2018

(schwere und zerstreute Figur) aus 4-teiliger Werkgruppe 2018
(schwere und zerstreute Figur) aus 4-teiliger Werkgruppe
2018
Master 2018

Laura Grubenmann

Mentorat: Nina Rieben / Ralf SamensTechnik: Digitale CollageFormat: 16:9 Dimension variabel


Die vier Bilder Blowing, Mistery & technics / Energie aus Dosen / Fangspiel (el mirlo de Chacahua) & (schwere und zerstreute Figur) setzen sich aus unterschiedlichen Formen und Motiven zusammen, die teilweise aus analogen und digitalen Zeichnungen, teilweise aus fremden Bildmaterial abgeleitet und mittels digitaler Collage und Zeichnung arrangiert wurden.
Durch die Unterschiedlichkeit der verwendeten Bildelemente – ihrer Ästhetik, ihrer Herkunft, ihrer Konkretion, ihrer Wirkung – entsteht eine komplexe Narration. Diese wird durch inhaltliche und assoziative Zusammenhänge, wie etwa durch die Kombination von Symbolen, und durch formalästhetische Zusammenhänge, wie etwa durch den Umgang mit Farbe, Form und Bildsprache getragen.
Gleichzeitig erfährt die Narration durch die, in ihrem Stil und ihrer Herkunft einander scheinbar fremden Bildelemente, eine Brüchigkeit.


Aus der Faser 2018
Aus der Faser
2018
Master 2018

Luca Pitsch



Mentorat: Joseph Loretan

Material: Buchenholz

Technik: Hohlbeitel, Japansäge, Motorsäge und Handkreissäge


Die in einem Wintersturm gefallene Buche wird als materiell begrenzte Ausgangslage für die prozessorientierte Auseinandersetzung mit Buchenholz genommen. Aus der Arbeit am Holz und den damit einhergehenden Sinneserfahrungen werden Form und Inhalt der Arbeit entwickelt. Angefangen bei den dünnen Ästen der Baumkrone konkretisiert sich die Suche entlang des Stammes weiter. 

Der schriftliche Teil der Arbeit setzt sich mit Holz als Material im alltäglichen, sowie im künstlerischen Kontext auseinander. Insbesondere an der Position des Künstlers Giuseppe Penone wird der Umgang mit Holz als lebendiges Material aufgezeigt.

Anhand der eigenen Erfahrungen im künstlerischen Prozess wird das Potenzial der sinnlichen Materialerfahrung als Ausgangslage für gestalterische und pädagogische Prozesse herausgearbeitet und verdeutlicht.


Crossings, or: What's Good Today Gets Better Tomorrow 2018
Crossings, or: What's Good Today Gets Better Tomorrow
2018
Master 2018


Alexandre Cottier
alexandrecottier@protonmail.com

Mentorat: Sam Porritt (Praxis), Konrad Tobler (Theorie)

Technik: 384 Zeichnungen, Kugelschreiber und Edding auf A4-Druckerpapier
Material: Holzrahmen, Anglerschnur, A4-Druckerpapier
Format: 400 x 400 x 216 cm

Ausgangspunkt dieser Arbeit ist das alltägliche Zeichnen, bei welchem sich das Subjektive auf das Blatt absetzt. Aus der kontinuierlich wachsenden Zeichensammlung wurde eine Auswahl getroffen, welche das Eintauchen in eine mannigfaltige Bilderwelt ermöglicht und ein Wechselspiel der Ähnlichkeiten erzeugt. Auf diese Weise soll das Objekt den Betrachtenden als Kaleidoskop dienen, um dem eigenen subjektiven Blick nachzugehen.

Parallel dazu ist die Theoriearbeit mit dem Titel "Weben, Zwirnen, Knüpfen: Gedankliche Texturen aus zerfransten Fragmenten" entstanden. Hierbei handelt es sich um eine Textsammlung, die Fragen des persönlichen Alltags mit jenen der Ästhetik verknüpft und gedanklich weiterführt. Aus diesem Prozess heraus ist eine zweiteilige Theoriearbeit entstanden, die sowohl mit einem linearen, als auch einem schweifenden Leseblick durchschritten werden kann.


Darstellig u Wahrnähmig vonere Partisanegschicht 2018
Darstellig u Wahrnähmig vonere Partisanegschicht
2018
Master 2018

Mira Buck
mira.buck@gmx.ch

Mentorate: Iver Ohm, Stefan Sulzer
Film, 10 Minuten

In diesem Film wird ein historisches Ereignis innerhalb der Italienischen Resistenza reflektiert, wobei Partisanen im April 1945, in der von der Schweiz benachbarten Region Ossola, 64 Tonnen TNT zerstört haben.

In den vergangenen 73 Jahren gab es über diese Aktion verschiedene Auslegungen, die jeweils auch aktuelle Schweizerische Gesellschaftslagen widerspiegeln. Mittlerweile sind alle an der Aktion beteiligte Partisanen verstorben und die Historik der Resistenza ist in der Schweiz immer noch kaum bekannt. In diesem Film wird diese Partisanen-Aktion, welche mit der Schweiz zusammenhängt, nochmals hervorgeholt und die historischen Hintergründe werden von einem zeitgenössischen Blick aus neu ausgelegt.


Decay and precarity in an English seaside town – doing art education in times of uncertainty 2018
Decay and precarity in an English seaside town – doing art education in times of uncertainty
2018
Master 2018

Kristin Muth

morecambeproject@hotmail.com




Mentorat: Priska Gisler, Andrea Wolfensberger, Nadia Bader


This is an art education project set in a socially and economically deprived neighbourhood of the English seaside town Morecambe. The project combines art education, sociology and ethnography to define challenges and opportunities in the work with young people living in a deprived community. The workshop’s participants were asked to show their favorite places in the community and to document them photographically. Furthermore, they created artworks that were on display in an exhibition curated by the participants.  


Die Butter (Plural). 2018
Die Butter (Plural).
2018
Master 2018

Katharina Karras


Mentorat: 
Praxis_Carolien Niebling 
Theorie_Jörg Wiesel

Material:Butter aus Kuh-, Schaf-, Ziegen-, Büffel- und Dromedarmilch, Glas, Eiswasser, Paraffinpapier

Masse:
Butterglocken: insgesamt 5 x 12 cm (Durchmesser) x 20 cm (Höhe) 
Papiere: 20 cm x 20 cm


Der jeweils gegenwärtige Status von Butter kann als Spiegelbild westlicher Gesellschaften gesehen werden. Butter ist heute alltäglich, aber unscheinbar. Obwohl Butter wirtschaftlich gesehen stets ein unbequemes, stark reglementiertes Produkt war, bekam sie eine bis dato währende identitätsstiftende Funktion in der Schweiz. Ihre immanente ökologische und ökonomische Ineffizienz ist Gegenpol Intensiver Landwirtschafsformen. „Die Butter (Plural).“ untersucht das Material aus unterschiedlichen Perspektiven, verweist auf den Begriff der Biodiversität als Zukunftsbasis und hinterfragt die Identitätssymbolik der Butter, indem sie das Produkt - auf aktuelle Umstände reagierend - neu definiert.


Für Hektor 2018
Für Hektor
2018
Master 2018

Anna Jaun  

 
Mentorat:
Praxis_ Karoline Schreiber
Theorie_ Julia Jost 

Technik_ Öl auf ungrundierter Leinwand
Format_ Block à 6 Malereien. Alle haben das Format 120 x 165 cm 

Ich bewege mich zwischen Figuration und Abstraktion. In kurzen und intensiven Momenten entstehen Bilder, in denen Erinnerungen, Geschichten, Gefühle oder Vorstellungen Ausdruck finden.
Ich erzähle von humorvollen Begegnungen, bei welchen die bildliche und materielle Körperlichkeit im Zentrum stehen. Sie wird spürbar im gewählten Material, in der ungrundierten Baumwolle und im lustvollen Auftragen der Farbe. Der Reiz, mit der Zweisamkeit zu spielen und den Bildraum als Raum für Erzählungen, Erfindungen und Phantasie zu nutzen, ist der Grund warum diese Bilder entstehen. Dem Körperlichen begegne ich in meinen Bildern immer wieder, jeweils in neuen Formen und Ideen.


Ich Male. Eine Selbstreflektion zum Arbeitsprozess des Malens 2018
Ich Male. Eine Selbstreflektion zum Arbeitsprozess des Malens
2018
Master 2018

Janick Sommer
Kontakt: janick.so@bluewin.ch


Mentorat: Urs Aeschbach (Malerei) und Andi Schoon (Theorie) 
Technik: Öl auf Leinwand Format: zwischen 21x28cm und 140x100c



Wie gelingt das gute Bild? Gelingt es überhaupt? Der Berner Maler Janick Sommer stellt Ölmalereien aus, welche in einem Zeitraum von vier Monaten entstanden sind. Dazu reflektiert er seine Arbeit und die Entwicklung in der Theoriearbeit mittels Reflexionen und einem Tagebuch.   Die Einblicke in den Malprozess sollen auch in der Ausstellung präsent sein. So zeigt er teilweise mehrere Versionen von Bildern um einen Einblick in die Entwicklung zum (hoffentlich) gelungenen Bild zu geben.


IN DER TAT_Ein Vermittlungsprojekt 2018
IN DER TAT_Ein Vermittlungsprojekt
2018
Master 2018

Tina Z'Rotz


Mentorat:
Theorie_Tine Melzer
Praxis_Andrea Wolfensberger

IN DER TAT
Eine Untersuchung zu implizitem Wissen und Wahrnehmung 

Mit der Master Thesis IN DER TAT wird ermittelt, inwiefern und unter welchen Bedingungen implizites Wissen durch manuelle Tätigkeit entsteht.
Die Untersuchung ist geprägt von einem Verständnis des Handelns im und mit Material als nicht sprachlogische Wissens- und Erkenntnisform. In Theorie und Praxis wird implizites Wissen vor allem in Bezug zur Haptik reflektiert und das zugehörige Tastsinnessystem untersucht. Sinnbildlich dafür steht die Aussage, dass der Mensch «nicht nicht berühren» könne.

_Die Untersuchung erforscht folgende Fragen:

_Wie wirken sich manuelle Arbeit und haptische Erfahrung auf den Menschen aus?

_Was wird dabei aus der Ruhe gebracht und in Bewegung gesetzt?

_Welche Verbindungen und Interaktionen entstehen?

_Wie verändern sich Kommunikation und Kontakt?



INCLUSION 2018
INCLUSION
2018
Master 2018

Anna Marcus & Alizé Rose-May Monod

Kontakt:


Mentorat: Annaïk Lou Pitteloud, Gila Kolb, Geneva Moser

Technik: Variabel

Format: Variabel

Es gibt eine Vielzahl von Geschlechtern und geschlechtlichen Ausdrucksformen. Diese Vielfalt wird unter anderem dort unsichtbar gemacht, wo Toilettenräume aus einer zweigeschlechtlichen Logik heraus beschriftet werden. INCLUSION setzt sich mit künstlerischen Strategien für neue Lösungen und Alternativen von WC Beschilderungen ein, um den Raum „Toilette“ inklusiver zu denken, gestalten und benutzen. Dieses Kunstprojekt wird aktuell an und mit verschiedenen Kunst- und Kulturinstitutionen umgesetzt und angedacht. 


Les mains libres 2018
Les mains libres
2018
Master 2018

Sarah Glaisen

Contact:

Mentor : Esther Maria jungo. 

Technique / matériaux : bois, béton mural, caméra vidéo, projecteur vidéo, 8 haut-parleurs, régie son.

Format du volume : 180 x 180 x 57 cm.


"Les mains libres" est le titre à la fois d’un texte et d’une installation réalisés conjointement. Le texte présente les intentions, le processus et les réflexions activées par l’élaboration du travail pratique de Master en Art Éducation de la Haute école des arts de Berne. L’installation est constituée de trois éléments mis en scène dans l’espace dans lequel le spectateur se mouvoir : un volume, du son et une projection vidéo. Le volume provient des moulins à olives traditionnels, réalisé avec des matériaux différents et fortement simplifié, ne conservant que son élément de base, la meule gisante. Le son, enregistré en extérieur, diffusé en continu et sortant du dessous du volume, reproduit le mouvement circulaire de la meule. Il s’agit du son de pas dans de la boue, tournant autour d’un cercle. La projection vidéo, comme le ferait un miroir en temps réel, introduit un double, celui du volume filmé en direct ou encore du spectateur qui entre dans le champ de la caméra.


Mikro 234 2018
Mikro 234
2018
Master 2018


Selin Bourquin

selin@bourquin.ch


Mentorat: Karoline Schreiber, Tine Melzer & Kathrin Flück


Im Sitzungszimmer 234 an der HKB ist während der Ausstellung «Finale» eine raum- und materialspezifische Arbeit entstanden. Sie thematisiert das Verhalten von Staub im Raum und unser Verhalten ihm gegenüber. Dabei wurde in einer täglich stattfindenden Aktion der Raum von Staub und Schmutz gereinigt, um die «Ernte» in ein Bild zu übersetzen. Während der Ausstellung blieb der Raum in seiner ursprünglichen Funktion als Sitzungsraum bestehen, so dass nicht nur Besucher*innen Staub in den Raum bringen, sondern auch Sitzungsteilnehmende. Aus dem im Raum angesammelten Staub und Schmutz sind täglich zeichnerische Abdrücke entstanden.

Das Heft «Mikro» setzt sich genauso wie sich Staub aus einzelnen Partikeln zusammensetzt, aus verschiedenen Sammlungssträngen zusammen. Da ist einerseits das Putztagebuch, in dem die Autorin protokolliert, wie sie täglich vom Staub reinigt sowie eine Staubmaussammlung zu finden. Nebst den Abbildungen aller Putzutensilien, welche die Autorin verwendete, sind in eine andere Papierschicht Gespräche mit Menschen, die mit oder gegen den Staub arbeiten, abgedruckt. 


TROIS POSES COURTES 2018
TROIS POSES COURTES
2018
Master 2018

Rachel von Dach
Kontakt:

Mentorat: Annaïk Lou Pitteloud, Nadia Bader
Technik: Full HD, 1920x1080,15’ Video, Loop, Projektion auf Leinwand, ohne Ton. 
Format: 250x400cm


Le traitement des nus féminins obéit à des conditions très strictes. Les nus sont toujours harmonieux, dépouillés de toute imperfection: Le corps n’a pas d’histoire, les femmes sont toujours jeunes et en même temps d’un âge indéfinissable. Elles sont belles mais sans caractère, sans personnalité. Toute manifestation de sentiment est volontairement exclue, les visages ont toujours la même expression, marquée d’une béatitude céleste, les poses sont alanguies, les gestes sans objet, format des arabesques, le sourire un peu figé, tout ce qui donnerait vie au corps et au visage est comme gommé.


ÜBERSEHEN 2018
ÜBERSEHEN
2018
Master 2018

Rebecca Noser



Mentorat: Florian Bachmann, Marcus Pericin
Technik: Tinte auf Papier (Plot), Licht in verschiedenen Farben (LEDs), Holz (Koje)


Der künstlerische Teil ist eine Arbeit über das Sehen und das über das alltägliche Übersehen. Durch das gezielte Zusammenspiel von Oberflächenfarbe (und Form) und sich stetig verändernden Lichtverhältnissen irritiert das Werk die Farbwahrnehmung des Betrachtersubjekts. Dadurch wird diesem nicht nur ein Kunstobjekt gezeigt, sondern die eigene Wahrnehmung vor Augen gehalten. Denn erst in dieser Wahrnehmung zeigt sich das Werk in seiner Ganzheit.

Sowohl der theoretische als auch der künstlerische Teil der Arbeit widmen sich der Rolle der Betrachterin bzw. des Betrachters und den schöpferischen Qualitäten der menschlichen visuellen Wahrnehmung.


Von Ketten und Stielen 2018
Von Ketten und Stielen
2018
Master 2018

Yvonne Siegenthaler


Mentorat: Evelyne Roth

Installation: Stickerei, Tisch und Stühle, Audioaufnahme


Diese Arbeit zeigt die Auseinandersetzung mit der Zierde im Sinne der Verschönerung einer Oberfläche. Die Arbeit besteht aus eine praktischen und einer theoretischen Auseinandersetzung. In der theoretischen Auseinandersetzung wird die Zierde nach Funktion und Charakter befragt. Dies geschieht anhand der beiden Ankerpunkten "Oberfläche" und  "das Zusätzliche". Die Theorie setzt sich aus Gesprächen und eigenen Gedanken zusammen.Im praktischen Teil dieser Arbeit wird dieses Thema anhand der Technik des Stickens untersucht. Hier geht es insbesondere um die Trägergebundenheit der Zierde, die in einer übersteigerten Ortsgebundenheit Ausdruck findet. In einer installativen Präsentation eines bestickten Tischläufers sind Elemente zu sehen die sich aus den Räumlichkeiten speisen in denen sich die Installation befindet. Über Lautsprecher ist zudem eine Audioaufnahme zu hören, die den Zuhörer auf eine fiktive Reise durch diese Räumlichkeiten nimmt. Sitzend können so die Stickereien betrachtet werden während die Audioaufnahme durch die Räume führt. 


Wegfragmente 2018
Wegfragmente
2018
Master 2018

Eva Alleman
Kontakt: 



Mentorinnen: Cécile Hummel, Priska Gisler und Gila Kolb

Technik/Material: ca. 70 kg Moos von verschiedenen Orten in Kleinlützel, Audioinstallation mit gelesenen und gesprochenen Texten

Format: variabel


Gehen atmet mich,
sieht, fühlt, riecht, verbindet mich, 
lebt als Prozess. 

Und geh ich einmal träge los,
so schickt mir der Weg, wie es scheint,
schon ganz zu Beginn
eine Begegnung,
ein paar letzte Tropfen vom Blätterdach herab, ein Summen, ein Brummen oder
einen Lichteinfall 

 

In der Masterthesis ist der Spaziergang in seiner Vielfältigkeit meine Methode in drei Dimensionen: in meiner vermittelnden Praxis, in meiner künstlerischen Praxis und in meiner Lektüre. Die verschiedenen Aspekte und Triebkräfte des Spazierengehens als Methode beschreibe ich in meiner Theoriearbeit Wegkreuzungen – Eine Reflexion meiner Spaziergänge. Der Blog www.kleinlutzel.com vereint und verknüpft die Fragmente meiner Wege in ihrer medialen Vielfältigkeit und funktioniert gleichzeitig als Dokumentation. 

Die künstlerische Arbeit in Form einer amorphen Moosinstallation von ca. 16 m2 in Verbindung mit gelesenen und spontan gesprochenen Textfragmenten entwickelte sich aus den Erfahrungen meiner Spaziergänge in den Wäldern meines Dorfes Kleinlützel. 

 


2017

5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr 5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr 5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr 2017
5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr 5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr 5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr
2017

Mara Ryser

MentorInnen Praxis:
Jacqueline Baum, Manuel Schüpfer
Mentorin Theorie:
Maren Polte

Medium:
Audio-Video-Installation
Dauer:
6min 33sek, Loop

Die Videoinstallation 

5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr
5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr
5. Januar 2016, 11:53-12:00 Uhr

zeigt drei verschiedene Ausschnitte aus einer einzigen Filmsequenz. Die Filmaufnahme ist mir einer fixen Kameraeinstellung gedreht worden. Die Tonspur wurde synchron dazu aufgenommen.

In der Arbeit wird die Raum-Zeit-Einheit eines Momentes aufgelöst, wodurch die Aspekte Raum und Zeit neu erfahrbar werden. Aus der Dekonstruktion eines Bildes entstehen gleichzeitige Welten, in denen sich je ein neues Raum-Zeit-Gefüge bildet.
Durch die Nebeneinanderstellung wird die Privilegierung eines Ereignisses gegenüber einem anderen abgeschafft.
Mit der mehrfachen Betrachtung einer einzigartigen Zeitspanne aus scheinbar unterschiedlichen Perspektiven weitet sich der Moment aus. Es vollzieht sich eine Verräumlichung von Zeit. Das Geschehen entfaltet sich nicht nur als Entwicklung einer linearen Geschichte, sondern auch als gleich-zeitige Vielzahl eines einzigen Ereignisses.

Kontakt:E-Mail


BUNDLE - COIL - CLAD 2017
BUNDLE - COIL - CLAD
2017

Marlies Aryani Råegg
Mentorin Praxis: Dorothea Schürze
Mentor Praxis: Christian Höfliger
Mentorin Theorie: Yvonne Schweizer

Medium: Video
Grösse: 3 heilige Videoperformance
Dauer: 5:21 min
Material: Studio-Setting
Anzahl: eine Serie von 3 Videos

Zutaten: Tuch, Kletterseil, Wetsuit, leerer Raum, Licht, Kamera, Körper.
Die dreiteilige Videoperformance zeigt das Resultat eines abgesteckten Experimentierfeldes, in welchem mit einem Material zusammen körperliche Bewegungen und deren Grenzen erprobt werden. Routinierte Handlung mit Material lässt bestimmte Bewegungen entstehen, die durch gezieltes Framing erzählt werden. Von der Kamerafrau zur Performerin wechselt die Autorin dieser Arbeit ihre Rolle und geht der Frage nach, inwiefern das Framing der Kamera als Erzählinstanz dienen kann und schliesslich die Videoperformance konstituiert.
BUNDLE – COIL – CLAD zeigt drei Handlungen, die mit alltäglichen Abläufen assoziiert werden. Der formale Rahmen fällt zusammen mit dem Inhalt. Durch die Doppelperspektive werden die simplen Handlungen hervorgehoben, Neugier für Bewegung geweckt und der menschliche Körper mit seinen möglichen Bewegungsradien zelebriert. Ein weiterer Aspekt, der als Aussage dieser Arbeit erwähnt werden muss, ist die Wertschätzung gegenüber der Vorbereitung. Die Vorbereitung für eine Handlung ist genauso wichtig, wie diese selbst. 

Kontakt: E-Mail


Double 2017
Double
2017

Nicolas Wirth

Mentorin Praxis: Andrea Wolfensberger
Mentorin Theorie: Katrin Weilenmann

12 Malereien, Öl/Gouache auf Leinwand, diverse Formate
Nussbaum-Anrichte, 100 x 220 x 40 cm
Gerahmtes Filmstill, 18 x 30 cm

Die Arbeit setzt sich malerisch und installativ mit meiner verstorbenen Grossmutter auseinander. Um mich vom allzu intimen Thema abzugrenzen, wähle ich ein Double für meine Grossmutter. Anstelle von Fotografien meiner Grossmutter nutze ich Filmmaterial der Schauspielerin Elizabeth Taylor aus «The Sandpiper» für die malerische Annäherung. Elizabeth Taylor sowie ihre Figur im Film weisen Parallelen zum Leben meiner Grossmutter Mitte der 1960er-Jahre auf.
Installativ fliesst der Ort, an dem die Malereien entstehen, das Haus meiner Grossmutter, in die Arbeit mit ein. Ein Objekt des Ortes, an dem meine Grossmutter ihr ganzes Leben verbracht hat, wird als Artefakt, als Body-Double, zusammen mit den Malereien präsentiert.
Der praktische Teil wird begleitet von einer kunstgeschichtlichen Arbeit. Sie setzt sich mit dem Filmbild in der Malerei auseinander. Anhand dreier Positionen – Andy Warhol, 1960er-Jahre; Kathe Burkhart, 1980er-Jahre; Judith Eisler, 2010er-Jahre – wird untersucht, wie Filmbilder, am Beispiel von Elizabeth Taylor, malerisch umgesetzt werden können. Es wird die These aufgestellt, dass die Einzelperson Taylor in den drei Oeuvres zur Projektionsfläche für ganz unterschiedliche Themen wird.


ES® 2017
ES®
2017

Alexandra Uehlinger  
Praxis Mentorin: Theres Roth-Hunkeler
Theorie Mentor: Thomas Strässle
 
Medium: Push-Mitteilungen

ES® ist ein fiktives Gerät der nahen Zukunft. Es kommuniziert via App mit dem Besitzenden und schickt je nach Messung passende Ratschläge, Informationen, Optimierungsvorschläge und Befehle.

Die Arbeit baut auf einer intensiven Recherche zu den gesellschaftlichen Phänomenen der Selbsthilfeliteratur, Selbstvermessung und Selbstoptimierung auf. Entstanden ist eine Textarbeit mit mehreren Protagonisten.

Kontakt: E-Mail
Download App: goodbarber.espro


Euphorbia pulcherrima 2017
Euphorbia pulcherrima
2017

Nadja Kuenzli

Theorie Mentorin: Esther Jungo
Praxis Mentorin: Andrea Wolfensberger 

Installation mit Pflanzen (Euphorbia pulcherrima) und einer Zeichnung (Bleistift auf Papier), Grösse variabel.

Basierend auf den umfassenden Erkenntnissen über die Pflanze Weihnachtsstern und deren exemplarische Stellvertreterrolle in der Diskussion über das Verhältnis zwischen Mensch und Natur entsteht eine Installation im vermittelnden Kontext. Im Zentrum steht dabei die Kritik an der Züchtung von einem pompösen, kräftigen Strauch aus den tropischen und trockenen Wäldern Mexikos hin zu einem dekorativen, nicht lebensfähigen Krüppel für beheizte Wohnzimmer unserer westlichen Welt, involviert und gesteuert durch kapitalistische Marketingstrategien. 
Die Installation zeigt auf, wie die Pflanze zum Konsumobjekt mutiert ist und jährlich, gleich nach Weihnachten Tausende davon entsorgt werden, egal in welchem Zustand sie sich befinden. An ihre natürliche, kräftige Form erinnern nur noch zärtliche Annäherungen mit Bleistift. 

Der Betrachter wird dazu angehalten, ein vermeintlich wohlbekanntes Konsumgut, das sich als Tradition im wahrsten Sinne des Wortes verkauft, zu reflektieren als auch seinen Umgang mit der Natur und sein dazu in Zusammenhang stehendes Konsumverhalten zu überdenken. 

Kontakt: E-MailWebsite
Dokumentation PDF


GET INVOLVED 2017
GET INVOLVED
2017

Atelier Rohling, Kulturzentrum Progr, Zimmer 109

Eva Rekade

Mentorat: Karoline Schreiber und Diego Roveroni

Das Atelier Rohling ist ein Künstlerkollektiv von behinderten und nichtbehinderten Künstlerinnen und Künstlern. Es wurde 2012 von Sophie Brunner gegründet und ist noch ein junges, sich ständig weiter entwickelndes Konstrukt. 
Im Rahmen meiner Masterthesis verlagerte ich mein künstlerisches Schaffen in die Räumlichkeiten und Strukturen des Atelier Rohling – und zwar nicht in der Rolle der Kunstvermittlerin sondern derjenigen der Kunstschaffenden. Ich habe mich auf Rohling ein­gelassen um so den Eigenschaften, Qualitäten und auch Schwierigkeiten dieses Künstlerkollektivs auf die Spur zu kommen.
Meine Erfahrungen habe ich schriftlich und zeichnerisch dokumentiert. 

Das entstandene Buch lässt die Lesenden teilhaben an den Gedanken und Fragen, die mich im Laufe dieser Erfahrung beschäftigten. Es erzählt von der teilweise widersprüchlichen Realität der «Outsider-Künstlerinnen und Künstler». GET INVOLVED ist aber auch ein Portrait des Künstlerkollektivs und bietet Einblick in das Schaffen der einzelnen Künstlerinnen und Künstler. 

In der theoretischen  Arbeit konnte ich mich vertieft mit Fragen, die sich mir im Laufe dieser  Erfahrung stellten, auseinandersetzen. Was bedeutet Inklusion generell und was bedeutet sie für ein Künstlerkollektiv? In welchem Verhältnis steht der Begriff zur Kunst und zur Kunstgeschichte? Ist nicht jede Form der Unterstützung von Künstlerinnen und Künstler mit Behinderung auch eine Bevormundung oder ein Eingriff in deren Werk?

Kontakt: E-Mail, Web
http://neu.rohling209.org

Bilder (Fotografie: Nicole Hametner)
Bild 1: Cover (Schrift: Clemens Wild)
Bild 2: Seiten 10,11 (Text: Eva Rekade, Zeichnung: Clemens Wild)
Bild 3: Seiten 22,23 (Text und Zeichnung: Eva Rekade)
Bild 4: Seiten 34,35 (Skulptur: Heinz Lauener)
Bild 5: Seiten 44, 45 (Zeichnung: Marco Glauser)


Kunst in der Praxis 2017
Kunst in der Praxis
2017

Anicia Gerber

Praxismentorin: Karoline Schreiber
Theoriementorin: Judith Bühling 

Technik: Öl auf MDF Holz
Grösse: 21,5 x 27,5 cm
Serie bestehend aus 8 Bildern

«Kunst in der Praxis» untersucht die Hausarztpraxis als halböffentlichen Raum und den Umgang mit Kunst innerhalb dieser. Durch bewusstes Aufräumen der Bildvorlagen in der Malerei wird meine forschende Bestandsaufnahme visualisiert. Es wird gezeigt, welche Rolle Bilder und insbesondere deren Auswahl im Alltag spielen. Diese Übersetzung in die fgurative Malerei macht kuratorische Gesten von Laien ebenso sichtbar wie ein verbreitetes Kunstverständnis. Das Thema Bild wird in einer unkonventionellen Weise behandelt und vermittelt.

Kontakt: E-Mail


post city 2017
post city
2017

Agathe Mauron

Ohne Titel, 2016, Digitalfotografie, Inkjet auf Foto-Papier, 160 x 118 cm 
Mentorat: Andi Schoon

Die zeitgenössische Architektur Rio de Janeiros dient als Experimentierfeld für futuristische Sphären und Visionen globaler Küstenstädte. Im Fokus stehen Solarenergie, Klimaerwärmung, Cityscape, City-Aesthetik, Lifestyle und digitale Vernetzungen. 

Kontakt: E-Mail


Spielraum 2017
Spielraum
2017

Dominique Nadiya Liniger 

Praxismentorin: Karoline Schreiber
Theoriementorin: Patricia Schneider

Schwarze Tusche mit Pinsel auf Papier gezeichnet, 9 Bilder (70cm x 100cm)    

Das Zeichnen mit Tusche und Feder begleitet mich seit über einem Jahrzehnt. Es ist eine sehr persönliche Ausdrucksweise zwischen Verdichtung, Wiederholung und Ornament, welche sich in unzähligen Skizzenbücher wiederfindet. 
In einem Selbstversuch erkunde ich die idealen Bedingungen, unter welchen sich mein zeichnerisches Potential am besten entfaltet. Welchen Raum brauche ich, um zu zeichnen?
Es sollte ein geschützter Raum sein, in dem nicht geurteilt wird – einer, in dem ich suchen, scheitern, spielen und mäandrieren kann. 
Dort verlasse ich das Kleinteilige und Introvertierte meiner Buchzeichnungen und finde zu einer neuen Bildsprache. Die grosszügigen Pinsellinien fordern den ganzen Körper, mehr Platz, Geschwindigkeit und Kraft.
Diese Beobachtungen begleiten meine theoretische Auseinandersetzung, in welcher ich untersuche, warum wir den Gestaltungsunterricht nicht als Möglichkeit sehen, den Kindern und Jugendlichen Raum zu geben, ihnen mehr Platz zu lassen um eigene Ausdrucksform zu finden und eigenen Interessen nachzugehen. Hier verbirgt sich viel Potential, nicht nur auf der Gestaltungsebene, sondern auch im Hinblick auf die Entwicklung der Lernenden.

Kontakt: E-Mail, Web





Three Dangerous Bridges Ahead 2017
Three Dangerous Bridges Ahead
2017

Fabian Unternaehrer

Theoriementorin: Maren Polte
Praxismentor: Thomas Seelig

Technik: Öl auf MDF Holz
Grösse: 21,5 x 27,5 cm
Serie bestehend aus 8 Bildern

Eine Fotografie ist das Sichtbarmachen einer Idee, eines Gedankens oder einer Emotion. Eine Fotografie kann eine Aussage über verschiedene Sprachgrenzen hinaus transportieren. Die fotografischen Aussagen wiederum können, wie Haupt- und Nebensätze in der Literatur, aneinandergefügt werden zu einem poetischen, mehrschichtigen Essay, in der Folge zu einem Buch. Im künstlerischen Fotobuch werden Fotografien somit nicht bloss lose aneinandergereiht, zu einem Katalog oder zu einem Portfolio, sondern diese werden zu einer neuen und eigenen, schlussendlich haptischen Gesamtaussage geordnet. Ein, spätestens ab diesem Zeitpunkt, künstlerisches Werk mit einem Spannungsbogen, einer Einleitung, einem Mittelteil sowie einem Abschluss. Triviale, wenn auch technisch brisante Abbilder werden dabei weggelassen, überwunden oder als visuelle Satzzeichen verwendet, um die Sinnbilder und damit Metaphern in den Vordergrund zu stellen, diese zu einer schlüssigen Kette zu verweben.

Während sich der theoretische Teil dieser Masterthesis auf das Fotokunstbuch und dessen Relevanz bezieht, zielt der praktische Teil darauf ab, die neu gewonnen Erkenntnisse umzusetzen.

Kontakt: Website
Feature 


tightrope (Zeichnung) 2017
tightrope (Zeichnung)
2017

Kathrin Zurschmitten
Videoinstallation mit Minibeamer, Loop 

Praxismentorin: Daniela Keiser, Karoline Schreiber Theoriementor: Francesco Micieli 
Masterarbeit im Studiengang Art Education 

Linien sammeln, Linien suchen, Linien denken, Linien fühlen, Linien ziehen. Linien beobachten und befragen, was sie zu sagen haben. 
In einer unaufgeregten und breit angelegten Suche, die über Umwege führte wurde Zeichnung im Alltag und das Phänomen der Linie erkundet. Dabei entstand eine umfassende Sammlung an experimentellen Zeichnungen und Textfragmenten. 
In einer Videoinstallation wurde schliesslich der Frage nachgegangen, wie weit der zeichnerische Akt reduziert werden kann: die reine Bewegung des Balancierens macht eine imaginierte Linie sichtbar. Das Zeichnen, wird hier zum sprichwörtlichen Balanceakt und zum ephemeren Konzept, das sich nicht nur auf Papier, sondern auch in Zeit und Raum äussern kann. 
In der Wechselwirkung zwischen Realität und unwirklichem Raum steht das Zeichnen als Eingang in einen wundersamen Ort. 

Kontakt: E-Mail
Thesis als PDF


Wild·nis, die 2017
Wild·nis, die
2017

Anna-Lena Schroers

Praxismentor: Nicolas Vermot-Petit-Outhenin
Theoriementorin: Luzia Hürzeler 

«Wild·nis, die» beschäftigt sich mit der Frage, welche Vorstellungen von Natur und Kultur in Zoos widerspiegelt werden. Dabei rückt das Zeigen an sich ins Zentrum der Arbeit. Inszenierte Landschaften, befinden sich nicht nur in den Gehegen, sondern auch in den Besucherbereichen. Dazu gehören exotische Pflanzen, grosse Steinbrocken oder Zäune aus moosbewachsenen Ästen. 
Wie wird ein Bild von Natur und Wildnis generiert und wie wird dieses vermittelt? Zentraler Bestandteil der Arbeit sind fünf Gespräche. Mit einem Anthropologen über die Begriffe Natur und Kultur, mit einer Zoopädagogin über das Affenhaus im Zoo Basel, mit einem Bauleiter über das Wolfsgehege im Tierpark Dählhölzli, mit einer Tierpräpatarotin über Dioramen und mit dem Leiter Edukation über den Zoo Zürich im Allgemeinen.

Kontakt:E-Mail


2016

17751 – 407 – 43 Bilder 2016
17751 – 407 – 43 Bilder
2016

Simone Hofmann
Fotografien, analog und digital
Digitalprints auf Papier


Theorie Mentorin: Ruth Kunz
Praxis Mentor: Matthias Gabi

Mein gesamter persönlicher Fotofundus war Ausgangslage dieser Master-Thesis. Das Suchen – ohne genau zu wissen, nach was – spielte als treibende Kraft, insbesondere zu Beginn, eine wichtige Rolle. Die insgesamt 17751 Bilder wurden gesichtet und geordnet, um anschliessend für eine künstlerische Arbeit fruchtbar gemacht zu werden. In einem mehrstufigen Prozess erfolgte schliesslich eine Auswahl von 407 Bildern, welche wiederum als Bilderpool für die finale Auswahl dienten und ergänzend zu den Fotografien an der Wand in einem Buch ebenfalls in der Ausstellung präsent waren. 
In meiner theoretischen Vertiefung habe ich mich mit dem Thema der Bildkombinatorik und des hyperimages auseinandergesetzt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse waren sehr wichtig für die letzte Phase der praktischen Arbeit – der Entwicklung des ausgestellten Bildgefüges «43 Bilder 1995–2015». Das präsentierte Gefüge kann als eine mögliche Selektion beziehungsweise Konstellation verstanden werden.

Theorie Dokumentation Master Thesis

Kontakt: E-Mail


312.7m3 HKB 2016
312.7m3 HKB
2016

Lea-Nina Fischer 
312.7m3 HKB
Duft Nr. 64029.09 
Geosmine
Maceal

Cis-3 hexenyl
Salicylate

dpg; Dipropylenglycole 

Intervention Kamin
Nebelmaschine Heavy Fog Liquid 
2 min. mit Intervall 
Flatscreen 
SD - Video 2.24 min / loop 

Zusammenarbeit Andreas Wilhelm, Parfümeur.
Theorie Mentorat: Andi Schoon

Praxis Mentorat: Marta Kwiatkowski 

17.2m3 Bümpliz 
Sechs Kunstschaffende untersuchen 17.2m3 an vier Orten in Bümpliz und filtern diese zu einem kollektiven Duft-Konzentrat.
Ein olfaktorischer Perspektivenwechsel. 
Das Kunstprojekt untersucht unser Raumerleben. 
Schaffen Düfte neue Zugänge zu bekannten Orten? Wie verorten wir Duft? 
Während der Dauer des Stadtfestes Bern
(19. - 21. August 2016) können an drei Standorten
auf dem Festgelände unterschiedliche Interpretationen erlebt werden. 

Lea-Nina Fischer 
In Zusammenarbeit: Tamara Hauser, Selina Hofer, Salima Hänni, Stefanie Janssen, Esther Tellenbach und Andreas Wilhelm, Parfümeur.
Kuratiert von Marta Kwiatkowski. 

Kontakt: Mail


Fundstücke - Eine Alltagsserie 2016
Fundstücke - Eine Alltagsserie
2016

Andrea Beckel
Mentorin Praxis: Esther van der Bie
Mentorin Theorie: Anne Krauter Kellein

Ein Auto rast vorbei. 
Eine Dose steht da, eine Stimme ertönt. 
Eine Frau isst sitzend Schokolade.
Ein Mann schreit, eine Frau schreit.
Aus einem alten Telefonhörer spricht jemand.
Kakteen stehen im Raum. 
Eine Giesskanne giesst.
Ein Selfie macht ein Selfie.

Das Leben wahrnehmen durch bewusstes Innehalten in einer schnelllebigen Zeit, banale Dinge, Momente, Interaktionen im Alltag beobachten und ihnen Aufmerksamkeit schenken. Dies war der Ausgangspunkt für meine Master-Thesis. Seit zwei Jahren halte ich Augenblicke im Alltag, die mich auf irgend eine Art und Weise berühren, schriftlich fest. Es sind alltägliche Momente, die nicht völlig abnormal sind, aber dennoch solche, die auf eine banale Weise irgendwie irritieren, skurril sind, einen Witz in sich bergen oder mich nachdenklich stimmen und dadurch meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Für meine Masterarbeit habe ich aus meiner Notizsammlung die Fundstücke ausgesucht, welche auf unterschiedliche Weise eine Absurdität in sich tragen. Das was mich berührt hat, das Absurde oder Witzige, schäle ich heraus und bringe es in einer künstlerischen Arbeit auf den Punkt. Dabei werden die ursprünglichen Situationen abstrahiert, verändert, ergänzt. Es sind Objekte, Installationen und Projektionen entstanden, die dieses von mir erlebte Moment vermitteln sollen. Durch die Inszenierung dieser banalen Alltäglichkeiten erhalten diese eine Präsenz und stehen plötzlich im Mittelpunkt.

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Heimatbüro 2016
Heimatbüro
2016

Janine Strasser
Mentorierende: Jacqueline Baum und Guy Jost

Audiospur 1: Antworten auf Frage «Was bedeutet Heimat für dich?», 10:09 min
Audiospur 2: Zusammenschnitt Interviewpassagen, 15:11 min
Fotoprojektion: Porträts Teilnehmende Heimatbüro

Das Forschungsprojekt Heimatbüro zeigt eine Zusammenstellung verschiedener subjektiver Vorstellungen von Heimat im Berner Stadtteil 6. Das Heimatbüro ist ein Ort des Austauschs und des Sammelns von Assoziationen, Gedanken und Bildern zum Begriff Heimat. Das Büro war im April 2016 an sechs unterschiedlichen Tagen für die AnwohnerInnen des Stadtteils geöffnet. Pro Person wurde eine Stunde Zeit für die Gespräche und das sorgfältige Fotografieren eingeplant. Ein Teil der Befragung fand in der Schule Schwabgut Bethlehem statt, wo sich 15 Jugendliche zum Thema geäussert haben. Die Schülerinnen und Schüler wurden nicht fotografiert. Alle Gespräche wurden digital aufgezeichnet und wörtlich transkribiert. Durch das qualitative Ordnen der Interviewpassagen entstand ein dichtes Kategoriensystem, welches in der Theoriearbeit sichtbar gemacht wird. Daraus können Erkenntnisse für eine Kunstvermittlung gewonnen werden, welche die kulturelle Vielfalt in den Fokus rückt. Parallel entstand der Blog heimatbuero.tumblr.com, der für alle öffentlich zugänglich ist. Es ist ein virtueller Raum, in dem Assoziationen zum Thema Heimat gesammelt werden.

Audio

Projektblog
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PixElysée 2016
PixElysée
2016

Ina Unger-Harsch
Mentorat: Ruth Kunz

Das Forschungsprojekt PixElysée ist Teil von zwei Forschungsarbeiten, die einen gemeinsamen Ausgangspunkt hatten: zwei Kunstvermittlungsprojekte, bei denen Jugendliche einer Schulklasse und eine Kunstinstitution kooperieren.
Folgende Frage stand im Zentrum: welche Faktoren sind bestimmend, um bei Jugendlichen das Interesse für Kunst und Kultur zu wecken?
 
PixElysée:
In einer Zeitspanne von vier Monaten erarbeitete das Fotografie Museum l’Elysée in Lausanne mit einer Schulklasse eine Augmented Reality Applikation.
Da die Jugendlichen den Inhalt selber herstellen konnten, erhofften sich die Initianten, das Interesse der Jugendlichen für die Ausstellung von Steeve Iuncker und ganz allgemein für das Musée de l’Elysée zu wecken. Aus dieser Zielsetzung heraus ergab sich eine Unterfrage für diese Forschungsarbeit: kann bei den Jugendlichen durch Einsatz der AR-Technologie die Motivation bzw. das Interesse für das Museum gesteigert werden?
 
Forschungsmethode:
Das Kunstvermittlungsprojekt wurde mit einem qualitativ orientierten Forschungsansatz untersucht und analysiert. Dabei wurden unterschiedliche Methoden angewendet und in ein Zusammenspiel gebracht.
Das Vermittlungsgeschehen wurde in Form Teilnehmender Beobachtung beschrieben: das heisst, es wurden Beobachtungsprotokolle zur Situation am jeweiligen Ort, Museum oder Schule, angefertigt und sowohl mit Tonaufnahmen von Diskussionen unter den Schülern/innen als auch Dialogen zwischen Jugendlichen, Lehrperson und Kunstvermittler während des Unterrichts ergänzt. Parallel dazu wurden Leitfaden-Interviews mit dem Kunstvermittler und den Lehrpersonen geführt und durch fokussierte Gruppen-Interviews mit den Jugendlichen ergänzt oder kontrastiert.
Die Interviews wurden in einem ersten Schritt inhaltsanalytisch ausgewertet und mit den Ergebnissen aus den zusätzlich erhobenen Daten trianguliert.
 
Ausstellung:
Im Ausstellungsraum werden Passagen aus den Interviews der Jugendlichen in auditiver Form präsentiert und mit an die Wand projizierten Text-fragmenten aus den Äusserungen der Hauptakteure (Kunstvermittler, Lehrpersonen) kontrastiert.
Diese künstlerische Form soll die Präsenz der Jugendlichen betonen. Die Vielstimmigkeit ist der Versuch, Einsicht in das Projekt mit seinen Widersprüchen, seiner Problematik und den daraus resultierenden Fragen aufzuzeigen.

Link zum Film
Aus Datenschutzgründen kann das Video zu den Projektetappen nur mit Passwort angesehen werden.
Bitte ein E-Mail senden an: Kontakt E-Mail


Punctum 2016
Punctum
2016

Yasmin Mattich

Technik: Oel auf Baumwolle
Mentorin Praxis: Karoline Schreiber
Mentorin Theorie: Anne Krauter

Grösse: Diverse Formate
Bild 1: O.T. (Kleines Fenster): 31 x 19 cm
Bild 2: O.T. (Tassen): 75 x 60 cm
Bild 3: O.T. (Palmen): 60 x 100 cm
Bild 4: O.T. (Hund am Strand): 81 x 100 cm
Bild 5: O.T. (Hostel): 50 x 40 cm
Bild 6: O.T. (Atelier bleu): 50 x 40 cm
Bild 7: O.T. (Milano Centrale): 40 x 50 cm
Bild 8: O.T. (Ausblick): 75 x 60 cm
Bild 9: O.T. (Gelbes Haus): 75 x 60 cm
Bild 10: O.T. (Licht): 75 x 60 cm
Bild 11: O.T. (Möwenstrand): 81 x 100 cm
Bild 12: O.T. (Wohnblock): 75 x 60 cm
Bild 13: O.T. (Haus noir): 75 x 60 cm
Bild 14: O.T. (Tür): 50 x 40 cm
Bild 15: O.T. (Landschaft noir): 75 x 60 cm
Bild 16: O.T. (Wasserboot): 75 x 60 cm

Photography in Painting – Painting in Photography: Die Masterarbeit untersucht das komplexe Wechselverhältnis von Malerei und Fotografie. Ein persönliches Bildarchiv analoger Fotografien, welche im Alltag und auf Reisen mit einer Einwegkamera entstanden sind, bilden Ausgangspunkt und Impuls für die praktische Arbeit. Die Suche nach dem Spektakulären im Unspektakulären und der bewusste Akt des Fotografierens ist dabei für den Entstehungsprozess der Foto entscheidend: Durch die begrenzte Anzahl Bilder der Einwegkamera erhält jede Fotografie den Status des Unikats. Mit den Mitteln der Malerei wird nach einer Neuformulierung des «Punctums» und nach Möglichkeiten einer Auflösung der fotorealistischen Grenzen gesucht. 
 
Die theoretische Arbeit nähert sich dem Wechselverhältnis von Fotografie – Malerei auf der forschend-kunstwissenschaftlichen Ebene an. Sie beschäftigt sich mit Themenfeldern, die in einer engen Relation zur künstlerischen Praxis stehen. Vom «Fotografischen» in der Malerei, über das «Subjektive» in der Fotografie bis hin zu den «Leerstellen» als spannungserzeugende Gestaltungsmittel werden verschiedene Aspekte beider Medien beleuchtet. Das Verständnis von Fotografie und Malerei als zwei gegensätzlichen Partnern und die Untersuchung ihrer medienspezifischen Eigenschaften bilden dabei den Hauptuntersuchungsgegenstand. 
 
Im vermittelnden Teil wird der eigene Umgang mit Fotos mit weiteren Umgangs-, bzw. Bildformen und die kunsthistorische Funktion der Fotografie mit einem aktuellen Blick auf die zeitgenössische Malerei erweitert: In Künstlergesprächen werden sechs ausgewählte Maler/innen zur Funktion der Fotografie und zur (physischen) Rolle der fotografischen Vorlage befragt. Die Interviews bieten die Grundlage für einen Dialog, der die Vielzahl unterschiedlicher künstlerischer Intentionen in Bezug auf die Arbeit mit fotografischem Material und das wechselseitige Verhältnis von Malerei und Fotografie im heutigen (digitalen) Zeitalter in den Fokus rückt.

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Website


Späte Lichter, fern. 2016
Späte Lichter, fern.
2016

Anna Spirig
Technik: Text und Video
Texte gelesen von: Pauline Jacob

Bildlegende:
Bild 1: Buch "Späte Lichter fern", 2016, Elf Texte
Bild 2: Buchansicht, Titel, 2016
Bild 3: Buchansicht, Text "bergen", 2016
Bild 4: Karussell, 2016, Videostill, 8 Minuten, Schlieren
Bild 5: Wand, 2016, Videostill, 12 Minuten, Schlieren
Bild 6: Halle, 2016, Videostill, 19 Minuten, Schlieren


Theorie Tutorin: Theres Roth-Hunkeler
Praxis Mentorinnen: Theres Roth-Hunkeler, Jacqueline Baum

Ich erinnere mich an Stimmungen, konstruiere schreibend eine Jetzt-Vergangenheit. Es entstehen Textfragmente, die lose zusammenhängen. Zum einen sind es Bilder aus meiner Kindheit, die mich geprägt haben, zum anderen Sequenzen, Begegnungen und Wiederholungen, die kurze Zeit zurückliegen. Verbindend ist Luft, Licht, Duft, Wind. Das Geschriebene ist das Aufbewahrte. Meine Faszination für die Sprache liegt in ihrer klärenden Funktion und der Möglichkeit mit ihr Imaginationen sichtbar zu machen. Die Sprache grenzt ein, aber sie schärft in ihrer Genauigkeit auch ein verschwommenes Bild.

Die Bildaufnahmen, die parallel zu den Texten laufen, habe ich unabhängig entwickelt. Sie haben keine illustrierende Funktion, engen nicht ein und lösen dadurch Assoziationen aus. In einer vertrauten Umgebung gehe ich umher, finde unverhofft Schauplätze, die durch den Ausschnitt keinen Hinweis auf bestimmte Stellen geben. Es ermöglicht die Orte weiterzudenken.
Bezeichnend für die Langzeitbeobachtungen ist das beiläufige Entstehen und das Aufzeichnen einer realen Dauer. Die Auswahl ist eine Versuchsanordnung. Die Suche nach Orten - da, die Suche nach besonderen Lichtverhältnissen könnte weitergehen.

Links zu zwei Texten:
Herbstspiele, Text aus "Späte Lichter fern", 2016
Drüben, Text aus "Späte Lichter fern", 2016

Audio
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Tauschen & Teilen 2016
Tauschen & Teilen
2016

Matthias Egger, in Zusammenarbeit mit Anna Marcus

Mentorin Praxis: Jacqueline Baum
Mentorin Theorie: Maren Polte

Das Ressourcen-Vermittlungs-Büro (RVB) beschäftigt sich mit dem Tauschen & Teilen von materiellen und immateriellen Ressourcen und wurde gemeinsam mit Anna Marcus vor einem Jahr konzipiert. Diese Masterthesis, erneut in Zusammenarbeit mit Anna Marcus entstanden, knüpft an unser letztjähriges Projekt an. Wir wollten einerseits einen Schritt zurück machen, um Bedürfnissen und Motivationen für einen Ressourcentausch nachzuspüren. Andererseits sollte das Tauschen & Teilen aus seiner virtuellen Umgebung herausgelöst werden und in Aktion treten. 


In einem ersten Schritt wurde anlässlich des Tausch-Essens mit zehn Personen das Thema Tauschen & Teilen diskutiert, befragt und praktiziert. Der Abend führte uns zu der Frage: Wie sehen individuelle Wünsche und Bedürfnisse aus?
Der zweite Schritt, das Wunsch- und Bedürfnisbuch, ist eine Sammlung von 99 Wünschen und Bedürfnissen von ebenso vielen Personen, die wir auf der Strasse, in unserem Umfeld, bei Schulhäusern und Altenheimen oder auch im Bundeshaus angesprochen und befragt haben.
In unserer Abschlussausstellung an der Hochschule der Künste Bern wurde als dritter Schritt ein Ort für Tausch- & Teil-Aktivitäten geschaffen, die Tauschbude. Zusammengebaut aus geschenkten und getauschten Materialien diente sie als Begegnungsstätte und Ort des Austauschs.

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Wohnbilder 2016
Wohnbilder
2016

Laura Zarotti

Video Loop 8min25sec, 7min25sec, 8min30sec
Audio Loop 46min09sec 

Mentorat Theorie: Priska Gisler 
Mentorat Praxis: Olivia Heussler 

Die Frage nach der Bedeutung der Wohnung als Zuhause bildet den Anfang der Arbeit ‚Wohnbilder’. Ich lud alle meine 168 Nachbarwohnungen im Erismannhof in Zürich zu einem gegenseitigen Wohnungsbesuch, einem narrativen Interview und der fotografischen Dokumentation des eigenen Wohnraums ein. Vierzehn Parteien nahmen an dem Projekt teil. Diese Gruppe ist in Alter, Geschlecht und Wohnform sehr divers. Die Transkriptionen der narrativen Interviews wurden in der schriftlichen Arbeit analysiert und interpretiert.
Die Installation der Arbeit ‹Wohnbilder› zeigt Ausschnitte von Wohnungen im Erismannhof in Zürich. Die Fotografien wurden von den Teilnehmenden des Projekts gemacht und werden in einem kleinen Raum an drei Wände projiziert. Diese drei Video Loops sind mit einer Audiospur unterlegt. Die Bewohner_innen sprechen über ihre Vorstellungen vom Wohnen, über ihre Ansprüche an das Zuhause und vom Leben in dieser fast hundertjährigen Arbeitersiedlung.

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Zwischen Sicherheit und Zögern – eine zeichnerische Suche 2016
Zwischen Sicherheit und Zögern – eine zeichnerische Suche
2016

Srimauli Manurung
Tusche auf Papier, 240 x 379 cm
Theorie Mentorin: Annina Schneller
Praxis Mentorin: Karoline Schreiber

Mit Pinsel und Tusche gehe ich auf die Suche und damit auf eine zeichnerische Reise ins Unbekannte. Hände und Augen suchen und hinterlassen dabei Spuren auf dem Papier. Die Spuren verdichten sich allmählich zu Gebilden, die an Landschaften und Wolken erinnern, obschon sie aus Pinselstrichen bestehen, die keine Figuration im Sinn hatten. Neues wie Altbekanntes, Unerklärliches und Überraschendes begegnen mir beim Zeichnen.

Das Auftauchen aus dem scheinbaren Nichts interessiert mich. Kann Etwas entstehen, ohne dass nach etwas Bestimmtem gesucht wird? Wohin führt mich die zeichnerisch-malerische Suche ohne konkretes Ziel?

«ohne Titel 2» ist das letzte Bild, das aus einer Reihe von diversen Versuchsanordnungen hervorging. Es entstand am Boden, wodurch sich der Entstehungsprozess nur bedingt überblicken und voraussehen liess.

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„Soll ganz in meine Hände passen“ 2016
„Soll ganz in meine Hände passen“
2016

Flurina Affentranger


Mentorat: Ruth Kunz und Jacqueline Baum

Bewegt von Beobachtungen, wie Hände Material berühren, es halten und formen, widmet sich die Forschungsarbeit der Bedeutung der haptischen Wahrnehmung im plastischen Gestaltungsprozess. Wie spielen die Hände mit einer im Entstehen begriffenen Plastik zusammen? In welcher Weise ist das fortwährende „In-Bewegung-Sein“ der Hände an der Formung beteiligt? 
Für die Arbeit wurde ein Forschungssetting entwickelt, das visuelle Methoden der Datenerhebung mit sprachlichen kombiniert. Die videografischen Aufzeichnungen einer Actionkamera, die während des Gestaltungsprozesses auf der Stirn getragen wurde, machen beobachtbar, was sich im Prozess ereignet. Sie vermitteln dem Betrachter den Blick auf die arbeitenden Hände und das Werkstück, wie ihn auch die gestaltende Person selbst erlebt. Aus einem Seifenblock entsteht in subtraktivem Vorgehen ein abstrakter, organisch geformter Körper. Texte, die unmittelbar nach der plastischen Arbeit von den Teilnehmenden verfasst wurden, formulieren aus reflexiver Perspektive eine Innensicht auf den erlebten Gestaltungsprozess.
Die  Auswertung der Daten orientiert sich an hermeneutischen und qualitativ-empirischen Methoden. Sie bringt jene Aussensicht, die sich in den videografischen Aufzeichnungen zeigt in einen Dialog mit der Innensicht, die sich in den Texten formuliert. Aus diesem Dialog entsteht ein Spannungsfeld, dem für die Erkenntnisgewinnung fruchtbare Momente entwachsen. Der entstehende Körper beginnt sich im Prozess langsam in die Hände einzupassen. Diesem engen Kontakt zwischen Werkstück und Händen und der  Wahrnehmung der konvexen und konkaven Formtendenzen entspringt ein responsives Handeln der Hände, das den Formprozess zu leiten beginnt. Es wird ein leiblicher Bezug zum Werkstück beobachtbar, der für den plastischen Gestaltungsprozess von relevanter Bedeutung ist. 

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2015

COLLECTIVE ASSOCIATION 2015
COLLECTIVE ASSOCIATION
2015

Carol Baumgartner

Mentorat: Michael Flückiger und Bernhard Probst

COLLECTIVE ASSOCIATION ist eine interaktive Webapplikation und wird in der medialen Kunstvermittlung eingesetzt. Die Anwendung fordert das Publikum auf, Assoziationen zu ausgewählten Abschlussarbeiten über eine integrierte Bildersuche hochzuladen. Die Assoziationen werden gesammelt und durch einen Algorithmus zu einem kollektiven Bild zusammengeführt, welches in die Ausstellung zurückprojiziert wird. Als Belohnung für die Teilnahme erhalten die BenutzerInnen Zugang zum Archiv aller hochgeladenen Bilder. Die BenutzerInnen vermitteln also untereinander, indem sie sich verschiedene Zugänge zu den Werken anbieten und so die Vielfältigkeit der Rezeption aufzeigen.

Kontakt: E-Mail
Webseite 

Links zur Applikation: http://collective-association.net/?ca=anicia und http://collective-association.net/?ca=eliane


Das Schwarz brachte mir das Licht* 2015
Das Schwarz brachte mir das Licht*
2015

* Pierre Soulages

Melanie Hirt



Mentorat Praxis: Andrea Wolfensberger
Mentorat TheorieAnne Kellein Krauter

Graphitpulver auf Papier, 
0.70 x 3.40 m, 0.71 x 3.30 m,
1.00 x 3.50 m, 1.10 x 3.30 m, 
1.28 x 3.00 m, 1.28 x 3.00 m, 
1.50 x 2.90 m, 1.50 x 3.60 m, 
2.30 x 3.10 m, 0.64 x 2.10 m, 
1.00 x 0.66 x 1.30 m.

Die Installation ist Teil einer Reihe von Arbeiten, die aus einer Experimentierphase entstanden sind. Zentral in diesen Versuchen sind die taktil und visuell-räumlichen Möglichkeiten der Materialien Graphit und Papier und die Körperlichkeit des Arbeitens wie Reiben und Wischen.

Die Installation ist aufgrund der Hängung in einem stetigen Wandel. Zusätzlich wird deren Erscheinungsbild durch die Anwesenheit des Betrachters und seiner Bewegung im Raum beeinflusst. Der Betrachter nimmt das raumteilende Werk aktiv wahr und befindet sich unmittelbar in einem Erfahrungsprozess.

Zitate von Besuchenden:
"Als Betrachterin kann ich meiner Fantasie Raum geben. Ich gebe dieser Arbeit durch das Betrachten Inhalt." Elisabeth

"Ich sehe in einen Kosmos aus Staub. Ich bewege mich, aber es fühlt sich an wie Stillstand, denn alles um mich dreht." Helena

"Davor und dazwischen zu stehen erinnert an Stonehenge: gewaltig gross. […] Der Betrachter ist ganz klein, unbedeutend oder irrelevant. Die Dinger drehen sich weg von mir. Obwohl ich es weiss, frage ich mich was für Leute dieses Stonehenge gebaut haben und wozu." Matthias

"Die Elemente in der Mitte wirken kraftvoll und gleichzeitig zerbrechlich – kleine Löcher lassen Licht durchscheinen. Sie bewegen sich leicht und tanzen einen fast unsichtbaren Tanz." Kathrin

"Durch den Luftzug drehen sich die Bahnen so, dass einmal eine Wand entsteht – später wieder Wege, die sich öffnen.“ Margrit


Ein Ver­mittlungs­konzept für die Deutsche Bibliothek in Freiburg 2015
Ein Ver­mittlungs­konzept für die Deutsche Bibliothek in Freiburg
2015



Aline Roux



Mentorat Praxis: Alice Kohli
Mentorat Theorie: Ruth Kunz

Im Rahmen der Masterarbeit wurde ein angewandtes Vermittlungskonzept für die Deutsche Bibliothek in Freiburg erarbeitet. Dieses Projekt zeigt Möglichkeiten auf, wie mit bescheidenen Mitteln ein Moment der Vermittlung zwischen Institution und Bibliotheksbesucher realisiert werden kann. 

Mobile szenografische Interventionen aus Papier werden mit freien Informationen aus dem Internet bespielt und ermöglichen dem Besucher eine zusätzliche Inhaltsebene, die über den blossen Bücherverleih hinausgeht. Mittels Kurzinfos, QR-Codes und einem Blog gelangt der Besucher zu weiterführenden Inhalten oder kann selbst Inhalte generieren.

Ziel des Projektes ist, dass die Bibliothek das Konzept zukünftig selbstständig weiterführen und szenografische Interventionen zu unterschiedlichen Themenkreisen ausarbeiten kann. 

Kontakt: E-Mail
Website


Entlanglaufen 2015
Entlanglaufen
2015

Eliane Hürlimann

Theorie Mentorat: Ruth Kunz
Praxis Mentorat: Beat Frank
Technik: Tusche auf Papier
150 x 135 cm, 50 x 230 cm, 159 x 232 cm, 159 x 464 cm, 135 x 456 cm

Entlanglaufen. Die innere Dynamik des Fliessens bezieht sich auf das Zeichnen und Schreiben gleichermassen. Durch das Dahingehen wird eine neue Dimension eröffnet. 

Die Tusche vermengt sich mit Wasser und dehnt sich aus. Die Deckungsungleichheit von ursprünglich gesetzter Zeichnung und ihrer zeitlichen Verschiebung führt zur erweiterten Denkweise. Die Gesetzmässigkeiten im Bild sind vorhanden und das Zeichnen bildet neue Sachen aus, die unvorhersehbar sind. Erst im Werden nimmt das Bild Gestalt an. 

Das Gedachte wird umgewandelt in eine äussere Form. Im Prozess einer geschriebenen, gesprochenen oder gezeichneten Anordnung von gegenwärtigen Gedanken entstehen Reibungen, die ein weiterführendes Tun ermöglichen. 


Facetten der Aufmerksamkeit 2015
Facetten der Aufmerksamkeit
2015

Barbara Born

Mentorat Praxis: Karoline Schreiber
Mentorat Theorie: Ruth Kunz

Technik: Tusche auf Papier

Wie gehen Besuchende durch eine Kunstausstellung?
Wie betrachten sie die Werke? Was sagt ihre Körperhaltung aus? Wie beginnen sie das Gespräch über ein ausgestelltes Kunstwerk? Welchen Bezug haben sie zur visuellen Kultur? Wie verhalten sie sich im Kontext von Vermittlungsformaten?



Für meine Masterarbeit ging ich von einem Phänomen aus, das ich bei mir selber festgestellt  hatte: bisher war ich nämlich mindestens so sehr an den Besuchern in Ausstellungen wie an den Exponaten selber interessiert gewesen.
Während mehreren Monaten beobachtete ich Besucher in Ausstellungsräumen zu zeitgenössicher Kunst in der Region Bern. Die vor Ort gesammelten Skizzen und Notizen, wurden zusammen mit meinen Bildern aus der Erinnerung im Atelier zu einer Zeichnung verdichtet, welche ein spezifisches Verhalten auf ein bestimmtes Kunstwerk oder die Ausstellung (das Ausstellungs-Vermittlungsformat) generell ausdrückt.

Meine Zeichnungen bewegen sich zwischen Malerei und Comics. Sie fungieren einerseits als Reportagenbilder und Porträts und nehmen andererseits eine Vermittlungsfunktion zwischen Kunst und Betrachter ein, da sie einen für den Moment des Kunst-Betrachtens sensibilisieren. Welchem Aspekt des Werkes schenken sie ihre Aufmerksamkeit zuerst? Und wie drückt sich die jeweilige Aufmerksamkeit überhaupt aus?

Im Gegensatz zum praktischen Teil, wo das körperliche Verhalten und die Mimik der Besucher gestalterisch vermittelt werden, liegt der Fokus im schriftlichen Teil der Thesis auf ihren verbalen Äusserungen. Was sagen die Leute und wie sagen sie es? Welche Erkenntnisse bezüglich ihres Verhältnisses zur Ausstellung, zu einzelnen Werken oder zur Kunst sind daraus zu gewinnen?

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FISTCURATOR 2015
FISTCURATOR
2015

Lisa Kirschenbühler

Mentorat: Daniela Mittelholzer und Andi Schoon

Der Fistcurator wurde anlässlich der Ausstellung Place Fist Here Bro! von Beni Bischof (14. Februar - 21. Juni 2015) im Kunstmuseum St. Gallen ins Leben gerufen. Er ist dort im Rahmen eines Vermittlungsprojektes zur Ausstellung bezüglich der Master-Thesis entstanden. Der Fistcurator ist eine fiktive Person, ursprünglich ein Annäherungsversuch an Beni Bischofs Kunst und ein Klärungsversuch des Feldes zwischen Kunst Vermitteln, Kuratieren und Betrachten.

Die Arbeitsmethode des Künstlers ist zentrale Ausgangslage für das entstandene Projekt. Sie ist das Vermittlungsanliegen und gehört zum Konzept. Mit der Zeit hat der Fistcurator begonnen, die Arbeitsmethode nicht nur zu vermitteln, sondern sie sich selber anzueignen. Daran angelehnt startete der Fistcurator über die Ausstellungsdauer hinweg drei spielerische Interventionen. An einer davon kann hier vor Ort mitgemacht werden.

Der Fistcurator hat während der letzten vier Monate Kontakte geknüpft und begonnen, sich von Beni Bischof und dem Kunstmuseum St. Gallen zu emanzipieren. Auch nach der Ausstellung von Beni Bischof wird er weiterhin sein Unwesen treiben.

Kontakt: E-Mail

Der Fistcurator stellt sich vor
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Theorie/Doku


ihres Weges 2015
ihres Weges
2015

Kathrin Fröhlin

Mentorat: Johannes M. Hedinger, Hugo Ryser, Annika Hossain

eine urbane Bildergeschichte

Ein verlorener Ort, der ambivalente Gefühle auslöst und an welchem sich gesellschaftliche und kulturelle Widersprüche einer urbanen Situation manifestieren, nahm ich als Ausgangspunkt für eine Recherche über öffentlichen Raum und Orte der informellen Bildung.
Eine Passage im Ostring in Bern machte ich für einen Monat zu „meinem Atelier“. Nach einer ersten Zeit des Beobachtens und der Auseinandersetzung mit den Benutzerinnen und Benutzer und mit den vorgefundenen Codes und visuellen Spuren entstanden verschiedene „Urban Interventions“. Diese künstlerischen Setzungen sollten als kleine Eingriffe in die Alltagswelt zum kurzen Innehalten einladen und die Möglichkeit bieten, den Ort anders wahrzunehmen. Als Künstlerin und Vermittlerin hinterliess auch ich temporäre Spuren. Dabei nahm ich Bezug auf die Graffitifragmente, welche von der Geschichte des Durchgangs als legaler Ort für Sprayer zeugt und auf die Schilder „Wege zu Klee“, welche den Weg zum nahegelegenen Zentrum Paul Klee weisen. In dieser interessanten Situation des Aufeinandertreffens von Pop- und Hochkultur siedelte ich meine Interventionen an.

Die gemachten Erfahrungen erzähle ich in der urbanen Bildergeschichte „ihres Weges“ einer Installation mit Video und Audioslideshow.

Theorie 

Kontakt: E-Mail


Inszenierte Archive / Das arme Bild 2015
Inszenierte Archive / Das arme Bild
2015

Helena Schmidt

Mentorat Praxis: Stefan Sulzer
Mentorat Theorie: Jacqueline Baum

15 Bild-Text-Paare
Digitaldruck gerahmt

Die Faszination am Sammeln und archivarischen Arbeiten in der Kunst und die durch das Internet wieder aufgekommene Aktualität von Archiven in zeitgenössischen Werken bilden den Impuls für die theoretische Arbeit zum Thema «Inszenierte Archive». Ausgehend von der Recherche in der wissenschaftlichen Arbeit wurde ein Online-Materialpool (helenaschmidt.com) angelegt, in dem kollektiv Inhalte zum Thema «Das arme Bild» gesammelt wurden. Neben dem Bildarchiv entstand auch eine Textsammlung. Die ausgestellte Arbeit zeigt eine Setzung ausgewählter Bilder und Textfragmente aus dem erstellten Archiv — die gezeigten Kombinationen basieren größtenteils auf einem Zufallsgenerator.

Theoriearbeit/Doku
Link zur Bildersammlung

Kontakt: E-Mail


LA SERRE 2015
LA SERRE
2015

Création d’un espace d’art à Fétigny

Jodie Zbinden

Mentorat: Alain Jenzer

LA SERRE est née de l’envie de créer un espace d’art au coeur du village de Fétigny, 900 habitants. Ce lieu particulier –du fait de sa forme de serre en verre de10m2  et de sa visibilité totale grâce à sa place au centre du village – est destiné à exposer de jeunes artistes de la scène contemporaine suisse. Ainsi, LA SERRE permet à l’art de se frayer un chemin là où il n’est d’ordinaire que peu présent, souvent de par le relatif éloignement des pôles culturels urbains. 
Cette incursion artistique qu’est LA SERRE – grâce à sa proximité, sa simplicité, sa convivialité et à l’organisation d’un brunch en présence de l’artiste – cherche à ouvrir un nouveau territoire de rencontre entre art et public. 
Chaque artiste élabore une proposition artistique inédite pensée pour le lieu de LA SERRE, qu’il vient réaliser dans le village même de Fétigny. Un échange mutuel se crée dans lequel l’artiste profite du réseau social villageois afin d’avoir accès à des ressources humaines et matérielles, permettant de ce fait un dialogue et une collaboration directs entre lui et les habitants.

Le travail théorique reprend quant à lui chaque étape de création de ce lieu, tout en détaillant les principes chers au projet, les réflexions, les décisions et les rencontres faites tout au long de sa réalisation. 

Doku
Fotodoku

Kontakt: Website
www.laserre.ch


Lid-Schlag 2015
Lid-Schlag
2015

Linda Costales

Mentorat: Jacqueline Baum
Technik: (4K) Video, Einkanalprojektion, 3min. 20sek. im Loop, ohne Ton

Die Art und Weise wie die Kamera unseren Blick führt, bestimmt nicht nur unsere Wahrnehmung, sondern trägt viel mehr zum Verständnis über den gezeigten Inhalt bei. Wir blicken auf das andere, und das andere blickt auf uns, dabei treten wir unmittelbar in einen Dialog. Egal in welchem Kontext diese Art des Dialoges stattfindet, eines ist dem Blick immer inhärent – der Affekt. In der Theoriearbeit wird versucht aufzuzeigen, wie durch das Phänomen des Blickes im Video- und Ausstellungsraum die Rezeption des/der Betrachters/in beeinflusst werden kann.


Die Videoarbeit «Lid-Schlag» thematisiert die visuelle und körperliche Wahrnehmung anhand des Blickes, den sich zwei Protagonistinnen gegenseitig zuwerfen. Obwohl sie sich anblicken sehen sie sich nicht – blind vor lauter Nähe. Bei jedem unwillkürlichen Schlag (Blinzeln) wird diese Intimität durch eine aggressive, gewaltsame Berührung des anderen Auges durchbrochen. Das Auge schützt sich einerseits selbst durch den Augenaufschlag und „verletzt“ zugleich das Gegenüberliegende. Es findet ein intimer und gewaltsamer Dialog statt, dessen sich keiner zu entziehen vermag. 

Kontakt: E-Mail


Prototype/Guide digital 2015
Prototype/Guide digital
2015

Claire Magnin

Mentor théorie: Sylvia Breitling
Mentor pratique: Sylvia Breitling, Hugo Ryser

Mon travaille théorique s’intéresse à la situation du musée suisse de la marionnette et à la manière de transmettre aux visiteurs des informations facilitant la compréhension de la richesse du patrimoine culturel des marionnettes. Nous relevons comment les outils multimédia s’intègrent dans les politiques de médiation muséales d’aujourd’hui et nous nous intéressons aussi à l’intérêt des jeunes pour le multimédia et à la manière dont les institutions culturelles peuvent attiser la sympathie des jeunes par le biais de ces outils.

Ces différents éléments permettent d’établir les avantages certains pour le musée suisse de la marionnette d’utiliser un guide digital plutôt qu’un guide-audio. Les marionnettes ont été créées pour être jouées dans le cadre d’une pièce de théâtre ou lors d’une cérémonie. Lorsqu’elles sont présentées dans un musée, le visiteur découvre leur forme physique et esthétique. Mais il ne peut percevoir ce qu’elles dégagent lorsqu’elles sont animées, ni le contexte dans lequel elles ont évolué. Ce contexte, que nous abordons, touche à la notion de transmission de patrimoine immatériel. La compréhension des visiteurs pour ces contextes est grandement simplifiée lorsqu’il visionne une vidéo ou si d’autres photos ou textes complètent l’explication. Mon travail pratique a consisté dans la réalisation d’un prototype de guide multimédia pour le musée suisse de la marionnette de Fribourg.

Kontakt: E-Mail


Zeichen­vorrats­kammer 2015
Zeichen­vorrats­kammer
2015

— ein Capriccio 



Tamara Hauser

Mentorat: Andrea Wolfensberger, Andi Schoon

Installation angelegt als Setting für unterschiedliche Performances.

Grösse variabel

schwarze Kunststoffformen, gelaserte Holzzeichen, schwarze Kunststoffstäbe, bunte Spielbälle, bunte Kunststoffobjekte, Holzreifen, Holzskulpturen. 

Die begehbare Installation „Zeichenvorratskammer - ein Capriccio„ besteht darin, dass sie einem Modularen System gleich, immer wieder neu zusammen- gestellt werden kann. Die gelegten Spuren wie Bodenzeichnungen und zusammengesteckten hängenden Objekte werden von Musiker_innen in Form einer musikalischen Übersetzung interpretiert. Ein gemeinsam festgelegtes Regelwerk und eine einfache Spielanleitung soll den Interpret_innen grösst mögliche Bewegungsfreiheiten ermöglichen.

Die musikalische Interpretation ist geprägt durch Phänomene wie Heterogenität, Verzerrung der Perspektiven, Spiel im Spiel und Auflösung von Hierarchie. Anders als es bei der Spurenanalyse auf der Suche nach den Fehlern, wird beim Capriccio der absichtliche und lustvolle Regelverstoss und die phantasievolle, spielerische Überschreitung der akademischen Normen angestrebt.

Performer_innen:

Aitor Ucar - Ukulele 
Iulia-Andreea Smeu - Violine 
Francesca Naibo - Gitarre 
Maria Alonso - elektrische Gitarre 
Laura Livers - präpariertes Cello und Computer
Ludovica Bizzari - Perkussion

Dokumentation 

Kontakt: Website


2014

An dieser Stelle
 kommt das Herz zu liegen 2014
An dieser Stelle
 kommt das Herz zu liegen
2014

Beat Bucherer


Mentorat: Thomas Dittelbach

Das Fliegen mit dem eigenen Körper stellt eine anthropologische Hürde dar, deren Brennpunkt der Ort ist, an welchem die Erde verlassen wird.
An dieser Stelle kommt das Herz zu liegen stellt Leonardo da Vincis Visionen und Erkenntnisse bezüglich des Fliegens der Flugpraxis des Wingsuit BASE-Jumpers gegenüber.
Die Videoarbeit schöpft aus einem Fundus von vier medialen Dispositionen: auf der einen Seite sind dies Zeichnungen und Zitate von Leonardo, auf der anderen Seite Video- und Audioaufnahmen von zwei Protagonisten des Wingsuitings.
Die Dramaturgie ergibt sich aufgrund der Erörterung der drei Parameter Imagination/Vision, Schwerpunkt/Fokussierung und Bewegung/Geschwindigkeit, welche in beiden Modellen zentral sind und einander gegenübergestellt werden. Die Umsetzung erfolgt sowohl durch die inhaltliche Verdichtung der medialen Komponenten als auch durch die niederschwellig gehaltene, installative Realisation.
Sämtliche typographisch gesetzten Aussagen stellen wörtliche Zitate aus Leonardos Schrifftum dar, vornehmlich aus dem Codex Der Vögel Flug und aus dem Traktat über die Malerei.

Abbildungen: Filmstills aus der Videoarbeit, in chronologischer Reihenfolge

Kontakt: E-Mail-Adresse


Der Amsel gehörend 2014
Der Amsel gehörend
2014

Gisela Stöckli, in Zusammenarbeit mit Martina Maurer

Mentorin Theorie: Ruth Kunz 
Mentorin Praxis: Daniela Keiser

Video / Audio Installation 

Am 17. Februar 2008 wurde vom kosovarischen Parlament die Unabhängigkeit der  Republik Kosovos erklärt. Mit dem Bilden eines neuen Staates geht das Bilden eines neuen, nationalen Bewusstseins einher. 
Das Land befindet sich im Prozess der Nationenbildung. Aus einzelnen - teilweise durchaus kritisch gegenüberstehenden ethnischen Gemeinschaften - soll eine kollektive Identität erschaffen werden. Ein neuer Staat braucht eine neue Flagge. Diese wurde im Kosovo mit dem Tag der Unabhängigkeit eingeführt. Seit sechs Jahren wird also die kosovarische Bevölkerung mit ihrem neuen Hoheitssymbol konfrontiert.

Für die Arbeit 'Der Amsel gehörend' reisten wir im April diesen Jahres  mit einem Feuerzeug, dessen Aufdruck diese neue Flagge ist, in den Kosovo.

Das Sprechen mit der lokalen Bevölkerung über das Feuerzeug - und somit über die Flagge Kosovos - ermöglicht einen vielschichtigen Einblick in den momentanen Zustand des Landes und dessen Bevölkerung. Das Feuerzeug evoziert Fragen über die Bedeutung des Symbols sowie die Haltung gegenüber des Aufdrucks. Dadurch, dass die Gespräche über dieses alltägliche Objekt eingeleitet wurden, konnten auch politische - und teilweise durchaus heikle Themen - diskutiert werden. 

Die Audiospur der Installation spricht über diese Thematik, indem Interviewauszüge selektiv wiedergegeben werden, während die Bildebene assoziativ eine Suche nach der Amsel zeigt. Diese ist der Namensgeber des Landes; der Stamm des Wortes kommt aus dem Serbischen. Kos bedeutet Amsel, Kosovo ist besitzanzeigend, also 'der Amsel gehörend'. Zudem wird mittels Videos über Organisation und Struktur eine Choreografie, welche weder in Raum noch Zeit klar verortbar ist, erfahrbar gemacht. Das Zusammenspiel von Bild- und Audiomaterial ermöglicht den Betrachtenden Zugang zu Themen der Nationen- und Identitätsbildung und dadurch zur aktuellen Thematik des jüngsten Staates Europas.

Im theoretischen Teil der Arbeit werden die Interviews - mit sozialwissenschaftlicher Herangehensweise - aufgearbeitet und analysiert. Das Buch kann als Ergänzung sowie eigenständiges Werk gelesen werden und zeigt, wie im Sprechen über Embleme die Spannung zwischen einer neuen, politisch dringlichen Identität und einer kulturell tief verwurzelten fassbar wird. 

Kontakt: E-Mail-Adresse


Homotopies 2014
Homotopies
2014

Déborah Demierre

Mentorat
: Ursula Jakob, Patricia Schneider 
Technique: Gravure (taille-douce laser), sérigraphie

Dans le monde existe-t-il des endroits qui en rappellent d'autres ? Transposer cette question de coexistence de lieux différents à mon environnement familier m'intéresse. Pour effectuer ce renversement de perspectives, des regards nouveaux sont souhaitables. C'est pourquoi, j'ai travaillé avec des migrants quant à des lieux en Suisse qui évoquent pour eux un endroit, à l'étranger. Nous avons cherché et produit des photographies de lieux d'ici qui évoquent des lieux de là-bas.
A partir de ce matériel, une image nouvelle a été crée, naîssant de la juxtaposition des deux lieux. Cette mise en relation engendre une créolisation, c'est-à-dire que les éléments hétérogènes « s‘intervalorisent » dans le mélange. La gravure permet l'appropriation des photographies et offre la possibilité d'influencer la construction de l'image, en jouant avec les juxtapositions et l'encrage des deux quadrichromies.
J'ai développé une technique utilisant la gravure laser sur aluminium afin de réaliser des clichés, imprimés ensuite comme des aquatintes. Ces plaques sont réutilisées comme support pour restituer certains témoignages issus de la médiation. La relation entre médiation et pratique artistique, ainsi que le passage d'un lieu à l'autre, d'une image à une autre ont engendré le titre de ce projet: Homotopies. Notion mathématique de la topologie algébrique, qui formalise la déformation continue d'un objet à un autre.

Deutsche Version

Mich interessierte die Frage der Koexistenz, die Gleichartigkeiten verschiedene Orte und ihrer Übersetzung in meinem familiären Umfeld. Um einen Perspektivenwechsel zu ermöglichen, habe ich zusammen mit Migranten gearbeitet. Sie haben Orte in der Schweiz gesucht, die an Orte ihrer Heimat erinnern und diese fotografisch festgehalten.
Tiefdrucke wurden aus diesen Fotografien kreiert, die jeweils durch die Überlagerung der beiden Orten erzeugt wurde. Mit dem visuellen Material, das mir geliefert wurde, habe ich die Zusammenstellung von Paaren gemacht. Dabei entsteht eine Kreolisierung, dies ist ein Konzept von Edouard Glissant. Das heisst, dass heterogene Elemente einen Mehrwert durch die Mischung erhalten. Das Ergebnis einer Kreolisiserung ist unvorhersehbar. Das war auch der Fall bei den Tiefdrucken sowie bei dem Vermittlungsteil. 
Die Technik des Tiefdrucks ermöglicht eine Aneignung des Fotografien und des Bildaufbaus durch Überlagerungen, Einfärbung sowie Wischen des zwei Vierfarbendrucks. Eine Materialprobe, um das optimales Material zu finden und die Einstellungen zu bestimmen, war auch Teil dieses Projektes. 
In einem zweiten Schritt wurden die Platten als Träger für Zitate wiederverwendet und siebgedruckt. Dies betont die Beziehung zwischen der Vermittlung und der künstlerischer Arbeit. Beide haben sich bereichert, die Vermittlung bildet den Ansatz des Projektes, liefert das Material. Im Lauf dieser Arbeit wurden ständig Übergänge zwischen beiden Arbeitsfelder gemacht. 


La Mer 2014
La Mer
2014

Fabrice Rossel

Theorie Tutor: Jacqueline Baum, Ruth Kunz

Praxis Mentoren: Jacqueline Baum

Vidéo, HD, couleur, son stéréo, 12'41''

La mer a une particularité visuelle et émotionnelle qui suscite la fiction. Elle demeure aujourd‘hui encore ­empreinte de mystères et d‘inconnu. Les innombrables légendes marines (comme par exemple les sirènes, Cthulhu ou le Hollandais volant) restent et resteront sans doute encore longtemps dans les esprits. 
Tourné à Copenhague et en Hollande, « La Mer » met en relation des paysages marins et une voix : le témoignage fictif d‘un biologiste ayant travaillé au Groenland pour NUNAOIL. 
Alors que la voix se charge de la narration, les paysages, éléments libres du langage cinématographique, apportent nuances, émotions et ambiance. 
La force du paysage filmé est de générer la fiction sans participer à l‘action. « La Mer » explore ainsi un mode de narration singulier, jouant sur le rapport entre le langage parlé et visuel, entre documentaire et fiction, racontant par fragments une histoire qui demeure ouverte et laissant au spectateur son pouvoir d‘interprétation.


schultheiss- zimmermann.ch 2014
schultheiss- zimmermann.ch
2014

Anna Zimmermann


Mentoren: Bernhard Probst, Daniel Schöneck, Ruth Kunz

Da meine eigenen gestalterischen Projekte oft im Team erarbeitet werden, setze ich mich immer wieder mit der Frage nach unterschiedlichen Möglichkeiten künstlerischer Zusammenarbeit auseinander. 
Als im Rahmen einer solchen Kollaboration die Idee entstand ein webbasiertes Werkzeug zu entwickeln, welches als Ergänzung zur direkten Zusammenarbeit dient, entschied ich mich dazu diesen Gedanken im praktischen Teil meiner Master-Thesis weiterzuverfolgen, zu konkretisieren und umzusetzen. Das Konzept für dieses Werkzeug entwickelte ich anschliessend aus der Struktur und dem Aufbau meiner bisherigen kollaborativen gestalterischen Praxis heraus.
Entstanden ist die Webseite schultheisszimmermann.ch, welche einerseits als Arbeitsinstrument und andererseits als Publikationsmedium funktioniert. Durch die Struktur der Seite werden sowohl Recherche als auch Kontextualisierung der darauf präsentierten Arbeiten sichtbar gemacht.
Im theoretischen Teil der Thesis wurde die Thematik Vermittlung mit Neuen Medien erörtert, um anschliessend einen Vorschlag für den Einsatz einer solchen digitalen Plattformen im Kunstunterricht zu präsentieren.

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SHOT REVERSE SHOT 2014
SHOT REVERSE SHOT
2014

Fabienne Schultheiss

Theorie Tutor: Jan Sahli


Praxis Mentorin: Jacqueline Baum

Total War
Videoinstallation, 1-Kanal-Projektion, Englisch, 05:17 min 
Abortion
Videoinstallation, 2-Kanal-Projektion, Englisch, 03:54 min

Die Serie SHOT REVERSE SHOT (Schuss/Gegenschuss) geht der Frage nach, wie aus einem filmischen Dialog ein neuer Erfahrungs- und Wahrnehmungsraum generiert werden kann. 
Bestehende Film-Dialoge dienen als Ausgangslage für eine Neuinszenierung. Ein im Film mit Worten geführter Schusswechsel wird intensiviert und physisch erfahrbar gemacht. Damit thematisiert die Arbeit auch die grundlegenden medialen Bedingungen eines Films.

Theorie

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Spielbasiertes Lernen - die Kunstvermittlung der Zukunft? 2014
Spielbasiertes Lernen - die Kunstvermittlung der Zukunft?
2014

Hans Peter Wyss

Mentorinnen: Judith Mathez, Ruth Kunz

Basierend auf einer sehr breiten Recherche über das Spiel / das Spielen wurden verschiedene Dimensionen untersucht, welche für die Kunst- und Kulturvermittlung relevant sind, wie die Geschichte des Spiels als Kulturtechnik, die Motivationsdimension oder das spielerisch aktive Lernen. Mit Blick auf die technologischen Möglichkeiten des Computerspiels und auf ausgewählte kulturtheoretische Positionen, welche sich mit der Zukunft der Kunstvermittlung befassen, wurde untersucht, inwiefern sich Computergames für die Kunst- und Kulturvermittlung eignen. Anhand von Spielbeispielen wurden Möglichkeiten und Schwierigkeiten beim Einsatz von Computergames in der Kunst- und Kulturvermittlung aufgezeigt und diskutiert.

In Ergänzung zum theoretischen Hauptteil entstanden drei Prototypen von Lerngames, welche durch den Einsatz verschiedener Spielmechaniken erkunden, wie unterschiedliche Lernformen, inhaltliche Ebenen und Vermittlungssituationen für die Kunst- und Kulturvermittlung nutzbar gemacht werden können.

Die Screenshots zeigen zwei der Spielprototypen: «Chamäleon» wo der Lerninhalt integraler Bestandteil des Gameplays wird und «Guernica Shooter», wo versucht wird, die Erfahrungswelt der Games Generation für die Vermittlung schwer zugänglicher Kunstwerke zu nutzen.

Kontakt: E-Mail-Adresse
Link zur Thesis
Website


Take a Walk 2014
Take a Walk
2014

Emilie Lopes Garcia

Mentorat: Jacqueline Baum, Vincent Marbacher

Dates : 28 juin 2014 au 17 août 2014
Lieu : Fribourg (office du tourisme, ville, centre d’art Fri-Art)

Origine du projet:
Ce projet se construit autour de l’envie de valoriser Fri-Art et l’art contemporain auprès d’un public occasionnel ou novice. Cette forme d’art peut aussi être perçue autrement que par le savoir. La promenade audio introduit les questions liées à la déambulation et au chemin. Thématiques qui peuvent être mises en relation avec l’art (se perdre, trouver ses repères, les déplacements, la diversité des points de vue, l’incertitude, etc.) Entre ces différentes réflexions, l’auditeur/promeneur entend des anecdotes quotidiennes artistiques liées au chemin, des descriptions, ou juste les bruits ambiants. La voix s’adresse à lui de manière directe. Le futur visiteur est ainsi mis dans une position active et réflexive qui lui permettra d’aborder l’exposition avec son propre bagage.

Cadre:
Take a Walk (Une promenade audio d’Equilibre à Fri-Art) est un projet de médiation culturelle artistique mené en collaboration avec le Centre Fri-Art et la HKB Bern (Haute école des Arts de Berne). Il est réalisé dans le cadre de mon travail de Master.

De quoi s’agit-t-il concrètement?
D’un mp3 de type « audio-guide » que l’auditeur peut louer à Equilibre et rendre à son arrivée à Fri-Art. Il l’allume dès la sortie de l’Office du Tourisme. Conduit par une voix ainsi que d’un plan du parcours, il se lance dans les rues de la ville. Ce guide l’accompagne tout au long de sa balade pour se terminer devant les portes de Fri-Art. L’auditeur/promeneur devient alors visiteur de l’exposition.

Dossier de Presse

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2013

"Zwischen" 2013
"Zwischen"
2013

Annina Thomann

Mentorinnen: Irene Schubiger, Ruth Kunz

Die Arbeit „Zwischen" zeigt EIN mögliches Resultat eines spielerischen Prozesses.
Meine Untersuchungen bezogen sich auf die Frage nach dem Umgang mit Materialität. Ich versuchte herauszufinden wo die Materialeigenschaften dem Willen zur Form Grenzen setzten und machte mich auf die Suche nach einer Formsprache. So entstand ein Formvokabular aus Porzellan.
Die Idee, ein weiteres, verbindendes Element hinzuzuziehen begleitete mich schon zu Beginn des Prozesses. So stiess ich auf diverse Gummischlauchverbindungen, welche ein modulares, skulpturales Stecksystem entstehen lassen. Fahrzeuggummischläuche sind in sich nicht formfest, daher sah ich in der Kombination dieser „weichen, schwarzen, vorgefundenen, industriell hergestellter" Kautschukschläuche, mit dem „harten, weissen, handgefertigten" Porzellan (Kaolin), die grösste Spannung.

Während der Arbeit in der Keramikdesignfachklasse, begann mich das Verhältnis zwischen Handwerk und Kunst in der künstlerischen Ausbildung erneut zu interessieren. Daher beschäftigte ich mich in der Theoriearbeit mit zwei unterschiedlichen Ansätzen welche diesem Verhältnis nachgehen und formulierte eigene Gedanken zum Verhältnis von Handwerk und Kunst für den heutigen Kunstunterricht.

Im Laufe des Prozesses rückte der Fahrzeugschlauch als verbindendes Element in ein neues Licht. Ich realisierte, dass ich mich seiner Materialität in gleicher Weise annähern muss, wie ich dies mit dem Porzellan tat. Er besitzt seine eigene Sprache. So trat ich in einen Dialog mit den beiden Materialien, setzte sie in eine Interaktion und plötzlich ergaben sich die Verbindungen auf ganz natürliche Weise. Das Porzellan wird formgebend für den Schlauch, der Schlauch wird formgebend für die Skulpturen.
Während der Arbeit an meiner Master-Thesis, erschuf ich mir ein Formvokabular, welches je nach Raum und Situation immer wieder anderes formuliert werden kann.

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13'401-13'404 2013
13'401-13'404
2013

Lukas Veraguth

Mentorat: Andrea Wolfensberger und Konrad Tobler

Künstlerische Arbeit:
Realisation von ortsbezogenen Interventionen für die Ausstellung „Es geht einfach nicht ohne Raum“ im Alten Loeblager.
Abb. 1:   13'403, Betonklebeband
Abb. 2/3/4: 13'402, Oberflächenschutzfolie
Abb. 5: 13'404, Kohlepapierdurchdruck
Abb. 6/7: 13'401, Text


 
Theoriearbeit:
- Auseinandersetzung mit der Textproduktion von Kunstschaffenden über ihr eigenes Werk.
- Vertiefung der Frage nach dem Minimum an Text zu einer künstlerischen Arbeit.

Kontakt: E-Mail Adresse


Ask the teacher! 2013
Ask the teacher!
2013

Ana J. Haugwitz

Mentoren: Bernhard Probst, Nadia Bader

Gehe zur Projektwebseite unter:  ichhaueideen.wordpress.com

Gehe zu Video Teaser

Ask the teacher! is a multimedia-based document that discusses the meaning of being digitally literate. Using the means of ICT (Internet and Communications Technologies) it explores some aspects of the chances of ICT use in the education system, the training of their own digital skills by teachers, their strategies to acquire them and to teach them, in other words the process of becoming digitally literate.

It was found that the motivation of many teachers to use ICT is personal enthusiasm for such tools and the objective to motivate their students to learn with engagement. Another result of this exploration is that their practice often is guided by try and error and not by scientific criteria. Scientifically guided projects are also mainly concerned with the use of the equipment and the adaption of software, while the aspects of security and the problematic sides of ICT use are mostly ignored.

The conclusion of the present research is that digital alphabetization, through the pedagogical use of ICT, is still in its beginning phase. Much more research and practice have to be developed in order to prepare and train teachers capable of forming self-motivated, emancipated and democratically participating students who dominate ICT.

Webseite: www.anahaugwitz.com
Kontakt: E-Mail Adresse
Download: Flyer zum Projekt


Augenblicke blicken jetzt 2013
Augenblicke blicken jetzt
2013

Elisa Ferraro

Mentorin: Brigitte Lustenberger

6 analoge Fotografien(Barytpapier auf Aluminium), 51x58 cm

Meine Masterarbeit ist eine Suche nach dem «gewissen Etwas», das eine Porträtfotografie von allen anderen Porträts abhebt und das den Betrachter berührt. Dabei beziehe ich mich vor allem auf Roland Barthes punctum.

Um Menschen im Moment zu fotografieren, indem sie sich selber sind und direkt in die Kamera schauen, habe ich sie in unterschiedlichen Situationen fotografiert: Vor und nach einer Yogastunde und eines Rugby-Spiels und während einer 12-stündigen Technoparty.
Ich fotografierte mir unbekannte Menschen in Istanbul sowie meine Schwester und eine Freundin einen längeren Zeitraum hinweg alle zwei Wochen, um zu testen, ob die Beziehung zwischen mir und den Porträtierten Einfluss auf die Präsenz in der Fotografie hat.
Folgende Fragen beschäftigten mich: Wie muss ich Menschen fotografieren, dass ihre Präsenz später auf der Fotografie spürbar ist? Muss ich die Personen, die ich fotografiere, kennen? Müssen sie entspannt oder völlig erschöpft sein? Braucht es eine lange Belichtungszeit oder arbeite ich besser mit sogenannten Schnappschüssen? Inspiration und Ideen gaben mir die Bilder von Rineke Dijkstra, Richard Avedon, Nadar und August Sander.

Im Ausstellungsprojekt «Passage» zeigte ich während einer Woche meine Fotografien einer breiteren Öffentlichkeit und diskutierte mit den Besuchern die Wirkung meiner Fotografien. Die Gespräche und Kommentare der Besucher hielt ich in Textform fest. Unter www.passage-passage.ch ist mehr zu sehen.

Kontakt: E-Mail Adesse

Dokumentation als PDF


aus 72 mach 87 2013
aus 72 mach 87
2013

Stephanie Winkler

Mentorin Praxis: Karoline Schreiber
Mentorin Theorie: Ruth Kunz

Der Arbeitstitel „aus 72 mach 87“ steht sinnbildlich für die Spuren der Entscheidungen, welche während des Arbeitsprozesses getroffen wurden.

Schwerpunkt der Arbeit ist die zeichnerische Übersetzung der Redewendungen in Zeichnungen. Ausgangsmaterial sind von mir gesammelte alltägliche Redewendungen. In der „wörtlichen“ Übersetzung soll ihr Bildinhalt offengelegt werden und zum Nachdenken über die Absurditäten unserer Sprache anregen. Ziel war es, les- und entzifferbare Bilder zu schaffen, in welchen die Redewendungen für den Betrachter offensichtlich werden. Entstanden ist eine Anzahl ausgearbeiteter Zeichnungen mit Fineliner auf Papier sowie eine Stop-Motion Animation zur Redewendung "Jemandem raucht der Kopf".

Ist mein eigener Schaffensprozess fortwährend von unzähligen Entscheidungen geprägt, geht die Arbeit in der theoretischen Auseinandersetzung in Form eines Essays dem Entscheiden in Bezug auf das Erfahren im zeichnerischen Prozess nach und fragt im Weiteren, was es heisst im schulischen Rahmen nicht nur Räume zu schaffen wo Erfahrungen gemacht werden, sondern diese auch sichtbar und erkennbar werden zu lassen.

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: www.stephaniewinkler.ch


Dazwischen 2013
Dazwischen
2013

Schmidhalter Gina

Praxis Mentorin: Jakob Ursula
Theorie Tutor: Martarelli Corinna

In Bezug auf die theoretische Auseinandersetzung, die «unkonventionelle Wahrnehmungsformen» 1 im Gymnasialunterricht behandelt, entwickelte sich die Bildnerische Arbeit «Dazwischen»:

«Alle Menschen leben im Nebel, ob sie wollen oder nicht.»2 Verwandelt durch Aspekte wie Zeit, ändert sich das Wahrgenommene stets. Was wahr war, entzieht sich dem Blick des Betrachters. Ein zunächst intuitives Interesse für ein Naturerlebnis, wurde in Folge des Bildfindungsprozesses geschärft. Meine Aufmerksamkeit gilt Phänomenen an den Rändern der Wahrnehmung, beziehungsweise dem Bereich wo Unschärfe entsteht. Anders formuliert, die Arbeit bezieht sich auf Darstellungen im Spannungsfeld zwischen dem fixierten und dem aufgelösten Abbild. Es geht darum zu erfahren was «zwischen den Zeilen steht». Zugunsten einer neuen Sichtbarkeit, rückt die unmittelbar abbildende Wiedergabe in den Hintergrund.

Diese Auseinandersetzung führt zu der Infragestellung des Wahrgenommenen als objektive Wirklichkeit, was in der Literatur und der Kunst auf unterschiedliche Art und Weise thematisiert wird. In diesem Sinne wähle ich bewusst einen subjektiven Blick um zu zeigen, dass es Objektivität nicht gibt. Ich fokussiere gewissermassen auf das Unklare. Somit wird Unschärfe und das Offene zum eigentlichen Scharfen.

Bildbeschriftungen:
Bild 1: Fotografie, Analog, Barytpapier, (3x) 40 x 40 cm, 2013
Bild 2: Fotografie, Analog, Barytpapier, (2x) 40 x 24 cm, 2013
Bild 3: Fotografie, Analog, Barytpapier, 40 x 60 cm, 2013

Theoretische Arbeit als PDF

Kontakt: E-Mail Adresse


Es geht einfach nicht ohne Raum - A. Braun 2013
Es geht einfach nicht ohne Raum - A. Braun
2013

Anja Braun

Mentorat: Albrecht Schnider, Thomas Strässle

Diplomausstellung 2013 - Anja Braun, Romy Troxler und Lukas Veraguth im Alten Loeblager Bern

Im Rahmen der Master Thesis habe ich meine künstlerische Arbeit weitergeführt.  Die Präsentation fand in Form einer Ausstellung zusammen mit Lukas Veraguth und Romy Troxler in einer temporär hergerichteten Ausstellungszone im Alten Loeblager in Bern statt. Im theoretischen Teil haben Romy Troxler und ich unsere Gedanken, die im gemeinsamen, unverbindlichen Gespräch passieren, in Form eines E-Mail-Dialogs verschriftlicht. Es handelt sich um einen subjektiven Erfahrungsaustausch, in den unsere Interessen, unser Wissen, Denken und Handeln einfliessen.

Bildlegende:

Bild 1: Ausstellungsansicht Gemeinschaftsraum

Bild 2: Ausstellungsansicht Gemeinschaftsraum

Arbeiten Anja Braun:
ohne Titel, 2013
Karton, lackierter Fensterrahmen aus Holz, Glas
108 × 93 × 16 cm
(links)

ohne Titel, 2013
Öl auf Gipsplatten
Gipsplatte 52,3 × 52,3 × 5,5 cm, Installationsgrösse variabel
(Mitte)


Bild 3:
Sideways, 2013
Inkjet Prints auf Wand tapeziert
Installationsgrösse variabel

Bild 4:
Ausstellungsansicht

Bild 5:
ohne Titel, 2013
Eisenoxidschwarz, Caput Mortuum, Magnete, vernickelter und unbehandelter Stahl
8 × 8 × 2 cm

Bild 6:
ohne Titel, 2013
Fotografie aus Zeitung (31.01.13)
15,7 × 23,3 cm

Bild 7:
ohne Titel, 2013
Eisenoxidschwarz auf Glas
Installationsgrösse variabel


Es geht einfach nicht ohne Raum - R. Troxler 2013
Es geht einfach nicht ohne Raum - R. Troxler
2013

Romy Troxler

Mentorat: Albrecht Schnider, Thomas Strässle

Diplomausstellung 2013 - Anja Braun, Romy Troxler und Lukas Veraguth im Alten Loeblager Bern

Im Rahmen der Master Thesis habe ich meine künstlerische Arbeit weitergeführt.  Die Präsentation fand in Form einer Ausstellung zusammen mit Anja Braun und Lukas Veraguth in einer temporär hergerichteten Ausstellungszone im Alten Loeblager in Bern statt. Im theoretischen Teil haben Anja Braun und ich unsere Gedanken, die im gemeinsamen, unverbindlichen Gespräch passieren, in Form eines E-Mail-Dialogs verschriftlicht. Es handelt sich um einen subjektiven Erfahrungsaustausch, in den unsere Interessen, unser Wissen, Denken und Handeln einfliessen.

Bildlegende:

Bild 1: ohne Titel, 2013, Pastellkreide auf Papier, Tiefdrucke (Carborundum), teilweise hinter Glas, Installationsgrösse variabel

Ansichten einzelner Arbeiten aus dem Konvolut
Bild 2: ohne Titel, 2013, Pastellkreide auf Papier, 29.7 x 42cm
Bild 3: ohne Titel, 2013, Pastellkreide auf Papier, 31.9 x 24cm
Bild 4: ohne Titel, 2013, Druckgrafik (Carborundum), 40.2 x 31cm
Bild 5: Ausstellungsansicht Gemeinschaftsraum
Bild 6: ohne Titel, 2013, Lithografie, 50.2 x 65.7cm
Bild 7: ohne Titel, 2012, Acryl auf Papier, 30 x 39.7 cm
Bild 8: ohne Titel, 2012, Acryl auf Leinwand, 40 x 50 cm

Konakt: E-Mail Adresse


Landscapes 2013
Landscapes
2013

Dominique Ruppen

Mentorin: Karoline Schreiber

Technik: Malerei, Mischtechnik auf Leinwand

Landschaft ist wunderbar! - Zum Betrachten, zum Betreten, zum Erkunden - und vor allem zum Malen.

Eine orangene Imprimitur bildet bei der Bilderserie Landscapes die Basis, auf der ein Spiel von unterschiedlichen Malsprachen stattfindet. Dabei kristallisieren sich vor allem zwei Extreme heraus: Die altmeisterliche Technik der sorgfältig, schichtweise aufgetragenen Ölfarbe trifft auf eine locker hingeworfene gestische Malerei.
Die Malerei wird zur Gratwanderung. Es gilt, ein Spannungsfeld innerhalb der Leinwand zu erzeugen, das die Betrachterin/den Betrachter auffordert, selber die offenen Stellen zu ergänzen und das Gleichgewicht der Landschaft herzustellen.

Webseite: RuppenFineArts.com
Kontakt: E-Mail Adresse


Mikrit 2013
Mikrit
2013

Christa Schürch

Praxis Mentorin: Patricia Schneider
Theorie Tutorin: Ursula Jakob

Technik: Holzschnitt


Wie kann ein flüchtiges Phänomen wie das des Bergsturzes in Derborence gestalterisch untersucht werden? Ausgangslage dieser Masterthesis war eine Unterrichtssituation aus dem Fachpraktikum an der NMS Bern, in der eine experimentelle Drucktechnik und die Diskussion über die Darstellung des Atmosphärischen im Vordergrund standen.

Der Titel Mikrit bezeichnet verfestigten Kalkschlamm, dessen feinste Karbonat-Körner oft die Matrix eines Kalksteins bilden. Für die Druckfarbe der Masterarbeit wurde das Pigment dieses Gesteins verwendet, das vor über 300 Jahren Bestandteil des Diablerets-Massivs war.

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: www.christaschuerch.ch


Positionen / Kartierung / Bezugsfelder 2013
Positionen / Kartierung / Bezugsfelder
2013

Eva-Maria Knüsel


Theorie Mentorat: Marianne Wagner
Praxis Mentorat: Theres Roth-Hunkeler

Ausgangspunkt meiner Auseinandersetzung mit der sprachlichen Vermittlung zeitgenössischer Kunst ist die Ausstellung «Laute Häuser und Äpfel, die fallen», die vom 20.April – 25.Mai 2013 bei sic! – Raum für Kunst in Luzern stattfand. In der Gruppenausstellung beschäftigten sich Künstlerinnen und Künstler mit Mythenbildungen in Alltag, in kultureller Tradition und künstlerischer Produktion.
Die dazu entstandene Publikation ist ein subjektives Vermittlungs- und Betrachtungsmodell, worin meine Haltung zur Kunstvermittlung verortet und ein erstes exemplarisches Instrument für die zukünftige Arbeit als Kunstvermittlerin erprobt wird.
Die enge Verbindung von Ausstellungs- und Vermittlungskonzept sowie Aspekte der subjektiven Bezugnahme, der selbstreflexiven Äusserung und des produktiven Potentials von Lücken und Widersprüchen waren bei der Entwicklung zentrale Anliegen. Ausgehend von diesen Ansätzen benenne ich ein Netz von Bezugsfeldern. In Form von Zitaten und persönlichen Kommentaren werden Aspekte des Ausstellungsthemas, der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst sowie mögliche Betrachtungsweisen aufgegriffen. Die einzelnen Bezugsfelder sind als Anregung und Orientierung gedacht und lassen sich über Verweispfeile wie lexikalische Einträge kombinieren. Entlang dieser Bezugsfelder nehme ich eine Kartierung der im Ausstellungsraum gezeigten Positionen vor. Aus dieser Annäherung entsteht ein vielschichtiger Text aus Beobachtung, Beschreibung, Erzählung und Reflexion.
Diese subjektive und fragmentierte Form der Vermittlung widerspiegelt die Unmöglichkeit einer umfassenden Wissenssicherung und lässt Zweifel an vermeintlich festgeschriebenen Ordnungen zu. Entdeckungsfreude dient als Motivation, um das Stückwerk untereinander zu vernetzen. Der Leser, die Leserin wird ermutigt, das entstandene Vokabular gedanklich zu ergänzen und zu eigenen Erzählungen und Deutungen zu gelangen.

Dokumentation als PDF

Webseite: www.evaknuesel.ch
Kontakt: E-Mail Adresse


Streuwwichromen 2013
Streuwwichromen
2013

Kathrin Flück

Mentorinnen: Béatrice Gysin, Ruth Kunz

Den Blick weiten und Alltägliches mit anderen Augen sehen - das macht Ästhetische Forschung aus, wie sie von Helga Kämpf-Jansen beschrieben worden ist. Die Vielfalt an subjektiven Deutungsmustern ist dabei die treibende Kraft, um im Dialog mit Anderen Neues zu entdecken. Es gibt kein richtig und falsch.

Der Streuwwichromen war Anlass und Ort für meine For- schung. Von eigenen Fragen ausgehend folgte ich meinen persönlichen Interessen und Lernbewegungen. Das parallel geführte visuelle Tagebuch ist das Herzstück meiner Arbeit.

Begeistert vom Reichtum der Ideen, die sich mir auftaten, war es mir ein Anliegen andere Menschen an meiner Arbeit teilhaben zu lassen und einen Handlungs- und Erfahrungs- raum zu schaffen. Während je einer Stunde durften sie mit dem Material aus dem Streuwwichromen Experimentieren und Ausprobieren.

Beteiligte Personen: Franziska Bieri, Kathrin Eggimann, Barbara Rey, Rolf Küng



* Streuwwichromen: Das Wort ist Brienzerdialekt und bezeichnet einen Verschlag für dürres Laub, welcher meist an der Scheune angebaut ist. Das dürre Laub wurde als Einstreu für die Tiere verwendet.


ungefähr 2013
ungefähr
2013

Sibylle Schelling

Mentorat: Jacqueline Baum, Nicolas Vermot

Die Parkbank als Ort eines Unterbruchs, der Pause und des Nichtstuns rückte ins Zentrum einer Untersuchung. Ich verweilte regungslos für ungefähr fünf Minuten an verschiedenen Orten auf Parkbänken. Das Verweilen schwankte zwischen Anspannung und Entspannung; das Nichtstun musste ausgehalten werden. Die Regungslosigkeit schuf Präsenz für das, was mich umgab. Die Kamera zeichnete diesen scheinbaren Stillstand aus unbewegter Position auf. Das subjektive Zeiterlebnis vor der Kamera bestimmte die objektive Dauer der Filmaufnahme.

In der künstlerischen Arbeit unter dem Titel «ungefähr» wurden neun Videos gezeigt, welche meine subjektive Zeitwahrnehmung an unterschiedlichen Orten thematisieren. Die Videos bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Gehen und Bleiben, zwischen objektivem Zeitvergehen und subjektivem Zeitempfinden, zwischen Bewegung und Stillstand. Ein beiliegendes Heft zur Videoarbeit beinhaltete Fotografien und Texten, welche unterwegs entstanden. Sie protokollieren Eindrücke, Empfindungen und Gedanken über Zeiterlebnisse und Orte.

Kontakt: E-Mail Adresse


Wasser Tusche Papier 2013
Wasser Tusche Papier
2013

Claudia von Euw

Mentorat: Beat Frank, Cécile Hummel, Katharina Dunst

Wasser, Tusche und Papier werden eins. Sie sind immer in Bewegung, im Wechsel von nass zu trocken Das Bild unterliegt einer ständigen Verformung, bis das Fluide und die Bewegung zum trockenen Stillstand kommt. Ein Zustand der Vergangenheit. Das "wahre" Bild existiert nur im Prozess und steht nie still.

Ein Umkreisen der Personen: Ein Annähern, ein Berühren* und eine Unmöglichkeit das "ich" des Porträtierten zu sehen, geschweige denn darzustellen. Man bleibt in einer Distanz zu ihm  und verfolgt wieder mit der Tusche dessen Spur.

*Pfeifer 1993:
tuschen, ferner Tusche: (Anf. 17. Jh.) mfrz. touchier, afrz. toucher 'berühren, anrühren, treffen, zu Herzen gehen', frz. auch 'ein Bild ausführen' und 'Farbe, Druckerschwärze auftragen'.

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Zisterne I / II 2013
Zisterne I / II
2013

Alejandra Beyeler

Mentorat: Jacqueline Baum Fischer

Zisterne I - Linien im Raum
Zisterne II - Schatten

Ein stillgelegtes Wasserreservoir war Ausgangslage für die künstlerische Auseinandersetzung mit Wahrnehmungsphänomenen. Es wird keine Geschichte erzählt, sondern soll als Wahrnehmungsangebot verstanden werden. Dieses kann sehr wohl Geschichten auslösen, aber das geschieht auf der Seite des Betrachters.

In Zisterne I (Linien im Raum) ging es mir darum, eine Atmosphäre zu schaffen, in die man mit dem ganzen Körper eintauchen kann.

In Zisterne II (Schatten) geht es um Fragen der Positionierung im Raum: Bin ich Betrachter oder Akteur? Bleibe ich am Rand stehen oder spiele ich? Ich forme meine eigene Geschichte, je nachdem wie ich mich positioniere.

Zitate von Besuchern:

„Der Raum hat geatmet, wie eine Lunge, die sich ausdehnt und wieder zusammendrückt. Mein Körper atmete mit: Wurde in die Länge gezogen und wieder zusammengedrückt.“ Elisa

„En restant immobile, l'ambience et la lumière se focalise sur l'estomac. En se déplacant, tout se transmet dans jaque partie de mon corps.“ Jonas

„Nun kann ich mit dem Schatten spielen, mich der hin und her schleichenden Figur entgegenstellen, kann meine Schattengrösse aufblasen, mein Gegenüber bedrohen. Der Raum schrumpft. Das Spiel um Grösse wird zum Spiel um Macht.“ Béatrice

„Soviel ist möglich. Man sollte nicht aufhören zu suchen.“ Jeremy

„Wie wenn man den Kopf unter Wasser hält, dann sieht man Reflexionen der Sonne auf dem Grund.“ Beat

„Wie relativ ist meine Wahrnehmung dessen was ich meine zu sehen?“ Elsbeth

„Ich kann sehen was ich will.“ Béatrice

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2012

Ansichtssache 2012
Ansichtssache
2012

Angela Melody Kummer

Mentor/innen:
Michael Reimann, Pamela Äschlimann und Ruth Kunz

Link zu den drei Zugangsweisen (Video und pdf mit Aufgabenskizzen)

Die vorliegende Arbeit bietet einen Lösungsansatz, wie anhand des eher instruktiven Mediums Lernfilm das Thema der Perspektive jugendnah und mit einem grossen Anteil an Selbsttätigkeit seitens der Lernenden vermittelt werden kann. Das Ziel, dies für ein breites Spektrum an Alterstufen (im genaueren Sekundarstufe I und II), Vorkenntnissen, Interessen und Schwierigkeitsgrade zu konzipieren, liess sich nicht in einem einzelnen Lernfilm realisieren, sondern verlangt nach einer mehrspurigen Lernumgebung in Form einer Website.

Im Rahmen meiner Masterarbeit thematisiere ich am Beispiel des ersten Themenblocks „Ansichtssache“ das Phänomen der Wahrnehmung und die Begriffe Augenhöhe, Fluchtlinien und Fluchtpunkt. Die Vermittlung dieser Inhalte kann in drei unterschiedlichen Zugangsweisen erfolgen, nämlich A, B und C.
Zugangsweise A beinhaltet den Lernfilm, welcher anhand der alltagsnahen Situation der Bahngeleise die Begriffe anschaulich demonstriert und mit einer Sprecherstimme kommentiert. Diese Zugangsweise vermittelt eher instruktiv, die damit verbundenen Aufgaben können sehr reproduktiv ausgerichtet sein.
In der Zugangsweise B werden die Lernfilmkapitel von A ohne Sprecherstimme zur Verfügung gestellt. Da die auditive Erklärung weg fällt, wird den Lernenden mehr Raum geboten, sich zum Gesehenen eigene Gedanken zu machen. Die dazu gehörigen Aufgaben knüpfen am Gesehenen an, verlangen von den Lernenden jedoch eine Transferleistung, indem sie das gewonnene Wissen in einer neuen Situation anwenden müssen.
Das in der Zugangsweise C zur Verfügung gestellte Video deutet lediglich eine im Lernfilm (Zugangsweise A) behandelte Thematik an. Die Aufgaben hierzu sollen die Lernenden mit einer Frage, einem Problem konfrontieren, welches sie anhand eines eigenen Experiments lösen, bzw. visualisieren müssen.

Die Weiterarbeit an meiner Masterthesis beinhaltet die Realisation der Website, die Behandlung weiterer Themen im Zusammenhang mit der Thematik der Perspektive (Bsp. Perspektivische Verzerrung zeichnen oder Zentralperspektive und weitere Raumdarstellungskonzepte) und Testphasen mit den Zielgruppen.

Kontakt: E-Mail Adresse


Bathtub-platform 2012
Bathtub-platform
2012

Chun Yan Zhang Schmid

Mentors: Jacqueline Baum & Claus Noppeney

In 2007, I began to work with bathtubs. The use of bathtubs has been changed each time in my artistic arrangement. And each process of use gave importance to what I would approve or neglect. To work with bathtubs has actually become an essential part of my artistic work. As material as well as a goods, all related people and relevant processes involved profoundly influence my creativity and the processes of realization. At the same time this practice created sustainable kuo4 da4 dialogs. Four years of working with the same object can be considered as a research in different artistic contexts. It has developed impressively even more than exspected.

Therefore in order to zheng3 he2 guo4 qü4 shi3 yong4 bathtubs jing4 xing2 create suo3 de2 dao4 de1 experiences and neng2 gou4 better jie2 shi2 zhi4 qü4 xiang1 tou2 de1 people, share and discuss new activites, extend guang1 yu2 bathtubs de1 dialogs in the near future, I plan to build a bathtub-platform in the form of a website.
On this platform, visitors shall travel on a timeline starting in 2007 and leading up to the present. They will be guided through the artistic material included and experience the creation from its first idea to the final construction.

This platform, all ideas, drafts, thoughts, images, texts, projects realized or new proposal ideas must uniquely consist the daily object «Bathtub» or its all xiang1 guan1 de1.

This platform includes: Introduction, Idea & Draft Box, «Time Machine» document, «Face to Face» - «A.E.» document, «Trans­lation of Aesthetic Relation(s)» document, Proposal Box, Blog, Members, Contact.
The following context will be ordered in the categories mentioned above. Explanation will be give on the following content:

1. Why work with bathtubs?
2. What was my purpose and personal interests?
3. What work have I done so far?
4. What futur projects do I plan?
5. What is the use of the bathtub platform?
In this thesis I will draw a concept of an interactive virtual platform on the use of bathtubs. Starting from a bucolic picture in the f alps, leading to a comminication tool, to many other unusual, surprising and  unconventional forms of use.


Blau bringt Gipfeli 2012
Blau bringt Gipfeli
2012

Irena Allemann

Mentorin: Sibylle Heim

Technik: Visuelle Forschung, Zeichnung

Welche Gegenstände werden in die Theaterprobe mitgebracht? Woher stammt das Inspirationsmaterial? Wann wurde die längste Rückmeldung geschrieben? Wer sitzt auf dem Sessel? Wer bewegt sich am schnellsten?

Eine Gruppe von Menschen arbeitet zusammen und entwickelt gemeinsam ein Produkt. Im Falle eines Theaterkollektivs steht am Ende die Aufführung: sicht-, hör- und erlebbar. Der Weg dorthin aber bleibt der Zuschauerin normalerweise verwehrt.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit visuellen – konkret mit zeichnerisch analogen – Darstellungsmöglichkeiten von kollektiver Zusammenarbeit und eröffnet so eine Einsicht in diesen Prozess. Als exemplarisches Untersuchungsbeispiel fungiert das Theaterkollektiv "Frühstück auf der Szene" / FRADS. Bei dieser Gruppe wird die Zusammenarbeit bei 
der Entwicklung der Textfassung des Stückes «Geld oder Leben» untersucht.

Kontakt: aneri(at)bluewin.ch
Weitere Informationen zu «Geld oder Leben»: www.frads.ch


Boden & Bedeutung 2012
Boden & Bedeutung
2012

Undine Lang


Mentorin: Daniela Keiser

Überthema dieses künstlerischen Projekts ist das Zusammenspiel der beiden räumlichen Ordnungen Stadt und Land mit ihren jeweiligen dominanten Ordnungsprinzipien Kultur und Natur. Die vier Werke greifen unterschiedliche Aspekte daraus auf.
Die Arbeiten sind thematisch nur lose aneinander gebunden. Sie entstanden alle im Zusammenhang mit meiner momentanen Lebenssituation des Hin- und Herpendelns zwischen Stadt (Bern/Zürich) und Land (La Punt Chamues-ch, Oberengadin). Im Zentrum steht eine Erforschung dieser beiden unterschiedlichen räumlichen Ordnungen, ihr Auswirken auf unser Verhalten, sowie mentale Bilder und Stereotypen, die durch sie hervorgerufen werden.

Weitere Arbeiten: undinelang.com


Echos 2012
Echos
2012

Laetitia Salamin

Mentors: Regula Wyss et Christoph Stähli

Qu’est-ce qu’une fanfare en 2012? Comment présenter ce sujet de manière contemporaine? Si j’avais le temps et l’argent, si je n’avais aucune contrainte hormis le volume de quatre white cubes indépendants, de quoi aurait l’air une exposition portant sur ce thème?
Ayant pour point de départ l’exposition «Echos, une histoire de la fanfare l’Echo des Alpes», ce projet propose l’élabora- tion d’un concept scénographique pour une exposition fictive. Le point de vue se veut artistique, et l’exposition tend à viser un public plus large; en effet, celle-ci n’est plus ciblée sur la fanfare l’Echo des Alpes, mais est consacrée au phénomène des fanfares suisses en général.
La documentation présente le concept de cette exposition, tandis que les dessins et la maquette traduisent de manière esquissée l’atmosphère des lieux.

«Echos, une histoire de la fanfare l’Echo des Alpes» est une exposition portant sur l’histoire et l’actualité de cette fanfare dont je suis membre en tant que musicienne. L’exposition est répercutée de part et d’autre de la vallée d’Anniviers, un aller-retour entre passé et présent, en quatre lieux indépendants, chacun consacré à un thème différent.
Cette exposition s’inscrit dans un contexte particulier. En effet, 2012 est une année spéciale pour cette fanfare, qui, du 18 au 20 mai, a accueilli vingt-neuf sociétés à l’occasion de la 49ème Amicale du Rawyl et du 112ème Festival des Musiques des Districts de Sierre et Loèche, festivités qui ont eu lieu à Vissoie. Et c’est il y a 125 ans que ce même village voyait naître L’Echo des Alpes. Un écho qui perdure grâce à toute une vallée.
Il s’agit donc d’un projet lié à une actualité locale, avec pour buts de mieux faire connaître cette société de musique en présentant son patrimoine dans la région.
L’exposition «Echos» est ici présentée par le biais d’une documentation. Elle reste visible jusqu’au 30 juin 2012.


geordnete Freiheit 2012
geordnete Freiheit
2012

Andrea Müller

Mentorin:
Ruth Kunz

Ausgangspunkt für die Masterthesis ist die Beobachtung, dass Schülerinnen und Schüler bei projektartigen Aufgabenstellungen oft Mühe haben, Ideen zu finden. Die Forschungsarbeit befasst sich mit der eigenständigen Arbeit im Bildnerischen Gestalten auf Gymnasialstufe und untersucht, wie Lernende bei der Ideensuche vorgehen.

Die Prozesse von vier Schülerinnen wurden über drei Doppellektionen mit Ton und Bild dokumentiert. Dies bildete die Grundlage für eine Analyse, in welcher der Entwicklung von Ideen, wie sie an Handlungen und Aussagen nachvollziehbar waren, besondere Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Die Ergebnisse sind schriftlich in Buchform festgehalten.

Kontakt: E-Mail Adresse


interaktiver Multimedia-Guide im Museum Murten 2012
interaktiver Multimedia-Guide im Museum Murten
2012

Tim Leu

Mentor:
Andreas Hieber

Der interaktive Multimedia-Guide ist zum Beispiel ein iPad: Er stellt auf Abruf Texte, Animationen, Spiele, Audio- oder Videobeiträge bereit. Als Vermittlungsinstrument kann der Guide in einem Museum den Zugang erleichtern und anregen.

Am Beispiel des Museums Murten wird ein didaktisches Konzept mit dem Guide skizziert: Darin werden Kinder und Jugendliche mit Identifikationsfiguren durch die Ausstellung begleitet. Sie sammeln Informationen, die sie kommentieren und am Ende des Besuchs ihrer Mail-Adresse zusenden.

Erste Bildschirmoberflächen sind bereits gestaltet, das Drehbuch müsste zu Ende geschrieben und umgesetzt werden. Als Resultat könnte das Museum Murten ein bisher einzigartiges Vermittlungsinstrument anbieten.

Kontakt: E-Mail Adresse
Download: Theoriearbeit
Download: Drehbuch / Details


Kniffe wissen 2012
Kniffe wissen
2012

Lea Fröhlicher

Mentorat: Daniela Keiser, Nora Landkammer

Ein Kniff ist ein spezifisches Wissen (Können), welches einem die Ausführung einer bestimmten Tätigkeit erleichtert.


Verborgenes Wissen
Im Projekt Kniffe wissen setzen sich unterschiedliche Gruppen mit der Thematik des Kniffs auseinander. Das Projekt reflektiert den Kniff als Form von inoffiziellem, verborgenem, Wissen, welches meistens von Person zu Person weitergegeben wird. Jede und jeder kennt Kniffe, wobei das Wissen um die Kniffe stets bei den Menschen selbst liegt, die sie anwenden – mal mehr, mal weniger bewusst. In dieses Projekt fliessen die Sichtweisen, Erfahrungen und das Wissen von Menschen unterschiedlichen Alters ein. Die Annäherung an das Wesen des Kniffes, die Frage nach Wissensformen und seiner Weitergabe spielen dabei eine wichtige Rolle.
Einen Kniff zu wissen – respektive einen neuen zu erlernen – bedeutet eine Bereicherung, denn er erleichtert einem oftmals das Ausführen einer Tätigkeit oder kann darüber hinaus gar bis anhin Unerreichbares ermöglichen.

Beteiligung
Kniffe wissen versteht sich als künstlerisches Vermittlungsprojekt unter Beteiligung von verschiedenen Gruppen. Dabei handelt es sich um eine Schulklasse, Gruppen von Seniorinnen/ Senioren (unter anderem der ‹Grauen Panther› Solothurn), eine Gruppe eines Jugendtreffpunkts und Bewohnerinnen von zwei Solothurner Altersheimen.
Vermittlungsprojekt, weil zu einer Auseinandersetzung mit der Thematik des Kniffs angeregt wird. Weil sich alle Beteiligten des Projektes gegenseitig Handlungsmöglichkeiten vermitteln und darüber hinaus die Kniffe der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zudem haben Kniffe stets auch mit Kunst zu tun, denn oftmals handelt es sich bei Kniffen um alternative, unkonventionelle Wege, eine Tätigkeit auszuführen. Im Vermittlungsprozess von Kniffe wissen geht es nicht in erster Linie darum, Wissen weiterzugeben, sondern dass das Wissen der Beteiligten zusammenkommt und neues entstehen kann.

Ausgestellt
Vom 26.–29. September 2012 wurde an der Dornacherstrasse 25 das während dem Projekt Kniffe wissen Erarbeitete der Öffentlichkeit gezeigt.
Die unterschiedlichen Kniffe der verschiedenen beteiligten Gruppen aus dem Raum Solothurn bestehen nun in Form von Videoaufnahmen und Texten. Neben den eigentlichen Kniffen wird auch die Ebene der Auseinandersetzung, die über das Zusammentragen von Kniffen in der Gruppe entsteht, sichtbar gemacht.

Kontakt: E-Mail-Adresse


Kollektiver Traumraum 2012
Kollektiver Traumraum
2012

Simone Gilles Nyffeler

Mentorin: Isabelle Krieg

Animationsfilm 3:40 min

Der Kollektive Traumraum soll den Träumen Raum geben, denn Träume können einerseits unsere Imagination, die Phantasie und die Kreativität beflügeln und andererseits unsere persönliche Entwicklung unterstützen.
Ausgangslage waren gesammelte Träume von Partizipanten. Daraus entstand der Kollektive Traum, ein analog gezeichneter Animationsfilm mit Motiven aus der Traumsammlung. Um den Dialog zu fördern, fand ein öffentliches Traumgespräch mit dem Psychoanalytiker Dr. K. Blöchliger statt. Weiter wurde der Ausstellungsraum zu einem Traumhotel umfunktioniert. Damit sollte untersucht werden, ob mit denselben Erlebnissen vom gleichen Motiv geträumt wird. Die Filmproduktion und alle Anlässe fanden in einem ehemaligen Wasserreservoir statt. In diesem minimal inszenierten Raum konnte literarisch und kinematographisch in die Welt der Träume eingetaucht werden.


Möglichkeitsräume 2012
Möglichkeitsräume
2012

Helen Baumann

Mentorin:
Ruth Kunz

Welche bildungstheoretischen, relationalen, methodischen und inhaltlichen Aspekte der offenen Jugendarbeit lassen sich in den schulischen Kontext, insbesondere in das Fach Bildnerisches Gestalten übertragen?

In insgesamt drei Workshopserien im Jugendtreff Bronx der Jugendarbeit Länggasse Bern und mit zwei Schulklassen der Sekundarschule Hochfeld Bern, behandelte ich mit Jugendlichen das Thema Street Art.

Mit dem eigentätigen Mitwirken, sowie mit verschiedenen Materialbuffets als Angebote zur gestalterischen Auseinandersetzung, erprobte ich im dritten Workshop einen sozialpädagogischen Blick auf den Möglichkeitsraum zwischen Jugendarbeit und Schule, sowie auf die eigene Rolle als Vermittlerin.

Kontakt: E-Mail Adresse


Momentaufnahmen 2012
Momentaufnahmen
2012

Paolo Riva

Mentor: Beat Frank

Zeichnen aus der Erinnerung heisst, sich mit einem inneren Bild auseinanderzusetzen. Solche Bilder sind zu vage, um sie aus dem Kopf abzeichnen zu können - oft bestehen sie nur aus der Vorstellung von einer Stimmung. Wenn man sich die Einzelzeiten vergegenwärtigen will, verschwimmen sie.

In meinen Zeichnungen versuche ich, diesen inneren Bildern eine Gestalt zu geben. Da ich keine konkrete Vorlage habe, muss ich mich zeichnerisch an sie herantasten. Als Zeichenmaterial dient mir eine mit dunkler Farbe beschichtete Folie. Mit einem Messer lässt sich die Farbe wieder abkratzen, so dass darunter der helle Untergrund sichtbar wird (Die Folie eignet sich als Vorlage für den Siebdruck). Indem ich lange, kurze, gerade und gebogene Striche nebeneinander setze, entstehen Flächen und Strukturen. Jeder Quadratzentimeter muss mit derselben Aufmerksamkeit bearbeitet werden. So kann ich das Bild langsam aus dem Untergrund herausheben. Räume und Orte, das Licht, die Dinge Menschen werden greifbar.
Anders als das diffuse Bild in meiner Erinnerung muss die Zeichnung konkret sein: der Betrachter soll in sie hineinblicken können und sich an einem bestimmten Ort wiederfinden. Die Szene muss ausführlich geschildert werden, ohne festgefroren zu wirken. Was auf der Zeichnung abgebildet wird, ist flüchtig: schon einen Moment später sähe es darauf anders aus.

Während ich mir beim Zeichnen selbst über die Schulter blickte, habe ich versucht, besser zu verstehen, was ich beim Zeichnen überhaupt mache und wie ich vorgehe. Neben den Zeichnungen sind dabei kurze Texte entstanden, die in einer losen Folge meine Arbeitsweise beschreiben.

Bild 1: Siebdruck, 35 cm x 45 cm
Bild 2: Siebdruck, 50 cm, x 70 cm

Download Dokumentation (PDF)
Kontakt: paoloriva(at)gmx.ch


Sammelsurium 2012
Sammelsurium
2012

Gabriela Freiburghaus, Isabel Fernandez

Mentorat:
Susanne Junger, Bernhard Probst

„Kurzaufgaben sind ein spielerischer Einstieg, ein Aufwärmen vor dem grossen Projekt. Sie bringen etwas Neues in Bewegung, motivieren und inspirieren.“

Im Rahmen unserer Master-Thesis haben wir ein Lernmittel für den gestalterischen Unterricht auf der Oberstufe entwickelt. Das sogenannte „Sammelsurium“ besteht aus einem Schülerheft mit Kurzaufträgen, welche die Schülerinnen und Schüler in vielfältiger Weise zum Gestalten anleiten. Das ergänzende Begleitheft für die Lehrperson vermittelt zu jedem Auftrag Ziele, Hintergrundinformationen und mögliche Anschlussaufgaben. Zur Publikationsform haben wir ein prototypisches Webtool erstellt, welches den Lehrpersonen und den Schülerinnen und Schülern ermöglicht Sammelsuriumhefte individuell zusammen zu stellen.

Oben genanntes Zitat aus unserer Recherchearbeit fasst in Worte, was wir mit unserer Arbeit erreichen wollen: Das „Sammelsurium“ motiviert, inspiriert und aktiviert die Oberstufenschüler und deren Lehrpersonen im Fach Bildnerisches Gestalten.


Wertewerkstatt 2012
Wertewerkstatt
2012

Selina Lauener

Mentorin: Jacqueline Baum

5.-9.Juni 2012 im Wankdorf Center in Bern, fortgeführt an der Hochschule der Künste in Bern, Fellerstrasse 11, 15.-30.Juni 2012

Werte werten
Wertigkeit, Wertpapier, Grundwerte, wertlos, liebenswert, Werturteil. Der Begriff  "Wert" hat Hochkonjunktur‚ besonders in Zeiten einer Wirtschaftskrise‚ und wird wie ein Modewort in allen möglichen Situationen benutzt. Gesellschaftliche Werte können sich nur durch einen ununterbrochenen Aushandlungsprozess bilden. Für die Entstehung und Änderung der gesellschaftlichen Werte ist der Dialog über Werte grundlegend.
Mit meiner Arbeit versuche ich einen Denkraum zu schaffen, um über Werte nachzudenken und mit anderen in einen Wertedialog zu treten, zuerst in der Form eines Workshops und später als partizipative Installation in einem Einkaufszentrum in Bern.


Workshop
Mit einer Gruppe von 12 Personen im Alter zwischen 20 und 80 Jahren mit verschiedenen sozialen und beruflichen Hintergründen wurde in einer kreativen, lockeren Atmosphäre über Werte diskutiert. Bei einem gemütlichen Nachtessen gingen die Gespräche weiter. Jeder konnte diejenigen Fragen einbringen, die ihn rund um das Thema Werte beschäftigten. Am Schluss wurden kurze Statements und Fragen formuliert, die die wichtigsten Ergebnisse aus den vorangegangenen Wertediskussionen zusammenfassten. Diese Statements und Fragen figurieren als Teil der Installation im Wankdorf Center (Diaprojektionen).


Einkaufszentrum
In einem Einkaufszentrum geht es andauernd um Werte. Es ist ein Raum voller Wertobjekten, die alle gekauft werden sollen. Künstliches Licht durchflutet den Raum, die Hintergrundmusik berieselt uns und die Waren leuchten in allen Farben. In dieser reizüberfluteten Umgebung soll die Installation einen Denkraum schaffen, um über das Thema Werte in all seinen Dimensionen nachzudenken. Die einseitige Besetzung des Wertbegriffs im Raum Einkaufszentrum soll in dieser Weise durchbrochen werden.
Die Fragen aus dem Workshop sind auf Sitzüberzüge gedruckt und über die Polster der im Einkaufszentrum verteilten Sitzgelegenheiten gestülpt. Sie dienen als erste Irritation. Einige Menschen werden sie wahrnehmen, viele werden auch achtlos daran vorbeigehen. Bei manchen werden die Fragen Antworten im Kopf hervorrufen. Wenn sich jemand auf eines der Sitzkissen setzt, bringt er die Frage vorübergehend zum Verschwinden.

Wertewerkstatt
Die eigentliche Wertewerkstatt befindet sich auf einer der Flächen für temporäre Verkaufsstände im Einkaufszentrum. Was macht Ihr Leben wertvoll? Was bräuchte mehr Wertschätzung? Was ist überbewertet? Zu diesen Fragen können die Passanten ihre Gedanken und Ideen abgeben. Die Antworten drucke ich im Bleisatz mit einer Andruckpresse auf Taschentücher und Servietten. Der Buchdruck im Bleisatz-Verfahen war für die Verbreitung von Wissen ungemein wichtig, heute ist die Technik beinahe ausgestorben. Es ist die Inszenierung einer Werkstatt an einem Ort, an dem nur noch verkauft, aber nichts mehr produziert wird. Sie ist etwas Anachronistisches; ein Fremdkörper, der Aufmerksamkeit generiert.
Taschentücher und Servietten sind wie die individuellen Werte sehr persönliche Gegenstände. Sie dienen dazu unseren Mund und unsere Nase abzuwischen. In ihrer Benutzung und Auf-bewahrung sind sie eng mit unserem Körper verbunden. Diese persönlichen Stofffetzen hänge ich an Bettdecken, die aus ihrer horizontalen Lage gehievt wurden und nun vertikal im Raum hängen. Nach und nach verdichten sich die einzelnen Stofffetzen zu einem Patchwork, wie sich auch die vielen individuellen Werte zu einem Patchwork der gesellschaftlichen Werte verdichten.
Im Tausch für die Abgabe der eigenen Werte erhalten die Personen das Exemplar eines bereits gedruckten Wertes ihrer Wahl. Werte können getauscht, mitgenommen und übernommen werden. Ein Werteaustausch.

Kontakt: E-Mail Adresse

Link zum Dokumenationsvideo
Download Fotodokumentation


zwischen drei Zimmer Wänden 2012
zwischen drei Zimmer Wänden
2012

Sarah Tenthorey

Mentorat: Theres Roth-Hunkeler und Kristin Wyss

"zwischen drei Zimmer Wänden / sitzen Bilder" sind Texte. Die Arbeit setzt sich mit Textinhalten wie auch mit deren Schreibprozess auseinander. Die praktische sowie die dokumentarische und theoretische Arbeit sucht nach Präsentationsformen für Text und befasst sich mit dem sich dabei ständig verändernden Rollenverständnis.

Kontakt: E-Mail-Adresse


2011

A la recherche de lard 2011
A la recherche de lard
2011

Marinka Limat

Mentor:
Florian Dombois

Für ihren Abschluss hat sich die Vermittlerin gewünscht, sich intensiver mit der elementaren, allgemeinen Frage „Was ist Kunst“ auseinanderzusetzen. Damit Wege zur Entwicklung dieser Thematik gefunden werden können, hat die Vermittlerin Personen aus den verschiedensten Gebieten mit diversen Kommunikationsmitteln befragt und hat dafür unterschiedliche Orte und Momente für den Austausch gewählt. Die Vermittlerin wünschte sich die Vision und Wahrnehmung der Kunst Anderer zu erhalten. Die Rollen sind umgekehrt und der Empfänger ist ein Anderer als man annehmen würde.

Die in diesem Projekt präsentierte Vermittlung basiert auf dem Austausch mit dem Anderen; weniger in einem Museum oder einer Institution, viel eher auf der Strasse, auf öffentlichen Plätzen, zu unerwarteten Momenten. Die Vermittlung wird realisiert im dynamischen, experimentellen Kommen und Gehen. Der Ansturm von Antworten und Reaktionen (per SMS, Microtrottoir, Briefen, Plakate / E-Mail, Facebook) konnte nicht bewältigt und kontrolliert werden. Jedoch und um die geschilderten Themen in den Antworten vertiefen zu können, hat sich die Vermittlerin eine „intensivere“ Umfrage gewünscht (mit 8 Personen).

Durch den Blick, die Gedanken, die Erklärungen, die Fragen Anderer ist alles in den Augen der Vermittlerin konkreter geworden und sie freut sich auf die Schlusspräsentation am 24. Juni 2011 um 9h50.

Webseite: www.marinka.ch
Kontakt: E-Mail Adresse


Einfach schön 2011
Einfach schön
2011

Sarah Stocker

Mentorinnen:
Susanne Kudorfer und Jacqueline Baum

Das Geschmacksurteil steckt in der Kunstsphäre in einem Dilemma: Während der Geschmack als Kategorie unter Kunstfachleuten nicht akzeptiert bis verpönt ist, so existiert der Anspruch an Kunst, schön zu sein oder zu gefallen von Seiten eines Kunstpublikums. Als Kunstvermittlerin befinde ich mich an einer ‘heissen’ Stelle zwischen diesen beiden Polen.

Nicht der Anspruch die Wahrheit der Begriffe „Geschmack“ und „schön“ aufzudecken stand im Fokus meiner Arbeit, sondern ein Erforschen des Stellenwerts und Potenzials des Geschmacksurteils in der Auseinandersetzung mit Kunst.

Auf drei Arten wurde dies erforscht: Teilnehmende Beobachtung von Kunstvermittlungsformaten, qualitative Befragung von Fachleuten aus dem Bereich Kunst und Publikum, und - zentral - Zweiergespräche im Museum vor ausgesuchten Kunstwerken. Mit der Frage, wie das (von mir vermutete) Potenzial des Geschmacksurteils in der Kunstbetrachtung ausgeschöpft werden kann, habe ich beobachtet was passiert, wenn ich als Kunstvermittlerin BesucherInnen ohne professionellen Kunsthintergrund explizit nach ihrem Geschmacksurteil befrage. Wie wird über das Geschmacksurteil gesprochen? Welches Vokabular findet dabei Verwendung? In welchen Zusammenhang wird der Geschmack gestellt? Und vor allem: Was passiert in der Betrachtung, in der Begegnung mit dem Kunstwerk, wenn mit diesem eingeschränkten Blick geschaut wird? Wie weit kann das Thematisieren des intuitiven Geschmacksurteils führen?

Zwei Videosequenzen dieser Gespräche – einmal die Reaktionen auf „schön“, einmal die auf „nicht schön“ – wurden in der Ausstellung von einer Tonspur ergänzt, durch welche die Kontroverse von „Geschmack“ in der Kunst erfahrbar wurde.

Video:
„schön“, 18:25 min
„nicht schön“, 17:10 min

Audio:
„kontroverse“, 9:53 min


Hofbesuche 2011
Hofbesuche
2011

Franziska Bieri

Mentorin:
Daniela Keiser

Webseite: www.franziskabieri.ch


Ich sehe was, was du nicht siehst! 2011
Ich sehe was, was du nicht siehst!
2011

Anja Göldi

Mentorin:
Andrea Wolfensberger

Die vielschichtigen Körperfarben der Fische bieten dem aufmerksamen Angler für den flüchtigen Moment, in dem er einen lebenden Fisch in den Händen hält, eine intensive Farb-Erfahrung. Der Fisch zeigt sich am Sonnenlicht in leuchtenden, glänzenden, irisierenden Farbtönen.

Ausgehend von diesem Erlebnis entstand ein «Farb-Raum». Die Installation aus farbigem Licht, Backpapier und Aluminiumfolie macht Farbe als Licht für den Besucher erfahrbar.

Kontakt:  E-Mail Adresse


Ich will meinen Strich auf den Punkt bringen 2011
Ich will meinen Strich auf den Punkt bringen
2011

Selina Reber

Mentoren:
Beat Frank, Peter Radelfinger

(Arbeitstitel)

Zeichnungen: (Fineliner / Filzstift, verschiedene Formate und Papiere), Animation (Flash, Loop)

Theoriearbeit: Gedanken zu Fragen im zeichnerischen Prozess
Im Spannungsfeld von herausforderndem Antrieb und hinderndem Widerstand – Erwartungen an einen allgemeinen Begriff im Kontext schulischer Vermittlung

Kontakt: E-Mail Adresse


LANDRANDstadt 2011
LANDRANDstadt
2011

Saba Brönnimann

Mentorat: Hanswalter Graf und Ruth Kunz

Das Projekt LANDRANDstadt wurde im Frühjahr 2011 in einem Kindergarten auf dem Belpberg durchgeführt. Das Ziel war dabei, den neun Kindergartenkindern selbstständiges Bestimmen der  Lerninhalte und Lernumstände zu ermöglichen. Der Arbeitsraum sollte handlungsungebunden sein. Deshalb fand das Projekt draußen statt. Der Arbeitsort war eine Art Abstellkammer eines Landwirtes in der Nachbarschaft des Kindergartens. Hier waren bereits Materialien und eine Struktur vorhanden, mit welchen die Kinder in einen Dialog treten konnten. Die Eltern der Kindergartenkinder stellten weiteres Material zur Verfügung. Damit durften die Kinder frei arbeiten, hatten jedoch ganz zu Beginn, als Hilfestellung, die Aufgabe erhalten eine Stadt zu bauen.
Aufgrund der Aufgabenstellung und der ländlichen Umgebung, in der das Projekt stattfand, wurde der Projekttitel LANDRANDstadt gewählt. Als Betreuerin und Verantwortliche agierte ich im Hintergrund und nahm mich aus den Gestaltungsprozessen einzelner Kinder, aber auch aus sich entwickelnden gruppendynamischen Prozessen, weitgehend heraus.

Aus diesem Projekt resultierte die nun vorliegende Fallstudie. Es handelt sich dabei um eine reflexive Auswertung, die als Erweiterung des beschriebenen Projektes entwickelt wurde. Im Ausgangsprojekt stand die Frage im Zentrum: „Was passiert, wenn man Kindergartenkinder möglichst selbstständig gestalterisch arbeiten lässt?“ In der nachfolgenden Analyse sollte sie konkreter behandelt und an einem Einzelfall untersucht werden. Die Forschungsfrage wurde deshalb präzisiert. Die neu formulierte Fragestellung lautete: „Wie können anhand von fotografischen Sequenzen ästhetische Erfahrungen, konstruktive Problemlöseprozesse und soziale Interaktion eines bestimmten Kindes nachvollziehbar beschrieben und ausgewertet werden?“ Dies wurde anhand der fotografischen Dokumentation des Arbeitsprozesses eines ausgewählten Kindes untersucht.

Download BDK Artikel


Odem 2011
Odem
2011

Oliver Frei

Mentorin:
Daniela Keiser

In einem verdunkelten Raum sind fünf runde Spiegel in Serie an eine Wand gehängt. Diese werden von je einem Spot beleuchtet und projizieren Lichtscheiben auf die gegenüberliegende Wand.

Auf den Spiegeln schlummern Portraits medialer Persönlichkeiten, welche über den interaktiven Akt des Anhauchens in Erscheinung treten. Der Besucher welcher zuerst mit seinem eigenen Spiegelbild konfrontiert wird, erfährt eine Überschneidung seines „Ichs“ mit dem erscheinenden Portrait. Die geisterhaften Portraits werden über die Lichtprojektionen in den Raum verdoppelt und vergrössert. Sie erhalten eine „Scheinrealität“ und werden zu ephemeren Ikonen.


Rückseiten des Waldes 2011
Rückseiten des Waldes
2011

Simona Reber

Mentorin:
Sandra Böschenstein

Der Wald wird zum Denkmodell für raumzeitliche Fragen und führt in der Zeichnung zu instabilen Ansichten: räumliche Ausdehnung und zeitliche Durchdringung.

Das Betrachten von Rückseiten erfordert eine körperliche oder geistige Bewegung. Schauen ob hinter den Bäumen der Wald kommt, das Anheben der Oberfläche den Blick auf den Stapel freigibt, wie sich das Gefüge der Linien im Wald verschiebt oder Ränder die Fläche beschneiden. Das Ritual des Waldes ist die Wiederholung der Herausragenden auf der Oberfläche der Fragen.

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Zufrieden am Berg 2011
Zufrieden am Berg
2011

Astrid Vollenweider

Mentorat:
Andreas Hieber, Projektleiter LerNetz AG

Konzeption und Umsetzung eines digitalen Lernspiels, bzw. Serious Game

Ein Projekt an der Schnittestelle von Didaktik, Gestaltung, Technik und Medienkonzept. „Zufrieden am Berg“ ist ein interaktives digitales Spiel, ein so genanntes Serious Game, für den Schulunterricht. Zielgruppe ist die Mittelstufe, 3.-6. Klasse, das Thema „die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ am Beispiel einer Bergregion. Die Lernenden können den Berg nach Belieben gestalten, d.h. sie können Extreme ausprobieren und erfahren was geschieht, wenn das Gleichgewicht gestört wird. Die Auswirkungen können 25 Jahre in die Zukunft simuliert werden.

Endziel des Spiels «Zufrieden am Berg» ist, dass alle Akteure, das heisst, BergbewohnerInnen, Touristen sowie Fauna und Flora, ihren Raum finden und im Gleichgewicht für alle nutzen.

„Zufrieden am Berg“ ist als autonomes Projekt entstanden, von der Idee bis zur aktuellsten Umsetzung. Die Konzeption lässt die Möglichkeit offen später in ein Projekt des Lehrmittelverlages LerNetz integriert zu werden. Diese Weiterführung ist geplant. An der Ausstellung ist die Release Version 1.0 zu spielen.


[PLAY & RECORD] 2011
[PLAY & RECORD]
2011

Yvonne Morgenthaler

Mentorin:
Sibylla Walpen

Mit der Idee die Videofunktion der Handys in der Museumspädagogik einzusetzen, wurden 2- oder 3-stündige Workshops mit einer 3., 8. und 9. Klasse im Zentrum Paul Klee durchgeführt. Ideen und Assoziationen bei der Betrachtung eines Originals waren den Teilnehmenden Inspiration zum spielerischen Herstellen von bewegten Bildern (Play & Record). Dafür stand eine Farbkopie des Werks zur Verfügung. Unmotiviert oder frech, scheu oder ernsthaft wurde fantasiert, animiert, zerkritzelt oder zerrissen.


Die vorliegende explorative Studie benennt das Potential der verwendeten Gestaltungsmittel und kreist dabei um die Spannungsfelder von Bildung und Unterhaltung, Prozess und Produkt, Inhalt und Technik. Trotz des einfachen technischen Zugangs zur Videoproduktion über das vertraute Gerät Handy kann es in der kurzen Zeit eines Workshops nicht das Ziel sein, einen «fertigen» Kurzfilm zu drehen. Vielmehr geht es um eine zwanglose Herangehensweise an die Kunst, das Herstellen einer filmischen Skizze, welche die Haltung der Kinder und Jugendlichen zum Bild widerspiegelt.

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«Die Linie ist ja geknickt.» 2011
«Die Linie ist ja geknickt.»
2011

Andrea Gfeller

Mentorin:
Paula Sansano

Die künstlerische Arbeit befasst sich neben der Thematik der Anamorphose mit der visuellen Wahrnehmung des Betrachters in seiner alltäglichen Umgebung, im öffentlichen Raum der Stadt Bern. Als visuelles Phänomen stört die Anamorphose die alltägliche Wahrnehmung des Betrachters und löst bei diesem Zweifel an seinem eigenen Sinneseindruck aus. Denn es gibt nur einen richtigen Betrachterstandpunkt, von dem aus das verzerrte Bild wieder entzerrt und in seiner richtigen Form wahrgenommen werden kann.

Die Anamorphose ist ein Spiel, ein Suchen nach dem richtigen Bild. Der Moment, wo sich das Rätsel des verzerrten Bildes löst, ist der Moment, in dem sich dem Betrachter das Werk in seiner Gesamtheit zeigt.

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2010

"Komm, wir machen uns alles nach" 2010
"Komm, wir machen uns alles nach"
2010

Sarah Hostettler

Mentorin:
Barbara Bader

Was hat soziale Interaktion mit Bildgestaltung zu tun?

Ausgehend von dieser Fragestellung liegt der Schwerpunkt der vorliegenden Studie auf den Wechselwirkungen, die sich in einer Unterrichtssituation zwischen Peers abspielen. In einer Einzelfallstudie werden die Interaktionen zwischen drei Schülerinnen einer 2. Klasse beschrieben und analysiert, wobei das Augenmerk besonders auf dem Phänomen der Nachahmung liegt. Aus dem Forschungsmaterial wird ersichtlich, dass sich im Verlauf der Unterrichtseinheit die Zeichnungen angleichen und schematischer werden.

Dabei rückt die Aufgabenstellung immer weiter in den Hintergrund. In den Bildern der drei Mädchen manifestiert sich ihre Freundschaft visuell. Daraus entsteht die Vermutung, dass bei ihnen insgesamt das Soziale wichtiger ist, als das Entstehen einer individuellen Zeichnung.

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Der gestalterische Prozess 2010
Der gestalterische Prozess
2010

Nadia Bader

Mentorin:
Ruth Kunz

Das Master-Projekt ermöglicht einen Einblick in gestalterische Arbeitsprozesse. Das Spannungsfeld zwischen dem Mythos der künstlerischen Inspiration und der Banalität des Arbeitsalltages wird aufgezeigt.

SchülerInnen des Vorkurses Biel werden im Rahmen des Projektes bei ihren gestalterischen Projekten begleitet, beobachtet und ihre Arbeit dokumentiert. Der Fokus liegt einerseits auf dem individuellen Entwicklungsprozess der gestalterischen Arbeiten und andererseits auf der Unterrichts- und Vermittlungssituation. Das entstehende Wechselspiel zwischen eigenständiger Gestaltungstätigkeit und dem Dialog mit den Lehrpesonen wird nachvollziehbar aufgezeigt.

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Webseite: www.nadiabader.ch


Eco Gravures 2010
Eco Gravures
2010

Sara Foletti

Mentorin:
Ursula Jakob

Entre les trois aspects qui caractérisent le Master en Art Education, celui artistique est le Schwerpunkt de mon travail. Il s’agit d’un projet artistique qui aborde une problématique actuelle: le développement urbain au dépit de la nature. Il est composé de onze gravures réalisées en chalcographie (aquatinte et eau-forte) plus une série de cartes (120 exemplaires réalisés en chalcographie et topographie).
Les gravures représentent des vues panoramiques de ville (ou métropoles), tandis que leur titre se rapporte à des habitats naturels.

Les cartes reprennent un détail des gravures avec une liste de noms de plantes typiques de l’habitat relatives au titre de la gravure.
Pendant le vernissage ces cartes, qui doivent être considérées soit comme un produit artistique soit comme partie de la médiation, seront offertes au public afin de favoriser une approche active quant aux oeuvres exposées.

Le travail est structuré sur deux objectifs principaux: à travers la partie artistique sensibiliser le public sur une thématique actuelle, et créer un projet qui exploite les caractéristiques de la gravure, afin d’intégrer la partie de la médiation.

Kontakt:


Erinnerungsstücke 2010
Erinnerungsstücke
2010

Sivia Pietz

Mentorin:
Catherina Ziessler

Erinnerungsstücke ist ein Projekt mit dem Thema Erinnerungen in einem psychiatrischen Umfeld. Dabei interessierte mich, was Patienten für einen gestalterischen Umgang mit ihren Erinnerungen finden. Meine Überlegung war, dass gerade die künstlerische Auseinandersetzung mit den Erinnerungen eine Art produktive und konstruktive Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte sein könnte, die zudem auch aus gestalterischer Sicht gesehen zu interessanten Ergebnissen führen könnte.

Wichtig  ist mir bei diesem Projekt, jeden Patienten individuell zu begleiten, damit jeder eine zu sich und seinen Erinnerungsstücken passende Gestaltungsform finden kann.

In einem zweiten Teil der Arbeit wird die Künstlerin Tracy Emin aus psychiatrischer Sicht untersucht, als fiktive Patientin einer psychiatrischen Tagesklinik.

Kontakt: E-Mail Adresse


espace sculpturelle 2010
espace sculpturelle
2010

Lea Krebs

Mentorat:
Andrea Wolfensberger

Die Masterthesis espace sculpturelle ist Raum und gleichzeitig Objekt. Eine begehbare Skulptur, die durch das Begrenzen in Raumpartien das Licht sichtbar werden lässt. Das Werk verändert die Wahrnehmung des Raums und gleichzeitig das Verständnis für den Raum. Dabei werden ständige Positionswechsel und die Bewegung innerhalb der Installation vorausgesetzt. Der Betrachtende wird in seiner Bewegung geleitet, indem er daran gehindert wird, den direkten Weg von A nach B zu nehmen. 

Der Blick des Betrachtenden wird immer wieder geführt und verleitet: Verschiedene Blickfange wie Gucklöcher, Verformungen des Papiers und die freie Sicht aus der Kuppel heraus sind Teil der bewussten Leitung des Sehsinns. Zudem ist das Kalkpapier, je nach Anzahl Schichten mehr oder weniger lichtdurchlässig und erlaubt eine schemenhafte Wahrnehmung des Ausstellungsraums.

Kontakt: E-Mail Adresse
Webseite: www.leakrebs.ch


mit dem Kopf in diesem Loch 2010
mit dem Kopf in diesem Loch
2010

Ich begebe mich an unscheinbare, urbane, unbelebte und karge Orte, die mich faszinieren. Vor Ort suche ich Objekte, welche mich für meine Interventionen inspirieren. Diese Objekte verwende ich für meine Inszenierung. Ein Zusammenspiel zwischen mir und dem Gegenstand findet statt. Einerseits nehme ich seine Form auf oder vervollständige sie, andererseits verfremde ich seine Nutzbarkeit. Ich entfunktionalisiere die Objekte. Ich sehe in den Gegenständen neue Möglichkeiten der Nutzung. Beispielsweise benutze ich einen Frisbee-Ständer als Sockel. Ich hinterfrage so die „traditionelle“ Nutzung und führe den Alltagsgegenstand auf eine neue Ebene. Ich ersetze die eigentliche Handlung im Zusammenhang mit dem jeweiligen Objekt durch eine andere, welche an sich auch alltäglichen Charakter hat. Erst durch den Zusammenhang meiner Handlung und dem Objekt, entgegen dessen „alltäglicher“ Verwendung, führe ich das Objekt, den Ort und meine Handlung ad absurdum. Ich erziele dadurch eine Kontextverschiebung.

Bei einigen Aktionen gibt es eine körperliche Anstrengung, bei anderen Interventionen eine Verrenkung oder bei weiteren nur ein „sich Hinstellen“. Obwohl einige Bilder sehr ruhig und statisch wirken, steht dahinter immer ein „Spurt“, also eine körperliche Anstrengung. Meine ephemeren Inszenierungen halte ich mehrheitlich mittels Fotografie, vereinzelt mit Videoaufnahmen fest. Beim Fotografieren arbeite ich mit Selbstauslöser und habe deshalb nur 10 Sekunden Zeit um mich zu positionieren.
Das Temporäre, das zeitlich Begrenzte, das Ephemere spielt eine zentrale Rolle. Nur einige Sekunden dauern meine temporären Skulpturen. Dann ist alles vorbei, so als wäre nichts gewesen. Wäre da nicht die Fotografie: Durch sie halte ich meine Interventionen fest. Das Flüchtige wird mit der Fotografie festgehalten und wird dadurch zum starren und statischen Bild.

Da sich meine Arbeit um meine Person dreht, möchte ich im vermittelnden Teil das Feld öffnen und die Besucher ansprechen. So gebe ich beispielsweise die Anweisungen: „Umarme einen Stuhl“. Diese Anweisungen liegen in der Ausstellung in Form von Postkarten auf und stehen so dem Besucher zur Verfügung. Das Vermittlungsangebot zielt auf eine Wahrnehmungserweiterung der Besucher hin: Die Anweisungen sollen eine Sensibilisierung gegenüber der Umwelt und insbesondere des persönlichen Alltages zur Folge haben. Durch das Aufzeigen von neuen Nutzungsmöglichkeiten soll eine andere Sichtweise auf Alltägliches impliziert werden.

Webseite: www.gabrielagerber.ch


„...und man versteht gar nicht, warum man sich nicht versteht.“ 2010
„...und man versteht gar nicht, warum man sich nicht versteht.“
2010

Zoé Bobst und Jakob Kotzerke

Mentoren:
Mo Diener und Hermann Voesgen

„Die Rede ist vom deutschen Filz an den Universitäten, vom demütigenden Reflex, beim Spitalbesuch Hochdeutsch zu sprechen und von der deutschen Konkurrenz für Schweizer Männer bei der Brautschau.“ (Der Bund, 25.01.2010)

Durch die stetige Polemisierung der Tatsache, dass immer mehr Deutsche in der Schweiz leben und arbeiten, wuchs unser Interesse, diese Thematik näher zu beleuchten. In den letzten Jahren stieg der Bevölkerungsanteil der Deutschen in der Schweiz markant an, der öffentliche Diskurs darüber nimmt einen breiten Raum ein. Die Medien befassen sich mit der Einwanderung und der wachsenden Fremdenangst, die Tageszeitung BLICK etwa rief mit dem provokanten Titel „Wie viel Deutsche verträgt die Schweiz?“ zur Diskussion auf.
Wir haben uns gefragt, welche Erfahrungen die Betroffenen in ihrem Alltag selber machen. Wie begegnen sich Schweizer und Deutsche auf ganz persönlicher Ebene? Welche Situationen des Zusammenlebens sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben? Welche Konfrontationen erleben sie?

Wir entwickelten die Projektidee, an mehreren Abenden mit Schweizern und Deutschen, alle wohnhaft in der Deutschschweiz, über dieses Thema zu diskutieren. Dafür fragten wir Personen an, ob wir in ihren privaten Räumlichkeiten ein performatives Nachtessen veranstalten und weitere Gesprächsteilnehmer einladen dürfen. Es war uns wichtig, persönliche Begegnungen und Meinungen einzufangen und individuelle Geschichten zu diesem Thema zu sammeln. Die Politik und die mediale Polemik sollten nicht im Vordergrund stehen. Durch unser Setting und die von uns zubereiteten Speisen schufen wir die Basis für eine anregende Diskussion. Es wurden Vorurteile hinterfragt, persönliche Geschichten des Zusammenlebens erzählt, Begegnungen und Konfrontationen resümiert. In welche Richtung die Gespräche verliefen und welche Themen zur Sprache kamen wurde den Teilnehmenden weitgehend selbst überlassen.

Die geführten Gespräche wurden aufgenommen, dekonstruiert und einzelne Aussagen zu einem fiktiven Gespräch zusammengesetzt. Das von uns konstruierte Gespräch präsentiert sich auf fünf Monitoren, welche durch eine Platte miteinander verbunden sind. Das Gespräch ist als Text auf den Bildschirmen zu lesen. Dabei stellen die fünf Monitore fünf verschiedene Gesprächsteilnehmer dar, welche zusammen interagieren und so das rein typografisch umgesetzte Gespräch führen.

Kontakt Zoé Bobst: E-Mail Adresse