2018

Annähern - ein Gesprächsbuch 2018
Annähern - ein Gesprächsbuch
2018
Bachelor 2018

Salima Hänni
Kontakt:


Mentorat Praxis: Andrea Heller, Patricia Schneider
Mentorat Theorie: Priska Gisler
 
Technik: Siebdruck und Digitaldruck 
Format: 24 x 18 cm

Das Buch zeigt Auszüge aus Gesprächen mit meinen Freunden Hamed, Hussain und Shahi. 
Ursprünglich aus Afghanistan, sind sie vor zwei bis drei Jahren in die Schweiz gekommen, um hier Asyl zu beantragen. Wir haben uns vor zwei Jahren an wöchentlich durchgeführten Spielnachmittagen kennengelernt. Mein Wunsch, mehr über meine Freunde zu erfahren und dadurch deren Situationen und Sichtweisen besser zu verstehen, gab den Anstoss zu dieser Arbeit. 
Von mir erstellte Fragekärtchen bildeten den Ausgangspunkt für die Gespräche und den intensiveren Austausch. Google Earth gab uns zudem einen vereinfachten Zugang, über Örtlichkeiten zu sprechen. Die Gesprächstexte im Buch werden ergänzt durch acht Kartenausschnitte. Diese zeigen die Herkunftsländer von uns vier Gesprächspartnern, Orte, an denen wir gewohnt haben und den Ort, wo wir uns trafen. Diee Auseinandersetzung zeigt mir, eine Annäherung ist trotz unterschiedlicher Sprachkenntnisse, Herkunft und Geschichten möglich.


AUSBREITEN 2018
AUSBREITEN
2018
Bachelor 2018

Elisa Schiltknecht und Barla Pelican

Kontakt: ,


Mentorat: Helena Schmidt, Virginie Halter, Gila Kolb

Format: 1 Raum, 5 Events


Ausbreiten ist ein partizipatives Kunstprojekt welches im Team durchgeführt wurde. Unsere Motivation für das Projekt Ausbreiten war es, eine experimentelle Annäherung an die Vermittlung im Kunstkontext zu schaffen und unsere dazugehörige Positionierung darin zu finden. Im Projekt war es uns wichtig, eine völlig freie Auseinandersetzung mit Raum und unterschiedlichen Materialien zu generieren. Die Zusammenarbeit mit anderen Menschen war dabei zentral. Wir versuchten ein Format zu schaffen, welches durch offene Aufgabestellungen die Besucher_innen zur Partizipation anregte. Grundidee war also, in einem leerstehenden Raum an fünf Daten innerhalb der Monate April/ Mai 2018, Besucher_innen anzuregen, sich unter bestimmten Rahmenbedingungen auszubreiten. Die Reflexionen des praktischen Projektes Ausbreiten wurden anschliessend in einer theoretischen Arbeit zusammengefasst und ausgewertet.


Betreff: Staubsaugerinhalt 2018
Betreff: Staubsaugerinhalt
2018
Bachelor 2018

Stefanie Janssen



Mentorat: Lea-Nina Fischer und Dr. Yvonne Schweizer

Technik: Installation - 41 432 g Einblick in die Geschehnisse in und um Bern (Juni 2018)
Format: 17 mal 70 x 103 cm


Das Material als Konzentrat für Ort, Zeit, Raum: Das Medium Staubsaugerinhalt als Abbild eines Ortes mit einer einmaligen Zusammensetzung während der Zeitspanne vom leeren zum vollen Staubsaugervolumen. Die Installation ist Zwischenstand einer Auseinandersetzung mit der Wertigkeit und Qualitäten von Materialien. Die im Saaltext gezeigte Herkunft des Materials (in Gramm) lässt den Betrachter über Ort und Geschehnisse spekulieren. Die Inhalte bleiben in ihrer Präsentation ephemer und vermischen sich mit den Spuren des Ortes der Präsentation. Zwischen Widerwillen und Neugierde schnüffelt der Betrachter in den Restmaterialien des Alltags der Andern.Öffentliche Institutionen, Halbprivate, sowie Privatpersonen wurden angefragt, ihren Staubsaugerinhalt zu spenden.Das Display von teilabstrakten Daten - Was findet sich in denselben Behälter unterschiedlicher Herkünfte? Wie vereint (oder distanziert) sich die meist auf den ersten Blick als «Abfall» eingestufte Materialität und mit der Präsentation ebendesselben? Was verraten die Spuren dem Betrachter?


composite concrete sculpture 2018
composite concrete sculpture
2018
Bachelor 2018

Lorenz Fischer
Kontakt:

Praxismentoren: Andrea Wolfensberger und Stefan Sulzer
Theoriementor: Stefan Sulzer

Material: Holz, Concrete Canvas, Mörtel, Eisen
Masse variabel

Implizite Kraft und suggerierte Schwere zeigen sich in der Skulptur. Die verräumlichten Flächen und linearen Konstruktionen tangieren sich und changieren in den Rollen des Trägers und des Getragenen. Die materialinhärenten Eigenschaften werden herausgearbeitet. Die Arbeit handelt von Schwere und Leichtigkeit, vom Formwillen des Materials – Flexion und Extension als konservierte Bewegung.


Die Sammlung von Karl Gustav von Wendelhäusen 2018
Die Sammlung von Karl Gustav von Wendelhäusen
2018
Bachelor 2018

Pascal Graf
Kontakt:


Mentorat: Andrea Wolfensberger, Samuel Herzog

Technik: Sammeln und erschaffen


Die Sammlung besteht aus diversen historisch anmutenden Objekten und setzt sich aus Fundstücken, Käufen und eigenhändig erstellten Objekten zusammen. Sie wird von einer Hintergrundgeschichte um den Schweizer Arzt, Entdecker und Sammler Karl Gustav von Wendelhäusen zusammengehalten. Mit dieser Sammlung wurde der Versuch unternommen eine fiktive Wunderkammer von Grund herauf zu erschaffen.


Esthesis _ Komposition «1» 2018
Esthesis _ Komposition «1»
2018
Bachelor 2018

Esther Tellenbach
e.tellenbach@gmx.ch

Mentorat Praxis:
Andrea Wolfensberger, Peter Scherer
Mentorat Theorie: Andi Schoon

Technik: 2 Aktivboxen, 1 Subwoofer, Audiodatei
Format: Klanginstallation
Dauer: ca. 10 Minuten


Esthesis _ Komposition «1»

Die Komposition «1» basiert auf gesammelten Klanggeräuschen aus dem öffentlichen Raum und elektronisch erzeugten Sinustönen. Die beiden Klangelemente vereinen sich zu einer Klangreise, die sich zwischen den Polen von angenehm umhüllend und störend weckend bewegt. 
Die Klänge schwingen und schweben im Zusammenspiel mit der Architektur des Raums. Als Klanginstallation bietet Esthesis ein akustisches und physisches Erlebnis. Sie lädt zum Innehalten ein und ermutigt zu einem bewussten Wahrnehmen von Klang und Raum. Als Vorbereitung auf das Klangerlebnis stehen dem Rezipierenden Decken und Kissen zur Verfügung. 


Garten Unkraut Matte 2018
Garten Unkraut Matte
2018
Bachelor 2018

Laura Schaffroth

Email:

Mentorat: Karoline Schreiber, Theres Roth-Hunkeler

Technik: Gouache auf Papier
Format: 200 cm x 148 cm

Der Haarwuchs ist naturgegebenes und vitales Merkmal unseres Körpers und oft Ausdruck individueller Bestrebungen. Für viele Menschen wird das Körperhaar zum Gegenstand eines subjektiven und formenden Eingriffs, welcher von einem persönlichen Schönheitsempfinden, gesellschaftlichen Normen, sowie dem damit verbundenen Schönheitsideal mitgeprägt wird. Gespräche mit drei Frauen bildeten einen Resonanzraum für die Auseinandersetzung mit dieser Subjekt-Objekt-Beziehung.


GIANNA 2018
GIANNA
2018
Bachelor 2018

Gianna Rovere

Email:


MentorIn: Regina Dürig und Michael Mischler

Technik: digitale Prints, Publikation

Format: variabel


«Gianna» ist eine Untersuchung von Bildmaterial, welches ich von verschiedenen Giannas im Kanton Bern mithilfe von Culture Probes erhalten habe. Ich interessiere mich für den schwer zu definierenden Begriff der Privatsphäre. Ziel meiner Untersuchung war zu sehen, welche Giannas mir wie viel von ihrer Wohnung, ihrem Leben und ihrem Körper zeigen. In einer Welt, in der Social-Media boomt und das präsentieren der eigenen Person und seines Umfelds angestachelt wird, kann das Bewusstsein über seine eigene Privatsphäre verloren gehen. Der Fokus meiner Untersuchung liegt zurzeit auf den Scans von Haut- und Textilfragmenten. Ihre Ambivalenz und gleichzeitige Schutzfunktion empfinde ich als eine Essenz der Privatheit. Hier sehe ich auch eine klare Abgrenzung von «privat» und «persönlich»; während die Haut inklusive ihrer DNA wohl das Privateste ist, was sichtbar wird, sagt unsere Kleidung meist mehr darüber aus, wer wir als Person sind. Die Textilien schützen unseren Körper vor äusseren Einflüssen und bedecken unsere Nacktheit. Dass sich in meinen Scans Haut und Textil nicht mehr klar abgrenzen lassen, ist eine Spiegelung dieses Phänomens der Zuordnung.Begleitend habe ich in der Publikation «Beobachtungen von Gianna» Texte zu privaten Szenerien geschrieben, die mi im öffentlichen und privaten Raum begegnet sind.


Hingespinnst 2018
Hingespinnst
2018
Bachelor 2018

Lisa De Nigris



Mentorat: Prof. Dr. Birgitt Borkopp-Restle Technik: Wolle und Textil gehäkelt, gestrickt, geknotetDie Arbeit "Hirngespinnst" ist ein Ausdruck meiner Gedanken, sie soll im übertragenen Sinne zeigen, wie es in meinem Kopf aussehen könnte. Den Besuchern wird hiermit die einmalige Chance zuteil, in meine Kopf einzudringen, sich meine Gedanken anzusehen und sich auch mit ihrer eigenen Gedankenwelt zu beschäftigen. 


Im Westen von Bern 2018
Im Westen von Bern
2018
Bachelor 2018

Maria Altwegg
Kontakt: 

Mentorat: Karoline Schreiber,
Theres Roth-Hunkeler

Technik: Bleistift auf Papier
Format: 15-teilige Serie, je 14,8cm x 21cm

Im Westen von Bern ist eine zeichnerische Auseinandersetzung mit dem Ort Bümpliz. Das Spazieren gehen dient dabei als Methode um bewusst wahr zu nehme und zu eigenen Bildern zu kommen. Wiederholte Spaziergänge durch den Ort lassen den Blick auf die Umwelt allmählich verändern. Es entsteht eine Fokussierung auf Aspekte und Merkmale der Betonarchitektur. Der gedankliche Bilderfundus welcher auf diesen Spaziergängen entsteht wird am Atelierplatz und ausschliesslich aus der Erinnerung zeichnerisch umgesetzt.


LISBOA 2018
LISBOA
2018
Bachelor 2018

Tim Rod

Kontakt:

Mentorat: Stefan Sulzer, Jan Steinbach, Peter Glassen

Technik: Fotografie

Format: 3x 27.0 cm x 18.5 cm x 0.4 cm



Die Fotografien entstanden im Zeitraum von September 2017 bis Januar 2018 in und um Lissabon. Sie sind das Ergebnis einer Auseinandersetzung mit einem fremden Ort. Die Kulissen des ungestellten Alltags und die mystisch anmutende Küstenregion waren Inspiration für die 3 thematisch gegliederten Broschüren. Sie geben unter den Titeln rua, costa und querida intime Einblicke in das Leben vor Ort sowie in die Streifzüge und Befindlichkeiten des Fotografen.


Mise en abyme - Die Positionierung der Beobachtungsrotation 2018
Mise en abyme - Die Positionierung der Beobachtungsrotation
2018
Bachelor 2018

Selina Hofer



Mentorat: Lea-Nina Fischer und Theres Roth-Hunkeler


Technik: Installation - Hochsitz, Sonnenschirm, Einführung in die Beobachtung, Systemzeichnung, Fernrohr, Munition, Schleuder, Weste, Sonnenhut, Rucksack, Dokumentationskarte
Format: 3.5 x 3 x 3m


Die Beziehung rotiert, die Beobachtung ruht
    

Die Jägerin beobachtet in ihrem Hochsitz das Reh. Ein Gewehr, Munition und eine Regenjacke liegen bereit. Indessen der Bademeister in seiner Badehose Schwimmende beim Tauchen beobachtet. Links fliesst die Wasserrutschbahn und über ihm erfüllt ein Sonnenschirm seine Funktion. Der Astrologe schaut durch sein Teleskop und beobachtet den Verkehr im Orbit, während die Ornithologin über die Beobachtung und Verortung des Gezwitschers eine Bestandesaufnahme der Vogelpopulation im Wald erstellt. Ein beobachtendes Subjekt und ein beobachtetes Objekt, ich beobachte meine Nachbarn und sie mich. Ich sitze im Tram und sehe, wie ein bärtiger Typ sich seine Fingernägel in einer routinierten Art und Weise schneidet, als gehöre dies zu seinen morgendlichen Präparierungs-Handlungen. Die Kunststudentin in der hinteren Reihe skizziert meinen irritierten Gesichtsausdruck bei meiner geglaubt unbeobachteten Beobachtung. Dokumentation einer Beobachtung. Randnotizen einer Wichtigkeit. Fragmente einer abhängigen Beziehung. Wie steht es um die korrelative Beziehung zwischen dem beobachtenden Subjekt zum beobachteten Objekt?


2017

Devotio 2017
Devotio
2017

Nora Bratschi
Kontakt: 

Praxismentoren: Cécile Hummel, Stefan Sulzer
Theoriementor: Andi Schoon


Religion ist der Umgang mit dem transzendenten Gott, der in einer übersinnlichen Wirklichkeit existiert und sich der sinnlichen Wahrnehmung entzieht. Das Überirdische vollzieht sich auf einer abstrakten und unfassbaren Ebene. Religion wird aber erst durch die sinnliche Darstellung erfahrbar. Die Manifestation des Übernatürlichen im Materiellen deckt die Sehnsucht sich dem Glauben auch materiell und visuell zu versichern. Sonst verliert sich das religiöse Gefühl in Unbestimmtheit. Wenn sich das Heilige in einem Gegenstand offenbart, bleibt dieser er selbst und wird gleichzeitig in eine andere Wahrnehmungsebene transferiert. Er wird das Unfassbare an sich. Ist diese heilige Aura nun eine Eigenschaft des Objektes oder wird sie im Auge des Betrachters gebildet? Der Wandel von Wahrnehmung findet nicht nur in der Religion, sondern auch im Kunstkontext statt. In beiden Fällen wird eine gewisse Ehrfurcht oder ein Andachtsmoment erzeugt. Die Kunst ist seit jeher Bestandteil des religiösen Kults und wird selbst Gegenstand religiöser Verehrung. Wie die Religion bietet auch die Kunst den Menschen mögliche Wahrheiten und Alternativen. Der Akt der Kunst gleicht einem religiösen Ritual. Beides sind Handlungen, die Körper und Geist vereinen und ein anderes Bewusstsein generieren.


Echo 2017
Echo
2017

Mara Schenk und Sofie Hänni
Kontakt Mara: mara.schenk@gmail.com 
Kontakt Sofie: 


Praxismentorierende: Rita de Nigris, Christoph Stähli Weisbrod, Ursula Jakob
Theoriementorin: Dr. des. Yvonne Schweizer

2.80 m x 1.40 m 50
Keramikteller Kobalt-Salzlösung auf Langenthaler-Rohlingen


Essen als repetitiver Moment in unserem Alltag steht neben der Nahrungsaufnahme in Zusammenhang mit weiteren wichtigen Bedürfnissen wie Dialog, sozialem Austausch, Kreativität und Erinnerung. Was bleibt übrig? Welches Bild würde dieser Akt zeichnen? Die Arbeit Echo basiert auf der Grundidee der Fixierung dieses flüchtigen, sich jeden Tag in Variationen wiederholenden Moments. Industriell gefertigte Langenthaler-Teller wurden im Rohzustand begessen. Der Essensakt setzte sich als Rest ab und bildete farbabweisende und farbsaugende Stellen, die durch eine Salzlösung in ein bildgebendes Verfahren umgewandelt wurden. Die Essensmomente zeichneten individuelle Spuren auf ihre genormten Träger. In der Transformation liegt die Ambivalenz, dass das eigentliche Material zerstört wurde und sich das Bild in der Leerstelle manifestiert. Es wird zum Zeugen sämtlicher vorhergehender Materialien, Prozesse und Momente. Sie haben sich in ihm abgelagert.


Ganz privat in aller Öffentlichkeit – Momente der Versunkenheit 2017
Ganz privat in aller Öffentlichkeit – Momente der Versunkenheit
2017

Nermina Serifovic
Kontakt: 

Praxismentorinnen: Esther van der Bie und Cécile Hummel
Theoriementorin: Maren Polte



Die Fotoserie repräsentiert die Bar im Allgemeinen, in ihrem gesamten Gefüge als Ort der Begegnung und der vordefinierten Entspannung, in der die Zeit keine bedeutende Rolle mehr spielt. 

Im Fokus der Aufnahmen steht der Mensch. Die Fotografien zeigen die Besucher der Bar in ihrem natürlichen Verhalten und in einem unbeobachteten Zustand der Versunkenheit, der das private Moment im öffentlichen Raum darstellt. Es entsteht eine intime Stimmung, die einen Gegensatz zum öffentlichen Raum bildet. Das komplexe Verhältnis zwischen dem Innen- und Aussengeschehen, zwischen privaten und öffentlichen sowie anonymen und intimen Augenblicken charakterisiert die Bar und begründet mein besonderes Interesse an der Bar.

 

Die Fotografien wurden mit einer digitalen Spiegelreflexkamera aufgenommen. Das Endprodukt besteht aus 11 Digitaldrucken von 42 x 62 cm Grösse, die auf weissen Leichtschaumstoffplatten aufgezogen wurden. Die Fotografien sind in einer freien Anordnung ausgestellt. Dies soll die Vernetzung im Barraum und die heterogene Verteilung der Menschen in der Bar widerspiegeln.


Im Wald 2017
Im Wald
2017

Luca Egger
Kontakt: 

Mentorat: Karoline Schreiber

Technik: Schwarzer Kugelschreiber auf Papier

Unentdeckte Orte stellen in der heutigen Zeit eher eine Seltenheit dar. Die Entdeckung eines solchen Ortes bildet die Grundlage für diese zeichnerische Arbeit, wobei die Erfahrung des Vor-Ort-Zeichnens zum Konzept gehört. Die Zeichnungen des alten Steinbruchs im Ostermundiger-Wald sollen die Stimmungen und Eindrücke des Erlebten darstellen und interpretieren. Durch den feinen Strich des Kugelschreibers entsteht eine organische Struktur, die teilweise aus der Imagination stammt und die Wirklichkeit erweitert. Gleichzeitig soll durch gezielt eingesetzten Leerraum Platz für die Vorstellung des Betrachters entstehen. Durch den vom Menschen bearbeiteten Stein und den natürlichen Pflanzenformen entsteht ein starker Kontrast, der durch die zeichnerische Textur jedoch zu verwischen scheint.


Inside Observer 2017
Inside Observer
2017

Philipp Studer
Kontakt: 

Praxismentorat: Anna-Lydia Florin und Stefan Sulzer

Theoriementorat: Dr. Florian Werner

Videoinstallation (2 Videos auf Stellwände projiziert)

Dauer: 8.57 Minuten und 8.36 Minuten

Die Beziehungen zwischen Mensch und Tier sind heute so vielfältig wie unterschiedlich. Wir errichten Zäune, um die Tiere vor unbedachten Handlungen von Menschen zu schützen oder auch, um unbedachte Menschen vor Tieren abzuschirmen. Im Zoo werden Zäune und Glasscheiben zu Leerräumen zwischen Mensch und Tier. Zu Zwischenräumen, die Distanz ermöglichen. Wir beobachten Zootiere. Und wenn sie für uns auch keinen weiteren Nutzen haben, so dienen sie doch der Unterhaltung, dem Spektakel. Drehen wir diese Perspektive aber einmal um. Beobachten wir die Beobachtenden. Was unterscheidet nun den Besuch eines Zoos vom Anschauen eines Dokumentarfilms über Tiere in der Serengeti? Wir betrachten die Tiere, erwarten uns aber eine gewisse Interaktion, dem Distanzhalter Gehege zum Trotz. Blicken die Tiere nicht zurück, versuchen wir oft die Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen. Werden wir dadurch aber vom unbeteiligten, passiven Betrachter zum aktiven Besucher? Quasi zu einem Gegenüber des Tieres?

Um die Beobachtungen zu machen, wurde die Filmkamera in den Zoos so positioniert, dass für die anderen Besucher nicht ersichtlich war, was oder wer  genau im Bild war. Es wurde nach Plätzen gesucht, an denen die Kamera vordergründig auf die im Gehege befindlichen Tiere gerichtet werden konnte, heimlich aber die Menschen auf der anderen Seite der Zäune oder Glasscheiben gefilmt wurden. Aus den Aufnahmen entstanden zwei Videos, die auf zwei Stellwände projiziert werden. Die Videos sollen sich ergänzen und das eine Bild auf das andere reagieren. Dadurch, dass beide Videos nicht gleich lange dauern und die Clips in Loops abgespielt werden, verschieben sich die anfangs  gesteuerten Bildkombinationen aleatorisch.


konstellation #5 Die Ordnung der Brote oder Was kann ich wissen? 2017
konstellation #5 Die Ordnung der Brote oder Was kann ich wissen?
2017

Maria Nur Beglerbegovic
Kontakt: 

Praxismentorin: Daniela Keiser, Tine Melzer
Theoriementorin: Maren Polte

„Die Brote in der Auslage sind paarweise angeordnet, die Hausbesitzer haben ihre Hecken in Apfel- und Birnenform geschnitten und einer Schaufensterpuppe ist die Perücke vom Kopf gefallen.

Sammeln ist eine Tätigkeit für Liebhaber und der Versuch, nichts zu verlieren. Meine Handyfotos halten Momente fest und bringen Ordnung in die Welt und in die Dinge, die mich umgeben. Sie sind Erinnerungen, Erscheinungen, wunderliche Begegnungen und kuriose Schätze. Was auf dem Bild ist, ist auch auf der Welt: nebenbei Gemachtes, eine schnelle Antwort oder eine sorgfältig durchdachte Anordnung. 

Nichts davon gehört mir, alles war schon da.“ 

Die praktische Bachelorarbeit konstellation #5 besteht aus zwei Teilen:

Zum einen aus einer Anordnung von sechs Fotografien aus meiner Handyfotosammlung, die auf MDF-Platten aufgezogen und so installiert wurden, dass sie meinen Standpunkt als Bild-Sammlerin und den Standpunkt des Betrachters vom Bild im Raum verbinden. 

Zum anderen liegen in der Vitrine vier Handyfotobücher, die als Notiz- und Tagebuch verstanden werden können. Obendrauf liegt „Die Ordnung der Brote“, ein Buch, welches für diese Präsentation zusammengestellt wurde und eine Auswahl aller bisherigen Bilder beinhaltet. 

Die einleitenden Worte des Buches sind hier zu Beginn wiedergegeben.


Nur weil ich schwarz bin 2017
Nur weil ich schwarz bin
2017

Thushany Iyampillai
Kontakt: 

Praxismentorin: Cécile Hummel
Theoriementorin: Priska Gisler

6:25, 6:44, Video Loops, zwei 32 Zoll Monitore sechs Publikationen, Bildersammlung, unterschiedliche Grössen  


Als meine Kollegin und ich im Bus eine Kleinigkeit assen, beschimpfte uns eine ältere Dame, dass solch respektloses Verhalten bei schwarzen Leuten normal sei. Mir war schon immer bewusst, dass Menschen Vorurteile gegenüber Dunkelhäutigen haben, aber bis zu diesem Zeitpunkt war ich noch nie direkt damit konfrontiert worden oder hatte die bisher an mich gerichteten Aussagen nie als Vorurteil wahrgenommen. Aber seit diesem Ereignis hatte ich plötzlich das Gefühl Wahnvorstellungen zu haben, jeder Blick, der mir zugeworfen wurde, schien damit zu tun zu haben, dass ich dunkelhäutig bin. Jedes Getuschel und Kichern um mich herum war, weil ich dunkelhäutig bin. In meiner Arbeit «Nur weil ich schwarz bin» werden die Vorurteile, mit denen sich dunkelhäutige Menschen täglich auseinandersetzen, thematisiert. Zwei Diashows mit gesammelten Bildern aus dem Alltag zeigen die Sichtweise des Vorurteilhabers. Im Zentrum der theoretischen Arbeit steht die Analyse der Fokusgruppengespräche, die ich mit sechs Jugendlichen aus Somalia, Eritrea und Äthiopien im Alter von 17 und 18 Jahren durchführte, um aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen zu erkunden, welche Vorurteile sie in ihrem Alltag erleben.


Strassenpoesie 2017
Strassenpoesie
2017

Elia Huber
Kontakt: elijah.hubba@gmail.com

Mentorat Praxis: Andrea Wolfensberger, Esther Maria Jungo Mentorat 
Theorie: Esther Maria Jungo


Technik: Video Installation, 3 Video Loops (Dauer: 10.09 min, 18.31 min, 14.17 min)


Strassenpoesie ist eine Installation, die sich mit dem Trieb des Unterwegsseins befasst. Als Ausgangspunk diente die Suche, nach der Essenz, dem Konzentrat meiner persönlichen Art, unterwegs zu sein. Dabei wurde die kollektive Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nicht miteinbezogen. Die Pfade, die Wege und die Strassen die wir heute gehen, wurden schon gegangen und werden noch weiterhin begangen. Selten passiert es, dass ein neuer Weg entsteht. Meist gelten Wege, für ein einzelnes Individuum als neu und unerkundet. Für die kollektive Erinnerung sind diese jedoch schon alt und bekannt. Jeder geht sein Weg, bestehend aus unendlichen Kombinationen, von erkundeten und etablierten Wegen. So wie sich die Videoloops immer zu Neuem kombinieren und überlagern.


2016

Briefmarken-Sammlung 2016
Briefmarken-Sammlung
2016

Rachel von Dach

Theorie Tutor: Andi Schoon
Praxis Mentorin: Tine Melzer

Technik: Collage, Cyanotypie

Kontakt: E-Mail

Verschickt werden in einer Mailart-Aktion Einsteckkarten mit zusammengestellten Briefmarken aus einer Kindheits- Sammlung. Deren Empfänger werden aufgefordert, eine von mehreren beigelegten Fragen in Briefmarkensprache zu beantworten. Der somit entstandene Satz wird als Antwort an den Absender zurückgeschickt und im 1/1 Format, im Rahmen einer Briefmarke, als Collage vereint. Jegliche Informationen zu ihren Herkunftsländern werden dabei verwischt und weggeschnitten. Neu aufgeladen tritt das Material unter einer gemeinsamen Identität auf, das Land Tandamien. Dieses Land, das keines ist, versucht sich durch Briefmarken, die keine mehr sind, zu legitimieren. 


dísplay, plót, páint, displáy 2016
dísplay, plót, páint, displáy
2016

Janick Sommer

Mentorat Theorie: Hans Rudolf Reust
Mentorat Praxis: Urs Aeschbach, Albrecht Schnider


Kontakt: E-Mail

Webseite


Die malerische Arbeit dísplay, plót,páint, displáy geht von Bildmitteilungen aus, welche dem Menschen im 21. Jahrhundert auf Smartphone zugesendet werden. Die so erhaltenen Bilder müssen als Interaktionspotential und nicht als Bild im kunsthistorischen Sinn gelesen werden. In der Malerei dieser Bildmitteilungen wird der Kontext weg von einem Geben/Erhalten von Bildmitteilungen zu einer Kontemplation des malerischen Potentials der Bilder verschoben.
Entstanden ist in der Malerei eine Reihe von Einzelbildern, welche in sich Bildhaftigkeit und Abstraktion verhandeln, wie auch den Anspruch stellen, eine malerische Erfindung zu sein. Das gemalte Bild unterscheidet sich in seiner Inhaltlichkeit grundsätzlich von einer Bildmitteilung. Jeglicher Kontext von Erklärung, unmittelbarer Lebenssituation und Betroffenheit wird aus dem Bild entfernt, sobald das Bild auf der Leinwand erscheint.

An der Wand hängen nun also keine Mitteilungen, sondern Bilder. Die Bearbeitung des Ursprungsmaterials ist so geschehen, dass das gemalte Bild ohne sein Ursprungsmaterial völlig kontextentleert als Malerei zu lesen ist. Diese Malerei hat die Aufgabe, die Frage nach dem Kontext auszulöschen und als Erfindung dazustehen.

Dokumentation / Theoriearbeit


Dorfstrasse 74 2016
Dorfstrasse 74
2016

Eva Allemann

Mentorat Praxis: Ursula Jakob, Michael Mischler
Mentorat Theorie: Theres Roth-Hunkeler
Technik: Installation, Künstlerbuch, 2-Kanal-Audioinstallation (Dauer: 25min 30sek, geloopt)

Am 17. Oktober 1992 fällt in Kleinlützel der erste Schnee. Und am 29. Januar 2004 ruft Moritz Allemann um 11:00 Uhr Grittli Schenk an. Noch am gleichen Tag schaltet er den zweiten Tank der Ölheizung ein und am nächsten Morgen bei -3 Grad füllt er Wasser nach.


Ausgangspunkt dieser Arbeit sind Postbüchlein, Ansichts- und Grusskarten, Quittungen, Notizzettel, Kalender, Schulbücher, Fotografien und Listen, die mein verstorbener Grossvater hinterlassen hat. Moritz Allemann lebte im selben Haus wie ich in einer eigenen Wohnung.


In einer ersten Aufarbeitung des vorgefundenen Materials ist ein Künstlerbuch entstanden, das seinem willkürlichen Ansammeln entgegenwirkt. Die Installation als weitere Auseinandersetzung beleuchtet einerseits das universelle Phänomen der subjektiven Projektionsfläche: Isoliert von ihrem Ursprungsort stossen die Alltagsobjekte Moritz Allemanns auch bei Menschen, die ihn gar nicht gekannt haben, individuelle Erinnerungsprozesse an. Andererseits drückt die Unmittelbarkeit der auditiven Ebene meine persönliche Faszination an der Sammlung aus. Ü̈ber die gesprochenen Listen rekonstruiere ich das Leben meines Grossvaters und imitiere die räumlichen Gegebenheiten, um den Besucher die Stimmung im Haus an der Dorfstrasse 74 spüren zu lassen.

Link zum Künstlerbuch

Link Audio
Theoriearbeit


I ate everything No. 2 2016
I ate everything No. 2
2016

Anna Jaun
Aquarellfarbe auf ungrundierter Baumwolle
10 Projizierte Portraits

Beamer
170 x 145 cm

Theorie Tutor: Francesco Micielli
Praxis Mentorin: Karoline Schreiber
Kontakt: E-Mail-Adresse

Bachelorarbeit im Studiengang Vermittlung in Kunst und Design

Ausgehend von einer malerischen Auseinandersetzung mit dem Gesicht, zeigt vorliegende Arbeit insgesamt 11 Porträts, wovon 10 in einem Loop auf eine einzige Original- Malerei projiziert werden und somit zu einem einzigen, sich ständig verändernden Porträt verschmelzen. Wie der Titel «I ate everything No. 2» andeutet, findet hier eine malerische Verdauung verschiedener malerischer Bildsprachen statt, wobei Deformierung und Aufösung des Gesichts meine malerischen Untersuchungen geprägt haben. Aquarellmalerei impliziert Irreversibilität und Transparenz– es besteht also keine zweite oder dritte Chance für ein Bild und jede Pinselbewegung bleibt sichtbar. 


Mikado 2016
Mikado
2016

Pamela Gardi
Oona Siegenthaler

Mentorat Praxis: Urs Gehbauer und Josef Loretan
Mentorat Theorie:

«Mikado» ist aus der theoretischen und praktischen Auseinandersetzung mit Kontrolle und Kontrollabgabe entstanden. Durch Zufall haben wir entdeckt, dass sich in Zuckerwasser getränktes Papier durch den Trocknungsprozess in eine stabile Form bringen last. Den Formungsprozess galt es zu kontrollieren. Entstanden sind neun raumhohe säulenartige Skulpturen.
 
Mit dem Beginn der Ausstellung wird die bislang ausgeübte Kontrolle abgegeben. Der Instalation wird Wasser zugefügt, welches die Stabilität der Zuckerpapierskulpturen angreift. Es wird ein sich jedweder Kontrolle entziehender Prozess in Gang gesetzt. Die nicht vorhersehbare Veränderung birgt ein Risiko.
 
Die Zerstörung und Erschaffung der Installation fallen in der Transformation zusammen.


Stehen stille Dinge oder schweben sie? 2016
Stehen stille Dinge oder schweben sie?
2016

Rebecca Noser


Mentorat Praxis: Daniela Keiser und Theres Roth-Hunkeler
Mentorat Theorie: Theres Roth-Hunkeler
Kontakt: E-Mail

Die Arbeit «Stehen stille Dinge oder schweben sie?» entstand aus einer prozessorientierten Versuchsreihe, die sich mit dem Rhein und seiner Schwebstoff-Fracht beschäftigt. Nahezu alle Versuche führte ich auf einer bestimmten Sandbank bei Vaduz durch. Mit diesem mir vertrauten Ort verbinde ich ein Gefühl von Ruhe, Innehalten und Stillstand. In meinen Versuchen habe ich nach den Schwebstoffen gesucht, die der Rhein transportiert, aber auch nach verborgenen Bildern, die im Betrachter, am Fluss stehend, auftauchen, während nichts zu passieren scheint. Die Schwebstoffe habe ich aus dem Fluss gefiltert und sie als Material für weitere Versuche verwendet.
Der Titel hat sich im Rahmen meiner Versuchsreihe ergeben. Er bezieht sich auf das Gefühl von Stillstand, das im Beobachter paradoxerweise durch das Fliessen des Wassers ausgelöst wird. Gleichzeitig offenbart der Titel, dass auch in dieser Ruhe nichts stehenbleibt, sondern vieles geschieht: Der Fluss fliesst stetig, wie die Zeit, transportiert Frachten und Schwemmmaterial. Materielle und immaterielle Schwebstoffe bewegen sich durch das Wasser und durch die Stille. Es liegt am Betrachter, sich diesen schwebenden Bildern hinzugeben und sie einzufangen. In meiner Arbeit experimentiere ich mit solchen Stoffen, zeige Materialien, Bilder und Sätze, wobei auch die Sätze ein Destillat aus Begriffen sind, vom Fluss angeschwemmt.


Textension 2016
Textension
2016

Annette Brand

Praxismentorin: Daniela Keiser
Theoriementorin: Theres Roth-Hunkeler
Installation: 72 Bücher, 20 Teppiche, 20 Sitzkissen
Internetseite

Textension ist eine zweiteilige Arbeit. Der Kern der ersten Phase bildete eine Reihe von Textexperimenten. Dabei ging es um den Versuch gemeinsam zu lesen und zu schreiben, um den Versuch, sich mit, zu und in Büchern auszutauschen. Zwanzig Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer setzten sich während mehreren Wochen mit verschiedensten Büchern und Texten auseinander. Dabei wurde gelesen, geschrieben und besprochen, aber auch gesammelt, gezeichnet und collagiert.
Als gemeinsame Grundlage und Inspirationsquelle diente die Textension-Bibliothek. Diese setzt sich aus Büchern zusammen, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern beigetragen und regelmässig ausgetauscht und weitergereicht wurden.
 
In der zweiten Phase waren die Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer nicht mehr aktiv beteiligt. Ausgehend von der Textension-Bibliothek und den entstandenen Texten wurde eine eigenständige künstlerische Arbeit entwickelt. Die Installation aus Büchern, Teppichen und Sitzkissen thematisiert die Nähe von Text und Textur. Sie ist begehbar und soll dazu einladen in den Büchern zu blättern, zu lesen und sich von der eigenen Neugier leiten zu lassen.


2015

AILES D’ALCYONE 2015
AILES D’ALCYONE
2015

Séquences d’une architecture imaginaire



Agathe Mauron

Praxis Mentorin: Andrea Wolfensberger
Theorie Mentor: Andi Schoon
  
Légendes: 

1. Filmexperiment I, Monumentalprojektion im Loop, 00:01:16

2. Ohne Titel, Digitalfotografie, Inkjet auf Photo-Papier, 118 x 78 cm

3. Ohne Titel, 2015, Acryl/ Pigmente auf Papier, 118 x 78 cm

Ailes d’Alcyone ist aus der Faszination für ein Gebäude entstanden, dessen Wahrnehmung sich unter wechselnden Lichtverhältnissen und verschiedenen Perspektiven in Licht und Schatten, Vergangenheit und Zukunft, Fiktion und Traum vewandelt hat. Die Architekturfotografie führte zu experimentellen Filmaufnahmen, der Filmprozess zu einer Reise durch Zeit und Raum. Dabei wurde erforscht, wie urbane Architektur sensoriell wahrgenommen wird und welche Assoziationen sie auszulösen vermag.

Kontakt: E-Mail


Die Geradenstücke 2015
Die Geradenstücke
2015

Aldir Polimeris

Praxis Mentorat: Michael Mischel, Theres Roth-Hunkeler
Theorie Mentorat: Theres Roth-Hunkeler

Videoinstallation 
Dauer: Variabel 
HD-Digital-Video 
2 x Stereo Audio 

und

«Abschluss/Texte» 
Heft, 56 Seiten, geheftet Digitaldruck, farbig 

«Wir alle wissen, Objektivität ist eine urreichbare Tugend. Aber warum haben wir die alte Gewohntheit beibehalten zwei, drei Schritte rückwärts zu gehen,
um uns, am Kinn kratzend, die Sache von Weitem Anzuschauen? Die Sache von Weitem ist nicht dieselbe wie jene von Nahem.» 
(Peinliche Rede in «Abschluss/Texte», S. 11- 12) 

Aldir Polymeris’ Abschlussarbeit ist mehrteilig. „Die Geradenstücke“ ist ein Videoinstallation. Auf einer weissen Wand in einem dunklen Raum werden Gebäude(-teile) projiziert. Diese wurden von einem vorbeifahrenden Auto aus gefilmt und später frame-by-frame maskiert und freigestellt. Die Fenster, Türen, Bäume und Hochhäuser fliegen durch die Leinwand, der maskierende Rahmen fliegt mit, aber zittert leicht. Ein Video dauert nur einige Sekunden. Mehrmals aneinandergereiht macht sich ein, dem Bild inhärenter Rhythmus bemerkbar. Polymeris beschliesst, diesen Rhythmus durch Schlagzeuggeräusche zu unterstreichen. Jedoch sind sowohl die Sicht auf die „dargestellte Sache“ wie auch der Ton durch die Distanz gestört. Bäume ziehen vor dem maskierten Hochhaus und stören die Sicht. Die Fenster reflektieren die Gebäude der gegenüberliegenden Strassenseite, der Ton schwindet, die Qualität wird mangelhaft.


Der andere Teil der Arbeit sind Texte in verschiedenen Formaten. Es gibt Texte, die über frühere Arbeiten sprechen. Es gibt Texte, die die Kunst beschimpfen, und solche, die das Geschumpfene revidieren. Illustriert und gelayoutet vom Autor selbst, stets zu Ihren Diensten. Auf 14 hochwertige glossy 115g/qm-leichte A3-Blätter gedruckt, zu einem 56-seitigen Heft gebunden, bzw. geheftet. Erstmals in einer Auflage von 21 erschienen. Zweite Auflage in Vorbereitung. Danke und liebe 

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Fleische 2015
Fleische
2015

Livia Künzi


Mentorat Praxis: Urs Aeschbach
Mentorat Theorie: Markus Stegmann

Malerei, Gouache auf Hartfaserplatten

Eine malerische Auseinandersetzung mit dem Material Fleisch ist Ausgangspunkt dieser Bachelorarbeit. Fleisch; als Nahrungsmittel und Konsumprodukt, sowie als Baustoff meines eigenen Körpers und aller Lebewesen.
Durch Besuche im Schlachthof, Metzgereien sowie einer Fleischverarbeitungsfabrik und die schlussendliche Umsetzung in die vier entstanden Bilder, entstand eine Auseinandersetzung mit der eigenen Positionierung und Betrachtung. Was ist Fleisch? Was ist das Abbild von Fleisch? Wo ist das Leben im Fleisch und wo liegt das Lebendige in der Malerei?

Die Theoriearbeit behandelt den unterschiedlichen Umgang mit Fleisch, anhand von zwei Gemälden von Lovis Corinth und Jenny Saville. Die eigene Untersuchung des «geistigen» in der Malerei ist Ausgangspunkt des Vergleiches.



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Fliessende Formen 2015
Fliessende Formen
2015


Nadja Künzli


Theorie Mentorin: Maren Polte
Praxis Mentorin: Andrea Wolfensberger

Material: Polyurethan, 190 cm x 190 cm x 146 cm.

Ausgehend vom Thema Wasser mit seinen vielen faszinierenden Facetten stand am Anfang der Arbeit eine Reihe von Experimenten mit verschiedenen, fliessenden und formgebenden Materialien. Dabei stellte sich Zinn als besonders inspirierender Werkstoff heraus.
Ein kleines, durch Giessen entstandenes Zinnobjekt sollte in eine andere Grösse transferiert werden. Beim Eruieren des geeigneten Materials sowie der Umsetzungsmöglichkeiten zeigten sich vielfältige, aber auch eingrenzende Aspekte mit Auswirkungen auf die Form und deren Wahrnehmung.

So wurde durch wochenlanges, manuelles Erarbeiten eine Skulptur geschaffen, die auf einer in Sekunden zufällig entstandenen Form basiert.

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Homogene Flächen 2015
Homogene Flächen
2015

Alexandra Uehlinger


Praxis Mentorin: Patricia Schneider
Theorie Mentorin: Maren Polte

Technik: Tiefdruck und Texte
Grösse: sieben Abzüge à 6.5 x 8.5cm

Als Ausgangslage meiner Arbeit diente der Fehler. In einer definierten Versuchsanordnung wurden technische Fehler bewusst provoziert und untersucht. Die unterschiedlichen Versuchsreihen wurden im Tiefdruck durchgeführt, da dieser eine kleine Fehlertoleranz hat. In einer dialogischen Ebene habe ich mich theoretisch mit dem Thema auseinandergesetzt. Dieser Dialog findet zwischen mir und dem Fehler statt.

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iLankai இலங்கை [Ilaṅgeii] 2015
iLankai இலங்கை [Ilaṅgeii]
2015

Mira Buck

Videoinstallation, 17min, geloopt

Mentorat Praxis: Marina Belobrovaja, Markus Fehlmann, Daniela Keiser

Mentorat Theorie: Andi Schoon

In meiner Bachelor-Thesis beschäftigte ich mich mit Sri Lanka und der Rezeption der dortigen aktuellen gesell­schaftspolitischen Ereignisse in den westlichen Medien. Dabei geht es mir um den stigmatisierenden westlichen Blick, der die vom Bürgerkrieg betroffene Bevölkerung zu Unmündigen erklärt.
Meine Videocollage enthält Video- und Tonaufnahmen, die ich in Chavakacheri/Sri Lanka gemacht habe, sowie Found-Footage-Bilder aus dem Nachrichtenarchiv des SRF und besteht aus drei Erzählebenen: Im Mittelpunkt der Videocollage stehen die Portraits. Dabei erzählen Kanaga, Sugarithiks, Lavan und Janini ihre Ge­schichten eines besonderen Ortes. Zu sehen sind einzig die Untertitel welche ihre Tamilischen Worte ins Deutsche übersetzen.
Die Aufnahmen des Hinterhofes, sind mit zwei Off-Stimmen unterlegt, die zwei unterschiedliche Perspektiven meiner Auseinandersetzung darstellen. Der erste, narrative Part wird von Elisabeth Caesar in Hochdeutsch und der zweite, lyrische von mir selbst in Berndeutsch gelesen.
Die von mir eingebauten Nachrichtenbilder zeigen Aus­schnitte die symbolisch für die westliche Berichterstattung steht.


Im Treppenhaus 2015
Im Treppenhaus
2015

Anicia Gerber

Praxis Mentorin: Karoline Schreiber
Theorie Mentorin: Anne Krauter


Technik: Ölkreide auf Aquarellpapier
Grösse: 50 cm x 65 cm

Ich zeichne Pflanzenarrangements, die ich in Treppenhäusern verschiedener Bieler Mehrfamilienhäusern vorgefunden habe. Einerseits interessieren mich Licht und Raum, andererseits spüre ich mit meinen Zeichnungen beiläufigen Stillleben im halböffentlichen Raum unserer Zeit nach.

Die theoretische Arbeit setzt sich mit dem spezifischen Raum dieser Pflanzen auseinander und beleuchtet den Designaspekt, welche diese Topfpflanzen mit sich bringen. 

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Kap 2015
Kap
2015

Laura Straub

Praxis Mentorat: Andrea Wolfensberger, Karin Lehmann
Theorie Mentorat: Maren Polte

Materialen:
Drei Skulpturen aus Stoff und PUR-Giessharz.
Eine Skulptur aus Styropor und Stoff.

Im Vordergrund der Fragestellung «in welchen Beziehungen der Mensch zum Raum steht und wie diese Verhältnisse sich durch ein Objekt im Raum verändern» entwickelt sich eine skulpturale Arbeit, welche sich während eines längeren Arbeitsprozesses in situ entwickelte.
«Kap» ist der Versuch einer rauminstallativen Anordnung von unterschiedlichen Objekten, welche den Besucher auf verschiedene Arten in seiner Raumwahrnehmung beeinflussen soll, indem er atmosphärisch umfangen, wie auch emotional und physisch involvieret wird.

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Oberland 2015
Oberland
2015

Karin Buser


Praxis Mentorat: Karoline Schreiber

Theorie Mentorat: Markus Stegmann
 
Serie à 4 Werke.
Acryl auf Leinwand, je 190cm x 160cm.

Ausgehend von Beobachtungen in der Region Gstaad, entwickelte sich die Arbeit Oberland. Zentrales Thema ist das Spannungsfeld zwischen der Berglandschaft, deren Bewirtschaftung und touristischen Nutzung.
 
Die Bergwelt und speziell das Abbild der Berge evoziert beim Betrachten innere Bilder, die emotional konnotiert sind. In die Berge wird die Sehnsucht nach Ursprünglichem, der unberührten Natur und gleichzeitig einer Distanz zum urbanen Alltag projiziert.
 
Oberland versucht durch die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen Bildern zu brechen. Es entstehen collageartige Malereien. Bilder der Webcams werden mit schwarzen grafischen Flächen kombiniert. Letztere beziehen sich auf Grundflächen von überbauten Parzellen im Dorf.

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Piazzetta 2015
Piazzetta
2015

Juliette Uzor

Praxis Mentorin: Daniela Keiser, Urs Gehbauer
Theorie Mentor: Hans Ruedi Reust

Technik: Polystyrol, Acrylfarbe 

In meiner Arbeit habe ich mich mit den Definitionen und Vorstellungen eines Platzes auseinandergesetzt. Ich fragte mich, was ein Platz genau ist, welche Funktion er heutzutage hat, inwiefern sich die Funktion oder der Ort des Platzes vielleicht verschoben hat, was die Bedingungen für einen Platz sind, was einen Platz ausmacht, welche Plätze es überhaupt gibt.

Auf einem Platz kann man sich treffen oder in Ruhe alleine sein, man kann verschiedene Richtungen und Wege einschlagen oder sich auf den Boden setzen und verweilen, ohne gegen ein Recht zu verstossen. Ich dachte mir: auf dem Platz äussert man sich als Teil einer Gesellschaft. Ein Platz hat mit Öffentlichkeit zu tun, er bietet eine „Plattform“ und ich verstehe ihn als eine Art Möglichkeit, als potentiellen Ausgangspunkt, vielleicht sogar als eine Aufforderung. Zum Beispiel, um etwas zu tun. Der Platz zeigt auch eine Struktur und Ordnung an, er dient der Orientierung. Von einem Platz aus kann man die sich verändernde Umgebung beobachten und gleichzeitig mitten drin sein. Für mich hatte ein öffentlicher Platz auch etwas Zeitloses. Der Platz bleibt zwar immer am selben Ort, doch durch die Veränderung der Umgebung verschiebt er sich ständig und nimmt wieder Neues auf.

Für meine Installation war es mir wichtig, den Platz weder durch ein Objekt noch durch eine Handlung „aufzuheben“, sondern ihn nur Platz sein zu lassen. Dem Wort „Platz“ haftet etwas sehr Privilegiertes an: Es hat keinen Platz mehr! - Wir haben zu wenig Platz! - Es braucht mehr Platz! Obwohl es davon überall sehr viel gibt.

Polystyrol wird hauptsächlich im Bau verwendet und garantiert eine sichere Isolation, sei es gegen Kälte oder auch gegen Schall. Dieser leblose Isolationsstoff ist ein künstliches Material. Der Materialtransfer bringt ein neuer wichtiger Aspekt mit, der Anblick des Platzes verwandelt sich in eine reine Projektionsfläche, ist eigentlich nur "Platzhalter". 

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Prozess und Passion 2015
Prozess und Passion
2015

Laura Berweger-Neininger

Mentorat Praxis: Urs Gehbauer

Mentorat Theorie: Theres Roth-Hunkeler 

Am Anfang meiner Arbeit standen Fundstücke verschiedener Materialien im Zentrum. Ein verrostetes Heizungsrohr aus dem Keller, eine haarige Fusselrolle oder eingetrockneter Lack waren Ausgangspunkt für Experimente. Mein Interesse lag darin, die Materialien kennenzulernen und herauszufinden, was man damit machen kann. Nach Wochen des Experimentierens, entschied ich mich dazu, mit dem Material Stahl weiterzuarbeiten.
In der Theoriearbeit reflektierte ich meine künstlerische Arbeit mit dem Fokus auf den Prozess. Während der kritischen Auseinandersetzung mit der gängigen Kunstbetrachtung fiel mir auf, dass der Schwerpunkt oft auf dem ausgestellten Endprodukt liegt. Ich begann mich vertieft mit den Begrifflichkeiten des Prozesses in der bildenden Kunst zu beschäftigen. Gleichzeitig versuchte ich meinen Prozess und die gefällten Entscheidungen während der Bachelorar- beit, bewusst wahrzunehmen und in Form von Text zu reflektieren.

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Sie schweigt, er lächelt, du drehst dich ab. 2015
Sie schweigt, er lächelt, du drehst dich ab.
2015

Anna-Lena Rusch und Lea Götschi

Mentorat: Daniela Keiser, Jacqueline Baum, Stefan Sulzer

Videoinstallation (32 Minuten), 8 Familien, 21 gesprochene Texte

Stimme: Malte Homfeldt

Die Arbeit «Sie schweigt, er lächelt, du drehst dich ab.» untersucht mit Bild und Ton die Inszenierung von Familien. Unser Interesse liegt auf der Inszenierung der Familie. Einerseits geht es uns um die Selbstdarstellung von Familien nach aussen und andererseits um die idealisierte Darstellung von Familien,wie sie zum Beispiel im Fernsehen vorkommt. Unsere Videoarbeit besteht aus Bild und Ton, die unabhängig voneinander generiert beziehungsweise gesammelt wurden. In der Bildebene zeigen wir Familien aus einer dokumentarischen Perspektive: Wir besuchten acht Familien in ihrem Zuhause, um Familienfotos zu machen. Während des Fotografierens hielten wir mit einer Videokamera die Szenerie fest. Diese Videoaufnahmen machen in unserer Bildebene die Selbstdarstellung der Familien sichtbar: Wie verhalten sich die Familienmitglieder während dem Fototermin? Wie inszenieren sie sich für die Fotografien? Für die Tonebene haben wir Alltagsszenen von Familien in zeitgenössischen Filmen und Serien gesucht und dazu Handlungsbeschriebe geschrieben: Wie bewegen sich die Familienmitglieder im Raum, wie verhalten sie sich untereinander? Somit soll die Frage in den Raum gestellt werden: Wie entsteht das Bild einer Familie? Die Verbindung und Überlagerung der Handlungsbeschriebe mit den entstandenen Aufnahmen soll ein irritierendes und entfremdendes Gefühl auslösen.

Link zum Video

Kontakt:
E-Mail Anna-Lena Rusch
E-Mail Lea Götschi


Unsere Pilze 2015
Unsere Pilze
2015

15 Texte über Pilze: Lesungen an verschiedenen, ausgewählten Orten in der Ausstellung

Kathrin Zurschmitten


Mentorat Praxis: Theres Roth-Hunkeler, Jacqueline Baum, Andrea Wolfensberger
Mentorat Theorie: Theres Roth-Hunkeler

Pilze werden von den Menschen seit jeher dargestellt und interpretiert. Sie werden in gutem oder schlechtem Licht gezeigt, werden als harmlose Waldbewohner, rettende Helden, als Alchemisten oder zerstörende Ungeheuer inszeniert. Viele Naturvölker verehren Pilze als etwas Heiliges. Auf barocken Stillleben tragen sie eine moralische Botschaft. In der heutigen Wissenschaft hingegen wird der Pilz als System, als intelligenter Organismus verstanden, von dem wir lernen können. Pilze sind weder Pflanzen noch Tiere. Sie bilden ein eigenes Universum. Durch ihr Aussehen, ihre zahlreichen Eigenschaften und Wirkungen regen Pilze die Fantasie an, inspirieren zu Vergleichen, Bildern und Geschichten. 

Die Arbeit « Unsere Pilze » besteht aus fünfzehn kurzen mündlich vorgetragenen Texten. Sie basieren auf einer im Laufe des Arbeitsprozesses angelegten Bildersammlung von Pilzen (Fotografien und Zeichnungen, Metaphern, Geschichten).
Die einzelnen Texte behandeln in poetischer Sprache unterschiedliche Facetten von Pilzen, diesen Erscheinungen der Natur. Anhand von Worten werden Bilder gezeichnet, Stimmungen heraufbeschworen. Eine Annäherung an die Beziehung zwischen Pilzen und Menschen, an das Wesen der Pilze. 

Dokumentation

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Was tun die Dinge, wenn niemand hinschaut? 2015
Was tun die Dinge, wenn niemand hinschaut?
2015

Mara Ryser

Mentorat Praxis: Jacqueline Baum, Daniela Keiser, Theres Roth-Hunkeler
Mentorat Theorie: Maren Polte

Technik: HD-Videoinstallation mit Ton
Dauer: 24 Stunden

Der Blick aus dem Fenster ist etwas alltägliches und banales. Doch wann hat man sich zum letzten Mal die Zeit genommen, aus dem Fenster zu schauen?

Die Videoinstallation Was tun die Dinge, wenn niemand hinschaut? zeigt einen Fensterausblick, der überall sein kann. Den Fensterausblick über einen ganzen Tag, zusammengesetzt aus jeweils einstündigen Aufnahmen von vierundzwanzig verschiedenen Tagen. 

Man ist eingeladen einen Blick aus dem Fenster zu werfen, genau hinzuschauen, zu verweilen, immer wieder Neues zu entdecken, abzuschweifen in einen „Zwischenraum“, der ereignislos scheint.

Eine Zeit von der nichts erzählt werden kann, soll sichtbar und erlebbar werden. Es ist eine Auseinandersetzung mit der langen Weile und der beiläufig vergehenden, ungenutzten Zeit. Eine Phase in der scheinbar nichts geschieht. Doch es geschieht eben nie nichts.

Kontakt: E-Mail

Dokumentation als PDF
Link Videoausschnitt


2014

Destination Schweiz 2014
Destination Schweiz
2014

Talitha Violetta Gloor


Theorie Tutor: Thomas Strässle
Praxis Mentor: Guy Jost

Fotografie, Timelapse

Das Matterhorn, der unterirdische See St. Léonard, die Maison Cailler, die Staumauer Grande Dixence und der Glacier Express: Sie alle gehören zu den beliebtesten Tourismusattraktionen der Schweiz. Doch kaum ein Schweizer, den ich kenne, hat all diese Orte besichtigt.

Entgegen dem bei uns verbreiteten Trend, weit abseits von touristischen Pfaden und künstlichen Klischees zu reisen, wagte ich es, mich auf exakt diese einzulassen.

Ich habe untersucht, was Touristen hier eigentlich machen, woher sie kommen, was (und von wem) für sie inszeniert wird und wie sich ihr Einfluss auf das Umfeld auswirkt.

Entstanden ist dabei, nebst den Dokumentarfotografien, ein Zeitrafferfilm, der einen mitnimmt auf die Reise zu bizarren Schauplätzen und unvergleichlichen Landschaften.

Link zum Film


Die Inszenierung des Statisten 2014
Die Inszenierung des Statisten
2014

Yasmin Mattich

Praxis Mentorin: Patricia Schneider

Theorie Mentor: Eva Ehninger

Die Suche nach dem «echten» Gesicht
Fotografien sind wie Bühnen. Sie bestehen aus Hauptdarstellern, Statisten, Requisiten und einer Kulisse, in der sich eine Szenerie abspielt.
Ausgehend von einer Sammlung einzelner Fotografien aus dem Familienalbum wird das Scheinwerferlicht nicht auf den Hauptakteur, sondern auf den Statisten im Hintergrund gelenkt.
Mittels der Technik des Siebdrucks wird das Bild dekonstruiert und neu inszeniert. Durch das Verändern des ursprünglichen Ausschnitts und der bewussten Komposition von Farbe und Fläche wird der Fokus verlagert und ein Wechsel der Rollen erfolgt: Der Hauptdarsteller wird zum Statist und der Statist zum Hauptdarsteller.

Serie à 4 Werke.
Siebdruck auf Papier

Bild 1 (Hochzeit): 75.3 x 45 cm
Bild 2 (Silvester):34.6 x 54.8 cm
Bild 3 (Geburtstag): 51 x 49.3 cm
Bild 4 (Schaukelpferd) 65.5 x 22.9 cm

Kommentar: Die Bilder haben in dem Sinn eigentlich keine Namen. Die Titel (Hochzeit, Silvester, etc.) dienen nur als Orientierung.

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Theoretischer Teil als PDF


Keeler (CA) 2014
Keeler (CA)
2014

Hannah Raschle

Theorie Tutorin: Maren Polte
Praxis Mentorin: Romy Rüegger

15', Performance

Keeler ist ein Ort in den USA. Es liegt am Ende des Death Valley, am Rande des trockengelegten Owens Lake. Im ausgehenden 19. Jahrhundert war Keeler ein beliebter Ort für Silbergräber. Eine kleine Eisenbahn führte in die Berge, hoch zu den Minen. 1920 wurde in der Ebene ein Aquädukt errichtet, um das Wasser des Sees nach Los Angeles abzupumpen. Es bildeten sich giftige Alkali-Staubstürme und die meisten Bewohner zogen fort.

Während eines Road Trips durch Kalifornien kam ich mit zwei Freunden in Keeler vorbei. Das Benzin war uns ausgegangen und so stoppten wir an einer alten Tankstelle, die nicht mehr in Betrieb schien. Ein Mann mit einem Cowboyhut winkte uns zu, bot uns Hilfe an und offerierte uns ein Bad in seinem Gartenpool. Nach einer Weile trat seine Schwiegermutter Susan aus dem Haus. Sie war in einen blauen Badeanzug gekleidet und hatte die Hände voller Bierdosen. Sie setzte sich zu uns ins Wasser und begann zu erzählen. Der Nachmittag nahm seinen Lauf und wir lernten immer neue Familienmitglieder kennen. Sie und ihre Umgebung begannen mehr und mehr inszeniert zu wirken. Als hätten hier ein paar Schauspieler bloss auf ihr Publikum gewartet.


Mit der Live-Aufführung dieser Nacherzählung werden Zusammenhänge zwischen Identität, Fakt und Fiktion untersucht. Die Dekonstruktion versucht gewisse Erwartungshaltungen offenzulegen, erwartet vom Publikum zugleich volle Aufmerksamkeit und befriedigt doch nicht dessen Bilderlust. 


Die multimediale Performance fand an zwei Tagen im Juli 2014 im Fotostudio an der Fellerstrasse 11 statt. 


Kodacolor Gold 200 2014
Kodacolor Gold 200
2014

Anna-Lena Schroers

Praxis Mentorat: Jacqueline Baum und Theres Roth-Hunkeler
Theorie Mentorat: Maren Polte

Als Ausgangslage für die Installation Kodacolor Gold 200 dienten zwanzig Fotoalben. Die gesammelten und sortierten Fotografien repräsentieren gutbehütete Kindheiten aus den 1990er Jahren. Sie zeigen eine bestimmte Gesellschaftsschicht, deren Wohlstand und deren technischen Standard. 

Ausgewählte Fotografien werden an eine Wand projiziert:  Kinder im Planschbecken, Kinder vor dem Weihnachtsbaum, Kinder auf dem Dreirad, Kinder auf Skis, Kinder beim Wandern – die Motive der Fotografien wiederholen sich, bloss die Protagonisten ändern. Parallel zu den projizierten Bildern sind über Kopfhörer Bildbeschreibungen zu hören. Die Texte sind nüchtern und kurz, sie scheinen das jeweils gezeigte Bild zu beschreiben. Während ähnliche Bilder nacheinander aufleuchten, wiederholen sich mit fast identischem Wortlaut die Sätze. Bei genauem und längerem Zuhören wird klar, dass Ton- und Bildebene nicht immer kongruent sind. Einzelne Bilder bleiben unkommentiert, bei anderen scheint die Beschreibung nicht ganz zu passen. Kleine, feine Unterschiede und Ungereimtheiten lassen die Frage nach der Austauschbarkeit und Individualität der projizierten Fotografien und somit auch der gezeigten Kindheiten aufkommen. 

Gesellschaftliche Strukturen und kollektive Vorstellungen von Kindheit werden in den Fotografien wahrnehmbar und durch die Texte hinterfragt. Kodacolor Gold 200 spielt zugleich mit den Erwartungshaltungen an das Medium Fotografie wie auch mit den Erwartungshaltungen einer bestimmten Gesellschaftsschicht an das familiäre Leben. 

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Lies mich 2014
Lies mich
2014

Lisa Christ

Theorie Mentorin: Eva Ehninger

Praxis Mentorin: Riikka Tauriainen

Bereits als Kind versuchte ich mir vorzustellen, wie es wäre, mit den Augen einer anderen Person auf die Welt, vor 
allem aber auf mich selbst zu sehen. Die Unvereinbarkeit des Fremdbildes mit dem eigenen sind zentraler Ausgangspunkt dieser Arbeit. 

Die durch Aufforderung entstandenen Personenbeschreibungen werden in einer Performance präsentiert. Durch die Stimmverfälschung und die Form der Texte wird eine künstliche Distanz zwischen der Rolle des Beobachters und jener der beschriebenen Person geschaffen, die sich hier vereinen. 

So wird die Selbstbeobachtung aufgebrochen und öffnet sich dem Publikum. 

Nebst der Performance, die auf Video zu sehen ist, liegen Postkarten auf, die verschiedene Fotografien mit Aussagen aus den Texten verbinden.

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MateOnPaper 2014
MateOnPaper
2014

Ursina Leutenegger

Eine Publikation auf Zeitungspapier, 43x56 cm


Mentorat: Anna Albisetti und Andi Schoon

Ich kreiere einen Ort, wo sich Netzwerke überschneiden können. MateOnPaper soll einen Einblick in die zeitgenössische Zeichnung geben und soll gleichzeitig die Möglichkeit zur Publikation für noch unbekannte KünstlerInnen schaffen. In der Zeitung lass ich Zeichnungen nebeneinander auftauchen, die sich sonst nie begegnen würden. Ich will einen Rahmen schaffen, wo geteilt wird, was sonst nur innerhalb des einen Hochschulkontexts gesehen wird und so einen Raum fürs Zusammenspiel öffnen. So entsteht eine Plattform, die ich pflegen und vergrössern will. Sie wird wachsen und sich verändern. Die Idee ist, für zukünftige Ausgaben weitere Akademien und Kunsthochschulen anzufragen und die Zeichnungen zusammen zu führen. Es wird eine internationale Vernetzung angestrebt. Es beginnt mit Bern und Wien, mit 14 Studienrenden.

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NIE STILLSTAND 2014
NIE STILLSTAND
2014

Flurina Affentranger

Praxis Mentorin: Ursula Jakob
Theorie Mentor: Andi Schoon

Gipsskulptur 
siebenteilig, je 25 x 25 x 25 cm

Aquatinta, überlagert auf Büttenpapier
siebenteilig, je 48 x 48 cm

«Ich folge dem Verlangen, einen Körper als definierten Raum wahrzunehmen. Form, die sich in Bewegung befindet und nie ganz zu fassen ist. Im Spannungsfeld zwischen Intuition und wachsender Systematik begebe ich mich in einen Prozess des Suchens nach dem nicht Festgesetzten.»

Die Gipskörper sind Möglichkeiten einer Form. Ausgehend von einem gemeinsamen geometrischen Grundkörper erschliesst sich der Weg zur Form im Machen. Dabei leiten Spannungsaufbau, ausbalancierte Relationen der einzelnen Bewegungen innerhalb der Form und die Wahrnehmung des Körpers als geschlossenes Ganzes die Formfindung.
Die druckgrafische Arbeit hält die Überlagerung von Schattenwürfen eines einzelnen, bewegten Gipskörpers fest.

Geleitet von Erkenntnisinteresse ist der Prozess Weg zu dieser Setzung und bedeutender Teil der Arbeit zugleich. Der Dokumentation und Reflexion dieses Prozesses liegt das Bedürfnis zugrunde, sich der eigenen Arbeitsweise bewusst zu werden - eine Annäherung im Wechselspiel zwischen Intellekt und sinnlicher Erfahrung.

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Phase 2 2014
Phase 2
2014

Lea-Nina Fischer

Praxis Mentor: Urs Gehbauer

Theorie Mentor: Andi Schoon

Mit 400 versetzbaren Objekten, welche auf dem Boden stehen, werden während einer Zeitspanne von 4 Wochen Anordnungen in der Werkstrasse an der Hochschule der Künste Bern inszeniert.

Was bedeutet eine Rhythmusverschiebung im Alltag?
Die Konfrontation mit 400 Objekten im Raum schafft eine neue, ungewohnte Situation. Das Wechselspiel von Aktion und Reaktion wird durch die Neuorganisation in der Werkstrasse provoziert.

Die damit erzielte Wirkung verändert die Orientierung am Ort, die Wahrnehmung der eigenen Zeit und Bewegung.
Erwartungen an den Raum werden hinterfragt und herausgefordert.

Phase 1

Phase 2

Standort

Ist das Kunst oder kann das hier weg?

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to picture something 2014
to picture something
2014

Lucie Kunz

Theorie Tutor: Maren Polte
Praxis Mentorin: Daniela Keiser

to picture something: abbilden, darstellen, beschreiben, sich vorstellen, ausmalen

Die Arbeit to picture something untersucht Bilder, die gegen den alltäglichen Bilderstrom ankommen wollen. Entschleunigte Bilder, die den Betrachter in seinen Sehgewohnheiten stören, den Rhythmus seiner Wahrnehmung unterbrechen. Es sind schweigsame, entleerte Bilder, die weder informativ, noch wahrheitsgetreu sind und auch keine spannende Geschichte zu erzählen haben. Obwohl die abgebildeten Orte so vorgefunden wurden, ist ihre Referenz im Bild nicht mehr wichtig. Die Fotografien und das Video haben in keiner Art und Weise einen dokumentarischen Anspruch. Sie machen ihre Flachheit und ihr fehlendes ‚Dahinter’ zum Thema und legen ihre Bildhaftigkeit offen. Es sind Kompositionen von Strukturen, die Formen und Flächen bilden. Es stellt sich die Frage, was wir überhaupt von Bildern verlangen. 

Für die Installation werden die Fotografien auf einen Paravent rückprojiziert. Auf der lichtdurchlässigen Acrylglasscheibe überlagern sich die sich spiegelnde Umgebung, die Projektion und der Betrachter. Eine fast unsichtbare Transformation der Wahrnehmung findet statt.

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unFASSBAR 2014
unFASSBAR
2014

Janine Strasser


Praxis Mentorin: Daniela Zimmermann 
Theorie Mentorin: Dr. Maren Polte

In der Arbeit «unFASSBAR» wurde Nylonfaden zu Nervenzellen und Nervenbahnen verstrickt und räumlich vernetzt. Wissenschaftliche Denkmodelle, von Forschern häufig zweidimensional dargestellt, werden aus der Abstraktion in die Konkretion transferiert und dadurch fassbar gemacht.

Die räumliche Auseinandersetzung ist aus der theoretisch-reflexiven Annäherung an wissenschaftliche Visualisierungen und früheren Arbeiten im Zusammenhang mit Körperphänomenen entstanden.

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Wollte dich strahlen sehen 2014
Wollte dich strahlen sehen
2014

Nicolas Wirth

Mentorat Praxis: Urs Aeschbach
Mentorat Theorie: Dr. Eva Ehninger

400 x 80 cm grosse flache Vitrine mit Strandgut 

100 x 140 cm grosser Plot mit gehängten Malereien

45 Sekunden dauernder Brief

Indem er «die Frau der Frauen mit der Insel der Inseln zusammenbringt», steigert der Regisseur Jean-Luc Godard 1963 das Interesse an der Tourismus-Metropole Capri ins schier Unermessliche. Mit Brigitte Bardot dreht er auf Capri den Film Le mépris. Fasziniert von den Filmbildern, reise ich 2014 in Gedanken in die rote Villa Malaparte, auf drei Seiten umgeben vom blauen Golf Neapels, zur gelbblonden Brigitte Bardot – die nie schöner war als in diesem Film.

Malereien und Zeichnungen bilden Ausschnitte des Gesehenen ab. Der Blick auf die BB von 1963 erfolgt mit den Augen aus dem Jahre 2014.
Der Person BB hinter dem perfekten Äusseren nahe zu kommen, fällt schwer. Zwischen uns bleibt Glas. Unter Glas sind Artefakte unserer Begegnung wie Strandgut arrangiert. Und hinter Glas zeige ich einen Brief, präsentiert wie der Trailer zum Film Le mépris.

Eine Antwort, warum das Glas zwischen uns bleibt, gibt die theoretische Arbeit «Weinen um die geraubte Illusion?», die sich mit der Frage nach der Identität in Godards Film auseinandersetzt.

Alle Malereien, digitalen Kompositionen (Strandgut), Filmstils sowie die Theoriearbeit finden sich in einem Dokument, das als PDF angefordert werden kann.

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2013

26 Liter 2013
26 Liter
2013

Petra Frey

Mentorat Praxis: Andrea Wolfensberger, Josef Loretan
Mentorat Theorie: Thomas Strässle

Der frisch gesammelte Kuhdung wurde auf einer Gipsplatte ausgestrichen, getrocknet und wieder abgelöst. Der Kuhdung stammt vom rätischen Grauvieh des biologischen Bauernhofs, Bindenhaus bei Köniz.

Eine schwebende horizontale Fläche im Raum, leicht gewellt, aufgehängt an mehreren Silkfäden. Die Fläche hängt diagonal etwas in der Ecke auf einer Höhe, die einen Blick auf die archaische Unterseite zulässt. Die Schwerelosigkeit gibt der ganzen Erscheinung etwas Magisches, eine fliegende Papierfläche, ein fliegender Teppich, eine entrückte Landschaft? Die Materialität erinnert an handgeschöpftes Papier. Die Farbigkeit erinnert an Erde, die Oberfläche, die helle Flecken aufweist, lässt Gipsspuren erkennen. Ein leichter Geruch geht von ihr aus, der an Stall erinnert, an getrocknetes Gras. 26 Liter ist eine Mengenangabe, eine Volumenangabe von flüssigem Material, ein Hohlmass. Diese dünne Fläche wurde wohl aus dieser Menge Kuhdung hergestellt. Und sie wurde eindeutig auf eine Gipsplatte gegossen, die die Oberfläche definiert. Und sie erzählt hier nicht von Fläche, sondern von Raum.

Dieses gewellte Blatt aus Kuhdung wird durch die Aufhängung zum Modell, zum Modell einer riesigen Landschaft, auf der die Schneeschmelze stattzufinden scheint.
Es riecht förmlich nach feuchter und kalter Erde, nach Weite, nach einer Hochebene in fernen Landen. Von unten dagegen sieht man Handspuren und die klar erkennbare Materialität von Mist. Die dunkle Farbe und der Geruch strahlen eine Atmosphäre von Wärme und Geborgenheit aus, von Stall oder von Zelt.
Da hat sich eine Welt zu einem Bild formiert, eine Welt der Hirten und der Nomaden. Der Kuhdung erzählt von Ausgesetztheit und Geborgenheit, von Gemeinschaft und Einsamkeit, von Weite und Enge. Doch nichts Pathetisches oder Sehnsuchtsvolles hängt dieser Installation an. Denn durch die klare Form des scharf geschnittenen Rechteckes könnte diese Fläche auch als Materialplatte durchgehen, als zukünftiger Bauwerkstoff von hoher Wertigkeit und Nachhaltigkeit für unsere moderne Bauweise, in der wir uns hier befinden.

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3x3x3 2013
3x3x3
2013

Melanie Hirt

Mentor IKG: Prof. Dr. Peter J. Schneemann 
Mentoren HKB: Andrea Wolfensberger, Hugo Ryser

Zwei Videoprojektionen bespielen zwei Transparentpapierflächen. Ein Spiegel erweitert den Raum. Alle Flächen weisen eine Grösse von 2x3 Meter auf. Projiziert werden geloopte Schwarz-Weiss-Filme ohne Ton. Sie bestehen aus analogen Zeichnungen, die durch Auftragen und Wegnehmen von Kohle entstanden sind.


Bricolage 2013
Bricolage
2013

Charlotte Coosemans 

Theorie Tutor: Andi Schoon
Praxis Mentorin: Daniela Keiser

Collagieren kann man mit Bildern, Material oder Gegenstän- den. Dingen, die einen umgeben, die gerade vorhanden sind. Collagieren kann man auch Begriffe. So entstehen neue Zusammenhänge.

Während des Arbeitsprozesses dieser Arbeit wurde ein Begriff untersucht: derjenige der Harmlosigkeit. Es wurde danach gesucht, den Begriff möglichst differenziert zu verbildlichen. Folgende Funde wurden dabei gemacht: Dass Harmlosigkeit erst im Kontrast zu etwas nicht-harmlosem deutlich wird, dass Harmlosigkeit aus zahlreichen Facetten besteht und dass etwas rein harmloses deswegen in der Realität nicht existieren kann. Aus diesem Grund wurde bewusst die Spannung zwischen harmlosem und nicht- harmlosem in die Arbeit integriert. 

Die Installation ist eine Collage verschiedener Facetten der Harmlosigkeit. Der Betrachterin, dem Betrachter sei frei, sie nach eigenem Ermessen zu interpretieren. Weitere Facetten sind in der Arbeitsdokumentation versammelt. Da die Installation Teil einer Ausstellung ist, darf die Harmlosigkeit auch im Kontext der bildenden Kunst gesehen werden.


Buchstäblich ins Blaue fahren 2013
Buchstäblich ins Blaue fahren
2013

Carol Quintana Montalvo-Baumgartner


Theorie Tutorin: Dr. Eva Ehninger
Praxis Mentorin: Theres Roth-Hunkeler

Inspiriert durch eine Reise entstanden auf experimentelle Weise kurze Texte. Sie erzählen Geschichten und erzeugen Stimmungen, die nicht mehr viel mit dem tatsächlich Erlebten zu tun haben. Die Buchstaben verselbstständigen sich und werden zum Material dieser Arbeit. Acht, vierzehn, zwanzig Buchstaben – Sie verschieben sich innerhalb der Zeilen zu poetischen, absurden und irritierenden Texten.

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Equilibrium 2013
Equilibrium
2013

Janine Iten

Praxis Mentor: Stefan Sulzer
Theorie Tutor: Andi Schoon

Ausgehend von einer äusserlichen Betrachtung des Körpers, entwickelte sich die Arbeit im Prozess hin zu einem inneren Körperbild.

Die zweiseitige Videoprojektion zeigt ein persönliches Ikonenbild, ein Wunschbild eines transzendenten, immerwährenden Körpers im Gleichgewicht. Der Ton schafft das Gegenstück zum Bild, ein Dialog zwischen zwei Polen.

Äquilibration ist die Aufhebung des inneren Spannungszustandes eines Organismus durch Anpassung an seine Umwelt.
Eine andere Möglichkeit mit der inneren Spannung umzugehen ist, die Fähigkeit der Akzeptanz dieser Kognitiven Dissonanz. Negative Capability bezeichnet die Fähigkeit, zu akzeptieren, dass nicht jeder komplexe Sachverhalt aufgeklärt werden kann.

Kontakt: E-Mail Adresse

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Ewige Pfütze 2013
Ewige Pfütze
2013

Jonas Probst

Theoriementorat: Andi Schoon

Praxismentorat: Daniela Keiser

Die Ewige Pfütze ist eine Maschine, die mittels Temperatur-, Feuchtigkeits- und Luftdrucksensor die Verdunstung einer Pfütze berechnet und diese mit Wasser aus einem Tank kompensiert. Dadurch bleibt die Pfütze auf unbestimmte Zeit bestehen.

Webseite: www.jonasprobst.com


Nur die Milch wird sauer 2013
Nur die Milch wird sauer
2013

Nina Hebting


Praxis Mentorinnen: Theres Roth-Hunkeler, Jacqueline Baum
Theorie Tutor: Peter Schneemann

Manche Tage gehen vorbei – und nichts geschieht. Unmerklich vergeht die Zeit, es wird Morgen, es wird Abend, es wird Nacht. Hier setzt die audiovisuelle Installation «Nur die Milch wird sauer» an. Sie macht eine ereignislose Zeitspanne zum Thema. Nichts Bemerkenswertes passiert, Gedanken drehen sich im Kreis, Staub lagert sich ab im Zimmer, der Lichteinfall ändert. Die lange Weile dehnt sich aus und das Beiläufige rückt ins Zentrum der Wahrnehmung.

Dauer: 8 min (Loop)

Kontakt: E-Mail Adresse


pretty chicken 2013
pretty chicken
2013

Christina Schmid

Theorie Tutor: Eva Ehninger
Praxis Mentoren: Cornelia Heusser, Hugo Ryser

Immer wieder habe ich Frauen kennengelernt, die als Ware gehandelt wurden und heute auf dem Strassenstrich stehen. Sie schienen mir wie identitätslose Objekte, mit denen man machen kann, was man will. Herausgerissen aus ihrem Umfeld und gefangen in einem Teufelskreis. Wie kann ein so mit Klischees behaftetes, mit Vorurteilen überladenes Thema anders als dokumentarisch, edukativ oder provozierend dargestellt werden?

Mit der klassischen Zeichentricktechnik, wobei ich Bild für Bild gezeichnet und dann selber mit Geräuschen hinterlegt habe, möchte ich eine Geschichte erzählen. Allerdings in verschlüsselter Form, um nicht plakativ und einseitig zu werden, sondern Interpretationsraum frei zu lassen, damit auch eigene Schlüsse gezogen werden können, die in andere Richtungen gehen, als die, die mir als Ausgangslage dient.

Kontakt: E-Mail Adresse


Stoff und Stoff 2013
Stoff und Stoff
2013

Lisa Kirschenbühler

Theorie Tutorin: Prof. Dr. Birgitt Borkopp-Restle
Praxis Mentorinnen: Theres Roth-Hunkeler, Ute Appel

„Stoff und Stoff – gewobener Dialog“ ist eine Arbeit über das Erzählen. Denn wer erzählt verbindet und verknüpft. Die Ausgangspunkte für diese Arbeit sind Stoffreste und Wörter. Diese Materialien treten in einen Dialog, inspirieren, beeinflussen, reiben, widersprechen und ergänzen sich. Was dabei entstehen kann, ist in Texten festgehalten, fünf davon wurden exemplarisch ausgestellt.

Die Installation aus Stoff und Stoff verleitet zum Tasten und Zugreifen, aber auch zum Lauschen und Betrachten, zum Greifen und Begreifen. Eigentlich eine Anstiftung!

Download Dokumentation als PDF
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Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: berlisa.wordpress.com


2012

AUFTISCHEN 2012
AUFTISCHEN
2012

Anna Zimmermann und Fabienne Schultheiss

Mentorat: Anna-Lydia Florin und Jacqueline Baum

ein Kurzspielfilm | 10 min 30, Format 16:9, Schweizerdeutsch

Vier Freunde treffen sich zum Nachtessen. Während der Gastgeber das Menü serviert, dreht sich das Gespräch der Anderen um ihre Freizeit. Der Tisch wird zur Bühne für die Selbstinszenierung der Anwesenden.

Kontakt: E-Mail Adressen von Anna Zimmermann und Fabienne Schultheiss


Break Point 2012
Break Point
2012

Gaël Sapin

Theorie Tutor: Prof. Dr. Peter J. Schneemann
Praxis Mentoren: Urs Aeschbach

o.T., 100 x 63, Öl auf Leinwand
palindrome, 115 x 150, Öl auf Leinwand
Trip to Nowhere, 70 x 110, Öl auf Leinwand
Head Head Head, 137 x 145, Öl auf Leinwand
Selbstportrait 4, 50 x 70,Öl auf Leinwand
Selbstportrait 5, 55 x 75, Öl auf Leinwand
Burn out, 115 x 150, Öl auf Leinwand
Post-it, 30 x 30, Öl auf Leinwand
Selbstportrait 3, 40 x 64 Acryl auf Leinwand,
o.T., 40 x 64, Acryl auf Leinwand


Das Büro 2012
Das Büro
2012

Virginie Halter

Mentorin HKB:
Jacqueline Baum
Mentor IKG:
Prof. Dr. Schneemann

Öffnungszeiten:
Mo, Mi, Fr jeweils von 8.30-12.00Uhr
Di, Do jeweils von 8.30-12.00Uhr und 13.30-16.00Uh

V. H. führt eine Art Arbeitsbuch, in welchem sie Gedanken zu Texten, Gesprächen und der Arbeit selbst festhält. Der Wunsch, dieses Buch als Grundlage für eine noch tiefere Reflexion zu nutzen, setzte das Thema der theoretischen BA-Thesis fest. Durch Recherche und viele Gespräche, Schreiben und Überlegungen wurde die Dokumentation und Reflexion der Arbeit immer wichtiger. In diesem Moment entstand eine Distanzierung zur praktischen Arbeit und ein Verlust derselben stellte sich ein. Deshalb beschloss sie, die Arbeit mit dem Hefeteig als Anfangspunkt und Zünder der eigentlichen Arbeit zu benennen und die Reflexionstätigkeit über das eigene Format der Reflexion noch weiterzutreiben und in eine Form zu bringen, in der sie gelesen werden konnte. Diese Form scheint im Moment eine Art Dauer-Performance zu werden, in welcher sie als Virginie Halter für die Dauer der Ausstellung ein Büro eröffnet, wo sie V. H.s Texte auf der Schreibmaschine ins Reine schreiben wird. Durch diese wortwörtliche physische Abarbeitung soll ein Sichtbarmachen des Prozesses und das Oszillieren zwischen den verschieden Rollen ermöglicht werden.


Fragenkabine 2012
Fragenkabine
2012

Déborah Demierre

Mentorin HKB:
Ursula Jakob
Mentorin IKG:
Anette Schaffer

Déborah Demierre

Mentorin HKB:
Ursula Jakob
Mentorin IKG:
Anette Schaffer

Die Fragenkabinen ermöglichen es, Fragen zu stellen, um einen neuen Blick auf ein Thema werfen zu können.
Sie inszenieren drei Fragen, die von Sprichwörtern inspiriert sind. Der Betrachter ist eingeladen, seine Antworten auf den Spiegel zu schreiben. Je mehr Besucher ihre Antwort geben, desto reicher wird das Werk.

Sprichwörter sind fixfertige Ausdrücke, aber wenn sie in einer interrogativen Form formuliert sind, erfahren sie eine interessante Umwandlung. Diese Umkehrung ist bildnerisch mit verfremdeten Kunstwerken und Ikonen aus der Presse dargestellt. Dank der Transparenz überlagern sich verschiedene Zeitepochen, welche ähnliche Themen erscheinen lassen.

Eine Fragenkabine befand sich in dem Kleidergeschäft, Le Falzar, in Romont. In der Ausstellung standen drei Fragenkabinen zur Verfügung.

Interroger pour permettre de regarder sous un angle nouveau un thème, c’est ce que proposent les cabines à questions.
Celles-ci mettent en scène trois questions inspirées de proverbes. Le « regardeur » est invité à inscrire sa propre réponse à la question sur le miroir. Ainsi, plus les visiteurs interragiront en donnant leurs réponses, plus l’oeuvre se construira et sera enrichie de multiples subjectivités.

Les proverbes sont des expressions prêtes à l’emploi, mais en les formulant de manière interrogative, ils se retrouvent bouleversés. Ce renversement est traduit en images par des détournements de chefs-d’oeuvre de l’histoire de l’art, mêlés à des icônes de l’actualité. Ainsi, par transparence les époques se superposent et laissent apparaître des thématiques semblables.

Une cabine à question se trouvait dans un magasin de vêtements, Le Falzar, à Romont. Dans l‘exposition, trois cabines étaient à disposition pour accueillir les réponses des visiteurs.


Glück mit amtlichem Ausweis 2012
Glück mit amtlichem Ausweis
2012

Barbara Born

Mentorin HKB:
Karoline Schreiber
Mentorin IKG:
Eva Ehninger

Tuschzeichnungen

Das Casino - ein Ort der Fröhlichkeit und des Glücks. Eine Stätte der Traurigkeit und des Unglücks. Die mehrheitlich aus der Erinnerung gezeichneten Bilder schildern Begebenheiten und Tatsachen rund um diesen Schauplatz, wo ich während eines Jahres als Receptionistin gearbeitet habe.

Download Comic als PDF

Kontakt: E-Mail Adresse


Ich setze über 2012
Ich setze über
2012

Ingvild Jervidalo

Theorie Tutor: Andi Schoon
Praxis Mentoren: Jacqueline Baum, Theres Roth-Hunkeler

Ich setze über

Ich erinnere mich an eine Landschaft
Weiss mit wenig Schwarz oder Schwarz mit viel Weiss

Ich erinnere mich kaum.

Kurzinformationen:
Sound Installation: Ingvild Jervidalo
Piano: Pio Schürman
Originallied: „jeg hater måker“ von Odd Børretzen und Lars Martin Myhre

Kurzbeschrieb:
Am Anfang dieser Arbeit stand ein Lied; es begann eine Reise zwischen zwei Sprachen.

Ich hasse Möwen – auf der Autobahn durch Deutschland und auf der Fähre wenn wir übersetzen nach Oslo. Dieses Lied wird bei mir an den Stellen im  Hintergrund eingeblendet, an welchen ich mich an die vielen Stunden dazwischen erinnere.

Im Laufe meines Arbeitsprozesses habe ich die Melodie als Stimmung in den Hintergrund gestellt, auch im Versuch, mir den Inhalt, die Textstruktur anzueignen. Wort für Wort übersetzte ich den Text, habe ihn entfärbt, um mich erneut auf eine Reise zu begeben, die Linien zwischen den Zeilen anders zu bespielen und ein neues Stimmungsbild zu schaffen.
Ich verhielt mich assoziativ, hob Zensuren hervor, wollte Dinge verschwinden lassen und versteckt halten, um neue Anhaltspunkte zu finden. Ich habe mich auf die Suche nach Referenzpunkten begeben und eine individuelle Recherche begonnen. Um dem Text eine neue und erweiterte Dimension zu geben durchforschte ich verschiedenste Bereiche der Literatur und des Theaters an der Schnittstelle zur Bildenden Kunst. Ich habe Bilder gesucht um Schreiben zu können und Texte geschrieben die von Bildern sprechen, immer mit dem Fokus auf das Dazwischen, auf das, was per se nicht zu erkennen ist und nicht wirklich erzählt wurde.
Ich möchte einen vagen Einblick hinter die Bühne des Geschehens geben, um den Rezipienten zu veranlassen, die Arbeit aktiv zu durchwandern, sich die Geschichte Schritt für Schritt aneignen zu können und sich dazwischen auch den eigenen Assoziationen hinzugeben.
Die Installation fungiert nicht als eine räumliche Zusammenfassung. In der reduzierten Raumsprache soll der Raum viel mehr als Ausschnitt oder als Stimmungsmoment wahrgenommen werden, in welchem sich Sprachrhythmen begegnen und Überlagerungen entstehen.

Kontaktinformation:
Ingvild Jervidalo
Stadtweg 26
4310 Rheinfelden
E-Mail Adresse

Tel.CH: +41(0)79 611 59 67
Tel.NO: +47 47 94 50 87


Material Raum Medium 2012
Material Raum Medium
2012

Natalie Reusser, Myriam Gallo

Praxis Mentor: Albrecht Schnider

Wand 1 / Plastik

Nicht nur das Auftragen der Farbe, sondern auch das Wegnehmen, ist ein Prinzip der Bildgeneration. Diese Arbeit ist ein unumkehrbarer Prozess. Wir versuchen zurück zum Anfang, zum Nullpunkt des Bildes zu gelangen. Durch die Aktion des Abwaschens entsteht auf der Plastikfolie das neue Bild. Wir haben dabei keinen Einfluss auf die Bildgestaltung.
Durch die Transparenz der Plastikfolie wird der Raum sichtbar. Der Faktor Zeit und Raum spielt bei diesem Standort eine bedeutende Rolle. Die Farbe fällt während einer bestimmten Zeit durch den Raum und die Tropfen werden in ihrem Fall angehalten.

Durch die Farbrückstände auf der Plastikfolie entsteht das Spiegelbild zur räumlichen Begebenheit. Es ist möglich, durch die Quantität der Rückstände auf die Wandform rückzuschliessen. Die Spuren sind dort am dichtesten, wo der Raum am höchsten ist. Die Arbeit auf der Plastikfolie ist eine Übersetzung, von dem, was man nicht mehr sieht.
Die Arbeit betont die Farbe als materielle Substanz.


Latex 1  / Latex auf Glasscheibe

Latex. Wir loten Materialeigenschaften wie Weichheit, Transparenz und Elastizität aus. Die Luft ist nicht fassbar, sie ist radikal. Es entsteht eine räumliche Arbeit aus einer zweidimensionalen Schicht. Es entsteht ein Raum im Raum, der mit Luft gefüllt ist und sich wieder entleert. Wachstum und Vergänglichkeit. Wie weit geht das Leben, bis es platzt? Die Fensterscheibe zwingt der natürlich, runden Form der Blase eine eckige Form auf.

Latex 2 / Latex auf Glasscheibe, Videoinstallation

Wir entdecken die Materialeigenschaften im Werkprozess und setzen sie bei der Konzeption und der Ausführung bewusst ein. Die Kurzlebigkeit und Flüchtigkeit des Materials und die Ortgebundenheit ist uns wichtig.

Das Flüssige des Latex erlaubt eine malerische Behandlung. Die Facettenbreite und die Vergänglichkeit des Materials zeigt sich in den verschiedenen haptischen und farblichen Phasen. In flüssigem Zustand ist das Material milchig weiss. Nach dem Auftragen wird es fest und für kurze Zeit durchsichtig. Anschliessend beginnt ein langsamer Trübungsprozess und das Latex läuft wieder milchig an.  
Die Form des Fensters als Rahmen und Bildschirm ist ausschlaggebend für die mediale Umsetzung der Arbeit. Der materialle Veränderungsprozess wird genutzt, um dem Material eine neue Funktion zu geben: die der Leinwand. Der Prozess wird direkt am Ort des Geschehens auf das Material projiziert.

ekz-Klebefolie F / Klebefolie, Videoinstallation

Am Anfang steht die Klebefolie als Material, welche wir nach ihren Eigenschaften und Grenzen befragen. Sie lässt Oberflächen glänzen und spiegelnd erscheinen. Die durchsichtige Klebefolie möchte sich im Grunde verstecken. Sie ist jedoch nicht unsichtbar, sondern betont die weisse Wand. Bei seitlicher Betrachtung, schimmert die Wand dunkler. Für diese Entdeckungen finden wir im langen Gang zur Blackbox den passenden, ortgebundenen Parameter. Die Länge des Gangs zwingt dem Betrachter die Schrägansicht auf.
Das Öffnen der Türe zur Blackbox erzeugt einen Ausschlag auf der Klebefolie. Dieser ähnelt einem Seismograph und hat filmische Qualitäten. Um darauf einzugehen und die Arbeit konsequent weiterzuentwickeln, integrieren wir das Medium Film.

Indem der Besucher die Arbeit in der Blackbox erwartet, läuft er durch den Gang, öffnet die Türe, und generiert dadurch selbst das Kunstwerk. Er wird in der Blackbox seinen eigens produzierten Ausschlag, in einer zeitlichen Verzögerung an die Wand projiziert sehen.

2x(60x80) / Leinwand, Schleifblatt

Wie viel Pulver entsteht, wenn man eine ganze Leinwand mit Keilrahmen und Verpackung an der Maschine verschleift?

Indem das Bild zerstört wird, generieren wir ein neues Material. Die verbrauchten Schleifblätter werden durch diese Aktion zu Zielscheiben. Es gibt eine Transformierung von der zerstörten Kunst, zu deren Nutzung als Freizeitbeschäftigung des Schiessens.
Für die Verwendung des Pulvers suchen wir einen neuen Parameter. Aus der Notwendigkeit heraus, Auffangplatten für die Geschosse hinter den Zielscheiben zu haben, pressen wir für jede Zielscheibe eine Platte aus dem Pulver.

Kontakt: E-Mail Adresse


Nature irriguée 2012
Nature irriguée
2012

Miriam Strauss

Mentorin HKB:
Daniela Keiser
Mentor IKG:
Thomas Schoenberger

Öl auf Leinwand. 2 Meter mal 2.4 Meter.

Während drei Wochen wählt eine Person einen Baum und klettert hinauf. Der daraus gewonnene, heterogene Fundus von Geschichten, zugeschickten Dateien und eigenen Fotografien wird malerisch eingekocht. Sich wiederholende Verhaltensmuster werden gesucht, umschrieben und interpretiert. Mit dem malerischen Prozess überspanne ich den Zeitbogen erneut und schaffe einen neuen. Die Schichtungen, das Durchscheinen des Vergangenen und die Verstückelung erzählen von einer Malerei, die Zeit als Material verwendet. Mut, Bewegung und meine körperlichen Grenzen fliessen in die öligen Töne ein. Neue Szenen entstehen, die einerseits eine Schärfung des Rohmaterials sind, andererseits Weiterentwicklung sein dürfen. Besonders interessiere ich mich für Impulse, Wachstum und Schwerkraft. Mittels der Malrichtung ging ich den Bewegungen nach.

Kontakt: E-Mail Adresse
Download: Theoriearbeit
Download: Dokumentation


Tr 30x6 2012
Tr 30x6
2012

Beat Bucherer

Theorie Tutorin: Minou Afzali Krauthammer
Praxis Mentor: Urs Gehbauer

Der Tisch wird formal bedingt durch das Wesentliche: Die stufenlose Höhenverstellbarkeit. Das Herzstück bilden die Gewindestangen, welche durch einen manuell bewegten Zahnriemen in ihrer Drehung synchronisiert werden. Tischplatte und Unterbau sind funktional und in reduzierter Formsprache gehalten.
Die Nachvollzieh- und Erfahrbarkeit der Mechanik verleiht dem Möbel die Anmutung einer Maschine, welche als ergodynamischer Arbeitsplatz für aktive, bewegte Tätigkeit funktioniert.

Unterbau: Stahl blaugewalzt, gelasert
Transmission: Trapezgewindestange DIN108, Zahnriemen Gates PolyChain GT
Tischplatte: Eiche

Sponsoren: OLWO (Otto Lädrach AG Worb), Mädler Norm-Antrieb AG, UIKER Wälzlager AG, SAFIA Grage- und Industriebedarf AG

Download:
Plan 1, Plan 2, Plan 3
Theoriearbeit

Kontakt: E-Mail Adresse


Urknall 2012
Urknall
2012

Natalie Frei

Praxis Mentorin: Andrea Wolfensberger
Theorie Tutorin: Eva Ehninger

Die riesige Wandzeichnung mit Graphit ist eine Haltestelle meiner Suche, die sich mit den Eigenschaften und Möglichkeiten der Linie als Baustein einer Zeichnung auseinandergesetzt hat.

Im Prozess wird die Auseinandersetzung mit der Linie als ein eigenständiges ästhetisches Erlebnis innerhalb eines Abbildes ersichtlich. Die tanzende, impulsive Gestik des Strichs steht im Kontrast zu dem, was er formt. Die zeichnerischen Experimente wurden gemacht, um den Blick des Betrachters auf die einzelne Linie zu lenken.

Der thematische Schwerpunkt der Grössenverschiebung hat zum Entscheid geführt, die Linie in den Raum zu transferieren. Durch die Wahl dieses spezifischen Gangs nehme ich dem Betrachter gezielt die Möglichkeit, einen Überblick zu bekommen und die Zeichnung als ein Ganzes zu erfassen. Die Idee, ein Bild müsse als Fenster funktionieren, das einen dreidimensionalen Raum mithilfe der illusorischen Möglichkeiten der Malerei und der Zeichnung öffnet, wird untergraben. Die Linie kann sich nicht mehr innerhalb der Zeichnung auflösen, sie ist immer als eigenständiges Element präsent, ihre Bewegung und Dynamik widerspiegelt sich innerhalb der Wahrnehmung: eine statische Sichtweise ist nicht möglich.

Kontakt: E-Mail Adresse


„einige Dinge...“ 2012
„einige Dinge...“
2012

Vera Trachsel

Mentorat: Beat Frank und Prof. Dr. Peter J. Schneemann

Technik/Material: Bleistift, Gouache und Acryl auf Papier, teilweise ausgeschnitten.

„Die visuelle Umgebung, in der ich mich bewege und lebe, entzündet meine zeichnerischen Lüste.
Etwas fällt auf.
Dinge ziehen mich an.
Alltagsdinge.
Der Stuhl.
Er wird zum Protagonisten.
Er verliert seine ursprüngliche Funktion und schlüpft in die neue Rolle der Zeichnung.
Nun ist die Erzählung da.
Wie ein Bühnenbild ohne Theater.
Die Wand ist zum Blatt geworden.
Geschichten, Assoziationen stehen offen.
Es sind einfach Dinge. Und alle sind aus Papier.“

Kontakt: E-Mail Adresse
Web: veratrachsel.blogspot.com


2011

4 x 23 mm 2011
4 x 23 mm
2011

Paula van Brummelen

Mentorin:
Paula Sansano


ARGUS 2011
ARGUS
2011

Elisa Ferraro

Mentor HKB:
Urs Gehbauer


FLEXIBEL modular 2011
FLEXIBEL modular
2011

Kathrin Flück

Mentor/Mentorin HKB:
Urs Gehbauer, Minou Afzali


Ohne Titel 2011
Ohne Titel
2011

Barbara Rey

Mentorin HKB:
Daniela Keiser


SchriftKörper 2011
SchriftKörper
2011

Christa Schürch

Mentor HKB:
Christoph Stähli Weisbrod


Verbunden 2011
Verbunden
2011

Milena Bondener

Mentorin HKB:
Jacqueline Baum


Wurzelraum 2011
Wurzelraum
2011

Annina Thomann

Mentor HKB:
Urs Gehbauer


Zwischenspiele 2011
Zwischenspiele
2011

Marion Ingold

Mentorin HKB:
Karoline Schreiber


2010

Brocken 2010
Brocken
2010

Isabel Fernández

Mentorin HKB:
Daniela Keiser
Mentorin IKG:
Jasmine Wohlwend

Projektionen auf Beton

Der Baustoff ist Projektionsfläche unterschiedlicher Meinungen und Assoziationen. Vollgekritzelt mit Graffiti und Spuren von Verwitterung verwandelt sich die nackte Mauer in einen Informationsträger. Sie wird zum Zeitzeugen von Vergangenem und Zukünftigem. In meiner Bachelor-Thesis wollte ich mit dem Originalmaterial arbeiten und Bilder finden, die den Beton auf eine andere Art zeigen, als grau und charakterlos, wie er oft bezeichnet wird.
Die Projektionen von Sichtbetonoberflächen zeigen die sinnlichen Reize des Materials, seine Farbe und Tiefenstruktur. Sie erklären das Verlangen vieler Architekten und Bildhauer, den Beton in seiner Masse und Materialität unverhüllt zu zeigen.


La Liberté guidant les Animaux 2010
La Liberté guidant les Animaux
2010

Nathalie Zwimpfer

Mentorin HKB:
Karoline Schreiber

Mentorin IKG:
Rachel Mader

Dass der Fleischkonsum stetig zunimmt, ist der Beweis, dass die Tierrechtsbewegung noch keine grösseren Erfolge verzeichnen konnte. Mit dieser Broschüre möchte ich die Betrachter zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Umgang mit Tieren bewegen.

Dafür habe ich Illustrationen zu jeweils 15 Standardargumenten der Tierrechtsgegner und deren Widerlegungen gezeichnet. Die Illustrationen nehmen meistens Bezug zu vorhandenen Bildern und Symbolen aus Kunst, Kultur und Religion. Ich versuche mich mit dieser Arbeit von den oft reisserischen Methoden anderer Tierrechtsaktivisten zu distanzieren.


Linie–Fläche–Raum 2010
Linie–Fläche–Raum
2010

Lukas Veraguth


Mentorin HKB:
Andrea Wolfensberger
Mentorin IKG:
Dr. Eva Kernbauer

Klebeband auf Boden und Decke, 808 x 639 x 526 cm


Malereien 2010
Malereien
2010

Romy Troxler

Mentorin HKB:
Andrea Wolfensberger
Mentorin IKG:
Dr. Eva Kernbauer

(1)
Ohne Titel, 2010, Bleistift, Farbstift auf geprinteter Fotografie,
10.6 x 14.8cm
Ohne Titel, 2010, Bleistift, Farbstift auf geprinteter Fotografie,
10.6 x 14.8cm

(2)
Ohne Titel, 2010, Acryl auf Leinwand, 40 x 50cm
Ohne Titel, 2010, Acryl auf Leinwand, 130 x 160cm

(3)
Ohne Titel, 2010, Acryl auf Leinwand, 120 x 100cm


Off-Season 2010
Off-Season
2010

Dominique Ruppen

Mentor HKB:
Vincent Chablais

Mentorin IKG:
Eva Kernbauer

Verlassene Swimming-Pools am Ende der Saison. Das Leben ist anderswo. Anhand von Fotografien und Erinnerungen wird mit dem Medium der Malerei eine Übersetzung der Stimmung der Schauplätze versucht. In der offenen, intuitiven und experimentellen Produktion entstehen spin-offs, deren Bedeutung zu einem späteren Zeitpunkt, aus der Distanz der Reflexion erkennbar werden. Es entsteht eine Familie von Werken, deren Mitglieder sich gegenseitig beeinflussen, sich gegenseitig ergänzen oder abstossen, sich gegenseitig beleben.


Pfeiler kriechen leise 2010
Pfeiler kriechen leise
2010

Lea Fröhlicher


Mentorinnen HKB:
Jaqueline Baum, Daniela Keiser
Mentorin IKG:
Anette Schaffer

Installation mit 5 Videoprojektionen in Folge, 5 Kanal Ton, diverse Gegenstände als Projektorenstützen | im Loop 11‘ 07“

Unort 2 | 10.06. – 26.06. 2010


Remarked 2010
Remarked
2010

Myriam Streiff

Mentor HKB:
Vincent Chablais
Mentorin IKG:
Wendy Shaw

Jemand wird auf einer Gruppenphotographie durch einen Kreis oder ein Kreuz markiert. Wie wirkt die Umsetzung dieser Photographien in die Malerei?
Durch die Markierung vermischt sich ein abstraktes Element mit einer figurativen Umsetzung, Fragen werden aufgeworfen, die Gewichtung im Bild verschiebt sich. Die Photographien erinnern an alte Zeiten, das eingreifende abstrakte Element spricht vom Hier und Jetzt.


Tiefen ziehen 2010
Tiefen ziehen
2010

Anja Braun

Mentorin HKB:
Lisa Hoever

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Erdgeschoss, Werkstrasse

Light piece, 2010
Pigment und Fixativ auf vorgefundene Wand (Zementputz)
420 × 480 cm

Geräusch, 2010
Öl auf vorgefundene Wand (Gipsputz)
420 × 620 cm

Move into a state of flux, 2010
Druckausschusspapier, Klebeband
420 × 1580 cm

Obergeschoss, VKD-Atelier

Tiefen ziehen I, 2010
Öl auf vorgefundene Wand (Dispersionsfarbe auf Holz)
220 × 450 × 200 cm

Tiefen ziehen II, 2010
Papier
135 cm, Durchmesser: 14,5 cm

Sammlung I (August 2009 bis Januar 2010), 2010
Öl, Gouache und Aquarell auf Papier, gebunden
42,5 × 30 × 2 cm

Sammlung II (Februar bis Mai 2010), 2010
Öl, Gouache und Aquarell auf Papier, gebunden
42,5 × 30 × 2 cm


Untersichten 2010
Untersichten
2010

Gabriela Freiburghaus

Mentorin HKB:
Stephanie van Grondel

Vertraute Alltagsgegenstände zeigen sich aus einer ungewohnten Perspektive. Die Unterseite der Objekte rücken in den Fokus. Einmachgläser werden zu bunten Kreisen, ein Blumenstrauss zu einem mystisch anmutenden Gebilde. Der flüchtige Alltagsblick wird irritiert und aufgebrochen. Einfache Gegenstände aus unserer nächsten Umgebung erhalten neue Aufmerksamkeit.

Zur Umsetzung dieses Perspektivenwechsels wurde der Flachbettscanner eingesetzt. Ein Objekt, das direkt und plan auf der Glasplatte liegt wird gestochen scharf und mit enormem Detailreichtum aufgezeichnet. Alles, was nicht flach auf der Platte liegt, also dreidimensional in den Raum reicht, wird mit zunehmender Distanz unscharf und verliert sich im Dunkeln.

Die entstandenen Bilder werden in einer Anordnung von vier individuellen Tischen präsentiert. Die Tischplatten werden zum Bildträger. Sie eröffnen dem Betrachter eine Aufsicht auf die abgebildete Untersicht. Auch wenn die Arbeit grossflächig auftritt, verlangen das Detail und der ungewohnte Blickwinkel der Aufsicht viel Aufmerksamkeit und die Nähe des Betrachters.


Wie im Western 2010
Wie im Western
2010

Paolo Riva
MentorInnen HKB:
Karoline Schreiber
Christoph Stähli

Mentorin IKG:
Eva Kernbauer

Der Fokus der Arbeit liegt auf den Illustrationen zum Text des Autors Vincenzo Todisco, die als Bleistiftzeichnungen ausgeführt wurden. Dabei wurde der Frage nachgegangen, wie sich die geheimnisvolle Stimmung des Buches visualisieren lässt und wie sich der Text in Wechselwirkung zu den Bildern verhält. Die Gliederung des Buches in 44 Kapitel wurde dabei übernommen: zu jedem Kapitel entstand eine Zeichnung.
Die Arbeit umfasst nicht nur die Illustrationen, sondern auch die ganze Buchgestaltung – nicht zuletzt deswegen, weil die Illustrationen nicht unabhängig vom Text sind. Es galt einen Layout-Entwurf zu machen, der sowohl den Text als auch die Bilder berücksichtigt, und insbesondere auch den Rhythmus von Text und Bild, das Wechselspiel der beiden Medien zum Ausdruck bringt.


Zeitfenster 2010
Zeitfenster
2010

Angela Melody Kummer

Mentorin HKB:
Karoline Schreiber
Mentorin IKG:
Eva Kernbauer

Der Animationsfilm Zeitfenster zeigt eine Auswahl an gezeichneten Menschen am Treffpunkt mit verschiedenen Gangarten, Geschwindigkeiten und Richtungen. Durch die Zu- und Abnahme der Menschen entsteht ein grosser Gegensatz zwischen Verdichtung und Leere. Ein Loop lässt die kapp 2 Minuten dauernde Sequenz unendlich wiederholen und der Tagesrhythmus am Treffpunkt wird erahnbar. Die Hauptthematik Zeit wird in formalen und inhaltlichen Aspekten behandelt. Einzelzeichnungen als Bildabfolge zeigen die Illusion von Bewegung und die Fortbewegung der Menschen an sich kann als Indikator für das Vergehen von Zeit betrachtet werden. Der Film wird installativ in einem Gang präsentiert, wo Menschen vorbeigehen. Der Betrachter ist gleichzeitig ein Passant, was an die Situation am Treffpunkt erinnert.


2009

(zeichnungen) 2009
(zeichnungen)
2009

Selina Reber
Fineliner-Zeichnungen auf Papier (160g)
A3 (teilweise angeschnitten, Hoch-und Querformat)


49°20' S 69°12' O 2009
49°20' S 69°12' O
2009

Andrea Müller

800 cm x 210 cm
Tusche, Filzstift, Kugelschreiber, Bleistift
auf Seiden- und Transparenzpapier


Augenblick bleibt nur als Wort 2009
Augenblick bleibt nur als Wort
2009

Sarah Tenthorey


Bilder der Heimat... 2009
Bilder der Heimat...
2009

Fränzi Bieri


Chambre noire 2009
Chambre noire
2009

Helen Baumann
Pastell auf Papier, 70 x 100 cm, 5-teilig


Einige Porträts 2009
Einige Porträts
2009

Eva Rekade
Filzstift auf Karton, Tonspur auf zwei MP3 Players


ENTSCHEIDUNGS BAUSTELLE 2009
ENTSCHEIDUNGS BAUSTELLE
2009

Selina Lauener


grundlage 2009
grundlage
2009

Sarah Stocker

Werkangaben:

Ohne Titel (Loggia 1),
Inkjet auf Papier auf Forex,
ca. 210 x 165.5 x 27 cm

Ohne Titel (Loggia 2),
Stahl, Zweiteilig,
ca. 215 x 165 x 40 cm

Ohne Titel (A, tag) und Ohne Titel (A, nacht)
Digitale Farbfotografie,
23.84 x 17.88 cm


Landschaft als Möglichkeit 2009
Landschaft als Möglichkeit
2009

Oliver Frei
Öl auf Leinwand


Mapping Behaviour 2009
Mapping Behaviour
2009

Nina Trüssel
Filzstift auf 2 Papierrollen (80 x 210 cm)


Nehmen Sie den Lift 2009
Nehmen Sie den Lift
2009

Yvonne Morgenthaler
Klanginstallation


Spannungszustände 2009
Spannungszustände
2009

Astrid Vollenweider
Tief-, Präge-, Linoldruck und Textilfaden


Surfspaces 2009
Surfspaces
2009

Andrea Gfeller
Acryl auf Holz und Karton


2008

"nachlassen" 2008
"nachlassen"
2008

Gabriela Gerber

Mentorin HKB:
Andrea Wolfensberger


44 von 117 2008
44 von 117
2008

Saba Brönnimann

Die verschiedenen Realitäten von virtuellem und realem Raum, sind für meine Bachelorarbeit wichtig. Auf Facebook kann man durch die Statusmeldung sehen, was ein Freund gerade macht und durch die zur Verfügung gestellten Fotos können seine momentane Lebenssituation und seine Aktivitäten verfolgt werden. So wird eine "Pseudo-Nähe" erzeugt, die nur virtuell erlebbar ist. In Wirklichkeit hat man diese Person möglicherweise noch nie gesehen. Facebookfreunde sind flüchtig. Vielleicht gibt es sie gar nicht.

Warum aber erschien mir ausgerechnet die Malerei als geeignetes Medium, um mich mit diesen Beobachtungen auseinanderzusetzen? John Berger sagt dazu: "Malen heisst hereinbringen – im doppelten Sinn: in den bewohnten Raum, der das Bild umgibt, und in den Rahmen des Bildes." Ich versuche also durch die Malerei etwas von der Flüchtigkeit der porträtierten Person aufzuheben. Ich muss mich über einen längeren Zeitraum mit der Person auseinandersetzen - es gibt kein Wegklicken. Wichtig für meine Arbeit sind auch die Beziehungen der einzelnen Bilder untereinander - Geschichten können gesponnen, Verbindungen und Beziehungen aufgedeckt oder erfunden werden. Schliesslich bleibt die Frage: Kennen sich eigentlich der bärtige Typ mit Sonnenbrille und die Frau am Meer?


Bildwirkung – Bildwirklichkeit 2008
Bildwirkung – Bildwirklichkeit
2008

Nadia Bader

Mentorin HKB:
Béatrice Gysin

Gouache, Acryl oder Tusche auf Papier
Verschiedene Formate (A6 bis A3), Wandinstallation 7m x 2m 

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: www.nadiabader.ch


different 2008
different
2008

Lea Krebs

Mentor HKB:
Franticek Klossner

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: www.leakrebs.ch


Ein gutes Modell 2008
Ein gutes Modell
2008

Marinka Limat

Mentor HKB:
Franticek Klossner

Im Rahmen der Bachelor Thesis Präsentation wollen das gute Modell und seine Malerin zum ersten Mal vor Publikum zeigen, wie vielfältig porträtieren sein kann. Das Medium der Performance erlaubt ihnen die simultane Aktion. Ihr Interesse besteht darin, zu recherchieren, wie man heute die traditionelle Form des Porträtierens thematisieren und umsetzen kann.

Modell: Philippe Wicht


Erzählraum 2008
Erzählraum
2008

Andrea Peter

Mentorin HKB:
Karoline Schreiber


Fenstersprung 2008
Fenstersprung
2008

Martin Waldmeier

Mentorin HKB:
Jacqueline Baum

Ein Ausstellungsprojekt mit Videokunst an der Schnittstelle zwischen Privatsphäre und öffentlichem Raum vom 8.5.2008 - 25.5.2008 im PROGR_Zentrum für Kulturproduktion, Bern.

"Während zwei Wochen bespielen Künstlerinnen und Künstler aus der Schweiz und dem Ausland die Fenster des PROGR. Im Rahmen einer sich verändernden Installation werden während zwei Wochen nach Einbruch der Dunkelheit Videokunst-Arbeiten von Innen auf die Fensterflächen projiziert. Von den beteiligten KünstlerInnen arbeiten viele an der Schnittstelle zwischen Videokunst und Performance. Sie verstehen das Fenster als Schnittstelle zwischen dem Privaten und dem Öffentlichen, als Bühne für intime Einblicke und als Projektionsfläche dessen, was sich dahinter verbirgt. Zahlreiche KünstlerInnen zeigen dabei Arbeiten, die eigens für diese Installation konzipiert und realisiert wurden, oder die im Rahmen dieses Projektes erstmals öffentlich gezeigt werden können. Das Projekt «Fenstersprung» bestimmt damit während 16 Tagen das nächtliche Gesicht des PROGR in seinem urbanen Umfeld, greift in gewohnte Wahrnehmungen des Berner Stadtbildes ein und ermöglicht auch eine unverhoffte Begegnung mit Videokunst im öffentlichen Raum."


Frau am Fenster 2008
Frau am Fenster
2008

Anja Göldi

Mentorin:
Birgit Krueger


Gesichter 2008
Gesichter
2008

Sarah Hostettler

Mentorin:
Cécile Hummel


Ich bin die Andere 2008
Ich bin die Andere
2008

Zoé Bobst

Mentorin HKB:
Jacqueline Baum


Malerei 2008
Malerei
2008

Tim Leu

Mentor HKB:
Vincent Chablais

"Malen heisst entwerfen. Es ist ein Suchen von Bildern oder ein Ausprobieren von Wegen dahin. Michael Biberstein (*1948) beschreibt die Malerei „als eine Landschaft der Möglichkeiten.“ Man ist neugierig und durchwandert sie. Manchmal bleibt man stehen, man probiert neues aus. Das Bild erzählt, wie der Prozess verlief." (Auszug aus der Dokumentation T.Leu, Seite 2) 


Nichtig ins Abseits gefallen 2008
Nichtig ins Abseits gefallen
2008

Irena Allemann

Mentorin HKB:
Béatrice Gysin


Potenzielle Bilder 2008
Potenzielle Bilder
2008

Simon Renfer

Mentor HKB:
Beat Frank


Zweierlei Wirklichkeit 2008
Zweierlei Wirklichkeit
2008

Flavia Keller

Mentorin HKB:
Béatrice Gysin

Zeichnen aus der Vorstellung und Zeichnen nach Anschauung sind unterschiedliche Haltungen. Ich gehe den Verschiedenheiten dieser zwei Ansätze nach und untersuche sie über die eigene zeichnerische Tätigkeit. Indem ich aus der Vorstellung und nach Anschauung zeichne, stelle ich Gesehenes und Erfundenes einander gegenüber. Innere und äussere Realitäten stehen dabei gleichwertig nebeneinander.