Kniffe wissen

2012

Abstract

Lea Fröhlicher

Mentorat: Daniela Keiser, Nora Landkammer

Ein Kniff ist ein spezifisches Wissen (Können), welches einem die Ausführung einer bestimmten Tätigkeit erleichtert.


Verborgenes Wissen
Im Projekt Kniffe wissen setzen sich unterschiedliche Gruppen mit der Thematik des Kniffs auseinander. Das Projekt reflektiert den Kniff als Form von inoffiziellem, verborgenem, Wissen, welches meistens von Person zu Person weitergegeben wird. Jede und jeder kennt Kniffe, wobei das Wissen um die Kniffe stets bei den Menschen selbst liegt, die sie anwenden – mal mehr, mal weniger bewusst. In dieses Projekt fliessen die Sichtweisen, Erfahrungen und das Wissen von Menschen unterschiedlichen Alters ein. Die Annäherung an das Wesen des Kniffes, die Frage nach Wissensformen und seiner Weitergabe spielen dabei eine wichtige Rolle.
Einen Kniff zu wissen – respektive einen neuen zu erlernen – bedeutet eine Bereicherung, denn er erleichtert einem oftmals das Ausführen einer Tätigkeit oder kann darüber hinaus gar bis anhin Unerreichbares ermöglichen.

Beteiligung
Kniffe wissen versteht sich als künstlerisches Vermittlungsprojekt unter Beteiligung von verschiedenen Gruppen. Dabei handelt es sich um eine Schulklasse, Gruppen von Seniorinnen/ Senioren (unter anderem der ‹Grauen Panther› Solothurn), eine Gruppe eines Jugendtreffpunkts und Bewohnerinnen von zwei Solothurner Altersheimen.
Vermittlungsprojekt, weil zu einer Auseinandersetzung mit der Thematik des Kniffs angeregt wird. Weil sich alle Beteiligten des Projektes gegenseitig Handlungsmöglichkeiten vermitteln und darüber hinaus die Kniffe der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zudem haben Kniffe stets auch mit Kunst zu tun, denn oftmals handelt es sich bei Kniffen um alternative, unkonventionelle Wege, eine Tätigkeit auszuführen. Im Vermittlungsprozess von Kniffe wissen geht es nicht in erster Linie darum, Wissen weiterzugeben, sondern dass das Wissen der Beteiligten zusammenkommt und neues entstehen kann.

Ausgestellt
Vom 26.–29. September 2012 wurde an der Dornacherstrasse 25 das während dem Projekt Kniffe wissen Erarbeitete der Öffentlichkeit gezeigt.
Die unterschiedlichen Kniffe der verschiedenen beteiligten Gruppen aus dem Raum Solothurn bestehen nun in Form von Videoaufnahmen und Texten. Neben den eigentlichen Kniffen wird auch die Ebene der Auseinandersetzung, die über das Zusammentragen von Kniffen in der Gruppe entsteht, sichtbar gemacht.

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