STUNK SKIOK

2013

Abstract

Idee/Konzept: Muriel Schwärzler

Mentor_Innen: Daniel Schöneck, Christina von Rothenhan, Catherina Ziessler

Abstract:
STUNK SKIOK ist eine offene Plattform für kunst- und kulturschaffende Frauen und bietet zwei Mal jährlich im Frauenraum der Reitschule Bern einen unkomplizierten Rahmen, um Kunst selbst auszu- stellen, mit anderen das eigene künstlerische Schaf- fen zu diskutieren, gemeinsame Prozesse zu erleben oder Projekte zu entwickeln.
 


STUNK SKIOK ist sowohl Offgruppe*, wie auch eigenständiges Kollektiv und Ausstellungsreihe im Frauenraum der Reitschule Bern. STUNK SKIOK steht für eine experimentelle Ausstellungsreihe, welche von einem kleinen, aber erweiterbaren Kollektiv aus Kunst- und Kulturschaffenden ins Leben gerufen wurde.

STUNK SKIOK ist eine offene und für alle Frauen** nutzbare Plattform, um eigene künstlerische Arbeiten auszustellen oder zu präsentieren, zu diskutieren oder gemeinsam kreativ zu werden. STUNK SKIOK stellt zwei Mal jährlich den Frauenraum der Reitschule für eine 6- stündige Ausstellung zur Verfügung.



Der Frauenraum der Reitschule Bern bietet seit 1987 Raum für unkommerzielle Anlässe. Die Veranstaltenden, welche hauptsächlich Frauen** sind, setzen sich zum Ziel, mit kulturellen und gesellschafts-politischen Veranstaltungen aktiv Frauenförderung zu betreiben und feministischen Diskussionen einen Raum zu geben. Vor diesem Hintergrund ist der Frauenraum Plattform und Begegnungsort für Menschen unabhängig insbesondere ihrer ethnischen und sozialen Herkunft, ihrer Sprache, ihres Alters, ihres sozialen Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihres Glaubens oder ihrer allfälligen Behinderung. Die meisten Anlässe sind offen für alle Geschlechter.

STUNK SKIOK ist in diesem Kontext als Ausstellungsformat entstanden und macht als ausschliessliche Plattform für Künstlerinnen darauf aufmerksam, wie wenige kunst- und kulturschaffende Frauen es verhältnismässig immer noch gibt und wie wichtig deren Förderung ist.



Im Mittelpunkt des Projekts steht die kreative Kollaboration unter Frauen: einerseits, indem Rahmenbedingungen mit der Ausstellung im Frauenraum geschaffen, gebrochen und hinterfragt werden, die es auch einem eher kunstfremden Publikum ermöglichen, ihre Kreativität zu zeigen und zu entdecken. Andererseits, indem STUNK SKIOK im Austausch und Dialog neue Projekte entwickelt oder zwischen Menschen und Projekten vermittelt. STUNK SKIOK setzt sich mit weitgreifenden Themen wie der abwesenden Kuration, der Nichtselektion, der Partizipation und mit Fragen eines offenen und bewegbaren Formats auseinander. STUNK SKIOK ist manchmal kontrovers, setzt aber durch diese Widersprüchlichkeit neue Gedanken und Ideen frei.

STUNK SKIOK hinterfragt die Rollenverteilung bei der Entstehung von Ausstellungen: es soll im Prozess der Entstehung der Ausstellung so wenig wie möglich interveniert und kontrolliert werden. STUNK SKIOK versteht sich mehr als gleichberechtigter Partner und Organisator als als Kurator; die Auswahl, was gezeigt wird und die Entscheidungen über die Art und Weise der Präsentationen sollen bei den jeweiligen Mitmachenden liegen. STUNK SKIOK lässt Spontanes zu und will dies fördern.



Konkret stellt STUNK SKIOK die Infrastruktur für die Ausstellungen nach Möglichkeit zur Verfügung und steht technisch beratend oder partizipativ zur Verfügung. Die vorhandene Infrastruktur des Frauenraumes wird so gut wie möglich genutzt. Kollektive Arbeiten aus und mit dem Raum sind erwünscht.



Das Zeigen oder Testen der Arbeiten ermöglicht deren Differenzierung, Einordnung, Weiterentwicklung. Anregungen können in die eigene künstlerische Arbeit integriert werden.

STUNK SKIOK ist eine nicht- kommerzielle Plattform. Durch die Möglichkeit, die eigenen Arbeiten in der Ausstellung auch zum Verkauf anzubieten, will STUNK SKIOK die Kunst- und Kulturproduktion ermöglichen. STUNK SKIOK ermöglicht den Austausch von Menschen, welche aus einer heterogenen Interessensgruppe oder einem unterschiedlichen sozialen, religiösen oder kulturellen Umfeld stammen. Es sollen weiterführende Projekte und Prozesse angeregt werden.



Der Anlass integriert Konsum und Nicht- Konsum.

Der Anlass integriert konfrontierende, provokative und ‚naive’ Kunst. Bei STUNK SKIOK kann alles nebeneinander gezeigt werden und soll nicht aufgrund subjektiver Wahrnehmung selektioniert werden. Es geht nicht um Kategorienbildung, sondern um eine Öffnung und einen neuen Umgang mit dem Kunstbegriff.

STUNK SKIOK fördert die Vernetzung von kunst- und kulturschaffenden Frauen innerhalb von Bern.



*Eine Offgruppe ist eine autonom organisierende Gruppe des Frauenraums der Reitschule Bern.

**Frauen oder Menschen, welche sich als Frauen identifizieren

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: www.stunkskiok.ch
Download: Poster