Gegensatzgrauzonen

2012

Abstract

Idee/Konzeption: Saba Bach (MA Art Education)

Durchführung: Minor Kulturvermittlung an der Hochschule der Künste Bern

Mentorat: Urs Rietmann und Martina Keller

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Ausschnitt aus der Dokumentation - Ausgangslage
Zu Beginn stand die Projektausschreibung des Zentrums Paul Klee in Bern: Im Rahmen des Minors Kulturvermittlung an der Hochschule der Künste Bern sollten StudentInnen Vor- und Nachbereitungsunterlagen für die Workshops im Kindermuseum Creaviva entwickeln.
Da ich zu Klees Werken eher ein gespaltenes Verhältnis habe, fand ich einen persönlichen Zugang zum Thema schliesslich in Klees Lehrtätigkeit. Als angehende Kunstvermittlerin interessiere ich mich dafür, wie der Künstler gestalterische Inhalte SchülerInnen näher- brachte. Die Auseinandersetzung mit Paul Klees Gestaltungslehre, die mit seiner Lehrtätikeit in enger Verbindung steht, wurde in diesem Zusammenhang unerlässlich.
Weil die Workshops am Creaviva stets ein anderes, auf die Besucher- gruppen angepasstes Thema behandeln, musste eine allgemeine Thematik als Ausgangslage gefunden werden. Klees Gestaltungslehre bot sich dafür geradezu an. Ich entschied mich ein darin enthaltenes Grundprinzip zu übernehmen und die einzelnen Unterrichts-Module zu unterschiedlichen Gegensatzpaaren zu entwickeln. Mir ist jedoch bewusst, dass Paul Klee mit diesem gestalterischen und philosophi- schen Prinzip der sich gegenüberstehenden Begriffe Unterschiede sehr stark betont. Vieles was zwischen den beiden Begriffen liegen würde, klammert er dabei aus. Dieses dualistische Denken ist meiner Ansicht nach nicht mehr zeitgemäss. Dass die Unterlagen trotzdem auf diesem Prinzip aufbauen, hat einen didaktischen Zweck: Wenn als Einstieg der Unterrichtseinheit eine Auseinandersetzung mit einem umstrittenen Thema steht, wird den Jugendlichen das Äussern einer eigenen Meinung ermöglicht und so ein lebensweltlicher Zugang zum Thema geschaffen.
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