ungefähr

2013

Abstract

Sibylle Schelling

Mentorat: Jacqueline Baum, Nicolas Vermot

Die Parkbank als Ort eines Unterbruchs, der Pause und des Nichtstuns rückte ins Zentrum einer Untersuchung. Ich verweilte regungslos für ungefähr fünf Minuten an verschiedenen Orten auf Parkbänken. Das Verweilen schwankte zwischen Anspannung und Entspannung; das Nichtstun musste ausgehalten werden. Die Regungslosigkeit schuf Präsenz für das, was mich umgab. Die Kamera zeichnete diesen scheinbaren Stillstand aus unbewegter Position auf. Das subjektive Zeiterlebnis vor der Kamera bestimmte die objektive Dauer der Filmaufnahme.

In der künstlerischen Arbeit unter dem Titel «ungefähr» wurden neun Videos gezeigt, welche meine subjektive Zeitwahrnehmung an unterschiedlichen Orten thematisieren. Die Videos bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Gehen und Bleiben, zwischen objektivem Zeitvergehen und subjektivem Zeitempfinden, zwischen Bewegung und Stillstand. Ein beiliegendes Heft zur Videoarbeit beinhaltete Fotografien und Texten, welche unterwegs entstanden. Sie protokollieren Eindrücke, Empfindungen und Gedanken über Zeiterlebnisse und Orte.

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