Der Schrebergarten

2011

Abstract

Stéphanie Winkler

Mentorat: Ursula Jakob und Andreas Gefe

Der Schrebergarten nur wenigen wirklich bekannt, befindet sich vornehmlich am Rande der Stadt, eingezwängt zwischen Hochhäusern oder Autobahnen. Kommt man an einem solchen vorbei, stechen einem meist als erstes die säuberlich gereihten Gartenhäuser zwischen denen die Landesflaggen verschiedenster Nationen wehen und die lieblich arrangierten Gartenzwerge ins Auge. Oft schenkt man dem Schrebergarten kaum Beachtung oder man schmunzelt über die Leute die ihr Gärtlein wie ein kleines Paradies hegen und pflegen.

Dieser Ort zwischen Ordnungssystem und paradiesischer Idylle bildete den Ausgangspunkt meiner zeichnerischen Arbeit. In meiner Arbeit versuchte ich die Viel- schichtigkeit der kleinen städtischen Paradiesgärten zu untersuchen und ihre verschiedenen Seiten in mehreren Bildern zu illustrieren. Die Illustrationen wurden auf Tiefdruckplatten gezeichnet und mit der Technik Aquatinta ausgearbeitet. Als Endprodukt entstand ein bewegliches Fries, das dem Betrachter eine offene Geschichte erzählt. Grundlage meiner Arbeit bildeten neben der eigenen Recherche (Ortserkundung, Skizzen, Gespräche), die Garten- und Bauordnung der Stadt Bern sowie das Gedicht von Ludwig Fulda aus dem Jahre 1889. Diese Gegenüberstellung soll das Gefühl zwischen Ordnungssystem und städtischer Idylle verdeutlichen.