Lid-Schlag

2015

Abstract

Linda Costales

Mentorat: Jacqueline Baum
Technik: (4K) Video, Einkanalprojektion, 3min. 20sek. im Loop, ohne Ton

Die Art und Weise wie die Kamera unseren Blick führt, bestimmt nicht nur unsere Wahrnehmung, sondern trägt viel mehr zum Verständnis über den gezeigten Inhalt bei. Wir blicken auf das andere, und das andere blickt auf uns, dabei treten wir unmittelbar in einen Dialog. Egal in welchem Kontext diese Art des Dialoges stattfindet, eines ist dem Blick immer inhärent – der Affekt. In der Theoriearbeit wird versucht aufzuzeigen, wie durch das Phänomen des Blickes im Video- und Ausstellungsraum die Rezeption des/der Betrachters/in beeinflusst werden kann.


Die Videoarbeit «Lid-Schlag» thematisiert die visuelle und körperliche Wahrnehmung anhand des Blickes, den sich zwei Protagonistinnen gegenseitig zuwerfen. Obwohl sie sich anblicken sehen sie sich nicht – blind vor lauter Nähe. Bei jedem unwillkürlichen Schlag (Blinzeln) wird diese Intimität durch eine aggressive, gewaltsame Berührung des anderen Auges durchbrochen. Das Auge schützt sich einerseits selbst durch den Augenaufschlag und „verletzt“ zugleich das Gegenüberliegende. Es findet ein intimer und gewaltsamer Dialog statt, dessen sich keiner zu entziehen vermag. 

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