Späte Lichter, fern.

2016

Abstract

Anna Spirig
Technik: Text und Video
Texte gelesen von: Pauline Jacob

Bildlegende:
Bild 1: Buch "Späte Lichter fern", 2016, Elf Texte
Bild 2: Buchansicht, Titel, 2016
Bild 3: Buchansicht, Text "bergen", 2016
Bild 4: Karussell, 2016, Videostill, 8 Minuten, Schlieren
Bild 5: Wand, 2016, Videostill, 12 Minuten, Schlieren
Bild 6: Halle, 2016, Videostill, 19 Minuten, Schlieren


Theorie Tutorin: Theres Roth-Hunkeler
Praxis Mentorinnen: Theres Roth-Hunkeler, Jacqueline Baum

Ich erinnere mich an Stimmungen, konstruiere schreibend eine Jetzt-Vergangenheit. Es entstehen Textfragmente, die lose zusammenhängen. Zum einen sind es Bilder aus meiner Kindheit, die mich geprägt haben, zum anderen Sequenzen, Begegnungen und Wiederholungen, die kurze Zeit zurückliegen. Verbindend ist Luft, Licht, Duft, Wind. Das Geschriebene ist das Aufbewahrte. Meine Faszination für die Sprache liegt in ihrer klärenden Funktion und der Möglichkeit mit ihr Imaginationen sichtbar zu machen. Die Sprache grenzt ein, aber sie schärft in ihrer Genauigkeit auch ein verschwommenes Bild.

Die Bildaufnahmen, die parallel zu den Texten laufen, habe ich unabhängig entwickelt. Sie haben keine illustrierende Funktion, engen nicht ein und lösen dadurch Assoziationen aus. In einer vertrauten Umgebung gehe ich umher, finde unverhofft Schauplätze, die durch den Ausschnitt keinen Hinweis auf bestimmte Stellen geben. Es ermöglicht die Orte weiterzudenken.
Bezeichnend für die Langzeitbeobachtungen ist das beiläufige Entstehen und das Aufzeichnen einer realen Dauer. Die Auswahl ist eine Versuchsanordnung. Die Suche nach Orten - da, die Suche nach besonderen Lichtverhältnissen könnte weitergehen.

Links zu zwei Texten:
Herbstspiele, Text aus "Späte Lichter fern", 2016
Drüben, Text aus "Späte Lichter fern", 2016

Audio
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