2018

MANZI 2018
MANZI
2018

Isabelle Weber


Mentorat: Daniela Keiser

Kupferrohr, Wasser, Rotameter. Installation raumvariabel.

Ein Kupferrohr ist entlang den Wänden und dem Boden durch den Raum verlegt. Durch die Leitung fliesst Wasser - sichtbar gemacht durch einen Rotameter. Die Leitung richtet sich einem In- und einem Output des Raumes aus. Es ist allerdings nicht erkennbar, woher die Leitung kommt und wohin sie geht. Die Betrachtenden sehen nur einen Teil eines grösseren Systems.

„Manzi“ ist Nyanja und bedeutet Wasser. Nyanja wird in verschiedenen Regionen Sub-Sahara-Afrikas, unter anderem in Sambia, gesprochen. Die Arbeit Manzi ist im Kontext meiner Auseinandersetzung mit der Relation zwischen der Schweiz und Sambia entstanden. Sambia ist reich an Bodenschätzen, verfügt über eines der grössten Kupfervorkommen überhaupt und ist gleichzeitig eines der 20 ärmsten Länder weltweit. Die Schweiz ist auf dem Papier, d.h. gemessen am Handelsvolumen, der grösste Importeur von sambischem Kupfer. Physisch gelangt kaum jemals Kupfer in die Schweiz. Dem Rohstoffriesen und umsatzstärksten Konzern der Schweiz, Glencore, gehört 73 Prozent der grössten Bergwerksgesellschaft Sambias, der Mopani Copper Mines. Trotz der hohen Preise für den Rohstoff, weist die Mopani Copper Mines in den vergangenen Jahren nur Verluste aus. Man geht davon aus, dass multinationale Unternehmen wie Glencore die Gewinne künstlich in ein steuergünstigeres Land verfrachten. Sämtlicher Kupfer, der von den Mopani Copper Mines produziert wird, wird intern an Glencore verkauft. Der Kupferabbau der Glencore-Mine in Mufulira bringt den AnwohnerInnen derweil vor allem Gesundheitsrisiken, zerstört durch sauren Regen die Vegetation und kontaminiert das Grundwasser.

Die Arbeit Manzi soll in diesem Kontext gelesen werden.


Lieben Dank gilt der B. + U. Buchschacher AG, der Spaeter AG und derNussbaum GmbH in Bern.

Und für mehr Hintergründe zur städtischen Wasserversorgung, beispielhafter Vergleich der Wasserversorgung von Luzern und Lusaka auf: lucernewater.ch


Passage 2018
Passage
2018

Nadja Knuchel

Mentorat: Andrea Wolfensberger Material: 6 Ventilatoren, Gartenvlies, Holzlatten



Die künstlerische Auseinandersetzung galt dem „Einhüllen“ des menschlichen Körpers in einen Stoff, der von mehreren Ventilatoren in den Raum befördert wird. Der Holzrahmen dient als Formgeber des Stoffes, wobei hier zwei gleiche Formen sich gegenüber stehen und sich gegenseitig ganz zart berühren. Der Betrachter soll die Situation zwischen den beiden Tücher erleben und die Installation „passieren“. Das Gefühl des „dazwischen sein“, des „eingebettet werden“, des „vom Tuch umschmeichelt werden“ kann der Betrachter erleben und wird somit auch Teil der Installation.