Spielraum

2017

Abstract

Dominique Nadiya Liniger 

Praxismentorin: Karoline Schreiber
Theoriementorin: Patricia Schneider

Schwarze Tusche mit Pinsel auf Papier gezeichnet, 9 Bilder (70cm x 100cm)    

Das Zeichnen mit Tusche und Feder begleitet mich seit über einem Jahrzehnt. Es ist eine sehr persönliche Ausdrucksweise zwischen Verdichtung, Wiederholung und Ornament, welche sich in unzähligen Skizzenbücher wiederfindet. 
In einem Selbstversuch erkunde ich die idealen Bedingungen, unter welchen sich mein zeichnerisches Potential am besten entfaltet. Welchen Raum brauche ich, um zu zeichnen?
Es sollte ein geschützter Raum sein, in dem nicht geurteilt wird – einer, in dem ich suchen, scheitern, spielen und mäandrieren kann. 
Dort verlasse ich das Kleinteilige und Introvertierte meiner Buchzeichnungen und finde zu einer neuen Bildsprache. Die grosszügigen Pinsellinien fordern den ganzen Körper, mehr Platz, Geschwindigkeit und Kraft.
Diese Beobachtungen begleiten meine theoretische Auseinandersetzung, in welcher ich untersuche, warum wir den Gestaltungsunterricht nicht als Möglichkeit sehen, den Kindern und Jugendlichen Raum zu geben, ihnen mehr Platz zu lassen um eigene Ausdrucksform zu finden und eigenen Interessen nachzugehen. Hier verbirgt sich viel Potential, nicht nur auf der Gestaltungsebene, sondern auch im Hinblick auf die Entwicklung der Lernenden.

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