2018

"Drachen wecken" - Annäherung an eine Nonverbale Kunstvermittlung 2018
"Drachen wecken" - Annäherung an eine Nonverbale Kunstvermittlung
2018
Major 2018

Jelena Helbling & Oona Siegenthaler



Minor Kulturvermittlung

Mentorat: Helena Schmidt, Katja Lang, Urs Rietmann


Das in Kooperation mit dem Creaviva entstandene Projekt widmet sich erstmalig einer rein nonverbalen Kunstvermittlung. Das Offene Atelier (OA) ist ein Kunstvermittlungsangebot, welches Personen ab vier Jahren die Möglichkeit gibt, sich innerhalb einer Stunde gestalterisch mit einem zur Ausstellung passenden Thema auseinanderzusetzen. Das Thema Fliegen und Flugdrachen im OA unter dem Titel “Drachen wecken” bezieht sich auf die aktuelle Ausstellung “Klee im Krieg” und gab den inhaltlichen Rahmen für das Minorprojekt vor. Im OA wurde der Bezug zur Ausstellung jedoch nur durch projizierte Bilder von Paul Klee geschaffen, die als dramaturgische Abfolge verschiedene Atmosphären bildeten. 

Während in schulischen und musealen Institutionen gesprochene und geschrieben Sprache fundamental ist, wird im Minorprojekt die Loslösung von Sprache angestrebt und ein Proberaum für Experiment und Spiel erschlossen. Die VermittlerInnen lösen sich vom Verbalen und legen den Fokus auf Körper, Sinne und Atmosphäre. 

Folgende Forschungsfragen bilden den Leitfaden des Projekts:

Ist Kunstvermittlung ohne gesprochene Sprache möglich? Funktioniert sie?

Inwiefern kann durch nonverbale Kunstvermittlung ein Mehrwert generiert werden?

Wie verteilen sich die Rollen zwischen KunstvermittlerInnen und den Besuchenden, wenn die Sprache als Kommunikationsmittel fehlt? Gibt es Verschiebungen in Hierarchie und Funktion?

Zu Beginn des Projekts wurden nonverbale Kommunikationsmittel gesucht,  welche sich für die Kunstvermittlung eignen. Mit dem Ziel das sinnliche Erlebnis in den Fokus zu rücken, wurde das Konzept dem Inhalt des OA’s angepasst und praxisorientiert aufgebaut. Ausgangslage bildet der Flugdrache als «Produkt» des OA. Der einstündige Workshop gliedert sich in Einstieg, Hauptteil und Schluss während denen in Zweiergruppen mit extra für den Workshop entworfenen Material-Schachteln gearbeitet wird.

In vier Arbeitsschritten, welchen die Grundfarben und Weiss als Codes zugeordnet sind, entstehen die Drachen. Pro Schritt gibt es ein Tonsignal und einen Farbfolienwechsel mittels Hellraumpojektor für den Übergang zur nächsten Phase. Planung und Testphase des Konzepts erfolgten über zwei Monate. Für die Durchführung des Maiateliers wurde während dieser Zeit ein rituelles Grobkonzept erarbeitet und mittels der «trial and error»- Methode sowie aufgrund der  Rückmeldungen aus Befragungen der Teilnehmenden und Workshopleitenden fortlaufend angepasst. 


Analoger Fotoworkshop TICK KLACK: 1 Einwegkamera, 27 Bilder, 8 Stunden 2018
Analoger Fotoworkshop TICK KLACK: 1 Einwegkamera, 27 Bilder, 8 Stunden
2018
Major 2018

ABSTRACT


Fabian Unternaehrer

info@fu-photo.ch



Minor Kulturvermittlung

Mentorat: Esther van der Bie & Stefan Sulzer



Mit Einwegkamera und Proviant im Gepäck ziehen

wir los in Richtung Wald. Unser Handy liegt dabei

versiegelt im Rucksack. Wir schauen und fotografieren

ab jetzt Natur. Jedes belichtete Bild zählt.

Für 8 Stunden bleiben wir dafür inmitten

und umgeben von Bäumen.

Thema

Stets von digitalen Schnellschussfotoappa-

raten, überhaupt von einer brachialen Bilder-

flut und schlussendlich mehrheitlich hilflos ei-

nem Ansturm von Reizen und Ablenkungen

ausgeliefert, zielt dieser Workshop darauf ab,

sich dem eigentlichen Moment, dem Hier und

Jetzt zu widmen, dem entscheidenden Ort

und Augenblick also, wo Fotografie tatsäch-

lich geschieht.

PLANUNG UND METHODE

Mittels Sinnes- und Wahrnehmungsübungen

stimmen wir uns auf die facettenreiche Wald-

kulisse ein. Die erste Phase dieses Kurses gilt

der erhöhten Konzentration und Wahrneh-

mung auf die Umgebung. In der zweiten Pha-

se überlegen wir uns nach einem theoreti-

schen Input zur seriellen - (Bilderkette mit

ähnlichen, sich wiederholenden Elementen)

sowie zur kaleidoskopartigen Fotografie (Bil-

dergeflecht mit zusammenführenden Elemen-

ten) ein Konzept, vielleicht auch ein Zweites,

welches wir schriftlich festhalten. Von die-

sem gehen wir aus, es ist unser Ziel. Was vom

Entwurf hin bis zum Resultat alles passieren

kann, lassen wir offen, wir werden sehen. Der

konzeptuelle Rahmen ist jedenfalls gelegt, die

beiden Extreme aufgezeigt. Nun geht es um

die eigene Verortung darin. Was zur dritten

Phase führt, zur Umsetzung. Es geht auf Bil-

dersuche.

ERGEBNIS

Der eingelegte Film ist nun limitiert auf 27

Bilder. So entsteht eine ungewohnte Ein-

schränkung durch das Medium selbst. Das

Wegwerfgerät, unser Arbeitsgerät, wird so

omnipräsent. Ob der Auslöser betätigt wird

oder nicht, überlegen wir uns daher gut. Viel-

leicht entscheiden wir intuitiv, ergreifen die je-

weils gegebene Gelegenheit. Wir erleben je-

doch, und das hat dieser Workshop zum Ziel,

eine Entschleunigung und genau dadurch eine

Intensivierung des fotografischen Moments,

gerade auch dank der digitalen Entkoppe-

lung. Die Verlangsamung des Tages, mit sei-

ner eigenen Erscheinungskulisse, bringt und

birgt indes neues gestalterisches Potential.

Wir haben hingegen kaum Kontrolle über die

mechanische Einstellung der Kamera, noch

die Möglichkeit zur nachträglichen Korrektur

der jeweils erzielten Resultate. Dafür bleibt

viel Platz für spielerische Experimente.

Ergebnis und Ausblick

Das Spannungsfeld zwischen Freiheiten und

Unfreiheiten ist ein wichtiger Apekt innerhalb

dieses Minor Projekts: Wie gehen die Teilneh-

menden mit dieser Aufgabe und Situation

um, was treibt sie an, wie entwickeln sie ihre

Vorhaben, wie bewerten sie das Fehlen des

Handys bezüglich ihrer fotografischen Arbeit,

wie erleben sie ihren präzisen Fokus auf den

entscheidenden Moment? Wie äussert sich

diese erhöhte Konzentration und Wahrneh-

mung bei einer vorgegebenen Ökonomie des

Materials? Aber auch, wie formulieren sie ein

fotografisches Konzept, wie stellen sie eine

Fotoserie zusammen, wie adaptieren und

entwicklen, wie präzisieren und präsentieren

sie ihr Projekt? Mit den fünf Teilnehmern ha-

ben wir die Resultate gesichtet, eine Auswahl

getroffen, die Bilder gedruckt, die Konzepte

ausformuliert, die Bilder jeweils zur Serie zu-

sammengestellt sowie ausgestellt und Stel-

lung dazu bezogen, sie einander präsentiert.

Ausblick

Der Fotografie-Workshop wurde im Hinblick

auf eine Integration innerhalb eines instituti-

onellen Rahmens gestaltet. Das Konzept kann

dabei zeitlich adaptiert, ausgebaut sowie auf

diverse Altersklassen und fotografische Ni-

veaus hin entwickelt werden.


Helena Schmidt
Jacqueline Baum
Maren Polte
AUS + EIN 2018
AUS + EIN
2018
Major 2018

Sofie Hänni & Mara Schenk 

Email:

mara.schenk@gmail.com


Mentorin: Sara Smidt

Minor Kunstvermittlung 2018


AUS + EIN beschäftigt sich mit dem Thema der Atmung. Ausgehend von der Ausstellung «Jeppe Hein. Einatmen - Innehalten - Ausatmen» im Kunstmuseum Thun führten wir sieben Workshops zu diesem Thema durch. Mit unserem Atemobil besuchten wir Menschen an unterschiedlichen Institutionen und stellten überall die gleiche Frage: Wie lässt sich Atem einfangen? Wie könnte man sichtbare, fassbare, hörbare Formen für den Atem finden? Die Teilnehmenden setzten sich selber mit einer Frage auseinander, welche auch den Künstler in seinen Arbeiten beschäftigt. Uns interessierte dabei einerseits die vielfältigen künstlerischen Strategien, die rund um diese Frage entwickelt wurden, wie auch die Umsetzung des gleichen Vermittlungskonzepts-Settings in unterschiedlichen Kontexten und mit verschiedenen Zielgruppen. Welche Erkenntnisse lassen sich aus den unterschiedlichen Begegnungen gewinnen? Inwiefern passieren Anpassungen durch die Teilnehmenden und uns als Vermittlungspersonen, bewusst und unbewusst? Parallel zu den Treffen erstellten wir eine Webseite, die mit Beispielen aus der Gegenwartskunst wie auch Eindrücken aus den Workshops gefüllt wurde und so als wachsender Sammlungsort und Ideenpool diente.


BG Austausch 2018
BG Austausch
2018
Major 2018

Italo Fiorentino und Philipp Studer

Kontakt: fiorentinoitalo@gmail.com und filisur@gmx.ch



Minor Forschung

Mentorat: Patricia Schneider

Technik: Interviews, Analysen, Webseitengestaltung.


Im Rahmen des Kunststudium mit Lehrbefähigung (Sek2) wird man immer wieder vor die Aufgabe gestellt, Unterrichtseinheiten zu gestalten - und dies ohne vorher viel Erfahrung darin mitzubringen. Vor allem im Einführungs- und Fachpraktikum möchten wir einerseits den Schülerinnen und Schülern einen spannenden Beitrag zum Schulalltag bieten und andererseits unseren Ansprüchen an einen innovativen Unterricht genügen. Unter diesen Voraussetzungen ist der Austausch von Ideen und Erfahrungen mit anderen Studierenden sehr wichtig.

Wir verschafften wir uns einen Überblick über bestehende Austauschplattformen im Bereich Bildnerisches Gestalten und erarbeiteten eine Analyse auserwählter Beispiele. Diese Analyse bietet nun Lehrpersonen in der Ausbildung eine Hilfestellungen, welche Tools zur Verfügung stehen und welche Vor- und Nachteile es aus Sicht von uns Studierenden gibt. Die durch die Recherche entstandenen Erkenntnisse stehen in Form einer kleinen übersichtlichen Webseite zur Verfügung: www.bgaustausch.ch.


Patricia Schneider
BRUNNENGESCHICHTEN - Kunstvermittlung im öffentlichen Raum 2018
BRUNNENGESCHICHTEN - Kunstvermittlung im öffentlichen Raum
2018
Major 2018

Bigler Jasmin, Kernen Belinda, Weibel Nicole

Email: belindakernen@bluewin.ch, nicole@biglerweibel.ch


Mentorin: Myriam Gallo, Virginie Halter, Franz Krähenbühl

Vermittlungsprojekt

Minorprojekt «Brunnengeschichten» von Jasmin Bigler, Belinda Kernen und Nicole Weibel untersucht die Frage: «Was ist und was braucht Kunstvermittlung im öffentlichen Raum?». Anhand einer breiten Recherche und zwei Versuchsanordnungen beim Dorfbrunnen in Bümpliz wurde dieser Frage auf den Grund gegangen.


Dokfilm Skatebowl Reithalle: Im Zusammenhang mit dem Hauptinitianten Pablo Lobsang 2018
Dokfilm Skatebowl Reithalle: Im Zusammenhang mit dem Hauptinitianten Pablo Lobsang
2018
Major 2018

ABSTRACT
Fabian Unternaehrer

info@fu-photo.ch

Minor Mediale Vermittlung

Mentorat: Anna-Lydia Florin & Jacqueline Baum

 

Fabian Unternaehrer hat den Hauptinitianten des Skatebowls bei der Reithalle in Bern interviewt. Das Interesse galt hierbei nicht bloss dem Skateboarding als solchem, sondern vielmehr auch jenem aussergewöhnlichen Treffpunkt, welcher als Schnittstelle agiert sowie in steter Wechselwirkung steht. Der Bowl liegt zwischen Eisenhahn, Hauptstrasse, Parkplatz und der Reithalle und wird so von den verschiedensten Menschen frequentiert. Ein soziokulturelles Projekt also, das mit integrativem Charakter fungiert. Zur Sprache kommen hier unter anderem Alex Haller, Leiter Jugendamt sowie Reto Nause, Direktor für Sicherheit der Stadt Bern. 

ZIEL

Der Plan war, eine Begegnung zu schaffen mit einem Macher, mit jemandem der soziokulturelle Arbeit verrichtet, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein oder dies jemals studiert zu haben. Mit jemandem, der sich selbst an einem stark vorbelasteten Knotenpunkt für Kultur einsetzt und dabei auch keine Angst hat vor Träumen. Ganz im Gegenteil, seine Träume nicht eben nur für sich, sondern auch gleich mit für andere wahr macht. 

KULTURVERMITTLUNG 

Unter der Eisenbahnbrücke, da wo der Bowl liegt, wird die Brücke daher gleich mehrmals geschlagen - zwischen der Reitschule und der Allgemeinbevölkerung, der Stadt, zwischen Aussenseitern und Partygängern, zwischen Dealern, Junkies, Obdachlosen und wiederum Skateboardern, DJ`s, Streetartists sowie politisch Aktiven. Dies also auf kultureller wie auch auf sozialer Ebene. Pablo wirkt dabei wie ein allverbindendes und vermittlendes Element. Er sitzt mit den verschiedensten Lagern zu Tisch und sucht Lösungen, dies über zehn Jahr hinweg hinsichtlich einem Traum, dem Skatebowl bei der Reithalle.  

Ergebnis

Der Film zeigt verschiedene Seiten auf. Einerseits, wie es stadtbauamtlich und finanziell überhaupt dazu kam und andererseits, wie die Kids den Bowl heute in Anspruch nehmen. So denn auch wie Pablo Skateboarding sie dabei unterrichtet und in diesem Zusammenhang, was die Elternteile sowie das Jugendamt dazu sagen. 

Ausblick

Der Film könnte ausgestrahlt werden. Ob die Qualität dazu ausreicht, werden andere entscheiden. Jedenfalls fest eingeplant ist, den Film an die grosse Betonwand, dem Brückenpfeiler bei der Skatebowl zu projizieren. Der Film soll nun in erster Linie Pablo bei seinen weiteren Kultur-Projekten und Vorhaben unterstützen.


Jacqueline Baum
Helena Schmidt
Maren Polte
frotter - une réaction performative 2018
frotter - une réaction performative
2018
Major 2018

Andrea Rickhaus

Kontakt



Minor Kulturvermittlung


Eine performative Reaktion auf das Werk von Anna Barriball im Centre d'Art Pasquart, Biel.


frotter ist ein performatives Vermittlungsprojekt auf der Suche nach einer eigenen Übersetzung des titelgebenden Begriffs in die Sprache der Bewegung und des Klangs. Die reliefartigen Zeichnungen von Anna Barriball sind statische Fragmente eines zeitaufwändigen und physischen Arbeitsprozesses von Reiben, Drücken, Pressen und Modellieren.
Nadine Kunz (Bewegung) und Emile van Helleputte (Klang) übertragen Aspekte von Anna Barriballs Arbeitsweise und ihren Zeichnungen in dynamische und körperliche Gesten, die sie den Besucher:innen in einem flüchtigen Ereignis in den Räumlichkeiten der Ausstellung präsentieren.

Mit
Nadine Kunz - Bewegung
Emile Van Helleputte - Klang


Idee & Konzeption
Andrea Rickhaus

Das Vermittlungsprojekt fand in Kooperation mit dem Kunsthaus Pasquart Biel am 27. Mai und 10. Juni 2018 statt.

Mentorat: Sarah Stocker & Simone von Büren


Kunst zum Zmorge 2018
Kunst zum Zmorge
2018
Major 2018

Nermina Serifovic

E-Mail:


Minor Kulturvermittlung

Mentorin: Carol Baumgartner


Im Rahmen der Ausstellung von Dorothée Elisa Baumann und Adrian Sau- er entsteht ein Vermittlungsprojekt für Erwachsene, das einen gemeinsa- men Brunch mit anschliessendem interaktiven Ausstellungsbesuch beinhaltet. Beim gemeinsamen Sonntagsbrunch entsteht eine Plattform für Austausch und Begegnungen. Die Ausstellungsbesichtigung im herkömmlichen Sinne wird durch die soziale Interaktion und den Event aufgebrochen. Die eher strikte Funktion der Kunstinstitution wird ausgeweitet. Im Fokus des Projekts steht der Austausch innerhalb eines möglichst heterogenen Publikums bestehend aus Mitarbeitenden des Photoforums, BesucherInnen, KunstkennerInnen und Neugierigen verschiedenen Alters und unterschiedlicher kultureller Hin- tergründe.


Das Projekt hat zum Ziel, einen Austausch über Fotografie – unabhängig von Fachkenntnissen – zu erreichen. Der Brunch im Museum dient als erster Aufhänger dafür – Essen verbindet bekanntlich. Da die Arbeiten von Baumann und Sauer viel Hintergrund- und Fachwissen voraussetzen, ein grosses Anliegen des Projekts es jedoch ist, auch Leute ohne Kunsthintergrund zu involvieren, ist es von grosser Bedeutung, den Beteiligten einen geeigneten Zugang zur Kunst zu ermöglichen. Aus diesem Grund erhält jede Person vor dem Ausstellungsbesuch ein Säckchen, das als Kit funktioniert. Darin befinden sich ein Stift und Klebetiketten für persönliche Notizen sowie Kärtchen mit offenen Fragen zur Fotografie im Allgemeinen, die während dem Ausstellungsrundgang als Anstoss dienen können. Ebenfalls sind im gesamten Ausstellungsraum Interventionen aufgebaut, die den Teilnehmenden als Stütze dienen. Die Interventionen liefern zu den ausgestellten Arbeiten zusätzliche Informationen in unterschiedlichster Form: Beispielsweise liegen iPads, Bücher oder Kopien auf, die das spezifische Thema des jeweiligen Kunstwerks vertiefen oder Aufschlüsse über den Hintergrund und Kontext der Kunstarbeit geben. Spielerische Settings wie Puzzles liefern Anhaltspunkte über die Machart des Kunstwerks oder es werden im Ausstellungsraum direkt Fragen an die BesucherInnen gestellt, die schriftlich zu beantworten sind. Dadurch erhalten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich auf interaktive Weise den Kunstwerken anzunähern und einen Lernprozess zu durchlaufen. Im Fokus des Projekts steht das selbstständige Sehen, Erleben und Lernen der BesucherInnen.


Louf mit mir! 2018
Louf mit mir!
2018
Major 2018

Michael Gsteiger & Luca Egger 

Kontakt: mikgst@hotmail.com; luca.egger@students.bfh.ch


Mentorat: Gila Kolb

Extern: Aline Minder



Wer kennt es nicht: Man läuft durch die musealen Räumen, bleibt hie und da vor den Informationsschildern stehen, liest diese mal genauer, mal weniger genau und wird abgelenkt von den anderen Besucherinnen und Besuchern, die genau dasselbe tun. Dieser Situation wollen wir entgegenhalten: Durch einen akustischen Spaziergang in der Dauerausstellung des Bernischen Historischen Museums wollen wir die Gegenstände und Geschichten in einem neuen Licht erscheinen lassen. Ausgestattet mit Kopfhörern soll sich die Besucherschaft des Museums in einer akustischen Sphäre durch die Räume des Bereichs „Privates Leben“ bewegen. Hierbei werden historische Hintergründe, Erkenntnisse und Informationen auf verschiedenen Ebenen vermittelt: Direkte und informative Sprachinputs paaren sich mit klanglichen Exkursen zu den Ausstellungsgegenständen und Räumlichkeiten. Objekt und Raum sollen somit ein Eigenleben für die Besucherin entwickeln, wie sie diese sonst nicht wahrnehmen würde. Der Spaziergang soll sowohl ein Eintauchen in die Vergangenheit ermöglichen als auch ein steter Bezug zur Gegenwart beinhalten: Somit fördern wir auch das kritische Hinterfragen von musealen Gegenständen und deren Geschichten 


Talking Heads - eine interaktive Installation mit Malerei und Musik 2018
Talking Heads - eine interaktive Installation mit Malerei und Musik
2018
Major 2018

Mirko Kircher

Kontakt: mirko.kircher@gmx.ch

Minor Y

Mentorat: Urs Aeschbach

Technik: interaktive Installation mit Malerei und Musik

Moritz Tobler und Mirko Kircher improvisieren mit elektronischen Klängen und Malerei; die beiden Medien übersetzen, ergänzen oder widersprechen sich intuitiv und unmittelbar. Die gemalten Bilder und die Klangaufnahmen werden anschliessend in einer raumfüllenden interaktiven Installation kombiniert. Die Installation mit dem Titel „Talking Heads“ zeigt vier Malerei-Klang-Kombinationen, die in Bezug zueinander stehen und als ein grosses Ganzes immersiv erfahrbar ist. Mit Hilfe einer präzisen Ortungstechnologie kann die BetrachterIn durch ihre Bewegung im Raum die Klänge beeinflussen und dadurch ihr individuelles Erlebnis gestalten.


Von Destruktion und Konstruktion 2018
Von Destruktion und Konstruktion
2018
Master 2018

Ein Unterrichtsprojekt der Hochschule der Künste Bern an der Schule Stegmatt in Lyss

Der Werkunterricht einer 8. Klasse (Sek) bietet den Rahmen für ein Projekt indem es um die Dekon- struktion und Unbrauchbarmachung von Gegen- ständen geht. Durch Konstruktion sollen dann neue Objekte entstehen, die sowohl realitätsfern und zweckfrei wie auch ästhetisch ansprechend sind. Der Werkraum wird zu einer Kunstwerkstatt in der die Schüler selbstständig künstlerische Strategien entdecken und ausprobieren können. Freies und ex- perimentierendes Arbeiten stehen dabei im Mittel- punkt.

 

Kristin Muth

Mentorat: Kathrin Eggimann, Ursula Jacob, Patricia Schneider


2017

AKT 3 2017
AKT 3
2017

Anna Jaun und Yvonne Siegenthaler


Akt III ist ein transdisziplinäres Projekt, in welchem sich die beiden Disziplinen Modedesign und Malerei vereinen. Die beiden Künstlerinnen und Kunstvermittlerinnen schöpfen aus ihren jeweiligen Erfahrungen und Hintergründen, Yvonne aus dem Modedesign und Anna aus der Malerei. Untersucht wird das Zusammenspiel von Malerei und Kleid in einer dritten Disziplin, der Performance. In einem Wechselspiel ist der Stoff anwesend als Kleid und wird gleichzeitig zur Leinwand. Der Körper, die Bewegung und der Kragen als Code, lassen die Leinwand als Kleid erkennen. Mit Pinsel und Farbe wird der Stoff bemalt und durch diesen Eingriff zum Malgrund. Die Malerin reagiert auf das Vorhandene und dessen Trägerin. So wechseln sich die Akteurinnen ab und eine gegenseitige Abhängigkeit von Mode und Malerei entsteht. Es ist eine Bildfläche die in Bewegung ist. Das Bild fliesst stetig ineinander und übereinander - der Betrachter sieht mal mehr Kleid, dann wieder Leinwand. Nicht Anna hat die Entscheidung welchen Teil der Leinwand sie bemalt, sondern dessen Trägerin Yvonne, da sie das Kleid, welches in der Performance zur Leinwand wird, nach ihrem Empfinden umhängt und so eine andere Fläche für die Malerei zur Verfügung stellt. Anna greift als Malerin in das Kleid ein, indem Sie dieses als Leinwand nutzt. Yvonne greift wiederum in das Bild ein, indem sie es als Kleid nutzt, es umhängt und neu formt. Das gegenseitige Eingreifen benötigt Vertrauen und wird zu einem Frage- Antwort Spiel der beiden Künstlerinnen. Die Leinwand, ein Stoff, ist das verbindende Element dieser beiden Disziplinen und wird in der Malerei sowie in der Mode zur Gestaltungsfläche. Die Anwendung ist jedoch unterschiedlich. In der konventionellen Malerei wird der Stoff auf einen Keilrahmen gespannt und verliert so die Bewegung, seine weichen Eigenschaften und die Anpassungsfähigkeit. In der Mode steht der Stoff immer dem Körper gegenüber, er wird zur Hülle, zur zweiten Haut, zu einer Erweiterung des Körpers. Er kann den Körper deformieren, unterstützen, betonen oder verstecken. In der Mode wird der Stoff zur Gestaltungsfläche, die zwischen Träger und Betrachter vermittelt. In Schrift und Bild versuchen Anna und Yvonne in dem gemeinsamen Projekt ihre Eindrücke und Vorstellungen einander mitzuteilen. Dazu kommunizieren sie sowohl über Briefe als auch über das gemeinsam gesammelte Bildmaterial. Dabei wird ein neuer Spannungsbogen zwischen beiden Disziplinen geschaffen. Die gemeinsame Arbeit fordert es, sich auf die gegenüberliegende Position einzulassen und sich seiner Eigenen sehr bewusst zu sein. Es ist eine Auseinandersetzung mit dem Wir, dem Du, dem Ich und dem gemeinsamen Akt.


Der Dialog in der Kunstvermittlung 2017
Der Dialog in der Kunstvermittlung
2017

Kathrin Zurschmitten

Kontakt:


Minor Kunstvermittlung


Mentorin: Maren Polte 

Semesterkurs für Studierende und Mitarbeitende der Hochschule der Künste Bern eine Zusammenarbeit von Marcel Beer und Kathrin Zurschmitten


Im Zentrum des Kurses stand der Dialog im engeren Sinne als Kommunikationsform ebenso wie im weiteren Sinne als dialogische Haltung und Arbeitsweise. Der Kurs war eine Versuchsanordnung, bei der uns die Frage beschäftigte, wie wir in einer Gruppe gleichberechtigt, partizipierend zusammen sein und gemeinsam Neues entwickeln können und wie uns der Dialog dabei unterstützt. Ausgangspunkt / Kursbeschreibung Mit sieben Studierenden aus unterschiedlichen Fachbereichen sowie zwei Sekretariatsmitarbeitenden trafen wir uns zwölf Mal für jeweils zwei Stunden. Die ersten sieben Treffen wechselten wir ab zwischen Dialoggespräch und individuellem freien Malen ohne Vorgaben. Ab dem siebten Treffen schliesslich verbanden wir die beiden Tätigkeiten und malten in kleinen Gruppen sowie mit der gesamten Gruppe an einem Bild. Dabei spielte die künstlerische Qualität eine untergeordnete Rolle. Das Malen mit Gouachefarben stellte eine unkomplizierte Möglichkeit für kollaboratives Arbeiten im kleinen Rahmen mit einfachen Mitteln dar. Es war ein Versuch, die Ideen des Dialogs in eine kreative Gruppentätigkeit zu übertragen, um die dialogischen Fähigkeiten in der experimentellen Zusammenarbeit zu erproben. Im Fokus standen das Üben von Präsenz und achtsames Wahrnehmen der eigenen Prozesse, der Prozesse der Anderen sowie der Gruppenprozesse. Am Ende unserer Treffen führten wir eine Reflexionsrunde durch, in der alle ihre Erfahrungen und Beobachtungen mitteilen konnten. Wir verstanden den Dialog nicht im alltäglichen Sinn, sondern in Anlehnung an die Ideen des amerikanischen Quantenphysikers David Bohm, der unter Dialog den « freien Sinnfluss, der unter uns, durch uns hindurch und zwischen uns fliesst ». Im Gegensatz zu Diskussionen, Debatten oder Disputten, wo Meinungen gegenüber gestellt werden, hinterfragt der Dialog Wertvorstellungen, Annahmen und Denkmuster, um das alle Gruppenmitglieder Verbindende zu finden. 


Eine virtuelle Ausstellung 2017
Eine virtuelle Ausstellung
2017

Anja Dietrich und Janick Sommer
Minor Medienbasierte Vermittlung

Anja: 
Janick:

Mentorat: Moritz Keller (HyperWerk / Virtual Valley), Alexa Kusber (MuDA), Carol Baumgartner (Photoforum Pasquart)

Jedes künstlerische und vermittlerische Medium muss erlernt, die Nutzungsmöglichkeiten dadurch erkannt und angeeignet werden. So ist das Ziel der künstlerisch-vermittlerischen Minor-Arbeit Erweiterte Bildwelten, einen persönlichen und kreativen Zugang zu den uns vorher noch unbekannten Techniken und Methoden innerhalb der Virtual Reality (VR) zu schaffen. Im Rahmen der Arbeit wurden unterschiedliche VR-Kreativitäts-Tools (Tilt Brush, Medium, Unreal Engine 4) erforscht und genutzt. Daraus resultiert eine virtuelle Ausstellung, welche mit vier real existierenden Malereien von Janick Sommer in einer klassischen Ausstellungssituation, dem Withe Cube, startet. Hinter jeder Malerei befindet sich ein, in Unreal gestalteter und mit Tilt Brush oder Medium ergänzter, virtuell begehbarer Raum, der auf das Werk reagiert und es weiterführt. Die eigenen Interpretationen der Malereien werden dem/der BetrachterIn genommen, indem Janick und Anja sie in der erweiterten Bilddimension selber erschaffen; die Malereien werden virtuell erweitert. Jeder der vier Räume spricht dazu jeweils ein, die Kunstvermittlung betreffendes Themenfeld an und wirft Fragen dazu auf.

Wie sind diese neuartigen Tools zukünftig für die zeitgenössische Kunst und Kunstvermittlung einsetzbar? Was sind deren Bedeutung und Position in der jüngsten Kunstgeschichte und was sind die Auswirkungen für künstlerische Entwicklungen? Gibt es neue kuratorische Strategien? So nehmen wir im Rahmen unserer Arbeit einerseits die Rolle des/der KünstlerIn, sowie des/der KunstvermittlerIn, als auch der Forschenden ein. 

Durch die intensive Beschäftigung mit VR und einer erkenntnisbasierten Arbeitsstrategie haben wir uns Gedanken zur Verwendung von VR in Lehrinstitutionen und Museen, Ausstellungräumen und Kulturinstitutionen gemacht. Diese Erkenntnisse wurden in einem Leitfaden festgehalten. Die konzipierte, virtuelle Ausstellung ist ein Vorschlag, wie ein rein virtuelles Ausstellungskonzept aussehen könnte und wo und wie diese potenziell unendlich grosse Ausstellungsfläche in Kunst, Kunstvermittlung und Kunstpädagogik eingesetzt werden könnte. Die Ausstellung, sowie die einzelnen Elemente und Räume behalten stets ihren Experimentcharakter.


Kleinlützel revisited 2017
Kleinlützel revisited
2017

Eva Allemann
Kontakt:

Minor Forschung


Mentorinnen: 

Cécile Hummel und Annika Hossain


Ein Dorf aus den multiperspektivischen Ansichten seiner Bewohner

Das künstlerische Forschungsprojekt macht das Dorf Kleinlützel zum Gegenstand der Recherche. Mich fasziniert fast Vergessenes: übersehene Orte, ein verschwundener Flurname, das zugeschüttete «Dych», vergangenes Gewerbe und Netzwerke. Wie hat sich der Dorfkern in den letzten 80 Jahren verändert? Und wie kann diese Entwicklung anhand von alltäglichen Lebensgeschichten beschrieben werden?
Das Forschungsprojekt ist ein Versuch, die Vergangenheit des Dorfes durch subjektive Wahrnehmungen aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen und zu rekonstruieren.


Wie bunt ist der Regenbogen? 2017
Wie bunt ist der Regenbogen?
2017

Rebecca Noser 
Kontakt: 


Minor Forschung


Mentorat:

Annika Hossain, Stephan Hartmann, Christopher Ritter

Zum Problem der Rot-Grün-Sehschwäche bei der Betrachtung von Malerei

Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde nach einer Möglichkeit gesucht, Personen mit einer Rot-Grün-Sehschwäche beim Unterscheiden von einzelnen Farben in der Betrachtung von Malerei zu unterstützen. Dabei wurde von der Annahme ausgegangen, dass Betroffene durch gezieltes Einsetzen des Nachbildeffekts Problemfarben satter und differenzierter wahrnehmen können. Probandinnen und Probanden wurden dazu aufgefordert, eine Online-Testung durchzuführen. Dabei wurden ihnen nacheinander 10 Malereien gezeigt. Durch das Betrachten einer Farbfläche über 1:30 Minuten wurde ein Nachbild generiert, woraufhin die Probandinnen und Probanden wieder die Malerei betrachten sollten. Das Nachbild legte sich wie eine Art natürlicher Farbfilter über die Malerei, wodurch bestimmte Farbtöne intensiviert werden und die Farbwahrnehmung differenter werden sollten. Im Rahmen der Forschungsarbeit sollte ausserdem abgeklärt werden, ob das Interesse der Betroffenen an Malerei geringer ist als jenes von Normalsichtigen und ob Bedarf an einer entsprechenden Vermittlung vorhanden ist. Mithilfe eines Online-Fragebogens wurden sowohl Personen mit Rot-Grün-Sehschwäche, als auch Normalsichtige über ihr Interesse an Malerei und Museen befragt, wodurch ein Vergleich zwischen den beiden Gruppen gezogen werden konnte. Um das Verhältnis der Betroffenen zur Malerei und ihren Bezug zu Museen individueller zu ergründen, wurden zudem Gespräche mit rot-grün-seh-schwachen Personen geführt, transkribiert und auf ebendiese Punkte hin untersucht. Bisherige Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Verbesserung der Farbwahrnehmung durch den Nachbildeffekt erreicht werden kann. Daher wurden bereits Farbbrillen angefertigt, um eine Anwendung des Effekts weiter zu optimieren und zu erforschen. Auch wenn viele der Betroffenen sich selbst nicht als kunstinteressiert beschrieben haben, wären die meisten einem Vermittlungsprogramm zugeneigt. In Anbetracht dessen, dass 8–9% aller Männer und 0.5–0-8% aller Frauen von einer Rot-Grün-Schwäche betroffen sind, wäre es spannend und sinnvoll, sich auch im Museum mit der Thematik zu befassen.


2016

20 – Drawings in a few acts 2016
20 – Drawings in a few acts
2016

Alexandrea Cottier

Mentorat: Cynthia Gavranic, Alena Nawrotzki, Andi Schoon
 

Im Rahmen der Ausstellung 20 - An Exhibition in Three Acts im Migros Museum sind Zeichnungshefte entstanden. Darin wurden die ausgestellten Werke in technischer Manier abgebildet und in fremde Situationen platziert. Die Besucher_innen konnten damit die einzelnen Seiten auf spielerische Weisezeichnend und schreibend ergänzen. Schlussendlich ist eine Sammlung solcher Hefte entstanden, in welchen die verschiedenen Rezeptionsansätze der Besucher_innen sichtbar wurden und im Verlauf der Ausstellung stets weiterbearbeitet werden konnten.

Kontakt: E-Mail


carioca 2016
carioca
2016

Agathe Mauron
Mentorat: Andi Schoon

Es ist unmöglich, die Copacabana oder Rio de Janeiro mitsamt Einwohnern als Monumentalprojekt in einem Kunstraum unterzubringen. Möglich ist hingegen, eine Imagination des real Erlebten in künstlerisch abstrakter Form zu vermitteln. Die Stadt wird anhand einer Fotografiesequenz von monochromen Hausfassaden fragmentarisch dargestellt (Rauminstallation).

Ohne Titel, 2016, Digitalfotografie I/II, ink jet auf Foto-Papier, 1.10 x 0.80 m
Ohne Titel, 2016, Rauminstallation fotografische Sequenz, ink jet auf Foto-Papier

Kontakt: E-Mail


Chronicles of the Coast 2016
Chronicles of the Coast
2016

Sein Bouquin, Rachel von Dach

Mentorat: Stefan Sulzer, Dominique Lämmli
 

Chronicles of the Coast ist ein Workshop auf den Spuren der Chettiars, einer Händler­gemeinschaft aus Südindien. Der vierwöchige Workshop wird durch das Srishti Institut für Kunst, Design und Technologie veranstaltet. Das Projekt wird, im Rahmen eines Minor-Projektes im Master of Art Education an der Hochschule der Künste Bern, im Teamteaching mit Dozierenden der Srishti realisiert.

Gemeinsam mit Studierenden der Srishti erkunden und entdecken wir Räume der Chettiars in der Region Tamil Nadu. Durch Notizen, Zeichnungen, gesammelte Objekte und digitale Medien werden Situationen festgehalten und Erfahrungen sichtbar gemacht. Wir experimentieren mit verschiedenen Recherchemethoden und dokumentieren unsere Reise. Aus dem Angesammelten erarbeiten wir  ein künstlerisches Projekt.

Die Webseite www.chroniclesofthecoast.com versammelt Handlungsanweisungen zu Mapping und dokumentiert das Projekt Chronicles of the Coast.

Mehr zum Projekt

Plakat

Dokumentation

www.chroniclesofthecoast.com

Mitwirkende Institution: www.srishti.ac.in

Kontakt: E-Mail Selin E-Mail Rachel


Construction d'une médiation dialogique 2016
Construction d'une médiation dialogique
2016

Sarah Glaisen

Mentorin: Annika Hossain

Ort: Migros Museum für Gegenwartskunst

Ce projet de médiation repose sur la question de la relation entre un objet d’art et le «spectateur». Dans un contexte muséal, quel peut être le sens d’un objet d’art pour le «spectateur» ? Comment un objet d’art peut-il faire sens pour le «spectateur» ? Quel rôle donner au médiateur-trice afin qu’une relation personnelle, directe, ouverte et spontanée puisse s’effectuer entre un objet d’art et le «spectateur» ? Cette réflexion a conduit à envisager le rôle du médiateur-trice au sens premier du terme, c’est-à-dire sans lui attribuer une fonction de transmission spécifique, mais en le considérant, avant tout, comme un accompagnant, un troisième acteur dans cette relation triangulaire. Son rôle est, dans ce cas, d’accompagner, de soutenir et de permettre l’effectuation d’une mise en relation personnelle entre l’œuvre et le «spectateur». Afin de répondre concrètement à ces questions, il est apparu important de tenter, au moyen d’une forme spécifique de médiation, d’approfondir cette relation. C’est ainsi que fut conçu un scénario spécifique, basé sur l’expérience directe de l’objet d’art avec le moins d’interférence possible et la prise en compte des réalités propres du «spectateur».

Un scénario a ainsi été élaboré et expérimenté en janvier 2017 au sein du Migros Museum für Gegenwartkunst à Zürich avec trois enfants de 6, 9 et 10 ans. Les enfants ont découvert individuellement l'œuvre Principles Of Admitting (2009) de Karla Black, accompagnés par la médiatrice qui les filmait. À la fin de la visite, toujours dans l’espace d’exposition et sans regarder l’œuvre, les enfants ont dessiné le parcours qu’ils ont effectué ainsi que l’œuvre. Une brève discussion s’en est suivie. Puis, le lendemain de la visite, les enfants ont retrouvé individuellement la médiatrice avec laquelle ils ont parlé de leurs expériences respectives.

L’ensemble du processus a été enregistré (images & son). Les discussions entre les enfants et la médiatrice ont été retranscrites.

Kontakt: E-Mail


GEMEINSAMER TRENNER 2016
GEMEINSAMER TRENNER
2016

Annette Brand und Anna Jaun

Mentorin HKB: Romy Troxler
Mentorinnen im Museum: Alena Nawrotzki, Cynthia Gavranic
Material: Set à 12 Postkarten mit Bild und Textseite 
Durchführung: Während «20 An Exhibition in Three Acts» 15.10.2016–05.02.2017 und nach der Ausstellung

Es ist das dynamische Spannungsfeld zwischen Werk und BetrachterIn, das Zusammenspiel von Wort und Bild, das Annette Brand und Anna Jaun nutzen, um die Kunstwerke zu reflektieren. Ihren intuitiven Zugang legen sie als Kartensammlung offen. Fragen und Irritationen werden weder beantwortet noch aufgelöst, sondern als spannendes Moment weitergegeben. Die Karten laden dazu ein, ohne „richtig“ und „falsch“ über Kunst nachzudenken, Diskussionen zu eröffnen, Fragen zu stellen und Assoziationen zu teilen.

Projektbeschrieb und Vorgehen

Die Exponate sind sowohl gemeinsamer Ausgangspunkt wie auch gemeinsamer Trenner der beiden Künstlerinnen und Kunstvermittlerinnen Annette Brand und Anna Jaun. In Bild und Text nehmen sie Bezug auf die ausgestellten Arbeiten und vermitteln Kunst von Kunst aus. Zu Beginn der Ausstellung wurden erste Eindrücke als Skizzen und Textfragmente festgehalten. Um intuitiv und unvoreingenommen auf die Werke reagieren zu können wurde zunächst auf eine vertiefte Recherche verzichtet. 

In einer ersten Phase wurde unabhängig voneinander gearbeitet um die Reaktionen auf die Exponate in Malerei, resp. Text festzuhalten. Ausgehend von der eigenen künstlerischen Tätigkeit wurden Themen, Stimmungen, Formen, Farben usw. aufgenommen und in der jeweiligen Sprache neu umgesetzt. Da die ausgestellten Werke in ihrer Entstehungszeit und Technik sehr unterschiedlich sind, entstand eine Vielfalt an Malereien und Wortkombinationen. In einem spielerischen und lockeren Austausch wurde anschliessend Wort und Bild zusammengeführt. Die intuitiven Reflexionen führen in ihrer Kombination zu einem produktiven Dazwischen. Gerade in diesen sich neu öffnenden, irritierenden wie auch poetischen Zwischenräumen liegt der vermittlerische Wert des Projektes.

Die Umsetzung der Wort-Bild-Kombinationen als Postkartenset lässt die BesucherInnen an diesem intuitiven und spielerischen Zugang teilhaben. Einerseits wird der Aspekt des Sammelns aufgegriffen, andererseits können die Karten auch unabhängig voneinander genutzt werden. Die BesucherInnen entscheiden selbst, ob eine Karte so belassen oder ergänzt, aufbewahrt oder verschickt wird.

Karten- Set

Das Set beinhaltet zwölf A6 Karten und ist an der Rezeption des Migros Museums erhältlich. Die Platzierung an einem Durchgangsort ermöglicht es, die Besucher vor sowie auch nach dem Museumsbesuch auf die Karten aufmerksam zu machen. In der Ausstellung sind die Karten auf spielerische Weise als eine Art Ratespiel einsetzbar. Werden die Karten nach dem Museumsbesuch erworben, dienen sie als Erinnerungsstütze und dienen als Anregung, sich weiter mit den Werken auseinanderzusetzen. Die Gestaltung der Karten macht es möglich, sich eigenständig über die Werke zu informieren und einen erweiterten Einblick in die Sammlung des Migros Museums zu erhalten.

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Über Material 2016
Über Material
2016

Tina Z'Rotz

Mentorat: Jacqueline Baum, Annika Hossain
Durchführung: Dezember bis Januar 2016/17

Vielen Dank an:
Anna, Bea, Fredi, Nicole, Romana, Sarah und Markus Medialab HKB

Vermittlung einer zeitgenössischen Skulptur 
Ausgangspunkt ist eine „Reibung“ zwischen mir als Betrachterin und einem Werk. Das Migros Museum für Gegen­wartskunst feiert sein 20­jähriges Beste­ hen. Gezeigt wird die abstrakte Skulptur „Principles of Admitting“ von Karla Black. In der Werklegende steht: Gips, Farb­pulver, Papier und Selbstbräunungsspray, Kreide, Abdeckstift, 20 x 2770 x 1025 cm. Ich nehme den Umstand als Anlass zur Thematik: Wie vermittle ich Kunst die sich mir nicht erschliesst? 


Kunst von Kunst aus? 
Was könnte das heissen: Kunstvermitt­lung von Kunst aus denken? Material zeigt sich stofflich, elektronisch, bildhaft, gedanklich, sprachlich oder gegen­ständlich. Das Kunstwerk als Erkenntnis bedeutet nicht bloss Information, sondern es wird auch im Erarbeiten einer Haltung durch aktive Beteiligung erfahrbar. Bilden heisst somit integrieren von Denken, Wollen und Fühlen. 


Skulptur ist eine Frage 
Ich lade sechs Personen zu einer geführten Gruppendiskussion, dem "Sokrates-Dialog" ein. Es sind sechs unterschiedliche Menschen zwischen 25 - 70 Jahren, sie diskutieren über die Frage: KANN SKULPTUR EINE FRAGE SEIN? Von der Arbeit Principles of Admitting mache ich Videoaufnahmen. In der Postproduktion unterlege ich die Videobilder mit dem Ton von Auszügen aus der Gruppendiskussion. Das Ergebnis wird auf dem Museums-Server dem interessierten Publikum zugänglich gemacht.


Rolle der Vermittlerin 
Ich trete als Vermittlerin nicht direkt vor ein Publikum. Eine künstlerische Arbeit soll zur Vermittlung dienen. Ich generiere verschiedene Ideen zur Vermittlung des Werkes. Mein Ansatz ist: «Kunst als Forschung».




Projekt: Ausstellung 20 – An Exhibition in Three Acts, Karla Black, Principles of Admitting, 9. Dez. 2016 bis 5. Feb. 2017 im Migros Museum für Gegenwartskunst in Zusammenarbeit mit der Hochschule der Künste Bern MA Art Education

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  Question
think
order
play Question


Wir essen heute eine Kuh! 2016
Wir essen heute eine Kuh!
2016

Katharina Karras

Mentorat: Mauro Schönenberger und Tobias Steiner (Captns & Partner),  Bernhard Probst (Lernnetz AG)

Das Ziel des Projektes ist die Förderung des Bewusstseins für unseren Fleischkonsum. Es richtet sich sowohl an Kinder als auch an Erwachsene. 
Die aus meinem Bachelor-Abschluss im Bereich Industriedesign hervorgegangenen Lehrmittel der Wendetiere sollen eine Anwendung auf dem realen Markt finden. Ein Crowdfunding auf «wemakeit» dient einerseits, um die Finanzierung und den Absatz einer ersten Kleinserie der Wendetiere abzuwickeln, andererseits um eine Schnittstelle zwischen Designerin/Produzentin und Anwendern/Kunden zu bilden. Die Kampagne ermöglichte die Kommunikation über die Plattform und ihr angeschlossene Kanäle. Neben den Wendetieren konnten weitere Produkte und Dienstleistungen (Workshops) getestet werden, die sich dem Ziel der Vermittlung bewussten Umgangs mit Fleischprodukten verpflichten.

Website
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«Wir malen uns die Welt, wie sie uns gefällt» 2016
«Wir malen uns die Welt, wie sie uns gefällt»
2016

Mira Buck

Mentorinnen HKB: Jacqueline Baum, Annika Hossain
Dank für die Unterstützung an: Kreativasyl, www.kreativasyl.ch
Mortaza Shahed und die Filmproduktion Coupedoil

Zusammen mit 6 Personen, die in die Schweiz geflüchtet sind und hier versuchen Fuss zu fassen, haben wir in einer Projektwoche eigene Entwürfe von Weltkarten kreiert. Diese Projektwoche fand in einem Raum im Kulturzentrum Progr statt und es ging einerseits darum, soziale Kontakte zu fördern und anderseits sollten die Teilnehmer die Möglichkeit haben das Interesse an der künstlerischen Gestaltung zu wecken oder zu vertiefen. Dieses Projekt war für mich ein Versuch mein soziales Engagement mit der kunstvermittelnden Praxis zu verbinden, dabei die Möglichkeiten auszuloten und in Erfahrung zu bringen, ob ein solches Angebot auf Interesse stösst.

Den Rückmeldungen der Beteiligten zufolge, sei dieses Angebot interessant, biete Abwechslung und Raum sich zu entspannen. Die meisten wünschen sich weiterhin einen solchen sozial und gestalterischen Austausch. Weitere Projekte in dieser Art sind in Planung.

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2015

Are you my partner? 2015
Are you my partner?
2015

Marlies Aryani Rüegg

Mentorin: Doro Schürch

Video-Performance: 2:14min
Technik: Videokamera
Video ohne Schnitt
Performerin: Marlies Aryani Rüegg
Kamera: Christian Höfliger

Als MA Art Education Studentin bewege ich mich mit dem gewählten Y - Modul für mein Minorprojekt in einem neuen Feld: 
Performancekunst.
Mich interessiert das Erreichen einer Ästhetik im Bild und in der Ausführung.
Ich lasse mich leiten von meiner Neugier für Bewegung über das Medium Körper. Wie komme ich zu einem Ausdruck? Wie beeinflussen Kameraführung, Schnitt, Licht und Ton performative Handlungen? Wie setze ich diese Parameter ein für die Dokumentation; im Wissen, dass diese massgeblich die Video Performance mitformen?
 Ausschnitte aus dem Prozess: Standbilder aus Skizzenvideos. Von der Bewegung mit einem am Körper gebundenen Tuch, welches die Bewegungsfreiheit einschränkt, zum kleineren Tuch, zum Terraband, zum Seil. Die Performance « Are you my partner? « zeigt das Aufnehmen eines 50m Seil.
Bändigt das Seil mich oder ich das Seil? Wir es zum Partner in dieser Performance?

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BEETlehem 2015
BEETlehem
2015

— Dein Garten bei der Kirche



Janine Strasser 

Mentorat: Urs Gehbauer
Jahr: 2015 (Sommer)
 

Das Ziel des Projekts BEEThlehem ist es, den Grünstreifen zwischen dem Kirchengebäude und der Tramhaltestelle in Bern Bethlehem künstlerisch zu beleben. Anstelle eines geschlossenen Kunstwerks wird ein Ort des Austauschs für die AnwohnerInnen geschaffen. Ein Werk, welches sich also erst durch die beteiligten Personen formt.
Bern Bethlehem ist geprägt durch das Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und sozialen Schichten. Viele haben nicht die Möglichkeit, sich in einem Garten zu betätigen. Ein Gemeinschaftsgartenprojekt bietet sich demzufolge an, in diesem Quartier durchgeführt zu werden.

Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit der evangelisch-reformierten Kirche Bern Bethlehem und Stadtgrün Bern entstanden.

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Dokumentation

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Comment please 2015
Comment please
2015

Im Gespräch durch die Ausstellung «Comment, please» bei sic! Raum für Kunst in Luzern. Simone HofmannMentorat: Eva-Maria Knüsel, Julia Jost Jahr: 2015 

Ein Versuch ausgehend von der eigenen Rolle, der Vermittlerin als «Kommentatorin», die unterschiedlichen Facetten des Kommentierens zu hinterfragen. 
Inwiefern beeinflusst vermitteltes Wissen den Blick des Betrachters? Wie weit sprechen die ausgestellten Arbeiten für sich? Und was ergibt sich im Dialog zwischen Vermittlerin, Publikum und Werk?

Ausgehend vom Ausstellungstitel «Comment, please» sollten die Besucherinnen und Besucher nicht im «klassischen Sinne», sondern vielmehr in einem gemeinsamen Rundgang mit regem Austausch in der Gruppe durch die Ausstellung geleitet werden. Dabei dienten die eigenen Erwartungen an die Kunstvermittlung und die Rezeption von Kunst als Ausgangspunkt für die Konzipierung der «Gespräche durch die Ausstellung». Es galt auszuloten, wie viel Erklärung die jeweiligen Werke beziehungsweise die Betrachter und Betrachterinnen bedürfen.


Basierend auf dem angeeigneten Wissen wurde die Idee, ein grober Ablauf und eine Art Fragenkatalog für die Rundgänge entwickelt. Dieses Wissen setzte sich aus Informationen zu den Künstlerpositionen, den ausgestellten Werken, theoretischen Ansätzen zum Thema des Kommentars in der Kunst, zur Kommentarbedürftigkeit von Kunst und aus dem Feld der Vermittlung zusammen. Damit eine vertiefte Besprechung möglich ist, wurden für die Rundgänge vier Arbeiten ausgewählt. Nach einer kurzen Begrüssung wurden die Anwesenden über das Konzept aufgeklärt und auf die Zurückhaltung der Vermittlerin hingewiesen. Gleichzeitig wurden sie dazu aufgerufen, jederzeit Fragen zu stellen, um an gewünschte Informationen heranzukommen. Auf diese Weise sollten Gespräche ausgehend von den individuellen Assoziationen und Eindrücken der Betrachterinnen und Betrachter angeregt werden. 

PlakatKontakt:
E-MailWebsite sic!


Der fotografische Roadtrip 2015
Der fotografische Roadtrip
2015

Fabian Unternährer
Mentorat: Nadine Wietlisbach, Direktorin des Photoforum Pasquart

„Because in the end, you won't remember the time you spent working in the office or mowing your lawn. Climb that goddamn mountain.“
Jack Kerouac



Konzept:
Die Idee war das Gestalten eines fotografischen Workshops, welcher darauf abzielte, die eigene Sprache und damit jeweilige Autorenschaft ausfindigzumachen sowie zu fördern.

Ausschreibung:
Bewerben konnten sich Amateure, Studierende wie auch Profis mit einem Portfolio à 15 Bildern und anhand eines Arbeitsvorhabens. Ein Grundverständnis für fotografische Geräte sowie das persönliche Erscheinen an den geplanten Gruppentreffen wurde vorausgesetzt.

Bild: „Austausch und Dialog während dem Workshop im Photopasquart.“

Plakat zum Projekt

Videolink

Bilderblog zum Workshopverlauf

Website

Kontakt: 
E-Mail
+41 78 672 50 10

Mitwirkende Institution:
www.photoforumpasquart.ch/


Die interkulturellen Sommerwochen - Swiss Art Education meets Bosnia 2015
Die interkulturellen Sommerwochen - Swiss Art Education meets Bosnia
2015

Yasmin Mattich



Mentorat: Ursula Jakob 
Jahr: 2015 (16. Juli - 17. August)
 

Ein interkulturelles Projekt zwischen der Schweiz und Bosnien mit Unterstützung der freiwilligen Organisationen IKJF und Narko-Ne und in Zusammenarbeit mit der Hochschule der Künste Bern

Die «Interkulturellen Sommerwochen» ist ein interkulturelle Projekt zur Jugendförderung zwischen der Schweiz und Bosnien-Herzgowina. Eine Gruppe von sechs Schweizer Studenten der Kunsthochschulen Zürich, Bern und der PH Luzern reisten für vier Wochen in die mittelbosnische Kleinstadt Novi Travnik, um gemeinsam mit fünfzehn freiwilligen Jugendlichen aus der Stadt und Umgebung kreative Freizeitangebote für die Kinder (5-12 Jahre) zu gestalten. Durch das Anleiten der Jugendlichen wurden zum Thema «Express your identity - me and my environment» verschiedene Workshops in den Bereichen Kunst, Experiment und Sport erarbeitet und realisiert. Bei der Durchführung der Workshops nahmen wir Schweizer Studenten vor allem die Funktion als Mentoren ein und unterstützen die Jugendlichen als Experten mit pädagogischem und künstlerischem Hintergrund bei der Konzeption und Realisation der Workshops. Durch die Einführung in grundlegende Organisationskonzepte wurden die bosnischen Jugendlichen in ihren Kompetenzen als verantwortungsbewusste Vermittler geschult. Gleichzeitig sollte anhand eigener künstlerischer Projekte neue Zugänge für einen experimentiellen Umgang mit alltäglichen Medien geschaffen werden.
Während dem ganzen Projekt stand dabei eine Vermittlung im Fokus, die nicht nur den Spagat zwischen den beiden Kulturen zu meistern versuchte, sondern vor allem auch als Mittel zur Förderung von Team- und Führungskompetenzen der Jugendlichen in Einsatz kam.

Innerhalb der ganzen Projektdauer erfolgte im gesamten eine Vermittlung auf verschiedenen Meta-Ebenen: 

a) Vermittlung von künstlerischen Inhalten
Die Vermittlung von künstlerischen Inhalten bezieht sich einerseits auf die Kinder-Workshops und die somit verbundenen sprachlichen Barrieren, andererseits aber auch auf die Art und Weise, wie die eigenen, von der Ausbildung mitgebrachten «Visionen» von künstlerischen Ansätzen, den Jugendlichen auf eine lustvolle Art und Weise vermittelt werden konnten. Um die Jugendliche für einen offenen Umgang mit experimentielleren Herangehensweisen und künstlerischen Techniken begeistern zu können, war es wichtig, diese auch für die Volunteers erfahrbar zu machen. Das freie Nachmittagsprogramm wurde deshalb von einem - eigens für die Jugendlichen konzipierten - Workshops dominiert, in denen selbstständig eigene künstlerische Projekte umgesetzt wurden.
Im Umgang mit Medien Film, Fotografie, Land-Art und Zeichnung setzten sich die Jugendlichen zum Thema «Express your identity - me and my environment» mit ungewohnten Arten der Beobachtung und Freizeitbeschäftigung auseinander. Um den Volunteers einen leichteren Zugang zu experimentiellen Ansätzen zu ermöglichen, wurde Wert darauf gelegt, die Projekte in Bezug zu den Volunteers und ihrer Umgebung zu setzen. Aktuelle jugendspezifische Themen, wie beispielsweise das Selfie, aber auch vertraute Medientools, wurden dabei neu interpretiert und in die Projekte miteinbezogen.
Durch die Projekte lernten die Jugendlichen auf eine vielfältige Art und Weise, ihre Stadt und nahe Umwelt zu beobachten und zu dokumentieren: Es wurden Kurzfilme über die Thematik der persönlichen Hobbies gedreht, mit ungewohnten fotografischen Perspektiven experimentiert oder sich in der Stadt mit der Handykamera auf die Suche nach unterschiedlichen Arten von Logos und Schrifttypen gemacht. Neben dem Ziel einer Sensibilisierung der eigenen Beobachtungsweise, sollte den Jugendlichen gleichzeitig neue Zugänge zu alltäglich verwendeten Medien, wie beispielsweise das Handy, geschaffen werden. 

b) Vermittlung von Organisationskonzepten und pädagogischen Visionen
Während den Kinder-Workshops übernahmen hauptsächlich die Jugendlichen die Leitung durch das Programm. Damit wurde das Ziel verfolgt, die Volunteers in ihren Team- und Führungskompetenzen zu fördern. Die Nachmittage wurden hauptsächlich dazu genutzt, um die Volunteers in grundlegende didaktische Organisationskonzepte einzuführen (Timetable, Zeitmanagement, thematische Kontinuität etc.). Als Personen mit vorwiegend pädagogischem und/oder künstlerischem Hintergrund nahmen wir Studenten gezielt die Position als Mentoren ein: Mit verschiedenen Inputs versuchten wir die Jugendlichen in Bezug auf Vermittlungsfragen zu schulen und sie bezüglich eines sinnstiftenden Aufbaus innerhalb der  einzelnen Kinder-Workshops zu sensibilisieren. Dabei bildete die gemeinsame Reflexion einen wesentlichen Bestandteil: Jeweils im Anschluss der Kinderworkshops erfolgte in Kleingruppen eine Diskussion und Auswertung der gesammelten Beobachtungen und Erfolge, bwz. Misserfolge.
Im fortschreitenden Ablauf der interkulturellen Sommerwochen gewannen die Volunteers in ihrer Funktion als Leiter der Kinder-Workshops kontinuierlich an Sicherheit und Routine. Aufgrund ihrer stetig wachsenden Sammlung an Erfahrungen und Formen von Vergleichsmöglichkeiten erkannten die Jugendlichen vermehrt die Wichtigkeit von inhaltlichen Zusammenhängen und das Sicherstellen einer gewissen Kontinuität innerhalb der einzelnen Workshop-Teile.

c) Vermittlung zwischen unterschiedlichen Kulturen und Interessen 
Während des Projekts stiess ich als Vermittlerin immer wieder auf kulturelle Hürden, seien es sprachliche Barrieren oder persönliche Interessensdifferenzen der Jugendlichen, sowie innerhalb unseren studentischen CH-Teams. Aus diesen Gründen war es wichtig, nicht nur den interkulturellen Austausch zwischen mir und den bosnischen Jugendlichen zu fördern, sondern auch innerhalb unserer schweizerischen Gruppe eine intensive Kommunikationskultur zu pflegen, in der jegliche Form von Meinungsaustausch Platz fand. Die Fähigkeit, Kompromisse einzugehen und die Kompetenz, im Team Entscheidungen zu fällen und nach Lösungen zu suchen, ist nur eines meiner vielen persönlichen Lernfazite dieses Projekts. 

Ausgewählte Bibliografie 

  • MaryAnn F. Kohl, Die Kunst-Ideen-Kiste für Kinder. Kreativ experimentieren mit neuen Techniken. Mühlheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr 2005. 
  • Fiona Danks, Werkstatt Natur. 101 Ideen zum Spielen Gestalten und Werken. Aarau: AT-Verlag 2010. 
  • Ute & Tilman Michalski, Kreatives Gestalten. Malen, Zeichnen, Drucken, Filzen. Ravensburg: Ravensburger Buchverlag Otto Maier 2005. 

Kontakt: E-Mail
Links:
Website IKJF 
Dokumentation (Blog) 


Es krabbelt, summt und fliegt … 2015
Es krabbelt, summt und fliegt …
2015

Eine Projektwoche an der Primarschule Linde Biel

Flurina Affentranger

Mentorat: Jacqueline Baum, Ruth Kunz
Jahr: 2015 
 

Die Primarschule Linde Biel realisierte vom 4.-8. Mai 2015 unter dem Themenkomplex «Kunst» eine stufenübergreifende Projektwoche. «Es krabbelt, summt und fliegt... Wir entdecken die Welt der Insekten mit Farbe, Draht und Papier» war eine Ergänzung zu den Projekten, welche von den Klassen- und Fachlehrpersonen der Schule Linde durchgeführt wurden. 
Die Welt der Insekten bildete den thematischen Kern dieses Projektangebotes. Diesem Ansatz liegt die konzeptionelle Idee zugrunde, den Zugang zum Gestalten in der unmittelbaren Lebenswelt zu finden. Ausgehend von Präparaten, gesammelten lebenden Insekten, Fotografien und Illustrationen entwickelten die Schülerinnen und Schüler aus dem Wechselspiel von Anschauung und Vorstellung eine Bilderwelt zum Thema. 

Die handwerklich-technischen Schwerpunkte lagen in einfachen druckgrafischen Verfahren, zeichnerischen Umsetzungen und plastischem Arbeiten mit Draht und Recyclingmaterialien. Das Schulzimmer wurde zur Werkstatt, in der ein methodischer Balanceakt zwischen aufgabengeleitetem Arbeiten und Ansätze ästhetischer Forschung erprobt wurde.

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Essen im öffentlichen Raum 2015
Essen im öffentlichen Raum
2015

Laura Grubenmann, Luca Pitsch, Anna-Lena Schroers
Mentorat: Polania Felipe

Am 19., 20. und am 21. Juli 2016 wurde an unterschiedlichen öffentlichen Orten in Bern ein langer, festlich gedeckter Tisch mit Speisen und Getränken positioniert. Ohne Ankündigung und Bewilligung wurde die Szene in Kürze auf- und nach dem Essen wieder abgebaut. Passanten und Passantinnen die zufällig vorbei gingen, wurden eingeladen Platz zu nehmen und gemeinsam Abend zu essen.
Die ausgewählten Plätze zeichnen sich dadurch aus, dass sie zum Verweilen geplant sind, aber nur selten dazu genutzt werden. Indizien wie Bänke, kleine Plattformen oder nicht privatisierter, verkehrsfreier Raum kennzeichnen sie. Es sind Orte die keine klare Funktion haben. Oftmals sind sie nur spärlich beleuchtet oder von starkem Verkehr umgeben.
Für die aufgedeckten Speisen sowie das Grilligut, wurden grösstenteils nicht mehr verkäufliche Produkte verwendet, die von zwei Grossflialen und vom Berner Samstagsmarkt bezogen werden konnten. Die Abendessen konnten den Passanten und Passantinnen dadurch kostenlos offeriert werden.
Die Gastfreundschaft, die Nutzung von öffentlichen nicht benutzen Plätzen und der Akt des gemeinsamen Essens standen somit als Themen im Zentrum dieser Arbeit.


Finde die Kreativwerkstatt, Stationenrätsel, Werkstatt und Luftballonaktion 2015
Finde die Kreativwerkstatt, Stationenrätsel, Werkstatt und Luftballonaktion
2015

Anicia Gerber
Mentorat: Maren Polte und Jacqueline Baum

Im Rahmen des Stadtfestes Bern 2016, welches in Bümpliz-Bethlehem ausgetragen wurde, öffnete die HKB für das interessierte Publikum ihre Türen. In enger Zusammenarbeit mit der internen Abteilung für Kommunikation wurde ein zweitägiges attraktives Programm mit dem Projekttitel Finde die Kreativwerkstatt konzipiert. Ein Stationenrätsel mit neun Posten führte die Besucher an die HKB. Am Samstag arbeiteten Kinder und Erwachsene in der Kreativwerkstatt durchgehend an einer gemeinsamen Fantasiestadt. Am Sonntag wurde die gestaltete Stadt von den Kindern abgebaut, zerlegt, auf Postkarten geklebt und an Luftballons gemeinsam in den Himmel steigen gelassen. 

Kontakt: E-Mail


form follows function 2015
form follows function
2015

Laura Zarotti

Mentorat: Catherina Ziessler
Jahr: 2015 
 

Das Projekt ‹form follows function› lässt sich als eine gestalterische Intervention im Aussenraum des Bundesasylzentrums Juch in Zürich Altstetten beschreiben.

Die Gestaltung wird funktional verstanden, da die VermittlerInnen das Bedürfnis der BewohnerInnen nach mehr Raum und Rückzugsmöglichkeiten thematisieren.

Sie wollen mit einem praktischen, handwerklichen Ansatz beispielhafte Arbeit leisten, die in den Zentrumsalltag integriert werden kann.

Der Aussenraum des Zentrums wird am Auffahrtswochenende (15.-17.5.2015) und vier nachfolgenden Einzeltagen (20.5/28.5/30.5/5.7) von den VermittlerInnen und den BewohnerInnen in gemeinsamer Arbeit bespielt und bewohnbar gemacht.

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Konzept


Lucys Köder 2015
Lucys Köder
2015

Anna Spirig und Srimauli Manurung

Mentorat: Sara Smidt (Kunstmuseum Thun)
Jahr: 2015 (21. Juni – 16. August )
 

Ihre Gedanken zu Anderssons Werken


Das Projekt «Lucys Köder» wurde in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Thun entwickelt. Es hat vom 21. Juni bis am 16. August 2015 stattgefunden und  Bezug auf die Einzelausstellung «Legende» von Christian Andersson genommen. In seinen Werken beschäftigt er sich mit Themen wie: Wahrnehmungsmuster hinterfragen, Gewohnheiten durchbrechen oder andere Blickwinkel aufzeigen.

Die Idee des Projektes ist es, Gedankenspickel von MuseumsbesucherInnen auf weissen Stoffstücken zu sammeln. Diese werden am Geländer, das am Kunstmuseum vorbei führt, befestigt und so für alle sichtbar gemacht. Installiert sind zudem auch gelbe Informationsbänder. Daneben werden auf Papiertaschen gedruckte Gedanken im Museumsshop verteilt und so in Umlauf gebracht. 
Die Installation wie auch die Taschen dienen als Köder. Sie sollen neugierig machen, die Leute zum Lesen verleiten, in die Ausstellung locken oder zum Schreiben eines eigenen Gedankens anregen.

Uns interessieren Vermittlungsformen, die auf eine andere Art stattfinden als im frontalen Dialog mit den Museumsbesucherinnen und den Vorbeigehenden. Wie kann ein Dialog entstehen, bei dem die Beteiligten nicht zwingend direkt, auf gewohnte Weise miteinander kommunizieren?

Plakat

Kontakt:

E-Mail Anna Spirig
E-Mail Srimauli Manurung
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Nous et La Passerelle 2015
Nous et La Passerelle
2015

Ina Unger-Harsch 

Mentorat: Valérin Bertin (La Passerelle)
Jahr: 2015 (Juni)
 

Gemeinsam fotografieren, malen, zeichnen, experimentieren ... – im Fokus dieses Workshops stand die Zusammenarbeit. Von März bis Juni 2015 traf ich mich einmal pro Woche mit der Schulklasse Eureka in der heilpädagogischen Schule La Passerelle der Institution de Lavigny, Kanton Waadt.

Der Titel „Nous et La Passerelle“ war der Leitfaden des Workshops und Ausgangspunkt für die einzelnen Themen. Ziel des Workshops sollte die Förderung der Zusammenarbeit sein, da es innerhalb dieser Klasse stark an Gruppendynamik fehlte. Es sollten gemeinsame Endprodukte entstehen, die auf ihre Weise über die Personen oder den Ort erzählen. Mir war es dabei wichtig, den TeilnehmerInnen viel Spielraum in der gestalterischen Arbeit einzuräumen. Zum Abschluss des Workshops wurde gemeinsam mit den TeilnehmerInnen eine Ausstellung organisiert.

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Separating Fact From Fiction 2015
Separating Fact From Fiction
2015

Alexandra Uehlinger
Mentorat: Julia Jost

Zur Ausstellung Water under the Bridge von Vittorio Brodmann in der Kunsthalle Bern habe ich ein Vermittlungsprojekt konzipiert, das sich an ein reguläres Kunsthallenpublikum richtete. Dabei interessierte mich die Herausforderung, ein künstlerisches Vermittlungsprojekt für Erwachsene zu gestalten, das anregt, anspruchsvoll ist, einen Mehrwert generiert, sich nicht aufdrängt, nicht didaktisch daher kommt und mit der Erwartungshaltung der Besucher spielt. Ich habe einen Text geschrieben, der im Eingangsbereich der Kunsthalle aufliegt. Der Besucher entscheidet, ob er den Text nehmen und ihn lesen will oder nicht. Am Ende der Publikation wird auf die Website https://vpvb.org/ verwiesen. Es handelt sich um eine Plattform, die den Besuchern die Möglichkeit bietet, sich auszutauschen, sich zu informieren und kreativ zu werden.

Textauszug


Spuren der Erinnerung / Traces de la mémoire 2015
Spuren der Erinnerung / Traces de la mémoire
2015

Mara Ryser
Mentorat: Sarah Stocker

«Welche Erinnerungen wecken die Arbeiten der Zeichnungsserie Soft Facts von Tina Schulz?» Auf den Blog www.spuren-der-erinnerung.tumblr.com werden persönlichen Erinnerungen in Form von Texten oder Bildern hochgeladen, wodurch eine persönliche, kognitive und emotionale Auseinandersetzung mit der Arbeit angeregt wird. Das Projekt erprobt das Werkzeug der Social Media, indem die hermetisch abgeschlossene Ausstellung in die virtuelle Welt geöffnet wird. Unter dem Titel Spuren der Erinnerung neu gelegt / Traces de la mémoire réorganisées werden am Sommerfest des CentrePasquArt bei einer Aktion die gesammelten Beiträge neu präsentiert. 
Das Projekt bezieht sich auf die Zeichnungsserie Soft Facts aus der Einzelausstellung der deutschen Künstlerin Tina Schulz, die vom 2. Juli bis zum 28. August 2016 im Kunsthaus CentrePasquArt Biel stattfand.

Kontakt: E-Mail


Stage Maxi-Beaux-Arts 2015
Stage Maxi-Beaux-Arts
2015

Dominique Nadiya Liniger & Sabine Zenger

Mentorat: Martine Wolhauser (Maxi Beaux Arts)
Jahr: 2015 (Juni)
 

Im Rahmen dieses einwöchigen Kurses der Maxi-Beaux-Arts in Fribourg, haben sich die Jugendlichen mit dem Gestalten und Entwerfen von Logos, Flyern und Poster auseinandergesetzt. Durch das Einführen in Gestaltungsgrundlagen von Schrift und Bild sowie das Besprechen von Wirkung und Zweck, wurde den Jugendlichen Basistechniken vermittelt um eigene Konzepte und Ideen umzusetzen und diese auch kritisch zu reflektieren.
Ein wichtiges Anliegen war uns, den Jugendlichen ein Raum zu bieten, in dem das Umsetzten von eigenen Ideen gefördert und Eigeninitiative und Experimentierfreude geweckt werden sollte.

Maxi-Beaux-Arts
Der Verein Maxi-Beaux-Arts in Fribourg bietet eine vielfältige Palette an gestalterischen Kursen für Jugendliche an. Diese Kurse finden wöchentlich, ausserhalb der regulären Schulzeit statt und richten sich an Sekundar- und Mittelschüler aus dem Raum Fribourg. Zur Zeit werden die sieben Ateliers Bijouterie, Keramik, Schneiderei, Animationsfilm, Druckgrafik, Malen und Zeichnen sowie Fotografie angeboten. Das Kennenlernen von verschiedenen gestalterischen und künstlerischen Herangehensweisen, wird dabei als zentrale Aufgabe der Ateliers verstanden.
Neu bieten die Maxi-Beaux-Arts einwöchige Atelierkurse während den Sommerferien an.
Wir erhielten die Möglichkeit, im Rahmen dieser «stage d›été» eigenständig ein Kursangebot vom Konzept bis zur Durchführung zu erarbeiten. Dabei wurden in einem ersten Schritt verschiedene Kursangebote zusammengestellt und in Zusammenarbeit mit den Maxi-Beaux-Arts jenes ausgewählt, welches das bereits bestehende Atelier-Angebot optimal ergänzte.
Die Ateliers werden zum grössten Teil in französischer Kurssprache angeboten. So war es uns ein weiteres Anliegen, nebst dem Gestalten eines möglichst lehrreichen Kurses, ein Angebot in deutscher Kurssprache anzubieten.

Stage «Logo, Flyer, Poster»
Mittels verschiedenen Kurzübungen erarbeiteten wir Themen zur Schriftgestaltung und widmeten uns dem Layout von Bild und Text. Zusätzlich wurde in die gängigen Adobeprogramme eingeführt.
Die KursteilnehmerInnen lernten so Aspekte der Kombination Schrift und Bild, Leserlichkeit, Inhalt und Wirkung kritisch zu reflektieren. Ergänzend wurden theoretische Inputs zur Logo-, Flyer-, und Postergestaltung erteilt um den Lernenden ein möglichst breites Gefäss an Methoden und Gestaltungsgrundlagen bereitzustellen. Aufbauend auf die vermittelten handwerklichen und gestalterischen Kompetenzen, konnten die Kursteilnehmer an ihren eigenen Ideen und Projekten arbeiten und wurden dabei individuell von uns begleitet. Dies war aufgrund der kleinen Gruppe optimal umsetzbar. Dem individuellen Arbeiten wurde ein Grossteil der zur Verfügung stehenden Zeit gewidmet. Das regelmässige Präsentieren und Besprechen der Arbeiten im Plenum diente dabei der Weiterentwicklung und Reflexion der eigenen Arbeiten.

Reflexion
Unser Anliegen, ein Kursangebot in deutscher Sprache zu entwickeln, konnte nur in theoretischer Hinsicht erfüllt werden. Insgesamt haben sich drei Jugendliche aus der Stadt Fribourg für unseren Kurs eingeschrieben und alle hatten Französisch als Muttersprache. Für uns war dies insofern herausfordernd, da sich sprachliche Barrieren, vor allem beim Vermitteln von theoretischen Grundlagen, zeigten. So konnten wir nicht immer die korrekten Fachbegriffe finden und mussten uns zum Teil mit „Händen und Füssen“ weiterhelfen. Dennoch konnten wir gut in der Gruppe Kommunizieren und es herrschte allgemein ein sehr offenes und engagiertes Arbeitsklima. Die Lernenden haben die offene Unterrichtsform und die Möglichkeit individuell an eigenen Projekten arbeiten zu können sehr geschätzt und konnten so, gemäss eigenen Angaben, auch viel lernen und mitnehmen. Wir als Vermittlerinnen haben dadurch ebenfalls viele spannende Eindrücke und Erkenntnisse aus dieser Woche gewonnen.
Die Zusammenarbeit mit den Maxi-Beaux-Arts war ebenfalls sehr spannend. Da die „stage d›été“ relativ neu sind und sich noch in der Aufbauphase befinden, erhielten wir neben der Möglichkeit sehr eigenständig eine Woche zu gestalten auch kleine Einblicke in die Arbeitsweise des Vereins.

Plakat
Konzept


UNA Ressourcen-Vermittlungs-Büro 2015
UNA Ressourcen-Vermittlungs-Büro
2015

Matthias Egger (in Zusammenarbeit mit Anna Marcus im Rahmen des UNA Festivals Bern)

 

Mentorat: Ursula Jakob und Jacqueline Baum

Jahr: 2015 (August)

„Unsere Vision ist, die bereits vorhandenen kreativen Kapazitäten und vielseitigen Potenziale im Raum Bern zu koppeln um weitere Synergien zu erschaffen. Zusammen (una, lat. zusammen, gemeinsam, gleichzeitig) wollen wir Neues entstehen lassen. Wir bieten die Möglichkeit, das Festival von Anfang an aktiv mitzugestalten. Es ist uns ein Anliegen, Alternativen zur bestehenden individualisierten Konsumgesellschaft aufzuzeigen und dieser mit vereinten Kräften entgegenzuwirken.” UNA Vision, 2015, Website, https://www.unafestival.ch/vision/, zuletzt geöffnet am 21.9.2015.

Ziel des Ressourcen-Vermittlungs-Büros ist es, die zentralen UNA Anliegen, verankert in Leitlinien und der einleitenden UNA Vision, als Vermittlungswerkzeug zu repräsentieren und zu unterstützen. Ressourcen (Material, Räume, Wissen und Fertigkeiten) werden gesammelt und in einer Kartei erfasst, um sie Form von Listen zugänglich und nutzbar zu machen. Ein Rollmöbel verkörpert und fasst das RVB analog und dient als Werbe- und Informationsplattform an UNA Anlässen, während ein Online Tool die digitale Einspeisung von Ressourcen und die Sichtung der Listen über die UNA Website ermöglicht.

Das sich formierende UNA Festival mit seiner offenen und partizipativen Ausrichtung ist Experimentierfeld für das RVB, dass die gemeinschaftliche Vernetzung zur Erschliessung neuer Räume und Möglichkeiten anstrebt. Im Vorfeld des Festivals wurde das RVB an UNA Anlässen vorgestellt und erste Ressourcen gesammelt. In Zusammenarbeit mit dem UNA wurde die digitale Ressourcen-Austauschplattform (www.unafestival.ch/ressourcen/) realisiert und aufgeschaltet. Während dem UNA Festival war das RVB Rollbüro vor Ort präsent und schloss sich dem Infostand an. Wir informierten und tauschten uns mit BesucherInnen aus oder betätigten uns für das RVB, indem wir beispielsweise Taschen und T-Shirts mit UNA- und RVB Motiven bedruckten. Die Ressourcenlisten wurden dem UNA Ok zur Verfügung gestellt um Anfragen für Einsätze (Bar, Abbau etc.) am Festival über das RVB zu lancieren.

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2014

Action! – Ritual nach Drehbuch 2014
Action! – Ritual nach Drehbuch
2014

Carol Baumgartner und Melanie Hirt

Mentorat: Peter Aerni, Gallus Staubli

Ausgehend von der Wechselausstellung «Rituale. Ein Reiseführer zum Leben» im Museum für Kommunikation setzen sich die TeilnehmerInnen und Vermittlerinnen mit der Thematik «Gruppen und Rituale» auseinander. Gemeinsam erfinden wir neue Rituale, welche wir im öffentlichen Raum der Stadt Bern ausführen. Durch die spielerisch-experimentelle Auseinandersetzung erleben die TeilnehmerInnen unmittelbar, welche Dynamik Rituale auslösen. Um eine heterogene Gruppe von StudentInnen für die Teilnahme zu gewinnen, wurde das Projekt an verschiedenen Berner Hochschulen ausgeschrieben. Das Projekt wurde am 28. Juni 2014 mit sechs TeilnehmerInnen durchgeführt. 


Idee / Konzept: Melanie Hirt und Carol Baumgartner
Durchführung: Samstag, 28. Juni 2014 von 10:00 bis 16:00 Uhr

Plakat

Kontakt Melanie Hirt: E-Mail-Adresse
Kontakt Carol Baumgartner: E-Mail-Adresse


Angelus Novus II 2014
Angelus Novus II
2014

Andrea Beckel und Lea-Nina Fischer

Mentorat: Urs Gehbauer

Erarbeitung und Ausführung eines Konzeptes für die Bühnengestaltung des interdisziplinären Musiktheaters Angelus Novus II der Hochschule der Künste Bern in Zusammenarbeit mit dem Komponist Helmut Oehring.

ANGELUS NOVUS II ist eine instrumental-vokale Collage mit Szene auf ein Bild von Paul Klee und Texten von Walter Benjamin und Charles Baudelaire. Die disziplinübergreifende Produktion der Hochschule der Künste Bern wird von dem international renommierten Komponist Helmut Oehring geleitet. Auf Grundlage der Partitur Oehrings wird an der HKB das audio-visuelle Ergebnis mit den Autoren, Studierenden und Lehrenden aus Klassik, Théatre Musical, Bildender Kunst, Musik und Medienkunst erarbeitet und präsentiert.
Wir, vom Fachbereich Gestaltung und Kunst, entwickeln in Zusammenarbeit mit weiteren Studierenden und Dozierenden unseres Fachbereichs, das Bühnenbild.

Plakat


Collective Association 2014
Collective Association
2014

Carol Baumgartner

Mentorat: Bernhard Probst, Hugo Ryser

Minor Digital Storytelling

«Collective Association» ist der Prototyp einer interaktiven Web-Applikation für Mobile Devices im Ausstellungskontext. Die Anwendung fordert die User auf, ihre Assoziationen zu einem Werk als Bild hochzuladen. Diese werden gesammelt und in semitransparenten, überlagerten Ebenen in die Ausstellung zurückprojiziert. Als Belohnung für das Mitmachen erhalten die User Zugang zu allen hochgeladenen Bildern. Die User vermitteln also untereinander, indem sie sich verschiedene visuelle Zugänge zu dem Werk anbieten und so die Vielfältigkeit der Rezeption aufzeigen. 

Anhand eines Papier-Prototypen und eines inszenierten Ausstellungskontexts wurde eine Expertenbefragung mit einem Leitfadeninterview durchgeführt. Die Resultate der Auswertung dienen dazu, die Anwendung weiterzuentwickeln und zu optimieren. Das Projekt soll im Rahmen der Master-Thesis im FS15 realisiert werden.

Plakat
Prototyp

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Digitales Hinterland — Wo ist die Provinz im Netz? 2014
Digitales Hinterland — Wo ist die Provinz im Netz?
2014

Helena Schmidt


Mentorat: Annika Hossain

Begleitprojekt zur Tagung Synkope: Provinz! der Hochschule der Künste Bern im Fachbereich Gestaltung und Kunst 2014

Das Forschungsprojekt Digitales Hinterland sucht nach der Provinz im World Wide Web. Das Internet ist in den letzten Jahren ein bestimmender Teil unseres Lebens geworden. Wenn man es als eigene Region, als geschlossenes Gebiet inmitten der Vielfalt unserer Gesellschaft ansieht, dann stellt sich die Frage, ob man diesen Teil auch in Zentrum und Peripherie, in Mittelpunkt und Hinterland einteilen kann. Provinziell sein kann ein Gebiet, eine Kultur, eine Person, eine Sprache, ein Gedanke, eine Aussage. Warum also nicht auch das Internet? 


Die internationale Tagung des Fachbereichs Gestaltung und Kunst der HKB hat sich 2014 die Provinz zum Thema gesetzt. Die Provinz kennt man als Abseits, als einen Ort, welcher jenseits der urbanen Zentren liegt. Dieses Abseitige hat sich mit dem Aufkommen des Web gewandelt, da man damit aus der und in die Provinz schneller, unmittelbarer und einfacher kommunizieren, sich Dinge anschauen und Informationen einholen kann. Im Internetzeitalter ist es schon fast selbstverständlich, durchgehend und zu jeder Zeit online zu sein, egal, wo man sich gerade befindet. Lässt sich das Internet, das Teil unseres Alltags geworden ist und häufig als Spiegel der Welt bezeichnet wird, in Zentren und Peripherien einteilen? Wenn ja, wo liegt das digitale Hinterland? Löst das Internet die Grenze zwischen Zentrum und Provinz auf? Lässt es neue Provinzen entstehen? Ist Provinz noch Provinz, wenn sich Kunstschaffende dort aufhalten? Ist das Internet als Ganzes eine Provinz?


Die Ergebnisse des Forschungsprojekts wurden auf der internationalen Tagung Synkope: Provinz! – Von Autonomie und Ohnmacht im Abseits in einem Vortrag präsentiert und in einer Publikation festgehalten. 

Plakat zum Projekt

Programm Tagung: Synkope Provinz

Blog zum Projekt

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Galerie im Park 2014
Galerie im Park
2014

Neal Byrne Jossen

Mentorat: Simon Lieberherr, Leiter Galerie 3000
Jahr: 2014 (August)
 
www.galerie3000.ch

Die Errichtung eines temporären Kunstraumes im Liebefeld Park (Bern) mit der Möglichkeit für Besucherinnen und Besucher kostenlos etwas zu trinken, das Wetter zu geniessen und Kunst zu sehen.

In diesem Projekt ist es mir ein Anliegen alle abschreckenden oder gar befremdlichen Faktoren eines klassischen Kunstraumes zu entfernen. Die meisten Menschen gehen nicht in Galerien oder Kunstausstellungen, darum geht dieses Kunstprojekt zu den Menschen. Um dies zu ermöglichen, ist die Idee einen relativ gut frequentierten, öffentlichen Ort zu besetzten. Damit soll eine möglichst breite, heterogene Zielgruppe erreicht werden.

Dabei soll nicht durch Aufdringlichkeit die Ruhe der Menschen gestört werden. Im Gegenteil, ich glaube man kann nicht nachhaltig das Interesse der Menschen an etwas wecken, wenn man es ihnen aufzwingt. Ich glaube vielmehr, dass bereits das Besetzten eines Platzes – sogar in einer passiven Weise -  wo nichts besonders passiert bereits die Aufmerksamkeit der Menschen wecken kann. Ich glaube stark an die Neugier der Menschen.

Ein öffentlicher Park ist einer der zwanglosesten öffentlichen Plätze und zieht eine sehr gemischte Zielgruppe an, von Familien, Teenagern, Senioren bis hin zu Touristen oder Randständigen...

Mein Ziel ist es mit diesem Projekt – bei einigen Menschen jedenfalls – bestehende Vorstellungen gegenüber zeitgenössischer Kunst und ihr anhaftende Stereotypen aufzubrechen. Wir werden Kunst zeigen, aber was wir wirklich zeigen ist das dies nichts exklusives an sich hat sondern offen für alle ist.

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Hinter den Kulissen 2014
Hinter den Kulissen
2014

Carol Baumgartner

Mentorat: Sarah Stocker

Einblick in die Entstehung einer Ausstellung 

Der Workshop «Hinter den Kulissen» zeigt am Beispiel von Roger Hiorns (*1975, Birmingham), wie eine Ausstellung entsteht. Die TeilnehmerInnen betrachten die Ausstellung nicht wie üblich aus der Perspektive des Publikums, sondern versetzen sich in die Rolle von beteiligten Personen. Zur Auswahl stehen Kuration, Kunstvermittlung und Technik. Mit Hilfe von Arbeitsblättern machen sie sich Gedanken über deren Aufgaben und Funktionen. Durch Aufträge, Videoclips, Fragerunden und Diskussionen erfahren die TeilnehmerInnen, wer an der Organisation beteiligt ist und wie die Ausstellung schlussendlich entstanden ist.   
Der Blick hinter die Kulissen stösst auf Interesse. Das liegt daran, dass Museen hermetische Orte sind. Es gibt Türen, die man nicht öffnen kann, Werke, die man nicht berühren darf und man ist unter ständiger Beobachtung des Aufsichtspersonals. Dies führt dazu, dass das Verhalten der BesucherInnen der Institution und der Kunst gegenüber von Distanz geprägt ist. Wenn sich die Institution dazu bereit erklärt die Türen zu öffnen, kann die Neugier des Publikums genutzt werden, um diese Distanzen abzubauen. 
Der Workshop «Hinter den Kulissen» wurde am Nachmittag des 4. Februar 2015 mit fünf Teilnehmerinnen im CentrePasquArt Kunsthaus Biel durchgeführt.

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Incertain public 2014
Incertain public
2014

Jodie Zbinden

Mentorat: Karine Tissot


Un projet de médiation culturelle au Centre d’art contemporain d’Yverdon-les-Bains, en collaboration avec la Haute école des arts de Berne, MA Art Education

Ce projet se construit autour de l’idée d’échange, permettant à un public souvent non-initié à la scène artistique de se positionner face à une exposition et aux oeuvres dont elle est constituée. Inviter ce public et lui offrir un espace de parole cherche à lui donner confiance, tant il se sent parfois illégitime face à l’art, pensant qu’il n’a pas les connaissances suffisantes pour pouvoir s’y intéresser, le commenter ou encore donner son avis.

Je viens d’un environnement familial et social peu familier de l’art; les gens ne sont amenés que rarement à fréquenter la scène artistique actuelle et se sentent parfois étranger au milieu de l’art. L’idée est alors de proposer un moment d’échange à cet incertain public: mon entourage, afin de lui faire découvrir qu’il a sa place dans un centre d’art, dans un musée ou dans une galerie, qu’il soit initié ou novice.

Durant un après-midi, les participants sont donc conviés à visiter l’exposition, puis à discuter en groupe de leurs impressions, analyses, questionnements et inspirations spontanées sur les oeuvres présentées. Le débat prend vie, les gens prennent confiance et s’expriment librement. Ils font face à leurs idées et à celles des autres et sont parfois étonnés de la pertinence de leurs propres propos.

Dans un second temps, les participants sont invités à la création écrite autour de l’exposition. Les textes ainsi rédigés sont ensuite retravaillés et donnent naissance au set de table utilisé lors du brunch de finissage de l’exposition. Ainsi, ces « impressions d’incertain public » sont offertes aux participants du brunch, mais aussi aux artistes également présents à ce moment-là. Les textes et commentaires issus de ce moment de partage permettent alors un second niveau de discussion.

Ce workshop a été proposé aux mêmes personnes, sur deux expositions différentes: « Incertains Lieux », une exposition collective et « Le Jardin d’Omar », une exposition monographique de Bernard Voïta. Le workshop figure également aujourd’hui au programme du Centre d’art contemporain d’Yverdon-les-Bains et est ouvert au public.

Poster

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Kefir-Pilz 2014
Kefir-Pilz
2014

Kathrin Fröhlin

Mentorat: Catherina Ziessler, Marco Giacomoni

Der gepard14, ein Raum zur künstlerischen Auseinandersetzung und Ort der Begegnung, zeigte die Ausstellung “Mykologismus II”.

Kefir
Pilze wachsen oft unsichtbar unter der Oberfläche. Wenn sie einen Fruchtkörper bilden, tauchen sie an überraschender Stelle auf.

Inspiriert von dieser Wachstumsstruktur verteilte ich im Vorfeld der Ausstellung Kefirpilz an, drei Personen, mit der Bitte, diesen zu züchten und nach 14 Tagen die Hälfte davon weiter zu geben. Im Schneeballprinzip sollten so verschiedenste Menschen auf die Ausstellung aufmerksam gemacht werden.

Zusammen mit dem Pilz erhielten die beschenkten Personen eine Einladung für die Ausstellung im gepard14 und den Auftrag, ihren Kefir zu beobachten und Skizzen, Notizen oder Fotos zu machen. Durch diese Beschäftigung mit dem Pilz waren sie schon vor dem Zusammentreffen in der Ausstellung miteinander verbunden. Das Sich-Einlassen auf den Prozess des Wachstums sollte das Verständnis wecken, für das prozesshafte Arbeiten  der Künstlerinnen und Künstler.

Ausstellung
In der Ausstellung im gepard14 zeichneten die Besucherinnen und Besucher ihre Portion Kefir auf ein Gemeinschaftsbild. Die Pilzkultur wuchs so symbolisch wieder zusammen. Die Zeichnung hing mitten in der Ausstellung, was den Zugang zu den gezeigten Arbeiten der Kunstschaffenden erleichterte. Auf einem Rundgang mit vertiefter Betrachtung, fanden Diskussionen über die gezeigten Künstlerpositionen statt.

Plakat
Flyer
Bild

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L.I.Z.A. 2014
L.I.Z.A.
2014

Neal Byrne Jossen

Mentorat: Michael Fluckiger, Andreas Schoon

A video game project in collaboration with the Bern University of the arts.

The Pitch

L.I.Z.A., a war machine from outer-space, crashes on an unknown planet.
Throughout her journey to the heart of this strange entity she will have to adapt to various given situations. Thus gradually losing her belligerent nature.



A Philosophical Tale

This whole adventure is an initiatory journey based on a reflection around speed, power and conditioned behaviours.
At first, the player will be put in a situation where he is reminded of some central codes of traditional gaming such as being focused and fast.
What he doesn’t know yet is that for most of the adventure these skills won’t be needed, or will even in some occasions prevent him from carrying his explorations further.
The player is expected to reclaim some sort of autonomy by breaking the logic the game was suggesting at first. He will have to slow down his pace, take his time. Hopefully he’ll eventually end up forgetting he’s playing a computer game and just enjoy his stroll in a poetic environment.



An Interactive Work Of Art

The development of a computer game involves various art forms such as graphic design, writing and sound editing, all made interactive.
The term video game is no longer sufficient to qualify what this archetype of mixed disciplines has become. That’s why I’d rather call this project an interactive work of art.

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Payerne autrement 2014
Payerne autrement
2014

Jodie Zbinden

Mentorat: Jacqueline Baum



Des QR-Codes au contenu participatif pour voir la ville de Payerne autrement. Un projet de Digital Storytelling élaboré à la Haute école des arts de Berne, MA Art Education

Ce projet se construit autour de l’idée de voir et vivre la ville de Payerne d’une manière nouvelle, l’appréhender de l’intérieur, à travers le regard vivant de ses habitants. Dans l’idée générale, je propose d’apposer des QR-Codes à divers endroits de la ville, menant à un contenu interactif. Ce contenu est créé par les habitants, visiteurs et/ou flâneurs de Payerne; ce sont des interventions qu’ils proposent eux-même au sujet d’un lieu particulier dans la ville.

En scannant un QR-Code, chacun peut voir les diverses interventions proposées et/ou se rendre sur le site internet de Payerne autrement afin de lui-même créer une contribution pour un lieu qu’il aime et faire ainsi grandir le réseau d’interventions.

Tout type d’intervention est le bienvenu: photographies personnelles, archives marquantes, anecdotes, son, etc. Chaque proposition offre alors un regard personnel et alternatif du lieu dans lequel on se trouve.

Download: Poster

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Website
Website Projekt


ReAct to Viola 2014
ReAct to Viola
2014

Linda Costales


Mentorat: Magdalena Schindler


Zeichnung, Video, Text, Sprachaufnahmen

«ReAct to Viola» ist ein partizipatives Multimediaprojekt, konzipiert für Besucher/-innen der Ausstellung Bill Viola «Passions» im Kunstmuseum Bern. An drei ausgewählten öffentlichen Führung erhalten die Besucher/-innen, durch einen Kunstvermittler/-in des Museums Einblick in vier Videoarbeiten Bill Violas, was im Anschluss dazu befähigt, subjektive und authentische Eindrücke, Meinungen und Interpretationen abzugeben. Eine temporäre Box im Museum, ausgestattet mit verschiedenen Medien, bildet die Plattform und das Gefäss für diesen vom Besucher gestalteten User-Generated-Content. Anhand dieser Inhalte soll eruiert werden, wie Ausstellungsbesucher/-innen Videokunst mit existentiellen Thematiken rezipieren. 

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Skizzen der Gewohnheit 2014
Skizzen der Gewohnheit
2014

Kathrin Fröhlin

Mentorat: Gallus Staubli

Gestalterischer Workshop für Jugendliche in der Ausstellung „Rituale, ein Reiseführer zum Leben“ im Museum für Kommunikation Bern

Auf den Spuren der Kreativitätsförderung
Kreatives Arbeiten setzt eine Offenheit voraus, eine Bereitschaft bekannte „Trampelpfade“ zu verlassen und neue Wege auszuprobieren.

Skizzen der Gewohnheit
Als Vorbereitung für den Museumsbesuch, machten sich die Lernenden dreier Klassen der BFF Bern Gedanken zu ihren Alltagsgewohnheiten. Sie zeichneten ihre Wege auf, welche sie gewöhnlich nehmen, wenn sie zur Schule gehen. Diese visualisierten Skizzen der Gewohnheit dienten als Grundlage für Dialoge und Reflexion.
Wege welche wir immer wieder gehen und Handlungen, die wir immer wieder tun hinterlassen Spuren in der Umwelt und in uns selber. In der Arbeit „a line made by walking“ von Richard Long (1967 Somerset England) ist das eindrücklich zu sehen.

Schachtel der Erkenntnis
Was hebt ein Ritual von einer Gewohnheit ab? Was für einen Stellenwert haben Rituale im Alltag? In der Ausstellung im Museum für Kommunikation befassten sich die Jugendlichen vertieft mit diesen Fragen. Zu einem eigenen Ritual gestalteten sie anschliessend ihre persönliche Schachtel der Erkenntnis.

Plakat

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Skizzenbuch zur Ausstellung Sophie Taeuber-Arp. Heute ist Morgen. 2014
Skizzenbuch zur Ausstellung Sophie Taeuber-Arp. Heute ist Morgen.
2014

Lisa Kirschenbühler

Menorat: Christin Bugarski

Entwicklung und Realisation von Begleitmaterial für Schulklassen der Berufs- und Mittelschule. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Aargauer Kunsthaus Aarau und der Hochschule der Künste Bern. 

Das Skizzenbuch begleitete Schulklassen in 9 Aufgaben, sogenannten Skizzen, durch die Ausstellung. Ergänzt wurde das Buch durch kurze Texte zur Künstlerin, sowie weiterführendes Material zur Nachbereitung. 

Grundlage für die Gestalt des Buches bildete das Thema des Skizzierens und Entwerfens, ein wichtiger Bestandteil in Sophie Taeuber-Arps Werk.

Das Skizzenbuch machte das Werk der Künstlerin, mit seiner Bedeutung und Aktualität, für junge BesucherInnen nachvollziehbar. Es half die Ausstellung zu verstehen, Verbindungen herzustellen und führte hin zu verschiedenen Betrachtungsweisen. Unterschiedliche Papiere und Aufgaben, welche verschiedene Sinne ansprechen, sorgten zudem für eine vielfältige und persönliche Auseinandersetzung mit Sophie Taeuber-Arp und ihrem Werk.

Skizzenbuch Teil A
Skizzenbuch Teil B

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Surprise Miniature 2014
Surprise Miniature
2014

Eliane Hürlimann

Mentorat: Annick Haldemann

Ausstellungsprojekt

Die Cabane B in Bümpliz Nord wird als Off-Space die erste Hälfte jedes Jahres von der Kunstachse Bern bespielt und die zweite Hälfte steht sie für Projekte der Hochschule der Künste Bern zur Verfügung. Die Kleinheit des Raumes inspirierte dazu, mit der kleinen Klasse vom Master Art Education eine Ausstellung im kleinen Massstab zu organisieren. 

Das Ausstellungsprojekt Surprise Miniature strebt einen transdiziplinären Austausch zwischen den Bereichen Bildende Kunst, Literarisches Schreiben und Musik an. Acht Studierende des Studiengangs Master in Art Education an der Hochschule der Künste Bern haben eigens für die Ausstellungsthematik konzipierte Kunstwerke ausgestellt. Zu den Werken wurden in Zusammenarbeit mit eingeladenen Schreibenden Wortgebilde kreiert, welche im Ausstellungsraum in unterschiedlicher Form präsent waren.

Durch die Freiheit, die Kunstwerke und die dazugehörigen Texte prozesshaft und ortsspezifisch zu erarbeiten, gab es bei der Ausstellung einen Überraschungseffekt. Bis zum Aufbau war unklar, welche Gestalt die Werke annehmen würden. Die Teilnahme von französisch- und deutschsprachigen Studierenden aus unterschiedlichen Orten der Schweiz und näherem Ausland hat die Vielfalt der kulturellen Hintergründe innerhalb des Systems Hochschule aufgezeigt. 
Ausstellende: Antonia Orha (1988, Biel), Aline Roux (1985, Bern), Neal Byrne Jossen (1985, Bern), Grégory Sugnaux (1989, Fribourg), Carol Baumgartner (1987, Oensingen), Helena Schmidt (1990, Graz, Österreich), Melanie Hirt (1989, Aarau), Jodie Zbinden (1990, Fétigny) und Lisa Kirschenbühler (1989, Herisau). 
Der Flötist Ivan Denes (1989, Bolivien und Schweiz) performte an der Vernissage. In seinen Performances bewegt er sich an der Schnittstelle zwischen Musik und Bildender Kunst (ivandenes.com). In seiner Performance  24 Papierschnitteblüten komprimierte er Stücke, indem er im Vornherein Auszüge auf ein separates Blatt Papier kopierte. Diese Zettel konnte jeder Besuchende am Tag der Vernissage beliebig anordnen, überdecken, mit schwarzen Zetteln Passagen zensieren und einen Titel geben. Ivan Denes spielte anschliessend das vor Ort komponierte Stück.

Plakat


2013

40 Jahre - Längmuur Spili 2013
40 Jahre - Längmuur Spili
2013

Idee/Konzept: Fabienne Schultheiss, Anna Zimmermann, Fabrice Rossel
Mentoren: Anna Lydia Florin, Jacqueline Baum

40 Jahre Längmuur Spili ist ein dokumentarischer Kurzfilm über den Spielplatz Längmuur in Bern. Er entstand anlässlich des 40-Jahre Jubiläums. Der Film ist ein Portrait über den Ort und seine Besucher. Er soll einen Einblick in das Spiel der Kinder geben und die Atmosphäre des Platzes einfangen. Im Vordergrund stehen dabei die Kinder und ihre Wahrnehmung des Spielplatzes.

Kontakt:
Anna E-Mail Adresse
Fabienne E-Mail Adresse
Fabrice E-Mail Adresse


Webseite: schultheisszimmermann.wordpress.com
Download: Poster


Augmented Reality im Museum 2013
Augmented Reality im Museum
2013

Idee/Konzept: Hans Peter Wyss

Partner: Museum für Kommunikation Bern

Mentoren: Gallus Staubli, MfK
Bernhard Probst, LerNetz AG

Abstract:
Mobile Geräte und neue Technologien verändern nicht nur die Art und Weise wie wir kommunizieren sondern auch wie wir mit unserer Umgebung interagieren. Für die Vermittlung eröffnet sich dadurch eine Vielzahl von Möglichkeiten, Inhalte durch neue Kanäle zu transportieren.

«Augmented Reality» (AR) steht für eine solche neue Technologie, welche ein grosses Potential für die Vermittlung bietet. In diesem Projekt entstand eine Prototyp-App für Android Geräte um sowohl die technologischen als auch die inhaltlichen Fragen zum Einsatz von AR im Museumskontext zu beleuchten.

Augmented Reality (AR)
AR, zu deutsch ‹Erweiterte Realität› wird im Allgemeinen verwendet um Computerprogramme zu beschreiben, welche über eine Kamera ein Bild in der realen Welt erkennen und dieses auf einem Bildschirm ‹live› mit virtuellen Daten überlagern. Auf dem Bildschirm sieht es aus, als würde ein virtuelles Objekt auf dem realen Bild ‹kleben›.
Mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets eignen sich dafür sehr gut weil sie handlich sind, über Kamera und Bildschirm verfügen und weit verbreitet sind.

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: hpwyss.com
Download: Poster


Bewegung im Einzelbild 2013
Bewegung im Einzelbild
2013

Idee/Konzept: Kathrin Fröhlin
Mentoren: Andi Schoon, Martin Möll

In diesem Projekt ging es darum, öffentliche Orte 
in der Stadt Bern im Hinblick auf ihre rhythmische Struktur hin zu untersuchen und über die Musikalität von Einzelbildern zu reflektieren.
Der Fokus lag dabei auf Rhythmen, welche sich in der Bewegung von Menschen manifestieren.
 Die Bewegungsspuren wurden in einer Serie von Schwarz-weiss-Fotografien aufgezeichnet.
Das Arbeitsgerät bestand in einer sehr einfachen Lochkamera, gebaut aus einer Zündholzschachtel.

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Bleibt alles anders. 2013
Bleibt alles anders.
2013

Idee/Konzept: Christine Müller

Partner: neuer shed im Eisenwerk, Frauenfeld
Gestalterischer Vorkurs der Kunstschule Winterthur

Mentorat: Catherina Ziessler, Christina Von Rotenhan, Ueli Vogt

Schülerinnen und Schüler sollen einen Sinn für Abläufe der Ausstellung, Fragen der Inszenierung und der Vermittlung entwickeln. Künstlerische Prozesse bis zu dem Punkt begleiten, zu dem es zu einer Ausstellung des eigenen Werks kommt - dies war das Hauptziel für die Werkschau 2013 des gestalterischen Vorkurses der Kunstschule Winterthur.
Der Weg ist das Ziel
Die Prozesse der Ausstellungsorganisation vermitteln - dies war ein Hauptziel des Projektes. Die Schülerinnen und Schüler (nachfolgend Teilnehmende) organisierten die Ausstellung unter Aufsicht der Projektleitung mehrheitlich eigenverantwortlich, lernten dabei die verschiedenen Phasen kennen und gestalteten diese aktiv mit. So entstand unter anderem auch eine «Zeichenmaschine», die während der Ausstellung die Wünsche der Besucher entgegennahm und die Zeichnung gleich nach Vollendung «ausspuckte». Die Aufgabenbereiche der einzelnen Phasen wie Textredaktion, Öffentlichkeitsarbeit, Vermittlung, Grafik etc. wurden in «Offices» gegliedert, für die sich die Teilnehmenden frei einschreiben konnten. So haben angehende Vermittlerinnen im «Office Vermittlung» eine partizipative Führung durch die Ausstellung konzipiert und organisiert.

Wann ist gut gut genug?
Ein weiteres wichtiges Element war die «Künstlerische Selbsteinschätzung». Die Teilnehmenden, welche grösstenteils keine Ausstellungserfahrung mitbrachten, mussten die präsentierten Werke selbständig auswählen. Diese Entscheidung warf zahlreiche Fragen auf: Wo gehöre ich hin? Welche Werke zeige ich? Wann ist meine Arbeit «fertig»? Die Teilnehmenden wurden dabei eng begleitet, mit verschiedenen Möglichkeiten der Präsentation und Inszenierungen bekannt gemacht und gelangten im Dialog mit der Projektleitung und Mitschülern zu ihren eigenen Antworten.

Konzept & Format
Den Kern der Ausstellung bildete eine Bibliothek für Ideen und Inspirationen, welche dem Besucher einen vertieften Einblick in die Ideenfindung und Entwurfspraxis der jungen Menschen bot. Davon ausgehend konzipierten die Teilnehmenden fiktive Räume für die ihnen bekannten «Gattungen» wie etwa Grafik, Zeichnen, Malerei, dreidimensionales Gestalten, Video oder Fotografie, in denen sie ihre Werke präsentierten. Kurz vor Eröffnung besuchte zudem ein Kurator die Ausstellung und gab als «professioneller Ausstellungsmacher» sein Feed- back - eine für alle sehr interessante und bereichernde Erfahrung.

Rolle der Projektleitung
Die Projektleitung hat das Projekt im Rahmen des Masterstudiengangs „Art Education“ an der Hochschule der Künste Bern aufgegleist. Als Lehrkraft im 3d Gestalten des gestalterischen Vorkurses der Kunstschule Winterthur, sowie das Engagement im Vorstand des Vereins «neuer shed» boten dazu ideale Voraussetzungen. Der «neue shed» im Eisenwerk in Frauenfeld versteht sich als Labor für zeitgenössisches Kunstschaffen. Projekte und Ausstellungen widmen sich lokalen Phänomenen und Alltäglichkeiten, die im Kunstkontext neu erfahren und reflektiert werden sollen. Neues erfahren bzw. schaffen – dieser Anspruch galt auch für die Werkschau.

Ausgewählte Bibliographie
- Bastl, Beatrix (2000). Ausstellungsplanung oder «Wie komme ich zu einem Ausstellungskonzept?!», http://www.uni- vie.ac.at/igl.geschichte/ws2000-2001/ beatrix_bastl.htm
- Kemp, Wolfgang (1996). Zeitgenössische Kunst und ihre Betrachter, Jahres- ring 43, Köln 1996.

Kontakt: E-Mail Adresse
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CO-Labor 2013
CO-Labor
2013

Idee/Konzept: Virginie Halter und Miriam Gallo

Mentoren: ??

Nach einer halbjährigen Planungs- und Konzeptphase hat CO-Labor im ehemaligen Waschsalon
an der Seftigenstrasse 16 in Bern eine einmonatige Zwischennutzung realisiert. Das Konzept beinhaltete vier verschiedene Formate, welche auf die Räumlichkeiten zugeschnitten waren.
Dazu gehörten Einladungen an bestehende Kollektive, die eintägige Aktionen veranstalteten (Eintagsfliegen), Schaufensterbespielungen (Display), eine einwöchige Residenz einer Künstlerin (Artist In) und verschiedene laborartige Kollaborationen zwischen mehreren Künstlern (laborieren).


Das Ziel von CO-Labor ist, eine Plattform zu schaffen, die jungen KünstlerInnen und Kulturschaffenden ermöglicht, ihren Werken Sichtbarkeit zu verleihen, mit verschiedenen Ausstellungsformaten zu experi- mentieren und sich untereinander auszutauschen.
CO-Labor ist ein nomadisches Format, das an verschiedenen Orten leerstehende Räume zwischennutzt und sich durch ortsspezifische, individuell konzipierte Formate manifestiert. Es ist ein nicht kommerzi- eller Freiraum, dessen Nutzung vorwiegend jungen, nicht etablierten Kunst- und Kulturschaffenden of- fen steht. Hier wird ausgestellt, gearbeitet und diskutiert.
Im CO-Labor wird der forschende, prozessorientierte Ansatz grossgeschrieben. Es ist ein Freiraum, in dem Kunst direkt entstehen kann, ohne ständig ein bestimmtes Endprodukt vor Augen haben zu müssen.
CO-Labor ist transdisziplinär angelegt. Wir sind offen für Theater, Literatur, bildende Kunst, Performance und Zwischenräume/Leerstellen, die sich dadurch eröffnen.
CO-Labor bietet Boden für Gespräche und will Synergien nutz- und sichtbar machen, indem es Rah- menbedingungen für Zusammenarbeit und produktive Gegenüberstellungen/Konfrontationen schafft.
Da CO-Labor nicht an eine grosse Institution angebunden ist, hat es die Freiheit flexibel und schnell auf aktuelle Themen und Strömungen der zeitgenössischen Kunstszene zu reagieren. Die Initiatorinnen von CO-Labor kennen die Bedürfnisse der eingeladenen KünstlerInnen aus erster Hand und begleiten sie mit ihrem Know-How aus ihrer eigenen künstlerischen Praxis.

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: www.facebook.com/colabor.bern
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Druckatelier zu Gast in der Stadtgalerie 2013
Druckatelier zu Gast in der Stadtgalerie
2013

Idee/Konzept: Déborah Demierre

Mentorin HKB : Ursula Jakob

Mentorin Stadtgalerie :
Anna Bürkli

Der Verein für Originalgraphik (VFO) stellte seine Edition Mai 2013 in der Stadtgalerie Bern vor.
In dieser Tiefdruckausstellung wurde ein Raum als Druckatelier eingerichtet, so dass die Technik als roter Faden zwischen den ausgestellten Werken diente. Im Atelier wurden drei unterschiedliche Workshops je nach Alterstufe angeboten. Eine erweiterte Führung sollte das Spektrum von der Radierung bis zur Heliogravur erläutern und das Publikum zu einem offenen Gespräch mit Künstlern einladen.
Die Ausarbeitung der Werkstatt sowie die Konzeption und die Durchführung der Angebote waren Teil dieser Minorarbeit.

Kontakt: E-Mail Adresse
Download: Poster


Interaktive Medien im Museum - ja, aber wie? 2013
Interaktive Medien im Museum - ja, aber wie?
2013

Idee/Konzept: Hans Peter Wyss

Mentorat: Gallus Staubli, Bernhard Probst

Interaktive Medien finden immer mehr Einzug in Museen. Sie bieten Möglichkeiten, die Besucherinnen und Besucher auf neue Weise in Ausstellungen mit einzubeziehen, zu vernetzen, zu aktivieren und eröffnen ihnen neue Zugänge zu Informationen.
Sie sorgen aber ebenso für explodierende Budgets, rote Köpfe beim Betreuungspersonal und bisweilen auch zu frustriertem Museumspublikum, denn das Wissen um die Konzeption und Herstellung von solchen interaktiven Installationen ist oft nicht an den Institutionen vorhanden.

In diesem Projekt wurde deshalb ein Ansatz entwickelt, welcher sich auf den Disziplinen des Interface Designs, der Vermittlung und des Projektmanagements abstützt. Er soll eine Orientierungshilfe darstellen für Personen und Institutionen, welche wenig Erfahrung mit interaktiven Installationen haben oder an einem interdisziplinären Blick auf solche Projekte interessiert sind.

Kontakt: E-Mail-Adresse
Webseite: www.hpwyss.com
Download: Poster


RIB online! 2013
RIB online!
2013

Idee/Konzept: Beat Bucherer

Mentor: Andreas Hieber, Lernetz AG

In Koordination mit Thomas Stuber, Forschungs- und Entwicklungsprojekt RIB, IVP NMS/PH Bern

Mentor HKB: Daniel Schoneck

Zielsetzung

RIB online! soll die Schülerinnen und Schüler...
...bei der Realisierung ihres Unterichtsvorhabens didaktisch begleiten und anleiten (Designprozess)
...dazu anleiten, selbständig, zielgerichtet und gut strukturiert zu arbeiten
...darin unterstützen, bei geringem Zeitaufwand eine hohe Dokumentationsqualität zu erreichen
...mittels kollaborativer Arbeitsformen zu einer verbesserten Prozessreflexion anregen – direkte mediale Vernetzung von Mitschüler/-innen, Partnerklassen, Lehrpersonen, Fachleuten
...am Ort ihrer Faszination für moderne (Kommunikations-)technologien abholen, um mit ihrer Hilfe Aspekte von Technik und Design themenspezifisch und aussagekräftig zu beschreiben

Kontakt: E-Mail Adresse
Download: Poster, User Stories


STUNK SKIOK 2013
STUNK SKIOK
2013

Idee/Konzept: Muriel Schwärzler

Mentor_Innen: Daniel Schöneck, Christina von Rothenhan, Catherina Ziessler

Abstract:
STUNK SKIOK ist eine offene Plattform für kunst- und kulturschaffende Frauen und bietet zwei Mal jährlich im Frauenraum der Reitschule Bern einen unkomplizierten Rahmen, um Kunst selbst auszu- stellen, mit anderen das eigene künstlerische Schaf- fen zu diskutieren, gemeinsame Prozesse zu erleben oder Projekte zu entwickeln.
 


STUNK SKIOK ist sowohl Offgruppe*, wie auch eigenständiges Kollektiv und Ausstellungsreihe im Frauenraum der Reitschule Bern. STUNK SKIOK steht für eine experimentelle Ausstellungsreihe, welche von einem kleinen, aber erweiterbaren Kollektiv aus Kunst- und Kulturschaffenden ins Leben gerufen wurde.

STUNK SKIOK ist eine offene und für alle Frauen** nutzbare Plattform, um eigene künstlerische Arbeiten auszustellen oder zu präsentieren, zu diskutieren oder gemeinsam kreativ zu werden. STUNK SKIOK stellt zwei Mal jährlich den Frauenraum der Reitschule für eine 6- stündige Ausstellung zur Verfügung.



Der Frauenraum der Reitschule Bern bietet seit 1987 Raum für unkommerzielle Anlässe. Die Veranstaltenden, welche hauptsächlich Frauen** sind, setzen sich zum Ziel, mit kulturellen und gesellschafts-politischen Veranstaltungen aktiv Frauenförderung zu betreiben und feministischen Diskussionen einen Raum zu geben. Vor diesem Hintergrund ist der Frauenraum Plattform und Begegnungsort für Menschen unabhängig insbesondere ihrer ethnischen und sozialen Herkunft, ihrer Sprache, ihres Alters, ihres sozialen Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihres Glaubens oder ihrer allfälligen Behinderung. Die meisten Anlässe sind offen für alle Geschlechter.

STUNK SKIOK ist in diesem Kontext als Ausstellungsformat entstanden und macht als ausschliessliche Plattform für Künstlerinnen darauf aufmerksam, wie wenige kunst- und kulturschaffende Frauen es verhältnismässig immer noch gibt und wie wichtig deren Förderung ist.



Im Mittelpunkt des Projekts steht die kreative Kollaboration unter Frauen: einerseits, indem Rahmenbedingungen mit der Ausstellung im Frauenraum geschaffen, gebrochen und hinterfragt werden, die es auch einem eher kunstfremden Publikum ermöglichen, ihre Kreativität zu zeigen und zu entdecken. Andererseits, indem STUNK SKIOK im Austausch und Dialog neue Projekte entwickelt oder zwischen Menschen und Projekten vermittelt. STUNK SKIOK setzt sich mit weitgreifenden Themen wie der abwesenden Kuration, der Nichtselektion, der Partizipation und mit Fragen eines offenen und bewegbaren Formats auseinander. STUNK SKIOK ist manchmal kontrovers, setzt aber durch diese Widersprüchlichkeit neue Gedanken und Ideen frei.

STUNK SKIOK hinterfragt die Rollenverteilung bei der Entstehung von Ausstellungen: es soll im Prozess der Entstehung der Ausstellung so wenig wie möglich interveniert und kontrolliert werden. STUNK SKIOK versteht sich mehr als gleichberechtigter Partner und Organisator als als Kurator; die Auswahl, was gezeigt wird und die Entscheidungen über die Art und Weise der Präsentationen sollen bei den jeweiligen Mitmachenden liegen. STUNK SKIOK lässt Spontanes zu und will dies fördern.



Konkret stellt STUNK SKIOK die Infrastruktur für die Ausstellungen nach Möglichkeit zur Verfügung und steht technisch beratend oder partizipativ zur Verfügung. Die vorhandene Infrastruktur des Frauenraumes wird so gut wie möglich genutzt. Kollektive Arbeiten aus und mit dem Raum sind erwünscht.



Das Zeigen oder Testen der Arbeiten ermöglicht deren Differenzierung, Einordnung, Weiterentwicklung. Anregungen können in die eigene künstlerische Arbeit integriert werden.

STUNK SKIOK ist eine nicht- kommerzielle Plattform. Durch die Möglichkeit, die eigenen Arbeiten in der Ausstellung auch zum Verkauf anzubieten, will STUNK SKIOK die Kunst- und Kulturproduktion ermöglichen. STUNK SKIOK ermöglicht den Austausch von Menschen, welche aus einer heterogenen Interessensgruppe oder einem unterschiedlichen sozialen, religiösen oder kulturellen Umfeld stammen. Es sollen weiterführende Projekte und Prozesse angeregt werden.



Der Anlass integriert Konsum und Nicht- Konsum.

Der Anlass integriert konfrontierende, provokative und ‚naive’ Kunst. Bei STUNK SKIOK kann alles nebeneinander gezeigt werden und soll nicht aufgrund subjektiver Wahrnehmung selektioniert werden. Es geht nicht um Kategorienbildung, sondern um eine Öffnung und einen neuen Umgang mit dem Kunstbegriff.

STUNK SKIOK fördert die Vernetzung von kunst- und kulturschaffenden Frauen innerhalb von Bern.



*Eine Offgruppe ist eine autonom organisierende Gruppe des Frauenraums der Reitschule Bern.

**Frauen oder Menschen, welche sich als Frauen identifizieren

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: www.stunkskiok.ch
Download: Poster


THIS IS NOT AN AUDIOGUIDE 2013
THIS IS NOT AN AUDIOGUIDE
2013

Idee/Konzept: Emilie Lopes Garcia

Partner:  CentrePasquArt, Bienne

Mentorat:  Sarah Stocker

Concept:
Le projet s’est construit autour du postulat que tout le monde est à même, s’il en a envie, d’apprécier un travail d’art contemporain, sans forcément passer par un savoir théorique. Une œuvre peut se lire sur plusieurs niveaux, et dès le moment où elle est montrée, elle appartient à tous. A chacun de se l’approprier selon son histoire, ses références, son système de valeurs. J’ai voulu, dans le cadre de ce projet, ouvrir un espace de pensée et d’expression libre, où l’on peut dire ce que l’on pense, sans craindre le jugement ou le vrai/faux. Provoquer une réaction, un débat. Ce Workshop met à disposition un espace et du temps pour penser plus loin.

Déroulement:
Le projet se déroule en deux phases. La première phase est un Workshop d’une journée durant laquelle le point fort est la visite libre de l’exposition de Jessica Jackson Hutchins. Durant cette visite, les participants enregistrent leurs commentaires sur un dictaphone. En fin de journée, une mise en commun permet de mettre toutes les idées à plat, et un débat est créé.

La deuxième phase du projet est la récolte, puis le mixage de toutes les interventions sonores. Le résultat est un non-audioguide disponible à la réception du CentrePasquArt, jusqu‘à la fin de l‘exposition. Non-audioguide car le but n’est pas d’informer les spectateurs, mais de proposer des regards personnels différents, de retenir un peu plus longtemps l’attention sur une oeuvre, et peut être aussi d’ouvrir de nouvelles pistes de réflexions.

Kontakt: E-Mail Adresse
Download: Poster, Audio


Tiere vermenschlichen, Menschen vertierlichen 2013
Tiere vermenschlichen, Menschen vertierlichen
2013

Idee/Konzept: Barbara Born

Partner: Kunstmuseum Bern

Mentorat HKB: Anna Albisetti und Beat Frank
Mentorat Museum: Magdalena Schindler

Im Rahmen eines zweitägigen Workshops haben sich Kinder den Illustrationen von Ernst Kreidolfs (1863–1956) Ausstellung Faltertanz und Hundefest. Ernst Kreidolf und die Tiere angenähert. Dabei erhiel- ten sie die Möglichkeit, sich intensiv und auf differen- zierte Weise mit dem Thema vermenschlichte Tiere zu beschäftigen.
Die eigene gestalterische Auseinandersetzung mit ei- nem zu beobachteten Tier, sollte ihnen die Fähigkeit Kreidolfs vermitteln, die Charakteristika eines Tieres aufs genauste erfassen zu können und sie in einer entsprechenden menschlichen Tätigkeit abzubilden.

Kontakt: E-Mail Adresse
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Transdisziplinäre Vermittliung im Hochschulkontext 2013
Transdisziplinäre Vermittliung im Hochschulkontext
2013

Idee / Konzept: Hans Peter Wyss

Mentorat: Ruth Kunz und Manfred Künzel

Partner: Fachhochschule Nordwestschweiz

Webseite: hp@hpwyss.com

Um an einem Informatikstudiengang gestalterische Prozesse und Designgrundlagen zu unterrichten wurde ein Kursprogramm entwickelt, welches zwar auf einer kunstpädagogischen und fachdidaktischen Position aufbaut, jedoch an die Lern- / Lehrkultur und den institutionellen Rahmen einer technischen Hochschule angepasst ist und den hochschuldidaktischen Anforderungen der bfh gerecht werden soll.
Die Bilder stammen von den Übungen «Storytelling» wo ein Pixar-Kurzfilm auf eine einzige Skizze reduziert werden musste und der Übung «Augmented Reality», wo es darum ging eine AR - App zu konzipieren und als Photoshop-Montage umzusetzen.


Typisch 2013
Typisch
2013

Idee/Konzept/Durchführung: Gisela Stöckli
Partner: Kunstmuseum Bern
Mentorat: Catherina Ziessler, Beat Schüpbach

Anhand der Ausstellung 'Real Stories' wurde ein Fotografie-Workshop entwickelt, welcher die Eigenschaften und Merkmale inszenierter sowie dokumentarischer Fotografie ergründet und auf eigene fotografische Ideen übertragen lässt. Als Überbegriff diente die Thematik der Vorurteile, Stereotype und Klischees. Der Workshop richtet sich - unter anderem - an Menschen mit Migrationshintergrund und fand am Samstag, den 20. Juli 2013 im Kunstmuseum Bern statt.

Als Grundlage der Diskussionen und gestalterischen Arbeiten diente ein gezielter Gang durch die Ausstellung sowie theoretische und technische Inputs bezüglich Fotografie. Zentral für den Workshop war jedoch ein egalitärer Aufbau sowie viel Spielraum für die Teilnehmerinnen. Das Einbringen eigener Meinungen und Fragestellungen belebte die Auseinandersetzung mit dem Thema. Fotografische Übungen, dokumentarischer sowie inszenierter Art, liessen Entdeckungen bezüglich der Wirkung einer Fotografie, des fotografischen Blickes und Inszenierungen  ergründen. In Kombination mit dem Thema des Vorurteils und der fotografischen Inszenierung desselben erhielten einige Arbeiten gar ironischen Charakter.

Der Workshop gilt als freischaffendes Kunstvermittlungsprojekt. Die Vermittlungsabteilung des Kunstmuseum Bern informierte und stellte die Infrastruktur zur Verfügung, der Kurs fand jedoch ausserhalb des Programms des Kunstmuseums statt.

Kontakt: E-Mail Adresse
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2012

ARTUR 2012
ARTUR
2012

Konzept /Durchführung: Sibylle Schelling, MA Art Education (HKB), Anina Büschlen, MA Art Education (ZhdK)

Minorprojekt Kulturvermittlung Kunstmuseum Bern

MentorInnen: Karin Lerch (KMB), Emilio Paroni (ZhdK)

ARTUR _ Kinder-Kunst-Tour ist ein neues Angebot für Kinder am Kunstmuseum Bern, das im März 2012 gestartet ist. Dreh- und Angelpunkt des Projekts ist ARTUR, eine mobile Kunsttransportkiste. Das rollende Gefährt ist Begleiter, Impulsgeber und Arbeitsinstrument für Begegnungen mit Kunstwerken im Museum und Bindeglied für Streiftouren in der nahen Umgebung. Unterwegs durchs Museum, in der Stadt, im Grünen oder zu Besuch bei... begegnen wir Kunst aus verschiedenen Blickwinkeln.
Verbindungen und Vernetzungen zwischen Innen- und Aussenwelten des Museums, zwischen künstlerischen Themen, Inhalten, Strategien, Sichtweisen und Alltagswelten entstehen. ARTUR wird zum Speicher für Fragen, Geschichten, Bilder oder Materialien, die Impulse für gemeinsame Dialoge, gestalterische Aktionen und Besuche im Museum oder «ausser Haus» schaffen.

Kontakt: Sibylle Schelling, Anina Büschlen

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Between Figures 2012
Between Figures
2012

Idee und Konzeption: Eva-Maria Knüsel und Marion Ingold

Mentorat: Simone Moser, ehemals Kunstvermittlung Kunstmuseum Bern.

Die umfassende Retrospektive des irisch-amerikanischen Künstlers Sean Scully (*1945) bietet ein vielschichtiges Interpretationspotenzial. – Sean Scully erzeugt in seinen Werken Referenzen an Landschaften, Horizontlinien oder architektonische Räume. Die Beziehungsmuster der Flächen untereinander erscheinen als formale Metaphern für zwischenmenschliche Beziehungen oder die Atmosphäre eines bestimmten Ortes. Durch seine narrative Titelgebung gibt er dem Betrachtenden weitere Hinweise auf seine malerische Intention. Diese lyrische Qualität von Sean Scullys Schaffen veranlasste uns dazu, Studierende und Ehemalige des Schweizerischen Literaturinstituts sowie des Schreibseminars der Gestaltung und Kunst (beides Fachbereiche der HKB) einzuladen, zu ausgewählten Werken der Ausstellung zu schreiben.

In den entstandenen Texten wurden Scullys Werke zu Projektionsflächen für Narrationen. Es eröffneten sich poetische Assoziationsräume oder die Schreibenden führten in einer gedanklichen Reise zu den Stationen von Scullys Leben. Die entstandenen Annäherungen wurden in drei Lesungen in der Ausstellung präsentiert.

Kontakt: Eva-Maria Knüsel, Marion Ingold
Download: Poster


Distant Drawing 2012
Distant Drawing
2012

Ana J. Haugwitz

Kollaboration: Hochschule der Künste Bern und „Colegio Helvetia“ in Bogota, Kolumbien

Organisation: Nadia Bader, Yohanna Escobar, Ana J. Haugwitz

... zwischen der Hochschule der Künste Bern und dem „Colegio Helvetia“ in Bogota, Kolumbien

Visit - Distant Drawing ist ein Format, das die Hochschule der Künste Bern und die Universität für Design von Shanghai mit dem Ziel entwickelt haben, die Möglichkeiten der Kooperation von Designern und Künstlern per Internet zu ermöglichen.

Im Jahr 2012 wurde eine Adaption dieses Formats entwickelt, um SchülerInnen des CHB und Studenten für Kunstvermittlung MA und BA an der HKB miteinander in Verbindung zu bringen und zu den Themen Amulette, Volksglaube und Magie zusammenzuarbeiten.

Zwei Gruppen von Schülern BZW. Studenten aus Bogotá (Kolumbien) und Bern (Schweiz) nahmen an Distant Drawing teil – verbunden übers Internet. Persönliche Gegenstände, die von den einzelnen Teilnehmern in den Workshop eingebracht wurden, dienten als Ausgangspunkt und Inspirationsquelle für das 2 tägige Experiment in künstlerischer Zusammenarbeit über den Atlantik hinweg.
Dies mündete in innovativen und kreativen Installationen, die den physischen und digitalen Raum zusammenfliessen liess.

Kontakt: E-Mail-Adresse
Webseite: anahaugwitz.com
Download: Plakat (PDF)


Gegensatzgrauzonen 2012
Gegensatzgrauzonen
2012

Idee/Konzeption: Saba Bach (MA Art Education)

Durchführung: Minor Kulturvermittlung an der Hochschule der Künste Bern

Mentorat: Urs Rietmann und Martina Keller

Download: Dokumentation

Ausschnitt aus der Dokumentation - Ausgangslage
Zu Beginn stand die Projektausschreibung des Zentrums Paul Klee in Bern: Im Rahmen des Minors Kulturvermittlung an der Hochschule der Künste Bern sollten StudentInnen Vor- und Nachbereitungsunterlagen für die Workshops im Kindermuseum Creaviva entwickeln.
Da ich zu Klees Werken eher ein gespaltenes Verhältnis habe, fand ich einen persönlichen Zugang zum Thema schliesslich in Klees Lehrtätigkeit. Als angehende Kunstvermittlerin interessiere ich mich dafür, wie der Künstler gestalterische Inhalte SchülerInnen näher- brachte. Die Auseinandersetzung mit Paul Klees Gestaltungslehre, die mit seiner Lehrtätikeit in enger Verbindung steht, wurde in diesem Zusammenhang unerlässlich.
Weil die Workshops am Creaviva stets ein anderes, auf die Besucher- gruppen angepasstes Thema behandeln, musste eine allgemeine Thematik als Ausgangslage gefunden werden. Klees Gestaltungslehre bot sich dafür geradezu an. Ich entschied mich ein darin enthaltenes Grundprinzip zu übernehmen und die einzelnen Unterrichts-Module zu unterschiedlichen Gegensatzpaaren zu entwickeln. Mir ist jedoch bewusst, dass Paul Klee mit diesem gestalterischen und philosophi- schen Prinzip der sich gegenüberstehenden Begriffe Unterschiede sehr stark betont. Vieles was zwischen den beiden Begriffen liegen würde, klammert er dabei aus. Dieses dualistische Denken ist meiner Ansicht nach nicht mehr zeitgemäss. Dass die Unterlagen trotzdem auf diesem Prinzip aufbauen, hat einen didaktischen Zweck: Wenn als Einstieg der Unterrichtseinheit eine Auseinandersetzung mit einem umstrittenen Thema steht, wird den Jugendlichen das Äussern einer eigenen Meinung ermöglicht und so ein lebensweltlicher Zugang zum Thema geschaffen.
...

Kontakt: E-Mail Adresse
Download: Poster


Gestalterische Workshops 2012
Gestalterische Workshops
2012

Konzeption / Durchführung: Gina Schmidhalter (MA Art Education)

Mentorin im Museum: Sara Stocker

im Kindermuseum Creaviva in Bern, in Zusammenarbeit mit der Hochschule der Künste Bern MA Art Education.

«Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.»
(Paul Klee, Schöpferische Konfession, 1979)

In Zusammenhang mit den Intentionen des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen steht ein 2011 initiiertes Vorhaben des Kindermuseums Creaviva, im Zentrum Paul Klee in Bern. Im Rahmen des Projektes „Klee ohne Barrieren“ verfolgt das Kindermuseum das Ziel, vermehrt Angebote für Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung zu lancieren. Neben Führungen im Zentrum Paul Klee, werden auch Workshops für Erwachsene, Kinder und Jugendliche angeboten. Diese werden individuell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppen ausgerichtet und setzen sich aus einer Führung durch die aktuelle  Ausstellung (Bildbetrachtung) und einem kreativen Teil im Atelier und zusammen.

Das Projekt „Klee ohne Barrieren“ hat zwei Zielsetzungen. Einerseits strebt es eine Erweiterung der Selbstkompetenz durch eigenes Gestalten an. Anderseits soll es Menschen mit Behinderung die Möglichkeit geben, anderen Menschen in ungezwungener Form auf Augenhöhe zu begegnen. Das Verfolgen dieser Zielsetzungen bildet die Voraussetzung für chancengleiche Zugänge zu kultureller Bildung.

Im Rahmen meines Studiums „Art Eduaction“ an der Hochschule der Künste Bern hatte ich die Gelegenheit, ein Minorprojekt im Bereich Kulturvermittlung im Zentrum Paul Klee absolvieren zu dürfen. Zu meinen Aufgaben gehörten eine Recherche zum Thema „Kunstvermittlung für Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung“ (Barrierefreie Museen, Blindenpädagogik, sonderpädagogische Kunstvermittlung, Chancengleicher Zugang zu Kunst und Kultur), die Dokumentation und Auswertung von Prozessen des Projektes und die Mithilfe bei der Konzeption und Durchführung eines Pilotworkshops für Kinder und Jugendliche mit einer Sehbeeinträchtigung.
Die Recherchearbeit und die gesammelten Erfahrungen mit Betroffenen, wurden in Form eines Praxisleitfadens für gestalterische Workshops mit Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung, in diesem Fall ausgerichtet auf Kinder und Jugendliche verwertet. Die im Bericht festgehaltenen Erläuterungen dienen der Anregung oder Hilfestellung bei der Durchführung von Workshops im Creaviva mit Kindern und Jugendlichen mit einer Sehbeeinträchtigung , und sollen auf Barrierefreiheit aufmerksam machen.

Kontakt: E-Mail Adresse
Download: Poster
Download: Praxisleitfäden


Himmel und Hölle 2012
Himmel und Hölle
2012

Idee/Konzept: Annina Thomann (MA Art Education) und Katja Lang, Urs Rietmann.

Durchführung: FS 2012, Minor Kulturvermittlung

Mentor HKB: Urs Gehbauer
MentorIn im Museum: Katja Lang und Urs Rietmann

Ausstellungsdauer: 31.3.2012- 15.7.2012

Das Creaviva bietet seinen jungen BesucherInnen als Ergänzung zu den jeweiligen Wechselausstellungen, eine interaktive Ausstellung (i. A.) an. Diese soll in direktem Zusammenhang mit der Wechselausstellung stehen und den Kindern Themen aus dieser auf spielerische Art und Weise näher bringen.
Die i. A. im frei zugänglichen Loft im Creaviva lädt kleine und grosse BesucherInnen zu aktivem Mittun ein. Die einzelnen Erlebnisstationen haben zum Ziel, die eigene Kreativität anzuregen und gleichzeitig auf die aktuelle Kunstausstellung im Zentrum Paul Klee einzustimmen.
Im Rahmen meines Minor– Projektes in der Kulturvermittlung war ich zusammen mit Katja Lang und Urs Rietmann vom Creaviva für das Konzept und die Umsetzung der i. A. zum Thema «Himmel und Hölle» mitverantwortlich.

Das Thema der Wechselausstellung für welche die i. A. «Himmel und Hölle» konzipiert wurde war: «L Èurope des Esprits, die Magie des Unfassbaren, von der Romantik bis zur Moderne». Aus dem Thema der Wechselausstellung wurde der Titel für die i.A. «Himmel und Hölle» entwickelt. Die Ausstellungen dauerten vom 31.3.- 15.7.2012.
Zusammen mit Katja Lang, der Atelierleiterin des Creaviva, habe ich Anfang Januar damit begonnen mich um das Konzept und die Umsetzung der i. A. zu kümmern.
Die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema brachte mich nicht weiter, daher beschloss ich, die ganze Sache spielerisch anzugehen. Denn die Hauptzielgruppe der i.A. sind in erster Linie PrimarschülerInnen und ihre Begleitpersonen. So kam die Idee, das «Himmel und Hölle Hüpfspiel» in einer räumlichen Installation umzusetzen. Die einzelnen Felder des Spieles sollten zu Räumen mit den Massen 2x2x2 m werden.
Die Räume eins bis fünf, wurden mit interaktiven Aufgaben zu unterschiedlichen Gegensatzpaaren bespielt. Die Räume sechs und sieben bildeten zusammen das Gegensatzpaar Himmel und Hölle und am Schluss der Installation wurden die BesucherInnen im Raum der Erkenntnis aufgefordert, über das Thema nachzudenken.
Alle Räume wurden mit einer schriftlichen Ebene ergänzt. Der künstlerische Bezug wurde durch ein jeweils zum Gegensatz passendes Bild von Paul Klee geschaffen.

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: Creaviva (Zentrum Paul Klee)
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Kabinett 2012
Kabinett
2012

Idee/Konzept: Sibylle Schelling (MA Art Education)

Durchführung: HS 2012, Minor Kulturvermittlung

Mentorat: Gallus Staubli (MfK), Jacqueline Baum (HKB)

(9. November 2012 – 7. Juli 2013) im Museum für Kommunikation und Naturhistorischen Museum der Burgergemeide Bern

Das Projekt «Kabinett» schuf, in Anknüpfung an die Wechselausstellung «Bin ich schön?», Begegnungs- und Sprachräume zum Thema Schönheit. Mit der Frage „Was ist schön?“ wurden Personen aus dem persönlichen Umfeld, Frauen aus unterschiedlichen Kulturkreisen, SeniorInnen, Frauen mit einer Sehbehinderung und Blinde in Gespräche zum Thema Schönheit verwickelt. Gemeinsam wurden unterschiedliche Aspekte von Schönheit diskutiert und in Bezug zur Eingangsgangsfrage „Was ist schön?“ gestellt. Abschliessend zu den Gesprächen übertrugen die TeilnehmerInnen ihre Statements dazu handschriftlich auf Spiegel. Durch die folgende Umgestaltung der beschrifteten Spiegel mittels Sandstrahlung wurden diese zu medialen Informationsträgern. Diese bildeten den „Grundstock“ für eine partizipative Spiegelinstallation.

Am 26. und 27. Januar 2013 wurde der Veranstaltungsraum des Museums für Kommunikation zum bespielbaren Spiegelkabinett. BesucherInnen erwartete beim Eintreten die im Raum installierte Statementsammlung zur Schönheit. Durch das Mitwirken der BesucherInnen begann sich die Installation laufend zu verändern. BesucherInnen wählten einen Spiegel der Installation aus, welchen sie mit nach Hause nehmen durften. Im Tausch damit schrieben sie ihr eigenes Statement zur Frage „Was ist schön?“ oder eine Reaktion auf ihr ausgewähltes Statement auf einen Spiegel. Der Spiegel wurde vor Ort sandgestrahlt und anschliessend wieder in der Installation platziert. Das Prinzip Geben und Nehmen mit der aktiven Beteiligung der BesucherInnen hielt die partizipative Installation über das Museums hinaus, im Fluss.

Kontakt: E-Mail Adresse


Klang-Paare 2012
Klang-Paare
2012

Ana J. Haugwitz Idee/Konzeption

Mentorin: Franziska Dürr
Graphik: Angela Reinhard
Programmierung: BÜTLER.BIZ
Durchführung: kunst-klick.ch

Die Vermittlungsabteilung des Aargauer Kunsthauses setzte für 2012 den Klang als vermittelndes Medium ein. Das Kunsthaus bietete verschiedene Aktivitäten mit Sound, Klang und Musik, unter anderem auch mehrere Spiele auf www.kunst-klick.ch, eine Website welche es ermöglicht, die Sammlung des Aargauer Kunsthauses zu entdecken. Beim BesucherInnen soll die Lust geweckt werden, den Werken im Original zu begegnen. Im Rahmen des Themas Klang wurde auch Klang-Paare entwickelt. Ein Spiel in dem die Web-BesucherInnen Bilder mit Klängen verknüpfen sollen.

Ein Spiel, drei Varianten
Klang-Paare verknüpft Kunstwerke und Klänge in drei Varianten und bei jedem neuen Spiel werden die Karten nach dem Zufallsprinzip geladen:
Bild-Bild funktioniert wie das klassische Memory. Zu sehen sind 12 Karten. Beim klicken auf eine Karte erscheint ein Ausschnitt eines Gemäldes. Das Ziel ist, das Paar zu finden. Alle Bilder werden von Klängen oder Geräuschen begleitet.
Bei Bild-Klang ist das Ziel, einen Klang mit dem zugehörigen Bild zu verknüpfen. Die Klangkarten sind gelb und beim drauf klicken wird das Geräusch durch einen Verlauf illustriert.
Die Variante Klang-Klang funktioniert wiederum wie ein klassisches Spiel, nur sind nicht Bilder zu sehen, sondern Klänge zu hören, die miteinander verknüpft werden müssen.

Kontakt: E-Mail-Adresse
Webseite: anahaugwitz.com
Download: Plakat (PDF)


Kommunikations künstler|in 2012
Kommunikations künstler|in
2012

Idee / Konzept: Elisa Ferraro und Christa Schürch

(Thematische Grundlage: Museum für Kommunikation, Ausstellung «Warnung. Kommunizieren gefährdet.»)

Mentor im Museum: Gallus Staubli, Leiter Bildung und Vermittlung Museum für Kommunikation Bern.

Der sinnvolle Umgang mit Kommunikationsmedien ist in Schulen ein Dauerthema. Smartphones, YouTube und Facebook gehören zum Alltag von Schülerinnen und Schülern. 

Die sogenannten «Digital Natives» kennen die Geräte und ihre Funktionen auswendig, sie wachsen damit auf und nutzen sie oft, ohne sie gross zu hinterfragen. 

Was passiert, wenn die alltägliche Nutzung sich plötzlich ändert und SMS, E-Mails oder Statusmeldungen eine neue Bedeutung erhalten? Wenn aus Gratiszeitungen fantasievolle Kleider entstehen, Facebook-Bilder zu Collagen verwandelt werden oder eine Kurznachricht poetische Züge aufweist? 

Elisa Ferraro und Christa Schürch (Hochschule der Künste Bern) haben mit «Kommunikatonskünstler|in» ein Lehrmittel geschaffen, mit dessen Hilfe Schülerinnen und Schüler angeregt werden, ihr Medienverhalten zu reflektieren und darüber hinaus einen anderen, spielerischen, positiven Umgang mit den Medien auszuprobieren. 

Diese didaktischen Materialien verbinden Gestaltung und Medienkompetenz zu gleichen Teilen. Sie richten sich an Klassen der Sekundarstufe I.

Kontakt: Elisa Ferraro, Christa Schürch

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Mani Matter (1936–1972) 2012
Mani Matter (1936–1972)
2012

Idee / Konzept: Regula Wyss, Alejandra Beyeler (MA Art Education), Claudia von Euw (MA Art Education)


Durchführung: Unterlagen online vom 11.10.12 bis am 13.01.13

Mentorin im Museum: Regula Wyss, Projektleiterin Mani Matter (1936-1972) Verantwortliche Bildung & Vermittlung

In Zusammenarbeit mit dem Bernischen Historischen Museum entstanden didaktische Materialien zu der Wechselausstellung Mani Matter (1936–1972).
Sie ermöglichen Lehrkräften eine unabhängige Vor- und Nachbereitung, sowie eine Durchführung des Aussstellungsbesuchs mit der Klasse.
Die SchülerInnen werden durch die Unterlagen aufgefordert, sich aktiv mit der Thematik auseinander zu setzen. Offene Fragestellungen fördern  das Erschliessen von Zusammenhängen und die Bildung der eigenen Meinung.

Der Auftrag
Das Bernische Historische Museum bietet den Schulen zu jeder Ausstellung nebst spezifischen Führungen, didaktisches Material, welches auf der Website heruntergeladen werden kann. Dieses didaktische Material ermöglicht Lehrkräften eine unabhängige Vorbereitung und Durchführung eines Ausstellungsbesuchs und bietet Anregungen für die Bearbeitung der Ausstellungsthematik mit der Klasse.
Die Zusammenarbeit besteht aus der Konzeption des didaktischen Materials zur Wechselausstellung Mani Matter 1936–1972. Die Rahmenbedingungen der didaktischen Vermittlung war klar vorgegeben und sollten die Tradition des Bernischen Historischen Museums weiterführen.

Zur Ausstellung
Die Wechselausstellung Mani Matter (1936–1972) des Schweizerischen Nationalmuseums gastiert vom 11.10.12–13.01.13 im Bernischen Historischen Museum. Die Ausstellung zeigt den literarischen- und musikalischen Nachlass des Berner Chansonniers. Ein iPad führt die Besucher in individuellem Rhythmus durch die Ausstellung und ergänzt die ausgestellten Objekte durch Ton- und Filmaufnahmen von Mani Matter sowie Interviews seiner Weggefährten. Einigen seiner populären Lieder begegnet man in Inszenierungen, welche die leichten und doch so gehaltvollen Texte des Berner «Värslischmieds» visualisieren.

Die didaktischen Materialien
Zwei Dossiers in verschiedenen Schwierigkeitsstufen sind auf www.bhm.ch downloadbar. Sie beinhalten erstens eine Aufgabenreihe zu verschiedenen Schwerpunkten. Diese ist modular zusammenstellbar und ermöglicht der Lehrkraft einen individualisierten Unterricht im Museum zu planen. Die Aufgabenblätter pflegen einen interdisziplinären Umgang mit den Fachbereichen Musik, Deutsch und Geschichte und bieten darüber hinaus auch Gelegenheiten für Lernerfahrungen im Bereich der Selbst- und Sozialkompetenz. Zweitens enthält jedes Dossier ein kleines Projekt, in dem die SchülerInnen ihren eigenen Interessen in der Ausstellung nachgehen und aus der Fülle von Informationen eine persönliche Quintessenz ziehen. Zusätzlich dienen das Zuordnungsspiel zum historischen Kontext von Mani Matter und der Fragenkatalog, als Vor- oder Nachbereitung im Klassenzimmer.


Ausgewählte Bibliografie
- Mani Matter (1936-1972) [Ausstellungskatalog], Hrsg. von Wilfried Meichtry und
Pascale Meyer, Oberhofen a. Th: Schweizerisches Nationalmuseum und Zytglogge
Verlag, 2011.
- Susanne C. Jost und Gallus Staubli, Ein Museum für die Schule: ein Praxisleitfaden; Mit der Schule ins Museum: ein Praxisleitfaden, Bern: mmBE und LEBE, 2010.
- Perspektiven der Kulturvermittlung, Hrsg. von Gunhild Hamer, Baden: hier + jetzt, 2010.

Kontakt: Alejandra Beyeler, Claudia von Euw, Regula Wyss

Bernisches Historisches Museum

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NOMAD 2012
NOMAD
2012

Idee/Konzeption: Lukas Veraguth (MA Art Education) und Alain Jenzer

Mentoren: Alain Jenzer und Nadine Wietlisbach

Vernissage: Do 26. Juli 2012, 19 Uhr

Ort: Lyssachstrasse, Burgdorf

Die Kunstintervention ‚kein Titel’ von Astrid Schindler an der Lyssachstrasse in Burgdorf fand im Rahmen von NOMAD statt. NOMAD ist ein nicht kommerzielles Ausstellungskonzept des Berner Künstlers Alain Jenzer. Das Konzept dieser Ausstellungsreihe besteht aus der Idee, dass an unkonventionellen Orten jeweils eine Künstlerin oder ein Künstler eine Kunstarbeit realisiert, welche sich mit den spezifischen Eigenheiten der Orte auseinandersetzt. Die Ausstellungsorte befinden sich entweder im öffentlichen Raum oder in interessanten Privaträumen, die für die Dauer des Projektes öffentlich zugänglich gemacht werden.

Durch die Zusammenarbeit mit Alain Jenzer erhielt ich die Möglichkeit eine NOMAD-Intervention über alle Projektphasen konzeptionell und organisatorisch zu begleiten. Im Dezember 2011 begann ich mich mit dem Fundraising auseinander zu setzen. Dabei überarbeiteten wir das Budget und den Finanzierungsplan. Danach folgte die Strukturierung und Gestaltung des Dossiers um mit diesem Fördergelder zu beantragen. Ab Anfang März begannen wir mit der Planung der Kunstintervention, indem wir zu zweit verschiedene Städte besuchten, um geeignete Orte für eine NOMAD-Intervention ausfindig zu machen. Dabei entschlossen wir uns für die Eisenbahnbrücke an der Lyssachstrasse in Burgdorf. Aufgrund der Wahl des Ortes suchten wir nach einer geeigneten Künstlerin oder einem geeigneten Künstler um diesen zu bespielen. Wir fragten die Stuttgarter Künstlerin Astrid Schindler an. In ihrer künstlerischen Arbeit realisiert sie oft ortspezifische Werke, welche im Bezug zu architektonischen Gegebenheiten stehen. Aufgrund Astrid Schindlers Interesse am architektonischen Brückenraum an der Lyssachstrasse, fand Mitte Juni ein erstes Treffen zur Besichtigung des Ortes in Burgdorf statt. Darauf folgten mehrere gemeinsame Diskussionen per Telefon, in denen wir unterschiedliche Vorhaben besprachen und wieder verwarfen. Eine Woche vor der Durchführung folgte der Endspurt in der Realisation der Intervention. In einem weiteren Treffen vor Ort kristallisierte sich Astrid Schindlers Vorhaben heraus, dem architektonischen Raum nichts hinzuzufügen, sondern die Betonbrücke vom Stassenschmutz zu reinigen, um so den Raum an sich auszustellen. Wir beschafften uns, in den verbleibenden Tage bis zur Vernissage, das Material für die Reinigungsaktion. Am Tag der Vernissage am 26. Juli führten wir die Reinigungsaktion zu dritt durch, indem wir den Strassenschmutz mit viel Wasser von dem Beton der Brücke schwemmten. Rechtzeitig zur Vernissage war die Aktion beendet. Zurück blieben nur noch einige Wasserpützen. Nachträglich zur Vernissage verfassten Alice Henkes und Gabriel Flückiger je einen Text über die NOMAD-Intervention „kein Titel“ von Astrid Schindler. Die Dokumentationen der NOMAD-Intervention für die Internetseite von NOMAD und für das NOMAD-Dossier bildeten den Abschluss des Projektes.

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite von NOMAD
Download: Text1, Text2
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RIB 2012
RIB
2012

Idee / Konzept: Kathrin Flück

Durchführung: FS 2012, Minor Medienbasierte Vermittlung

Mentor: B. Probst, LerNetz AG Bern

Konzeption und Entwurf eines webbasierten Lehrmittels, in Zusammenarbeit mit der LerNetz AG und der Hochschule der Künste Bern.

RIB - ein webbasiertes Techniklehrmittel wurde im Rahmen des Minor-Projekts «Medienbasierte Vermittlung» von Kathrin Flück, Studentin des Master of Art Education an der Hochschule der Künste Bern, entwickelt und als Prototyp umgesetzt. Die Arbeit umfasst primär die Konzeption und Gestaltung der Website sowie die Erstellung eines Lernfilms. Das webbasierte Techniklehrmittel mit Unterrichtsmaterial zum Downloaden richtet sich an Lehrpersonen der Unter- und Mittelstufe die Technisches Gestalten unterrichten.

Ausgangslage
Motivation für mein medienbasiertes Minor-Projekt ist die Anstellung als Assistentin beim Forschungs- und Entwicklungsprojekt Räder in Bewegung (RIB) an der PH Bern. Ein Lehrmittelprojekt im Technischen Gestalten zur Förderung des Technikverständnisses. RIB ist auf dem Lehrplan 21 aufgebaut und wird parallel dazu geschrieben. Lehrmittel sind oftmals schon beim Druck veraltet. Dies ist Anlass für mein Konzept eines webbasierten Lehrmittels, welches bezüglich Fachwissen, Daten und Links auf dem aktuellen Stand ist und einen attraktiven Unterricht ermöglicht. 

Ziele
- Präzise Analyse der momentanen Situation, der Bilder und
Filme
- Prototyp Lernfilm Rad-Achsmontage
- Konzept, Entwurf und Realisierung einer funktionierenden Website als Prototyp, gemäss zeitlicher und technischer Machbarkeit

Einsatzszenarien
Lehrpersonen nutzen das webbasierte Techniklehrmittel zur Planung des Unterrichts. Die Unterrichtsmaterialien zum Downloaden sind für den unmittelbaren Einsatz im Unterricht aufbereitet und erleichtern die Arbeit.
Die RIB-Lehrmaterialien zielen darauf, dass die Lernenden Handlungskompetenz erlangen. Im Rahmen des sogenannten selbstorganisierten Lernens können Schülerinnen und Schüler (SuS) während dem Arbeitsprozess im Technischen Gestalten Informationen wie z. B. Lernfilme am Computer oder mobilen Endgeräten aufrufen. Im Gegensatz zum klassischen Präsenzunterricht kann hier das Tempo individuell bestimmt und schwierige Situationen wiederholt angesehen werden.

Struktur der Website
Die Navigation ist ausgeglichen, einfach und kann systematisch oder intuitiv erfolgen. Sie ist auch für nicht geübte Lehrpersonen und SuS geeignet. Das Layoutraster ist möglichst einfach und klar gehalten. Die dreispaltige Gliederung entspricht den drei Kapiteln des Print-Lehrmittels: Grundlagen, Unterrichtsvorhaben und Unterrichtshilfen.
Die Gliederung weist drei Hierarchiestufen auf: Hauptnavigation, Kapitelseiten, Dokumentenseiten.

Inhalt
Für mein Projekt RIB - ein webbasiertes Techniklehrmittel - verwende ich die bestehenden Inhalte des Projekts RIB. Es gehört nicht zum Projekt die Inhalte zu verändern. Im Grundlagenkapitel erhalten Lehrpersonen fachliche Grundlagen für den Unterrichtsteil. Dieser besteht voraussichtlich aus zwölf grösseren Unterrichtsvorhaben zu den Themen technische Spielzeuge und Maschinen. Im umfangreichen, dritten Teil der Unterrichtshilfen stehen den Lehrpersonen praxisorientierte Unterlagen für die Umsetzung der vorgeschlagenen Inhalte zur Auswahl. Neuentwickelte, zielgruppenorientierte Lehr- und Lernhilfen stehen sowohl für den Grundlagen- wie auch für den Unterrichtsteil zur Verfügung. 

Bibliografie
Ott 2011: Oliver Ott, Lehrmittel bald nur noch digital?. Flexbooks setzen sich durch, PH Bern, 2011 (http://www.kibs.ch/wiki/images/a/a8/Factsheet_flexbooks.pdf, 03.10.2012).
Stapelkamp 2010: Web X.0. Erfolgreiches Webdesign und professionelle Webkonzepte, hrsg. von Torsten Stapelkamp, Berlin: Springer, 2010.
Streiff 2010: Andreas Streiff, Mobiles Lernen. Handy und Smartphones im Unterricht, educa.ch 2010, (http://guides.educa.ch/de/mobile-learning, 03.10.2012).

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2011

AGRISCUOLA 2011
AGRISCUOLA
2011

Idee/Konzept: Stéphanie Winkler, MA Art Education

Durchführung: FS 2011, Minor Medienbasierte Vermittlung

Mentor: Andreas Hieber und Tinu Gerber, LerNetz AG

In Zusammenarbeit mit der LerNetz AG und der Hochschule der Künste Bern.

Das Projekt AGRISCUOLA ist ein Konzeptentwurf einer Lernumgebung rund um die Thematik Landwirtschaft im Sinne des 'Blendet Learning'. Der Rahmen von Agriscuola bildet eine eigene Webseite in Form einer Plattform für Lehrende und Lernende. Nebst dem LID eigenen Lehrmittelverzeichnis ist die interaktive Lernumgebung zentraler Bestandteil. Die Lernumgebung bietet Lernenden die Möglichkeit, sich vertieft mit der Thematik Landwirtschaft auseinanderzusetzen. Als Erzählung zu den Lernmodulen bietet Agriscuola zu den einzelnen Lernmodulen jeweils ein analoges Begleitheft. Weiter sollen die Lernspiele zu den Lernmodulen die Lehrenden und Lernenden anregen raus in die Natur zu gehen und sich praktisch mit der Thematik auseinanderzusetzen.

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Besserwisser M. Jesaistout 2011
Besserwisser M. Jesaistout
2011

Idee/Konzept: Selina Lauener, MA Art Education

Durchführung: FS 2011, Minor Kulturvermittlung

Mentor: Gallus Staubli, Museum für Kommunikation
Mentor HKB: Stephan Bundi

Das Spiel Besserwisser ermöglicht Familien, sowie andere Kleingruppen einen spielerischen Rundgang durch die drei Dauerausstellungen des Museums für Kommunikation. Sie spielen als Team gemeinsam gegen den fiktiven Gegner Anton Besserwisser. An verschiedenen Ausstellungsobjekten versuchen sie Aufträge innerhalb jeweils einer Minute zu lösen. Wenn immer dies gelingt, kriegt das Team einen Punkt. Es wird geraten, gemimt, diskutiert, gesucht, gestikuliert. Das Spiel handelt somit nicht nur von Kommunikation, sondern besteht selbst aus Kommunikation in verschiedensten Formen.

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Face to Face / Mian to Main 2011
Face to Face / Mian to Main
2011

Idee/Konzept: Chun Yan Zhang, MA Art Education


Durchführung: FS 2011, Minor Y/Transdisziplinarität

Mentor/in HKB: Jacqueline Baum, Urs Gehbauer
Mentor: Massimilano Madonna

While art is limitless and open, all people or things involved by the art platform will be boundlessly transformed. Cultu- ral exchange will be presented in two bathtubs in a macros- copical way. From the view-point of its interior structure and traditional functions, following questions can be asked:

Question: What can two bathtubs do?
Answers: 1. It is a small space consisting of two parts. 2. Having a mute, quiet and isolated atmosphere.

Official Website: www.miantomain.net
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Fokus Schulgeschichte(n) 2011
Fokus Schulgeschichte(n)
2011

Idee/Konzept: Paolo Riva, MA Art Education

Durchführung: FS 2011, Minor Medienbasierte Vermittlung

Mentor: Andreas Hieber, LerNetz AG
Mentorin: Sibylle Peuker, Zeix AG

Zum 175. Geburtstag der Aargauer Volksschule hat das Staatsarchiv Aargau letztes Jahr Dokumente aus seinen Beständen zum Thema Schulgeschichte online veröffentlicht und kommentiert. Weil dazu ein grosser Aufwand betrieben wurde, sollten die Dokumente auch nach dem Jubiläum noch einsehbar sein. Die Konzeption und Gestaltung der Website war jedoch nicht zufriedenstellend, weshalb die LerNetz AG gebeten wurde, auf der Basis von diesem Material ein neues Konzept zu erstellen.

Diese Aufgabe habe ich übernommen: Die Arbeit umfasste eine Analyse der momentan online ausgestellten Seite, wie sie sich jetzt präsentiert, das Erstellen eines neuen Konzepts und eines Entwurfs. Es gehörte allerdings nicht zum Projekt, die Inhalte zu verändern oder neue hinzuzufügen.

Das Produkt sollte nicht aussschliesslich auf den 'Fokus Schulgeschichte(n)' anwendbar sein, sondern auch für mögliche weitere Themenschwerpunkte als Blaupause dienen können.

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Kunstvermittlung abgebildet 2011
Kunstvermittlung abgebildet
2011

Idee/Konzept: Undine Lang, MA Art Education

Durchführung: FS 2011, Minor Forschung

Mentorinnen HKB: Jacqueline Baum, Ursula Jakob

Das Projekt beinhaltete das Sammeln von Bildern zur Kunstvermittlung und deren Auswertung. Im Rahmen des neueren Begriffs der 'künstlerischen Forschung' steht am Ende nicht ein geschriebener Text sondern eine Installation.

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Mirabilia 2011
Mirabilia
2011

Idee/Konzept: Petra Stokar, MA Art Education

Durchführung: FS 2011, Minor Kulturvermittlung

Mentorin: Karin Hermes, Hermesdance
Mentor HKB: Peter Aerni

Miribilia is a project organized incorporation with Karin Hermes dance company Bühnentiger and HKB, MA Art Education. Children transformed into mystical animals in a world where anything was possible, it has been my role to document this process.

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Philippe Robert est sur Facebook 2011
Philippe Robert est sur Facebook
2011

Idee/Konzept: Laetitia Salamin, MA Art Education

Durchführung: FS 2011, Minor Medienbasierte Vermittlung

Mentor HKB: Andreas Netthoevel
Mentor: Thomas Schmutz, Musée Neuhaus Biel

En collaboration avec la Haute Ecole des Arts de Berne
Un profile facebook au nom de Philippe Robert est crée et géré par moi mme, qui empreinte la personnalité du peintre. Sa vie et son oeuvre y sont présenté, sous forme d'articles publiés régulirement en allemand et franais. Ses intérts et références y apparaissent également. Dans sa galerie d'images, on peut admirer quelques-unes de ses oeuvres. Ce projet fait revivre le peintre qui intervient régulirement sur le réseau; il s'agit donc d'une plate-forme de rencontre et de discussion avec les internautes. En parallle, deux sortes de cartes postales sont distribuées; elles invitent le public - devenir ami de Philippe Robert sur facebook et ont pour illustration deux reproductions de la série de 'Troncs d'arbres'. Le projet est réalisé entre le 15 août et la fin septembre 2011.

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SAMMELSURIUM 2011
SAMMELSURIUM
2011

Idee/Konzept: Isabel Fernandez und Gabriela Freiburghaus, MA Art Education

Durchführung: FS 2011, Minor Medienbasierte Vermittlung


Mentor/in HKB: B. Probst, C. Ziessler, M. Mischler

Die Entwicklung eines Lernmittels für den gestalterischen Unterricht am Gymansium. Ein eigenständiges Projekt, entstanden an der Hochschule der Künste Bern, MA Art Education.

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Stadtklingen 2011
Stadtklingen
2011

Idee/Konzept: Angela Melody Kummer (MA Art Education) und Lukas Roos

Durchführung: FS 2011, Minor Y/Transdisziplinarität

Mentor/in HKB: Jacqueline Baum

Das vorliegende Projekt stadtklingen entstand im Rahmen des Y-Minors im Herbstsemester 2010 und Frühlingssemester 2011 im Masterstudiengang Art Education.

Als Ausgangslage diente die Anfrage der Berner Jazzband Pommelhorse, für einen ihrer Songs einen Videoclip zu gestalten.

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