GEMEINSAMER TRENNER

2016

Abstract

Annette Brand und Anna Jaun

Mentorin HKB: Romy Troxler
Mentorinnen im Museum: Alena Nawrotzki, Cynthia Gavranic
Material: Set à 12 Postkarten mit Bild und Textseite 
Durchführung: Während «20 An Exhibition in Three Acts» 15.10.2016–05.02.2017 und nach der Ausstellung

Es ist das dynamische Spannungsfeld zwischen Werk und BetrachterIn, das Zusammenspiel von Wort und Bild, das Annette Brand und Anna Jaun nutzen, um die Kunstwerke zu reflektieren. Ihren intuitiven Zugang legen sie als Kartensammlung offen. Fragen und Irritationen werden weder beantwortet noch aufgelöst, sondern als spannendes Moment weitergegeben. Die Karten laden dazu ein, ohne „richtig“ und „falsch“ über Kunst nachzudenken, Diskussionen zu eröffnen, Fragen zu stellen und Assoziationen zu teilen.

Projektbeschrieb und Vorgehen

Die Exponate sind sowohl gemeinsamer Ausgangspunkt wie auch gemeinsamer Trenner der beiden Künstlerinnen und Kunstvermittlerinnen Annette Brand und Anna Jaun. In Bild und Text nehmen sie Bezug auf die ausgestellten Arbeiten und vermitteln Kunst von Kunst aus. Zu Beginn der Ausstellung wurden erste Eindrücke als Skizzen und Textfragmente festgehalten. Um intuitiv und unvoreingenommen auf die Werke reagieren zu können wurde zunächst auf eine vertiefte Recherche verzichtet. 

In einer ersten Phase wurde unabhängig voneinander gearbeitet um die Reaktionen auf die Exponate in Malerei, resp. Text festzuhalten. Ausgehend von der eigenen künstlerischen Tätigkeit wurden Themen, Stimmungen, Formen, Farben usw. aufgenommen und in der jeweiligen Sprache neu umgesetzt. Da die ausgestellten Werke in ihrer Entstehungszeit und Technik sehr unterschiedlich sind, entstand eine Vielfalt an Malereien und Wortkombinationen. In einem spielerischen und lockeren Austausch wurde anschliessend Wort und Bild zusammengeführt. Die intuitiven Reflexionen führen in ihrer Kombination zu einem produktiven Dazwischen. Gerade in diesen sich neu öffnenden, irritierenden wie auch poetischen Zwischenräumen liegt der vermittlerische Wert des Projektes.

Die Umsetzung der Wort-Bild-Kombinationen als Postkartenset lässt die BesucherInnen an diesem intuitiven und spielerischen Zugang teilhaben. Einerseits wird der Aspekt des Sammelns aufgegriffen, andererseits können die Karten auch unabhängig voneinander genutzt werden. Die BesucherInnen entscheiden selbst, ob eine Karte so belassen oder ergänzt, aufbewahrt oder verschickt wird.

Karten- Set

Das Set beinhaltet zwölf A6 Karten und ist an der Rezeption des Migros Museums erhältlich. Die Platzierung an einem Durchgangsort ermöglicht es, die Besucher vor sowie auch nach dem Museumsbesuch auf die Karten aufmerksam zu machen. In der Ausstellung sind die Karten auf spielerische Weise als eine Art Ratespiel einsetzbar. Werden die Karten nach dem Museumsbesuch erworben, dienen sie als Erinnerungsstütze und dienen als Anregung, sich weiter mit den Werken auseinanderzusetzen. Die Gestaltung der Karten macht es möglich, sich eigenständig über die Werke zu informieren und einen erweiterten Einblick in die Sammlung des Migros Museums zu erhalten.

Kontakt: E-Mail