Wie der Tag langsam zur Nacht

2020

Abstract

Björn Poffet

Mentorat
Regina Dürig und Jacqueline Baum

Medium/Material
Prosatext, Buch, Hardcover mit Gewebeeinband und Schutzumschlag, 152x229mm, 106 Seiten

Für euch, ihr, die ihr mir eure Erlebnisse geliehen habt.

Beim Inhalt dieser Arbeit handelt es sich um die Realität!

Innigkeit wird als eine tiefe Empfindung definiert. Taten, die aus der Tiefe der Zuneigung, der Freundschaft, der Verbundenheit und der Liebe entspringen. Innigkeit ist mit Zärtlichkeit verbunden. Zärtlichkeit, ein starkes Gefühl der Zuneigung und der, damit verbundene Drang, dieser Ausdruck zu geben entspringt denselben Tiefen wie die Innigkeit. Hass, eine heftige Abneigung, ein unglaublich starkes Gefühl der Ablehnung und Feindschaft gegenüber einer Person, einer Gruppe oder einer Institution. Hass entspringt, ähnlichen Tiefen, wie Zärtlichkeit und Innigkeit.

Auf Grund der sexuellen Orientierung oder der Genderidentität diskriminiert zu werden, ist die Realität vieler. In einer engen Zusammenarbeit mit Fach- und Beratungsstellen für die Mitglieder der Queercommunity sowie LGBTQ+ Menschen entstand ein Text, der Erlebnisse der Diskriminierung, der Gewalt, der Innigkeit und der Zärtlichkeit, bündelt. Der Text bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Fachwissen, politischen Ereignissen, Erlebnissen aus meinem Umfeld und meinen eigenen Erlebnissen. Alle Erlebnisse wurden zum Schutz der Personen, die diese beitrugen, anonymisiert. Die Form, in der sie im fertigen Text enthalten sind, wurde von den Menschen, die mir ihre Erlebnisse geliehen haben, autorisiert. In der Mischung aus Innigkeit und Weltscheiss entsteht so ein aufgeladener Einblick in die Queercommunity und in das Tragen eines gemeinsamen Traumas.

Mit herzlichem Dank an viele