Urknall

2012

Abstract

Natalie Frei

Praxis Mentorin: Andrea Wolfensberger
Theorie Tutorin: Eva Ehninger

Die riesige Wandzeichnung mit Graphit ist eine Haltestelle meiner Suche, die sich mit den Eigenschaften und Möglichkeiten der Linie als Baustein einer Zeichnung auseinandergesetzt hat.

Im Prozess wird die Auseinandersetzung mit der Linie als ein eigenständiges ästhetisches Erlebnis innerhalb eines Abbildes ersichtlich. Die tanzende, impulsive Gestik des Strichs steht im Kontrast zu dem, was er formt. Die zeichnerischen Experimente wurden gemacht, um den Blick des Betrachters auf die einzelne Linie zu lenken.

Der thematische Schwerpunkt der Grössenverschiebung hat zum Entscheid geführt, die Linie in den Raum zu transferieren. Durch die Wahl dieses spezifischen Gangs nehme ich dem Betrachter gezielt die Möglichkeit, einen Überblick zu bekommen und die Zeichnung als ein Ganzes zu erfassen. Die Idee, ein Bild müsse als Fenster funktionieren, das einen dreidimensionalen Raum mithilfe der illusorischen Möglichkeiten der Malerei und der Zeichnung öffnet, wird untergraben. Die Linie kann sich nicht mehr innerhalb der Zeichnung auflösen, sie ist immer als eigenständiges Element präsent, ihre Bewegung und Dynamik widerspiegelt sich innerhalb der Wahrnehmung: eine statische Sichtweise ist nicht möglich.

Kontakt: E-Mail Adresse