Kunst zum Zmorge

2018

Abstract

Nermina Serifovic

E-Mail:


Minor Kulturvermittlung

Mentorin: Carol Baumgartner


Im Rahmen der Ausstellung von Dorothée Elisa Baumann und Adrian Sau- er entsteht ein Vermittlungsprojekt für Erwachsene, das einen gemeinsa- men Brunch mit anschliessendem interaktiven Ausstellungsbesuch beinhaltet. Beim gemeinsamen Sonntagsbrunch entsteht eine Plattform für Austausch und Begegnungen. Die Ausstellungsbesichtigung im herkömmlichen Sinne wird durch die soziale Interaktion und den Event aufgebrochen. Die eher strikte Funktion der Kunstinstitution wird ausgeweitet. Im Fokus des Projekts steht der Austausch innerhalb eines möglichst heterogenen Publikums bestehend aus Mitarbeitenden des Photoforums, BesucherInnen, KunstkennerInnen und Neugierigen verschiedenen Alters und unterschiedlicher kultureller Hin- tergründe.


Das Projekt hat zum Ziel, einen Austausch über Fotografie – unabhängig von Fachkenntnissen – zu erreichen. Der Brunch im Museum dient als erster Aufhänger dafür – Essen verbindet bekanntlich. Da die Arbeiten von Baumann und Sauer viel Hintergrund- und Fachwissen voraussetzen, ein grosses Anliegen des Projekts es jedoch ist, auch Leute ohne Kunsthintergrund zu involvieren, ist es von grosser Bedeutung, den Beteiligten einen geeigneten Zugang zur Kunst zu ermöglichen. Aus diesem Grund erhält jede Person vor dem Ausstellungsbesuch ein Säckchen, das als Kit funktioniert. Darin befinden sich ein Stift und Klebetiketten für persönliche Notizen sowie Kärtchen mit offenen Fragen zur Fotografie im Allgemeinen, die während dem Ausstellungsrundgang als Anstoss dienen können. Ebenfalls sind im gesamten Ausstellungsraum Interventionen aufgebaut, die den Teilnehmenden als Stütze dienen. Die Interventionen liefern zu den ausgestellten Arbeiten zusätzliche Informationen in unterschiedlichster Form: Beispielsweise liegen iPads, Bücher oder Kopien auf, die das spezifische Thema des jeweiligen Kunstwerks vertiefen oder Aufschlüsse über den Hintergrund und Kontext der Kunstarbeit geben. Spielerische Settings wie Puzzles liefern Anhaltspunkte über die Machart des Kunstwerks oder es werden im Ausstellungsraum direkt Fragen an die BesucherInnen gestellt, die schriftlich zu beantworten sind. Dadurch erhalten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich auf interaktive Weise den Kunstwerken anzunähern und einen Lernprozess zu durchlaufen. Im Fokus des Projekts steht das selbstständige Sehen, Erleben und Lernen der BesucherInnen.

Sammeln der Notizen nach der Ausstellung
Ausstellungsrundgang
Intervention zu Adrian Sauers "Parkett"
Ausstellungsrundgang
Säckli