Echo

2017

Abstract

Mara Schenk und Sofie Hänni
Kontakt Mara: mara.schenk@gmail.com 
Kontakt Sofie: 


Praxismentorierende: Rita de Nigris, Christoph Stähli Weisbrod, Ursula Jakob
Theoriementorin: Dr. des. Yvonne Schweizer

2.80 m x 1.40 m 50
Keramikteller Kobalt-Salzlösung auf Langenthaler-Rohlingen


Essen als repetitiver Moment in unserem Alltag steht neben der Nahrungsaufnahme in Zusammenhang mit weiteren wichtigen Bedürfnissen wie Dialog, sozialem Austausch, Kreativität und Erinnerung. Was bleibt übrig? Welches Bild würde dieser Akt zeichnen? Die Arbeit Echo basiert auf der Grundidee der Fixierung dieses flüchtigen, sich jeden Tag in Variationen wiederholenden Moments. Industriell gefertigte Langenthaler-Teller wurden im Rohzustand begessen. Der Essensakt setzte sich als Rest ab und bildete farbabweisende und farbsaugende Stellen, die durch eine Salzlösung in ein bildgebendes Verfahren umgewandelt wurden. Die Essensmomente zeichneten individuelle Spuren auf ihre genormten Träger. In der Transformation liegt die Ambivalenz, dass das eigentliche Material zerstört wurde und sich das Bild in der Leerstelle manifestiert. Es wird zum Zeugen sämtlicher vorhergehender Materialien, Prozesse und Momente. Sie haben sich in ihm abgelagert.