PixElysée

2016

Abstract

Ina Unger-Harsch
Mentorat: Ruth Kunz

Das Forschungsprojekt PixElysée ist Teil von zwei Forschungsarbeiten, die einen gemeinsamen Ausgangspunkt hatten: zwei Kunstvermittlungsprojekte, bei denen Jugendliche einer Schulklasse und eine Kunstinstitution kooperieren.
Folgende Frage stand im Zentrum: welche Faktoren sind bestimmend, um bei Jugendlichen das Interesse für Kunst und Kultur zu wecken?
 
PixElysée:
In einer Zeitspanne von vier Monaten erarbeitete das Fotografie Museum l’Elysée in Lausanne mit einer Schulklasse eine Augmented Reality Applikation.
Da die Jugendlichen den Inhalt selber herstellen konnten, erhofften sich die Initianten, das Interesse der Jugendlichen für die Ausstellung von Steeve Iuncker und ganz allgemein für das Musée de l’Elysée zu wecken. Aus dieser Zielsetzung heraus ergab sich eine Unterfrage für diese Forschungsarbeit: kann bei den Jugendlichen durch Einsatz der AR-Technologie die Motivation bzw. das Interesse für das Museum gesteigert werden?
 
Forschungsmethode:
Das Kunstvermittlungsprojekt wurde mit einem qualitativ orientierten Forschungsansatz untersucht und analysiert. Dabei wurden unterschiedliche Methoden angewendet und in ein Zusammenspiel gebracht.
Das Vermittlungsgeschehen wurde in Form Teilnehmender Beobachtung beschrieben: das heisst, es wurden Beobachtungsprotokolle zur Situation am jeweiligen Ort, Museum oder Schule, angefertigt und sowohl mit Tonaufnahmen von Diskussionen unter den Schülern/innen als auch Dialogen zwischen Jugendlichen, Lehrperson und Kunstvermittler während des Unterrichts ergänzt. Parallel dazu wurden Leitfaden-Interviews mit dem Kunstvermittler und den Lehrpersonen geführt und durch fokussierte Gruppen-Interviews mit den Jugendlichen ergänzt oder kontrastiert.
Die Interviews wurden in einem ersten Schritt inhaltsanalytisch ausgewertet und mit den Ergebnissen aus den zusätzlich erhobenen Daten trianguliert.
 
Ausstellung:
Im Ausstellungsraum werden Passagen aus den Interviews der Jugendlichen in auditiver Form präsentiert und mit an die Wand projizierten Text-fragmenten aus den Äusserungen der Hauptakteure (Kunstvermittler, Lehrpersonen) kontrastiert.
Diese künstlerische Form soll die Präsenz der Jugendlichen betonen. Die Vielstimmigkeit ist der Versuch, Einsicht in das Projekt mit seinen Widersprüchen, seiner Problematik und den daraus resultierenden Fragen aufzuzeigen.

Link zum Film
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