We, the Art Workers or: how to start a microrevolution? 6.—9. Juni 2017 2017
We, the Art Workers or: how to start a microrevolution? 6.—9. Juni 2017
2017



Konzept und Organisation: 
Gila Kolb, Carina Herring, Helena Schmidt


Vom 6. bis 9. Juni 2017 findet an der HKB Bern das Netzwerkmodul für Studierende der Masterstudiengänge Art Education statt. Intention der Veranstaltung ist es, sich hochschulübergreifend zu vernetzen und sich über aktuelle Fragen und Bedingungen der Kunstvermittlung auszutauschen. Dazu gehören Theorie und Praxis, Formate und Inhalte genauso wie aktuelle Arbeitsbedingungen von Kunstvermittler_innen. 2017 lautet das Thema der Netzwerkwoche: „We, the Art Workers or: how to start a microrevolution?”.

 

Der Titel ist gleichermaßen Frage und Statement: Inwieweit hat sich im Feld der Kunstvermittlung der von verschiedenen Stellen geforderte Paradigmenwechsel von der Reproduktion zur Produktion von Wissen niedergeschlagen? Ist Kunstvermittlung Arbeit? Wer sind „wir“, welche Strategien verfolgen „wir“, und wie können „wir“ uns organisieren? Was meint eigentlich: Kunstvermttlung? Welchen Bedingungen unterliegt sie? Wessen Kunstvermittlung ist es? Was wird wem vermittelt? Welche Ziele werden und wurden von VermittlerInnen und von Institutionen verfolgt und warum?

 

Vor diesem Hintergrund eröffnet die diesjährige Netzwerkwoche einen Dialog, um die Potenziale der Kunstvermittlung für die Unterrichtspraxis an Schule und Museum herauszuarbeiten. Unterschiedliche Formate, um diese Fragen multiperspektivisch zu bearbeiten, werden vorgeschlagen und erprobt: Am Dienstag beginnt das Netzwerkmodul mit vier Workshopgruppen (Helena Björk, Danja Erni & Jun.-Prof. Dr. Nanna Lüth, Dr. Annika Hossain, Konstanze Schütze). The Art Educator’s Talk LIVE am Dienstag Abend (eröffnet ein Forum, um grundlegende Fragestellungen der Kunstvermittlung miteinander zu diskutieren. Diese Diskussionen werden am Mittwochnachmittag beim Art Educator’s Tea fortgesetzt, der Raum für selbstorganisierten Austausch bietet. Am Mittwochabend vertieft der Vortrag des Forschungsmittwochs von Prof. Dr. María Acaso die Diskussion, unter anderem mit der Figur der „microrevolutions“, die KunstvermittlerInnen in ihrem täglichen Handeln produzieren können. Nach einem Workshoptag am Donnerstag führt der Freitag die unterschiedlichen Perspektiven in einer Manifesto Session zusammen.


Räume, Grenzen, Settings – der Stadtraum als Labor der Kunstvermittlung 2015
Räume, Grenzen, Settings – der Stadtraum als Labor der Kunstvermittlung
2015

Situationen der Kunstvermittlung sind stark von ihren Settings geprägt. Ob in der Schule oder im Museum, in der Galerie oder dem Off-Space, all diese Orte sind von sozialen und hierarchischen Strukturen bestimmt, die sich auf das Lehren wie Lernen auswirken und häufig als gesetzt gelten. Das Lernen mit und über Kunst kann also auch als situiertes Lernen verstanden werden, als Lernen, das in enger Beziehung zu den Orten steht, an denen es stattfindet. Um die klar definierten institutionellen Voraussetzungen in Schulen und Museen – die oft nur wenig mit dem eigentlichen Lebensraum von Kindern und Jugendlichen gemein haben – zu überwinden, begeben wir uns während der CH-Netzwerkwoche in den Stadtraum: die Stadt als sozialer Raum, an dem unterschiedliche Interessen konfliktreich aufeinandertreffen und verhandelt werden; die Stadt als Bildungsraum, der sich im Handeln seiner Subjekte konstituiert.