2. Carla Keller: «Frühsommernachtstraum»

Abstract

Frühsommernachtstraum handelt vom Jungsein. Er erzählt vom Sich-frei-fühlen und von der schlichten Einzigartigkeit jedes Momentes. Mit meinem Film möchte ich die Zuschauer*innen in meine Kopfwelt mitnehmen und sie dazu anregen, sich selbst daran zu erinnern, wie es ist, sich jung und frei zu fühlen. Meine Maturaarbeit ist ein Kurzfilm – entstanden auf einer Velotour mit drei Freund*innen im Frühsommer 2020. Ohne Drehbuch begleitete und filmte ich unsere spontane Reise und liess mich von den erlebten Momenten tragen. Anstatt Szenen und Geschichten zu inszenieren, versuchte ich, authentische Bilder meiner Wahrnehmung einzufangen. Das Ziel: Mit filmischen Mitteln ein kreatives und persönliches Zeitdokument zu schaffen und dadurch das Filmhandwerk kennenlernen. Das auf der Reise entstandene material ergänzte ich durch Unterwasseraufnahmen, welche die verschiedenen Szenen assoziativ miteinander verbinden. Im Film schwimme ich gewissermassen von Erinnerung zu Erinnerung, tauche auf, erlebe Szenen aus der Reise, und tauche wieder unter in mein Unterbewusstsein. Dadurch wird der Fluss meiner Gedanken sichtbar und die traumartige Stimmung meiner Erinnerungen spürbar. Noch persönlicher wird der Film durch die selbst komponierte Musik. Aus freien Klavierimprovisationen formte ich Stücke, die bestimmte Szenen in sich abrunden. So konnte ich die mit der Reise verbundenen Gefühle noch stärker ausdrücken.