#DIDAKTIK Artikulationen, Algorithmen, Infrastrukturen und Social Media in der kritischen Kunstvermittlung in digitalen Zeiten

Wenn die pandemische Situation etwas gezeigt hat, dann das die postdigitale Kultur neue Tools in der Lehre erfordert. Welches Potential hat Digitalität für Didaktik? Was sehen wir online? Welche Zeige- und Ausschlussmechanismen bietet das Internet? Welche Macht kommt Algorithmen zu? Welchen Einfluss haben Soziale Medien? Diesen und weiteren Fragen geht die Vortragsreihe nach, die vom Fachbereich Kunst und Bildung am Institut für das künstlerische Lehramt der Akademie der bildenden Künste Wien und dem Studiengang Art Education an der Hochschule der Künste Bern organisiert wurde.

Shusha Niederberger

Shusha Niederberger

Desktop-Performance. Zur ästhetischen Praxis der digitalen Kunstvermittlung.

Die Netzkunst der 90er Jahre hat das Internet als Ort der Kunst etabliert. Die Science and Technology Studies formulieren seit den 1960er Jahren den Technologiebegriff neu. Was bedeuten diese Denkrichtungen für eine digitale Kunst- oder Kulturvermittlung? Erläuterungen aus einer osmotischen Praxis.

Shusha Niederberger *1974, arbeitet an der Schnittstelle von Technologie, Kunst und Kultur. Sie hat in Zürich und Wien bildende und digitale Kunst studiert und war danach an Kunstuniversitäten in Wien und Zürich als Assistentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Sie leitet seit 2014 die Kulturvermittlung am HeK (Haus der elektronischen Künste Basel) und unterrichtet seit 2015 als Dozentin an der F+F Schule für Kunst und Medien in Zürich zeitgenössische Netzkultur. Sie hat als wissenschaftliche Mitarbeiterin im SNF-Forschungsprojekt „creating commons“ (2017-2019) am IFCAR (Institute of Contemporary Art Research) an der ZHDK geforscht. Sie ist Mitglied der Schweizerischen Fachgesellschaft für Kunstpädagogik und der Schweizerischen Gesellschaft für Mechatronische Kunst, und hat 2017 das „electronnes“ Festival for Art, Technology and Women* organisiert. Sie spricht regelmäßig über die kulturellen Dimensionen des Digitalen.
www.shusha.ch
@shu_sha_

Vincenzo Estremo

Vincenzo Estremo

How Not To Let Video Kill Radio Star

Starting from the analysis of the pervasiveness of video, my lecture intends to underline how a large part of distance learning follows some typical biases of contemporary media systems. At the state of things, distance learning risks to follow a bad path, embracing a communicative poverty which, once the novelty effect had worn off, as the media literature shows, let to emergence series of problems: distractive power of the technologies, cognitive overload, digital inequality, forgetfulness, all elements already well described by media scholars but not yet sufficiently known to the public opinion. In the conjunction's light between media function and educational needs, it is fair to ask some questions about education and its relationship with digital disruption to better understand how digital could run as a tool for contemporary school.

Video – Digital – Audio – Overload – Distance Learning

Vincenzo Estremo is PHD in Audiovisual Studies at University of Udine and Kunstuniversität Linz. He has published several essays and scientific interventions in specialized journals, has co-edited Extended Temporalities. Transient Visions in Museum and Art (2016) and Albert Serra, cinema arte e performance (2018); and written Teoria del lavoro reputazionale. Saggio sul capitalismo artistico (2020). He directs the online magazine in English Droste Effect and regularly collaborates with Flash Art. He is a lecturer in Curating of Moving Images at NABA, Milan.

Cornelia Sollfrank

Cornelia Sollfrank

re-connecting technofeminist concepts and practices

Cornelia Sollfrank lässt den Geist des Cyberfeminismus der 1990er Jahre noch einmal aufleben und zieht Verbindungen zu zeitgenössischen Formen des Technofeminismus. Wer hat die Macht zu definieren? Wie organisieren wir uns nach dem Netz? Reden wir über die Zukunft.