet die Fähigkeit, zu akzeptieren, dass nicht jeder komplexe Sachverhalt aufgeklärt werden kann.

Kontakt: E-Mail Adresse

Dokumentation als PDF


Es geht einfach nicht ohne Raum - A. Braun 2013
Es geht einfach nicht ohne Raum - A. Braun
2013

Anja Braun

Mentorat: Albrecht Schnider, Thomas Strässle

Diplomausstellung 2013 - Anja Braun, Romy Troxler und Lukas Veraguth im Alten Loeblager Bern

Im Rahmen der Master Thesis habe ich meine künstlerische Arbeit weitergeführt.  Die Präsentation fand in Form einer Ausstellung zusammen mit Lukas Veraguth und Romy Troxler in einer temporär hergerichteten Ausstellungszone im Alten Loeblager in Bern statt. Im theoretischen Teil haben Romy Troxler und ich unsere Gedanken, die im gemeinsamen, unverbindlichen Gespräch passieren, in Form eines E-Mail-Dialogs verschriftlicht. Es handelt sich um einen subjektiven Erfahrungsaustausch, in den unsere Interessen, unser Wissen, Denken und Handeln einfliessen.

Bildlegende:

Bild 1: Ausstellungsansicht Gemeinschaftsraum

Bild 2: Ausstellungsansicht Gemeinschaftsraum

Arbeiten Anja Braun:
ohne Titel, 2013
Karton, lackierter Fensterrahmen aus Holz, Glas
108 × 93 × 16 cm
(links)

ohne Titel, 2013
Öl auf Gipsplatten
Gipsplatte 52,3 × 52,3 × 5,5 cm, Installationsgrösse variabel
(Mitte)


Bild 3:
Sideways, 2013
Inkjet Prints auf Wand tapeziert
Installationsgrösse variabel

Bild 4:
Ausstellungsansicht

Bild 5:
ohne Titel, 2013
Eisenoxidschwarz, Caput Mortuum, Magnete, vernickelter und unbehandelter Stahl
8 × 8 × 2 cm

Bild 6:
ohne Titel, 2013
Fotografie aus Zeitung (31.01.13)
15,7 × 23,3 cm

Bild 7:
ohne Titel, 2013
Eisenoxidschwarz auf Glas
Installationsgrösse variabel


Es geht einfach nicht ohne Raum - R. Troxler 2013
Es geht einfach nicht ohne Raum - R. Troxler
2013

Romy Troxler

Mentorat: Albrecht Schnider, Thomas Strässle

Diplomausstellung 2013 - Anja Braun, Romy Troxler und Lukas Veraguth im Alten Loeblager Bern

Im Rahmen der Master Thesis habe ich meine künstlerische Arbeit weitergeführt.  Die Präsentation fand in Form einer Ausstellung zusammen mit Anja Braun und Lukas Veraguth in einer temporär hergerichteten Ausstellungszone im Alten Loeblager in Bern statt. Im theoretischen Teil haben Anja Braun und ich unsere Gedanken, die im gemeinsamen, unverbindlichen Gespräch passieren, in Form eines E-Mail-Dialogs verschriftlicht. Es handelt sich um einen subjektiven Erfahrungsaustausch, in den unsere Interessen, unser Wissen, Denken und Handeln einfliessen.

Bildlegende:

Bild 1: ohne Titel, 2013, Pastellkreide auf Papier, Tiefdrucke (Carborundum), teilweise hinter Glas, Installationsgrösse variabel

Ansichten einzelner Arbeiten aus dem Konvolut
Bild 2: ohne Titel, 2013, Pastellkreide auf Papier, 29.7 x 42cm
Bild 3: ohne Titel, 2013, Pastellkreide auf Papier, 31.9 x 24cm
Bild 4: ohne Titel, 2013, Druckgrafik (Carborundum), 40.2 x 31cm
Bild 5: Ausstellungsansicht Gemeinschaftsraum
Bild 6: ohne Titel, 2013, Lithografie, 50.2 x 65.7cm
Bild 7: ohne Titel, 2012, Acryl auf Papier, 30 x 39.7 cm
Bild 8: ohne Titel, 2012, Acryl auf Leinwand, 40 x 50 cm

Konakt: E-Mail Adresse


Ewige Pfütze 2013
Ewige Pfütze
2013

Jonas Probst

Theoriementorat: Andi Schoon

Praxismentorat: Daniela Keiser

Die Ewige Pfütze ist eine Maschine, die mittels Temperatur-, Feuchtigkeits- und Luftdrucksensor die Verdunstung einer Pfütze berechnet und diese mit Wasser aus einem Tank kompensiert. Dadurch bleibt die Pfütze auf unbestimmte Zeit bestehen.

Webseite: www.jonasprobst.com


Futterwechselein- richtung 2013
Futterwechselein- richtung
2013

Tamara Hauser

Mentorat: Andrea Wolfensberger

Material: Stricknadeln, Magnete in diversen Grössen, farbige Folien, Stickrahmen, Vorhangstanden, PVC-Schläuche in diversen Grössen, diverse gefundene Kunststoff-, Glas- und Metallobjekte, transparente Plexiglasstäbe, gelaserte Plexiglasteile, gelaserte Glasplatten, Schaumstoffplatten, gelaserte Spiegel, Holzboxen, diverse Leuchtkörper.

Variationen und Etüden eine Installation in Transformation
Die Werkserie «Futterwechseleinrichtung» besteht aus 11 Variationsanweisungen, welche gleichzeitig für die jeweils entstandene Installation titelgebend waren. 

Zu jeder Variationsanweisung wird eine Räumlichkeit von unterschiedlicher Grösser und Volumen benötigt.

Aus jeder Variationsanweisung resultieren verschiedene Etüden, welche als einzelstehende Werke betrachtet werden können, jedoch im Kontext der Variationsanweisung gezeigt werden sollen.

Es besteht die Möglichkeit Etüden aus vorhergegangenen Variationen in eine neue Variation zu integrieren oder sie in abgeänderter Form ein weiteres Mal zu zeigen.

Jede Variation benötigt einen abgesteckten Zeitrahmen. Während dem festgelegten Zeitrahmen besteht die Möglichkeit für eine Transformation der Installation.


Folgende Variationsanweisungen wurden zwischen Mai 2013 und Februar 2014 umgesetzt:

FS 13
Variation 0 - When I Finished With It I Started You ("warm-up")
Variation 1 - Keep Holding The Balance (altes Loeblager)
Variation 2 - Keep Holding It (Dachstock Progr)
Variation 3 - Should I Keep Holding On Or Let Go? ("calm-down")
Variation 4 - Keep Playing Around (Atelier)

HS 13
Variation 5 - Put Your Body Language On Display (Remise Zürich)
Variation 6 - Too Bent To Be Straight (Frauenraum Bern)
Variation 7 - Hang In There! (Kunsthaus Langenthal)
Variation 8 - Stand Alone And Lighten Up (Stadtgalerie Bern)
Variation 9 - Face Each Other And Hold Strong. Don't Leave Too Early... (Mo.ë contemporary Wien)
Variation 10 - Take Away Do It Yourself (in den Räumlichkeiten der Hochschule der Künste Bern)

Dokumentation als PDF


Göscheneralp 2013
Göscheneralp
2013

Simone Hofmann



Mentorat: Jacqueline Baum, Theres Roth-Hunkeler

Eine alte Fotografie aus dem Nachlass der Grosseltern diente als Ausgangspunkt für die Arbeit. Diese Aufnahme zeigt das Dorf der Göscheneralp, welches vor rund fünfzig Jahren einem Stausee weichen musste. Möglichst exakt an der Stelle, wo am 28. Juli 1954 die Fotografie aufgenommen worden war, wurde nun in einer fixen Einstellung der Stausees gefilmt.
In einer Montage wird nun dieses Seestück sichtbar, man hört ein fernes Rauschen. Eine männliche Stimme erzählt die Geschichte des verschwundenen Dorfes. Der Text beschreibt aber auch eine anderes Verschwinden, einen Einschnitt, geschehen in jüngster Gegenwart: Ein Mensch ist weggerückt aus dem Blickfeld. Wie vom ursprünglichen Zustand der Alp, bleiben auch von der verschwundenen Person die Bilder, die fast körperlichen Erinnerungen, die sich mit der wilden Landschaft verbinden. Etwas hat sich ereignet und verändert. Im Verlauf der Erzählung wird die alte Fotografie des Dorfes sichtbar. Die schwarz-weisse Bergkette verbindet sich mit der neuen farbigen Filmaufnahme. Es ist die gleiche Bergkette. Vergangenheit und Gegenwart verbinden sich auf Bild- und Textebene. 
In der Videoarbeit verbindet sich somit ein historisch-dokumentarisches Ereignis mit einer ganz persönlichen Erfahrung. Um welche Erfahrung es sich handelt, bleibt bis zuletzt offen, doch der Verlust und die daraus entstandene Lücke sind spürbar.


Horizon des événements 2013
Horizon des événements
2013

Emilie Lopes Garcia

Mentorat: Stefan Sulzer, Daniela Keiser

Installation composée d’un service de 18 assiettes partiellement décapées par sablage.

Kontakt: E-Mail-Adresse


Interaktive Medien im Museum - ja, aber wie? 2013
Interaktive Medien im Museum - ja, aber wie?
2013

Idee/Konzept: Hans Peter Wyss

Mentorat: Gallus Staubli, Bernhard Probst

Interaktive Medien finden immer mehr Einzug in Museen. Sie bieten Möglichkeiten, die Besucherinnen und Besucher auf neue Weise in Ausstellungen mit einzubeziehen, zu vernetzen, zu aktivieren und eröffnen ihnen neue Zugänge zu Informationen.
Sie sorgen aber ebenso für explodierende Budgets, rote Köpfe beim Betreuungspersonal und bisweilen auch zu frustriertem Museumspublikum, denn das Wissen um die Konzeption und Herstellung von solchen interaktiven Installationen ist oft nicht an den Institutionen vorhanden.

In diesem Projekt wurde deshalb ein Ansatz entwickelt, welcher sich auf den Disziplinen des Interface Designs, der Vermittlung und des Projektmanagements abstützt. Er soll eine Orientierungshilfe darstellen für Personen und Institutionen, welche wenig Erfahrung mit interaktiven Installationen haben oder an einem interdisziplinären Blick auf solche Projekte interessiert sind.

Kontakt: E-Mail-Adresse
Webseite: www.hpwyss.com
Download: Poster


Landscapes 2013
Landscapes
2013

Dominique Ruppen

Mentorin: Karoline Schreiber

Technik: Malerei, Mischtechnik auf Leinwand

Landschaft ist wunderbar! - Zum Betrachten, zum Betreten, zum Erkunden - und vor allem zum Malen.

Eine orangene Imprimitur bildet bei der Bilderserie Landscapes die Basis, auf der ein Spiel von unterschiedlichen Malsprachen stattfindet. Dabei kristallisieren sich vor allem zwei Extreme heraus: Die altmeisterliche Technik der sorgfältig, schichtweise aufgetragenen Ölfarbe trifft auf eine locker hingeworfene gestische Malerei.
Die Malerei wird zur Gratwanderung. Es gilt, ein Spannungsfeld innerhalb der Leinwand zu erzeugen, das die Betrachterin/den Betrachter auffordert, selber die offenen Stellen zu ergänzen und das Gleichgewicht der Landschaft herzustellen.

Webseite: RuppenFineArts.com
Kontakt: E-Mail Adresse


Martin, 2014 2013
Martin, 2014
2013

Fabrice Rossel

Téchnique: Vidéo, HD, couleur, son stéréo, 7’25’’ (loop)

Mentorat: Jacqueline Baum

Martin, personnage emblématique de cette oeuvre, vit une relation ambiguë révélée par fragments, suggérée au travers de prises figées et pesantes. Ce travail dresse le portrait psychologique d’un homme contemporain, cloîtré dans un système qui l’étouffe tout en se gardant d’imposer une piste de lecture unique. Il laisse au contraire le spectateur trouver ses indices pour construire le puzzle de l’intrigue.

Film sehen: 
https://vimeo.com/87689233
Passwort: Martin

Kontakt: E-Mail-Adresse


Mikrit 2013
Mikrit
2013

Christa Schürch

Praxis Mentorin: Patricia Schneider
Theorie Tutorin: Ursula Jakob

Technik: Holzschnitt


Wie kann ein flüchtiges Phänomen wie das des Bergsturzes in Derborence gestalterisch untersucht werden? Ausgangslage dieser Masterthesis war eine Unterrichtssituation aus dem Fachpraktikum an der NMS Bern, in der eine experimentelle Drucktechnik und die Diskussion über die Darstellung des Atmosphärischen im Vordergrund standen.

Der Titel Mikrit bezeichnet verfestigten Kalkschlamm, dessen feinste Karbonat-Körner oft die Matrix eines Kalksteins bilden. Für die Druckfarbe der Masterarbeit wurde das Pigment dieses Gesteins verwendet, das vor über 300 Jahren Bestandteil des Diablerets-Massivs war.

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: www.christaschuerch.ch


Nur die Milch wird sauer 2013
Nur die Milch wird sauer
2013

Nina Hebting


Praxis Mentorinnen: Theres Roth-Hunkeler, Jacqueline Baum
Theorie Tutor: Peter Schneemann

Manche Tage gehen vorbei – und nichts geschieht. Unmerklich vergeht die Zeit, es wird Morgen, es wird Abend, es wird Nacht. Hier setzt die audiovisuelle Installation «Nur die Milch wird sauer» an. Sie macht eine ereignislose Zeitspanne zum Thema. Nichts Bemerkenswertes passiert, Gedanken drehen sich im Kreis, Staub lagert sich ab im Zimmer, der Lichteinfall ändert. Die lange Weile dehnt sich aus und das Beiläufige rückt ins Zentrum der Wahrnehmung.

Dauer: 8 min (Loop)

Kontakt: E-Mail Adresse


Parallèle 2013
Parallèle
2013

Jodie Zbinden
Mentorat: Urs Aeschbach

Installation; technique mixte (huile sur toile, bois, plâtre, feuilles de tabac, peinture acrylique)

Imprégnés du souvenir d’un paysage incertain et de l’atmosphère suspendue de leur environnement, ces objets dont les hommes se sont servis sont laissés, parfois même délaissés et ne sont alors plus que les reliques d’une activité rurale, récréative ou traditionnelle passée. Devenus traces, signes, indices, ces structures vides sont comme le vestige archéologique tout juste découvert et dont il faut à présent déterminer la fonction, la condition passée. Parfois fantomatiques et flottants, ces portraits calmes d’objets nous parlent de ces espaces campagnards médiatisés par l'homme et ses outils et nous racontent leurs histoires par fragments insaisissables.

Kontakt: E-Mail-Adresse
Webseite


Parallèlle 2013
Parallèlle
2013

Positionen / Kartierung / Bezugsfelder 2013
Positionen / Kartierung / Bezugsfelder
2013

Eva-Maria Knüsel


Theorie Mentorat: Marianne Wagner
Praxis Mentorat: Theres Roth-Hunkeler

Ausgangspunkt meiner Auseinandersetzung mit der sprachlichen Vermittlung zeitgenössischer Kunst ist die Ausstellung «Laute Häuser und Äpfel, die fallen», die vom 20.April – 25.Mai 2013 bei sic! – Raum für Kunst in Luzern stattfand. In der Gruppenausstellung beschäftigten sich Künstlerinnen und Künstler mit Mythenbildungen in Alltag, in kultureller Tradition und künstlerischer Produktion.
Die dazu entstandene Publikation ist ein subjektives Vermittlungs- und Betrachtungsmodell, worin meine Haltung zur Kunstvermittlung verortet und ein erstes exemplarisches Instrument für die zukünftige Arbeit als Kunstvermittlerin erprobt wird.
Die enge Verbindung von Ausstellungs- und Vermittlungskonzept sowie Aspekte der subjektiven Bezugnahme, der selbstreflexiven Äusserung und des produktiven Potentials von Lücken und Widersprüchen waren bei der Entwicklung zentrale Anliegen. Ausgehend von diesen Ansätzen benenne ich ein Netz von Bezugsfeldern. In Form von Zitaten und persönlichen Kommentaren werden Aspekte des Ausstellungsthemas, der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst sowie mögliche Betrachtungsweisen aufgegriffen. Die einzelnen Bezugsfelder sind als Anregung und Orientierung gedacht und lassen sich über Verweispfeile wie lexikalische Einträge kombinieren. Entlang dieser Bezugsfelder nehme ich eine Kartierung der im Ausstellungsraum gezeigten Positionen vor. Aus dieser Annäherung entsteht ein vielschichtiger Text aus Beobachtung, Beschreibung, Erzählung und Reflexion.
Diese subjektive und fragmentierte Form der Vermittlung widerspiegelt die Unmöglichkeit einer umfassenden Wissenssicherung und lässt Zweifel an vermeintlich festgeschriebenen Ordnungen zu. Entdeckungsfreude dient als Motivation, um das Stückwerk untereinander zu vernetzen. Der Leser, die Leserin wird ermutigt, das entstandene Vokabular gedanklich zu ergänzen und zu eigenen Erzählungen und Deutungen zu gelangen.

Dokumentation als PDF

Webseite: www.evaknuesel.ch
Kontakt: E-Mail Adresse


pretty chicken 2013
pretty chicken
2013

Christina Schmid

Theorie Tutor: Eva Ehninger
Praxis Mentoren: Cornelia Heusser, Hugo Ryser

Immer wieder habe ich Frauen kennengelernt, die als Ware gehandelt wurden und heute auf dem Strassenstrich stehen. Sie schienen mir wie identitätslose Objekte, mit denen man machen kann, was man will. Herausgerissen aus ihrem Umfeld und gefangen in einem Teufelskreis. Wie kann ein so mit Klischees behaftetes, mit Vorurteilen überladenes Thema anders als dokumentarisch, edukativ oder provozierend dargestellt werden?

Mit der klassischen Zeichentricktechnik, wobei ich Bild für Bild gezeichnet und dann selber mit Geräuschen hinterlegt habe, möchte ich eine Geschichte erzählen. Allerdings in verschlüsselter Form, um nicht plakativ und einseitig zu werden, sondern Interpretationsraum frei zu lassen, damit auch eigene Schlüsse gezogen werden können, die in andere Richtungen gehen, als die, die mir als Ausgangslage dient.

Kontakt: E-Mail Adresse


RIB online! 2013
RIB online!
2013

Idee/Konzept: Beat Bucherer

Mentor: Andreas Hieber, Lernetz AG

In Koordination mit Thomas Stuber, Forschungs- und Entwicklungsprojekt RIB, IVP NMS/PH Bern

Mentor HKB: Daniel Schoneck

Zielsetzung

RIB online! soll die Schülerinnen und Schüler...
...bei der Realisierung ihres Unterichtsvorhabens didaktisch begleiten und anleiten (Designprozess)
...dazu anleiten, selbständig, zielgerichtet und gut strukturiert zu arbeiten
...darin unterstützen, bei geringem Zeitaufwand eine hohe Dokumentationsqualität zu erreichen
...mittels kollaborativer Arbeitsformen zu einer verbesserten Prozessreflexion anregen – direkte mediale Vernetzung von Mitschüler/-innen, Partnerklassen, Lehrpersonen, Fachleuten
...am Ort ihrer Faszination für moderne (Kommunikations-)technologien abholen, um mit ihrer Hilfe Aspekte von Technik und Design themenspezifisch und aussagekräftig zu beschreiben

Kontakt: E-Mail Adresse
Download: Poster, User Stories


Stoff und Stoff 2013
Stoff und Stoff
2013

Lisa Kirschenbühler

Theorie Tutorin: Prof. Dr. Birgitt Borkopp-Restle
Praxis Mentorinnen: Theres Roth-Hunkeler, Ute Appel

„Stoff und Stoff – gewobener Dialog“ ist eine Arbeit über das Erzählen. Denn wer erzählt verbindet und verknüpft. Die Ausgangspunkte für diese Arbeit sind Stoffreste und Wörter. Diese Materialien treten in einen Dialog, inspirieren, beeinflussen, reiben, widersprechen und ergänzen sich. Was dabei entstehen kann, ist in Texten festgehalten, fünf davon wurden exemplarisch ausgestellt.

Die Installation aus Stoff und Stoff verleitet zum Tasten und Zugreifen, aber auch zum Lauschen und Betrachten, zum Greifen und Begreifen. Eigentlich eine Anstiftung!

Download Dokumentation als PDF
Download Theoriearbeit als PDF

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: berlisa.wordpress.com


Streuwwichromen 2013
Streuwwichromen
2013

Kathrin Flück

Mentorinnen: Béatrice Gysin, Ruth Kunz

Den Blick weiten und Alltägliches mit anderen Augen sehen - das macht Ästhetische Forschung aus, wie sie von Helga Kämpf-Jansen beschrieben worden ist. Die Vielfalt an subjektiven Deutungsmustern ist dabei die treibende Kraft, um im Dialog mit Anderen Neues zu entdecken. Es gibt kein richtig und falsch.

Der Streuwwichromen war Anlass und Ort für meine For- schung. Von eigenen Fragen ausgehend folgte ich meinen persönlichen Interessen und Lernbewegungen. Das parallel geführte visuelle Tagebuch ist das Herzstück meiner Arbeit.

Begeistert vom Reichtum der Ideen, die sich mir auftaten, war es mir ein Anliegen andere Menschen an meiner Arbeit teilhaben zu lassen und einen Handlungs- und Erfahrungs- raum zu schaffen. Während je einer Stunde durften sie mit dem Material aus dem Streuwwichromen Experimentieren und Ausprobieren.

Beteiligte Personen: Franziska Bieri, Kathrin Eggimann, Barbara Rey, Rolf Küng



* Streuwwichromen: Das Wort ist Brienzerdialekt und bezeichnet einen Verschlag für dürres Laub, welcher meist an der Scheune angebaut ist. Das dürre Laub wurde als Einstreu für die Tiere verwendet.


STUNK SKIOK 2013
STUNK SKIOK
2013

Idee/Konzept: Muriel Schwärzler

Mentor_Innen: Daniel Schöneck, Christina von Rothenhan, Catherina Ziessler

Abstract:
STUNK SKIOK ist eine offene Plattform für kunst- und kulturschaffende Frauen und bietet zwei Mal jährlich im Frauenraum der Reitschule Bern einen unkomplizierten Rahmen, um Kunst selbst auszu- stellen, mit anderen das eigene künstlerische Schaf- fen zu diskutieren, gemeinsame Prozesse zu erleben oder Projekte zu entwickeln.
 


STUNK SKIOK ist sowohl Offgruppe*, wie auch eigenständiges Kollektiv und Ausstellungsreihe im Frauenraum der Reitschule Bern. STUNK SKIOK steht für eine experimentelle Ausstellungsreihe, welche von einem kleinen, aber erweiterbaren Kollektiv aus Kunst- und Kulturschaffenden ins Leben gerufen wurde.

STUNK SKIOK ist eine offene und für alle Frauen** nutzbare Plattform, um eigene künstlerische Arbeiten auszustellen oder zu präsentieren, zu diskutieren oder gemeinsam kreativ zu werden. STUNK SKIOK stellt zwei Mal jährlich den Frauenraum der Reitschule für eine 6- stündige Ausstellung zur Verfügung.



Der Frauenraum der Reitschule Bern bietet seit 1987 Raum für unkommerzielle Anlässe. Die Veranstaltenden, welche hauptsächlich Frauen** sind, setzen sich zum Ziel, mit kulturellen und gesellschafts-politischen Veranstaltungen aktiv Frauenförderung zu betreiben und feministischen Diskussionen einen Raum zu geben. Vor diesem Hintergrund ist der Frauenraum Plattform und Begegnungsort für Menschen unabhängig insbesondere ihrer ethnischen und sozialen Herkunft, ihrer Sprache, ihres Alters, ihres sozialen Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihres Glaubens oder ihrer allfälligen Behinderung. Die meisten Anlässe sind offen für alle Geschlechter.

STUNK SKIOK ist in diesem Kontext als Ausstellungsformat entstanden und macht als ausschliessliche Plattform für Künstlerinnen darauf aufmerksam, wie wenige kunst- und kulturschaffende Frauen es verhältnismässig immer noch gibt und wie wichtig deren Förderung ist.



Im Mittelpunkt des Projekts steht die kreative Kollaboration unter Frauen: einerseits, indem Rahmenbedingungen mit der Ausstellung im Frauenraum geschaffen, gebrochen und hinterfragt werden, die es auch einem eher kunstfremden Publikum ermöglichen, ihre Kreativität zu zeigen und zu entdecken. Andererseits, indem STUNK SKIOK im Austausch und Dialog neue Projekte entwickelt oder zwischen Menschen und Projekten vermittelt. STUNK SKIOK setzt sich mit weitgreifenden Themen wie der abwesenden Kuration, der Nichtselektion, der Partizipation und mit Fragen eines offenen und bewegbaren Formats auseinander. STUNK SKIOK ist manchmal kontrovers, setzt aber durch diese Widersprüchlichkeit neue Gedanken und Ideen frei.

STUNK SKIOK hinterfragt die Rollenverteilung bei der Entstehung von Ausstellungen: es soll im Prozess der Entstehung der Ausstellung so wenig wie möglich interveniert und kontrolliert werden. STUNK SKIOK versteht sich mehr als gleichberechtigter Partner und Organisator als als Kurator; die Auswahl, was gezeigt wird und die Entscheidungen über die Art und Weise der Präsentationen sollen bei den jeweiligen Mitmachenden liegen. STUNK SKIOK lässt Spontanes zu und will dies fördern.



Konkret stellt STUNK SKIOK die Infrastruktur für die Ausstellungen nach Möglichkeit zur Verfügung und steht technisch beratend oder partizipativ zur Verfügung. Die vorhandene Infrastruktur des Frauenraumes wird so gut wie möglich genutzt. Kollektive Arbeiten aus und mit dem Raum sind erwünscht.



Das Zeigen oder Testen der Arbeiten ermöglicht deren Differenzierung, Einordnung, Weiterentwicklung. Anregungen können in die eigene künstlerische Arbeit integriert werden.

STUNK SKIOK ist eine nicht- kommerzielle Plattform. Durch die Möglichkeit, die eigenen Arbeiten in der Ausstellung auch zum Verkauf anzubieten, will STUNK SKIOK die Kunst- und Kulturproduktion ermöglichen. STUNK SKIOK ermöglicht den Austausch von Menschen, welche aus einer heterogenen Interessensgruppe oder einem unterschiedlichen sozialen, religiösen oder kulturellen Umfeld stammen. Es sollen weiterführende Projekte und Prozesse angeregt werden.



Der Anlass integriert Konsum und Nicht- Konsum.

Der Anlass integriert konfrontierende, provokative und ‚naive’ Kunst. Bei STUNK SKIOK kann alles nebeneinander gezeigt werden und soll nicht aufgrund subjektiver Wahrnehmung selektioniert werden. Es geht nicht um Kategorienbildung, sondern um eine Öffnung und einen neuen Umgang mit dem Kunstbegriff.

STUNK SKIOK fördert die Vernetzung von kunst- und kulturschaffenden Frauen innerhalb von Bern.



*Eine Offgruppe ist eine autonom organisierende Gruppe des Frauenraums der Reitschule Bern.

**Frauen oder Menschen, welche sich als Frauen identifizieren

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: www.stunkskiok.ch
Download: Poster


THIS IS NOT AN AUDIOGUIDE 2013
THIS IS NOT AN AUDIOGUIDE
2013

Idee/Konzept: Emilie Lopes Garcia

Partner:  CentrePasquArt, Bienne

Mentorat:  Sarah Stocker

Concept:
Le projet s’est construit autour du postulat que tout le monde est à même, s’il en a envie, d’apprécier un travail d’art contemporain, sans forcément passer par un savoir théorique. Une œuvre peut se lire sur plusieurs niveaux, et dès le moment où elle est montrée, elle appartient à tous. A chacun de se l’approprier selon son histoire, ses références, son système de valeurs. J’ai voulu, dans le cadre de ce projet, ouvrir un espace de pensée et d’expression libre, où l’on peut dire ce que l’on pense, sans craindre le jugement ou le vrai/faux. Provoquer une réaction, un débat. Ce Workshop met à disposition un espace et du temps pour penser plus loin.

Déroulement:
Le projet se déroule en deux phases. La première phase est un Workshop d’une journée durant laquelle le point fort est la visite libre de l’exposition de Jessica Jackson Hutchins. Durant cette visite, les participants enregistrent leurs commentaires sur un dictaphone. En fin de journée, une mise en commun permet de mettre toutes les idées à plat, et un débat est créé.

La deuxième phase du projet est la récolte, puis le mixage de toutes les interventions sonores. Le résultat est un non-audioguide disponible à la réception du CentrePasquArt, jusqu‘à la fin de l‘exposition. Non-audioguide car le but n’est pas d’informer les spectateurs, mais de proposer des regards personnels différents, de retenir un peu plus longtemps l’attention sur une oeuvre, et peut être aussi d’ouvrir de nouvelles pistes de réflexions.

Kontakt: E-Mail Adresse
Download: Poster, Audio


Tiere vermenschlichen, Menschen vertierlichen 2013
Tiere vermenschlichen, Menschen vertierlichen
2013

Idee/Konzept: Barbara Born

Partner: Kunstmuseum Bern

Mentorat HKB: Anna Albisetti und Beat Frank
Mentorat Museum: Magdalena Schindler

Im Rahmen eines zweitägigen Workshops haben sich Kinder den Illustrationen von Ernst Kreidolfs (1863–1956) Ausstellung Faltertanz und Hundefest. Ernst Kreidolf und die Tiere angenähert. Dabei erhiel- ten sie die Möglichkeit, sich intensiv und auf differen- zierte Weise mit dem Thema vermenschlichte Tiere zu beschäftigen.
Die eigene gestalterische Auseinandersetzung mit ei- nem zu beobachteten Tier, sollte ihnen die Fähigkeit Kreidolfs vermitteln, die Charakteristika eines Tieres aufs genauste erfassen zu können und sie in einer entsprechenden menschlichen Tätigkeit abzubilden.

Kontakt: E-Mail Adresse
Download: Poster


Transdisziplinäre Vermittliung im Hochschulkontext 2013
Transdisziplinäre Vermittliung im Hochschulkontext
2013

Idee / Konzept: Hans Peter Wyss

Mentorat: Ruth Kunz und Manfred Künzel

Partner: Fachhochschule Nordwestschweiz

Webseite: hp@hpwyss.com

Um an einem Informatikstudiengang gestalterische Prozesse und Designgrundlagen zu unterrichten wurde ein Kursprogramm entwickelt, welches zwar auf einer kunstpädagogischen und fachdidaktischen Position aufbaut, jedoch an die Lern- / Lehrkultur und den institutionellen Rahmen einer technischen Hochschule angepasst ist und den hochschuldidaktischen Anforderungen der bfh gerecht werden soll.
Die Bilder stammen von den Übungen «Storytelling» wo ein Pixar-Kurzfilm auf eine einzige Skizze reduziert werden musste und der Übung «Augmented Reality», wo es darum ging eine AR - App zu konzipieren und als Photoshop-Montage umzusetzen.


Triple View 2013
Triple View
2013

Linda Costales


Mentorat: Jacqueline Baum 
Technik: Videoarbeit 
Dauer: 3’ 5’’

E-mail: linda.costales@gmx.ch

Die Videoarbeit „Triple View“ setzt sich, anhand des Phänomens des eineiigen Zwillings, mit der Thematik der physischen und psychischen Wahrnehmung und Kontrolle des eigenen Körpers auseinander. 
Während 3min. und 5sek. werden zwei männliche, eineiige Zwillinge, einmal im Profil und einmal frontal, in einer Einstellung gezeigt. Der Mann der im Profil zu sehen ist, blickt in die Augen des Mannes, welcher den Betrachtenden anblickt und öffnet dabei mit beiden Händen dessen rechtes Auge. Die Dramaturgie in der Szene spitz sich vorlaufend, durch die Veränderung des Auges und die Mimik der Zwillinge zu. Das Auge verfärbt sich durch das erzwungene Offenhalten rot und es beginnt sich durch die Anstrengung eine Träne zu bilden. Diese Irritation des Sehorgans überträgt sich auf den Betrachter, welcher hinschaut und sich plötzlich der eigenen Wahrnehmung, des eigenen Schauens bewusst wird. 

Die Arbeit zeigt eine scheinbar harmlose Handlung und stellt dabei die Frage der Beteiligung und der Involviertheit an den Betrachtenden: Wen schaue ich an und welche Mutmassungen stelle ich an während des Betrachtens? Bin ich Voyeur oder werde ich selbst zum Zuschauen gezwungen? 

Kontakt: E-Mail-Adresse


Typisch 2013
Typisch
2013

Idee/Konzept/Durchführung: Gisela Stöckli
Partner: Kunstmuseum Bern
Mentorat: Catherina Ziessler, Beat Schüpbach

Anhand der Ausstellung 'Real Stories' wurde ein Fotografie-Workshop entwickelt, welcher die Eigenschaften und Merkmale inszenierter sowie dokumentarischer Fotografie ergründet und auf eigene fotografische Ideen übertragen lässt. Als Überbegriff diente die Thematik der Vorurteile, Stereotype und Klischees. Der Workshop richtet sich - unter anderem - an Menschen mit Migrationshintergrund und fand am Samstag, den 20. Juli 2013 im Kunstmuseum Bern statt.

Als Grundlage der Diskussionen und gestalterischen Arbeiten diente ein gezielter Gang durch die Ausstellung sowie theoretische und technische Inputs bezüglich Fotografie. Zentral für den Workshop war jedoch ein egalitärer Aufbau sowie viel Spielraum für die Teilnehmerinnen. Das Einbringen eigener Meinungen und Fragestellungen belebte die Auseinandersetzung mit dem Thema. Fotografische Übungen, dokumentarischer sowie inszenierter Art, liessen Entdeckungen bezüglich der Wirkung einer Fotografie, des fotografischen Blickes und Inszenierungen  ergründen. In Kombination mit dem Thema des Vorurteils und der fotografischen Inszenierung desselben erhielten einige Arbeiten gar ironischen Charakter.

Der Workshop gilt als freischaffendes Kunstvermittlungsprojekt. Die Vermittlungsabteilung des Kunstmuseum Bern informierte und stellte die Infrastruktur zur Verfügung, der Kurs fand jedoch ausserhalb des Programms des Kunstmuseums statt.

Kontakt: E-Mail Adresse
Download: Poster


ungefähr 2013
ungefähr
2013

Sibylle Schelling

Mentorat: Jacqueline Baum, Nicolas Vermot

Die Parkbank als Ort eines Unterbruchs, der Pause und des Nichtstuns rückte ins Zentrum einer Untersuchung. Ich verweilte regungslos für ungefähr fünf Minuten an verschiedenen Orten auf Parkbänken. Das Verweilen schwankte zwischen Anspannung und Entspannung; das Nichtstun musste ausgehalten werden. Die Regungslosigkeit schuf Präsenz für das, was mich umgab. Die Kamera zeichnete diesen scheinbaren Stillstand aus unbewegter Position auf. Das subjektive Zeiterlebnis vor der Kamera bestimmte die objektive Dauer der Filmaufnahme.

In der künstlerischen Arbeit unter dem Titel «ungefähr» wurden neun Videos gezeigt, welche meine subjektive Zeitwahrnehmung an unterschiedlichen Orten thematisieren. Die Videos bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Gehen und Bleiben, zwischen objektivem Zeitvergehen und subjektivem Zeitempfinden, zwischen Bewegung und Stillstand. Ein beiliegendes Heft zur Videoarbeit beinhaltete Fotografien und Texten, welche unterwegs entstanden. Sie protokollieren Eindrücke, Empfindungen und Gedanken über Zeiterlebnisse und Orte.

Kontakt: E-Mail Adresse


Wasser Tusche Papier 2013
Wasser Tusche Papier
2013

Claudia von Euw

Mentorat: Beat Frank, Cécile Hummel, Katharina Dunst

Wasser, Tusche und Papier werden eins. Sie sind immer in Bewegung, im Wechsel von nass zu trocken Das Bild unterliegt einer ständigen Verformung, bis das Fluide und die Bewegung zum trockenen Stillstand kommt. Ein Zustand der Vergangenheit. Das "wahre" Bild existiert nur im Prozess und steht nie still.

Ein Umkreisen der Personen: Ein Annähern, ein Berühren* und eine Unmöglichkeit das "ich" des Porträtierten zu sehen, geschweige denn darzustellen. Man bleibt in einer Distanz zu ihm  und verfolgt wieder mit der Tusche dessen Spur.

*Pfeifer 1993:
tuschen, ferner Tusche: (Anf. 17. Jh.) mfrz. touchier, afrz. toucher 'berühren, anrühren, treffen, zu Herzen gehen', frz. auch 'ein Bild ausführen' und 'Farbe, Druckerschwärze auftragen'.

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Zeichnung 2013
Zeichnung
2013

Melanie Hirt

Technik: Graphit auf Papier, 1.5m x 3m und 1.3m x 3m

Mentorin: Andrea Wolfensberger

Die Majorarbeit entwickelte sich aus einem experimentellen Zeichnungsprozess heraus. Dabei wurden die Materialien Papier und schwarzes Pigment kombiniert und deren Zusammenwirken untersucht. 

Die zwei Papierbahnen durchbrechen den Raum, nehmen die Bewegung des Betrachters auf, drehen sich und reflektieren dabei das Licht des Sheddaches. Die Leichtigkeit der Hängung und die daraus resultierenden Bewegungen stehen im Kontrast zur optischen Schwere des Graphits. Die Bahnen unterscheiden sich von der Papierdichte und der Bearbeitung. Die eine ist schmaler, zerknitterter und beidseitig mit Graphit eingerieben, während die zweite dunkler und schwerer erscheint und einseitig mit Graphit aufgetragen wurde. Dieses Leerlassen der einen Seite zeigt die Herkunft dieser Skulpturen aus der Zeichnung, in der das Auftragen des Graphitpulvers als Spur der Bewegung verstanden wurde.


Zeitloser Bummel 2013
Zeitloser Bummel
2013

Grégory Sugnaux

Installation: Acrylfarbe, Beton, Holz

Mentorat: Urs Aeschbach

Die gleichzeitige Präsentation von Gemälden und Plastiken ist typisch für Grégory Sugnaux und unterstreicht die enge Verbindung zwischen den zwei- und den dreidimensionalen Bildern. Die präsentierte, kluge Installation ist ein faszinierendes Spiel mit Figur und Grund, mit Durchsicht und Bildraum, mit technisch und mit von Hand bearbeiteten Oberflächen, mit Materialillusion und Eigenfarbe und sie ist zugleich eine spannende Inszenierung, in der fliessende, schwebende, stehende und hängende Bildpartien aufs Schönste zueinanderfinden.
Textauschnitt von Urs Aeschbach

Kontakt: E-Mail-Adresse

Webseite

Dokumentation als PDF


Zisterne I / II 2013
Zisterne I / II
2013

Alejandra Beyeler

Mentorat: Jacqueline Baum Fischer

Zisterne I - Linien im Raum
Zisterne II - Schatten

Ein stillgelegtes Wasserreservoir war Ausgangslage für die künstlerische Auseinandersetzung mit Wahrnehmungsphänomenen. Es wird keine Geschichte erzählt, sondern soll als Wahrnehmungsangebot verstanden werden. Dieses kann sehr wohl Geschichten auslösen, aber das geschieht auf der Seite des Betrachters.

In Zisterne I (Linien im Raum) ging es mir darum, eine Atmosphäre zu schaffen, in die man mit dem ganzen Körper eintauchen kann.

In Zisterne II (Schatten) geht es um Fragen der Positionierung im Raum: Bin ich Betrachter oder Akteur? Bleibe ich am Rand stehen oder spiele ich? Ich forme meine eigene Geschichte, je nachdem wie ich mich positioniere.

Zitate von Besuchern:

„Der Raum hat geatmet, wie eine Lunge, die sich ausdehnt und wieder zusammendrückt. Mein Körper atmete mit: Wurde in die Länge gezogen und wieder zusammengedrückt.“ Elisa

„En restant immobile, l'ambience et la lumière se focalise sur l'estomac. En se déplacant, tout se transmet dans jaque partie de mon corps.“ Jonas

„Nun kann ich mit dem Schatten spielen, mich der hin und her schleichenden Figur entgegenstellen, kann meine Schattengrösse aufblasen, mein Gegenüber bedrohen. Der Raum schrumpft. Das Spiel um Grösse wird zum Spiel um Macht.“ Béatrice

„Soviel ist möglich. Man sollte nicht aufhören zu suchen.“ Jeremy

„Wie wenn man den Kopf unter Wasser hält, dann sieht man Reflexionen der Sonne auf dem Grund.“ Beat

„Wie relativ ist meine Wahrnehmung dessen was ich meine zu sehen?“ Elsbeth

„Ich kann sehen was ich will.“ Béatrice

Kontakt: E-Mail Adresse


7.Februar 2013 2012
7.Februar 2013
2012

Christine Müller Stalder

Mentorat: Andrea Wolfensberger

Technik:  Wasser, schwarze Tusche, Becher, Ballone, Helium

Eine Aktion in der Shedhalle in Frauenfeld.

Vorbereitung:
Ein Schlauch füllt ein Becken in der Shedhalle mit Wasser. 150 Ballone werden mit Helium gefüllt. An die Ballone werden zwei miteinander verbundene Becher gebunden.

Aktion:
Der erste Becher wird mit Tusche gefüllt. Der Becher samt Flüssigkeit hält den Ballon noch am Boden. Die Tusche sickert langsam durch ein winziges Loch im Becher, vom oberen durch den unteren und schliesslich ins Wasser und färbt dieses schwarz ein. Währenddessen werden die verbleibenden 150 Becher einzeln und nacheinander mit Tusche gefüllt und reihum im Becken verteilt.

Ein feines Rauschen ist zu hören. Das Wasser färbt sich entlang des Beckenrandes schwarz ein.
Die Becher leeren sich allmählich. Einzelne Ballone fliegen samt den entleerten Bechern bereits in die Höhe und tasten sich der Decke entlang ab. Mancher Orts tröpfelt schwarze Tusche auf den Boden.

Ich ziehe meine Schuhe und Socken aus. Die restlichen Ballone verteile ich barfüßig in der Beckenmitte. Nun färbt die Tusche auch den mittleren Teil des Beckens schwarz ein.

Immer wieder fliegen Ballone mit den entleerten Bechern in die Höhe. Einzelne Ballone schweben knapp über dem Boden durch die Halle. Schliesslich bleibt das schwarz eingefärbte Wasser im Becken am Boden zurück.

Die Aktion alleine dauert ca. 30 Minuten.

Dem Zuschauer wird eine prozessuale Veränderung einer Raumerfahrung ermöglicht. Das schwarze Wasser fungiert als Spiegel und öffnet den Raum nach unten.

Kontakt: E-Mail-Adresse


9114 bubbles / 6 liters of water 2012
9114 bubbles / 6 liters of water
2012

Myriam Gallo

Mentorat: Karoline Schreiber

Werk 1: 9114 bubbles
schwarze Acrylfarbe in Plastikblasenfolie

Die Verpackungsfolie ist ein Verbrauchsmaterial, welches im Künstlergebrauch normalerweise dazu dient, Bilder einzupacken zu polstern oder bei Transporten zu schützen.
Dieses Material wurde bewusst für die malerische Auseinandersetzung benutzt, indem in jede einzelne Blase mit einer Spritze schwarze Acrylfarbe eingefüllt wurde. Die Materialsprache verändert sich durch diesen Vorgang und die Folie erfährt eine Transformation. Indem sie an der Wand aufgehängt wurde, ist sie selbst wieder Malerei und Bild geworden. Die dominante Struktur der Folie, das Grid oder das Raster tritt bei der Betrachtung in den Hintergrund und es werden malerische Qualitäten sichtbar.


Werk 2: 6 liters of water on concrete at 5 degrees celsius
Performance, 3-teilige Videoprojektion auf die Wand

Das Konzept dieser Arbeit liegt folgendem Gedankenexperiment zugrunde: Wie lange müsste das Format einer Leinwand sein, damit ich in Ölfarbe einen Strich malen kann, bis dessen Anfangspunkt trocken ist?
Es war klar, dass dieses Experiment in der Realität schwer umsetzbar ist, da es nur unter der Voraussetzung durchgeführt werden kann, dass der Malfluss der Linie nicht unterbrochen wird und dem Pinsel ständig neue Farbe zugeführt wird.
Aus diesem Grund wurde einen speziellen Pinsel entworfen und konstruiert, der das stetige Nachlaufen der Farbe in gewährleistet.
Der Aspekt der Zeit während des Malprozesses rückt stark ins Zentrum der Arbeit. Aufgrund der Dauer des Trocknungsprozess, der von der Beschaffenheit des Malgrundes und den örtlichen Temperaturen abhängt, wird die zurückgelegte Strecke und die Länge des Striches definiert. Das Format der Leinwand wird gesprengt und für eine konsequente Umsetzung der Idee muss auf die Wand gemalt werden.
Die Performance findet ihr Ende, sobald der Anfangsstrich nicht mehr zu erkennen ist.


Ansichtssache 2012
Ansichtssache
2012

Angela Melody Kummer

Mentor/innen:
Michael Reimann, Pamela Äschlimann und Ruth Kunz

Link zu den drei Zugangsweisen (Video und pdf mit Aufgabenskizzen)

Die vorliegende Arbeit bietet einen Lösungsansatz, wie anhand des eher instruktiven Mediums Lernfilm das Thema der Perspektive jugendnah und mit einem grossen Anteil an Selbsttätigkeit seitens der Lernenden vermittelt werden kann. Das Ziel, dies für ein breites Spektrum an Alterstufen (im genaueren Sekundarstufe I und II), Vorkenntnissen, Interessen und Schwierigkeitsgrade zu konzipieren, liess sich nicht in einem einzelnen Lernfilm realisieren, sondern verlangt nach einer mehrspurigen Lernumgebung in Form einer Website.

Im Rahmen meiner Masterarbeit thematisiere ich am Beispiel des ersten Themenblocks „Ansichtssache“ das Phänomen der Wahrnehmung und die Begriffe Augenhöhe, Fluchtlinien und Fluchtpunkt. Die Vermittlung dieser Inhalte kann in drei unterschiedlichen Zugangsweisen erfolgen, nämlich A, B und C.
Zugangsweise A beinhaltet den Lernfilm, welcher anhand der alltagsnahen Situation der Bahngeleise die Begriffe anschaulich demonstriert und mit einer Sprecherstimme kommentiert. Diese Zugangsweise vermittelt eher instruktiv, die damit verbundenen Aufgaben können sehr reproduktiv ausgerichtet sein.
In der Zugangsweise B werden die Lernfilmkapitel von A ohne Sprecherstimme zur Verfügung gestellt. Da die auditive Erklärung weg fällt, wird den Lernenden mehr Raum geboten, sich zum Gesehenen eigene Gedanken zu machen. Die dazu gehörigen Aufgaben knüpfen am Gesehenen an, verlangen von den Lernenden jedoch eine Transferleistung, indem sie das gewonnene Wissen in einer neuen Situation anwenden müssen.
Das in der Zugangsweise C zur Verfügung gestellte Video deutet lediglich eine im Lernfilm (Zugangsweise A) behandelte Thematik an. Die Aufgaben hierzu sollen die Lernenden mit einer Frage, einem Problem konfrontieren, welches sie anhand eines eigenen Experiments lösen, bzw. visualisieren müssen.

Die Weiterarbeit an meiner Masterthesis beinhaltet die Realisation der Website, die Behandlung weiterer Themen im Zusammenhang mit der Thematik der Perspektive (Bsp. Perspektivische Verzerrung zeichnen oder Zentralperspektive und weitere Raumdarstellungskonzepte) und Testphasen mit den Zielgruppen.

Kontakt: E-Mail Adresse


ARTUR 2012
ARTUR
2012

Konzept /Durchführung: Sibylle Schelling, MA Art Education (HKB), Anina Büschlen, MA Art Education (ZhdK)

Minorprojekt Kulturvermittlung Kunstmuseum Bern

MentorInnen: Karin Lerch (KMB), Emilio Paroni (ZhdK)

ARTUR _ Kinder-Kunst-Tour ist ein neues Angebot für Kinder am Kunstmuseum Bern, das im März 2012 gestartet ist. Dreh- und Angelpunkt des Projekts ist ARTUR, eine mobile Kunsttransportkiste. Das rollende Gefährt ist Begleiter, Impulsgeber und Arbeitsinstrument für Begegnungen mit Kunstwerken im Museum und Bindeglied für Streiftouren in der nahen Umgebung. Unterwegs durchs Museum, in der Stadt, im Grünen oder zu Besuch bei... begegnen wir Kunst aus verschiedenen Blickwinkeln.
Verbindungen und Vernetzungen zwischen Innen- und Aussenwelten des Museums, zwischen künstlerischen Themen, Inhalten, Strategien, Sichtweisen und Alltagswelten entstehen. ARTUR wird zum Speicher für Fragen, Geschichten, Bilder oder Materialien, die Impulse für gemeinsame Dialoge, gestalterische Aktionen und Besuche im Museum oder «ausser Haus» schaffen.

Kontakt: Sibylle Schelling, Anina Büschlen

Download: Poster


AUFTISCHEN 2012
AUFTISCHEN
2012

Anna Zimmermann und Fabienne Schultheiss

Mentorat: Anna-Lydia Florin und Jacqueline Baum

ein Kurzspielfilm | 10 min 30, Format 16:9, Schweizerdeutsch

Vier Freunde treffen sich zum Nachtessen. Während der Gastgeber das Menü serviert, dreht sich das Gespräch der Anderen um ihre Freizeit. Der Tisch wird zur Bühne für die Selbstinszenierung der Anwesenden.

Kontakt: E-Mail Adressen von Anna Zimmermann und Fabienne Schultheiss


Bathtub-platform 2012
Bathtub-platform
2012

Chun Yan Zhang Schmid

Mentors: Jacqueline Baum & Claus Noppeney

In 2007, I began to work with bathtubs. The use of bathtubs has been changed each time in my artistic arrangement. And each process of use gave importance to what I would approve or neglect. To work with bathtubs has actually become an essential part of my artistic work. As material as well as a goods, all related people and relevant processes involved profoundly influence my creativity and the processes of realization. At the same time this practice created sustainable kuo4 da4 dialogs. Four years of working with the same object can be considered as a research in different artistic contexts. It has developed impressively even more than exspected.

Therefore in order to zheng3 he2 guo4 qü4 shi3 yong4 bathtubs jing4 xing2 create suo3 de2 dao4 de1 experiences and neng2 gou4 better jie2 shi2 zhi4 qü4 xiang1 tou2 de1 people, share and discuss new activites, extend guang1 yu2 bathtubs de1 dialogs in the near future, I plan to build a bathtub-platform in the form of a website.
On this platform, visitors shall travel on a timeline starting in 2007 and leading up to the present. They will be guided through the artistic material included and experience the creation from its first idea to the final construction.

This platform, all ideas, drafts, thoughts, images, texts, projects realized or new proposal ideas must uniquely consist the daily object «Bathtub» or its all xiang1 guan1 de1.

This platform includes: Introduction, Idea & Draft Box, «Time Machine» document, «Face to Face» - «A.E.» document, «Trans­lation of Aesthetic Relation(s)» document, Proposal Box, Blog, Members, Contact.
The following context will be ordered in the categories mentioned above. Explanation will be give on the following content:

1. Why work with bathtubs?
2. What was my purpose and personal interests?
3. What work have I done so far?
4. What futur projects do I plan?
5. What is the use of the bathtub platform?
In this thesis I will draw a concept of an interactive virtual platform on the use of bathtubs. Starting from a bucolic picture in the f alps, leading to a comminication tool, to many other unusual, surprising and  unconventional forms of use.


Between Figures 2012
Between Figures
2012

Idee und Konzeption: Eva-Maria Knüsel und Marion Ingold

Mentorat: Simone Moser, ehemals Kunstvermittlung Kunstmuseum Bern.

Die umfassende Retrospektive des irisch-amerikanischen Künstlers Sean Scully (*1945) bietet ein vielschichtiges Interpretationspotenzial. – Sean Scully erzeugt in seinen Werken Referenzen an Landschaften, Horizontlinien oder architektonische Räume. Die Beziehungsmuster der Flächen untereinander erscheinen als formale Metaphern für zwischenmenschliche Beziehungen oder die Atmosphäre eines bestimmten Ortes. Durch seine narrative Titelgebung gibt er dem Betrachtenden weitere Hinweise auf seine malerische Intention. Diese lyrische Qualität von Sean Scullys Schaffen veranlasste uns dazu, Studierende und Ehemalige des Schweizerischen Literaturinstituts sowie des Schreibseminars der Gestaltung und Kunst (beides Fachbereiche der HKB) einzuladen, zu ausgewählten Werken der Ausstellung zu schreiben.

In den entstandenen Texten wurden Scullys Werke zu Projektionsflächen für Narrationen. Es eröffneten sich poetische Assoziationsräume oder die Schreibenden führten in einer gedanklichen Reise zu den Stationen von Scullys Leben. Die entstandenen Annäherungen wurden in drei Lesungen in der Ausstellung präsentiert.

Kontakt: Eva-Maria Knüsel, Marion Ingold
Download: Poster


Blau bringt Gipfeli 2012
Blau bringt Gipfeli
2012

Irena Allemann

Mentorin: Sibylle Heim

Technik: Visuelle Forschung, Zeichnung

Welche Gegenstände werden in die Theaterprobe mitgebracht? Woher stammt das Inspirationsmaterial? Wann wurde die längste Rückmeldung geschrieben? Wer sitzt auf dem Sessel? Wer bewegt sich am schnellsten?

Eine Gruppe von Menschen arbeitet zusammen und entwickelt gemeinsam ein Produkt. Im Falle eines Theaterkollektivs steht am Ende die Aufführung: sicht-, hör- und erlebbar. Der Weg dorthin aber bleibt der Zuschauerin normalerweise verwehrt.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit visuellen – konkret mit zeichnerisch analogen – Darstellungsmöglichkeiten von kollektiver Zusammenarbeit und eröffnet so eine Einsicht in diesen Prozess. Als exemplarisches Untersuchungsbeispiel fungiert das Theaterkollektiv "Frühstück auf der Szene" / FRADS. Bei dieser Gruppe wird die Zusammenarbeit bei 
der Entwicklung der Textfassung des Stückes «Geld oder Leben» untersucht.

Kontakt: aneri(at)bluewin.ch
Weitere Informationen zu «Geld oder Leben»: www.frads.ch


blitzen 2012
blitzen
2012

Muriel Schwärzler

Mentorat: Daniela Keiser und Nicolas Vermot

Zwei akustische Lichtbildinstallationen projiziert auf zwei verschiedene Oberflächen zeigen unterschiedliche Serien aus einem umfangreichen fotografischen Prozess. Bei der Recherche zum Medium Blitz zeigten sich folgende Punkte zum Weiterarbeiten:

Gerät als Skulptur: Nicht mehr die Bilder stehen im Zentrum, sondern das Gerät. Die Gerätschaften besitzen eine eigene Ästhetik. Die Bedeutung des Bildes verlagert sich, sobald die Kamera, der Blitzkasten oder das Stativ Subjekte des Bildes sind.

Gerät als Waffe: In Pressefotografien werden die Abgebildeten oft so stark geblitzt, dass eine Selbstorientierung schwer fällt und das endgültige Negativ stark überbelichtet ist. Der Blitz kann spielerisch eingesetzt werden. Es ist möglich Menschen, Tiere oder Gebäude durch Licht auf dem Bild verschwinden zu lassen.

Die Geräusche der Geräte: diese werden während dem Prozess des Fotografierens inexistent. Sie zusammen mit Bildern zu präsentieren entspricht nicht unseren Wahrnehmungsgewohnheiten. Die aufgenommenen Geräusche der Kamera transformieren sich, wenn man sie in ihrer Länge verzerrt, von völlig künstlichen zu sehr organischen Tönen.

Der Blitz ansich: Der Blitz schneidet den Hintergrund weg. Es gibt nur noch eine Ebene im Bild, welche eindimensional wirkt. Körper werden flach, Landschaften verlieren ihre Orientierungspunkte, ein Teil des Bildes versinkt in der Nacht/ Dunkelheit. Der Blitz in der Nacht schafft Bilder, von welchen wir den Aufbau nicht kontrollieren können. Durch das Blitzen entstehen Fotos, welche wir normalerweise so nicht sehen können, dadurch entsteht der Eindruck von Fiktion.


Boden & Bedeutung 2012
Boden & Bedeutung
2012

Undine Lang


Mentorin: Daniela Keiser

Überthema dieses künstlerischen Projekts ist das Zusammenspiel der beiden räumlichen Ordnungen Stadt und Land mit ihren jeweiligen dominanten Ordnungsprinzipien Kultur und Natur. Die vier Werke greifen unterschiedliche Aspekte daraus auf.
Die Arbeiten sind thematisch nur lose aneinander gebunden. Sie entstanden alle im Zusammenhang mit meiner momentanen Lebenssituation des Hin- und Herpendelns zwischen Stadt (Bern/Zürich) und Land (La Punt Chamues-ch, Oberengadin). Im Zentrum steht eine Erforschung dieser beiden unterschiedlichen räumlichen Ordnungen, ihr Auswirken auf unser Verhalten, sowie mentale Bilder und Stereotypen, die durch sie hervorgerufen werden.

Weitere Arbeiten: undinelang.com


Break Point 2012
Break Point
2012

Gaël Sapin

Theorie Tutor: Prof. Dr. Peter J. Schneemann
Praxis Mentoren: Urs Aeschbach

o.T., 100 x 63, Öl auf Leinwand
palindrome, 115 x 150, Öl auf Leinwand
Trip to Nowhere, 70 x 110, Öl auf Leinwand
Head Head Head, 137 x 145, Öl auf Leinwand
Selbstportrait 4, 50 x 70,Öl auf Leinwand
Selbstportrait 5, 55 x 75, Öl auf Leinwand
Burn out, 115 x 150, Öl auf Leinwand
Post-it, 30 x 30, Öl auf Leinwand
Selbstportrait 3, 40 x 64 Acryl auf Leinwand,
o.T., 40 x 64, Acryl auf Leinwand


Coming Soon! 2012
Coming Soon!
2012

Die nächsten Master Major Präsentationen finden im Februar 2013 statt. Bald darauf werden die Projekte auch hier auf der Webseite einsehbar sein!


Das Büro 2012
Das Büro
2012

Virginie Halter

Mentorin HKB:
Jacqueline Baum
Mentor IKG:
Prof. Dr. Schneemann

Öffnungszeiten:
Mo, Mi, Fr jeweils von 8.30-12.00Uhr
Di, Do jeweils von 8.30-12.00Uhr und 13.30-16.00Uh

V. H. führt eine Art Arbeitsbuch, in welchem sie Gedanken zu Texten, Gesprächen und der Arbeit selbst festhält. Der Wunsch, dieses Buch als Grundlage für eine noch tiefere Reflexion zu nutzen, setzte das Thema der theoretischen BA-Thesis fest. Durch Recherche und viele Gespräche, Schreiben und Überlegungen wurde die Dokumentation und Reflexion der Arbeit immer wichtiger. In diesem Moment entstand eine Distanzierung zur praktischen Arbeit und ein Verlust derselben stellte sich ein. Deshalb beschloss sie, die Arbeit mit dem Hefeteig als Anfangspunkt und Zünder der eigentlichen Arbeit zu benennen und die Reflexionstätigkeit über das eigene Format der Reflexion noch weiterzutreiben und in eine Form zu bringen, in der sie gelesen werden konnte. Diese Form scheint im Moment eine Art Dauer-Performance zu werden, in welcher sie als Virginie Halter für die Dauer der Ausstellung ein Büro eröffnet, wo sie V. H.s Texte auf der Schreibmaschine ins Reine schreiben wird. Durch diese wortwörtliche physische Abarbeitung soll ein Sichtbarmachen des Prozesses und das Oszillieren zwischen den verschieden Rollen ermöglicht werden.


Das Büro 2012
Das Büro
2012

Virginie Halter

Mentorat: Jacqueline Baum, Stefan Sulzer und Theres Roth-Hunkeler

Virginie Halter (*1987) studiert an der Hochschule der Künste Bern, und 2012 an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Ihre Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Aktion und Reflektion: Aus einem Notizbuch wurde eine eigenständige künstlerische Arbeit, ein Aufarbeiten des eigenen Umgangs mit Recherche und Dokumentation, dann eine Performance, in der die Künstlerin Präsenz markierte und eine physischeTätigkeit ausführte, ihre Notizen ins Reine schrieb. In Zusammenarbeit mit offcenter entwickelt sie den ursprünglichen Gedanken des Büros weiter, indem die Präsenz im Büro nicht dem Sichtbar machen eines vorangehenden Prozesses dient, sondern wiederum neue Aktivität und Interaktionen generieren soll. Damit zielt die Künstlerin auch in ihrer Tätigkeit als Vermittlerin auf Formen der Problemlösung, der Recherche und kreativer Fragestellungen ausserhalb der Kunstwelt.Wer kommt, was passiert, welche Strategien und Lösungen entwickeln sich? Die Aktion versteht sich als Experiment − diese Fragen und andere werden an der Finissage in Form eines offenen Gesprächs reflektiert.

Facebookseite
Büro auf Rabe

Blogeinträge:
von Hannah Rocchi
von Simon Iannelli
auf Kulturblog des Bund

Kontakt: E-Mail-Adresse
Download: Infosheet zum Büro

Dank an: offcenter, Simon Iannelli (Fotografie), Nina Wagner (Grafik)


Digital Crafting 2012
Digital Crafting
2012

Beat Bucherer

Major-Projekt Kunst und Design - realisiert im Gastsemester HS12 an der Hochschule Luzern, Design und Kunst, Klasse Objektdesign

Mentorat: Matthias Zäh, Christof Sigerist

Basis für die Formfindung der Leuchte bildeten die Studien zu den seriellen Fertigungstechniken und der dabei gewonnene Erfahrungszuwachs im digitalen Entwerfen.
Am Anfang des Entwurfsprozesses stand die Abkehr von Ansätzen mit dekorativer, ornamentartiger Lichtführung zugunsten einer Nutzung der 2000 Lumen starken LED-Einheit als Arbeitslicht.
Das Bilden eines Lampenschirms mit additiven Elementen wurde dabei wegweisend. Entscheidend wurde dabei die Entdeckung, dass die Wärmeableitung hauptsächliches Gestaltungselement für die Leuchte sein soll, leitbildartig verortet in der Ästhetik existierender Kühlkörper in den  Bereichen Motoren und Maschinen. Die Anzahl der Lamellen definiert sich durch die für die Hitzeableitung erforderlichen Oberfläche: Das sind bei Aluminium (1 mm und 1,5 mm) 13 Lamellen mit beidseitig 15,5 cm2, insgesamt also rund 0,4 m2.
Der Sockel – ästhetisches Gegengewicht zum Lampenschirm – bietet akkuraten Raum für das Vorschaltgerät.

Dieses Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit der Firma TRUMPF in Baar realisiert, einem der weltweit bedeutendesten Hersteller von Blechbearbeitungs-Maschinen. Es ist als einmalige Chance zu sehen, dass wir Studierende auf den Maschinen dieser Firma einen Prototypen herstellen lassen konnten – Maschinen, welche ansonsten ausschliesslich der hauseigenen Entwicklung und Fertigung dienen. Entsprechender Dank gebührt den Herren Ivo Jordi, Rolf Lattmann und Martin Lichtsteiner der Firma, welche sich mit grossem Einsatz für das Projekt einsetzten.

Download: Dokumentation als PDF


Distant Drawing 2012
Distant Drawing
2012

Ana J. Haugwitz

Kollaboration: Hochschule der Künste Bern und „Colegio Helvetia“ in Bogota, Kolumbien

Organisation: Nadia Bader, Yohanna Escobar, Ana J. Haugwitz

... zwischen der Hochschule der Künste Bern und dem „Colegio Helvetia“ in Bogota, Kolumbien

Visit - Distant Drawing ist ein Format, das die Hochschule der Künste Bern und die Universität für Design von Shanghai mit dem Ziel entwickelt haben, die Möglichkeiten der Kooperation von Designern und Künstlern per Internet zu ermöglichen.

Im Jahr 2012 wurde eine Adaption dieses Formats entwickelt, um SchülerInnen des CHB und Studenten für Kunstvermittlung MA und BA an der HKB miteinander in Verbindung zu bringen und zu den Themen Amulette, Volksglaube und Magie zusammenzuarbeiten.

Zwei Gruppen von Schülern BZW. Studenten aus Bogotá (Kolumbien) und Bern (Schweiz) nahmen an Distant Drawing teil – verbunden übers Internet. Persönliche Gegenstände, die von den einzelnen Teilnehmern in den Workshop eingebracht wurden, dienten als Ausgangspunkt und Inspirationsquelle für das 2 tägige Experiment in künstlerischer Zusammenarbeit über den Atlantik hinweg.
Dies mündete in innovativen und kreativen Installationen, die den physischen und digitalen Raum zusammenfliessen liess.

Kontakt: E-Mail-Adresse
Webseite: anahaugwitz.com
Download: Plakat (PDF)


Echos 2012
Echos
2012

Laetitia Salamin

Mentors: Regula Wyss et Christoph Stähli

Qu’est-ce qu’une fanfare en 2012? Comment présenter ce sujet de manière contemporaine? Si j’avais le temps et l’argent, si je n’avais aucune contrainte hormis le volume de quatre white cubes indépendants, de quoi aurait l’air une exposition portant sur ce thème?
Ayant pour point de départ l’exposition «Echos, une histoire de la fanfare l’Echo des Alpes», ce projet propose l’élabora- tion d’un concept scénographique pour une exposition fictive. Le point de vue se veut artistique, et l’exposition tend à viser un public plus large; en effet, celle-ci n’est plus ciblée sur la fanfare l’Echo des Alpes, mais est consacrée au phénomène des fanfares suisses en général.
La documentation présente le concept de cette exposition, tandis que les dessins et la maquette traduisent de manière esquissée l’atmosphère des lieux.

«Echos, une histoire de la fanfare l’Echo des Alpes» est une exposition portant sur l’histoire et l’actualité de cette fanfare dont je suis membre en tant que musicienne. L’exposition est répercutée de part et d’autre de la vallée d’Anniviers, un aller-retour entre passé et présent, en quatre lieux indépendants, chacun consacré à un thème différent.
Cette exposition s’inscrit dans un contexte particulier. En effet, 2012 est une année spéciale pour cette fanfare, qui, du 18 au 20 mai, a accueilli vingt-neuf sociétés à l’occasion de la 49ème Amicale du Rawyl et du 112ème Festival des Musiques des Districts de Sierre et Loèche, festivités qui ont eu lieu à Vissoie. Et c’est il y a 125 ans que ce même village voyait naître L’Echo des Alpes. Un écho qui perdure grâce à toute une vallée.
Il s’agit donc d’un projet lié à une actualité locale, avec pour buts de mieux faire connaître cette société de musique en présentant son patrimoine dans la région.
L’exposition «Echos» est ici présentée par le biais d’une documentation. Elle reste visible jusqu’au 30 juin 2012.


Erscheinen 2012
Erscheinen
2012

Sibylle Schelling

Mentorat: Karoline Schreiber

Die Majorarbeit war eine malerische Suche nach eigenen Bildsprachen. Im Spannungsfeld zwischen Auftauchen und Verschwinden entstanden malerische Bildstrukturen, welche sich an der Grenze von Figuration und Abstraktion bewegen.


Fragenkabine 2012
Fragenkabine
2012

Déborah Demierre

Mentorin HKB:
Ursula Jakob
Mentorin IKG:
Anette Schaffer

Déborah Demierre

Mentorin HKB:
Ursula Jakob
Mentorin IKG:
Anette Schaffer

Die Fragenkabinen ermöglichen es, Fragen zu stellen, um einen neuen Blick auf ein Thema werfen zu können.
Sie inszenieren drei Fragen, die von Sprichwörtern inspiriert sind. Der Betrachter ist eingeladen, seine Antworten auf den Spiegel zu schreiben. Je mehr Besucher ihre Antwort geben, desto reicher wird das Werk.

Sprichwörter sind fixfertige Ausdrücke, aber wenn sie in einer interrogativen Form formuliert sind, erfahren sie eine interessante Umwandlung. Diese Umkehrung ist bildnerisch mit verfremdeten Kunstwerken und Ikonen aus der Presse dargestellt. Dank der Transparenz überlagern sich verschiedene Zeitepochen, welche ähnliche Themen erscheinen lassen.

Eine Fragenkabine befand sich in dem Kleidergeschäft, Le Falzar, in Romont. In der Ausstellung standen drei Fragenkabinen zur Verfügung.

Interroger pour permettre de regarder sous un angle nouveau un thème, c’est ce que proposent les cabines à questions.
Celles-ci mettent en scène trois questions inspirées de proverbes. Le « regardeur » est invité à inscrire sa propre réponse à la question sur le miroir. Ainsi, plus les visiteurs interragiront en donnant leurs réponses, plus l’oeuvre se construira et sera enrichie de multiples subjectivités.

Les proverbes sont des expressions prêtes à l’emploi, mais en les formulant de manière interrogative, ils se retrouvent bouleversés. Ce renversement est traduit en images par des détournements de chefs-d’oeuvre de l’histoire de l’art, mêlés à des icônes de l’actualité. Ainsi, par transparence les époques se superposent et laissent apparaître des thématiques semblables.

Une cabine à question se trouvait dans un magasin de vêtements, Le Falzar, à Romont. Dans l‘exposition, trois cabines étaient à disposition pour accueillir les réponses des visiteurs.


Gegensatzgrauzonen 2012
Gegensatzgrauzonen
2012

Idee/Konzeption: Saba Bach (MA Art Education)

Durchführung: Minor Kulturvermittlung an der Hochschule der Künste Bern

Mentorat: Urs Rietmann und Martina Keller

Download: Dokumentation

Ausschnitt aus der Dokumentation - Ausgangslage
Zu Beginn stand die Projektausschreibung des Zentrums Paul Klee in Bern: Im Rahmen des Minors Kulturvermittlung an der Hochschule der Künste Bern sollten StudentInnen Vor- und Nachbereitungsunterlagen für die Workshops im Kindermuseum Creaviva entwickeln.
Da ich zu Klees Werken eher ein gespaltenes Verhältnis habe, fand ich einen persönlichen Zugang zum Thema schliesslich in Klees Lehrtätigkeit. Als angehende Kunstvermittlerin interessiere ich mich dafür, wie der Künstler gestalterische Inhalte SchülerInnen näher- brachte. Die Auseinandersetzung mit Paul Klees Gestaltungslehre, die mit seiner Lehrtätikeit in enger Verbindung steht, wurde in diesem Zusammenhang unerlässlich.
Weil die Workshops am Creaviva stets ein anderes, auf die Besucher- gruppen angepasstes Thema behandeln, musste eine allgemeine Thematik als Ausgangslage gefunden werden. Klees Gestaltungslehre bot sich dafür geradezu an. Ich entschied mich ein darin enthaltenes Grundprinzip zu übernehmen und die einzelnen Unterrichts-Module zu unterschiedlichen Gegensatzpaaren zu entwickeln. Mir ist jedoch bewusst, dass Paul Klee mit diesem gestalterischen und philosophi- schen Prinzip der sich gegenüberstehenden Begriffe Unterschiede sehr stark betont. Vieles was zwischen den beiden Begriffen liegen würde, klammert er dabei aus. Dieses dualistische Denken ist meiner Ansicht nach nicht mehr zeitgemäss. Dass die Unterlagen trotzdem auf diesem Prinzip aufbauen, hat einen didaktischen Zweck: Wenn als Einstieg der Unterrichtseinheit eine Auseinandersetzung mit einem umstrittenen Thema steht, wird den Jugendlichen das Äussern einer eigenen Meinung ermöglicht und so ein lebensweltlicher Zugang zum Thema geschaffen.
...

Kontakt: E-Mail Adresse
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geordnete Freiheit 2012
geordnete Freiheit
2012

Andrea Müller

Mentorin:
Ruth Kunz

Ausgangspunkt für die Masterthesis ist die Beobachtung, dass Schülerinnen und Schüler bei projektartigen Aufgabenstellungen oft Mühe haben, Ideen zu finden. Die Forschungsarbeit befasst sich mit der eigenständigen Arbeit im Bildnerischen Gestalten auf Gymnasialstufe und untersucht, wie Lernende bei der Ideensuche vorgehen.

Die Prozesse von vier Schülerinnen wurden über drei Doppellektionen mit Ton und Bild dokumentiert. Dies bildete die Grundlage für eine Analyse, in welcher der Entwicklung von Ideen, wie sie an Handlungen und Aussagen nachvollziehbar waren, besondere Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Die Ergebnisse sind schriftlich in Buchform festgehalten.

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Gestalterische Workshops 2012
Gestalterische Workshops
2012

Konzeption / Durchführung: Gina Schmidhalter (MA Art Education)

Mentorin im Museum: Sara Stocker

im Kindermuseum Creaviva in Bern, in Zusammenarbeit mit der Hochschule der Künste Bern MA Art Education.

«Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.»
(Paul Klee, Schöpferische Konfession, 1979)

In Zusammenhang mit den Intentionen des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen steht ein 2011 initiiertes Vorhaben des Kindermuseums Creaviva, im Zentrum Paul Klee in Bern. Im Rahmen des Projektes „Klee ohne Barrieren“ verfolgt das Kindermuseum das Ziel, vermehrt Angebote für Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung zu lancieren. Neben Führungen im Zentrum Paul Klee, werden auch Workshops für Erwachsene, Kinder und Jugendliche angeboten. Diese werden individuell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppen ausgerichtet und setzen sich aus einer Führung durch die aktuelle  Ausstellung (Bildbetrachtung) und einem kreativen Teil im Atelier und zusammen.

Das Projekt „Klee ohne Barrieren“ hat zwei Zielsetzungen. Einerseits strebt es eine Erweiterung der Selbstkompetenz durch eigenes Gestalten an. Anderseits soll es Menschen mit Behinderung die Möglichkeit geben, anderen Menschen in ungezwungener Form auf Augenhöhe zu begegnen. Das Verfolgen dieser Zielsetzungen bildet die Voraussetzung für chancengleiche Zugänge zu kultureller Bildung.

Im Rahmen meines Studiums „Art Eduaction“ an der Hochschule der Künste Bern hatte ich die Gelegenheit, ein Minorprojekt im Bereich Kulturvermittlung im Zentrum Paul Klee absolvieren zu dürfen. Zu meinen Aufgaben gehörten eine Recherche zum Thema „Kunstvermittlung für Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung“ (Barrierefreie Museen, Blindenpädagogik, sonderpädagogische Kunstvermittlung, Chancengleicher Zugang zu Kunst und Kultur), die Dokumentation und Auswertung von Prozessen des Projektes und die Mithilfe bei der Konzeption und Durchführung eines Pilotworkshops für Kinder und Jugendliche mit einer Sehbeeinträchtigung.
Die Recherchearbeit und die gesammelten Erfahrungen mit Betroffenen, wurden in Form eines Praxisleitfadens für gestalterische Workshops mit Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung, in diesem Fall ausgerichtet auf Kinder und Jugendliche verwertet. Die im Bericht festgehaltenen Erläuterungen dienen der Anregung oder Hilfestellung bei der Durchführung von Workshops im Creaviva mit Kindern und Jugendlichen mit einer Sehbeeinträchtigung , und sollen auf Barrierefreiheit aufmerksam machen.

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Glück mit amtlichem Ausweis 2012
Glück mit amtlichem Ausweis
2012

Barbara Born

Mentorin HKB:
Karoline Schreiber
Mentorin IKG:
Eva Ehninger

Tuschzeichnungen

Das Casino - ein Ort der Fröhlichkeit und des Glücks. Eine Stätte der Traurigkeit und des Unglücks. Die mehrheitlich aus der Erinnerung gezeichneten Bilder schildern Begebenheiten und Tatsachen rund um diesen Schauplatz, wo ich während eines Jahres als Receptionistin gearbeitet habe.

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Haufen 2012
Haufen
2012

Kathrin Fröhlin

Mentorat: Karoline Schreiber

Vordergründig Vertrautes rückt in dieser Arbeit in den Fokus. Unspektakuläre Dinge, welche mich im täglichen Leben umgeben, male ich in der Tradition des Stilllebens. Durch den Prozess des Malens schaffe ich mir eine gewisse Distanz zu den Objekten. Gleichzeitig werden sie isoliert und zum Teil multipliziert dargestellt - zu Haufen.
Losgelöst aus dem Zusammenhang werden sie zeitlich hervorgehoben und festgehalten. Dennoch bleiben sie Fragmente des Alltags, und stille Zeugen eines flüchtigen aber wiederkehrenden Augenblicks.

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Himmel und Hölle 2012
Himmel und Hölle
2012

Idee/Konzept: Annina Thomann (MA Art Education) und Katja Lang, Urs Rietmann.

Durchführung: FS 2012, Minor Kulturvermittlung

Mentor HKB: Urs Gehbauer
MentorIn im Museum: Katja Lang und Urs Rietmann

Ausstellungsdauer: 31.3.2012- 15.7.2012

Das Creaviva bietet seinen jungen BesucherInnen als Ergänzung zu den jeweiligen Wechselausstellungen, eine interaktive Ausstellung (i. A.) an. Diese soll in direktem Zusammenhang mit der Wechselausstellung stehen und den Kindern Themen aus dieser auf spielerische Art und Weise näher bringen.
Die i. A. im frei zugänglichen Loft im Creaviva lädt kleine und grosse BesucherInnen zu aktivem Mittun ein. Die einzelnen Erlebnisstationen haben zum Ziel, die eigene Kreativität anzuregen und gleichzeitig auf die aktuelle Kunstausstellung im Zentrum Paul Klee einzustimmen.
Im Rahmen meines Minor– Projektes in der Kulturvermittlung war ich zusammen mit Katja Lang und Urs Rietmann vom Creaviva für das Konzept und die Umsetzung der i. A. zum Thema «Himmel und Hölle» mitverantwortlich.

Das Thema der Wechselausstellung für welche die i. A. «Himmel und Hölle» konzipiert wurde war: «L Èurope des Esprits, die Magie des Unfassbaren, von der Romantik bis zur Moderne». Aus dem Thema der Wechselausstellung wurde der Titel für die i.A. «Himmel und Hölle» entwickelt. Die Ausstellungen dauerten vom 31.3.- 15.7.2012.
Zusammen mit Katja Lang, der Atelierleiterin des Creaviva, habe ich Anfang Januar damit begonnen mich um das Konzept und die Umsetzung der i. A. zu kümmern.
Die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema brachte mich nicht weiter, daher beschloss ich, die ganze Sache spielerisch anzugehen. Denn die Hauptzielgruppe der i.A. sind in erster Linie PrimarschülerInnen und ihre Begleitpersonen. So kam die Idee, das «Himmel und Hölle Hüpfspiel» in einer räumlichen Installation umzusetzen. Die einzelnen Felder des Spieles sollten zu Räumen mit den Massen 2x2x2 m werden.
Die Räume eins bis fünf, wurden mit interaktiven Aufgaben zu unterschiedlichen Gegensatzpaaren bespielt. Die Räume sechs und sieben bildeten zusammen das Gegensatzpaar Himmel und Hölle und am Schluss der Installation wurden die BesucherInnen im Raum der Erkenntnis aufgefordert, über das Thema nachzudenken.
Alle Räume wurden mit einer schriftlichen Ebene ergänzt. Der künstlerische Bezug wurde durch ein jeweils zum Gegensatz passendes Bild von Paul Klee geschaffen.

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: Creaviva (Zentrum Paul Klee)
Download: Poster


Ich setze über 2012
Ich setze über
2012

Ingvild Jervidalo

Theorie Tutor: Andi Schoon
Praxis Mentoren: Jacqueline Baum, Theres Roth-Hunkeler

Ich setze über

Ich erinnere mich an eine Landschaft
Weiss mit wenig Schwarz oder Schwarz mit viel Weiss

Ich erinnere mich kaum.

Kurzinformationen:
Sound Installation: Ingvild Jervidalo
Piano: Pio Schürman
Originallied: „jeg hater måker“ von Odd Børretzen und Lars Martin Myhre

Kurzbeschrieb:
Am Anfang dieser Arbeit stand ein Lied; es begann eine Reise zwischen zwei Sprachen.

Ich hasse Möwen – auf der Autobahn durch Deutschland und auf der Fähre wenn wir übersetzen nach Oslo. Dieses Lied wird bei mir an den Stellen im  Hintergrund eingeblendet, an welchen ich mich an die vielen Stunden dazwischen erinnere.

Im Laufe meines Arbeitsprozesses habe ich die Melodie als Stimmung in den Hintergrund gestellt, auch im Versuch, mir den Inhalt, die Textstruktur anzueignen. Wort für Wort übersetzte ich den Text, habe ihn entfärbt, um mich erneut auf eine Reise zu begeben, die Linien zwischen den Zeilen anders zu bespielen und ein neues Stimmungsbild zu schaffen.
Ich verhielt mich assoziativ, hob Zensuren hervor, wollte Dinge verschwinden lassen und versteckt halten, um neue Anhaltspunkte zu finden. Ich habe mich auf die Suche nach Referenzpunkten begeben und eine individuelle Recherche begonnen. Um dem Text eine neue und erweiterte Dimension zu geben durchforschte ich verschiedenste Bereiche der Literatur und des Theaters an der Schnittstelle zur Bildenden Kunst. Ich habe Bilder gesucht um Schreiben zu können und Texte geschrieben die von Bildern sprechen, immer mit dem Fokus auf das Dazwischen, auf das, was per se nicht zu erkennen ist und nicht wirklich erzählt wurde.
Ich möchte einen vagen Einblick hinter die Bühne des Geschehens geben, um den Rezipienten zu veranlassen, die Arbeit aktiv zu durchwandern, sich die Geschichte Schritt für Schritt aneignen zu können und sich dazwischen auch den eigenen Assoziationen hinzugeben.
Die Installation fungiert nicht als eine räumliche Zusammenfassung. In der reduzierten Raumsprache soll der Raum viel mehr als Ausschnitt oder als Stimmungsmoment wahrgenommen werden, in welchem sich Sprachrhythmen begegnen und Überlagerungen entstehen.

Kontaktinformation:
Ingvild Jervidalo
Stadtweg 26
4310 Rheinfelden
E-Mail Adresse

Tel.CH: +41(0)79 611 59 67
Tel.NO: +47 47 94 50 87


im Moment 2012
im Moment
2012

Barbara Born

Mentorat: Anna Albisetti und Beat Frank

Es gibt verschiedene Gründe, warum es mich reizt, Momente zeichnerisch festzuhalten: Es kann eine Aussage einer Person sein, die mich nachdenklich macht oder die ich amüsant finde, es kann ein Gefühl sein, das mich beim Anblick einer gewissen Szenerie überkommt oder es kann sein, dass ich mir vorstelle, wie ich in gewissen Situationen auf andere wirke und dann versuche, das darzustellen.
Je mehr ich aus der Erinnerung zeichne, desto mehr Aufmerksamkeit widme ich nun meiner unmittelbaren Umgebung, denn sie könnte ja Bestandteil einer neuen Zeichnung werden.

Kontakt: E-Mail-Adresse


interaktiver Multimedia-Guide im Museum Murten 2012
interaktiver Multimedia-Guide im Museum Murten
2012

Tim Leu

Mentor:
Andreas Hieber

Der interaktive Multimedia-Guide ist zum Beispiel ein iPad: Er stellt auf Abruf Texte, Animationen, Spiele, Audio- oder Videobeiträge bereit. Als Vermittlungsinstrument kann der Guide in einem Museum den Zugang erleichtern und anregen.

Am Beispiel des Museums Murten wird ein didaktisches Konzept mit dem Guide skizziert: Darin werden Kinder und Jugendliche mit Identifikationsfiguren durch die Ausstellung begleitet. Sie sammeln Informationen, die sie kommentieren und am Ende des Besuchs ihrer Mail-Adresse zusenden.

Erste Bildschirmoberflächen sind bereits gestaltet, das Drehbuch müsste zu Ende geschrieben und umgesetzt werden. Als Resultat könnte das Museum Murten ein bisher einzigartiges Vermittlungsinstrument anbieten.

Kontakt: E-Mail Adresse
Download: Theoriearbeit
Download: Drehbuch / Details


Kabinett 2012
Kabinett
2012

Idee/Konzept: Sibylle Schelling (MA Art Education)

Durchführung: HS 2012, Minor Kulturvermittlung

Mentorat: Gallus Staubli (MfK), Jacqueline Baum (HKB)

(9. November 2012 – 7. Juli 2013) im Museum für Kommunikation und Naturhistorischen Museum der Burgergemeide Bern

Das Projekt «Kabinett» schuf, in Anknüpfung an die Wechselausstellung «Bin ich schön?», Begegnungs- und Sprachräume zum Thema Schönheit. Mit der Frage „Was ist schön?“ wurden Personen aus dem persönlichen Umfeld, Frauen aus unterschiedlichen Kulturkreisen, SeniorInnen, Frauen mit einer Sehbehinderung und Blinde in Gespräche zum Thema Schönheit verwickelt. Gemeinsam wurden unterschiedliche Aspekte von Schönheit diskutiert und in Bezug zur Eingangsgangsfrage „Was ist schön?“ gestellt. Abschliessend zu den Gesprächen übertrugen die TeilnehmerInnen ihre Statements dazu handschriftlich auf Spiegel. Durch die folgende Umgestaltung der beschrifteten Spiegel mittels Sandstrahlung wurden diese zu medialen Informationsträgern. Diese bildeten den „Grundstock“ für eine partizipative Spiegelinstallation.

Am 26. und 27. Januar 2013 wurde der Veranstaltungsraum des Museums für Kommunikation zum bespielbaren Spiegelkabinett. BesucherInnen erwartete beim Eintreten die im Raum installierte Statementsammlung zur Schönheit. Durch das Mitwirken der BesucherInnen begann sich die Installation laufend zu verändern. BesucherInnen wählten einen Spiegel der Installation aus, welchen sie mit nach Hause nehmen durften. Im Tausch damit schrieben sie ihr eigenes Statement zur Frage „Was ist schön?“ oder eine Reaktion auf ihr ausgewähltes Statement auf einen Spiegel. Der Spiegel wurde vor Ort sandgestrahlt und anschliessend wieder in der Installation platziert. Das Prinzip Geben und Nehmen mit der aktiven Beteiligung der BesucherInnen hielt die partizipative Installation über das Museums hinaus, im Fluss.

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Klang-Paare 2012
Klang-Paare
2012

Ana J. Haugwitz Idee/Konzeption

Mentorin: Franziska Dürr
Graphik: Angela Reinhard
Programmierung: BÜTLER.BIZ
Durchführung: kunst-klick.ch

Die Vermittlungsabteilung des Aargauer Kunsthauses setzte für 2012 den Klang als vermittelndes Medium ein. Das Kunsthaus bietete verschiedene Aktivitäten mit Sound, Klang und Musik, unter anderem auch mehrere Spiele auf www.kunst-klick.ch, eine Website welche es ermöglicht, die Sammlung des Aargauer Kunsthauses zu entdecken. Beim BesucherInnen soll die Lust geweckt werden, den Werken im Original zu begegnen. Im Rahmen des Themas Klang wurde auch Klang-Paare entwickelt. Ein Spiel in dem die Web-BesucherInnen Bilder mit Klängen verknüpfen sollen.

Ein Spiel, drei Varianten
Klang-Paare verknüpft Kunstwerke und Klänge in drei Varianten und bei jedem neuen Spiel werden die Karten nach dem Zufallsprinzip geladen:
Bild-Bild funktioniert wie das klassische Memory. Zu sehen sind 12 Karten. Beim klicken auf eine Karte erscheint ein Ausschnitt eines Gemäldes. Das Ziel ist, das Paar zu finden. Alle Bilder werden von Klängen oder Geräuschen begleitet.
Bei Bild-Klang ist das Ziel, einen Klang mit dem zugehörigen Bild zu verknüpfen. Die Klangkarten sind gelb und beim drauf klicken wird das Geräusch durch einen Verlauf illustriert.
Die Variante Klang-Klang funktioniert wiederum wie ein klassisches Spiel, nur sind nicht Bilder zu sehen, sondern Klänge zu hören, die miteinander verknüpft werden müssen.

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Webseite: anahaugwitz.com
Download: Plakat (PDF)


Kniffe wissen 2012
Kniffe wissen
2012

Lea Fröhlicher

Mentorat: Daniela Keiser, Nora Landkammer

Ein Kniff ist ein spezifisches Wissen (Können), welches einem die Ausführung einer bestimmten Tätigkeit erleichtert.


Verborgenes Wissen
Im Projekt Kniffe wissen setzen sich unterschiedliche Gruppen mit der Thematik des Kniffs auseinander. Das Projekt reflektiert den Kniff als Form von inoffiziellem, verborgenem, Wissen, welches meistens von Person zu Person weitergegeben wird. Jede und jeder kennt Kniffe, wobei das Wissen um die Kniffe stets bei den Menschen selbst liegt, die sie anwenden – mal mehr, mal weniger bewusst. In dieses Projekt fliessen die Sichtweisen, Erfahrungen und das Wissen von Menschen unterschiedlichen Alters ein. Die Annäherung an das Wesen des Kniffes, die Frage nach Wissensformen und seiner Weitergabe spielen dabei eine wichtige Rolle.
Einen Kniff zu wissen – respektive einen neuen zu erlernen – bedeutet eine Bereicherung, denn er erleichtert einem oftmals das Ausführen einer Tätigkeit oder kann darüber hinaus gar bis anhin Unerreichbares ermöglichen.

Beteiligung
Kniffe wissen versteht sich als künstlerisches Vermittlungsprojekt unter Beteiligung von verschiedenen Gruppen. Dabei handelt es sich um eine Schulklasse, Gruppen von Seniorinnen/ Senioren (unter anderem der ‹Grauen Panther› Solothurn), eine Gruppe eines Jugendtreffpunkts und Bewohnerinnen von zwei Solothurner Altersheimen.
Vermittlungsprojekt, weil zu einer Auseinandersetzung mit der Thematik des Kniffs angeregt wird. Weil sich alle Beteiligten des Projektes gegenseitig Handlungsmöglichkeiten vermitteln und darüber hinaus die Kniffe der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zudem haben Kniffe stets auch mit Kunst zu tun, denn oftmals handelt es sich bei Kniffen um alternative, unkonventionelle Wege, eine Tätigkeit auszuführen. Im Vermittlungsprozess von Kniffe wissen geht es nicht in erster Linie darum, Wissen weiterzugeben, sondern dass das Wissen der Beteiligten zusammenkommt und neues entstehen kann.

Ausgestellt
Vom 26.–29. September 2012 wurde an der Dornacherstrasse 25 das während dem Projekt Kniffe wissen Erarbeitete der Öffentlichkeit gezeigt.
Die unterschiedlichen Kniffe der verschiedenen beteiligten Gruppen aus dem Raum Solothurn bestehen nun in Form von Videoaufnahmen und Texten. Neben den eigentlichen Kniffen wird auch die Ebene der Auseinandersetzung, die über das Zusammentragen von Kniffen in der Gruppe entsteht, sichtbar gemacht.

Kontakt: E-Mail-Adresse


Kollektiver Traumraum 2012
Kollektiver Traumraum
2012

Simone Gilles Nyffeler

Mentorin: Isabelle Krieg

Animationsfilm 3:40 min

Der Kollektive Traumraum soll den Träumen Raum geben, denn Träume können einerseits unsere Imagination, die Phantasie und die Kreativität beflügeln und andererseits unsere persönliche Entwicklung unterstützen.
Ausgangslage waren gesammelte Träume von Partizipanten. Daraus entstand der Kollektive Traum, ein analog gezeichneter Animationsfilm mit Motiven aus der Traumsammlung. Um den Dialog zu fördern, fand ein öffentliches Traumgespräch mit dem Psychoanalytiker Dr. K. Blöchliger statt. Weiter wurde der Ausstellungsraum zu einem Traumhotel umfunktioniert. Damit sollte untersucht werden, ob mit denselben Erlebnissen vom gleichen Motiv geträumt wird. Die Filmproduktion und alle Anlässe fanden in einem ehemaligen Wasserreservoir statt. In diesem minimal inszenierten Raum konnte literarisch und kinematographisch in die Welt der Träume eingetaucht werden.


Kommunikations künstler|in 2012
Kommunikations künstler|in
2012

Idee / Konzept: Elisa Ferraro und Christa Schürch

(Thematische Grundlage: Museum für Kommunikation, Ausstellung «Warnung. Kommunizieren gefährdet.»)

Mentor im Museum: Gallus Staubli, Leiter Bildung und Vermittlung Museum für Kommunikation Bern.

Der sinnvolle Umgang mit Kommunikationsmedien ist in Schulen ein Dauerthema. Smartphones, YouTube und Facebook gehören zum Alltag von Schülerinnen und Schülern. 

Die sogenannten «Digital Natives» kennen die Geräte und ihre Funktionen auswendig, sie wachsen damit auf und nutzen sie oft, ohne sie gross zu hinterfragen. 

Was passiert, wenn die alltägliche Nutzung sich plötzlich ändert und SMS, E-Mails oder Statusmeldungen eine neue Bedeutung erhalten? Wenn aus Gratiszeitungen fantasievolle Kleider entstehen, Facebook-Bilder zu Collagen verwandelt werden oder eine Kurznachricht poetische Züge aufweist? 

Elisa Ferraro und Christa Schürch (Hochschule der Künste Bern) haben mit «Kommunikatonskünstler|in» ein Lehrmittel geschaffen, mit dessen Hilfe Schülerinnen und Schüler angeregt werden, ihr Medienverhalten zu reflektieren und darüber hinaus einen anderen, spielerischen, positiven Umgang mit den Medien auszuprobieren. 

Diese didaktischen Materialien verbinden Gestaltung und Medienkompetenz zu gleichen Teilen. Sie richten sich an Klassen der Sekundarstufe I.

Kontakt: Elisa Ferraro, Christa Schürch

Download: Poster


L'oeil du sourd est normal 2012
L'oeil du sourd est normal
2012

Déborah Demierre

Mentorat: Ursula Jakob und Cécile Hummel

François Hollande erklärte während seiner Kampagne, dass er ein «normaler Präsident» sein wolle. Laut den politischen Beobachtern hat diese Aussage das Stimmvolk beruhigt und dem Kandidaten geholfen, zu gewinnen.

In meinem Majorprojekt interessierte ich mich für den Begriff der «Normalität».

Um meine Idee von Normalität zu erweitern, schickte ich einen Brief an dreissig Unbekannte, die aufgrund ihres Familien- oder Vornamens, der das Wort «Norm» enthält, ausgewählt wurden. Ich fragte sie: «Was ist für Sie normal?».
Die Antworten dienten als Ausgangslage für eine Reihenfolge von Fotolithographien - Eine für mich neue Technik, mit der ich experimentierte und die ich neu kennenlernte. Diese ermöglichte mir Fotolithographien im Vierfarbendruck zu entwickeln. Drei Vierfarbendrucke sind übereinander zu sehen. Je nach Reihenfolge von diesen 12 Ebenen ergibt sich ein anderer Farbraum.

Am Ende des Projektes werden die Teilnehmer einen Druck und ein Buch mit den verschiedenen gesammelten Antworten aller Beteiligten erhalten.


Mani Matter (1936–1972) 2012
Mani Matter (1936–1972)
2012

Idee / Konzept: Regula Wyss, Alejandra Beyeler (MA Art Education), Claudia von Euw (MA Art Education)


Durchführung: Unterlagen online vom 11.10.12 bis am 13.01.13

Mentorin im Museum: Regula Wyss, Projektleiterin Mani Matter (1936-1972) Verantwortliche Bildung & Vermittlung

In Zusammenarbeit mit dem Bernischen Historischen Museum entstanden didaktische Materialien zu der Wechselausstellung Mani Matter (1936–1972).
Sie ermöglichen Lehrkräften eine unabhängige Vor- und Nachbereitung, sowie eine Durchführung des Aussstellungsbesuchs mit der Klasse.
Die SchülerInnen werden durch die Unterlagen aufgefordert, sich aktiv mit der Thematik auseinander zu setzen. Offene Fragestellungen fördern  das Erschliessen von Zusammenhängen und die Bildung der eigenen Meinung.

Der Auftrag
Das Bernische Historische Museum bietet den Schulen zu jeder Ausstellung nebst spezifischen Führungen, didaktisches Material, welches auf der Website heruntergeladen werden kann. Dieses didaktische Material ermöglicht Lehrkräften eine unabhängige Vorbereitung und Durchführung eines Ausstellungsbesuchs und bietet Anregungen für die Bearbeitung der Ausstellungsthematik mit der Klasse.
Die Zusammenarbeit besteht aus der Konzeption des didaktischen Materials zur Wechselausstellung Mani Matter 1936–1972. Die Rahmenbedingungen der didaktischen Vermittlung war klar vorgegeben und sollten die Tradition des Bernischen Historischen Museums weiterführen.

Zur Ausstellung
Die Wechselausstellung Mani Matter (1936–1972) des Schweizerischen Nationalmuseums gastiert vom 11.10.12–13.01.13 im Bernischen Historischen Museum. Die Ausstellung zeigt den literarischen- und musikalischen Nachlass des Berner Chansonniers. Ein iPad führt die Besucher in individuellem Rhythmus durch die Ausstellung und ergänzt die ausgestellten Objekte durch Ton- und Filmaufnahmen von Mani Matter sowie Interviews seiner Weggefährten. Einigen seiner populären Lieder begegnet man in Inszenierungen, welche die leichten und doch so gehaltvollen Texte des Berner «Värslischmieds» visualisieren.

Die didaktischen Materialien
Zwei Dossiers in verschiedenen Schwierigkeitsstufen sind auf www.bhm.ch downloadbar. Sie beinhalten erstens eine Aufgabenreihe zu verschiedenen Schwerpunkten. Diese ist modular zusammenstellbar und ermöglicht der Lehrkraft einen individualisierten Unterricht im Museum zu planen. Die Aufgabenblätter pflegen einen interdisziplinären Umgang mit den Fachbereichen Musik, Deutsch und Geschichte und bieten darüber hinaus auch Gelegenheiten für Lernerfahrungen im Bereich der Selbst- und Sozialkompetenz. Zweitens enthält jedes Dossier ein kleines Projekt, in dem die SchülerInnen ihren eigenen Interessen in der Ausstellung nachgehen und aus der Fülle von Informationen eine persönliche Quintessenz ziehen. Zusätzlich dienen das Zuordnungsspiel zum historischen Kontext von Mani Matter und der Fragenkatalog, als Vor- oder Nachbereitung im Klassenzimmer.


Ausgewählte Bibliografie
- Mani Matter (1936-1972) [Ausstellungskatalog], Hrsg. von Wilfried Meichtry und
Pascale Meyer, Oberhofen a. Th: Schweizerisches Nationalmuseum und Zytglogge
Verlag, 2011.
- Susanne C. Jost und Gallus Staubli, Ein Museum für die Schule: ein Praxisleitfaden; Mit der Schule ins Museum: ein Praxisleitfaden, Bern: mmBE und LEBE, 2010.
- Perspektiven der Kulturvermittlung, Hrsg. von Gunhild Hamer, Baden: hier + jetzt, 2010.

Kontakt: Alejandra Beyeler, Claudia von Euw, Regula Wyss

Bernisches Historisches Museum

Download: Poster


Material Raum Medium 2012
Material Raum Medium
2012

Natalie Reusser, Myriam Gallo

Praxis Mentor: Albrecht Schnider

Wand 1 / Plastik

Nicht nur das Auftragen der Farbe, sondern auch das Wegnehmen, ist ein Prinzip der Bildgeneration. Diese Arbeit ist ein unumkehrbarer Prozess. Wir versuchen zurück zum Anfang, zum Nullpunkt des Bildes zu gelangen. Durch die Aktion des Abwaschens entsteht auf der Plastikfolie das neue Bild. Wir haben dabei keinen Einfluss auf die Bildgestaltung.
Durch die Transparenz der Plastikfolie wird der Raum sichtbar. Der Faktor Zeit und Raum spielt bei diesem Standort eine bedeutende Rolle. Die Farbe fällt während einer bestimmten Zeit durch den Raum und die Tropfen werden in ihrem Fall angehalten.

Durch die Farbrückstände auf der Plastikfolie entsteht das Spiegelbild zur räumlichen Begebenheit. Es ist möglich, durch die Quantität der Rückstände auf die Wandform rückzuschliessen. Die Spuren sind dort am dichtesten, wo der Raum am höchsten ist. Die Arbeit auf der Plastikfolie ist eine Übersetzung, von dem, was man nicht mehr sieht.
Die Arbeit betont die Farbe als materielle Substanz.


Latex 1  / Latex auf Glasscheibe

Latex. Wir loten Materialeigenschaften wie Weichheit, Transparenz und Elastizität aus. Die Luft ist nicht fassbar, sie ist radikal. Es entsteht eine räumliche Arbeit aus einer zweidimensionalen Schicht. Es entsteht ein Raum im Raum, der mit Luft gefüllt ist und sich wieder entleert. Wachstum und Vergänglichkeit. Wie weit geht das Leben, bis es platzt? Die Fensterscheibe zwingt der natürlich, runden Form der Blase eine eckige Form auf.

Latex 2 / Latex auf Glasscheibe, Videoinstallation

Wir entdecken die Materialeigenschaften im Werkprozess und setzen sie bei der Konzeption und der Ausführung bewusst ein. Die Kurzlebigkeit und Flüchtigkeit des Materials und die Ortgebundenheit ist uns wichtig.

Das Flüssige des Latex erlaubt eine malerische Behandlung. Die Facettenbreite und die Vergänglichkeit des Materials zeigt sich in den verschiedenen haptischen und farblichen Phasen. In flüssigem Zustand ist das Material milchig weiss. Nach dem Auftragen wird es fest und für kurze Zeit durchsichtig. Anschliessend beginnt ein langsamer Trübungsprozess und das Latex läuft wieder milchig an.  
Die Form des Fensters als Rahmen und Bildschirm ist ausschlaggebend für die mediale Umsetzung der Arbeit. Der materialle Veränderungsprozess wird genutzt, um dem Material eine neue Funktion zu geben: die der Leinwand. Der Prozess wird direkt am Ort des Geschehens auf das Material projiziert.

ekz-Klebefolie F / Klebefolie, Videoinstallation

Am Anfang steht die Klebefolie als Material, welche wir nach ihren Eigenschaften und Grenzen befragen. Sie lässt Oberflächen glänzen und spiegelnd erscheinen. Die durchsichtige Klebefolie möchte sich im Grunde verstecken. Sie ist jedoch nicht unsichtbar, sondern betont die weisse Wand. Bei seitlicher Betrachtung, schimmert die Wand dunkler. Für diese Entdeckungen finden wir im langen Gang zur Blackbox den passenden, ortgebundenen Parameter. Die Länge des Gangs zwingt dem Betrachter die Schrägansicht auf.
Das Öffnen der Türe zur Blackbox erzeugt einen Ausschlag auf der Klebefolie. Dieser ähnelt einem Seismograph und hat filmische Qualitäten. Um darauf einzugehen und die Arbeit konsequent weiterzuentwickeln, integrieren wir das Medium Film.

Indem der Besucher die Arbeit in der Blackbox erwartet, läuft er durch den Gang, öffnet die Türe, und generiert dadurch selbst das Kunstwerk. Er wird in der Blackbox seinen eigens produzierten Ausschlag, in einer zeitlichen Verzögerung an die Wand projiziert sehen.

2x(60x80) / Leinwand, Schleifblatt

Wie viel Pulver entsteht, wenn man eine ganze Leinwand mit Keilrahmen und Verpackung an der Maschine verschleift?

Indem das Bild zerstört wird, generieren wir ein neues Material. Die verbrauchten Schleifblätter werden durch diese Aktion zu Zielscheiben. Es gibt eine Transformierung von der zerstörten Kunst, zu deren Nutzung als Freizeitbeschäftigung des Schiessens.
Für die Verwendung des Pulvers suchen wir einen neuen Parameter. Aus der Notwendigkeit heraus, Auffangplatten für die Geschosse hinter den Zielscheiben zu haben, pressen wir für jede Zielscheibe eine Platte aus dem Pulver.

Kontakt: E-Mail Adresse


Möglichkeitsräume 2012
Möglichkeitsräume
2012

Helen Baumann

Mentorin:
Ruth Kunz

Welche bildungstheoretischen, relationalen, methodischen und inhaltlichen Aspekte der offenen Jugendarbeit lassen sich in den schulischen Kontext, insbesondere in das Fach Bildnerisches Gestalten übertragen?

In insgesamt drei Workshopserien im Jugendtreff Bronx der Jugendarbeit Länggasse Bern und mit zwei Schulklassen der Sekundarschule Hochfeld Bern, behandelte ich mit Jugendlichen das Thema Street Art.

Mit dem eigentätigen Mitwirken, sowie mit verschiedenen Materialbuffets als Angebote zur gestalterischen Auseinandersetzung, erprobte ich im dritten Workshop einen sozialpädagogischen Blick auf den Möglichkeitsraum zwischen Jugendarbeit und Schule, sowie auf die eigene Rolle als Vermittlerin.

Kontakt: E-Mail Adresse


Momentaufnahmen 2012
Momentaufnahmen
2012

Paolo Riva

Mentor: Beat Frank

Zeichnen aus der Erinnerung heisst, sich mit einem inneren Bild auseinanderzusetzen. Solche Bilder sind zu vage, um sie aus dem Kopf abzeichnen zu können - oft bestehen sie nur aus der Vorstellung von einer Stimmung. Wenn man sich die Einzelzeiten vergegenwärtigen will, verschwimmen sie.

In meinen Zeichnungen versuche ich, diesen inneren Bildern eine Gestalt zu geben. Da ich keine konkrete Vorlage habe, muss ich mich zeichnerisch an sie herantasten. Als Zeichenmaterial dient mir eine mit dunkler Farbe beschichtete Folie. Mit einem Messer lässt sich die Farbe wieder abkratzen, so dass darunter der helle Untergrund sichtbar wird (Die Folie eignet sich als Vorlage für den Siebdruck). Indem ich lange, kurze, gerade und gebogene Striche nebeneinander setze, entstehen Flächen und Strukturen. Jeder Quadratzentimeter muss mit derselben Aufmerksamkeit bearbeitet werden. So kann ich das Bild langsam aus dem Untergrund herausheben. Räume und Orte, das Licht, die Dinge Menschen werden greifbar.
Anders als das diffuse Bild in meiner Erinnerung muss die Zeichnung konkret sein: der Betrachter soll in sie hineinblicken können und sich an einem bestimmten Ort wiederfinden. Die Szene muss ausführlich geschildert werden, ohne festgefroren zu wirken. Was auf der Zeichnung abgebildet wird, ist flüchtig: schon einen Moment später sähe es darauf anders aus.

Während ich mir beim Zeichnen selbst über die Schulter blickte, habe ich versucht, besser zu verstehen, was ich beim Zeichnen überhaupt mache und wie ich vorgehe. Neben den Zeichnungen sind dabei kurze Texte entstanden, die in einer losen Folge meine Arbeitsweise beschreiben.

Bild 1: Siebdruck, 35 cm x 45 cm
Bild 2: Siebdruck, 50 cm, x 70 cm

Download Dokumentation (PDF)
Kontakt: paoloriva(at)gmx.ch


nahtstellen 2012
nahtstellen
2012

Sibylle Schelling

Mentorat: Albrecht Schnider

Zwischen
Raum

im Innen
und Aussen

Zweierlei
Oberflächen

versiegeln
Bilder im Bild

Flächen
durchdringen

Nahtstellen
teilen

Sichtfelder
im Davor

Bildebenen
verschieben

Wirklichkeit
entrückt

Kontakt: E-Mail-Adresse


Nature irriguée 2012
Nature irriguée
2012

Miriam Strauss

Mentorin HKB:
Daniela Keiser
Mentor IKG:
Thomas Schoenberger

Öl auf Leinwand. 2 Meter mal 2.4 Meter.

Während drei Wochen wählt eine Person einen Baum und klettert hinauf. Der daraus gewonnene, heterogene Fundus von Geschichten, zugeschickten Dateien und eigenen Fotografien wird malerisch eingekocht. Sich wiederholende Verhaltensmuster werden gesucht, umschrieben und interpretiert. Mit dem malerischen Prozess überspanne ich den Zeitbogen erneut und schaffe einen neuen. Die Schichtungen, das Durchscheinen des Vergangenen und die Verstückelung erzählen von einer Malerei, die Zeit als Material verwendet. Mut, Bewegung und meine körperlichen Grenzen fliessen in die öligen Töne ein. Neue Szenen entstehen, die einerseits eine Schärfung des Rohmaterials sind, andererseits Weiterentwicklung sein dürfen. Besonders interessiere ich mich für Impulse, Wachstum und Schwerkraft. Mittels der Malrichtung ging ich den Bewegungen nach.

Kontakt: E-Mail Adresse
Download: Theoriearbeit
Download: Dokumentation


NOMAD 2012
NOMAD
2012

Idee/Konzeption: Lukas Veraguth (MA Art Education) und Alain Jenzer

Mentoren: Alain Jenzer und Nadine Wietlisbach

Vernissage: Do 26. Juli 2012, 19 Uhr

Ort: Lyssachstrasse, Burgdorf

Die Kunstintervention ‚kein Titel’ von Astrid Schindler an der Lyssachstrasse in Burgdorf fand im Rahmen von NOMAD statt. NOMAD ist ein nicht kommerzielles Ausstellungskonzept des Berner Künstlers Alain Jenzer. Das Konzept dieser Ausstellungsreihe besteht aus der Idee, dass an unkonventionellen Orten jeweils eine Künstlerin oder ein Künstler eine Kunstarbeit realisiert, welche sich mit den spezifischen Eigenheiten der Orte auseinandersetzt. Die Ausstellungsorte befinden sich entweder im öffentlichen Raum oder in interessanten Privaträumen, die für die Dauer des Projektes öffentlich zugänglich gemacht werden.

Durch die Zusammenarbeit mit Alain Jenzer erhielt ich die Möglichkeit eine NOMAD-Intervention über alle Projektphasen konzeptionell und organisatorisch zu begleiten. Im Dezember 2011 begann ich mich mit dem Fundraising auseinander zu setzen. Dabei überarbeiteten wir das Budget und den Finanzierungsplan. Danach folgte die Strukturierung und Gestaltung des Dossiers um mit diesem Fördergelder zu beantragen. Ab Anfang März begannen wir mit der Planung der Kunstintervention, indem wir zu zweit verschiedene Städte besuchten, um geeignete Orte für eine NOMAD-Intervention ausfindig zu machen. Dabei entschlossen wir uns für die Eisenbahnbrücke an der Lyssachstrasse in Burgdorf. Aufgrund der Wahl des Ortes suchten wir nach einer geeigneten Künstlerin oder einem geeigneten Künstler um diesen zu bespielen. Wir fragten die Stuttgarter Künstlerin Astrid Schindler an. In ihrer künstlerischen Arbeit realisiert sie oft ortspezifische Werke, welche im Bezug zu architektonischen Gegebenheiten stehen. Aufgrund Astrid Schindlers Interesse am architektonischen Brückenraum an der Lyssachstrasse, fand Mitte Juni ein erstes Treffen zur Besichtigung des Ortes in Burgdorf statt. Darauf folgten mehrere gemeinsame Diskussionen per Telefon, in denen wir unterschiedliche Vorhaben besprachen und wieder verwarfen. Eine Woche vor der Durchführung folgte der Endspurt in der Realisation der Intervention. In einem weiteren Treffen vor Ort kristallisierte sich Astrid Schindlers Vorhaben heraus, dem architektonischen Raum nichts hinzuzufügen, sondern die Betonbrücke vom Stassenschmutz zu reinigen, um so den Raum an sich auszustellen. Wir beschafften uns, in den verbleibenden Tage bis zur Vernissage, das Material für die Reinigungsaktion. Am Tag der Vernissage am 26. Juli führten wir die Reinigungsaktion zu dritt durch, indem wir den Strassenschmutz mit viel Wasser von dem Beton der Brücke schwemmten. Rechtzeitig zur Vernissage war die Aktion beendet. Zurück blieben nur noch einige Wasserpützen. Nachträglich zur Vernissage verfassten Alice Henkes und Gabriel Flückiger je einen Text über die NOMAD-Intervention „kein Titel“ von Astrid Schindler. Die Dokumentationen der NOMAD-Intervention für die Internetseite von NOMAD und für das NOMAD-Dossier bildeten den Abschluss des Projektes.

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite von NOMAD
Download: Text1, Text2
Download: Poster


RIB 2012
RIB
2012

Idee / Konzept: Kathrin Flück

Durchführung: FS 2012, Minor Medienbasierte Vermittlung

Mentor: B. Probst, LerNetz AG Bern

Konzeption und Entwurf eines webbasierten Lehrmittels, in Zusammenarbeit mit der LerNetz AG und der Hochschule der Künste Bern.

RIB - ein webbasiertes Techniklehrmittel wurde im Rahmen des Minor-Projekts «Medienbasierte Vermittlung» von Kathrin Flück, Studentin des Master of Art Education an der Hochschule der Künste Bern, entwickelt und als Prototyp umgesetzt. Die Arbeit umfasst primär die Konzeption und Gestaltung der Website sowie die Erstellung eines Lernfilms. Das webbasierte Techniklehrmittel mit Unterrichtsmaterial zum Downloaden richtet sich an Lehrpersonen der Unter- und Mittelstufe die Technisches Gestalten unterrichten.

Ausgangslage
Motivation für mein medienbasiertes Minor-Projekt ist die Anstellung als Assistentin beim Forschungs- und Entwicklungsprojekt Räder in Bewegung (RIB) an der PH Bern. Ein Lehrmittelprojekt im Technischen Gestalten zur Förderung des Technikverständnisses. RIB ist auf dem Lehrplan 21 aufgebaut und wird parallel dazu geschrieben. Lehrmittel sind oftmals schon beim Druck veraltet. Dies ist Anlass für mein Konzept eines webbasierten Lehrmittels, welches bezüglich Fachwissen, Daten und Links auf dem aktuellen Stand ist und einen attraktiven Unterricht ermöglicht. 

Ziele
- Präzise Analyse der momentanen Situation, der Bilder und
Filme
- Prototyp Lernfilm Rad-Achsmontage
- Konzept, Entwurf und Realisierung einer funktionierenden Website als Prototyp, gemäss zeitlicher und technischer Machbarkeit

Einsatzszenarien
Lehrpersonen nutzen das webbasierte Techniklehrmittel zur Planung des Unterrichts. Die Unterrichtsmaterialien zum Downloaden sind für den unmittelbaren Einsatz im Unterricht aufbereitet und erleichtern die Arbeit.
Die RIB-Lehrmaterialien zielen darauf, dass die Lernenden Handlungskompetenz erlangen. Im Rahmen des sogenannten selbstorganisierten Lernens können Schülerinnen und Schüler (SuS) während dem Arbeitsprozess im Technischen Gestalten Informationen wie z. B. Lernfilme am Computer oder mobilen Endgeräten aufrufen. Im Gegensatz zum klassischen Präsenzunterricht kann hier das Tempo individuell bestimmt und schwierige Situationen wiederholt angesehen werden.

Struktur der Website
Die Navigation ist ausgeglichen, einfach und kann systematisch oder intuitiv erfolgen. Sie ist auch für nicht geübte Lehrpersonen und SuS geeignet. Das Layoutraster ist möglichst einfach und klar gehalten. Die dreispaltige Gliederung entspricht den drei Kapiteln des Print-Lehrmittels: Grundlagen, Unterrichtsvorhaben und Unterrichtshilfen.
Die Gliederung weist drei Hierarchiestufen auf: Hauptnavigation, Kapitelseiten, Dokumentenseiten.

Inhalt
Für mein Projekt RIB - ein webbasiertes Techniklehrmittel - verwende ich die bestehenden Inhalte des Projekts RIB. Es gehört nicht zum Projekt die Inhalte zu verändern. Im Grundlagenkapitel erhalten Lehrpersonen fachliche Grundlagen für den Unterrichtsteil. Dieser besteht voraussichtlich aus zwölf grösseren Unterrichtsvorhaben zu den Themen technische Spielzeuge und Maschinen. Im umfangreichen, dritten Teil der Unterrichtshilfen stehen den Lehrpersonen praxisorientierte Unterlagen für die Umsetzung der vorgeschlagenen Inhalte zur Auswahl. Neuentwickelte, zielgruppenorientierte Lehr- und Lernhilfen stehen sowohl für den Grundlagen- wie auch für den Unterrichtsteil zur Verfügung. 

Bibliografie
Ott 2011: Oliver Ott, Lehrmittel bald nur noch digital?. Flexbooks setzen sich durch, PH Bern, 2011 (http://www.kibs.ch/wiki/images/a/a8/Factsheet_flexbooks.pdf, 03.10.2012).
Stapelkamp 2010: Web X.0. Erfolgreiches Webdesign und professionelle Webkonzepte, hrsg. von Torsten Stapelkamp, Berlin: Springer, 2010.
Streiff 2010: Andreas Streiff, Mobiles Lernen. Handy und Smartphones im Unterricht, educa.ch 2010, (http://guides.educa.ch/de/mobile-learning, 03.10.2012).

Kontakt: E-Mail Adresse
Download: Poster


Sammelsurium 2012
Sammelsurium
2012

Gabriela Freiburghaus, Isabel Fernandez

Mentorat:
Susanne Junger, Bernhard Probst

„Kurzaufgaben sind ein spielerischer Einstieg, ein Aufwärmen vor dem grossen Projekt. Sie bringen etwas Neues in Bewegung, motivieren und inspirieren.“

Im Rahmen unserer Master-Thesis haben wir ein Lernmittel für den gestalterischen Unterricht auf der Oberstufe entwickelt. Das sogenannte „Sammelsurium“ besteht aus einem Schülerheft mit Kurzaufträgen, welche die Schülerinnen und Schüler in vielfältiger Weise zum Gestalten anleiten. Das ergänzende Begleitheft für die Lehrperson vermittelt zu jedem Auftrag Ziele, Hintergrundinformationen und mögliche Anschlussaufgaben. Zur Publikationsform haben wir ein prototypisches Webtool erstellt, welches den Lehrpersonen und den Schülerinnen und Schülern ermöglicht Sammelsuriumhefte individuell zusammen zu stellen.

Oben genanntes Zitat aus unserer Recherchearbeit fasst in Worte, was wir mit unserer Arbeit erreichen wollen: Das „Sammelsurium“ motiviert, inspiriert und aktiviert die Oberstufenschüler und deren Lehrpersonen im Fach Bildnerisches Gestalten.


schultheiss/ zimmermann 2012
schultheiss/ zimmermann
2012

Fabienne Schultheiss und Anna Zimmermann

Mentorat: Jacqueline Baum und Stefan Sulzer

www.schultheisszimmermann.wordpress.com

Für das Major-Projekt galt unser Hauptinteresse der Reflexion, der Überarbeitung und der Archivierung  der bis anhin entstandenen Arbeiten. Gleichzeitig sollte die künstlerische Zusammenarbeit hinterfragt, besprochen und optimiert werden.
Als Teil dieses Prozesses entstand ein Blog der uns als Werkzeug für die künstlerische Zusammenarbeit dient. Er ist eine Plattform -
 zum Ausstellen, Austauschen und zur Kontextualisierung unserer künstlerischen Arbeit.

Ein Beispiel für solch einen Überarbeitungsprozess  stellt die Ausarbeitung und Weiterentwicklung der Arbeit Dialog Anatomy dar. In dieser Videoinstallation thematisieren wir das Medium des narrativen Films und untersuchen die Montage eines Dialoges. Als Arbeitsmaterial benutzen wir Found Footage von Dialogszenen. Indem wir die Aufnahmen in den Raum stellen, schaffen wir eine direkte Kommunikation oder Konfrontation der Figuren. Es interessiert uns mit gegebenen Film-Material einen neuen Wahrnehmungsraum zu gestalten. Wir versuchen durch leichte Veränderungen und Eingriffe eine neue Situation für den Betrachter zu erschaffen. 

Kontakt: Schultheiss.Zimmermann, Fabienne Schultheiss, Anna Zimmermann


The Raven and The Crows 2012
The Raven and The Crows
2012

Fabrice Rossel

Mentorat: Jacqueline Baum

Videolink: Version split-screen / Vimeo

«The Raven and The Crows» met en scène des paysages et des personnages à la manière d’un film dont on aurait coupé l’action et ralenti le rythme. Sur quatre écrans se succèdent lentement des paysages gelés ou désertiques, puis la mer, une femme, un homme, tour à tour éveillés ou endormis, peut-être morts au chevet de l’autre.... Ces éléments figés, sont mis en relation par le montage et se racontent librement. La force évocatrice de ces images fortement esthétiques et du son, toujours proche de l’action suffisent à éveiller l’imagination de chacun.

Contact: E-Mail-Adresse


Tr 30x6 2012
Tr 30x6
2012

Beat Bucherer

Theorie Tutorin: Minou Afzali Krauthammer
Praxis Mentor: Urs Gehbauer

Der Tisch wird formal bedingt durch das Wesentliche: Die stufenlose Höhenverstellbarkeit. Das Herzstück bilden die Gewindestangen, welche durch einen manuell bewegten Zahnriemen in ihrer Drehung synchronisiert werden. Tischplatte und Unterbau sind funktional und in reduzierter Formsprache gehalten.
Die Nachvollzieh- und Erfahrbarkeit der Mechanik verleiht dem Möbel die Anmutung einer Maschine, welche als ergodynamischer Arbeitsplatz für aktive, bewegte Tätigkeit funktioniert.

Unterbau: Stahl blaugewalzt, gelasert
Transmission: Trapezgewindestange DIN108, Zahnriemen Gates PolyChain GT
Tischplatte: Eiche

Sponsoren: OLWO (Otto Lädrach AG Worb), Mädler Norm-Antrieb AG, UIKER Wälzlager AG, SAFIA Grage- und Industriebedarf AG

Download:
Plan 1, Plan 2, Plan 3
Theoriearbeit

Kontakt: E-Mail Adresse


Urknall 2012
Urknall
2012

Natalie Frei

Praxis Mentorin: Andrea Wolfensberger
Theorie Tutorin: Eva Ehninger

Die riesige Wandzeichnung mit Graphit ist eine Haltestelle meiner Suche, die sich mit den Eigenschaften und Möglichkeiten der Linie als Baustein einer Zeichnung auseinandergesetzt hat.

Im Prozess wird die Auseinandersetzung mit der Linie als ein eigenständiges ästhetisches Erlebnis innerhalb eines Abbildes ersichtlich. Die tanzende, impulsive Gestik des Strichs steht im Kontrast zu dem, was er formt. Die zeichnerischen Experimente wurden gemacht, um den Blick des Betrachters auf die einzelne Linie zu lenken.

Der thematische Schwerpunkt der Grössenverschiebung hat zum Entscheid geführt, die Linie in den Raum zu transferieren. Durch die Wahl dieses spezifischen Gangs nehme ich dem Betrachter gezielt die Möglichkeit, einen Überblick zu bekommen und die Zeichnung als ein Ganzes zu erfassen. Die Idee, ein Bild müsse als Fenster funktionieren, das einen dreidimensionalen Raum mithilfe der illusorischen Möglichkeiten der Malerei und der Zeichnung öffnet, wird untergraben. Die Linie kann sich nicht mehr innerhalb der Zeichnung auflösen, sie ist immer als eigenständiges Element präsent, ihre Bewegung und Dynamik widerspiegelt sich innerhalb der Wahrnehmung: eine statische Sichtweise ist nicht möglich.

Kontakt: E-Mail Adresse


Wertewerkstatt 2012
Wertewerkstatt
2012

Selina Lauener

Mentorin: Jacqueline Baum

5.-9.Juni 2012 im Wankdorf Center in Bern, fortgeführt an der Hochschule der Künste in Bern, Fellerstrasse 11, 15.-30.Juni 2012

Werte werten
Wertigkeit, Wertpapier, Grundwerte, wertlos, liebenswert, Werturteil. Der Begriff  "Wert" hat Hochkonjunktur‚ besonders in Zeiten einer Wirtschaftskrise‚ und wird wie ein Modewort in allen möglichen Situationen benutzt. Gesellschaftliche Werte können sich nur durch einen ununterbrochenen Aushandlungsprozess bilden. Für die Entstehung und Änderung der gesellschaftlichen Werte ist der Dialog über Werte grundlegend.
Mit meiner Arbeit versuche ich einen Denkraum zu schaffen, um über Werte nachzudenken und mit anderen in einen Wertedialog zu treten, zuerst in der Form eines Workshops und später als partizipative Installation in einem Einkaufszentrum in Bern.


Workshop
Mit einer Gruppe von 12 Personen im Alter zwischen 20 und 80 Jahren mit verschiedenen sozialen und beruflichen Hintergründen wurde in einer kreativen, lockeren Atmosphäre über Werte diskutiert. Bei einem gemütlichen Nachtessen gingen die Gespräche weiter. Jeder konnte diejenigen Fragen einbringen, die ihn rund um das Thema Werte beschäftigten. Am Schluss wurden kurze Statements und Fragen formuliert, die die wichtigsten Ergebnisse aus den vorangegangenen Wertediskussionen zusammenfassten. Diese Statements und Fragen figurieren als Teil der Installation im Wankdorf Center (Diaprojektionen).


Einkaufszentrum
In einem Einkaufszentrum geht es andauernd um Werte. Es ist ein Raum voller Wertobjekten, die alle gekauft werden sollen. Künstliches Licht durchflutet den Raum, die Hintergrundmusik berieselt uns und die Waren leuchten in allen Farben. In dieser reizüberfluteten Umgebung soll die Installation einen Denkraum schaffen, um über das Thema Werte in all seinen Dimensionen nachzudenken. Die einseitige Besetzung des Wertbegriffs im Raum Einkaufszentrum soll in dieser Weise durchbrochen werden.
Die Fragen aus dem Workshop sind auf Sitzüberzüge gedruckt und über die Polster der im Einkaufszentrum verteilten Sitzgelegenheiten gestülpt. Sie dienen als erste Irritation. Einige Menschen werden sie wahrnehmen, viele werden auch achtlos daran vorbeigehen. Bei manchen werden die Fragen Antworten im Kopf hervorrufen. Wenn sich jemand auf eines der Sitzkissen setzt, bringt er die Frage vorübergehend zum Verschwinden.

Wertewerkstatt
Die eigentliche Wertewerkstatt befindet sich auf einer der Flächen für temporäre Verkaufsstände im Einkaufszentrum. Was macht Ihr Leben wertvoll? Was bräuchte mehr Wertschätzung? Was ist überbewertet? Zu diesen Fragen können die Passanten ihre Gedanken und Ideen abgeben. Die Antworten drucke ich im Bleisatz mit einer Andruckpresse auf Taschentücher und Servietten. Der Buchdruck im Bleisatz-Verfahen war für die Verbreitung von Wissen ungemein wichtig, heute ist die Technik beinahe ausgestorben. Es ist die Inszenierung einer Werkstatt an einem Ort, an dem nur noch verkauft, aber nichts mehr produziert wird. Sie ist etwas Anachronistisches; ein Fremdkörper, der Aufmerksamkeit generiert.
Taschentücher und Servietten sind wie die individuellen Werte sehr persönliche Gegenstände. Sie dienen dazu unseren Mund und unsere Nase abzuwischen. In ihrer Benutzung und Auf-bewahrung sind sie eng mit unserem Körper verbunden. Diese persönlichen Stofffetzen hänge ich an Bettdecken, die aus ihrer horizontalen Lage gehievt wurden und nun vertikal im Raum hängen. Nach und nach verdichten sich die einzelnen Stofffetzen zu einem Patchwork, wie sich auch die vielen individuellen Werte zu einem Patchwork der gesellschaftlichen Werte verdichten.
Im Tausch für die Abgabe der eigenen Werte erhalten die Personen das Exemplar eines bereits gedruckten Wertes ihrer Wahl. Werte können getauscht, mitgenommen und übernommen werden. Ein Werteaustausch.

Kontakt: E-Mail Adresse

Link zum Dokumenationsvideo
Download Fotodokumentation


zwischen drei Zimmer Wänden 2012
zwischen drei Zimmer Wänden
2012

Sarah Tenthorey

Mentorat: Theres Roth-Hunkeler und Kristin Wyss

"zwischen drei Zimmer Wänden / sitzen Bilder" sind Texte. Die Arbeit setzt sich mit Textinhalten wie auch mit deren Schreibprozess auseinander. Die praktische sowie die dokumentarische und theoretische Arbeit sucht nach Präsentationsformen für Text und befasst sich mit dem sich dabei ständig verändernden Rollenverständnis.

Kontakt: E-Mail-Adresse


«Deux clés, une petite et une grande.» 2012
«Deux clés, une petite et une grande.»
2012

Emilie Lopes Garcia

Mentorat: Jacqueline Baum und Theres Roth-Hunkeler

Lieu: Wasserreservoir, Fellerstrasse 11, Bern
Matériaux: Vieux meubles en bois, objets moulés et reproduits en cire et en grand nombre, 3 sources sonores.

«(…) Et maintenant, avec cette porte en fer à la cave, j’ai toujours deux corbeilles, que je remplis avec, pas tout, mais mes trucs en étain, auxquels je tiens, je n’aurai plus le double, tu vois, je ne pourrai pas me le racheter. Et c’est des souvenirs. Et alors je le mets là-dedans, je ferme la porte à clé, et je range la clé et ça, c’était pas un secret, et j’ai enlevé et je les ai mises dans un tiroir, là-haut, quelque part. Deux clés, une petite et une grande.»

Vieille maison familiale, où les objets ont trouvés leur place depuis longtemps. Accumulation au fil des ans, puis stagnation. Silence. Tel un musée, chaque objet est savamment disposé parmi les étagères, portant le poids de son histoire. Ces reliques pourtant, avec le temps qui passe, deviennent des coquilles vides, sans plus aucune utilité. Malgré ce sentiment de chez-soi protecteur, peu à peu, l’atmosphère devient étrange, puis oppressante. Les murs se rapprochent, la coquille se referme.


„einige Dinge...“ 2012
„einige Dinge...“
2012

Vera Trachsel

Mentorat: Beat Frank und Prof. Dr. Peter J. Schneemann

Technik/Material: Bleistift, Gouache und Acryl auf Papier, teilweise ausgeschnitten.

„Die visuelle Umgebung, in der ich mich bewege und lebe, entzündet meine zeichnerischen Lüste.
Etwas fällt auf.
Dinge ziehen mich an.
Alltagsdinge.
Der Stuhl.
Er wird zum Protagonisten.
Er verliert seine ursprüngliche Funktion und schlüpft in die neue Rolle der Zeichnung.
Nun ist die Erzählung da.
Wie ein Bühnenbild ohne Theater.
Die Wand ist zum Blatt geworden.
Geschichten, Assoziationen stehen offen.
Es sind einfach Dinge. Und alle sind aus Papier.“

Kontakt: E-Mail Adresse
Web: veratrachsel.blogspot.com


0-1, display 2011
0-1, display
2011

Chun Yan Zhang Schmid

Mentorat: Andrea Wolfensberger und Urs Gehbauer

Chun Yan Zhang Schmid

Mentorat: Andrea Wolfensberger und Urs Gehbauer

Experimentalproject, majorproject, HKB, 28.02.2011
Performance, Event Palaver, HKB, 06.05.2011


Installation: Das ursprüngliche Ziel des Projekts war, Geräusche in etwas Sichtbares umzuwandeln. Es handelt sich um eine interaktive Installation, die aus 3 Teilen besteht:
1. transparentes Plastikrohr (H 136 cm, Ø circa30 cm) mit einem Verschluss.
2. Holzsockel (40 cm x 40 cm x 22.5 cm) mit einem Propeller (L 25 cm), Fahrtregler, Arduino, Batterie, Transformator.
3. Computermit dem Programm Max 5, Mikrofon (Sennheisere855).

Je lauter man in das Mikrofonspricht, desto schneller dreht der Propeller und somit wird mehr Aufwind erzeugt, der die Pingpongbälle im Rohr nach oben befördert. Desweiteren kann man die ganze Installation auch als Stimmen-Skulptur bezeichnen.

Alles materialisiert sich: Geräusche, Sichtbares, Bewegung, Transparenz, Strom, Elektrizität, Daten, Schnittstelle, etc.

Material: Aluminiumblech, Plastikrohr, Kabel, System eines Modelhelikopters, Batterie, Arduino, Computer, Mikrofon, Schrauben.

Experimentalproject, majorproject, HKB, 28.02.2011
Performance, Event Palaver, HKB, 06.05.2011


Installation: The original initiation of this project is to transform the sound to view, invisibility to be visible. It’s an interactive installation and basically formed by 3 main parts:
1. Plasticandtransparent tube (H136 cm, Ø around 30 cm) with a closure.
2. Woodenbase (40 cm x 40 cm x 22.5 cm) with Propeller(L 25 cm), Motor, Motercontroler, Arduino, Battery, Transformator.
3. Computer with the program Max 5, Microphone (Sennheisere855).

Therefore, when we talk louder to the microphone, the propeller turns farther and brings more air to flow ping-pong balls higher. Moreover, we can also consider the entire installation as a voice sculpture.

All materialize: sound, view, mouvement, transparency, power, air, electricity, data, interface, etc.

Material: aluminum iron, plastic tube, cables, model helicopter system, battery, arduino, computer, microphone, screws.


4 x 23 mm 2011
4 x 23 mm
2011

Paula van Brummelen

Mentorin:
Paula Sansano


A la recherche de lard 2011
A la recherche de lard
2011

Marinka Limat

Mentor:
Florian Dombois

Für ihren Abschluss hat sich die Vermittlerin gewünscht, sich intensiver mit der elementaren, allgemeinen Frage „Was ist Kunst“ auseinanderzusetzen. Damit Wege zur Entwicklung dieser Thematik gefunden werden können, hat die Vermittlerin Personen aus den verschiedensten Gebieten mit diversen Kommunikationsmitteln befragt und hat dafür unterschiedliche Orte und Momente für den Austausch gewählt. Die Vermittlerin wünschte sich die Vision und Wahrnehmung der Kunst Anderer zu erhalten. Die Rollen sind umgekehrt und der Empfänger ist ein Anderer als man annehmen würde.

Die in diesem Projekt präsentierte Vermittlung basiert auf dem Austausch mit dem Anderen; weniger in einem Museum oder einer Institution, viel eher auf der Strasse, auf öffentlichen Plätzen, zu unerwarteten Momenten. Die Vermittlung wird realisiert im dynamischen, experimentellen Kommen und Gehen. Der Ansturm von Antworten und Reaktionen (per SMS, Microtrottoir, Briefen, Plakate / E-Mail, Facebook) konnte nicht bewältigt und kontrolliert werden. Jedoch und um die geschilderten Themen in den Antworten vertiefen zu können, hat sich die Vermittlerin eine „intensivere“ Umfrage gewünscht (mit 8 Personen).

Durch den Blick, die Gedanken, die Erklärungen, die Fragen Anderer ist alles in den Augen der Vermittlerin konkreter geworden und sie freut sich auf die Schlusspräsentation am 24. Juni 2011 um 9h50.

Webseite: www.marinka.ch
Kontakt: E-Mail Adresse


AGRISCUOLA 2011
AGRISCUOLA
2011

Idee/Konzept: Stéphanie Winkler, MA Art Education

Durchführung: FS 2011, Minor Medienbasierte Vermittlung

Mentor: Andreas Hieber und Tinu Gerber, LerNetz AG

In Zusammenarbeit mit der LerNetz AG und der Hochschule der Künste Bern.

Das Projekt AGRISCUOLA ist ein Konzeptentwurf einer Lernumgebung rund um die Thematik Landwirtschaft im Sinne des 'Blendet Learning'. Der Rahmen von Agriscuola bildet eine eigene Webseite in Form einer Plattform für Lehrende und Lernende. Nebst dem LID eigenen Lehrmittelverzeichnis ist die interaktive Lernumgebung zentraler Bestandteil. Die Lernumgebung bietet Lernenden die Möglichkeit, sich vertieft mit der Thematik Landwirtschaft auseinanderzusetzen. Als Erzählung zu den Lernmodulen bietet Agriscuola zu den einzelnen Lernmodulen jeweils ein analoges Begleitheft. Weiter sollen die Lernspiele zu den Lernmodulen die Lehrenden und Lernenden anregen raus in die Natur zu gehen und sich praktisch mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Download: Poster


ARGUS 2011
ARGUS
2011

Elisa Ferraro

Mentor HKB:
Urs Gehbauer


Begägnige 2011
Begägnige
2011

Angela Melody Kummer

Mentorat: Ingo Giezendanner und Simon Tschachtli

Thematisch beschäftigt sich die Arbeit mit Menschen in der Stadt, spezifischer mit dem Gegensatz von Masse und Individuum. Kurzanimationen mit Tusche zeigen Silhouetten von Menschen in Form der Masse und die mit Minenhalter gezeichneten Zeichnungssequenzen stehen für die Alltagsgeschichten der Individuen. Durch die fragmentarischen Zeichnungen wird der beobachtende und schweifende Blick der Zeichnerin für die Betrachterin, den Betrachter nachvollziehbar.

In der Videoinstallation werden jeweils gleichzeitig zwei Clips aus einem Pool von 50 Kurzanimationen an eine Wand projiziert. Mit dem Programmierungsprogramm Isadora wählt der Computer selber aus und mit diesem Zufallsaspekt entstehen ständig neue Bilder. Ähnlich einem Kaleidoskop mit vorgegebenen Elementen und einer sich ändernden Kombination dieser begegnen wir in der Stadt Menschen, die wir schon einmal oder mehrmals gesehen haben, die aber immer wieder in einem neuen Gesamtbild erscheinen.

Ausstellungsansicht: Vorraum Medialab an der Hochschule der Künste Bern, Fellerstrasse 11


Besserwisser M. Jesaistout 2011
Besserwisser M. Jesaistout
2011

Idee/Konzept: Selina Lauener, MA Art Education

Durchführung: FS 2011, Minor Kulturvermittlung

Mentor: Gallus Staubli, Museum für Kommunikation
Mentor HKB: Stephan Bundi

Das Spiel Besserwisser ermöglicht Familien, sowie andere Kleingruppen einen spielerischen Rundgang durch die drei Dauerausstellungen des Museums für Kommunikation. Sie spielen als Team gemeinsam gegen den fiktiven Gegner Anton Besserwisser. An verschiedenen Ausstellungsobjekten versuchen sie Aufträge innerhalb jeweils einer Minute zu lösen. Wenn immer dies gelingt, kriegt das Team einen Punkt. Es wird geraten, gemimt, diskutiert, gesucht, gestikuliert. Das Spiel handelt somit nicht nur von Kommunikation, sondern besteht selbst aus Kommunikation in verschiedensten Formen.

Download: Poster


Bewitterung 2011
Bewitterung
2011

Lukas Veraguth

Mentor: Reto Boller


Der Schrebergarten 2011
Der Schrebergarten
2011

Stéphanie Winkler

Mentorat: Ursula Jakob und Andreas Gefe

Der Schrebergarten nur wenigen wirklich bekannt, befindet sich vornehmlich am Rande der Stadt, eingezwängt zwischen Hochhäusern oder Autobahnen. Kommt man an einem solchen vorbei, stechen einem meist als erstes die säuberlich gereihten Gartenhäuser zwischen denen die Landesflaggen verschiedenster Nationen wehen und die lieblich arrangierten Gartenzwerge ins Auge. Oft schenkt man dem Schrebergarten kaum Beachtung oder man schmunzelt über die Leute die ihr Gärtlein wie ein kleines Paradies hegen und pflegen.

Dieser Ort zwischen Ordnungssystem und paradiesischer Idylle bildete den Ausgangspunkt meiner zeichnerischen Arbeit. In meiner Arbeit versuchte ich die Viel- schichtigkeit der kleinen städtischen Paradiesgärten zu untersuchen und ihre verschiedenen Seiten in mehreren Bildern zu illustrieren. Die Illustrationen wurden auf Tiefdruckplatten gezeichnet und mit der Technik Aquatinta ausgearbeitet. Als Endprodukt entstand ein bewegliches Fries, das dem Betrachter eine offene Geschichte erzählt. Grundlage meiner Arbeit bildeten neben der eigenen Recherche (Ortserkundung, Skizzen, Gespräche), die Garten- und Bauordnung der Stadt Bern sowie das Gedicht von Ludwig Fulda aus dem Jahre 1889. Diese Gegenüberstellung soll das Gefühl zwischen Ordnungssystem und städtischer Idylle verdeutlichen.



Eigenarten und Legeordnungen 2011
Eigenarten und Legeordnungen
2011

Lea Fröhlicher

Mentorin: Daniela Keiser

Videoinstallation | Projektion, Video HD 16:9, Stereoton | im Loop 18' 33'' | ca. 638 x 110 cm | 2011

Alltägliche Handlungen wahrnehmen und sichtbar machen. Ein Aufdecken der vielen unterschiedlichen, aber doch immer wieder ähnlichen Vorgehensweisen. Eigentlich ist 'Tisch decken' eine persönliche Sache, die kulturell stark geprägt ist. Durch die Gegenüberstellung von Öffentlichem und Persönlichem wird unser Bewusstsein geschärft.



Videoinstallation | Video HD 16:9, Ton über Kopfhörer | 2 Monitore auf Stahlrohrgestellen, 2 Holzbänke | im Loop 53' 01'' und 51' 14'' | ca. 260 x 280 x 130 cm | 2011

In der Arbeit Eigenarten zeigen verschiedene Personen etwas vor. Sie geben etwas weiter - ihr eigenes Wissen, ihre Vorgehensweise, Erfahrung, aber auch ihre Ansichten. Handlungen, die, wenn man sie selber macht oder wenn sie andere machen, meist nicht sonderlich beachtet werden, rücken nun in den Vordergrund. Sei es Schuhe eincremen, Ski wachsen, Zopf zöpfeln oder ein Sandwich machen. Der Betrachter wird zum Teil zurückgeworfen auf die eigenen Handlungsweisen.


Eigenheim 2011
Eigenheim
2011

Undine Lang


Mentoren: Daniela Kaiser, Urs Gehbauer

Eigenheim, das Haus als Wohnhaus und als Besitz.
Es gehört, man gehört zu ihm.
Es festigt Strukturen, ist Stillstand. Ist Erinnerung an Ort.
Ist eine Festung mit einer Fassade aus einem glücklichen und sorgenfreien Leben.
Ist ein Zuhause. Ist ein Ziel. Ist eine Einräumung.
Aussen und Innen als Grenze zwischen Öffentlichem und Privatem.


Einfach schön 2011
Einfach schön
2011

Sarah Stocker

Mentorinnen:
Susanne Kudorfer und Jacqueline Baum

Das Geschmacksurteil steckt in der Kunstsphäre in einem Dilemma: Während der Geschmack als Kategorie unter Kunstfachleuten nicht akzeptiert bis verpönt ist, so existiert der Anspruch an Kunst, schön zu sein oder zu gefallen von Seiten eines Kunstpublikums. Als Kunstvermittlerin befinde ich mich an einer ‘heissen’ Stelle zwischen diesen beiden Polen.

Nicht der Anspruch die Wahrheit der Begriffe „Geschmack“ und „schön“ aufzudecken stand im Fokus meiner Arbeit, sondern ein Erforschen des Stellenwerts und Potenzials des Geschmacksurteils in der Auseinandersetzung mit Kunst.

Auf drei Arten wurde dies erforscht: Teilnehmende Beobachtung von Kunstvermittlungsformaten, qualitative Befragung von Fachleuten aus dem Bereich Kunst und Publikum, und - zentral - Zweiergespräche im Museum vor ausgesuchten Kunstwerken. Mit der Frage, wie das (von mir vermutete) Potenzial des Geschmacksurteils in der Kunstbetrachtung ausgeschöpft werden kann, habe ich beobachtet was passiert, wenn ich als Kunstvermittlerin BesucherInnen ohne professionellen Kunsthintergrund explizit nach ihrem Geschmacksurteil befrage. Wie wird über das Geschmacksurteil gesprochen? Welches Vokabular findet dabei Verwendung? In welchen Zusammenhang wird der Geschmack gestellt? Und vor allem: Was passiert in der Betrachtung, in der Begegnung mit dem Kunstwerk, wenn mit diesem eingeschränkten Blick geschaut wird? Wie weit kann das Thematisieren des intuitiven Geschmacksurteils führen?

Zwei Videosequenzen dieser Gespräche – einmal die Reaktionen auf „schön“, einmal die auf „nicht schön“ – wurden in der Ausstellung von einer Tonspur ergänzt, durch welche die Kontroverse von „Geschmack“ in der Kunst erfahrbar wurde.

Video:
„schön“, 18:25 min
„nicht schön“, 17:10 min

Audio:
„kontroverse“, 9:53 min


Face to Face / Mian to Main 2011
Face to Face / Mian to Main
2011

Idee/Konzept: Chun Yan Zhang, MA Art Education


Durchführung: FS 2011, Minor Y/Transdisziplinarität

Mentor/in HKB: Jacqueline Baum, Urs Gehbauer
Mentor: Massimilano Madonna

While art is limitless and open, all people or things involved by the art platform will be boundlessly transformed. Cultu- ral exchange will be presented in two bathtubs in a macros- copical way. From the view-point of its interior structure and traditional functions, following questions can be asked:

Question: What can two bathtubs do?
Answers: 1. It is a small space consisting of two parts. 2. Having a mute, quiet and isolated atmosphere.

Official Website: www.miantomain.net
Download: Poster


FLEXIBEL modular 2011
FLEXIBEL modular
2011

Kathrin Flück

Mentor/Mentorin HKB:
Urs Gehbauer, Minou Afzali


Fokus Schulgeschichte(n) 2011
Fokus Schulgeschichte(n)
2011

Idee/Konzept: Paolo Riva, MA Art Education

Durchführung: FS 2011, Minor Medienbasierte Vermittlung

Mentor: Andreas Hieber, LerNetz AG
Mentorin: Sibylle Peuker, Zeix AG

Zum 175. Geburtstag der Aargauer Volksschule hat das Staatsarchiv Aargau letztes Jahr Dokumente aus seinen Beständen zum Thema Schulgeschichte online veröffentlicht und kommentiert. Weil dazu ein grosser Aufwand betrieben wurde, sollten die Dokumente auch nach dem Jubiläum noch einsehbar sein. Die Konzeption und Gestaltung der Website war jedoch nicht zufriedenstellend, weshalb die LerNetz AG gebeten wurde, auf der Basis von diesem Material ein neues Konzept zu erstellen.

Diese Aufgabe habe ich übernommen: Die Arbeit umfasste eine Analyse der momentan online ausgestellten Seite, wie sie sich jetzt präsentiert, das Erstellen eines neuen Konzepts und eines Entwurfs. Es gehörte allerdings nicht zum Projekt, die Inhalte zu verändern oder neue hinzuzufügen.

Das Produkt sollte nicht aussschliesslich auf den 'Fokus Schulgeschichte(n)' anwendbar sein, sondern auch für mögliche weitere Themenschwerpunkte als Blaupause dienen können.

Download: Poster


Gijón 2011
Gijón
2011

Isabel Fernández

Mentorin: Ursula Jakob

Aquatinta: 26 cm x 73 cm

Das im Major angestrebte Projekt ist eine Vertiefung in die Themenbereiche Fassade und Oberfläche, die bereits in den vergangenen Jahren Gegenstand meines Interesses waren. In der noch verbleibenden Zeit, die ich hier an der HKB im Master studiere, möchte ich mir ein weiteres Medium aneignen. Mein Ziel ist es, ausgehend von einer Fotografie, verwitterte Oberflächen mit dem Medium des Tiefdrucks umzusetzen. Dies setzt eine Vereinfachung des Sujets voraus. Die Möglichkeiten des Tiefdrucks und die Techniken, mit welchen ich Verwitterungsspuren erzeugen kann, interessieren mich dabei besonders.
Als Ausgangslage dient eine von mir angefertigte Fotografie. Sie zeigt eine verwitterte Fassade der Stadt Gijón. Das etwas trostlose Gebäude ist dem Zerfall geweiht und seine Verwitterungsspuren erzählen vom vergangenen Leben, welches sich darin abgespielt hat.


Hofbesuche 2011
Hofbesuche
2011

Franziska Bieri

Mentorin:
Daniela Keiser

Webseite: www.franziskabieri.ch


Ich sehe was, was du nicht siehst! 2011
Ich sehe was, was du nicht siehst!
2011

Anja Göldi

Mentorin:
Andrea Wolfensberger

Die vielschichtigen Körperfarben der Fische bieten dem aufmerksamen Angler für den flüchtigen Moment, in dem er einen lebenden Fisch in den Händen hält, eine intensive Farb-Erfahrung. Der Fisch zeigt sich am Sonnenlicht in leuchtenden, glänzenden, irisierenden Farbtönen.

Ausgehend von diesem Erlebnis entstand ein «Farb-Raum». Die Installation aus farbigem Licht, Backpapier und Aluminiumfolie macht Farbe als Licht für den Besucher erfahrbar.

Kontakt:  E-Mail Adresse


Ich will meinen Strich auf den Punkt bringen 2011
Ich will meinen Strich auf den Punkt bringen
2011

Selina Reber

Mentoren:
Beat Frank, Peter Radelfinger

(Arbeitstitel)

Zeichnungen: (Fineliner / Filzstift, verschiedene Formate und Papiere), Animation (Flash, Loop)

Theoriearbeit: Gedanken zu Fragen im zeichnerischen Prozess
Im Spannungsfeld von herausforderndem Antrieb und hinderndem Widerstand – Erwartungen an einen allgemeinen Begriff im Kontext schulischer Vermittlung

Kontakt: E-Mail Adresse


Kunstvermittlung abgebildet 2011
Kunstvermittlung abgebildet
2011

Idee/Konzept: Undine Lang, MA Art Education

Durchführung: FS 2011, Minor Forschung

Mentorinnen HKB: Jacqueline Baum, Ursula Jakob

Das Projekt beinhaltete das Sammeln von Bildern zur Kunstvermittlung und deren Auswertung. Im Rahmen des neueren Begriffs der 'künstlerischen Forschung' steht am Ende nicht ein geschriebener Text sondern eine Installation.

Download: Poster


LANDRANDstadt 2011
LANDRANDstadt
2011

Saba Brönnimann

Mentorat: Hanswalter Graf und Ruth Kunz

Das Projekt LANDRANDstadt wurde im Frühjahr 2011 in einem Kindergarten auf dem Belpberg durchgeführt. Das Ziel war dabei, den neun Kindergartenkindern selbstständiges Bestimmen der  Lerninhalte und Lernumstände zu ermöglichen. Der Arbeitsraum sollte handlungsungebunden sein. Deshalb fand das Projekt draußen statt. Der Arbeitsort war eine Art Abstellkammer eines Landwirtes in der Nachbarschaft des Kindergartens. Hier waren bereits Materialien und eine Struktur vorhanden, mit welchen die Kinder in einen Dialog treten konnten. Die Eltern der Kindergartenkinder stellten weiteres Material zur Verfügung. Damit durften die Kinder frei arbeiten, hatten jedoch ganz zu Beginn, als Hilfestellung, die Aufgabe erhalten eine Stadt zu bauen.
Aufgrund der Aufgabenstellung und der ländlichen Umgebung, in der das Projekt stattfand, wurde der Projekttitel LANDRANDstadt gewählt. Als Betreuerin und Verantwortliche agierte ich im Hintergrund und nahm mich aus den Gestaltungsprozessen einzelner Kinder, aber auch aus sich entwickelnden gruppendynamischen Prozessen, weitgehend heraus.

Aus diesem Projekt resultierte die nun vorliegende Fallstudie. Es handelt sich dabei um eine reflexive Auswertung, die als Erweiterung des beschriebenen Projektes entwickelt wurde. Im Ausgangsprojekt stand die Frage im Zentrum: „Was passiert, wenn man Kindergartenkinder möglichst selbstständig gestalterisch arbeiten lässt?“ In der nachfolgenden Analyse sollte sie konkreter behandelt und an einem Einzelfall untersucht werden. Die Forschungsfrage wurde deshalb präzisiert. Die neu formulierte Fragestellung lautete: „Wie können anhand von fotografischen Sequenzen ästhetische Erfahrungen, konstruktive Problemlöseprozesse und soziale Interaktion eines bestimmten Kindes nachvollziehbar beschrieben und ausgewertet werden?“ Dies wurde anhand der fotografischen Dokumentation des Arbeitsprozesses eines ausgewählten Kindes untersucht.

Download BDK Artikel


Mirabilia 2011
Mirabilia
2011

Idee/Konzept: Petra Stokar, MA Art Education

Durchführung: FS 2011, Minor Kulturvermittlung

Mentorin: Karin Hermes, Hermesdance
Mentor HKB: Peter Aerni

Miribilia is a project organized incorporation with Karin Hermes dance company Bühnentiger and HKB, MA Art Education. Children transformed into mystical animals in a world where anything was possible, it has been my role to document this process.

Download: Poster


Odem 2011
Odem
2011

Oliver Frei

Mentorin:
Daniela Keiser

In einem verdunkelten Raum sind fünf runde Spiegel in Serie an eine Wand gehängt. Diese werden von je einem Spot beleuchtet und projizieren Lichtscheiben auf die gegenüberliegende Wand.

Auf den Spiegeln schlummern Portraits medialer Persönlichkeiten, welche über den interaktiven Akt des Anhauchens in Erscheinung treten. Der Besucher welcher zuerst mit seinem eigenen Spiegelbild konfrontiert wird, erfährt eine Überschneidung seines „Ichs“ mit dem erscheinenden Portrait. Die geisterhaften Portraits werden über die Lichtprojektionen in den Raum verdoppelt und vergrössert. Sie erhalten eine „Scheinrealität“ und werden zu ephemeren Ikonen.


Ohne Titel 2011
Ohne Titel
2011

Barbara Rey

Mentorin HKB:
Daniela Keiser


ohne Titel 2011
ohne Titel
2011

Gabriela Freiburghaus

Mentorat: Anna Albisetti und Beat Frank

8 Bilder, 88cmx66cm

Wie beim Wandern. Ich wähle mit Bedacht den Ort, das Gebiet und plane meine ungefähre Route. Vor Ort ist dann aber doch alles ungesehen und neu für meinen Blick. Ich lasse mich nicht entmutigen, nehme die erste Anhöhe in Angriff. Den Pfad muss ich suchen, oft verlier ich ihn, muss mich orientieren. Ein Blick zurück, woher ich gekommen bin. Der Blick nach vorne zur nächsten Gabelung. Da bin ich. Die Landschaft ist mir nicht bekannt, fühlt sich nicht vertraut an. Die Wege der Linien überraschen mich, sind Fremde, die ich nun erlaufe. Beharrlich arbeite ich mich weiter durch unbekannte Gefilde.


Philippe Robert est sur Facebook 2011
Philippe Robert est sur Facebook
2011

Idee/Konzept: Laetitia Salamin, MA Art Education

Durchführung: FS 2011, Minor Medienbasierte Vermittlung

Mentor HKB: Andreas Netthoevel
Mentor: Thomas Schmutz, Musée Neuhaus Biel

En collaboration avec la Haute Ecole des Arts de Berne
Un profile facebook au nom de Philippe Robert est crée et géré par moi mme, qui empreinte la personnalité du peintre. Sa vie et son oeuvre y sont présenté, sous forme d'articles publiés régulirement en allemand et franais. Ses intérts et références y apparaissent également. Dans sa galerie d'images, on peut admirer quelques-unes de ses oeuvres. Ce projet fait revivre le peintre qui intervient régulirement sur le réseau; il s'agit donc d'une plate-forme de rencontre et de discussion avec les internautes. En parallle, deux sortes de cartes postales sont distribuées; elles invitent le public - devenir ami de Philippe Robert sur facebook et ont pour illustration deux reproductions de la série de 'Troncs d'arbres'. Le projet est réalisé entre le 15 août et la fin septembre 2011.

Download: Poster


Rückseiten des Waldes 2011
Rückseiten des Waldes
2011

Simona Reber

Mentorin:
Sandra Böschenstein

Der Wald wird zum Denkmodell für raumzeitliche Fragen und führt in der Zeichnung zu instabilen Ansichten: räumliche Ausdehnung und zeitliche Durchdringung.

Das Betrachten von Rückseiten erfordert eine körperliche oder geistige Bewegung. Schauen ob hinter den Bäumen der Wald kommt, das Anheben der Oberfläche den Blick auf den Stapel freigibt, wie sich das Gefüge der Linien im Wald verschiebt oder Ränder die Fläche beschneiden. Das Ritual des Waldes ist die Wiederholung der Herausragenden auf der Oberfläche der Fragen.

Kontakt: E-Mail Adresse


SAMMELSURIUM 2011
SAMMELSURIUM
2011

Idee/Konzept: Isabel Fernandez und Gabriela Freiburghaus, MA Art Education

Durchführung: FS 2011, Minor Medienbasierte Vermittlung


Mentor/in HKB: B. Probst, C. Ziessler, M. Mischler

Die Entwicklung eines Lernmittels für den gestalterischen Unterricht am Gymansium. Ein eigenständiges Projekt, entstanden an der Hochschule der Künste Bern, MA Art Education.

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SchriftKörper 2011
SchriftKörper
2011

Christa Schürch

Mentor HKB:
Christoph Stähli Weisbrod


Souvenirshop Verkehrt 2011
Souvenirshop Verkehrt
2011

Selina Lauener

Mentor: Fachhochschule Düsseldorf, Master in Exhibition Design, Prof. Harry Vetter

Düsseldorf, Januar 2010

Souvenirshops verkaufen Erinnerungen an Reisende aus aller Welt. 
Die Andenken und Erinnerungen eines Ortes werden so um die ganze 
Welt verteilt.
Der Souvenirshop Verkehrt ist anders. Anstatt Souvenirs zu verkaufen und zu verteilen, sammelt er Souvenirs aus aller Welt und vereinigt sie an einem Ort. Erinnerungsobjekte von vielen verschiedenen Menschen, die jeweils mit einer kleinen Geschichte einer Reise versehen sind.

Reisesouvenirs sind oft lustige Kuriositäten. Bereits im 16. Jahrhundert wurden von Reise mitgebrachte Kuriositäten in Kurionsitätenkabinetts gezeigt. 
Der Souvenirshop Verkehrt ist eine moderne Form des Kuriositätenkabinetts.
Der Souvenirshop Verkehrt ermöglicht eine Reise um die Welt anhand 
der Reisesouvenirs von anderen. Nimmt man heute die Bewohner einer 
kleinen Stadt, so haben diese – alle zusammengerechnet – bereits die gesamte Welt bereist.

Auch die Kunden können ihre Erinnerungen in Textform im Souvenirshop Verkehrt abgeben. Sie schreiben ihr Souvenir auf die Vorderseite einer Ansichtskarte. Am Ende des Projekts erhält jeder der eine Souvenirkarte geschrieben hat, die Karte einer anderen Person zugeschickt und hält anschliessend ein Souvenir aus dem Souvenirshopverkehrt in den Händen.
Der Laden existiert nur wenige Tage. Er soll die Passanten irritieren und fordert sie auf, in einen Raum des Reisens einzutreten.

Wohin sind Sie zuletzt gereist? Warum reisen Sie? Was bringen Sie von Reisen nach Hause? Was sind ihre Erinnerungen an die letzte Reise, die Sie gemacht haben? Wohin wollen Sie noch reisen? Ist Reisen ein Trieb? Was ist ein guter Tourist? Ist es ethisch richtig, fremde Kulturen zu besichtigen?

Der Souvenirshop Verkehrt wirft viele Fragen zum Thema Reisen, Sammeln und Erinnern auf.


Stadtklingen 2011
Stadtklingen
2011

Idee/Konzept: Angela Melody Kummer (MA Art Education) und Lukas Roos

Durchführung: FS 2011, Minor Y/Transdisziplinarität

Mentor/in HKB: Jacqueline Baum

Das vorliegende Projekt stadtklingen entstand im Rahmen des Y-Minors im Herbstsemester 2010 und Frühlingssemester 2011 im Masterstudiengang Art Education.

Als Ausgangslage diente die Anfrage der Berner Jazzband Pommelhorse, für einen ihrer Songs einen Videoclip zu gestalten.

Kontakt: E-Mail Adresse
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Strichwort 2011
Strichwort
2011

Simone Nyffeler

Mentorin: Karoline Schreiber

Bei Strichwort geht es darum, zeichnerisch mit Schreibenden in einen offenen Dialog zu treten. Die erste Zeichnung wird verschiedenen Schreibenden als Anregung für einen Text vorgelegt. Jeder Text gibt wiederum Anregung für eine weitere, individuell gestaltete Zeichnung. Auf diese Weise entsteht eine Interaktion zwischen zwei unterschiedlichen Sprachsystemen. Der herausfordernden Aspekte in dieser Arbeit ist das genaue Lesen, das Wahrnehmen der Wirkung, die Interpretationen und das Schaffen von Bezügen und inneren Bilder, um den Dialog anzuregen und ihn weiterzuentwickeln. Der Austausch gestaltet sich als Prozess und es bleibt offen, wo die einzelnen Dialogstränge hinführen werden.

Zeichnungen:
Simone Nyffeler

Texte:
Sarah Tenthorey,
Olivia Weibel,
Sabine Gisin,
Kathrin Affentranger,
Joel Weibel,
Muriel Schwärzler,


Verbunden 2011
Verbunden
2011

Milena Bondener

Mentorin HKB:
Jacqueline Baum


Weekly Paintings 2011 2011
Weekly Paintings 2011
2011

Dominique Ruppen

Austauschjahr - Universidad Complutense de Madrid

Jede Woche wurde ein Foto aus Zeitungen ausgewählt und in’s Medium der Malerei übersetzt. Kriterium war nicht der Inhalt der jeweiligen Bilder, sondern eine spannende Komposition der Bildelemente, die zum Malen einlud. Dabei wollte jedes Foto auf seine eigene Weise gemalt werden. So kam es zum Einsatz von verschiedenen Medien und Malweisen. Die begrenzte Zeit (1 Bild pro Woche) liess keine bis ins Detail ausgearbeiteten, fotorealistischen Bilder zu. Vielmehr musste bereits bei der Planung entschieden werden, welche Stellen nur angedeutet und welche detailliert dargestellt würden.
Da vor allem Fotos von Ausschreitungen, Kriegen und politischen Veränderungen von den Medien gedruckt wurden, fanden folglich auch diese Themen in die gemalte Serie.
 
Weekly Paintings 2011 wurde im Januar 2011 begonnen und ab März während dem Ausstauschjahr an der Universidad Complutense de Madrid weitergeführt. Im Oktober wurde ein Teil der Serie an der Jungkunst.ch in Winterthur ausgestellt und im Dezember die ganze Serie im Landhaus Solothurn.

Webseite: RuppenFineArts.com

Kontakt: E-Mail Adresse


Wurzelraum 2011
Wurzelraum
2011

Annina Thomann

Mentor HKB:
Urs Gehbauer


Zufrieden am Berg 2011
Zufrieden am Berg
2011

Astrid Vollenweider

Mentorat:
Andreas Hieber, Projektleiter LerNetz AG

Konzeption und Umsetzung eines digitalen Lernspiels, bzw. Serious Game

Ein Projekt an der Schnittestelle von Didaktik, Gestaltung, Technik und Medienkonzept. „Zufrieden am Berg“ ist ein interaktives digitales Spiel, ein so genanntes Serious Game, für den Schulunterricht. Zielgruppe ist die Mittelstufe, 3.-6. Klasse, das Thema „die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ am Beispiel einer Bergregion. Die Lernenden können den Berg nach Belieben gestalten, d.h. sie können Extreme ausprobieren und erfahren was geschieht, wenn das Gleichgewicht gestört wird. Die Auswirkungen können 25 Jahre in die Zukunft simuliert werden.

Endziel des Spiels «Zufrieden am Berg» ist, dass alle Akteure, das heisst, BergbewohnerInnen, Touristen sowie Fauna und Flora, ihren Raum finden und im Gleichgewicht für alle nutzen.

„Zufrieden am Berg“ ist als autonomes Projekt entstanden, von der Idee bis zur aktuellsten Umsetzung. Die Konzeption lässt die Möglichkeit offen später in ein Projekt des Lehrmittelverlages LerNetz integriert zu werden. Diese Weiterführung ist geplant. An der Ausstellung ist die Release Version 1.0 zu spielen.


Zwischenspiele 2011
Zwischenspiele
2011

Marion Ingold

Mentorin HKB:
Karoline Schreiber


[PLAY & RECORD] 2011
[PLAY & RECORD]
2011

Yvonne Morgenthaler

Mentorin:
Sibylla Walpen

Mit der Idee die Videofunktion der Handys in der Museumspädagogik einzusetzen, wurden 2- oder 3-stündige Workshops mit einer 3., 8. und 9. Klasse im Zentrum Paul Klee durchgeführt. Ideen und Assoziationen bei der Betrachtung eines Originals waren den Teilnehmenden Inspiration zum spielerischen Herstellen von bewegten Bildern (Play & Record). Dafür stand eine Farbkopie des Werks zur Verfügung. Unmotiviert oder frech, scheu oder ernsthaft wurde fantasiert, animiert, zerkritzelt oder zerrissen.


Die vorliegende explorative Studie benennt das Potential der verwendeten Gestaltungsmittel und kreist dabei um die Spannungsfelder von Bildung und Unterhaltung, Prozess und Produkt, Inhalt und Technik. Trotz des einfachen technischen Zugangs zur Videoproduktion über das vertraute Gerät Handy kann es in der kurzen Zeit eines Workshops nicht das Ziel sein, einen «fertigen» Kurzfilm zu drehen. Vielmehr geht es um eine zwanglose Herangehensweise an die Kunst, das Herstellen einer filmischen Skizze, welche die Haltung der Kinder und Jugendlichen zum Bild widerspiegelt.

Kontakt: E-Mail Adresse


«Die Linie ist ja geknickt.» 2011
«Die Linie ist ja geknickt.»
2011

Andrea Gfeller

Mentorin:
Paula Sansano

Die künstlerische Arbeit befasst sich neben der Thematik der Anamorphose mit der visuellen Wahrnehmung des Betrachters in seiner alltäglichen Umgebung, im öffentlichen Raum der Stadt Bern. Als visuelles Phänomen stört die Anamorphose die alltägliche Wahrnehmung des Betrachters und löst bei diesem Zweifel an seinem eigenen Sinneseindruck aus. Denn es gibt nur einen richtigen Betrachterstandpunkt, von dem aus das verzerrte Bild wieder entzerrt und in seiner richtigen Form wahrgenommen werden kann.

Die Anamorphose ist ein Spiel, ein Suchen nach dem richtigen Bild. Der Moment, wo sich das Rätsel des verzerrten Bildes löst, ist der Moment, in dem sich dem Betrachter das Werk in seiner Gesamtheit zeigt.

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"Komm, wir machen uns alles nach" 2010
"Komm, wir machen uns alles nach"
2010

Sarah Hostettler

Mentorin:
Barbara Bader

Was hat soziale Interaktion mit Bildgestaltung zu tun?

Ausgehend von dieser Fragestellung liegt der Schwerpunkt der vorliegenden Studie auf den Wechselwirkungen, die sich in einer Unterrichtssituation zwischen Peers abspielen. In einer Einzelfallstudie werden die Interaktionen zwischen drei Schülerinnen einer 2. Klasse beschrieben und analysiert, wobei das Augenmerk besonders auf dem Phänomen der Nachahmung liegt. Aus dem Forschungsmaterial wird ersichtlich, dass sich im Verlauf der Unterrichtseinheit die Zeichnungen angleichen und schematischer werden.

Dabei rückt die Aufgabenstellung immer weiter in den Hintergrund. In den Bildern der drei Mädchen manifestiert sich ihre Freundschaft visuell. Daraus entsteht die Vermutung, dass bei ihnen insgesamt das Soziale wichtiger ist, als das Entstehen einer individuellen Zeichnung.

Kontakt: E-Mail Adresse


'Ohne Titel' 2010
'Ohne Titel'
2010

Astrid Vollenweider

Mentorin: Ursula Jakob

Technik: Hoch-, Tief- und Prägedruck und Textilfaden

Auslöser für die Drucke war die Beschäftigung mit einem anderen Projekt für die HKB, nämlich die Arbeit an einem Lernspiel zum Thema 'Einfluss des Menschen auf die Bodenökologie'. Durch die Auseinandersetzung mit diesem Thema entstand sozusagen der Nährboden für die Bilder hier. Die Drucke zeigen, in mehr oder weniger abstrahierter Form, Nutzfahrzeuge und ihre Spuren die sie 'auf dem Boden' hinterlassen.

Das Verwenden der unterschiedlichen Verfahren von Hoch-, Tief- und Prägedruck und dem Einsatz von Textilfaden führt dazu, dass sich die Drucke an den subtilen Schnittstellen von der 2. zur 3. Dimension bewegen. In den Bildern zeigt sich, nebst der Verbindung von unterschiedlichen Techniken, auch eine Verknüpfung von Linien und Flächen und gleichzeitig von klar gestochenen Sujets und abstrahierten Formen. Somit werden in diesen Drucken sogenannte Gegensätze eingesetzt um sogleich ein Zusammenspiel entstehen zu lassen.



Bäume ausreisen 2010
Bäume ausreisen
2010

Simona Reber

Mentorin: Nanne Meyer

Bäume ausreisen ist eine Untersuchung von Zeichnung durch Wald und ebenso eine Untersuchung von Wals durch Zeichnung. Wie der Baum fängt die Zeichnung nicht da an, wo sie sichtbar wird. Sie wird vorbereitet, wächst zuerst unsichtbar um sich dann auf dem Papier auszubreiten und Raum einzunehmen. Zeichnung oberirdisch auf Papier, unterirdisch in der Vorstellung.

Das Aufzeichnen begann mit einem genauen beobachten und hinschauen, einem sich aneignen, Funktionen verstehen. ImÜbereinanderlegen der beiden Systeme wurde versucht Verbindungen zu finden.

Mit Text und Zeichnung wurde trotz Trennung auf Papier nicht unterschiedlich verfahren. Gezeigt wird dies als Pingpong-Spiel zwischen Zeichnung und Text – Wand und Buch. Über den Betrachter wird der Ball von der Zeichnung über Nummern in der Wand zum Text und zurück geworfen.

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Begehbare Malerei 2010
Begehbare Malerei
2010

Andrea Gfeller

Mentoren: Andrea Wolfensberger, Urs Gehbauer

'Begehbare Malerei' ist der Titel der Major-Arbeit, welche im zweiten Semster des Masters in Art Education entstand. Verschiedenste ineinander verschachtelte Räume, die Illusion von Raum und Flächigkeit bildeten die Grundlagen. Die Konstruktion wurde speziell für die Malerei entwickelt. Ein in sich geschlossenes Objekt. Das Thema der Wahrnehmung und die Frage nach dem richtigen Betrachterstandpunkt als zentrale Auseinandersetzung während der Arbeit.


Brocken 2010
Brocken
2010

Isabel Fernández

Mentorin HKB:
Daniela Keiser
Mentorin IKG:
Jasmine Wohlwend

Projektionen auf Beton

Der Baustoff ist Projektionsfläche unterschiedlicher Meinungen und Assoziationen. Vollgekritzelt mit Graffiti und Spuren von Verwitterung verwandelt sich die nackte Mauer in einen Informationsträger. Sie wird zum Zeitzeugen von Vergangenem und Zukünftigem. In meiner Bachelor-Thesis wollte ich mit dem Originalmaterial arbeiten und Bilder finden, die den Beton auf eine andere Art zeigen, als grau und charakterlos, wie er oft bezeichnet wird.
Die Projektionen von Sichtbetonoberflächen zeigen die sinnlichen Reize des Materials, seine Farbe und Tiefenstruktur. Sie erklären das Verlangen vieler Architekten und Bildhauer, den Beton in seiner Masse und Materialität unverhüllt zu zeigen.


Catch and Release 2010
Catch and Release
2010

Anja Göldi

Mentorin: Andrea Wolfensberger

Als Folge des neuen Schweizer Tierschutzgesetzes vom 1. September 2008 wurde «Catch and Release» in der Schweiz verboten. Dabei handelt es sich um das Fangen von Fischen aus sportlichem Interessen mit der Absicht den Fisch wieder freizulassen.

Ausgehend von intensiven Diskussionen, in meinem privaten Umfeld, um das Verbot von «Catch and Release», begann ich mich mit dem Moment, in welchem der Fischer einen lebenden Fisch in den Händen hält, künstlerisch auseinander zusetzen. Dabei habe ich Seitenansichten von Schweizer Fischen in Aluminiumfolie geprägt. Die Fragilität des Bildträgers spielt auf den flüchtigen Moment an, in welchem der lebende Fisch in den Händen des Fischers liegt, auf den Moment, wenn das Tier das Sonnenlicht reflektiert. Die geprägte Aluminiumfolie erinnert an Fischschuppen, an Regenbogen und lässt verschiedene Farbphänomene entstehen. Die Arbeit thematisierte Schönheit und Vergänglichkeit, Licht und Farben, Macht und Ohnmacht, Leben und Tod…


Der gestalterische Prozess 2010
Der gestalterische Prozess
2010

Nadia Bader

Mentorin:
Ruth Kunz

Das Master-Projekt ermöglicht einen Einblick in gestalterische Arbeitsprozesse. Das Spannungsfeld zwischen dem Mythos der künstlerischen Inspiration und der Banalität des Arbeitsalltages wird aufgezeigt.

SchülerInnen des Vorkurses Biel werden im Rahmen des Projektes bei ihren gestalterischen Projekten begleitet, beobachtet und ihre Arbeit dokumentiert. Der Fokus liegt einerseits auf dem individuellen Entwicklungsprozess der gestalterischen Arbeiten und andererseits auf der Unterrichts- und Vermittlungssituation. Das entstehende Wechselspiel zwischen eigenständiger Gestaltungstätigkeit und dem Dialog mit den Lehrpesonen wird nachvollziehbar aufgezeigt.

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: www.nadiabader.ch


Echange Erasmus Berlin 2010
Echange Erasmus Berlin
2010

Marinka Limat

participer aux cours de la classe de: Antje Majewski, professeur

Pour le projet Major, j'ai eu l'opportunité de partir un semestre – qui finalement s'est prolongé en une année – et participer aux cours de la classe d'Antje Majewski, professeur à l'Académie d'arts de Weissensee à Berlin. J'ai pu me concentrer sur la peinture.

D'autre part, deux occasions d'exposition en Suisse, m'ont été adressé. Je n'ai pas hésité à participer et à réaliser des travaux spécifiques à ces évènements:

„Globalregional“ au Musée singinois de Tavel (Download PDF).

„Jeux de mémoire – Jeu de Mémoires“ à la Galerie APC à Fribourg (Download PDF).

Une troisième exposition „Aussenstelle Fernsehturm“, organisée et montée par quelques étudiants en classe de peinture et sculpture à Weissensee, a clôturé mon année à Berlin.


Eco Gravures 2010
Eco Gravures
2010

Sara Foletti

Mentorin:
Ursula Jakob

Entre les trois aspects qui caractérisent le Master en Art Education, celui artistique est le Schwerpunkt de mon travail. Il s’agit d’un projet artistique qui aborde une problématique actuelle: le développement urbain au dépit de la nature. Il est composé de onze gravures réalisées en chalcographie (aquatinte et eau-forte) plus une série de cartes (120 exemplaires réalisés en chalcographie et topographie).
Les gravures représentent des vues panoramiques de ville (ou métropoles), tandis que leur titre se rapporte à des habitats naturels.

Les cartes reprennent un détail des gravures avec une liste de noms de plantes typiques de l’habitat relatives au titre de la gravure.
Pendant le vernissage ces cartes, qui doivent être considérées soit comme un produit artistique soit comme partie de la médiation, seront offertes au public afin de favoriser une approche active quant aux oeuvres exposées.

Le travail est structuré sur deux objectifs principaux: à travers la partie artistique sensibiliser le public sur une thématique actuelle, et créer un projet qui exploite les caractéristiques de la gravure, afin d’intégrer la partie de la médiation.

Kontakt:


Erinnerungsstücke 2010
Erinnerungsstücke
2010

Sivia Pietz

Mentorin:
Catherina Ziessler

Erinnerungsstücke ist ein Projekt mit dem Thema Erinnerungen in einem psychiatrischen Umfeld. Dabei interessierte mich, was Patienten für einen gestalterischen Umgang mit ihren Erinnerungen finden. Meine Überlegung war, dass gerade die künstlerische Auseinandersetzung mit den Erinnerungen eine Art produktive und konstruktive Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte sein könnte, die zudem auch aus gestalterischer Sicht gesehen zu interessanten Ergebnissen führen könnte.

Wichtig  ist mir bei diesem Projekt, jeden Patienten individuell zu begleiten, damit jeder eine zu sich und seinen Erinnerungsstücken passende Gestaltungsform finden kann.

In einem zweiten Teil der Arbeit wird die Künstlerin Tracy Emin aus psychiatrischer Sicht untersucht, als fiktive Patientin einer psychiatrischen Tagesklinik.

Kontakt: E-Mail Adresse


espace sculpturelle 2010
espace sculpturelle
2010

Lea Krebs

Mentorat:
Andrea Wolfensberger

Die Masterthesis espace sculpturelle ist Raum und gleichzeitig Objekt. Eine begehbare Skulptur, die durch das Begrenzen in Raumpartien das Licht sichtbar werden lässt. Das Werk verändert die Wahrnehmung des Raums und gleichzeitig das Verständnis für den Raum. Dabei werden ständige Positionswechsel und die Bewegung innerhalb der Installation vorausgesetzt. Der Betrachtende wird in seiner Bewegung geleitet, indem er daran gehindert wird, den direkten Weg von A nach B zu nehmen. 

Der Blick des Betrachtenden wird immer wieder geführt und verleitet: Verschiedene Blickfange wie Gucklöcher, Verformungen des Papiers und die freie Sicht aus der Kuppel heraus sind Teil der bewussten Leitung des Sehsinns. Zudem ist das Kalkpapier, je nach Anzahl Schichten mehr oder weniger lichtdurchlässig und erlaubt eine schemenhafte Wahrnehmung des Ausstellungsraums.

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: www.leakrebs.ch


Gastsemester Karlsruhe 2010
Gastsemester Karlsruhe
2010

Saba Brönnimann

Mentor: Gustav Kluge, Professor für Malerei

Ich studierte  im SS 2010 in der Klasse von Professor Kluge. Mein Thema umfasste Portraitmalerei nach Bildschirmvorlagen und digitalen Ausdrucken. Meine Aufmerksamkeit galt neben der Besonderheit und Individualität der dargestellten Person, den Besonderheiten des gewählten Ausgangsmediums, wie spezifische Eigenarten von Anschnitten, Lichthöhe und Farbverschiebungen der Bildschirmdarstellung. Ich habe mich ausserdem weiter mit maltechnische Probleme auseinandergesetzt. Der mediale Transfer könnte nun einen  Ausgangspunkt weiterer Arbeiten und Arbeitsserien sein. Meine entstandenen Arbeiten konnte ich im Rahmen der Gaststudentenausstellung der Akademieöffentlichkeit zeigen.


Gastsemester Stuttgart 2010
Gastsemester Stuttgart
2010

Selina Reber

Klasse Freie Grafik, Professor Alexander Roob


huiles sur toile 2010
huiles sur toile
2010

Laetitia Salamin


Mentors: Albrecht Schnider et Urs Aeschbach

Mes peintures (huiles sur toile - avec ou sans fusain) sont inspirées de l'environnement d'o je viens: le Valais. Elles sont le résultat d'un élan intuitif, d'un dialogue entre ligne et surface, figuration et abstraction. Mon inspiration est l'écoute des heureux hasards de la peinture...


La Liberté guidant les Animaux 2010
La Liberté guidant les Animaux
2010

Nathalie Zwimpfer

Mentorin HKB:
Karoline Schreiber

Mentorin IKG:
Rachel Mader

Dass der Fleischkonsum stetig zunimmt, ist der Beweis, dass die Tierrechtsbewegung noch keine grösseren Erfolge verzeichnen konnte. Mit dieser Broschüre möchte ich die Betrachter zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Umgang mit Tieren bewegen.

Dafür habe ich Illustrationen zu jeweils 15 Standardargumenten der Tierrechtsgegner und deren Widerlegungen gezeichnet. Die Illustrationen nehmen meistens Bezug zu vorhandenen Bildern und Symbolen aus Kunst, Kultur und Religion. Ich versuche mich mit dieser Arbeit von den oft reisserischen Methoden anderer Tierrechtsaktivisten zu distanzieren.


Linie–Fläche–Raum 2010
Linie–Fläche–Raum
2010

Lukas Veraguth


Mentorin HKB:
Andrea Wolfensberger
Mentorin IKG:
Dr. Eva Kernbauer

Klebeband auf Boden und Decke, 808 x 639 x 526 cm


Malereien 2010
Malereien
2010

Romy Troxler

Mentorin HKB:
Andrea Wolfensberger
Mentorin IKG:
Dr. Eva Kernbauer

(1)
Ohne Titel, 2010, Bleistift, Farbstift auf geprinteter Fotografie,
10.6 x 14.8cm
Ohne Titel, 2010, Bleistift, Farbstift auf geprinteter Fotografie,
10.6 x 14.8cm

(2)
Ohne Titel, 2010, Acryl auf Leinwand, 40 x 50cm
Ohne Titel, 2010, Acryl auf Leinwand, 130 x 160cm

(3)
Ohne Titel, 2010, Acryl auf Leinwand, 120 x 100cm


mit dem Kopf in diesem Loch 2010
mit dem Kopf in diesem Loch
2010

Ich begebe mich an unscheinbare, urbane, unbelebte und karge Orte, die mich faszinieren. Vor Ort suche ich Objekte, welche mich für meine Interventionen inspirieren. Diese Objekte verwende ich für meine Inszenierung. Ein Zusammenspiel zwischen mir und dem Gegenstand findet statt. Einerseits nehme ich seine Form auf oder vervollständige sie, andererseits verfremde ich seine Nutzbarkeit. Ich entfunktionalisiere die Objekte. Ich sehe in den Gegenständen neue Möglichkeiten der Nutzung. Beispielsweise benutze ich einen Frisbee-Ständer als Sockel. Ich hinterfrage so die „traditionelle“ Nutzung und führe den Alltagsgegenstand auf eine neue Ebene. Ich ersetze die eigentliche Handlung im Zusammenhang mit dem jeweiligen Objekt durch eine andere, welche an sich auch alltäglichen Charakter hat. Erst durch den Zusammenhang meiner Handlung und dem Objekt, entgegen dessen „alltäglicher“ Verwendung, führe ich das Objekt, den Ort und meine Handlung ad absurdum. Ich erziele dadurch eine Kontextverschiebung.

Bei einigen Aktionen gibt es eine körperliche Anstrengung, bei anderen Interventionen eine Verrenkung oder bei weiteren nur ein „sich Hinstellen“. Obwohl einige Bilder sehr ruhig und statisch wirken, steht dahinter immer ein „Spurt“, also eine körperliche Anstrengung. Meine ephemeren Inszenierungen halte ich mehrheitlich mittels Fotografie, vereinzelt mit Videoaufnahmen fest. Beim Fotografieren arbeite ich mit Selbstauslöser und habe deshalb nur 10 Sekunden Zeit um mich zu positionieren.
Das Temporäre, das zeitlich Begrenzte, das Ephemere spielt eine zentrale Rolle. Nur einige Sekunden dauern meine temporären Skulpturen. Dann ist alles vorbei, so als wäre nichts gewesen. Wäre da nicht die Fotografie: Durch sie halte ich meine Interventionen fest. Das Flüchtige wird mit der Fotografie festgehalten und wird dadurch zum starren und statischen Bild.

Da sich meine Arbeit um meine Person dreht, möchte ich im vermittelnden Teil das Feld öffnen und die Besucher ansprechen. So gebe ich beispielsweise die Anweisungen: „Umarme einen Stuhl“. Diese Anweisungen liegen in der Ausstellung in Form von Postkarten auf und stehen so dem Besucher zur Verfügung. Das Vermittlungsangebot zielt auf eine Wahrnehmungserweiterung der Besucher hin: Die Anweisungen sollen eine Sensibilisierung gegenüber der Umwelt und insbesondere des persönlichen Alltages zur Folge haben. Durch das Aufzeigen von neuen Nutzungsmöglichkeiten soll eine andere Sichtweise auf Alltägliches impliziert werden.

Webseite: www.gabrielagerber.ch


Muschelrauschen 2010
Muschelrauschen
2010

Helen Baumann

Mentorin: Béatrice Gysin

Erinnerung an einen fernen Ort. Balancieren zwischen Realität und Fiktion.
Eine Landschaft aus meinen Erinnerungen wird durchwandert.
Ich mache einen Schritt zurück, schaue nach, blicke in die Ferne, reibe in den Augen.
Ist es Erinnerung? Realität? Einbildung, Traum oder Konstruktion, ein optischer Trick? Wo bin ich? In der Landschaft, in einem Modell oder einer Zeichnung?

Die subjektive Optik einer Erinnerung wird mit einem Medientransfer der gezeichneten Landschaft als Video ausgedrückt. Die Kamera erlaubt einen völlig neuen Blick auf das Vorhandene und lässt ungeahnte räumliche Dimensionen entstehen. Die Zeichnung wird neu erfahrbar. Dieser Seh-Spaziergang in der Erinnerung ist kein blosses Abschreiten, sondern ein erlebnisreiches Entdecken und sich Verlieren.


Off-Season 2010
Off-Season
2010

Dominique Ruppen

Mentor HKB:
Vincent Chablais

Mentorin IKG:
Eva Kernbauer

Verlassene Swimming-Pools am Ende der Saison. Das Leben ist anderswo. Anhand von Fotografien und Erinnerungen wird mit dem Medium der Malerei eine Übersetzung der Stimmung der Schauplätze versucht. In der offenen, intuitiven und experimentellen Produktion entstehen spin-offs, deren Bedeutung zu einem späteren Zeitpunkt, aus der Distanz der Reflexion erkennbar werden. Es entsteht eine Familie von Werken, deren Mitglieder sich gegenseitig beeinflussen, sich gegenseitig ergänzen oder abstossen, sich gegenseitig beleben.


Pfeiler kriechen leise 2010
Pfeiler kriechen leise
2010

Lea Fröhlicher


Mentorinnen HKB:
Jaqueline Baum, Daniela Keiser
Mentorin IKG:
Anette Schaffer

Installation mit 5 Videoprojektionen in Folge, 5 Kanal Ton, diverse Gegenstände als Projektorenstützen | im Loop 11‘ 07“

Unort 2 | 10.06. – 26.06. 2010


Remarked 2010
Remarked
2010

Myriam Streiff

Mentor HKB:
Vincent Chablais
Mentorin IKG:
Wendy Shaw

Jemand wird auf einer Gruppenphotographie durch einen Kreis oder ein Kreuz markiert. Wie wirkt die Umsetzung dieser Photographien in die Malerei?
Durch die Markierung vermischt sich ein abstraktes Element mit einer figurativen Umsetzung, Fragen werden aufgeworfen, die Gewichtung im Bild verschiebt sich. Die Photographien erinnern an alte Zeiten, das eingreifende abstrakte Element spricht vom Hier und Jetzt.


Schweiz (landlocked) 2010
Schweiz (landlocked)
2010

Andrea Müller

Mentorat: Daniela Kaiser

Technische Angaben: Papierschnitt und Text, neun Einzelbilder A4 bis A3, Hellraumprojektor

Niger: 42 Asylgesuche in der Schweiz 2010, die Lebenserwartung liegt bei 45 Jahren, 90% der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft, 63% leben in Armut, die Analphabetenrate beträgt 71% (Zit. aus einer Textbox, die unter den Papierschnitt stehen)

Die Arbeit 'Schweiz (landlocked)' befasst sich mit den komplexen Zusammenhängen zwischen globalem Reichtum und Armut, mit dem Alltagsleben und den Auswirkungen auf die Schweiz. Statistiken, die harte Zahlen zu neun exemplarisch ausgewählten Binnenländern liefern, bilden einen scharfen Kontrast zu den fragilen Papierschnitten der Strassennetze dieser Nationen. Sie alle sind wenig geläufige Länder, denen man höchstens am Rande einer Zeitungsnotiz begegnet. Sie offenbaren unser Nicht- oder Halbwissen über grosse Teile der Welt. Das Werk veranlasst zum Vergleichen der Daten und Strassen zwischen den Ländern - und soll Fragen aufwerfen, denn es gibt keine Erklärungen und Antworten auf das Problem der Armut.


Selbststudium in der Malerei 2010
Selbststudium in der Malerei
2010

Tim Leu

Mentorin: Professorin Antje Majewski

Für den Major organisierte ich ein Gastsemester in Kunsthochschule Berlin-Weissensee. In dieser Zeit konnte ich mich gänzlich der Malerei widmen und ich befasste mich mit der Darstellung von Räumlichkeiten. Die entstandenen Bilder spielen mit der fliessenden Grenze zwischen dem Sein eines Pinselstriches und der Illusion eines Raumes.

Ich strebte eine intensive Produktion an, um die Spannbreite meines Schaffens zu erforschen. Wenige Male konnte ich die Ergebnisse mit den anwesenden Professoren Antje Majewski und Werner Liebmann besprechen. Auf die Heimreise nahm ich weniger neue Ziele für mein künstlerisches Schaffen mit, sondern mehr die persönliche Erfahrungen eines längeren Auslandaufenthaltes mit.


Tiefen ziehen 2010
Tiefen ziehen
2010

Anja Braun

Mentorin HKB:
Lisa Hoever

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Erdgeschoss, Werkstrasse

Light piece, 2010
Pigment und Fixativ auf vorgefundene Wand (Zementputz)
420 × 480 cm

Geräusch, 2010
Öl auf vorgefundene Wand (Gipsputz)
420 × 620 cm

Move into a state of flux, 2010
Druckausschusspapier, Klebeband
420 × 1580 cm

Obergeschoss, VKD-Atelier

Tiefen ziehen I, 2010
Öl auf vorgefundene Wand (Dispersionsfarbe auf Holz)
220 × 450 × 200 cm

Tiefen ziehen II, 2010
Papier
135 cm, Durchmesser: 14,5 cm

Sammlung I (August 2009 bis Januar 2010), 2010
Öl, Gouache und Aquarell auf Papier, gebunden
42,5 × 30 × 2 cm

Sammlung II (Februar bis Mai 2010), 2010
Öl, Gouache und Aquarell auf Papier, gebunden
42,5 × 30 × 2 cm


Translation of Aesthetic Relation(s) 2010
Translation of Aesthetic Relation(s)
2010

Chun Yan Zhang

Mentor: Jacqueline Baum and Urs Gehbauer
Mentor(Expert): Marcel Wyler, Beratungen

(1) First meet with Mr. Marco Zbinden (representative of HGC Commerciale), photographed by Alejandra Beyeler me (participant, student from HKB), 3rd February 2012, Vidmarhallen.
(2) Platform & Art Installation, photographed by Alejandra Beyeler, 3rd February 2012, Vidmarhallen.
(3) Before the stage... Conversation with Mr. Alec Von Graffenried, photo shooting: Alejandra Beyeler (participant, student from HKB), 3rd February, Vidmarhallen.
(4) Recording - Conversation with Mr. Alec von Graffenried, photographed by Ida Sons, 3rd February 2012, Vidmarhallen.

Aesthetic Relation(s) in this project, from my personal point of view includes two main aspects: The way to realize the project and what are the contents in the process. Both aspects include: Communication during exchange, relevance between domains, method and strategy, transformation of roles, interactivity between people, transaction interactivity, dialogues, images (documentation of the process), systems within society, bartering of goods and time, etc.
The photo album as a documentation of the process uses the method of visual interpretation to summarize mesh relations between different fields. It functions as the result of my research as well as the beginning of my further develop- ment, which will focus on searching for and experimenting with new instruments and tools for people who will be interested in innovative models.

The initial point of the project is to present and represent the intertwinded relations between four individual fields, that are strongely related: artists, art works, economy and politics through a visual and artistic platform. A platform as well as an art installation will invite its creator, the artist, economists and politicians to sit together and be photographed. This photographic stage which is as well an an art piece which consists out off three standing bathtubs with sitting. The presence of a divers public is crucial to the project and therefore, the process of photo shooting will be in an open public space where wide audience can participate.

Because artists are as well as mediators of art and culture, their mission and responsibility is multifaceted. The artist is one of the most essential medium that spreads art and culture to wide public. Recently due to the transformation of their roles and identities, the function of contemporary artists could be considered as hybrid. Because they regularly transform their roles from artists to project managers as well as mediators from traditional independent practices to varied public communication. They become the leaders and the co-leaders in many fields.

The general method or strategy for realizing a project relates to the requirement of a social system which includes politic and economy as two self-contained parts. Both essential ele- ments can not deal without political and economical forms. Due to this cirumstance, the subtle relationship(s) between the process of a project, politics and economy cause(s) people with political or/and economical background turn into indirect cooperative participants. Nevertheless these identities prdetermine that they are the 'unsung heroes'. People from different fields and practices can come together to build a special 'Family Relationship' through a project.

The process structures the aesthetic relation(s) of family members. In order for translating and interpreting it, the participation to do a of family portrait is absolutely necessary for all members. Due to the characteristic of this concept, the location was chosen in Vidmarhal- len, Bern. As a center for cultural, educational and economical activities, it directly involves people from varied backgrounds. It has a variety of enterprises and cultural workers. It is known as a platform for economy, art and culture with countless opportunities for diverse partnerships in a win-win situation.

A 'Family Photo Album' will be printed with all necessary indications of the process the correspondence and conceptual thoughts.


Transformation of roles through the participation of the project:

1. Art project - Interactive transformation between exclusive and inclusive.
2. Artist - Creator, mediator, communicator, manager, participant, witness.
3. Politicians - Collaborative participants, implementers, witness.
4. Economists Ð Cooperative participants to collaborative participants, implementers, witness.

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Untersichten 2010
Untersichten
2010

Gabriela Freiburghaus

Mentorin HKB:
Stephanie van Grondel

Vertraute Alltagsgegenstände zeigen sich aus einer ungewohnten Perspektive. Die Unterseite der Objekte rücken in den Fokus. Einmachgläser werden zu bunten Kreisen, ein Blumenstrauss zu einem mystisch anmutenden Gebilde. Der flüchtige Alltagsblick wird irritiert und aufgebrochen. Einfache Gegenstände aus unserer nächsten Umgebung erhalten neue Aufmerksamkeit.

Zur Umsetzung dieses Perspektivenwechsels wurde der Flachbettscanner eingesetzt. Ein Objekt, das direkt und plan auf der Glasplatte liegt wird gestochen scharf und mit enormem Detailreichtum aufgezeichnet. Alles, was nicht flach auf der Platte liegt, also dreidimensional in den Raum reicht, wird mit zunehmender Distanz unscharf und verliert sich im Dunkeln.

Die entstandenen Bilder werden in einer Anordnung von vier individuellen Tischen präsentiert. Die Tischplatten werden zum Bildträger. Sie eröffnen dem Betrachter eine Aufsicht auf die abgebildete Untersicht. Auch wenn die Arbeit grossflächig auftritt, verlangen das Detail und der ungewohnte Blickwinkel der Aufsicht viel Aufmerksamkeit und die Nähe des Betrachters.


Von Autobussen, Rempeleien und nicht angenähten Knöpfen 2010
Von Autobussen, Rempeleien und nicht angenähten Knöpfen
2010

Christoph Cramer

Studium Bildende Kunst
Diplom Künstler HGK 2004, Hochschule für Gestaltung + Kunst Luzern

Mentor: Hugo Ryser

Unter der Leitung des Komponisten Christoph Baumann haben sechs Studierende aus der Jazzabteilung, zwei Tänzerinnen der Theaterabteilung und ein Videokünstler aus dem Masterstudiengang Art Education das Zusammenwirken von Musik, Bild, Sprache und Tanz untersucht. Meine Rolle als Zulieferer von Visuals sah vor, dass ich Teil der Band werden sollte. Innerhalb des Ensembles stand die Idee, dass alle Komponenten sich gegenseitig stimulieren könnten. Es sollte eine Gleichwertigkeit von Bild, Ton und Bewegung entstehen. Für die Visuals habe ich mit der Software Visulator gearbeitet, eine Art Video-Softwaresampler. Bei der Gestaltung der einzelnen Videosequenzen hatte ich bis auf ganz wenige Vorgaben, z.B. das Vorkommen von Knöpfen, freie Hand. Die zurecht gelegten, vorbereiteten Bildsequenzen bildeten das Spektrum meines Instrumentes. Dabei gab es für mich, wie für alle anderen Bandmitglieder, Passagen mit Vorgaben und Momente, in denen ich dazu angehalten war, mit meinem Material, meinen Möglichkeiten zu experimentieren.


Wie im Western 2010
Wie im Western
2010

Paolo Riva
MentorInnen HKB:
Karoline Schreiber
Christoph Stähli

Mentorin IKG:
Eva Kernbauer

Der Fokus der Arbeit liegt auf den Illustrationen zum Text des Autors Vincenzo Todisco, die als Bleistiftzeichnungen ausgeführt wurden. Dabei wurde der Frage nachgegangen, wie sich die geheimnisvolle Stimmung des Buches visualisieren lässt und wie sich der Text in Wechselwirkung zu den Bildern verhält. Die Gliederung des Buches in 44 Kapitel wurde dabei übernommen: zu jedem Kapitel entstand eine Zeichnung.
Die Arbeit umfasst nicht nur die Illustrationen, sondern auch die ganze Buchgestaltung – nicht zuletzt deswegen, weil die Illustrationen nicht unabhängig vom Text sind. Es galt einen Layout-Entwurf zu machen, der sowohl den Text als auch die Bilder berücksichtigt, und insbesondere auch den Rhythmus von Text und Bild, das Wechselspiel der beiden Medien zum Ausdruck bringt.


Zeitfenster 2010
Zeitfenster
2010

Angela Melody Kummer

Mentorin HKB:
Karoline Schreiber
Mentorin IKG:
Eva Kernbauer

Der Animationsfilm Zeitfenster zeigt eine Auswahl an gezeichneten Menschen am Treffpunkt mit verschiedenen Gangarten, Geschwindigkeiten und Richtungen. Durch die Zu- und Abnahme der Menschen entsteht ein grosser Gegensatz zwischen Verdichtung und Leere. Ein Loop lässt die kapp 2 Minuten dauernde Sequenz unendlich wiederholen und der Tagesrhythmus am Treffpunkt wird erahnbar. Die Hauptthematik Zeit wird in formalen und inhaltlichen Aspekten behandelt. Einzelzeichnungen als Bildabfolge zeigen die Illusion von Bewegung und die Fortbewegung der Menschen an sich kann als Indikator für das Vergehen von Zeit betrachtet werden. Der Film wird installativ in einem Gang präsentiert, wo Menschen vorbeigehen. Der Betrachter ist gleichzeitig ein Passant, was an die Situation am Treffpunkt erinnert.


„...und man versteht gar nicht, warum man sich nicht versteht.“ 2010
„...und man versteht gar nicht, warum man sich nicht versteht.“
2010

Zoé Bobst und Jakob Kotzerke

Mentoren:
Mo Diener und Hermann Voesgen

„Die Rede ist vom deutschen Filz an den Universitäten, vom demütigenden Reflex, beim Spitalbesuch Hochdeutsch zu sprechen und von der deutschen Konkurrenz für Schweizer Männer bei der Brautschau.“ (Der Bund, 25.01.2010)

Durch die stetige Polemisierung der Tatsache, dass immer mehr Deutsche in der Schweiz leben und arbeiten, wuchs unser Interesse, diese Thematik näher zu beleuchten. In den letzten Jahren stieg der Bevölkerungsanteil der Deutschen in der Schweiz markant an, der öffentliche Diskurs darüber nimmt einen breiten Raum ein. Die Medien befassen sich mit der Einwanderung und der wachsenden Fremdenangst, die Tageszeitung BLICK etwa rief mit dem provokanten Titel „Wie viel Deutsche verträgt die Schweiz?“ zur Diskussion auf.
Wir haben uns gefragt, welche Erfahrungen die Betroffenen in ihrem Alltag selber machen. Wie begegnen sich Schweizer und Deutsche auf ganz persönlicher Ebene? Welche Situationen des Zusammenlebens sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben? Welche Konfrontationen erleben sie?

Wir entwickelten die Projektidee, an mehreren Abenden mit Schweizern und Deutschen, alle wohnhaft in der Deutschschweiz, über dieses Thema zu diskutieren. Dafür fragten wir Personen an, ob wir in ihren privaten Räumlichkeiten ein performatives Nachtessen veranstalten und weitere Gesprächsteilnehmer einladen dürfen. Es war uns wichtig, persönliche Begegnungen und Meinungen einzufangen und individuelle Geschichten zu diesem Thema zu sammeln. Die Politik und die mediale Polemik sollten nicht im Vordergrund stehen. Durch unser Setting und die von uns zubereiteten Speisen schufen wir die Basis für eine anregende Diskussion. Es wurden Vorurteile hinterfragt, persönliche Geschichten des Zusammenlebens erzählt, Begegnungen und Konfrontationen resümiert. In welche Richtung die Gespräche verliefen und welche Themen zur Sprache kamen wurde den Teilnehmenden weitgehend selbst überlassen.

Die geführten Gespräche wurden aufgenommen, dekonstruiert und einzelne Aussagen zu einem fiktiven Gespräch zusammengesetzt. Das von uns konstruierte Gespräch präsentiert sich auf fünf Monitoren, welche durch eine Platte miteinander verbunden sind. Das Gespräch ist als Text auf den Bildschirmen zu lesen. Dabei stellen die fünf Monitore fünf verschiedene Gesprächsteilnehmer dar, welche zusammen interagieren und so das rein typografisch umgesetzte Gespräch führen.

Kontakt Zoé Bobst: E-Mail Adresse


(zeichnungen) 2009
(zeichnungen)
2009

Selina Reber
Fineliner-Zeichnungen auf Papier (160g)
A3 (teilweise angeschnitten, Hoch-und Querformat)


49°20' S 69°12' O 2009
49°20' S 69°12' O
2009

Andrea Müller

800 cm x 210 cm
Tusche, Filzstift, Kugelschreiber, Bleistift
auf Seiden- und Transparenzpapier


Augenblick bleibt nur als Wort 2009
Augenblick bleibt nur als Wort
2009

Sarah Tenthorey


Bilder der Heimat... 2009
Bilder der Heimat...
2009

Fränzi Bieri


Chambre noire 2009
Chambre noire
2009

Helen Baumann
Pastell auf Papier, 70 x 100 cm, 5-teilig


Einige Porträts 2009
Einige Porträts
2009

Eva Rekade
Filzstift auf Karton, Tonspur auf zwei MP3 Players


ENTSCHEIDUNGS BAUSTELLE 2009
ENTSCHEIDUNGS BAUSTELLE
2009

Selina Lauener


grundlage 2009
grundlage
2009

Sarah Stocker

Werkangaben:

Ohne Titel (Loggia 1),
Inkjet auf Papier auf Forex,
ca. 210 x 165.5 x 27 cm

Ohne Titel (Loggia 2),
Stahl, Zweiteilig,
ca. 215 x 165 x 40 cm

Ohne Titel (A, tag) und Ohne Titel (A, nacht)
Digitale Farbfotografie,
23.84 x 17.88 cm


Landschaft als Möglichkeit 2009
Landschaft als Möglichkeit
2009

Oliver Frei
Öl auf Leinwand


Mapping Behaviour 2009
Mapping Behaviour
2009

Nina Trüssel
Filzstift auf 2 Papierrollen (80 x 210 cm)


Nehmen Sie den Lift 2009
Nehmen Sie den Lift
2009

Yvonne Morgenthaler
Klanginstallation


Spannungszustände 2009
Spannungszustände
2009

Astrid Vollenweider
Tief-, Präge-, Linoldruck und Textilfaden


Surfspaces 2009
Surfspaces
2009

Andrea Gfeller
Acryl auf Holz und Karton


"nachlassen" 2008
"nachlassen"
2008

Gabriela Gerber

Mentorin HKB:
Andrea Wolfensberger


44 von 117 2008
44 von 117
2008

Saba Brönnimann

Die verschiedenen Realitäten von virtuellem und realem Raum, sind für meine Bachelorarbeit wichtig. Auf Facebook kann man durch die Statusmeldung sehen, was ein Freund gerade macht und durch die zur Verfügung gestellten Fotos können seine momentane Lebenssituation und seine Aktivitäten verfolgt werden. So wird eine "Pseudo-Nähe" erzeugt, die nur virtuell erlebbar ist. In Wirklichkeit hat man diese Person möglicherweise noch nie gesehen. Facebookfreunde sind flüchtig. Vielleicht gibt es sie gar nicht.

Warum aber erschien mir ausgerechnet die Malerei als geeignetes Medium, um mich mit diesen Beobachtungen auseinanderzusetzen? John Berger sagt dazu: "Malen heisst hereinbringen – im doppelten Sinn: in den bewohnten Raum, der das Bild umgibt, und in den Rahmen des Bildes." Ich versuche also durch die Malerei etwas von der Flüchtigkeit der porträtierten Person aufzuheben. Ich muss mich über einen längeren Zeitraum mit der Person auseinandersetzen - es gibt kein Wegklicken. Wichtig für meine Arbeit sind auch die Beziehungen der einzelnen Bilder untereinander - Geschichten können gesponnen, Verbindungen und Beziehungen aufgedeckt oder erfunden werden. Schliesslich bleibt die Frage: Kennen sich eigentlich der bärtige Typ mit Sonnenbrille und die Frau am Meer?


Bildwirkung – Bildwirklichkeit 2008
Bildwirkung – Bildwirklichkeit
2008

Nadia Bader

Mentorin HKB:
Béatrice Gysin

Gouache, Acryl oder Tusche auf Papier
Verschiedene Formate (A6 bis A3), Wandinstallation 7m x 2m 

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: www.nadiabader.ch


different 2008
different
2008

Lea Krebs

Mentor HKB:
Franticek Klossner

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: www.leakrebs.ch


Ein gutes Modell 2008
Ein gutes Modell
2008

Marinka Limat

Mentor HKB:
Franticek Klossner

Im Rahmen der Bachelor Thesis Präsentation wollen das gute Modell und seine Malerin zum ersten Mal vor Publikum zeigen, wie vielfältig porträtieren sein kann. Das Medium der Performance erlaubt ihnen die simultane Aktion. Ihr Interesse besteht darin, zu recherchieren, wie man heute die traditionelle Form des Porträtierens thematisieren und umsetzen kann.

Modell: Philippe Wicht


Erzählraum 2008
Erzählraum
2008

Andrea Peter

Mentorin HKB:
Karoline Schreiber


Fenstersprung 2008
Fenstersprung
2008

Martin Waldmeier

Mentorin HKB:
Jacqueline Baum

Ein Ausstellungsprojekt mit Videokunst an der Schnittstelle zwischen Privatsphäre und öffentlichem Raum vom 8.5.2008 - 25.5.2008 im PROGR_Zentrum für Kulturproduktion, Bern.

"Während zwei Wochen bespielen Künstlerinnen und Künstler aus der Schweiz und dem Ausland die Fenster des PROGR. Im Rahmen einer sich verändernden Installation werden während zwei Wochen nach Einbruch der Dunkelheit Videokunst-Arbeiten von Innen auf die Fensterflächen projiziert. Von den beteiligten KünstlerInnen arbeiten viele an der Schnittstelle zwischen Videokunst und Performance. Sie verstehen das Fenster als Schnittstelle zwischen dem Privaten und dem Öffentlichen, als Bühne für intime Einblicke und als Projektionsfläche dessen, was sich dahinter verbirgt. Zahlreiche KünstlerInnen zeigen dabei Arbeiten, die eigens für diese Installation konzipiert und realisiert wurden, oder die im Rahmen dieses Projektes erstmals öffentlich gezeigt werden können. Das Projekt «Fenstersprung» bestimmt damit während 16 Tagen das nächtliche Gesicht des PROGR in seinem urbanen Umfeld, greift in gewohnte Wahrnehmungen des Berner Stadtbildes ein und ermöglicht auch eine unverhoffte Begegnung mit Videokunst im öffentlichen Raum."


Frau am Fenster 2008
Frau am Fenster
2008

Anja Göldi

Mentorin:
Birgit Krueger


Gesichter 2008
Gesichter
2008

Sarah Hostettler

Mentorin:
Cécile Hummel


Ich bin die Andere 2008
Ich bin die Andere
2008

Zoé Bobst

Mentorin HKB:
Jacqueline Baum


Malerei 2008
Malerei
2008

Tim Leu

Mentor HKB:
Vincent Chablais

"Malen heisst entwerfen. Es ist ein Suchen von Bildern oder ein Ausprobieren von Wegen dahin. Michael Biberstein (*1948) beschreibt die Malerei „als eine Landschaft der Möglichkeiten.“ Man ist neugierig und durchwandert sie. Manchmal bleibt man stehen, man probiert neues aus. Das Bild erzählt, wie der Prozess verlief." (Auszug aus der Dokumentation T.Leu, Seite 2) 


Nichtig ins Abseits gefallen 2008
Nichtig ins Abseits gefallen
2008

Irena Allemann

Mentorin HKB:
Béatrice Gysin


Potenzielle Bilder 2008
Potenzielle Bilder
2008

Simon Renfer

Mentor HKB:
Beat Frank


Zweierlei Wirklichkeit 2008
Zweierlei Wirklichkeit
2008

Flavia Keller

Mentorin HKB:
Béatrice Gysin

Zeichnen aus der Vorstellung und Zeichnen nach Anschauung sind unterschiedliche Haltungen. Ich gehe den Verschiedenheiten dieser zwei Ansätze nach und untersuche sie über die eigene zeichnerische Tätigkeit. Indem ich aus der Vorstellung und nach Anschauung zeichne, stelle ich Gesehenes und Erfundenes einander gegenüber. Innere und äussere Realitäten stehen dabei gleichwertig nebeneinander.