to picture something

2014

Abstract

Lucie Kunz

Theorie Tutor: Maren Polte
Praxis Mentorin: Daniela Keiser

to picture something: abbilden, darstellen, beschreiben, sich vorstellen, ausmalen

Die Arbeit to picture something untersucht Bilder, die gegen den alltäglichen Bilderstrom ankommen wollen. Entschleunigte Bilder, die den Betrachter in seinen Sehgewohnheiten stören, den Rhythmus seiner Wahrnehmung unterbrechen. Es sind schweigsame, entleerte Bilder, die weder informativ, noch wahrheitsgetreu sind und auch keine spannende Geschichte zu erzählen haben. Obwohl die abgebildeten Orte so vorgefunden wurden, ist ihre Referenz im Bild nicht mehr wichtig. Die Fotografien und das Video haben in keiner Art und Weise einen dokumentarischen Anspruch. Sie machen ihre Flachheit und ihr fehlendes ‚Dahinter’ zum Thema und legen ihre Bildhaftigkeit offen. Es sind Kompositionen von Strukturen, die Formen und Flächen bilden. Es stellt sich die Frage, was wir überhaupt von Bildern verlangen. 

Für die Installation werden die Fotografien auf einen Paravent rückprojiziert. Auf der lichtdurchlässigen Acrylglasscheibe überlagern sich die sich spiegelnde Umgebung, die Projektion und der Betrachter. Eine fast unsichtbare Transformation der Wahrnehmung findet statt.

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